THEMA: Schlangenexperte auf Tiersuche in SA / Namibia
14 Feb 2020 22:28 #580136
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  • Monokelkobra am 14 Feb 2020 22:28
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Guten Tag Zusammen

Gegen Mitte Dezember machten sich meine Partnerin und Ich auf nach Südafrika und Namibia, mit dem klaren Fokus auf Tiersichtungen. Natürlich haben wir auch die schöne Landschaft genossen und abgelichtet, aber Tiere standen immer im Vordergrund, was man den Bildern im Verlauf sicherlich entnehmen kann :P

Fokusthema dabei waren die Reptilien mit Schwerpunkt auf den Giftschlangen des Landes - insbesondere die Vipern des südlichen Afrika sind eine Herzensangelegenheit für mich. Dies da ich über viele Jahre hinweg diese Tiere gepflegt, gezüchtet und teilweise für die pharmazeutische Forschung gemolken (Entnahme des Giftes) habe.

Start der Reise waren ca. 8 Tage in Südafrika die Mehrheitlich auf meine bessere Hälfte ausgelegt waren. Sie ist zwar durchaus auch von den Kriechtieren angetan und findet dieses Thema ungemein spannend, aber wenn die Tierchen ein paar Haare und noch Beine haben, dann stehen sie definitiv höher im Kurs :P Also haben wir uns im und um den Krüger Nationalpark aufgehalten und eine tolle Sichtung nach der anderen machen können. Nachfolgend einige Eindrücke des Gesehenen:







Natürlich durfte dieses Mal auch der Leopard auf keinen Fall fehlen, wichtig war uns dabei vorallem dass sie nicht getrackt werden und keine hässlich "Collars" tragen. Es dauerte dann zwar einen Moment, aber am Ende war das Glück auf unserer Seite und es gelangen einige tolle Aufnahmen dieser zurückhaltenden Grosskatzen:









Selbst ein streitendes "Ehepaar" durften wir erleben, sie sah dies mit dem Honeymoonern wohl etwas anders ;-) :





Zum Glück sind dank einem geschickten Auge zum Erkennen von Reptilien auch noch einige dieser tollen "Kaltblüter" vor die Linse gekommen "aka" gekrochen:





Eher per Zufall und nur dank unserem Spotter bei der Tour gesichtet eher wir sie mit dem Jeep zerquetschten, diese kleine Schildnasen Kobra aus Südafrika. Ein weiteres Exemplar einer anderen Art davon seht ihr unter Teil 2 in Namibia. Es handelt sich um unechte Kobras (siehe Teil 2) und diese hier war nur ca. 60cm gross:







Diese wunderschöne und relativ grosse (ca. 2.5-3 Meter lang) schwarze Mamba konnte ich zwar sehen und kurz beobachten, aber A ging alles viel zu schnell und B war unser Guide in grosser Panik und hatte sich fast ins Hemd gemacht. Meine Frage ob ich näher zur Schlange hin dürfte um sie zu fotografieren stiess auf kein Gehör. Wiedermal durfte ich mir die Schauermärchen über die Gefährlichkeit dieser Spezies von einem ahnungslosen Guide anhören :sick: ....nunja, dieses Fotos ist dass Beste was mir gelungen ist:



Auch bei den Hyänen hatten wir etwas mehr Glück als ursprünglich erwartet, wir konnten Jungtiere in der Nähe ihres unterirdischen Unterschlupfes entdecken und bei Nacht beobachten. 2 Tage später konnten wir dieselben Tiere nochmals bei besserem Licht am frühen Morgen sehen. Als Jungtiere sind sie einfach super süss, man muss sie einfach lieb haben:





Am Tag







Selbstverständlich war auch ein Luftkampfgeschwader unterwegs, dies in Form unzählig vieler Geier. Einen davon konnte ich relativ gut während seines majästätischen Fluges mit meiner Kamera "abfangen" und auf die SD-Karte bannen:



Nein, der Boden war nicht rissig und trocken, aber dieser grosse Elefantenbulle hätte sicherlich mal wieder etwas fettende Creme für seine zarte Haut gebrauchen können :laugh: :



