Wir sind zu neunt im Januar und Februar 2026 drei Wochen in Botswana unterwegs — bewusst in der Regenzeit, zu der es kaum Berichte gibt. Geführt von Bushways, im Landcruiser mit Trailer, überwiegend im Zelt. Vom Tuli-Block über die Zentralkalahari und den Makgadikgadi in den Moremi und nach Khwai.
Die Regenzeit zeigt ein anderes Botswana. Alles ist grün, das Gras steht hoch, die Tiere sind nicht an Wasserlöcher gebunden, sondern über die Fläche verteilt — man sieht weniger, dafür ohne Staub und fast ohne andere Fahrzeuge. Im Tuli-Block stehen wir an einem Morgen vor vier Braunen Hyänen eines Clans, im Moremi führt uns eine Bootsfahrt ab Xakanaxa durch überflutete Ebenen. Wer auf Großkatzen im Minutentakt hofft, ist in dieser Zeit falsch.
Die zweite Hälfte bestimmt das Wasser. Ein Zyklon bringt Dauerregen, drei geplante Campnächte in Mababe fallen aus, und die Fahrt von Khwai nach Maun dauert einen ganzen Tag statt vier Stunden — an einer blockierten Umfahrung roden Guide und Campchef mit Axt und Panga eine neue Spur neben der Piste. An vielen Stellen sind wir uns einig, dass es für uns als Selbstfahrer dort zu Ende gewesen wäre.
Reisezeitraum
27. Januar bis 18. Februar 2026, 21 Tage vor Ort ab 29. Januar
Länder
Botswana, Anreise über Südafrika
Gruppe
9 Personen aus dem Forum, dazu Guide Diteko und Campchef KD von Bushways
Reiseart
geführte Tour, kein Selbstfahren
Fahrzeug
Landcruiser mit Trailer, offenes Dach
Veranstalter
Tuli Wilderness (erste Etappe, Kontakt Julie), ab 3. Februar Bushways (Kontakt Heiko)
Unterkunftsart
überwiegend Zelt auf exklusiven HATAB-Campsites, dazu feste Camps und Guesthouse
Route
Johannesburg – Grenzposten Platjan – Tuli Block (Mohave Bush Camp, Serolo Safari Camp) – Khama Rhino Sanctuary – Central Kalahari (HATAB Dec#1) – Boteti River Camp – Makgadikgadi – Moremi (HATAB MGR#14 Xini, MGR#T8 Xakanaxa) – Khwai Guesthouse – Maun
Fahrstrecke
keine Gesamtkilometer im Bericht; genannt sind 258 km am 9. Februar (Boteti nach Xini) und 30 km South Gate nach North Gate in rund einer Stunde
Flug/Anreise
Gabelflug ab Stuttgart und Zürich nach Johannesburg, Rückflug ab Maun, rund 900 Euro
Planung
Vorlauf von zwei Jahren, erste Idee Januar 2023, erste Anfrage Januar 2024
Besonderheit
Reise in der Regenzeit. Zwei Planänderungen wegen eines Zyklons: Mababe gestrichen, Abreise nach Maun um einen Tag vorgezogen.
Gebiete
Tuli Block · Central Kalahari Game Reserve · Boteti River / Makgadikgadi-Pfannen · Moremi-Wildreservat · Khwai-Konzession · Khama Rhino Sanctuary
Orte
Maun · Platjan Border · Rakops · Shorobe · South Gate · North Gate
*** Wer den Bericht ohne Kommentare lesen will, klickt auf die Sonne oben rechts *** Seit ein paar Stunden ist sie wieder daheim, die neunköpfige Langweilertruppe 🤩 !Von links nach rechts: Uwe (Tanja), Matthias (fotomatte), Simone (tigris), Tanja (Tanja), Elke und Uwe (fiedlix), meine Wenigkeit (Champagner), Birgitta und Tom (Tom2008) in Johannesburg, wo sich unsere Wege teilweise und auch nur vorübergehend nach drei gemeinsamen abenteuerlichen und wunderschönen (und zeitweise auch herausfordernden 🙄 ) Wochen wieder getrennt haben.
(Foto von Uwe B., unserem Selfie-King)
Wie es zu dieser Reise kam und das ganze Drumherum dazu gibt es morgen in einem neuen Kapitel, aber vorab mal unsere Route inklusive der notwendigen spontanen Änderungen (wir waren, wie man sieht, auch ein paar Tage im Januar unterwegs, aber das hat nicht mehr in den Titel gepasst 😉 ):
27. Januar 2026: Anreisen von München, Frankfurt und Stuttgart nach Johannesburg 28. Januar 2026: Sunrock Guesthouse, Johannesburg 29. Januar 2026: Transfer über Platjan Border ins Mohave Bush Camp (Tuli Wilderness) 30. Januar 2026: Mohave Bush Camp / Tuli Wilderness (exklusiv als Gruppe gebucht) 31. Januar 2026: Mohave Bush Camp / Tuli Wilderness (exklusiv als Gruppe gebucht) 01. Februar 2026: Serolo Safari Camp / Tuli Wilderness (exklusiv als Gruppe gebucht) 02. Februar 2026: Serolo Safari Camp / Tuli Wilderness (exklusiv als Gruppe gebucht) 03. Februar 2026: Fahrt vom Serolo Safari Camp auf eine Campsite im Khama Rhino Sanctuary mit Bushways 04. Februar 2026: Fahrt in CKGR, HATAB Campsite 05. Februar 2026: CKGR, HATAB Campsite DEC#1 06. Februar 2026: CKGR, HATAB Campsite DEC#1 07. Februar 2026: Boteti River Camp /Chalets 08. Februar 2026: Boteti River Camp /Chalets 09. Februar 2026: Fahrt über Maun ins Moremi Game Reserve, HATAB MGR#14 bei Xini 10. Februar 2026: HATAB MGR#14 bei Xini 11. Februar 2026: Fahrt in die Gegend von Xakanaxa, HATAB #T8 12. Februar 2026: HATAB #T8 13. Februar 2026: Mababe Campsite von Bushways Khwai Guesthouse 14. Februar 2026: Mababe Campsite von Bushways Khwai Guesthouse 15. Februar 2026: Mababe Campsite von Bushways Khwai Guesthouse 16. Februar 2026: Khwai Guesthouse Maun Lodge 17. Februar 2026: Fahrt vom Khwai Guesthouse zum Maun Airport Frühstück und Shoppen in Maun und dann Heimflug
Und hier noch die Truppe inklusive KD und Diteko vor unserer Abfahrt vorgestern von Khwai nach Maun. Da lachen wir noch…… 🤪 😗
(Foto von Tanja und Uwe, bzw. Bruce)
Ein paar Stunden später sah es dann so aus 🤩 :
Aber ich greife viel zu weit vor 😮 - morgen dann ganz von Anfang an..... 😎
Bis dahin liebe Grüße von Bele
Teil 219. Feb. 2026
Prolog:
Bereits im Januar 2023 ( 😗 das ist kein Tippfehler) stolpere ich auf Youtube über Videos von Villiers Steyn („The Safari Expert“), in denen er begeistert von irgendwelchen Camps im Tuli-Block berichtet. Vor allem das Wort „affordable“ taucht dort immer wieder auf. Dies klingt in meinen schwäbischen Ohren einerseits höchst verlockend 🤪 , im Zusammenhang mit dem Tuli-Block aber auch sehr befremdlich 😐 . Also muss ich natürlich recherchieren, was dieser Experte unter „erschwinglich“ versteht (das ist ja auch immer eine Ansichts- bzw. Einkommenssache).
