AkaneThemenstarter225 Beiträge · seit 202413. Juni 2026 · #1
Prelude
Hamburg, Winter 2020.
Es ist der erste Corona-Winter, und wir sitzen zuhause und überlegen, ob wir dieses Jahr noch richtig verreisen können und wollen. Wir sind urlaubsreif, die Arbeit nervt, und es hilft nicht, dass der Winter in Hamburg ausgesprochen trostlos ist. Kurzerhand prüfen wir, welche Reiseziele überhaupt infrage kommen. Die Kriterien sind simpel: wo ist Dezember eine akzeptable Reisezeit, wo dürfen wir einreisen, und wo ist kein Hochrisikogebiet, damit wir auch problemlos wieder zurückreisen können. Eine kurze Recherche ergibt, dass genau zwei Ziele zur Auswahl stehen: Costa Rica oder Namibia. Wir schauen ein paar YouTube Videos und entscheiden uns wegen der besseren Flugverbindung relativ spontan für Namibia.
Wir waren beide noch nie im südlichen Afrika und sind im wahrsten Sinne absolute Beginner. Das Namibia Forum kennen wir damals natürlich noch nicht, stattdessen besorgen wir aus Gewohnheit erstmal einen Lonely Planet für Namibia & Botswana, um uns ein bisschen Orientierung zu verschaffen.
Es ist der 3. Dezember 2020, als wir unsere Flüge nach Windhoek buchen, und die Uhr tickt. Bis zum Abflug haben wir 10 Tage Zeit, um diese Reise auf die Beine zu stellen. Es soll eine 2.5-wöchige Selbstfahrer-Tour werden - wir waren noch nie gemeinsam campen, wissen nicht, wie sich ein Hilux von einem Landcruiser unterscheidet, man ein Dachzelt aufbaut, und wie so eine Safari funktioniert, wissen wir erst recht nicht. Also absolute Beginner in so ziemlich jeder relevanten Disziplin dieser Reise. Aber was macht das schon, in einem Jahr, in dem vieles unerwartet und anders kam als gedacht? Und so beginnen wir mit der Reiseplanung für unsere erste Namibia-Reise.
In sonderbaren Zeiten entstehen sonderbare Momente.
Und so, wie auf diesem Foto aus einer versehentlichen Doppelbelichtung eines Films ein Crossover zwischen Namibia und Island entstanden ist, entstand aus den Corona-Jahren mehr oder weniger ungeplant unsere Begeisterung für Afrika.
AkaneThemenstarter225 Beiträge · seit 202413. Juni 2026 · #2
Planung - oder: wie macht man das eigentlich?
Unsere Flüge sind gebucht, und Martin hat sich in den Kopf gesetzt, dass wir einen Toyota Hilux mit Dachzelt mieten und damit das Land erkunden. Wir haben schon mehrfach Roadtrips mit Mietwagen gemacht, aber ich weiß nicht mal, was ein Double Cab ist, und warum das für Martin (bis heute) total wichtig ist. Klar also, dass ich die Kommunikation zu den Mietwagenanbietern übernehme. Wir landen relativ schnell bei Savanna, wo ich natürlich erstmal das falsche Fahrzeug anfrage (Single Cab! Kein Automatik!), aber Bianca von Savanna hat selbstverständlich alles im Griff und beantwortet geduldig und schnell meine Fragen. Ein paar Tage später steht die Buchung für das richtige Modell.
Wir haben auch eine grobe Route gestrickt, die ersten Unterkünfte gebucht, und beschließen, die Lücken einfach vor Ort zu füllen. Um Verfügbarkeit machen wir uns keine Sorgen.
13.12. Tag 0
Anreise Fankfurt - Windhoek (warum wir ab Frankfurt geflogen sind, bekommen wir in unserer Erinnerung nicht mehr zusammen)
14.12. Tag 1
Ankunft Windhoek, Übernahme Mietwagen bei Savanna, Weiterfahrt zur Frans Idongo Lodge
15.12. Tag 2
Weiterfahrt nach Etosha - Onkoshi Lodge
16.12. Tag 3
Etosha - Halali
17.12. Tag 4
Etosha - Okaukuejo
18.12. Tag 5
Etosha - Okaukuejo
19.12. Tag 6
Vingerklip Lodge
20.12. Tag 7
Mal sehen?
21.12. Tag 8
Spitzkoppe
22.12. Tag 9
Spitzkoppe
23.12. Tag 10
Walvis Bay
24.12. Tag 11
Walvis Bay
25.12. Tag 12
Sesriem
26.12. Tag 13
Sesriem
27.12. - 30.12.
