THEMA: Okavangodelta, Chobe, Moremi, Caprivi 2019
21 Nov 2019 14:52 #573405
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22.9. Xaro Lodge —> Maun ... oder „Caught by Civilisation“

Die letzte afrikanische Nacht (Maun heute Abend ist ja schon Großstadt) weckt uns morgens um halb 7 mit idyllischen Geräuschen: Vogelgezwitscher, die nicht geölte Schaukel (Swamp Boubou ;) ), zwei brüllende und kreischende Streitaffen, das friedliche Nilie-Plantschen, -Grunzen, -Schmatzen und ein Elefant, der krachend ein paar Äste bricht.

Unsere Wildkamera hat mal wieder zugeschlagen :laugh:



Wieder sehr leckeres Frühstück - die Xaro Lodge gefällt uns ausgezeichnet, wie heißt es so schön in einer der Bewertungen:
Xaro Lodge is a must-visit if you are a birding enthusiast. Species that are spotted regularly include the Pel's Fishing owl, skimmers, carmines, egrets, herons, kingfisher, and boubous.
Dazu die idyllische Lage, die Anfahrt per Boot als Fast-schon-Highlight, das exzellente Essen.

Um 9:15 Uhr besteigen wir unser Boot zu Drotsky’s Camp, 20 min Fahrt - leider nicht mit Tom, sondern mit einem anderen Mitarbeiter, der überhaupt keine Zeit/Lust auf Bird Watching hat. Trotzdem ein paar Schnappschüsse unterwegs:

Lesser Striped Swallow


Giant Kingfisher (ob es derselbe wie gestern ist?)


Purple Heron


African Fish Eagle



Alles ins Auto packen, Reifendruck wieder auf 2.5/3.5 bar, um 10:15 Uhr geht’s auf den Pothole Highway nach Sehithwa. 265 km, die es in sich haben, immer wieder ist die Straße links oder rechts „ausgefranst“ (zum Teil sehr steile Abbruchkanten :ohmy: ), Schlaglöcher am meisten in der Fahrbahnmitte 30-150 cm groß ... und manchmal alles drei gleichzeitig :woohoo: . Ohne Gegenverkehr geht es ganz gut, man fährt halt mit 80-90 km/h i.W. In der Mitte, dann treffen einen die Ausfransungen nicht und die mittigen Potholes hat man zwischen den Rädern.






Bei Gegenverkehr muss man Glück haben, dass die Straße gerade gut ist, oder man bremst ab, manchmal bis Schrittgeschwindigkeit. Ab Sehithwa ist „Autobahn“, mit 100-110 km/h geht’s schnell voran. Um 14:45 Uhr, nach 4 ½ Std., sind wird in Maun. Volltanken, noch 15 km durch die Ortsmitte ans östliche Ende von Maun ... um 15:15 Uhr sind wir glücklich im Old Bridge.


Unterwegs sind 3 Kontrollpunkte, einer davon - glaube ich - ein Veterinärkontrollpunkt. Wir werden immer durch gewunken.
Ich glaube, hier - und an allen anderen Kontrollpunkten/Grenzen/Gates - hat uns geholfen, dass wir mit der inneren Einstellung "okay, hier ist jetzt eine kleine Pause, kein Problem, wir sind freundlich und es dauert eben eventuell". Wir sind langsam, ohne Ungeduld vorgefahren, unser freundliches "Good Morning, how are you?" hat als Türöffner geholfen, wir hatten zum Teil nette Gespräche: "The Mahango Core was beautiful" ... "Oh, what did you see there?" ... "By the way, have a look for the young ostriches, only 2 days old".
Wir wurden immer freundlich behandelt, sogar flott, keine(r) war mürrisch oder gar schikanös. Sicher auch Glück gehabt - aber bin überzeugt, dass ein nettes How-are-you, nicht Genervt-sein, keine Eile zeigen statistisch dazu führen, dass die Kontrollen/Grenzen/Formulare besser ablaufen. War 2015 auch schon so, diese Erfahrung.