Tatsächlich sieht das auf der Website von Tuli Wilderness erstaunlich günstig für eine Gruppe von maximal 10 Leute aus. Wo ist wohl der Haken 🤨 ? Das fragen wir uns übrigens bis heute … 😗
Tanja schaut sich diese Videos auch an, meint, dass das CKGR, wo sie eh mal hin will, nicht sooo weit weg davon ist und beginnt somit bereits mit einer Tourplanung 😉 . Blöd nur, dass wir in ein paar Monaten ja erst mal unsere 2023er-Tour vor uns haben bzw. hinter uns bringen müssen 😵 😎 .
Ende 23 verlinke ich in unserer Birdle-Gruppe, die aus Simone, Tanja und mir besteht und die sich jeden Morgen zum Raten „trifft“, die Tuli-Videos erneut und gestehe, dass ich dort immer noch gerne mal hinwollen würde. Den anderen beiden geht es ähnlich und überhaupt wird es ja auch mal wieder Zeit für eine Langweiler-Reise, die letzte ist schließlich schon ein paar Wochen her und die nächste „nur“ im Kaiserstuhl und „erst“ für im Juni 24 gebucht.
So in etwa ist unsere Logik… 😄 und schon nehmen die Dinge ihren Lauf!
Ich schreibe Tuli Wilderness Anfang Januar 2024 an (ohne überhaupt zu wissen, ob bei den anderen 6 auch Interesse bestehen würde, Tanja z.B. muss das erst noch familienintern klären 😛 ) und lasse mir die Preise und Konditionen bestätigen. Der erste Kontakt mit Julie, der Inhaberin von Tuli Wilderness, ist sehr angenehm und so schildere ich ihr daraufhin unsere Problematik, dass wir ohne eigene Fahrzeuge unterwegs sein und vermutlich in Johannesburg landen werden. Alles kein Problem, sie haben oft Kunden, die so anreisen und sie könne mir einen Shuttle empfehlen. Da wir (ich meine, es waren Tanja und ich, oder war Simone auch schon dabei?) aber bereits ein bisschen weitergedacht haben und im Anschluss eine Bushways-Tour im Sinn haben, frage ich gleich noch nach einem Shuttle nach Maun oder Khumaga oder so, wo wir uns dann mit Bushways treffen könnten. Hmmm, ein Transfer in Botswana ist ein bisschen schwieriger zu finden und auch wesentlich teurer. Naja, egal, ist ja auch nur so eine Idee… 😐
Am 25. Januar 2024 schreibe ich Heiko von Bushways an, ob ich mit ihm mal über die Idee für eine Tour in 2026 reden könne. Ja klar, er sei gerade in Deutschland, wir könnten sogar über Festnetz telefonieren. Nachdem ich ihm meine grobe Idee geschildert habe meint er, dies sei erstens ein toller Plan mit Tuli usw. und zweitens könne Diteko ( 😄 er spricht sofort von ihm, ohne dass ich bereits einen Guide-Request gemacht hätte ) uns doch auch direkt dort abholen. Huch 🤩 , das ist ja ein tolles Angebot und macht alles sehr viel einfacher.
Tja, und dann geht alles sehr, sehr schnell 🙄 . Ich frage jeden einzelnen der Gruppe im Privatchat (damit niemand vor der ganzen Gruppe zugeben muss, dass er/sie keine Lust mehr auf diese Typen geschweige denn auf eine gemeinsame Reise und dann auch noch in das öde Botswana habe), ob er/sie Interesse an einer solchen Tour hätte und schwupp, nach kurzer Zeit haben alle zugestimmt. Das ist schon sehr sehr speziell in unserer Gruppe 🙂 : es gibt keine Zaudernde oder Zögernde, alle wissen ganz schnell, was sie wollen! So sind wir nun neun Leute (statt acht in 2023, weil Tom damals nicht mitkonnte) und können in die Feinplanung einsteigen.
Am 27. Januar 2024 schreibe ich dann diese Nachricht (die ich erst vor kurzem wieder entdeckt habe) in unserer Gruppe, ohne da schon zu wissen (da wir uns noch gar nicht auf das genaue Reisedatum geeinigt hatten), dass wir exakt auf den Tag genau in zwei Jahren zu unserer neuen Tour aufbrechen werden 🤩 !
Bei neun Leuten ist es theoretisch auch gar nicht sooo trivial, ein gemeinsames Reisefenster zu finden. Wir wollen gerne weniger Staub und Trockenheit, Wärme statt winterliches Ambiente daheim und auch weniger andere Touristen erleben als 2023, außerdem steht der Wunsch nach ein paar Vogel-Sommergästen weit oben auf der Wunschliste einiger der Teilnehmenden. Aber auch das wuppen wir in Rekordtempo und entscheiden uns (auch weil einige schon andere Termine in 2026 geblockt haben für andere Reisen) für Ende Januar/Anfang Februar 2026. Uns ist allen klar, dass wir damit ein Risiko bezüglich des Wetters eingehen 😊 – aber no risk, no fun 😗 !
Am 1. Februar schickt mir Heiko eine Preiskalkulation für unsere Planung und die ist natürlich mal wieder so, dass wir nicht nein sagen können 😎 . Die Preise blieben übrigens bis zur endgültigen Zahlung knapp zwei Jahre später stabil.
Wir einigen uns darauf, dass wir an dem Tag, an dem wir nach Johannesburg anreisen, nicht gleich mit dem Shuttle nach Tuli Wilderness weiterreisen, sondern eine Nacht in der Nähe des Flughafens einplanen. Erstens können wir noch gar keine Flüge buchen und kennen daher keine Ankunftszeiten und zweitens hat niemand von uns Lust auf Stress wegen verspäteter Flüge und auf eine lange Autofahrt nach einem Nachtflug.
Also planen und rechnen wir noch eine Nacht in Johannesburg ein und fertig ist die Tour 😁 . Wir buchen bei Bushways und Tuli, Gare aus dem Bushwaysoffice bestätigt uns kurz darauf die gewünschten Campsites, Julie unsere Exklusivbuchungen für Mohave und Serolo und jetzt müssen wir nur noch knapp 2 Jahre warten 🤪 .
Ich hoffe, im Bericht geht es dann etwas schneller los…. 😎
Teil 320. Feb. 2026
27. Januar 2026: Es geht los (u.a. zum Forumstreffen nach Zürich) 🙂 !
Bei einem Vorlauf von 2 Jahren sind die Befürchtungen, dass bei dem einen oder der anderen vor der Abreise etwas schiefläuft, nicht ganz aus der Luft gegriffen 🤨 . Entsprechend glücklich sind wir, dass wir am Abreisetag alle zumindest flugtauglich sind. In den letzten beiden Wochen vor dem Abflug haben die meisten von uns größere Menschenmengen gemieden und sich mit Obst und sonstigen Vitaminen vollgepumpt, um alles dafür zu tun, dass man gesund bleibt. Ein paar hat es aber doch erwischt und vor allem die arme Elke hat mit einem schlimmen Husten zu kämpfen 😣 , der auch ihr ständiger Begleiter auf der Reise sein wird.
Und wenn es nicht so ärgerlich und nervig wäre, dann könnte man es schon fast witzig finden 🤪 : ich bin zwar körperlich gesund, aber mich ereilt mal wieder knapp zwei Wochen vor Abreise ein Wasserschaden 🤩 (Heizungsrohrbruch, sozusagen eine Neusichtung 😛 , das hatte ich noch nicht…). Es wird gelästert, dass ich mich in Zukunft vielleicht mehr für Wüsten in Namibia als für das Flutgeschehen in Botswana interessieren solle, mein Hobby würde wohl auf mein Haus abfärben… 😎 Der Schaden wird provisorisch repariert, der Rest dann nach meiner Rückkehr. Also kann es nun tatsächlich losgehen!