Mal sehen, wie es läuft
31.12. Tag 18
Abreise
01.01.2026
Ankunft in Frankfurt, Rückreise nach Hamburg
Vor der Abreise gibt es natürlich noch einiges zu organisieren. Wie z.B. unseren ersten PCR Test, der für die Einreise verlangt wird. Die Infrastruktur dafür existiert damals eigentlich noch nicht, und so fahren wir zwei Tage vor Abreise zum Hamburger Flughafen, um einen Test zu machen, der dann hoffentlich rechtzeitig das richtige Ergebnis liefert. Nach dem Test bin ich total nervös - was, wenn der Test positiv ist? Vielleicht nur bei einem von uns beiden? Tatsächlich kommt mein Ergebnis schneller als das von Martin, die Nervosität steigt. Was eine Scheißzeit zum Verreisen!
Dann: Entwarnung. Wir haben zwei negative Testergebnisse, es ist alles gepackt, und wir machen uns auf den Weg. Vor unserem Abflug machen wir einen Zwischenstopp bei meinen Eltern, um die Fahrt von Hamburg nach Frankfurt aufzubrechen. Während wir uns unterhalten, stellen wir schon vor Abreise fest, wie unvorbereitet wir sind - wir haben nämlich gar kein Fernglas. Aus Verlegenheit lassen wir uns von meiner Mutter ein Musical-"Fernglas" mitgeben. Naja, besser als nichts 😄 Rückblickend muss ich tatsächlich darüber lachen, wie wir an diese Reise rangegangen sind. Zumindest haben wir ein bisschen was gelernt, und sind inzwischen marginal besser ausgerüstet 😄
Und dann geht es auch schon los. Abends fliegen wir mit Ethiopian ab Frankfurt über Addis Ababa nach Windhoek. Den Flug, und auch den Aufenthalt am Flughafen, habe ich primär als anstrengend in Erinnerung, und wir sind froh, als wir in Windhoek ankommen, die Masken abnehmen und in unser Abenteuer starten können.
Hallo Akane, diese Reise verspricht sehr unterhaltsam zu werden! Gerne bin ich dabei und warte ungeduldig auf die Fortsetzung!😎 Schöne Grüße Friederike
utaeleonore601 Beiträge · seit 202213. Juni 2026 · #4
Da hänge ich mich auch gerne an, das klingt alles sehr unterhaltsam 😄
AkaneThemenstarter225 Beiträge · seit 202413. Juni 2026 · #5
Tag 1 Windhoek - Otjiwarongo. Frans Idongo Lodge
Where is my beer gone? Namibia. We arrive. F**k the police. Night.
Long flight, longer wait. He did not yield. Corruption! They took the beer. Cheers.
Bevor sich nun jemand wundert: Zu diesem Reisebericht gibt es für jeden Tag einen Haiku von Martin und mir. Aus schwer rekonstruierbaren Gründen sind wir zu Beginn der Reise auf die Idee gekommen, jeden Tag in einem Haiku festzuhalten. Daraus ist nach dieser Reise keine Tradition geworden, aber selbst nach ein paar Jahren können wir uns mit Hilfe der Haiku ganz gut daran erinnern, was am jeweiligen Tag passiert ist. Warum also ausgerechnet Haiku? Ich hatte auf einer Dienstreise in LA mal das Buch "Baby Pigeons: a collection on haikus by Warby Parker" (empfehlenswert) entdeckt. Da wir beide in Japan studiert haben und im Vorjahr ein Taubennest mit Baby-Tauben auf dem Balkon hatten (nicht empfehlenswert!), habe ich mich sehr darüber amüsiert, und was liegt da näher, als eigene Haiku zu verfassen? Die Inspirationsquelle ist ungleich poetischer als unsere Versuche:
"How come you never See baby pigeons?" I asked "What?" said the dentist
Nun aber zu unserer Reise.
Wir landen gegen 13 Uhr in Windhoek, passieren den Health Check (Temperaturmessung, Testnachweis), holen unser Gepäck ab und kaufen keine Sim-Karte. Das wird sich im weiteren Verlauf der Reise nicht ganz überraschenderweise als nicht so gute Idee herausstellen, aber eigentlich sind wir erstmal ganz froh, nicht erreichbar und mal komplett offline zu sein.
Wir werden von Savanna abgeholt und unterhalten uns unterwegs mit unserem Fahrer. Uns interessiert, ob er es rücksichtslos findet, dass wir trotz Covid reisen, aber er ist froh, dass es überhaupt einige wenige Touristen gibt. Immerhin ist ein Unternehmen wie eine Autovermietung auf Tourismus angewiesen. Als wir bei Savanna ankommen, zeichnet sich ein eindeutiges Bild: außer uns ist nur noch ein anderes Paar, ebenfalls aus Deutschland da. Sie mieten einen Landcruiser Bushcamper, der uns damals beeindruckt. Eigentlich wollten sie eine große Tour machen - sie hatten ihre Reise bereits vor einem Jahr gebucht und wollten neben Namibia auch Botswana bereisen. Die Grenzen sind nun jedoch dicht. Sie wissen nicht so recht, was sie mit der Zeit anstellen sollen, aber wir hoffen, dass sie dennoch eine tolle Reise hatten.