Auf gar keine Fall darf vergessen gehen, dass es in Südafrika selbstverständlich auch unzählige Affen gibt. Ich reduziere dies nun auf meine zwei liebsten Fotos davon von unserem Tripp. Ich bin mir sicher 99% von Euch Afrikaprofis erkennen diese tolle Affenart auf Anhieb:





Selbstverständlich ist diese Gegend auch für ihr wunderschönen Vögel unter "Birdern" sehr bekannt und beliebt. Auch wir hatten das grosse Glück einige der Schönheiten ablichten zu können. Allerdings muss ich zugeben bei der Identifikation von Vögeln einige Defizite zu haben, es ist einfach nicht ganz mein Fachgebiet. AEBER der Woodlands Kingfisher und die Webvögel etc. sind natürlich auch mir ein Begriff. Here we go, mal etwas für die Vogelfreund unter euch:

















Weiter geht es in Kürze mit dem weitaus mehr Reptilienorientierten Tripp nach Namibia ....... ihr dürft gespannt sein, es erwartet euch so einiges :woohoo:
Letzte Änderung: 14 Feb 2020 23:50 von Monokelkobra.
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14 Feb 2020 23:06 #580137
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  • Makra am 14 Feb 2020 23:06
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Wunderschöne Fotos ! Seit wir im Kruger mehrere Tage immer wieder junge Hyänen beim Spielen beobachten konnten, bin ich fasziniert von diesen Tieren. Hab selten so viel Empathie enwickelt, wie bei diesen Tieren ...
Liebe Grüße
Makra

Warum ist man heutzutage mit einer anderen Meinung immer gleich ein Feind, und nicht einfach jemand mit einer anderen Meinung?
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14 Feb 2020 23:33 #580141
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Weiter geht es mit Teil 2 (von 3) der tierischen Reise. Nach 8 Tagen Safari an verschiedenen Plätzen in Südafrika wurde es Zeit in Johannesburg den Flieger zu besteigen und Richtung Namibia zu fliegen.

Wie habe ich dieses Land vermisst, 2 Jahre sind seit unserem letzten Besuch vergangen da wir den letzten Tripp leider Gottes aus beruflichen Gründen absagen mussten. Nun sind wir also wieder hier, in meiner zweiten Heimat. Dem afrikanischen Land mit der höchsten Dichte an Schlangen, die man aber lustigerweise dafür umso seltener zu Gesicht bekommt. Für die meisten Reisenden, ich schätze mal es dürfte 99.95% betragen, ist dies sicherlich absolut im Sinne der Sache. Für mich als Fachmann ist es allerdings eine Angelegenheit der Ehre und vorallem auch des Stolzes (man darf es auch Ego nennen :P ), so viele davon wie nur möglich zu Gesicht und vor die Linse zu bekommen. Also passionierter Amateur-Wildlifefotograf ist dies ist dies definitiv eine Frage der Ehre und ohne halbwegs passable Fotos heim zukehren würde einem Versagen gleich kommen.

Nun denn, in Windhoek angekommen ging es dann sogleich los auf die erste Schlangensuche. Da die Tiere eher scheu sind und die Hitze nicht mögen, findet man sie am besten in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Bedeutet ich gehe üblicherweise erst dann auf "Safari" wenn der normale 08/15 Tourist bereits brav in seinem Bettchen liegt, konkret heisst dies es geht so um 21.45 Uhr raus und erst gegen 03.00 Uhr morgens kommt man zurück - müde, aber hoffentlich glücklich :whistle: ;)

Der erste spannende Fund, den machten wir direkt auf der Hauptstrasse von Windhoek zurück Richtung Flughafen. Denn plötzlich und aus dem Nichts überquerte eine überdurchschnittlich grosse Schlange die Teerstrasse, nur 200-300m Luftlinie vom berühmten und beliebten Joe's Beerhouse entfernt (wo wir übrigens wenige Minuten zuvor noch unser Abendessen genossen). Also angehalten, Warnblinker an und mit Kamera und Schlangenhaken aus dem Auto gehechtet. Sieh an, eine grosse Anchietas Kobra (ca. 1.8-2m) und fast handgelenks dick sieht us an und ist über die Störung nicht sonderlich erfreut. Leider war zu diesem Zeitpunkt der Blitz noch nicht auf der Kamera montiert, also waren nur nachfolgende Aufnahmen dieser wunderschönen aber auch extrem giftigen Kobra möglich, enjoy:







Der zweite spannende Fund war dann auch gleich was relativ besonderes und zwar handelt es sich dabei um die Stiletto Snake, eine Schlange die ziemlich klein ist (seht den Vergleich mit den Kieseln im Hintergrund). Sie hat einen ganz besonderen Aufbau des Kiefers und kann die Giftzähne seitlich aus dem Maul heraus halten und seitlich zuschlagen/zubeissen. Viele werden davon gebissen weil sie diese Art für harmlos Wolf Snakes halten und in die Hand nehmen, dieser Irrtum rächt sich böse UND schmerzhaft. Sterben wird man daran übicherweise nicht, aber sicherlich einige Tage erleben die man niemals wieder vergisst:





Auf einem weiteren Tripp stiessen wir auf diese seltene Schönheit, eine Schildnasen Kobra, eigentlich keine echte Kobra im wissenschaftlichen Sinne. Aber es ist ebenfalls eine Schlange welche zu den Giftnattern gehört (wie Kobras und Mambas etc.), ein neurotoxisches Gift besitzt (Nervengift) und sich auch verhält wie eine Kobra = hektische, schnelle Bewegungen, aufrichten des vorderen Drittels des Körper als Drohung und Scheinbisse ins Leere. Diese kleinen Tierchen sollte man tunlichst in Ruhe lassen, es sind vereinzelte Todesfälle bei Menschen (meines Wissens bei Kindern) bekannt. Ich liebe sie vorallem deshalb weil sie soviel Charakter haben und sich dem Feind mutig entgegenstellen und dabei gleichzeitig irgendwie "zuckersüss" ausschauen, als könnten sie kein Wässerchen trüben, aber seht selbst:







Danach ging es weiter Richtung Norden. Bei Otjiwarongo besuchten wir meinen guten Freund und lokalen Schlangenexperten Francois Theart und konnten einige der Tiere sehen welche er in den Tagen zuvor gefunden und zu Forschungszwecken oder für Fotoshootings gehalten hat, ansehen und ablichten. Besonders angetan hat es mir dabei diese Purple-Glossed Snake, eine ebenfalls eher kleine dafür kräftige Art. Sie ist giftig, aber wie giftig weiss man aktuell noch nicht. Todesfälle oder schwere Vergiftungen sind nicht bekannt. Dennoch haben wir grosse Vorsicht walten lassen bei einer Art von der man nicht viel weiss. Es lebt sich teilweise einfach etwas gesünder und länger, wenn man sein Gegenüber nicht unterschätzt. Leider war sie kurz vor ihrer Häutung, daher scheint sie etwas milchig und blass, dies liegt also nicht an eurem Screen wenn ihr die Bilder anseht, sie sah wirklich so aus:





Übrigens, wenn jemand mal zu euch sagt die Königsdisziplin der Tierfotografie seien Bird in flight (BIF's) Aufnahmen, dann hat dieser gaaaanz sicher noch nie versucht eine nervöse 40cm lange Schlangen zu fotografieren. Ich hatte schon fast aufgegeben, als diese Aufnahmen doch noch gelangen .......

Ebenfalls gefunden in dieser Gegend haben wie mehrere wunderschöne Tiger Snakes und einige wundervolle Geckos der Nacht. Die nachfolgenden Fotos zeigen die schönsten Exemplare:







Tiger Snakes sind übrigens ebenfalls giftig (Trugnattern), aber ihr Gift ist harmlos. Ich werde jedes Mal dutzende Mal gebissen wenn ich diese Tiere handle, da sie überaus bissig sind und eine ausgesprochen geringe Hemmschwelle zu beissen haben. Wundervolle Schlangen, und wenn man sie in Ruhe lässt dann kann man sie ausgesprochen gut beobachten.

Danach ging es für uns mal wieder Richtung Damaraland, wie ich euch 4-5 landschaftliche Highlights ebenfalls nicht vorenthalten möchte. Der Mensch lebt ja nicht bloss von Tieren allein, nicht mal wir :P Nachfolgend ein paar wundervollen Aufnahmen, gemacht an nur grundsätzlich zwei Locations. Ich bin sicher die Cracks unter euch werden sofort erraten können wo dies gewesen sein muss, also bei einer der Locations ganz bestimmt sogar. Here we go ...