Aus wohnorttechnischen Gründen und teilweise wegen diverser Vorlieben fliegen wir in drei Gruppen nach Johannesburg. Elke und Uwe ab München, Tom, Birgitta, Tanja und Uwe ab Frankfurt. Simone, Matthias und ich fliegen von Stuttgart über Zürich mit Swiss nach Johannesburg. Dies war bei der Buchung preislich und auch geografisch die beste Lösung, der Gabelflug mit Rückflug ab Maun war um die 900 Euro rum zu haben. Noch ein weiteres Argument für die Regenzeit…
Auf Zürich freuen wir uns sehr, auch wenn wir durch die Stornierung des Abendflugs und Umbuchung auf mittags einen ewig langen Aufenthalt dort vor uns haben. Aber da wir ein kleines Forumstreffen mit Sam (kalachee) geplant haben, passt das perfekt und wird sogar zum Vorteil. Sam arbeitet als Load Coordinator bei Swissport am Flughafen und ist für die Planung und Kontrolle der Beladung der Flugzeuge zuständig. Er macht am Schluss der Abfertigung das so genannte Loadsheet mit allen relevanten Informationen für die Cockpit Crew zu Gewicht und Balance der Maschine, dazu kommt er vor dem Abflug dann ins Flugzeug.
Eigentlich wollte er seinen Dienst so legen, dass er unsere Maschine abfertigt und uns schnell auf unseren Plätzen besucht, aber das hat nicht geklappt (er hat bereits Feierabend, als wir ankommen), was aber nun den Vorteil hat, dass wir viel Zeit füreinander haben. Er darf als Mitarbeiter direkt ans Gate kommen und macht ein Foto von unserer Maschine, als wir gerade an unserem Parkplatz ankommen.
Beim Aussteigen werden wir von ihm direkt am Gate empfangen und er führt uns in ein schönes Restaurant in einer ruhigen Ecke des Flughafens.
Die Wartezeit vergeht dadurch sehr schnell und vor allem auf eine besonders schöne Art, natürlich gibt es viel zu erzählen und Sam ist so ein lieber und herzlicher Mensch. Besser kann so eine Reise nicht beginnen!
Die restliche Wartezeit verdaddeln wir im Internet und kaufen viel zu teure Schokolade... 😗
Der Weiterflug ist so angenehm, wie ein langer Nachtflug eben sein kann, das Essen und der Service von Swiss sehr gut.
Nach der Ankunft am 28. Januar 2026 ziehen wir schnell ein paar Rand und informieren das Sunrock Guesthouse, dass sie uns nun abholen können. Der Shuttle ist im Preis inbegriffen. Als wir auf den Parkplatz kommen, wo wir auf den Fahrer warten sollen, steht dort schon die Frankfurter Gruppe. Was für eine Freude 🙂 !
Zusammen kommen wir im Guesthouse an, wo die Münchner Crew schon eingecheckt hat. Als wir alle am Pool sitzen, beginnt es zu tröpfeln und dann bricht ein Gewitter über uns herein, das sich gewaschen hat 🤩 ! Die Zelle scheint sich keinen Millimeter über uns zu bewegen, es blitzt und donnert und schüttet!
Na hoffentlich ist das kein schlechtes Omen 🙄 . Wir lassen es uns aber gut gehen bei Gin Tonic und von Birgitta gebackenen Giraffen-Keksen
und später einem Buffet und hoffen, dass die gute Wettervorhersage für die nächsten Tage stimmt. Außerdem freuen wir uns, dass unsere Anreise perfekt geklappt hat. Hier noch ein paar Fotos (teilweise vom nächsten Morgen) vom Sunrock Guesthouse, das übrigens Tanja für uns ausfindig gemacht hatte.
Müde fallen wir alle recht früh ins Bett und sind gespannt, ob die Abholung durch das von Julie von Tuli Wilderness organisierte Shuttleunternehmen morgen früh klappt und wie es uns im Tuli Block gefallen wird 🤨 .
Teil 421. Feb. 2026
29. Januar 2026: Von Johannesburg ins Mohave Bush Camp (Tuli Wilderness) in Botswana (Teil 1)
Bevor wir jetzt so richtig losfahren, muss ich eine Warnung aussprechen:
Wir waren in der Regenzeit unterwegs, das bedeutet teils schlechtes Licht, hohes Gras, zugebuschte Landschaft, Tiere nicht auf Wasserlöcher oder Flüsse angewiesen, teils Regen ohne Fotomöglichkeiten… Wer hier nun spektakuläre Katzensichtungen im Minutentakt und hochwertige Fotos davon erwartet, ist definitiv auf der falschen Veranstaltung 😛 !
Wer die Farbe Grün (und später matschbraun) mag, sich über Vierbeiner freut, die zufrieden im frischen Gras zwischen Blümchen vor sich hin mampfen und vielleicht sogar Spaß an kleinen braunen Vögelchen hat, kann sich den Reisebericht ja mal unverbindlich anschauen, bis es langweilig wird 😉 .
6.30 Uhr: Frühstück Die Abholung durch den Shuttle ist auf 7.30 Uhr geplant – organisiert hat dies Julie von Tuli Wilderness für uns.
7.29 Uhr – kein Shuttle in Sicht 🙄 . Was, wenn die Buchung vergessen wurde?
7.30 Uhr – das Tor geht auf, doch der einfahrende Shuttle ist nicht von der Firma, die Julie uns genannt hatte 🤨 . Der Fahrer stellt sich als Blessing vor und die Firma ist ein Subunternehmen des ursprünglich gebuchten. Uff, dann kann es ja jetzt losgehen 🙂 .
Wir fahren über Polokwane und Alldays nach Platjan Border, zwischendrin machen wir eine Pause an einer Tankstelle
und später dann in Alldays, wo Blessing Bestellungen von Tuli Wilderness abholt und ins Auto lädt. Soweit ich mich erinnern kann (mein Tagebucheintrag endet mit dem Vorabend im Sunrock Guesthouse), verlief die Fahrt reibungslos und recht angenehm. Blessing ist ein fröhlicher und redseliger Mensch.
An der Grenze werden wir auf der südafrikanischen Seite von einem Fahrer von Tuli Wilderness mit einem offenen Gamedrive-Fahrzeug inkl. Anhänger für unser Gepäck empfangen. Sekaeo (SK) stellt sich als unser Guide für unseren kompletten Aufenthalt vor. Die Grenzformalitäten gehen zügig voran, außer uns und dem Personal ist hier niemand! Wer macht auch schon Urlaub in der Regenzeit…. 🤩
SK fährt uns über den Limpopo, und dann sind wir nach ein bisschen paperwork in Botswana – endlich!
Hier müssen wir nach rechts,
.
Man kann bereits die teilweise recht hohen Felshügel erkennen.
Unterwegs treffen wir Birgittas Lieblingstiere 😘 :
Die Fahrt bis zur Schranke des Schutzgebietes dauert ca. 1,5 Stunden.
Danach biegen wir nicht nach Serolo ab, sondern setzen unseren Weg direkt fort nach Mohave. Und nun wird es auch ziemlich rustikal. Hier hatte es auch geregnet und entsprechend ausgefahren sind die Wege. Dazu gibt es hier viel Steine und Trockenflusstäler, die Dips sind teilweise sehr tief und kurz, man muss sich wundern, wie das Fahrzeug dort durchkommt.
Unsere ersten Elefanten, die vermutlich wegen des Anhängers etwas schreckhaft sind.