Wir warten sehr lange auf unsere Übernahme. Schließlich ist auch nicht viel Personal anwesend. Dann übernehmen wir unseren Hilux Double Cab mit Camping Ausrüstung. Wir taufen ihn Harry und brechen auf.
Erstmal einkaufen. Wir steueren den Superspar in der Maerua Mall an und kaufen alles, von dem wir denken, das wir es brauchen. Und wir brauchen einfach viel zu lange dafür.
Der Nachmittag ist schon gut fortgeschritten, als wir endlich aus Windhoek loskommen. Gute 3 Stunden Fahrt bis zur Frans Idongo Lodge liegen vor uns. Unterwegs sehen wir schon die ersten Tiere am Straßenrand: Warzenschweine, Strauße und ein paar Affen.
Die Dämmerung setzt bereits ein, als wir irgendwo auf der B1, nicht weit von unserer Abfahrt, in unseren ersten Roadblock kommen. Die Lage ist ein bisschen unübersichtlich - rechts und links stehen jeweils Polizisten, und wir denken, dass uns Polizist 1 herbeiwinkt. Martin fährt - und zwar trotz Stoppschild. Es ist nicht so, als wäre er drüber gerast - wir waren eher in Schrittgeschwindigkeit unterwegs - aber faktisch hat er nicht am Stoppschild angehalten. Polizist 2 findet das gar nicht okay, und wir werden sofort zum Anhalten aufgefordert. Nun müssen wir erstmal erklären, warum wir über das Stoppschild gefahren sind. Und warum wir überhaupt noch unterwegs sind - schließlich würde es bald dunkel werden, und im Dunkeln sollten wir wirklich nicht fahren. Polizist 2 kündigt ein Bußgeld an, und ich denke mir, dass das doch echt nicht wahr sein kann, dass wir am ersten Tag schon in so eine Situation geraten. Also appelliere ich an sein Mitleid, und jammere ein bisschen, dass wir doch gerade erst angekommen seien, und ob es denn wirklich notwendig sei. Polizist 1 und 2 beraten sich kurz, und fragen uns dann, was wir ihnen denn anbieten könnten. Wir sind ein bisschen ratlos, also fragen sie expliziter, was wir denn im Gepäck hätten, und ob wir ihnen etwas aus Deutschland mitgebracht hätten (natürlich nicht), oder was wir denn eingekauft hätten. Unser Reisegepäck ist kein gutes "Bußgeld", und so haben wir nur unsere Einkäufe anzubieten. Wir haben nicht viel: eine Flasche Wein und ein Sixpack Windhoek Lager. Polizist 1 inspiziert den Wein, und ich bin schon traurig, dass der Wein, den ich mir gerade erst ausgesucht hatte, den Besitz wechseln wird. Dann aber ist Polizist 1 enttäuscht - er hätte lieber einen Wein aus Deutschland, dieser sei aber nur aus Südafrika, den wolle er nicht. Na gut, dann 2 Bier. Martin steckt den Füchsen eine Flasche Bier zu, und niemand ist so richtig zufrieden mit der Situation. Wir dürfen aber weiterfahren.
Nun ist es tatsächlich schon dunkel, und viel später als geplant erreichen wir die Lodge. Die Mitarbeiterin hat schon auf uns gewartet und sich gefragt, ob wir überhaupt noch kommen. Wir wollen eigentlich sofort ins Bett gehen, aber irgendwie steht für uns noch ein Abendessen bereit. Wir essen schnell, und fallen dann ins Bett.
Was für ein Start! Viel später werden wir hier im Forum darüber lesen, dass man sich für den ersten Tag nicht zu viel vornehmen soll. Ganz genau! Dass wir bei unseren Flugzeiten überhaupt eine Weiterfahrt geplant hatten, war natürlich überambitioniert. Und so haben wir Newbies am ersten Tag schon unsere erste Lektion gelernt.
AkaneThemenstarter225 Beiträge · seit 202413. Juni 2026 · #6
Tag 2 Etosha. Onkoshi Lodge
Etosha - we're here Drone is sealed. Hail. Elephant King. Dust everywhere. More wind.
Giraffe walking by Waterhole action: two herds. Hail! Elephant King!
Am nächsten Morgen regenerieren wir uns von der strapaziösen Anreise des Vortags. Wir gehen den Morgen gemütlich an und frühstücken erstmal ausgiebig in der Lodge. Das Frühstück ist hervorragend. Wir machen unsere erste Bekanntschaft mit Borewors, und ich denke heute noch daran, wie lecker sie war. Bei unserem zweiten Besuch in der Frans Idongo Lodge 2025 hatte sich das Frühstück leider geändert, aber die Erinnerung bleibt.
Von der Terrasse aus beobachten wir die ersten Antilopen, und sind gespannt, was der Tag bringen wird, denn heute fahren wir in den Etosha.