Ich bin alleine gefahren, Karin war müde. Das ging erstaunlich gut, wegen des vielen Lenkens waren die Schultermuskeln dauernd in Bewegung, also der Rücken okay :) . Im Gegensatz zu den langen, geraden 200 km von Kongola nach Divundu auf der B8, die ich ätzend fand.

Wir bekommen Tent 5, gefällt uns gut. Fahren mit dem Auto dicht dran, laden alles aus (hoffentlich :whistle: ).




Um 16 Uhr kommt der Travel Adventures Mitarbeiter, alles okay bei der Rückgabe. Wir verschenken die restlichen Fanta, Bier, Savanna und Lebensmittel, der Mitarbeiter freut sich.


Chillen auf der Veranda unseres Tent, 2 Savanna hatten wir uns aufgehoben. Tagebuch, Lesen, Duschen. Packen wird auf morgen verschoben.

Frühes Abendessen - Naked vegan burger, Beef stew with rice - sehr lecker. Mit Blick in die Sonnenuntergangsstimmung über dem Hippopool.








Dann gewöhnen wir uns langsam wieder an die Zivilisation und schauen Chelsea-Liverpool (1:2 :) ). Zum Ausklang gönnen wir uns den ersten Amarula in diesem Urlaub.
Viele Grüße, Michael
Letzte Änderung: 22 Nov 2019 08:47 von MichaelAC.
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22 Nov 2019 09:38 #573447
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23.9. Abreisetag: Maun - JNB - Flug ... oder „Gate closed :ohmy:

Ein gemütlicher Vormittag mit Frühstück, Wildlife genießen, Packen, Lesen ...

Es ist geschafft - unser Kram ist bereit für den Rückflug.


Dieses wertvolle Utensil haben wir im Endeffekt nie gebraucht


Unser Lieblingsplatz im Old Bridge


Nach dem Frühstück ein letztes Mal: Karin "birdet" :lol:


Hier im Old Bridge sind dermaßen viele Vögel, eine wahre Freude!

White-browed Robin-Chat


Red-eyed Dove


Dieser Black-collared Barbet macht uns viel Spaß, wie er probiert, in den unmöglichsten Verrenkungen an die besten Früchte zu kommen :laugh:




Yellow-bellied Greenbul


Burchell's Starling


Kurrichane Thrush und Black Crake


Und auch einer der seltenen Equus asinus asinus


Unser Abschlussfoto - Stillleben mit Hippo, African Jacana und Hamerkop



Bye bye Africa sagen wir wehmütig.


Um 11:30 Uhr fahren wir mit dem Taxi zum Flughafen. Wahrscheinlich viel zu früh zum Check-in, aber Karin möchte noch etwas shoppen ;) , und ich habe etwas Sorge (nur etwas - dank Baldrian) um unsere Sitzplätze, denn Online-Check-in geht für Maun-Abflüge nicht - und vielleicht ist der Flug ja überbucht oder ein Statuspassagier oder VIP kriegt unsere tollen Plätze in der ersten Reihe :ohmy: .




Unser Flug geht pünktlich um 14 Uhr los, Flugzeit nur 1:15 std (statt 1:40).

Der fast ausgetrocknete Boteti


Ein Stausee nördlich von Johannesburg


Kaum Wartezeit (okay, noch weniger als „kaum“, < 2 min) an Pass- und Sicherheitskontrolle, dann setzen wir uns in die SA-Lounge, Karin kuriert ihre Reiseübelkeit vom Landeanflug etwas aus.
Ich lese, Karin geht noch etwas shoppen, ansonsten genießen wir die letzten Afrikastunden.

Boarding ist um 18:30 Uhr (hatte ich mir so gemerkt), dauert ja immer lange ... also verlassen wir in Ruhe um 18:30 Uhr die Lounge. 8 Minuten Gehzeit bis zum Gate. Wir sehen schon ... keine Knubbelei an Gate 16/17 ... und lesen dann „Gate closed“ :woohoo: :ohmy: ... Boarding war nämlich schon um 18:20 Uhr. So spät ... never ... really never ever ... war ich noch nie am Gate.
Zur Ehrenrettung: Am Counter hatte die Dame uns „18:30“ auf die Boardkarte geschrieben. Und: Ohne uns hätten die unser Gepäck wieder ausladen müssen - das hätte noch mal was Zeitreserve gebracht :lol: . Und außerdem waren wir gar nicht die letzten, nur die zweitletzten.