Was mir jetzt schon sehr gut gefällt und was ich im grauen, vogelarmen Deutschlandwinter vermisst hatte, sind die vielen Vögel. Sie laufen oft in der Fahrspur herum wie die Namaqua Doves, und fliegen dann kurz vorm Überfahrenwerden auf. Überall flattert und piepst es, wunderschön! Die Fotos sind jetzt nicht der Knaller, sollen aber dokumentieren, dass wirklich viele Vögel unterwegs sind:
Double-banded sandgrouse
Namaqua Doves
Golden-breasted bunting
Chestnut-backed Sparrow Lark
Weiter geht die Fahrt:
Ein Kudu schaut auch mal aus dem grünen Dickicht
Temminck's Courser
Nach ca. 45 Minuten sind wir dann im Mohave Bushcamp, richten uns kurz in unseren Chalets ein (Fotos vom Camp gibt es glaub erst morgen), essen eine Kleinigkeit und dann geht es nochmal los zu einem kurzen Gamedrive.
Teil 521. Feb. 2026
29. Januar 2026: Von Johannesburg ins Mohave Bush Camp (Tuli Wilderness) in Botswana (Teil 2)
Leider hat es wieder ein bisschen zugezogen, aber wir genießen einfach die Tatsache, endlich angekommen zu sein und nun ein paar Tage hier vor uns zu haben! Das Wetter wird sich sicher noch berappeln!
Schakale
Und wieder Vögele, Red-backed Shrike (den kann ich daheim besser 😊 )
Die allgegenwärtigen Crowned Lapwings, hier an Blümchen, die ständig in Gruppen unter lautem Geschrei auffliegen (was ich leider nicht geschafft habe zu fotografieren) – langweilig wird einem hier nicht!
Grüne Landschaft mit Elefanten und Zebras
Und dann eine Neusichtung für mich – ein (beringter) Lesser Spotted Eagle
Sabota Lark - es sind nicht nur viele Vögel in der Luft und ansitzend, sondern sie singen auch sehr ausdauernd 🙂 !
Impalas
Little Bee-Eater
Elefanten, Elefanten, Elefanten….
Ein kurzer Abstecher an den Motloutse River, wo aber nicht viel los ist (die ganz schlechten Reiherfotos erspare ich euch)
Und dann gibt es tatsächlich nochmal zwei Neusichtungen für mich.
Zunächst das Natal Spurfowl
Und dann ein Levaillant’s Cuckoo. Ich hatte vor Ort gedacht, es sein ein JacobinCuckoo, hab aber jetzt gesehen, dass es der andere ist.
„For the romantic mood“ 😎
Nun verabschieden sich die Elefanten von uns und auch wir machen uns auf den Heimweg.
Im Camp angekommen gibt es ein fürstliches Mahl, Rinderfilet mit Beilagen
und zum Nachtisch Crème brulée.
Puh 🤩 , was für ein Tag – nun sind wir nach langer Anreise wirklich im Busch angekommen 🙂 und fallen ziemlich müde ins Bett!
Teil 622. Feb. 2026
30. Januar 2026: Mohave Bush Camp (Tuli Wilderness) / (Teil 1 - der Morgen)
Unser erster so richtiger Urlaubstag 🙂! Wobei 😵 ..... Urlaub 😕 ??? Um 5 Uhr gibt es Frühstück.... 🙄 Nein, alles gut - die Langweilertruppe sitzt pünktlich bei Kaffee, Tee, Müsli und Keksen am Tisch. Danach geht es um 5.30 Uhr los, heute werden wir sowohl vormittags als auch nachmittags jeweils einen Gamedrive machen.
Noch vor Sonnenaufgang verlassen wir das Camp und treffen kurz darauf auf die große Elandherde, die hier ihre Heimat zu haben scheint (wir werden sie öfters in dieser Gegend antreffen). Der Anblick mit der großen Klippe - Eagles Rock genannt - im Hintergrund ist wunderschön! Natürlich darf auch ein Gnu nicht fehlen 😛 .
Es gibt auch ein paar kleine Elands - generell sind aber alle recht scheu, es gibt hier eben nicht so viele Touristen, wenn es hoch kommt, sind mal drei oder vier Fahrzeuge von Tuli Wilderness unterwegs, ansonsten darf hier niemand herumfahren.
Diese Beschreibung trifft aus meiner Sicht übrigens zu 100% zu!
Freudig fahren wir dem Sonnenaufgang entgegen.
Ich hatte ja schon erwähnt, dass in den Fahrspuren ständig Vögel unterwegs sind, unter anderem und auch sehr zahlreich trifft man auf Wachteln, die meistens panisch auffliegen, nachdem sie eine zeitlang vor dem Wagen hergerannt sind. Diese hier - Common Button Quails - machen sich zu Fuß nach rechts aus dem nicht vorhandenen Staub. Leider ist es noch recht dunkel und die Herrschaften sind sehr flott und quirlig unterwegs - aber als Beweisfotos müsste das reichen. Ich denke, Matthias hat besser Bilder von später, denn wir mussten auf seine Bitte hin gefühlt 100 mal wegen dieser Flattermänner (es gab wohl verschiedene Sorten im Angebot) anhalten 😛 😗 .
Inmitten der zauberhaften Landschaft trifft man immer wieder auf (vermeintlich?) glückliche Tiere, über das Futter- und Wasserangebot kann aktuell auf jeden Fall nicht gemeckert werden:
Sind die nicht süß 😘 ?
Auch wir sind glücklich (denke ich jetzt zumindest mal 😉 ) über die herrlichen Temperaturen, das perfekte Wetter und die schöne Landschaft, durch die wir in aller Ruhe cruisen!
Danke Tanja für das Foto:
Wie gesagt, Elefanten sind keine Mangelware:
Landschaft auch nicht:
Sobald die Sonne richtig da ist, wird alles wieder qietschgrün!
Wir kommen wieder zum Motloutse River
und die Adleraugen unter uns entdecken am anderen Flussufer eine kleine Löwenfamilie. In der Trockenzeit führt der Fluss kein Wasser und man kann so den Löwen, die sich oft am Ufer aufhalten, hinterher fahren. Wir haben keine Chance, zu ihnen zu gelangen, von daher gibt es nur diese Suchbilder:
Einen Löwenvater gibt es auch:
Ich bin nur bedingt traurig, dass wir nicht näher herankommen, ich finde das Gesamtarrangement sehr schön:
Trotzdem versuche ich mich natürlich auch mit ein paar Fotos der lustigen Löwenkinder:
Zwischendurch schweifen die Blicke immer mal wieder zu den Vögel - hier denke ich, dass es Queleas sind, auch wenn meine Merlin-App etwas anderes sagt:
Wir ändern unseren Standort ein wenig und beobachten die ganze Löwenfamilie beim Trinken, bzw. Ruhen, später klettern die Kleinen noch auf einem Baumstamm herum:
Das soll's mal mit schlechten Löwenbildern gewesen sein 😐 , jetzt kommen die schlechten Vogel-Pics 😄 :
Ein Brown-hooded Kingfisher idyllisch, aber leider weit weg überm Fluss sitzend:
Und ein Woodland-Kingfisher, auch nicht sehr kooperativ. Die "Woodies" haben uns die ganze Reise über verfolgt, ihr Gesang war überall zu hören (außer in der Kalahari, wenn ich mich richtig erinnere) und die hübschen Vögel selber waren auch oft zu sehen, aber - wie ich finde - schwer zu fotografieren!
Und noch ein schlechtes Foto, aber wie die anderen auch für die Statistik - ein Jacobin Couckoo
Habe ich erwähnt, dass es hier viele Elefanten gibt 😎 ?