Beim Checkout aus der Lodge gibt es noch ein Missverständnis - das Abendessen vom Vortag, welches wir nicht bestellt hatten, sei doch nicht in unserer Zimmerrate inkludiert, was bei beiden Parteien einen unangenehmen Beigeschmack hinterlässt. Wir nehmen dann noch eine Mitarbeiterin bis nach Tsumeb mit, und erreichen dann das Namutoni Gate.
Hier lassen wir erstmal unsere Drohne versiegeln. Ich weiß wirklich nicht, wie wir das alles in kurzer Zeit recherchiert und organisiert hatten, aber wir haben es tatsächlich noch geschafft, einen Drone Permit zu besorgen. Martin hat die Formulare vorbildlich ausgefüllt, und ich habe einfach mal nachgehakt, ob es denn realistisch sei, den Permit so kurzfristig zu bekommen. Die Mitarbeiterin von der NCAA war super hilfsbereit und hat uns den Permit tatsächlich schon vor Zahlungseingang ausgestellt, sodass alles rechtzeitig geklappt hat.
Und dann fahren wir durch das Gate und sind im Park. Kurz hinter dem Gate begegnen uns die ersten Antilopen auf der Straße. Wir sind ganz aufgeregt, halten an und machen Fotos. Das Gefühl der ersten Wildtier-Sichtung werde ich nicht vergessen, und manchmal wünsche ich mir die Begeisterung der ersten Momente zurück.
Als erstes steuern wir die Rezeption in Namutoni an. Für heute Nacht haben wir eine Buchung in Onkoshi, und unser Reiseführer schreibt "half-board incl. transfers form Namutoni. Upon arrival at Onkoshi (from Namutoni), you'll be chauffeured to a secluded peninsula on the pan's rim". Wir gehen also davon aus, dass wir uns in Namutoni anmelden und dann irgendwie mit einem Shuttle nach Onkoshi gebracht werden. Wir erkundigen uns bei dem sehr unmotivierten Mitarbeiter danach, und er sagt, dass wir an der nächsten Kreuzung rechts abbiegen sollen, um nach Onkoshi zu kommen.
Bevor wir das tun, überrede ich Martin noch, erstmal den Dik Dik Drive, den ich ausgeschildert gesehen hatte, abzufahren, immerhin bin ich aufgeregt und möchte den Park erkunden. Wir verschieben die Ankunft in Onkoshi also zu Gunsten unseres ersten Game Drives und biegen in den Dik Dik Drive ein. Am Wasserloch sehen wir nur ein paar Marabu-Störche, und unter einem Baum liegt ein Tier, von dem wir aus der Ferne erst denken, es sei ein Büffel. Als wir näher kommen, identifizieren wir es als Gnu - auch gut. Dass es keine Büffel in Etosha gibt, erfahren wir erst später.
Wir folgen dann einer kleinen Herde Zebras, die neben uns die Straße entlang läuft, bis wir in der Ferne Giraffenhälse erspähen, Wir beschließen, die Giraffen aufzusuchen, und sind ganz aus dem Häuschen, dass wir direkt am Anfang so viele Tiere sehen.
Als wir schließlich zum Wasserloch zurückkehren, ist dort plötzlich high life - es tummeln sich zahlreiche Giraffen und Impalas am Wasserloch, im Hintergrund brauen sich aber auch dunkle Wolken zusammen.
Und dann kommt auch noch eine Elefanten-Familie aus dem Bush hervor.
Nachdem sie sich am Wasserloch erfrischt haben, ziehen sie in die andere Richtung davon, die nächste Elefantenherde ist aber schon im Anmarsch. Sie machen ziemlich viel Action, als dann auch noch die dritte Herde aus dem Wald kommt.
Die Neuankömmlinge vertreiben die andere Herde nach ein bisschen Widerstand und widmen sich dann ihrer Pool-Party.
Wir werden auf dieser Reise nur noch ein Mal Elefanten sehen - wegen der einsetzenden Regenzeit kommen sie nicht mehr so häufig zu den Wasserlöchern. Umso toller war dieses Erlebnis direkt zu Beginn unserer Reise.
Es wird allmählich Zeit, aufzubrechen, und so verlassen wir den Dik Dik Drive und brechen in Richtung Onkoshi auf. Wir rechnen noch immer damit, dass es irgendwo in der Nähe von Namutoni einen Shuttle gibt, doch das stellt sich einfach als total falsch heraus. Ich weiß nicht, ob es das mal gab, oder ob der Lonely Planet es nur einfach total falsch beschrieben und auf der Karte eingezeichnet hat, aber als wir feststellen, dass wir noch ein ganzes Stück bis Onkoshi fahren müssen, sind wir nicht sehr erfreut, denn der Nachmittag ist schon vorangeschritten, und wir haben eigentlich nicht mehr so viel Zeit, bis die Sonne untergeht.
