THEMA: Auf der Suche nach „piet-my-vrou"-Sambia Nov 2019
12 Feb 2020 12:26 #579928
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Pünktlich um 15:50 Uhr startet die Bootstour. Mit uns an Bord ist ein deutsches Pärchen, das auch hier campt. Wir fahren zuerst zur Lodge, um noch zwei weitere Gäste, ebenfalls ein Pärchen, abzuholen. Dieses Pärchen macht einen etwas verlotterten Eindruck.









Schnell merke ich, dass Christian die Bootstour gefällt. Um sein Gesicht zu wahren, gibt er das nicht gleich zu. Daher ziehe ich ihn damit auf und nenne ihn „Pinoccio“. :P
Wir gleiten langsam dahin, sehen viele Hippos und diverse Vögel wie Darter, African Finfoot Riedschabe, Weißstirnspinte und rock pratincole (Halsband-Brachschwalbe). African Finfoot und und rock pratincole sind (zumindest bewusste) Erstsichtungen für uns.






African Finfoot- kommen wir noch näher ran?


African Finfoot


African Wattled Lapwing


rock pratincole


green-backed heron


Irgendeine Schwalbe? Vielleicht kann jemand den Vogel bestimmen, obwohl das Foto nicht besonders gut ist

Andy manövriert das Boot gekonnt durch die Felsen hindurch, denn der Fluss ist stellenweise sehr flach.








Puku



Zum Ende der Tour zieht sich der Himmel etwas zu, und in der Ferne sehen wir Blitze.









Andy lässt das eine Pärchen an der Lodge aussteigen, bevor wir am Campingplatz aussteigen. Am Anleger sehen wir Buschböcke, Perlhühner und Meerkatzen. Auch in der Nähe unserer Campsite sind Buschböcke.




Zeit, sich ums Abendessen zu kümmern

Der Vollmond spiegelt sich schön auf dem Fluss, leider habe ich den Fotoapparat schon für heute in den Feierabend geschickt. Eine Eule, die wir nicht identifizieren können, fliegt umher.
Der Ruf des Einsiedlerkuckucks begleitet uns bis in den Schlaf. Auch sonst hören wir noch sehr viele Vögel.
Übernachtung: Kasabushi Camp, 50 USD
Tageskilometer: 356


Ich habe mich heute mit der Auswahl der Fotos - welches lasse ich weg- sehr schwer getan. Denke, die nächsten Tage werden es wieder weniger sein
Gruss Chrissie
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16 Feb 2020 15:54 #580255
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15.11. Kafue Nationalpark
Das erste, was wir morgens akustisch wahrnehmen, ist der Ruf des red-chested cuckoo :laugh: . Wir stehen kurz vor 5:30 h auf, schließlich geht es heute auf den ersten „richtigen“ gamedrive in diesem Urlaub.
Dennoch ist es schon fast 7 h, da wir erst duschen und dann noch gemütlich mit Blick auf das Wasser trinken Tee bzw. Kaffee trinken.



Seit gestern Abend haben wir beide Stiche oder Bisse um die Fesseln herum, die stark jucken :S . Wir tippen auf sand flies, denn auch wenn hier viele Ameisen sind, haben wir diese nicht über unsere Füße flitzen sehen.



Wir fahren vom Camp aus in südliche Richtung und biegen in einen Weg zum Fluss ein.




junge Pukuantilope


Defassa-Wasserbock

Tsetsefliegen fliegen die ganze Zeit schon stark um uns herum. An einem ausgetrockneten Tümpel ist ein Hammerkopf. Den Hinterlassenschaften nach zu urteilen treiben sich Hyänen hier auch öfter herum, aber wir entdecken keine. Die Zikaden sind dafür nicht zu überhören.



Der Weg ist ziemlich eng. Leider kommen wir nicht so nah an den Fluss heran wie erhofft.
Wir queren den Hauptweg und nehmen den Sable loop. Der Weg ist stellenweise auch sehr eng.

In einem Baum entdecke ich zwei große Vögel. Der eine ist ein Geier, der andere könnte ein Kampfadler sein. Leider dreht er sich nicht in unsere Richtung. Für ein Foto ist die Entfernung zu groß. :(






little bee-eater

Obwohl wir keine besonderen Sichtungen haben, ist es – von den Tsetsefliegen abgesehen- eine angenehme Fahrt, die uns einen kleinen Eindruck vom Kafue verschafft.
Zurück im Camp genießen wir noch etwas die schöne Lage und die Ruhe, bevor wir zum Mayukuyuku Camp aufbrechen.





Wir nehmen nicht den kürzesten Weg zum Mayukuyuku Camp, sondern fahren über den Shishamba Loop, der regelmäßig schöne Sichtungen bieten soll.


Spinalroad

Der Lwansanza river führt stellenweise noch etwas Wasser.