Wir fahren nun in ein Trockenflussbett ein und es kommen leichte Huab-Gefühle bei mir auf:
Raus aus dem Flussbett
und rein in die gelben Blümchen, die ja eigentlich gar nicht niedlich Devils Thorn heißen
Elefanten und Impalas
Und dann nur noch Elefanten - beim kollektiven Mampfen 🙂 !
Und wer hätte es gedacht - die nächste Sichtung sind...... Elefanten 🤪 :
Sie sind gerade dabei, den Fluss zu überqueren, für die Kleinen ist es gar nicht so einfach, die Böschung am anderen Ufer zu erklimmen:
Wir wechseln mal zu Impalas
Diese beiden liefern sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen:
Southern Carmine Bee-Eater sieht man hier auch sehr viele:
Und wir rollen weiter.....es gibt immer etwas zu entdecken (und wenn es "nur" Elefanten sind 😉 ).
Das hier ist ein junger Lesser grey Shrike
und hier ist er nochmal zu sehen - das Foto soll zeigen, wie viel Flugbetrieb in der Luft herrscht (man beachte die photobomb direkt neben ihm) :
Hier die erwachsene Ausführung des Shrikes (es gab unterwegs viele Möglichkeiten, richtig schöne Bilder von denen zu machen, aber ich habs irgendwie vepennt, manchmal war ich auch einfach fotografiermüde....)
Dann noch ein African Pipit
und schon nähern wir uns unserem Frühstücksplatz, wo sich aber gerade ein Schakal herumtreibt:
Er posiert zunächst hübsch in den Blümchen,
markiert dann sein Revier 🤢 ,
und macht sich dann vom Acker.
Nun wird es wirklich Zeit für eine Frühstückspause (wobei es erst 8.30 Uhr ist, und wir haben schon so viel gesehen 😮 !) - direkt am Fluss mit Blick auf den Eagles Rock, schöner geht es kaum!
So, und ich brauch jetzt auch eine Pause - bis morgen dann!
Teil 723. Feb. 2026
30. Januar 2026: Mohave Bush Camp (Tuli Wilderness) / (Teil 2)
Weiter geht's mit der Frühstückspause
Hier sieht man mal Sekaeo (SK) - danke Tanja für die Fotos (oben und unten)!
Um den Eagles Rock jagen übrigens Lanner Falcons und ein Geier kreist über uns, aber davon gibt es keine zumutbaren Fotos 😉 .
Kurz vor 9 Uhr machen wir uns wieder auf den Weg und begegnen allerlei Federvieh:
Secretary Bird
Kori Bustard
Ostrich
Red-billed Quelea
Wieder ein Lesser Spotted Eagle, dieses Mal unberingt:
Laughing Dove mit Carmine Bee-Eater-Deko
Der Schreiadler beschließt, abzufliegen
Zeit für ein paar weitere Elefanten-Fotos, extra für Matthias 😗 😎 😛
Irgendwann beginnen sich die Elefanten zu sehr für uns zu interessieren und SK fährt vorsichtshalber weiter.
Southern Masked Weaver
Immer wieder schöne Landschaft mit Zebras und Impalas, dazu blauer Himmel mit Dekowölkchen, darauf hatte ich heimlich gehofft.
Kurz vor dem Camp treffen wir wieder auf einen Lesser Spotted Eagle, dieses Mal ist es der beringte Kollege (ein immaturer) von gestern Abend
Mit dem "richtigen" Frühstück und dem Rest des Tages geht es dann im nächsten Kapitel weiter.
Teil 823. Feb. 2026
30. Januar 2026: Mohave Bush Camp (Tuli Wilderness) / (Teil 3)
So sieht das "richtige" (warm) breakfast aus:
Verhungert ist vermutlich noch niemand in den Unterkünften von Tuli Wilderness 😎 .
Die sehr heiße Mittagszeit kann man hier gut überstehen. Der überdachte Sitzplatz ist erstens sehr gemütlich und zweitens weht immer ein leichtes Lüftchen durch (danke Tanja fürs Foto).
Da die Couch und die Sessel immer im Schatten sind, heizt sich auch nichts wirklich auf. Man kann hier Akkus u.ä. laden, ein bisschen in die Landschaft schauen, sich aus dem Kühlschrank bedienen, auf der kleinen Terrasse aufs Wasserloch schauen, im kleinen Becken die Füße (oder auch den ganzen Körper) kühlen, den Vögeln im Camp nachjagen oder einfach nichts tun!
Im Hintergrund sieht man die Feuerstelle und dann das Chalet von Tanja und Uwe, dahinter liegen noch zwei baugleiche, und auf der anderen Seite der Lapa sind die beiden Bungalows von Simone und von Elke+Uwe. Diese beiden haben allerdings nur französische Betten. Auf dem Gelände gibt es auch noch eine öffentliche Toilette und Dusche, früher wurden die von den Chaletbewohnern genutzt, als es noch keine Sanitärräume direkt bei den Häusern gab.
Wenn es einem nicht zu heiß ist, gibt es immer etwas zu beobachten und zu fotografieren:
Long-billed Crombec
Woodland Kingfisher
Um 16.30 Uhr machen wir uns wieder auf den Weg - nicht ohne voher Snacks und Kaffee /Tee /Saft serviert bekommen zu haben!
Natürlich treffen wir wieder auf diverse Vögelchen, meistens die üblichen Verdächtigen.
Lesser grey Shrike
Marico Flycatcher
Jacobin Couckoo
Sabota Lark
Danach tut sich - zumindest auf meiner Speicherkarte - ca. 15 Minuten nichts. Und dann treffen wir auf den Star des Abends 🤩
Aus den sozialen Medien wusste ich /wussten wir, dass es hier irgendwo Braune Hyänen gibt. Und plötzlich liegt eine im Gras (mal wieder ein etwas unwirklicher Anblick, braune Hyäne in grünem Dschungel 🤪 ).
Es ist nicht ganz einfach, durch das viele Gras das Tier zu erwischen - ich habe viele knackscharfe Fotos von Stängeln 😛 !
Sie putzt sich,
gähnt ein paar Mal herzhaft
und macht sich dann langsam durchs Gebüsch davon.
Kurz sehen wir sie noch auf den Felsen
und das war's dann - Ende der Vorstellung 🙄 !
Hier soll der Bau sein
und SK verspricht uns, dass wir morgen noch einmal hier vorbeischauen werden!
Es ist inzwischen schon 18 Uhr durch, wir fahren wieder zurück vom Hyena-Den, der sich auf dem Weg Richtung Serolo Camp befindet, und entdecken im letzten schönen Licht einen weiteren Schreiadler:
Inzwischen ist der Mond aufgegangen und wir genießen es, bei dieser schönen Stimmung durch das Konzessionsgebiet zu fahren.
Das Licht reicht gerade noch aus für diesen Kittlitz's Plover
und dann ist es Zeit für unseren Sundowner (eigentlich sind wir zu spät dran, es ist eher ein Moonriser).
Danach ist die Fahrt aber noch nicht zu Ende, SK fährt im Mondschein (wie heißt der Stern rechts daneben?) ins Flussbett ein
und schaut mit seinem Scheinwerfer, ob es noch etwas zu entdecken gibt. Und tatsächlich: als toller Abschluss des Tages entdecken wir noch eine Fiery-necked Nightjar 🤩 !
Im Camp wird uns alsbald ein leckeres Abendessen serviert, als Hauptgang gibt es panierte Hühnersteaks mit Gemüse-Couscous, grünen Bohnen und Blumenkohl in einer deftigen Soße.