Die Fahrt zu Onkoshi ist jedoch wunderschön. Wir hatten vorab keine Vorstellung davon, wie es im Etosha aussieht. Wir hatten von der großen Salzpfanne gelesen, aber man kann sich das eigentlich gar nicht ausmalen, wie es dort aussieht. Ich kannte bisher nur die Salzpfannen aus der Salar de Uyuni, und wusste überhaupt nicht, was uns im Etosha erwartet.
Wir kommen dann kurz vor Sonnenuntergang im Onkoshi Camp an, und kommen uns wie in einem Star Wars Spin-Off auf Tatooine. Der Blick auf die Salzpfanne in Kombination mit dem Abendlicht lässt das Camp unwirklich auch außerirdisch erscheinen. Zuvor war am Nachmittag ein Staubsturm aufgezogen, der um alles eine Schicht Salzstaub (?) gelegt hat, was die Szenerie noch unwirklicher erscheinen lässt.
Unser Chalet gefällt uns sehr gut, es gibt sogar eine Outdoordusche mit Blick direkt auf die Pan. Wir essen im Restaurant zu Abend und genießen die besondere Atmosphäre auf der Terrasse.
Dieser Reiserückblick hat bei der Durchsicht der Fotos übrigens noch ein ganz anderes Phänomen wieder ins Gedächtnis gerufen: Corona-Haare 😗
Hallo Akane, Ja, da steige ich auch sehr gerne mit zu! So in etwa haben auch wir unsere ersten Schritte auf dem afrikanischen Kontinent begangen - oder besser: gestolpert 🙂
Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung, das klingt wirklich spannend!
Black Lion383 Beiträge · seit 201214. Juni 2026 · #9
Vielen Dank für den ersten Teil eures Reiseberichtes. Ich lese auch gerne mit und freue mich schon auf den nächsten Teil.
Besonders bedanken möchte ich mich aber auch dafür, dass ihr auch von euren Missgeschicken und Fehlern berichtet! Ich hoffe dies wird anderen Namibia-Ersttätern helfen daraus zu lernen.
AkaneThemenstarter225 Beiträge · seit 2024heute 14:31 · #10
Tag 3 Etosha. Halali zwischen Highlights und Lowlights.
Sizzling in the pan
The butter is melting now
Oh, the broken fridge!
Lions still sleeping.
Sea of salt. Early morning.
Rhino takes a sip.
Total genervt heben wir den Gitterkorb aus dem Kühlschrank und beginnen, die zerlassene Butter aufzuwischen. Was für eine Sauerei! Dann gehen wir erstmal zur Rezeption und kaufen ein kaltes Getränk. Ein paar Stunden zuvor schien es noch ein vielversprechender Start in unseren Camping-Urlaub zu werden.
Wir wachen früh in Onkoshi auf, genießen die Outdoor-Dusche mit Blick auf die Salzpfanne und frühstücken in der Lodge. Ab heute stehen für drei Nächte Camping und Selbstversorgung auf dem Programm, und wir sind schon gespannt, denn wie erwähnt haben wir bis auf Festival-Camping bei Rock am Ring keine gemeinsame Camping-Erfahrung, schon gar nicht mit Dachzelt.
Da wir auch nichts so recht wissen, wie Safari funktioniert, fahren wir nach dem Frühstück einfach mal los. Wir biegen auf einen Loop am Rande der Pan ab und erleben ein paar schöne Sichtungen. Wir erinnern uns heute noch an diesen Abschnitt - die unwirkliche Landschaft, das seltsame Licht und die wunderschönen Tiere bleiben unvergessen.
Wir sehen auch unseren ersten Kudu. Weil wir aber immer noch komplett unwissend sind, was das eigentlich für ein Tier ist, taufen wir ihn ab diesem Zeitpunkt Curly Horn. Viel später entdecken wir eine Postkarte, die uns erklärt, dass es sich um "the handsome Kudu" handelt. Manchmal nennen wir ihn trotzdem noch Curly Horn.
Nach dem Loop steuern wir die Halali Campsite an und suchen uns erstmal eine Campsite aus. Nach einigem Hin und Her haben wir uns für eine Site entschieden.
Wir checken das Wasserloch aus, aufgrund mangelnder Aktivität verbleiben wir aber nicht lange. In diesem Urlaub verstehen wir auch noch nicht so richtig, wie das Wasserloch in Halali funktioniert, dazu aber später mehr.
Zurück am Auto stellt sich dann schnell heraus, dass der Tag - wenn nicht sogar die Reise - außerplanmäßig verlaufen wird. Nicht, dass wir besonders viel Plan gehabt hätten, aber dass uns beim Öffnen des Kühlschranks keine kühlen Getränke, sondern geschmolzene Butter und Temperaturen auf Außenniveau erwarten, hatten wir nicht eingeplant. Der Kühlschrank kühlt nicht! Die Butter ist geschmolzen und hat auf dem Boden des Kühlschranks einen kleinen Buttersee geformt, die Getränke sind warm, und um unsere restlichen Vorräte aus dem Kühlschrank steht es nicht besser. Verdammt!