Location Nr. 1



same spot am Tag ... (kurz vor Mittag)







Location Nr. 2









Weiter geht es mit Teil 3 der tierischen Reise ...
Letzte Änderung: 14 Feb 2020 23:56 von Monokelkobra.
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15 Feb 2020 00:08 #580142
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Ich hätte da auch noch was:



(Gummischlange am Hasenbären)

LG
Logi
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Logi, Logi, you made my night.... :whistle:
F.
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15 Feb 2020 01:13 #580144
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Im finalen 3. Teil dieses "Kurzberichtes" führt es und Richtung Swakopmund. Dort werden wir bereits von einem Kollegen und einer Kollegin erwartet. Beide hatten eine ganz spezielle und völlig individuelle Tour auf meine Bedürfnisse abgestimmt was es ermöglicht hat in und um die Dünen von Swakopmund einige ganz besondere Reptilien zu finden und fotografieren. Besonderen Dank gilt hier Dayne Braine dem Inhaber von Batis Birding und Tommy Collard ( Living Desert Tours).

Dayne hat sich als erster unser angenommen und eine Tour geboten wie es sie so nicht käuflich zu erwerben gibt - wir hatten eine tolle Zeit und waren über viele Stunden in der Wüste auf der Suche nach den beiden bekannten Vipern Arten in diesem Gebiet: Zwergpuffotter bzw. Siderwinder (Bitis peringueyi) und die Gehörnte Zwergpuffotter (Bitis caudalis). Die Sindwinder Viper kommt quasi nur in den Dünen um Walvis Bay, Swakopmund und Sossusvlei vor, während man die gehörnte Zwergpuffotter im Prinzip in ganz Namibia findet (ausser dem ehemaligen Caprivi Zipfel, dort gibt es sie nicht).

Üblicherweise fahren die Guides immer ihre klassischen Routen ab, in diesem speziellen Fall jedoch war es mir erlaubt Exemplare zu sehen die man aus den unterschiedlichsten Gründen, dem normalen Tour buchenden Touristen nicht zeigt. Es handelt sich dabei insbesondere um zwei grosse, schwangere Exemplare der Zwergpuffotter (Bitis peringueyi) bei denen man das Stresslevel auf absolutem Minimum halten wollte. Wir konnten uns die Tiere aufgrund meiner Erfahrung im Umgang und der Zucht von Ihnen dennoch anschauen und sie selber handeln, damit wir schöne Fotos machen konnten. Von einem der Exemplare zeige ich euch hier 2-3 Fotos:







Selbstverständlich das auch ein Namaqua Wüstenchameleon nicht fehlen, auch von diesen haben wir 4 Stück gefunden innert weniger Stunden.





Leider gelang es uns nicht, trotz intensivsten Suchen, eine gehörnte Zwergpuffotter (Bitis caudalis) zu finden. Egal wo wir suchten und was wir umdrehten, ausser einiger Kriechspuren im Sand die ins Nichts verliefen und einem eindeutigen "Fussabdruck" einer liegenden Viper, war nichts zu sehen. Hier der Track:



Am Folgetag ging es mit meiner guten Freundin Chantelle in die Dünen, ebenfalls nur zu dritt im Fahrzeug. Pardon, eigentlich zu viert, denn wir hatten noch einen etwas ungewöhnlichen Passagier an Board :P Bei diesem handelte es sich um eine junge Viper deren Art und Ursprung noch gänzlich unklar ist. Entweder ist es ein Hybrid (Kreuzung) zwischen Bitis caudalus und Bitis peringueyi, oder aber um eine neue dritte Art die es in den Dünen gibt und welche man in den letzten 20 Jahren immer fehlidentifiziert hatte. 5 dieser Tiere wurden in den vergangen Monate gefunden und eingesammelt von den lokalen Experten und DNA-Samples davon werden nun in einem spezialisierten Labor in den USA ungersucht. Mit etwas Glück sollte man gegen Dezember 2020 mehr wissen, bis dahin sind diese Schlangen namenlose "Gespenster". Die Profis vor Ort nennen sie nur liebevoll "99's", weil sie sich zu 99% sicher sind, dass es sich um eine neue Spezies handelt und keine Hybridisierung der genannten Arten ist.