Die Loops selbst sind nicht ausgeschildert, nur zu den Lodgen gibt es Wegweiser. So ist manchmal der gesunde Menschenverstand gefragt, besonders wenn es darum geht, wie ein Loop weiterführt.
Ein paar Impalas stehen auf der Straße. Als wir uns annähern, springen sie mit großen Sätzen ins Gebüsch.









Am Hippopool sehen wir Flusspferde und viele Pukus. Es hat sich etwas bewölkt.





Wir müssen das Flussbett kreuzen. Auf dieser Seite des Flusses dominiert erstmal Löwengras. Große Elefantenknödel liegen direkt auf dem Weg, aber die Dickhäuter lassen sich nicht blicken. Ca. 3 km vor der Spinalroad biegen wir links in die Abkürzung ab, auf die uns Andy hingewiesen hat. Die Piste ist kurvenreich und eng durch das Gestrüpp rechts und links. Als wir die Straße erreichen, die zum Gate führt, sind wir froh.




Black-bellied Bustard

Auf dem Weg vom Kasabushi Camp zum Gate inkl. des Loops haben wir höchstens drei Fahrzeuge gesehen. Am Gate unterhalten wir uns wieder kurz mit dem netten Angestellte von gestern.

Kurz hinter der Hook bridge müssen wir an einer Straßensperre halten. Ein Arbeiter fragt uns nach Wasser, welches wir ihm gerne geben. Wir verlassen die M 9 in nördliche Richtung und checken wenig später im Mayukuyuku Bush Camp ein.

An jeder Campsite gibt einen geschützten Unterstand mit Tisch und Plastikstühlen. Holz für den Braai wird gebracht und später sogar angezündet.

Wir stellen jedoch unseren eigenen Tisch außerhalb des Unterstandes auf und essen - mal wieder mit Blick aufs Wasser :) .






Rotkehlfrankolin

Es hat sich inzwischen stark zugezogen, dennoch fahren wir um 16:30 h noch mal los. Weit kommen wir jedoch nicht, denn es fängt stark zu regnen an. Es kühlt sich von 35 ° C auf 26 °C ab.
Da der Loop, den wir gewählt haben, die Beschaffenheit eines Kartoffelackers hat, drehen wir um und fahren zum Camp zurück. Highlight ist ein Schalow's turaco, aber bei den Witterungsverhältnissen brauche ich meinen Fotoapparat nicht zu bemühen.
Wir tendieren im Moment sehr stark dazu, die letzte Nacht im Roy’s Kafue Camp & Campsite zu verbringen, da wir lieber auf der anderen Seite morgen auf game drive gehen wollen, abgesehen davon ist es preiswerter. Bei den schlechten Wegen werden wir Sonntag früh sicherlich nicht hier groß auf game drive gehen wollen.

Zum Glück lässt der Regen etwas nach, so dass wir grillen können. Nach dem Essen setzen wir uns zu unseren Campnachbarn vom Kasabushi Camp, wo wir einen sehr netten und unterhaltsamen Abend verbringen. Es ist schon 23 h, als wir ins Bett kriechen.
Übernachtung: Mayukuyuku Bush Camp, 50 USD
Tageskilometer: 129
Gruss Chrissie
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19 Feb 2020 13:25 #580509
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16.11. Kafue Nationalpark
Beim Aufstehen stelle ich fest, dass es gestern etwas viel Alkohol war, zum Glück nicht so viel, dass es mir wirklich schlecht geht. :lol:
Nach der Dusche fühle ich mich wieder vollends fit. Wir zeigen den beiden wie gewünscht unseren Bushcamper, dann trennen sich leider unsere Wege.


Blick von der Campsite

Es regnet mal wieder. :dry:



entlang der Transitstrecke


spur-winged goose

Am Gate will ich für den heutigen Tag zahlen, aber der Parkranger lässt uns so durch. Christian meint, er hat keine Lust auf den ganzen Papierkram.
Die Straße ist durch den Regen glatt und schmierig. Wir sehen diverse Vögel, darunter viele Tauben: eine Gabelracke fliegt über uns hinweg; zwei Perlhühner huschen von der Straße. Ich entdecke eine Eule. Als wir zurücksetzen, fliegt sie leider weg.
Die Sonne kommt jetzt hervor. Wir biegen diesmal nicht in die Spinalroad ab, sondern fahren Richtung Chunga Training School, weil ich in einiger Entfernung Elefanten am Wegesrand sehe.





Leider haben sie sich schon wieder ins Gebüsch zurückgezogen, als wir auf ihrer Höhe sind.


Auch Elefanten können sich gut verstecken

Eine kleine Entschädigung sind vier Defassa-Wasserböcke.



Wir biegen in den Chunga river loop ab, dem wir jedoch nur zwei Kilometer folgen, dann wird uns die Modderpampe zu viel, außerdem haben wir die Befürchtung, dass wir nicht wieder auf den Hauptweg kommen und die ganze Strecke zurück müssen.


auf den Bildern wirkt es nicht weiter schlimm


Diese Entscheidung wird mit einem Waran belohnt.



Weiter geht es auf dem Mukambi river loop.