So wird das für die nächsten Tage und auch für den weiteren Verlauf der Reise nicht funktionieren, schließlich haben wir eine Mischung aus Camping und Lodging geplant und sind auf dem Kühlschrank angewiesen. Ich wische die Sauerei auf, und dann schlurfen wir demotiviert zur Rezeption. Erstmal ein Kaltgetränk, dann ein Anruf bei Savanna. Jetzt ist besonders praktisch, dass wir keine Sim-Karte gekauft haben, und dementsprechend schlecht aufgestellt sind, was Kontaktmöglichkeiten zur Autovermietung angeht. Wir greifen also bei der Rezeption zum Hörer und rufen vom Festnetztelefon an. Wir verbleiben so, dass später jemand vorbeikommen wird, um sich den Kühlschrank anzusehen. Der Verdacht liegt bei der Verkabelung oder Kühlflüssigkeit. Wir teilen die Nummer unseres Stellplatzes mit, und dann heißt es warten.
Newbies wie wir nutzen die Hitze des Tages dann natürlich dazu, erstmal einen Game Drive zu machen, was sonst! Mit unserer Tracks4Africa-Karte auf dem Navi navigieren wir zu den verschiedenen Wasserlöchern in der Umgebung, was erstaunlich gut funktioniert.
Wir machen auch Bekanntschaft mit unseren ersten holprigen Schotterpisten und fahren einen Loop, der sich für uns relativ unangenehm anfühlt. Wir steuern eine Picknick-Stelle an, die sich dann aber als relativ trostlose umzäunte Rastmöglichkeit herausstellt - eine Enttäuschung. Unsere Bemühungen werden aber auf dem Rückweg belohnt - wir sehen unsere letzten Elefanten der Reise, und sie sind majestätisch. Es ist beeindruckend, wie diese Riesen durch die Landschaft ziehen.
Als letzten Stopp halten wir am Goas Wasserloch. Hier ist überhaupt nichts los. Wir essen ein paar Kekse und werden von einem Paar Cape Glossy Starlings bedrängt - sie sind sehr aufdringlich, und wir mögen sie deshalb bis heute nicht. Eine einzelne Giraffe kommt noch kurz vorbei, entfernt sich aber schnell wieder. Uns kommt es verdächtig vor, dass hier im Vergleich zu den anderen Wasserlöchern nichts passiert.
Wir fahren auf die andere Seite des Wasserlochs, und in Ermangelung weiterer Ideen, bleiben wir erstmal stehen und schauen uns um. Zeit für das Musical-Fernglas! Meine Augen müssen damals noch deutlich besser gewesen sein, aber ich bilde mir ein, etwas unter einem Baum zu sehen.
Unsicher, ob es vielleicht nur Steine sind, versuche ich, mit dem Musical-Fernglas einen besseren Blick zu erhaschen. Aber dieses Gerät ist für den Einsatzzweck eher schlecht als recht geeignet, bloß ist es nun mal das, was wir dabei haben. Besser als nichts! Auch unser Foto-Equipment gibt damals noch keine besseren Zoom-Möglichkeiten her.
Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich mich fast nicht getraut habe, zu sagen, dass dort etwas Besonderes liegen könnte - schließlich könnte es genauso gut ein Irrtum sein, und mir ist immer schnell alles peinlich.
Dann bewegt sich etwas. Erst kommt ein Bauch zum Vorschein, dann ein Bein. Ein Löwe! Nein, zwei! Unglaublich, unsere ersten Löwen, und wir haben sie ganz alleine gefunden! Tatsächlich sind es dann sogar drei oder vier Löwen, wahrscheinlich liegen um uns herum auch noch mehr, die aber in Verborgenheit bleiben.
Die Löwen beginnen, etwas aktiver zu werden, sie stehen auf und bewegen sich ein bisschen. Wir beobachten sie eine Weile, schließlich kommt ein weiteres Fahrzeug dazu und wir weisen sie auf die anwesenden Löwen hin. Dann wird es Zeit für uns, zum Camp zurückzukehren.
Zurück im Camp kommt jemand wegen des Kühlschranks vorbei. Sie schließen den Kühlschrank erstmal an Standstrom an, was für mich Quatsch ist, denn der Kühlschrank lief ja schließlich über die Batterie und hatte offensichtlich Strom, bloß kühlte er nicht. Es ist keine Lösung in Sicht, bei einem weiteren Telefonat mit Savanna verbleiben wir so, dass wir am nächsten Tag einen Lösungsvorschlag erhalten.
Wir machen also erstmal etwas zu Essen - je mehr wir von den Vorräten verbrauchen, desto besser - denn lange werden sich die frischen Sachen nicht halten. Inzwischen sind auch unsere Nachbarn am Campingsplatz eingetroffen - es ist das andere Fahrzeug vom Wasserloch. Sie sind offensichtlich viel besser im Campen als wir: Schnell haben sie ihr Zelt aufgebaut und ein Feuer in Gang gebracht.
