THEMA: Die Eulenmuckels sind endlich wieder in Namibia
02 Okt 2021 11:44 #627270
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  • busko am 02 Okt 2021 11:44
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Liebe Eulenmuckels,

auch mir fehlen mittlerweile die Superlative um mich gebührend für euren Bericht zu bedanken!
Einfach die perfekte, runde, sehr ausgewogene Beschreibung der Reise, die einerseits die eigenen Erfahrungen wider spiegelt, andererseits eure schöne Art zu reisen plastisch wieder gibt!
Dazu kommen die traumhaften Bilder; gut proportioniert, traumhaft scharf und optimal belichtet!
Dabei beeindrucken besonders die Bilder auf denen ihr es immer wieder schafft Tiere, insbesondere Vögel, in Aktion und trotzdem gestochen scharf zu erwischen!.....wirklich bemerkenswert!
(Spätestens hier sieht man mal wieder den Wert von teurem, schwerem Equipment; Nur mit grossem (Vollformat) Sensor und Objektiven mit hoher Lichtstärke, (also viel Glas, Gewicht und Kosten!), kommt man zu den kurzen Belichtungszeiten die für solche Aufnahmen unumgänglich sind!)

Mit Dank und liebe Grüsse,
busko
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09 Okt 2021 17:51 #627821
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  • lilytrotter am 09 Okt 2021 17:51
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Wie immer: Es ist ein Genuss eure Bilder anzuschauen!!
Vielen Dank für euren Reisbericht!

Es hat dieses Mal so einen Touch des entspannten Langzeitreisens obwohl ihr kürzer unterwegs wart. Und ein bisschen „Bedingungen wie früher“: Kaum Touristen, erst recht keine Massen.
Das nennen wir Entspannung. Spannend ist das das Reisen allemal.
Ist es nicht wunderbar, diese Ruhe beim Reisen (mal vom Cov19-Stress abgesehen)? Keine stramme Taktung, keine Time-Destination-Optimierung. Eine Wunschliste als roten Faden. Mehrere Tage hintereinander dieselben Wasserlöcher/Strecken abzuklappern und zu beobachten, wie der Morgen denn heute so abläuft: Wiederholungen, Neues und Besonderes.
Mal schaun, was ihr vom diesjährigen Reisestil in eure nächsten Reisen integrieren werdet... B) :whistle:

Der Hammer: Das Bild mit den „rollenden“ Lilac-breasted Roller.
Wie cool ist das denn!
Erst ein Mal hatten wir das Glück, die Roller „rollen“ zu sehen, aber nur mit dem Fernglas… Und trotzdem: Ein faszinierendes Schauspiel!
Ihren engl. Namen „Roller“ haben sie tatsächlich wegen ihres irren Balzfluges.

LG von uns


PS:
Manche Einträge im Sichtungsbuch sind schon irgendwie „komisch“ und manchmal denkt man, dass da wohl einer’n Clown gefrühstückt hat, - oder wie würdet ihr den „flying Taradactel“ bei Stinkwater interpretieren… B) :silly:
Letzte Änderung: 09 Okt 2021 20:31 von lilytrotter.
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04 Nov 2021 18:08 #629405
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  • Eulenmuckel am 04 Nov 2021 18:08
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@Claudia: Inzwischen glauben wir ja die Geschichte mit dem Schlauchboot. Aber als Peter sie zum ersten Mal erzählte, waren wir uns nicht so sicher (wie bei vielen seiner Erzählungen). ;-)

@busko: Herzlichen Dank für das Lob. Wir freuen uns sehr, dass dir unser Reisebericht und die Bilder gefallen. Bei den Fotos investieren wir schon viel Geduld und Zeit – vom Beobachten der Tiere und Warten auf den hoffentlich richtigen Moment bis zum Auswählen und Zurechtschneiden der Fotos. Du sprichst die großen Objektive an. In letzter Zeit hadern wir immer mal wieder mit dem Gewicht der großen Kamera-Kombination. Denn so zufrieden wir meistens auch mit der Bildqualität sind, so aufwändig und umständlich ist dieses Trum in der Handhabung. So denken wir öfter mal über ein gewichtsmäßiges Downgrade unserer Ausrüstung nach, ohne jedoch die Ansprüche an Qualität und Schärfe aufzugeben. Vielleicht lohnt sich ein Blick auf aktuellere Systeme, sind unsere Kameras und Objektive inzwischen doch schon etwas in die Jahre gekommen.