Wow, das war wirklich ein langer Tag mit sehr vielen Erlebnissen 🙂 ! Ich bin schon gespannt, wie es morgen weitergeht!
Teil 925. Feb. 2026
31. Januar 2026 (Teil 1) : Mohave Bush Camp (Tuli Wilderness) / Eagle Rock
Heute wollen wir den Eagle Rock „besteigen“ (ganz so wild wird es nicht, man erläuft ihn eher). Dort brütet – wenn auch nicht zu unserer Jahreszeit – seit vielen Jahren ein Paar Verreaux‘ Eagle (Felsenadler), das sind recht große Adler mit ca. 2m Flügelspannweite! Natürlich haben wir schon vorher von der Möglichkeit, diese Felsklippe zu erklimmen, gehört und auch, dass man von dort oben einen tollen Blick haben soll – wir sind also freudig gespannt 🤩 !
SK erklärt uns, dass wir zuerst noch eine kleine Runde fahren, bis es richtig hell ist, damit wir auch gutes Licht für die Aktion haben. Wir haben eh schon riesiges Glück, dass uns heute ein wolkenloser Himmel mit guter Sicht erwartet – es ist also angerichtet!
5.48 Uhr - kurzer Löwen-Check am Flussbett: niemand daheim!
Ein bisschen Beifang gibt es auf der Fahrt durchs Trockenflussbett (eines kleineren Flusses, ich glaube, es ist der, der auch am Camp „vorbeifließt“ und den wir gestern schon gefahren sind):
Ein junger Fork-tailed Drongo
African Hoopoe
Das ist vermutlich ein Wahlberg’s Eagle
Nun sind wir wieder im Flussbett des Motloutse Rivers und haben den Eagle Rock schon im Blickfeld.
Für diesen gestreng dreinschauenden Greif halten wir aber natürlich an, es ist vermutlich ein junger Lesser Spotted Eagle.
Eigentlich wäre es ein perfekter Platz um schöne Fotos im Abflug zu machen, aber wie immer sitzt der Vogel bei solch tollen Bedingungen wie festgenagelt und dreht höchstens mal den Kopf 🙄 .
Nicht mal das einfliegende Täubchen kann ihn zum Abfliegen motivieren, er schaut nur kurz etwas irritiert aus dem Federkleid.
Gut, dann fahren wir eben weiter, wobei SK zunächst mal auf der Strecke, die aus dem Flussbett führt, den Tisch abräumen muss, das Abendessen der Elefanten liegt da noch herum…
Leider schafft es meine Kamera nicht, die Perspektive bei der Fahrt zum Eagle Rock richtig einzufangen 🙁 . Man fährt zunächst einen niedrigeren, aber längeren Bergrücken hinauf, um dann von oben einen schönen Blick (den Ihr euch jetzt einfach denken müsst 😗 ) in das Tal vor dem Höhenzug, der mit der Klippe über dem Fluss endet, zu haben.
Auf Google Maps kann man gut den schmalen längeren ersten Felsrücken und weiter nördlich den von Eagles Rock erkennen. Das Kreuz markiert unser Ziel, den Aussichtspunkt ganz oben. Das Gebiet rechts vom Fluss gehört laut SK bereits zum Mashatu Game Reserve.
Wenn man genau hinschaut, kann man erkennen, dass wir vom Hausherrn schon erwartet werden!
Unser Weg führt links nach oben, auf dem Foto weiter oben kann man bei den Felsbrocken auf der linken Seite die Fahrspur erkennen. SK erklärt uns einiges zu den Felszeichnungen dort (die wir aber nicht sehen können).
Als wir oben auf dem Plateau ankommen, wo unser Parkplatz sein wird, werden wir nicht etwa von den Adlern, sondern von – ein bizarrer Anblick in dem grünen Gras 😮 – Familie Klippspringer erwartet 😘 !
Zunächst wirken sie eher wie Weidetiere zwischen dem Gras und den Blümchen,
dann zeigen sie uns aber doch kurz, woher sie ihren Namen haben.
Das Kleine macht noch eine kurz Extra-Foto-Session mit uns
und dann wird es Zeit, dass wir uns für unseren Walk mit unserem bewaffneten Guide fertig machen.
Die Strecke ist nicht sonderlich schwierig oder steil, aber man muss schon aufpassen, wohin man seine Füße setzt, denn unter dem hohen Gras verbergen sich Steine und Löcher. Eigentlich eine perfekte Gelegenheit für mich, um mich mal wieder auf die Nase zu legen 😗 , aber ich schaffe den Aufstieg erstaunlicherweise unfallfrei 🤪 !
Nach 10 Minuten haben wir bereits den ersten schönen Ausblick nach Süden, da unten ist auch unser Frühstücksplatz. Uns überkommt der erste leichte Fotorausch 😉
Aber es geht ja noch weiter
Noch nicht ganz an der höchsten Stelle angelangt kann man schon erahnen, was für ein genialer 360° - Ausblick und dort erwartet!
Und jetzt bricht natürlich der richtige Fotorausch aus! Neben der Landschaft gibt es auch einige Vögelchen zu entdecken, die ich aber allesamt nicht fotografiert habe.
Selfie-Uwe in seinem Element - wird hoffentlich was geworden sein 😎 !
Der Ausblick ist unschlagbar und das Wetter dazu.
Manchmal hilft eine Person auf dem Foto, um die Dimensionen besser erkennen zu können
Hier noch ein paar Panoramen
Und dieses farbenfrohe Kerlchen
Eigentlich sollte dies ein stimmungsvolles Bild werden 🙂 – die Köttel links hab ich dann erst daheim am Bildschirm bemerkt 🤢 😛 .
Ja, und als dann die meisten Fotos gemacht sind und wir den Ausblick in Ruhe genießen wollen, haben die Adler ihren großen Auftritt 🤩 .
Sie beginnen, uns zunächst aus der Ferne
und dann teilweise ganz aus der Nähe, nämlich knapp über unseren Köpfen zu inspizieren.
Was für ein Anblick, wie sie über ihr Reich im Gleitflug dahinschweben!
Sie sind nicht alleine, Schwalben (waren es Schwalben) und Falken sind immer in ihrer Nähe.
Manchmal fliegen sie so dicht über einem, dass sie den Bildrand und auch den Fokusbereich verlassen 🤪
Wunderschöne Greife, oder? 😘
Als sie mit der Thermik dann weiter nach oben gestiegen sind, wird es Zeit für eines unserer berühmt-berüchtigten Gruppenfotos, dieses Mal ist nicht Selfie-Uwe, sondern SK im Einsatz und macht seine Sache recht gut.
Zuerst mal alle zusammentrommeln
und dann "grins" (Sk sagte, wir sollen "Okavango" sagen....) und "klick" 🙂
Und noch eins, weil es so schön war, mit etwas mehr Fluss im Hintergrund
Noch ein schneller Blick nach Süden auf unseren Kaffeepausenplatz
und auf eine große Elefantenherde, die unten im Mashatu GR in Richtung Wasser zieht,
dann wird es Zeit für den Abstieg.
Unterwegs zeigt uns SK noch einen Hyena-Den mit Knochenresten.
Um 8.20 Uhr sind wir wieder am Auto.
Was für ein tolles Erlebnis 🤩 – aus meiner Sicht eines der Highlights der Reise 🙂 😘 !
Teil 1028. Feb. 2026
31. Januar 2026 : Mohave Bush Camp (Tuli Wilderness) / Teil 2
Nach dem tollen Adler-Erlebnis mit den spektakulären Ausblicken wird es Zeit für einen Coffee-Break, und zwar an dem bereits bekannten Spot am Fluss mit Blick auf die Felsklippe.