Nach dem Essen begeben wir uns nochmal zum Wasserloch. Im Lonely Planet habe ich gelesen, dass es hier gute Chancen gibt, Nashörner zu sehen. Warum auch immer bilde ich mir ein, dass dort stand, die Nashörner kämen gegen 9 Uhr abends. Tatsächlich stand dort nur etwas von "late-evening hours", ich mache aber ein bisschen Stress und sage zu Martin, dass wir bitte um 9 am Wasserloch sein sollen.
Es ist nichts los, Leute kommen und gehen, weil es wenig zu sehen gibt. Wie gesagt, kennen wir das Konzept des Wartens am Wasserloch eigentlich noch nicht. Dann kommt aber wie auf Bestellung tatsächlich ein Nashorn vorbei. Es ist sehr scheu, traut sich ans Wasserloch und trinkt ein bisschen, bis eine Gruppe von anderen Besuchern beginnt, sich zu unterhalten. Das gefällt weder uns noch dem Nashorn, welches sich kurzerhand umdreht und wieder geht. Die kurz darauf eintreffenden Besucher verpassen den Moment und finden dann wieder nur gähnende Leere vor.
Für uns ist es nach dem ereignisreichen Tag auch Zeit, uns zurückzuziehen. Wir kehren zum Fahrzeug zurück und machen uns bettfertig. Oder versuchen es zumindest. Blöderweise bekommen wir unser Zelt nicht aufgebaut. Die ersten beiden Nächte haben wir in festen Unterkünften geschlafen, und anscheinend haben wir bei der Einweisung nicht gut genug aufgepasst, bzw. das Gezeigte nicht schnell genug in die Praxis umgesetzt. Zu unsere Verteidigung muss ich sagen, dass wir bei dieser Reise eines von diesen altmodischen Dachzelten hatten - ich glaube, dass es diese inzwischen gar nicht mehr im Programm gibt. Unseres hatte noch eine einzelne Metallleiter (nicht zum Ausfahren), die man separat verstauen und dann zum Aufbau einhängen musste. Leicht peinlich berührt machen wir kurzen Prozess und bitten unsere Profi-Nachbarn um Hilfe - Löwensichtung gegen Zeltaufbauhilfe ist schließlich ein fairer Deal. Leben ist einfach! Zumindest wenn man weiß, wie dieses Zelt aufgeht!
Wir bekommen also eine weitere Einweisung, und ab da funktioniert es mit dem Zeltaufbau dann auch reibungslos!
Was für ein Tag! Die faszinierende Landschaft des Parks, unsere ersten Löwen und sogar ein Nashorn, aber auch ein Kühlschrank, der nicht kühlt, und die ersten Herausforderungen im Camping-Life! Mit diesen Eindrücken klettern wir ins Dachzelt und läuten unsere erste Camping-Nacht ein. Es geht uns gut. Irgendwie.
AkaneThemenstarter225 Beiträge · seit 2024heute 17:57 · #11
Tag 4 Etosha. Himmel über Okaukuejo
A storm is coming.
Lions waiting for the prey.
Rhinos dance in love.
Lightning! Thunder! Storm!
Seven lions in the flats.
Cup Noodles to go.
Wir sind keine Frühaufsteher. Egal ob im Arbeitsalltag, am Wochenende, oder eben auch in diesem Urlaub - Aufstehen fällt mir schwer. Da wir aber noch gar nicht wissen, dass man eigentlich früh morgens und spät nachmittags Game Drives macht, und wir außerdem noch logistische Probleme wegen unseres Kühlschranks lösen müssen, haben wir es natürlich nicht eilig. Nachdem wir also erstmal aufgewacht sind und gefrühstückt haben, packen wir langsam zusammen und telefonieren nochmal mit Savanna. Zunächst bietet man uns an, bei der Ausfahrt aus Etosha in der nächsten Stadt zu halten, da wir aber noch zwei Nächte im Etosha verbringen und außerdem wenig Lust haben, wertvolle Zeit auf unserer Route zu verlieren, lehnen wir diese Option ab. Wir melden, dass wir etwas Zeit in Okaukuejo vor uns haben, und vereinbaren, dass wir dort nochmal sprechen.
Dann brechen wir auf und cruisen ein bisschen willkürlich, aber grob in Richtung Okaukuejo durch die Gegend. Wir freuen uns über die Landschaft, größere und kleinere Tiere, und kurz darauf finden wir auch schon unser nächstes Nashorn.
Während wir die verschiedenen Strecken um die Wasserlöcher abfahren, verdunkelt sich der Himmel, und plötzlich beginnt es zu regnen. Der Regen ist so stark, dass wir anhalten müssen, da wir keine Sicht mehr haben und uns mit den Wassermassen, die auf uns herunterprasseln alles andere als wohl fühlen. Es ist eben Regenzeit, aber die Wolken sind so düster, und es blitzt und donnert in der Ferne.