@lilytrotter: Wie schön, von euch zu hören. Mit eurer Einschätzung liegt ihr richtig: Im Juli waren wir sehr entspannt unterwegs. Sicherlich lag das daran, dass wir keinen festen Plan für die Reise hatten und im Grunde sehr flexibel waren. Dazu kam, dass die Tagesetappen für unsere Verhältnisse recht kurz waren und so viel Zeit zum Ausruhen und Genießen blieb.
Was wir von diesem Reisestil in unsere nächsten Reisen mitnehmen? Also für die unmittelbar nachfolgende Reise war es recht wenig. Wir waren gerade nochmal für zwei Wochen in Botswana, und diese Tour war sehr strikt getaktet. Da blieb keine Zeit, um in den Tag hinein zu leben. Wir sind uns aber sicher, dass wir in Zukunft auch wieder relaxter unterwegs sein werden.
Über die "rollenden Roller" haben wir uns auch gefreut. Oft sitzt ja nur ein einzelner Vogel auf einem Ast und fliegt entweder weg, noch bevor man die Kamera in der Hand hat, oder er bleibt ewig dort.

Bitte entschuldigt die lange Pause im Bericht, aber wie erwähnt waren wir in den Herbstferien unterwegs. Nun geht es wieder zügiger weiter.

Viele Grüße
Uwe
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04 Nov 2021 18:12 #629406
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  • Eulenmuckel am 04 Nov 2021 18:08
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Tag 16 – Sonntag, 18. Juli – Ab in den Caprivi

Camp Maori, Grootfontein – Kaisosi River Lodge, Rundu

Heute ist nicht allzu viel passiert. Im Gegensatz zu den letzten Tagen im Etosha blieben wir etwas länger in den Schlafsäcken liegen. Da kein Wind wehte, war es auch nicht sehr kalt. Uwe stand mit Sonnenaufgang auf, kochte die erste Tasse Kaffee, setzte sich in die Sonne und sichtete ein paar Fotos. Peter war auch schon wach und schaute vorbei. Als es dann etwas wärmer war, stand auch Ruth auf, und wir frühstückten in der Sonne Müsli. Dann spülten wir, räumten schon ein bisschen zusammen, und Ruth nahm die inzwischen trockene Wäsche ab, legte sie zusammen und verstaute sie wieder im Auto. Danach schlenderte sie auf der Suche nach ein paar Vögeln, von denen es hier reichlich gibt, über das Gelände.

Angola-Schmetterlingsfink



Maskenbülbül



Gelbbauchammer



Lappenstare



Der Vogel war schneller, aber die grünen Schoten sind auch nicht schlecht.



Uwe klemmte sich mit dem Notebook an das WLAN und kommunizierte etwas mit der Heimat.
Eine Zeit lang saßen wir auch noch mit Conni und Peter zusammen und unterhielten uns über alles Mögliche. Wir spielten noch ein bisschen mit Lola. Besonders schön war es, ihr dabei zuzusehen, wie sie sich abmühte, einen Fußball zu bekämpfen, der ihr an Größe noch deutlich überlegen war.







Schließlich kauften wir noch gefrorenes Wild-Filet und machten uns auf den Weg. Es war bereits Mittag. Die Verabschiedung fiel kurz aus, weil wir in gut einer Woche auf dem Rückweg aus dem Caprivi nochmal bei den beiden vorbeikommen werden.
In Grootfontein fuhren wir zu der relativ neuen Mall und kauften im Pick ‘n Pay Lebensmittel für die kommende Woche ein. Nachdem wir alles im Auto verstaut hatten, genehmigten wir uns noch eine Portion Pommes bei Hungry Lion.
Ruth registrierte wohlwollend, dass die Grootfonteiner ihre Prioritäten richtig setzten. Neben den Trikots von MU und Liverpool fand sich im Schaufenster das aktuelle Schmuckstück des BVB. Rote Läppchen mit blau-weißem Rauten-Schnickschnack und fürchterlich vielen Sternen waren glücklicherweise nicht zu entdecken. Nette Menschen, die Ahnung von Fußball haben, gibt es tatsächlich überall auf der Welt!



Nun wurde es aber höchste Zeit aufzubrechen. Auf der B8 ging es nach Rundu. Es herrschte kaum Verkehr. Am Vet-Fence bei Mururani wurden wir durchgewunken. Im wie immer quirlig-wuseligen Rundu tankten wir nochmal voll





und fuhren dann die letzten Kilometer zur Kaisosi River Lodge. Auf der Campsite waren wir die einzigen Gäste, außerdem waren noch zwei Chalets belegt.
In der späten Nachmittagssonne spazierten wir nur noch ein bisschen über das Lodgegelände und suchten nach Vögeln. Viele waren nicht zu entdecken, außerdem war es recht kühl, denn die hohen Bäume spendeten reichlich Schatten.



Eine Schar Drosslinge hüpfte lärmend über den Rasen. Die geselligen Vögel zeterten und keckerten um die Wette, während sie ihr Abendessen pickten.





Rotschnabeldrossel



Rotscheitel-Zistensänger



Zwischen den einzelnen Häusern stolzierte ein Pfau umher. Wir sahen uns den recht hübsch angelegten Minigolfplatz an, verzichteten aber auf ein Spiel. Jede einzelne Minute in Afrika ist uns zu wertvoll, um sie mit Dingen zu verbringen, die man auch zu Hause machen kann, obwohl eine Runde Minigolf bestimmt lustig gewesen wäre. Stattdessen liefen wir zum Okavango hinunter und sahen einem Otter bei seinen Schwimmübungen zu. Der flinke Kerl schraubte sich gewandt durch die Wellen, tauchte unter und wieder auf und behielt uns dabei ebenfalls im Auge.