Die Elefantenherde, die wir von oben gesehen haben, ist inzwischen am Wasser angekommen – wie gut, denn Matthias hat schon Elefantenentzugserscheinungen… 😛
Wo laufen sie denn? 🤨
Die Elefantenjägerinnen im Einsatz!
Es sind einmal mehr sehr schöne Anblicke, wie die Tiere vor dieser Kulisse das Wasser genießen:
Der Crested Barbet nervt mich ein bisschen, die ganze Zeit krakeelt er herum, will sich aber nicht gescheid in Positur setzen 😠
Nach der Pause fahren wir noch ein paar Meter weiter zu einer Stelle näher am Felsen,
wo ein White-fronted Bee-Eater ansitzt.
und machen uns dann langsam auf den Rückweg.
Immer wieder schön sind diese roten Blickfänge in der grün eingefärbten Landschaft.
In der Nähe des Camps begegnen wir wieder den üblichen Verdächtigen, bald kennen wir jeden Strauß, jedes Imapala, jedes Zebra und jedes Eland beim Namen 😗 .
Hier muss man sich fragen, ob eine Sable Antelope ihre Finger im Spiel hatte….. nach einem „normalen“ Eland sieht das nicht aus 🤩 !
Das hier schon eher!
„Daheim“ angekommen werden wir wieder mit einem warmen Frühstück verwöhnt (kein Foto 😉 ), danach hängen wir beim Wasserloch ab.
Zwar kommen in dieser Jahreszeit keine Großtiere zum Trinken (auch wenn Elefanten nachts im Camp zum Fressen waren und auf diesem Foto eine Giraffe weiter hinten steht, wenn man genau hinschaut), aber uns sind Piepmätze ja mindestens genau so lieb. Sonst habe ich wenig Geduld für die ganz kleinen quirligen Vögelchen, aber hier kann man es sich nebenbei bequem machen – Birden light sozusagen 🙂 .
🤩 (Danke Elke fürs Foto!)
Okay, das sieht jetzt eher unbequem aus 😄 , aber meistens sitzen wir auf der Mauer oder auf den Stühlen. Marico Flycatcher Grauschnäpper (danke Matthias!)
Blue Waxbill – bei dem frag ich mich immer, was man sich bei dieser Farbkombi gedacht hat 🙄 , hellblau mit graubraun 🤢 . Nicht so wirklich gelungen – da ist im Design noch Luft nach oben 😗 .
Red-billed Firefinch
Green-winged Pythilia
Kein Vogel, kann aber trotzdem fliegen
Immer mal wieder hört man den Diederik Cuckoo , und dann sehe ich ihn endlich auch 🙂 :
Was für eine Freude - eine Erstsichtung für mich!
Ja, und dann ist da natürlich noch unser Woody 🙂 . Sein typisches Trällern beginnt vor Sonnenaufgang und begleitet uns den ganzen Tag über.
Er nistet in einem Astloch hoch oben direkt bei der Lapa.
So sieht das von unten aus
Sehr anstrengend, ewig mit der Kamera vorm Auge nach oben zu starren, nur um genau in dem Moment, wo der Woodland Kingfisher anfliegt oder aus der Bruthöhle wieder ausfliegt, die Kamera abzusetzen, um die verkrampften Arme etwas zu entlasten 🤩 .
Nach viel Quälerei gelingen dann aber doch ein paar Fotos, wenn auch nicht von besonderer Qualität, dazu ist es da oben zu schattig.
Nun wird es Zeit, sich von diesen Strapazen zu erholen. Als wir uns gerade zum High Tea niederlassen wollen (vielleicht war es auch schon beim Warm Breakfast, ich brings nimmer zusammen, aber spielt ja eigentlich auch keine Rolle 😎 ) , kommt ein Geländewagen angefahren. Es ist Julie Quinn. Die inzwischen drei Camps von Tuli Wilderness auf dem knapp 100km² großem Areal sind von ihr und ihrem Mann Stuart „owner managed“. Die Concession haben sie von einem Engländer gepachtet. Wir begrüßen sie freudig, nicht zuletzt, weil sie uns neues Tonic Water mitbringt, das uns gestern ausgegangen war 🤪 .
Julie kam schon in ihren Mails als sehr freundlich rüber, nun können wir feststellen, dass sie in Wirklichkeit eine höchst sympathische, herzliche, lustige und dazu noch sehr hübsche Frau ist. Das typische Beach-Girl (wie sie sich selber lachend nennt) aus Durban, das nach ihrer eigenen Aussage durch das Kennenlernen von Stuart zu einem Bush-Girl mutierte!
Die Beiden managen die Camps nun seit ca. 10 Jahren und man spürt, mit wie viel Liebe sie das tun. Julie kümmert sich um den ganzen Buchungskram, Personal, Buchhaltung, Ausstattung und Deko der Camps, was ihr sehr am Herzen liegt. Immer wieder wird etwas optimiert, man erkennt schon im Vergleich der Videos von Viliers Steyn aus 2022 zu heute einige Unterschiede. Stuart ist für die Instandhaltung der Fahrzeuge, Maschinen und Gebäude zuständig. Sie haben einige festangestellte Guides und ein paar Freelancer. Julie und Stuart haben eine 8jährige Tochter, die von ihrer Mutter im Homeschooling unterrichtet wird. Noch geht das, sagt Julie, aber irgendwann muss eine andere Lösung – wohl dann ein Internat – gefunden werden, wenn der Stoff ihre Fähigkeiten als Lehrerin überschreitet.
Das Konzept von Tuli Wilderness ist in meinen Augen sehr stimmig – und überraschenderweise für botswanische Verhältnisse mehr als bezahlbar. Wir haben etwa 125 Euro pro Person pro Tag im Doppelchalet gezahlt, dabei sind 4 Mahlzeiten (und die sind – wie der Schwabe sagen würde – koin Gruschd) und 2 Aktivitäten inklusive.
Natürlich ist das Ganze für individuelle Selbstfahrer nichts, aber für uns als 9-köpfige Langweilertruppe ideal. Man zahlt nämlich einen Pauschalpreis, egal ob man mit 2 oder 10 Leuten das Mohave Bush Camp exklusiv mietet und so ist es auch in Serolo, dazu komme ich dann aber später noch, wenn wir dort sind.
Da die Kommunikation mit Julie so nett war und sie uns in einigen Punkten auch noch entgegengekommen ist (dazu auch später mehr), haben wir uns ein Mitbringsel für sie überlegt. Jeder hat etwas Typisches aus seiner Region in eine Geschenktüte gepackt (ich zum Beispiel eine Birnenmarmelade mit Gin, die die Gin-Brennerei in meiner Nähe herstellt und ein Minifläschchen Brandy aus derselben Brennerei mit einer typischen Versteinerung aus meiner Jura-Heimat auf dem Etikett, Birgitta hat ihr Giraffen gebacken - gibt es zwar im Gäu nicht 😄 , aber dafür sind es ihre Lieblingstiere und Elke Breze(l)n ) . Nun können wir ihr diese endlich überreichen 🙂 .
Nach diesem netten Treffen verlässt sie uns wieder, sie muss über die Rumpelpiste zu ihrem Zuhause fahren, welches sich ganz in der Nähe des Serolo Camps befindet.
Wir machen uns über die Leckereien des High Teas her (Salziges und Süßes) und brechen dann zum Nachmittags-Game-Drive auf.
Teil 1102. März 2026
31. Januar 2026 : Mohave Bush Camp (Tuli Wilderness) / Teil 3 Ein ruhiger Nachmittag mit zwei Neusichtungen ganz zum Schluss
Um 16.30 Uhr sind wir wieder unterwegs und treffen auf die üblichen Verdächtigen.