Nach einer Weile beruhigt sich das Wetter und wir können weiterfahren. Der Himmel sieht noch immer bedrohlich aus, und wir beschließen, jetzt nach Okaukuejo ins Camp zu fahren. Wir finden ein weiteres Nashorn, und je weiter wir in Richtung Okaukuejo fahren, desto dunkler färbt sich der Himmel. Die Kulisse sieht spektakulär aus.
Auf der Fahrt zum Camp sehen wir auf einer Anhöhe ein paar Autos stehen, und schon bald sehen wir, warum. Löwen!
Nach dem Regen hat sich ein Löwenrudel an der frisch aufgefüllten Wasserquelle niedergelassen. Wir zählen insgesamt sieben von ihnen, und es ist natürlich unsere bisher beste Löwensichtung - die zweite überhaupt. Wir sind relativ nah dran und sind ganz aufgeregt, als sie anfangen, sich zu bewegen, zum Wasserloch gehen und etwas trinken. Auch hier sorgt die Kombination von Licht und Dunkel für eine außergewöhnliche Stimmung.
Plötzlich rennt eine Löwin los, ist, ehe wir uns neu ausrichten können, auf der anderen Seite, wirbelt bei einer Bremsung staub auf und schnappt sich dann etwas. Unser erster Lion Kill. Weniger spektakulär als man sich das sonst vielleicht vorstellt, hat sich die Löwin ein Mongoose als Nachmittagssnack geschnappt.
Dramaturgisch passt hier alles, als die Sonnenstrahlen durch die Wolken brechen und betonen, wie unwirklich das gerade Erlebte für uns ist.
Nach diesen Eindrücken fahren wir ins Camp, checken ein und suchen uns eine schöne Campsite aus. Wir telefonieren nochmal mit Savanna, die sich sehr darüber aufregen, dass wir keine Sim-Karte haben und schwer erreichbar sind, wir schaffen aber Abhilfe, denn bei der Post im Camp gibt es glücklicherweise Sim-Karten zu kaufen. Eine Lösung für unseren Kühlschrank gibt es aber dennoch nicht. In Halali hat sich jemand gefunden, der einen Ersatzkühlschrank besorgen kann, allerdings sehen wir nicht so recht ein, warum wir backtracken und zurück nach Halali fahren sollen, was nunmal gar nicht unserer Route entspricht. Die folgerichtige Lösung ist: der Kühlschrank kommt am nächsten Tag zu uns!
Unsere Campsite gefällt uns wirklich gut, was in Okaukuejo durch die Erweiterung der Camping-Flächen inzwischen echt ein Glücksfall ist - es gibt viele Sites, die wirklich dicht an dicht und inspirationslos in der Gegend rumstehen. Wir einigen uns auf ein schnelles Abendessen und pimpen Instant-Nudeln auf, als ich mich in Richtung Okaukuejo Wasserloch drehe und ein prächtiges Farbenspiel am Himmel sehe. Kurzerhand schnappe ich mir unser Essen, rufe Martin zu, dass er schnell die Kamera auspacken und mitnehmen soll, und laufe zum Wasserloch. Instant Nudeln gibt es heute "to go" - das Spektakel am Wasserloch dürfen wir schließlich nicht verpassen!
Uns erwartet ein fantastischer Sonnenuntergang. Am Wasserloch tummeln sich Giraffen, deren Silhoutten sich erst im Wasser spiegeln, und dann besonders eindrucksvoll als Konturen vor dem glühenden Himmel erscheinen.
Wir bleiben auch nach Einbruch der Dunkelheit noch am Wasserloch sitzen und sehen das dritte mal an diesem Tag Nashörner. Dieses Mal gibt es ziemlich viel Action - wir kennen uns mit Nashörnern natürlich nicht aus, aber zwei anwesende Nashörner liefern sich einen Tanz, bis ein drittes eifersüchtig erscheinendes Nashorn dazukommt und es dann noch ein bisschen Streit gibt. Wir interpretieren es so, dass zwei Nashornbullen sich um die Gunst der Dame streiten und sind ziemlich fasziniert von der Action. Unsere bisherigen Nashornsichtungen - immerhin stolze drei - bestanden eher aus zum Wasserloch trotten oder in der Gegend rumstehen, am Wasserloch in Okaukuejo wird aber jede Menge Unterhaltung geboten.
Leider sind meine Handy-Aufnahmen davon kurz nach dem Urlaub durch einen Totalausfall meinerseits im Nirvana gelandet. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch zwei Handys, beruflich und privat, und habe dann tatsächlich den Handy-Code durcheinander gebracht und es dann tatsächlich geschafft, ihn zu oft falsch einzugeben. Resultat: alles Weg. Damals war der Verlust der Bilder und Videos sehr dramatisch - aber die Erinnerungen bleiben, und wir haben mit vielen neuen Eindrücken bestmöglich kompensiert.