Außerdem entdeckten wir die ersten Jacanas in diesem Urlaub.
Zum Abendessen wollten wir heute mal nicht kochen und setzten uns draußen ins Restaurant der Lodge. Während die Sonne unterging, verspeisten wir ein leider recht zähes Stück Rindfleisch.



Da kann man sich doch gleich wieder darauf freuen, wenn man selbst grillt. Anschließend duschte Uwe in dem zu unserem Stellplatz gehörenden Waschhäuschen. Da es ziemlich kühl war, verzogen wir uns schon bald ins Zelt. Uwe tippte noch die Erlebnisse des Tages, während Ruth schon die Augen zufielen. Als der Ruf der Weißgesichtseule aus dem Baum unmittelbar nebenan erklang, war sie aber mit einem Schlag wieder hellwach. Uwe schaute ungläubig. Da wurde keine Sekunde gezögert und keine Anstrengung gescheut: Schnell in die Hose gestiegen, die Jacke übergeworfen und nach der Brille getastet. Die Taschenlampe hatte sie schon gepackt, und Uwe sollte sie gefälligst begleiten, denn mit Leuchten und gleichzeitig Fotografieren war Madame überfordert. Hat Mann da eine Wahl? Mit der Aussicht auf ein Herumstolpern zwischen Büschen und Hüttchen schlüpfte auch Uwe vollmotiviert wieder in seine Anziehsachen. Wie schade, dass die verständnisvolle Eule genau in dem Moment, als er die Campertüre öffnete, das Weite suchte und davonflog. Puh, da waren beide nochmal davongekommen!

Kilometer: 288
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05 Nov 2021 10:32 #629430
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  • freshy am 05 Nov 2021 10:32
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Eulenmuckel schrieb:

@busko: Herzlichen Dank für das Lob. Wir freuen uns sehr, dass dir unser Reisebericht und die Bilder gefallen. Bei den Fotos investieren wir schon viel Geduld und Zeit – vom Beobachten der Tiere und Warten auf den hoffentlich richtigen Moment bis zum Auswählen und Zurechtschneiden der Fotos. Du sprichst die großen Objektive an. In letzter Zeit hadern wir immer mal wieder mit dem Gewicht der großen Kamera-Kombination. Denn so zufrieden wir meistens auch mit der Bildqualität sind, so aufwändig und umständlich ist dieses Trum in der Handhabung. So denken wir öfter mal über ein gewichtsmäßiges Downgrade unserer Ausrüstung nach, ohne jedoch die Ansprüche an Qualität und Schärfe aufzugeben. Vielleicht lohnt sich ein Blick auf aktuellere Systeme, sind unsere Kameras und Objektive inzwischen doch schon etwas in die Jahre gekommen.
Viele Grüße
Uwe

Hallo ihr beiden,
nun bin ich gespannt, was bei euren Überlegungen herauskommt. Ich fände es toll, wenn ihr uns Fomis über das Ergebnis informieren würdet. Auf unseren Wanderungen auf der Schwäbischen Alb stören die schweren Kameras immer mal wieder. Doch wenn ich dann die Ergebnisse mit denen der Handyfotos vergleiche, ertrage ich weiterhin das Gewicht.
Kaisosi River Lodge: Ich erinnere mich ebenfalls daran, dort ein zähes Rindersteak gegessen zu haben :( . Die Otter sind zu schnell, sie fotogen ins Bild zu bekommen. Ich war jedenfalls erfolglos.
Ein schönes Wochenende wünscht euch
freshy
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05 Nov 2021 11:46 #629434
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  • H.Badger am 05 Nov 2021 11:46
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Liebe Eulenmuckels,

jetzt habe ich euren bisherigen Bericht in einem Rutsch gelesen und war gedanklich wieder in Namibia. Vielen Dank dafür!
Es freut mich, dass ihr in diesem Jahr wieder Afrika bereisen konntet und so schöne (und herrlich bebilderte) Erlebnisse hattet.
Uns hat es vor einigen Wochen nach langem Warten und Verschieben endlich mal wieder in den Kruger verschlagen - auch das war Seelenbalsam.
Jetzt folge ich euch gern in den Caprivi.

Liebe Grüße
Sascha
Aktuell: Kruger 2021: www.namibia-forum.ch...-im-kruger-2021.html
Corona-Sehnsuchts-Bericht: 2008 bis 2014 www.namibia-forum.ch...is-2014.html?start=0
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Reisebericht 2018: Kinder und Katzen im Kruger - Reloaded www.namibia-forum.ch...kruger-reloaded.html
Reisebericht 2019: Etosha, Caprivi, Chobe www.namibia-forum.ch...be-2019.html?start=0
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