Ach ja: Die reservierten Plätze 81 A+C waren natürlich für uns festgehalten :) .

Die Lichter von Johannesburg



Wir starten den Nachtflug mit etwas Sekt und dem Studium der Speisekarte. Fast peinlich, was einem hier aufgetischt wird ... ich entscheide mich für Gemüse Saksuka mit gegrilltem Spargel, Streifen gelber+grüner Paprika, cremigem Caponata Gemüsesalat, Streifen von getrockneter Tomate (das war jetzt nur die Vorspeise - hoffentlich schmeckt es so gut, wie diese Dichtkunst verspricht :laugh: ), dazu ein Gläschen Champagne Duval-Leroy Brût Réserve, als Hauptgang dann simplen Rinderschmorbraten mit Zwiebelsauce, Petersilienkartoffeln und Pfannengemüse, dazu ein 2015 Château Gravat, Cru Bourgeois Médoc. Schließlich zum Dessert noch eine Käseauswahl und/oder Mousse. Wir wählen stattdessen das Obst. Aber alles sehr lecker!
Ein letztes Mal „too much“ ... wir schlafen beide gut.


24.9. Ankunft in Aachen: Flug - FRA - Aachen

Wir landen pünktlich in Frankfurt, das Gepäck ist schnell da und so bekommen wir den gebuchten ICE um 7:09 Uhr. Der RE in Köln ist etwas verspätet, aber kein Problem ... wir kommen um 10:20 Uhr in Aachen an. Eine der entspannteren Rückreisen :) .


So, das war's mit meinem Reisebericht ...
... hat mir großen Spaß gemacht
... alles noch einmal zu durch"leben"
... die Fotos zu sichten
... und ich wünsche mir sehr, dass wir noch einmal nach Afrika zurückkehren ...

Und danke an alle Leser, Ratgeber und Helfer :)
Viele Grüße, Michael
Letzte Änderung: 22 Nov 2019 11:40 von MichaelAC.
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22 Nov 2019 10:22 #573453
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Hi Michael
Ach ja: Die reservierten Plätze 81 A+C
jetzt weiss ich, wo das Kürzel "MichaelAC" herkommt :-)

.... wenn ich Dich bei deinem Wunsch zum 65. unterstützen kann: Ich werde mich mal mit Karin unterhalten :-)

Vielen dank für den wunderschön bebilderten Reisebericht mit tollen Aktivitäten. Ich gehe mal davon aus, dass ich spätestens Ende Februar das oder die Fotobücher dazu bewundern darf?
LG
Didi
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22 Nov 2019 11:12 #573458
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Hi Didi.

Die Fotobücher .... da haben irgendwelche Drängler in 2 Foren für eine relevante Verzögerung gesorgt :laugh:

Aber ich habe es vor :)
Viele Grüße, Michael
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22 Nov 2019 11:59 #573461
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MichaelAC schrieb:
Abends hatte ich gespannt die Wildlife-Kamera aufgehängt ... und tatsächlich, ein toller Fang des Nachts:
Lieber Michael, welche Wildlife-Kamera nutzt du? Kannst du mir vielleicht das Modell verrraten?
Danke und lg brisen
Letzte Änderung: 22 Nov 2019 11:59 von brisen.
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22 Nov 2019 13:26 #573465
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Hallo Michael,
vielen Dank für das Teilhabendürfen an Eurer Reise, die in unsere Lieblingsgegend geführt und sehr viel verlockende Tipps enthalten hat.
Das Foto vom Botetirinnsal hat mich etwas runtergezogen - dahin soll es nämlich u.a. nächsten August auch gehen.......
Sehr appetitlich anzusehen und als Krönung zum Schluß war : Hammerkopp und Jacana an Hippo..... :laugh: :laugh:
Viele Grüße
Friederike
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