Diese Tiere sind extrem selten und man weiss hier in Europa unten den Schlangenfreunden, dass es diese gibt. Daher wären sie auf dem Schlangenmarkt (jaaa, sowas gibt es, nicht nur Gold und Aktien werden gehandelt :woohoo: ) eine Stange Geld wert. Dass ich dabei sein durfte als man eines dieser Tiere wieder in die Freiheit entlassen hat, war eine grosse Ehre für mich und ein Zeichen wie gross das Vertrauen in meine Person als Fachmann für Schlangen aber auch als Freund ist. Aber wie sieht sowas denn eigentlich aus? Here we go, einige meiner besten Shots:







Als hätte dies nicht bereits gereicht um mich in den 7. Himmel zu befördern, hatten wir auch noch das grosse Glück kurz darauf 2 wunderschöne gehörnte Zwergpuffottern (Bitis caudalis) zu finden. Es handelte sich um ein Weibchen (trächtig) und ein wunderhübsches Männchen, nur 150m Luftlinie von einander entfernt. Was für wundervolle Tiere, eine der schönsten, am weitesten verbreiteten und farbenfrohesten Vipern des Kontinents.

Männchen:









Weibchen:





Die gehörnte Zwergpuffotter suchte derweil ständig nach etwas Schatten und hatte den Platz direkt neben meinem linken Fuss als "geeignet" empfunden. Ich für meinen Teil wiederum liefere den Beweis, dass diese äusserst giftigen Vipern keinerlei Interesse daran haben einen Menschen zu beissen, solange man sich entsprechend korrekt verhält. Was für ein Moment :woohoo:



Natürlich fanden wir auch an diesem Tag wieder eine Zwergpuffotter (Bitis peringueyi), dieses Mal sogar eingebuddelt im Sand wie es sich für eine Sidewinder gebührt. Ich wäre sogar beinahme drauf gekniet, hätte ich nicht im letzten Moment noch die Orangenen Augen gesehen :woohoo: Was für ein tolles Motiv und endlich mal eine Schlange die nicht vor hat zu fliehen ...



Zumindest zuerst nicht ;-)



Ein weiteres und bedeutend harmloseres Highlight war diese seltende Dwarf Beaked Snake. Die finden selbst die Guides die täglich draussen sind, maximal 2-3 vielleicht 4x mal im Jahr. Wir hatten grosses Glück und fanden sie nur kurz nach den Vipern, was für eine Schönheit:







die Dwarf Beaked Snake zaubert selbst dem abgebrühtesten Schlangenfan ein dickes Lächeln ins Gesicht :P



Auch eine Namib Sand Snake (Psammophis spec.) hat sich kurz gezeigt und ich habe mein Bestens gegeben um diese super schnelle Schlangen zu erwischen und fotografieren zu können. War gar nicht so einfach mal einen "ruhigen" Moment zu erwischen, diese Art ist die reinste Sprungfeder und schiesst pfeilschnell los wenn sie keine Lust mehr hat ..





Ebenfalls immer eine wahre Freude sind die hübschen und empfindlichen Palmato Geckos. Sie kann man auch auf ganz normalen Touren sehen, was eigentlich immer klappt. Auch wir haben auf unserer "VIP-Tour" jede Menge von Ihnen gefunden und ich habe mir erlaubt die 2-3 witzigsten Fotos mit euch zu teilen:







und noch ein Baby als krönenden Gecko-Abschluss



Selbstverständlich dürfen ein paar Dünen Impressionen ebenfalls nicht fehlen, also here we go:











Ich hätte noch einiges mehr zu zeigen, aber ich denke dies würde den Rahmen etwas sprengen. Dennoch hoffe ich euch mal einen anderen Einblick in eine etwas andere Welt, aus einer ganz anderen Perspektive aufzuzeigen. Es geht eben nicht immer nur um diese BIG 5, das südliche Afrika hat für den interessieren und offenen Besucher noch weitaus mehr zu bieten als nur Löwen, Geparden und Elefanten ..

Wäre schön wenn ich damit den einen, oder die andere, davon überzeugen konnte auch den tollen Reptilien der beiden Länder eine Chance zu geben. Sie hätten es nämlich mehr als nur verdient!

Mit den besten Grüsse
Marco
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