Richtig will die Sonne nicht durchkommen





Wir lassen ein Game drive- Fahrzeug überholen, hinten hängt ein Eimer, in dem Elefantendung verbrannt wird. Wir folgen ihnen und geraten in eine Sackgasse: hier ist der Bootsanleger für die Mukambi Lodge. :whistle:





Laut Karte führt der Mukambi river loop weiter zur 17k road. Ich hätte nichts dagegen, sowohl diesen Loop bis zur 17k road zu fahren und anschließend noch einmal unser Glück auf dem Shishamba Loop zu versuchen, aber das ist Christian zu viel. So drehen wir und fahren zum Shishamba Loop.





Der Shishamba Loop zeigt sich ähnlich wie gestern: Impalas, Hornraben, Meerkatzen.
Am Hippo Pool legen wir ein längeres Päuschen ein.















Wieder das Flussbett gekreuzt, dann geht es Richtung Gate. Heute nehmen wir nicht die Abkürzung, sondern fahren bis zur Spinalroad vor.




Wir hätten sie lieber mehr in "Natur" gesehen ;)

Erst bei der Ausfahrt treffen wir auf ein Fahrzeug, abgesehen von den Game Drive-Fahrzeugen beim Bootsanleger der Mukambi Lodge.


schöner Baobab in der Nähe von Roy's Camp

Auf der Campsite von Roy’s Camp bauen wir als erstes die Sonnenmarkise auf. Leider denken wir nicht über den Sonnenstand nach und richten die breite Seite der Sicht wegen zum Wasser aus :pinch: . So haben wir trotz Markise kaum Schatten und müssen auf der schmalen Camperseite Tisch und Stühle aufbauen, da wir keine Lust haben, das Fahrzeug umzustellen. Christian stellt fest, dass ein 5 l Kanister Wasser kaputtgegangen ist. Bis auf 1 l ist alles im größeren der beiden Staufächer ausgelaufen, aber entweder gibt es einen Abfluss oder das Wasser ist durch die Hitze verdunstet, denn es ist nicht mehr allzu viel nass. Da der Toast schimmlig ist, essen wir Käse und Wurst pur und die letzte halbe Gurke :dry: . Gut, dass wir morgen in Lusaka die Vorräte aufstocken können.

Das Camp hat eine schöne Lage am Fluss, aber es wirkt etwas vernachlässigt, denn es gibt ein paar „Müllecken“ .


Gemeinschaftsküche


Duschen und WCs


Sicht von unserem Stellplatz



Christian fühlt sich nicht wohl und legt sich hin. Ich lese und blicke immer wieder zum Wasser, ob sich dort was tut. Richtig genießen kann ich es nicht, denn es ist sehr windig, und mir juckt der Fuß, besonders die Fußsohle, extrem, denn ich habe viele Stiche oder Bisse :evil: . Als ich zum Duschen gehe, fliegen Papageien aus dem in der Nähe stehenden Baum weg. Sie sehen aus wie Goldbugpapageien.
In der Dämmerung sehen wir am gegenüberliegenden Ufer ein Hippo mit Nachwuchs. Vor uns schwimmt ein Krokodil. Am wunderschönen Sonnenuntergang können wir uns kaum satt sehen. Dazu hören wir Hippos grunzen – herrlich.









Obwohl wir heute mal wieder Nudeln essen, wird uns das Feuer entzündet. Es sind unheimlich viele Insekten, vielleicht kleine Termiten oder ähnliches, vor uns am Lagerfeuer. Endlich ist es mal eine sternklare Nacht. Inzwischen liegen direkt bei uns Hippos im Wasser, und eins geht an Land. Daher putzen wir unsere Zähne lieber am Auto.
Übernachtung: Roy’s Kafue Camp & Campsite, 260 ZMW
Tageskilometer: 124
Gruss Chrissie
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19 Feb 2020 13:47 #580511
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  • CuF am 19 Feb 2020 13:47
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Hallo Chrissie,
hoffentlich habt Ihr von den juckenden Füßen nicht länger was gehabt??
Hier
hinten hängt ein Eimer, in dem Elefantendung verbrannt wird.
mußt Du mich mal aufklären! Wozu soll das gut sein?
Viele Grüße
Friederike
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20 Feb 2020 17:37 #580611
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Hallo Friederike,
freut mich, dass du noch mitliest. :)
Ich hatte selbst die ersten Tage zu Hause noch mein zweifelhaftes Vergnügen damit, trotz Salbe aus der Apotheke in Lusaka. :angry:
Der Geruch vom verbrannten Elefantendung soll die Tsetsefliegen fern halten.
LG Chrissie
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21 Feb 2020 13:47 #580678
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Hallo Chrissie
Will mich einfach mal so zwischendurch melden. Ich lese gerne bei Dir mit, auch wenn in nächster Zeit ist bei uns keine Reise in das südliche Afrika geplant ist. Aber von dieser Gegend träumen, kann ich nie genug.
Herzlich grüßt
Elisabeth
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