Ich bin beim Betrachten der Fotos mit der Zebra- und der Elandherde mal wieder erstaunt, wie sehr Fotos einen falschen Eindruck vermitteln können. Der grüne Höhenzug hinter den Herden liegt wie schon erwähnt nicht unmittelbar vor dem Eagle Rock, sondern es befindet sich ein sehr breites Tal dazwischen. Dieses sowie der Abstand werden von meiner Kamera einfach verschluckt. Frechheit eigentlich…. 😠
Hier ist wieder das Eland mit dem sonderbaren Gehörn…
Wir cruisen ein bisschen durch die Gegend und knipsen, was nicht bei drei auf dem Baum ist (respektive den Baum verlassen hat 😛 ):
Hier mal wieder ein Lesser Spotted Eagle
Ein junger Karminspint
Eine knappe Stunde später landen wir dann wieder am Fluss, dieses Mal aber etwas weiter südlich von Eagle Rock.
Neben White-backed Vultures direkt vor uns
gibt es noch ein paar vereinzelte Elefanten in der wunderschönen Kulisse zu beobachten.
Im Flussbett des Motsloute Rivers fahren wir noch weiter nach Süden,
wo eine größere Herde (eine breeding herd) eben von rechts aus dem Gebüsch kommt und zum Wasser will.
Oje, schon wieder so viele Eli-Fotos 😊 ! Aber sie sind einfach zu hübsch in dieser Landschaft bei dem warmen Spätnachnachmittagslicht.
Es kommen noch weitere hinzu,
Die große Gruppe macht sich dann aber auf den Heimweg knapp vor uns vorbei.
Zeit auch für uns, einen Platz für den Sundowner zu suchen. Dafür fährt SK heute - vorbei an einem Kori Bustard
eine recht weite Strecke in ein Gebiet, das aktuell wohl wenig befahren wird, die Wege sind ziemlich hoch zugewachsen.
Auch die Elefanten (schon wieder Elefanten 🤩 ) machen den Eindruck, als ob sie nicht täglich Autos erleben, die Stimmung (hüben wie drüben 😗 ) ist etwas angespannt.
Kurz vor Ankunft bei der Location ist der Mond schon aufgegangen. An Tieren gibt es gemischtes Game (Gnu, Eland, Zebra).
Die Tarnfarben des Elands sind sehr gut gelungen!
Vogeltechnisch kann ich noch einen European Bee-Eater beaten 🤪 …
Und dann sind da auch wieder diese großen Quelea-Schwärme 🤩 . Birgitta und ich lieben sie 😘 und würden sie gerne einmal perfekt ablichten. Davon bin ich aber noch weit entfernt, aber ein Erinnerungsfoto hat immerhin einen emotionalen Wert 😎 .
Der Sunset und der Abendhimmel sind sehr stimmungsvoll
und der Sundowner lecker,
aber wir bemängeln ein bisschen, dass zur Vollkommenheit noch eine Giraffe fehlt, die vor dem Abendhimmel vorbeizieht 😕 🙁 . Birgitta und Elke erklären sich dankenswerterweise spontan bereit, diese Aufgabe zu übernehmen 🙄 😄 .
Äääähhhmm.....also ich würde sagen, sie haben sich bemüht 😗 – aber vielleicht üben wir das noch einmal beim nächsten Langweilertreffen im Sommer vor deutschem Abendhimmel… 🤪 😄 Im Nachhinein sagen sie ja jetzt, es sollte ein Zebra sein, aber erstens kann ich mich daran nicht erinnern und zweitens sehe ich auch kein Zebra 😗 😄 .
Der Gamedrive endet – zumindest für mich – noch mit zwei sehr schönen Neusichtungen 🤩 , beides nachtaktive Rennvögel und daher selten zu sehen 😮 (die Gamedrives gehen abends in Tuli Wilderness meistens nahtlos in Nightdrives über):
Three-banded Courser
Bronze-winged Courser.
Im Camp erwartet uns heute ein Grillbüffet! Ein guter Abschluss für diesen schönen Tag - so lässt sich die Regenzeit gut aushalten 😉 !
Danach geht es zum letzten Mal hier im Mohave Bush Camp ins Bettchen, denn morgen ziehen wir ins Serolo Safari Camp um.
Aber erst, nachdem wir einen recht sichtungsreichen Morgen hinter uns haben werden 😎 – im nächsten Kapitel dann mehr davon!
Teil 1203. März 2026
1. Februar 2026 : Ein sehr abwechslungsreicher Vormittag (Mohave Bush Camp/Tuli Wilderness)
Nach einem schnellen Frühstück sitzen wir bei herrlichem Wetter kurz vor Sonnenaufgang schon wieder im Auto .
Großfamilie Gnu ist auch schon unterwegs.
Unser Weg führt uns zum Hyänenbau, dazu müssen wir durch ein Mopanegebiet mit teils schlechtgelaunten Elefanten:
Bei noch schwachem Licht fotografiere ich diesen Vogel und denke, naja, das ist wohl wieder eine Golden-breasted Bunting. Daheim habe ich jetzt aber entdeckt, dass es eine Cinnamon-breasted Bunting und somit eine Neusichtung für mich ist 🙂 !
Wir biegen in die Sackgasse zum Hyänenbau ein – und wie toll: es ist jemand zuhause 🤩 !
Das Interesse an uns hält sich aber in Grenzen und Action ist momentan wenig zu erwarten (ganz davon abgesehen, dass das Licht noch etwas matschig ist), da trifft es sich gut, dass SK einen Funkspruch von seinen Serolo-Kollegen bekommt (es sind zwei Fahrzeuge von dort unterwegs), dass ein Leopard gesichtet worden sei. Wir werden gefragt, ob wir hinfahren möchten, es sei auch nicht weit. Na klar, was für eine Frage 🤩 !
Dort – direkt auf der Main Road – angekommen, müssen wir aber schnell erfahren, dass die Leopardin sich weit nach hinten in die Felsen zurückgezogen hat und wir keine Chance haben, sie zu sehen 🙁 .
Was tun? Wollen wir nochmal nach der Braunen Hyäne schauen? Klar, sie wohnt ja quasi ums Eck, und da nimmt man auch ein bisschen Geholpere, Gerumpel und ein weiteres Mal genervte Elefanten am Wegesrand gerne in Kauf.
10 Minuten später stehen wir also wieder auf dem „Parkplatz“ oberhalb des Baus und siehe da: nun scheint die Sonne schon ein bisschen auf die Felsen und die Hyäne macht es sich in der Wärme gemütlich 🙂 . Dies tun wir auch – mehr als eine Viertelstunde stehen wir dort und schauen ihr beim Nichtstun zu! Ohne Fahrzeugrangieren, ohne Motorenlärm, nur wir und die Braune Hyäne. Der Tag könnte schlechter beginnen 😗 !
Doch dann ist es vorbei mit der Ruhe 🤩 : SK bekommt einen Funkspruch, dass die Leopardin wieder sichtbar sei. Und klar wollen wir hinfahren – auch auf die Gefahr hin, sie wieder zu verpassen. Aber wir haben ja Zeit und Urlaub!
Als wir vor Ort sind, scheint die Lage zunächst etwas verzwickt: der Platz im Mopanegebüsch ist nicht reichlich und die beiden anderen Fahrzeuge sind schon da. Dazu kommt, dass nicht jede Reihe gleich gut nach vorne sehen kann, wo die Leopardin wohl auf einem Felsen sitzt – umgeben von dichtem Grün. Das ergibt dann erstmal solche Bilder 🙄 .
Aber nach ein bisschen Umparken wird die Sicht dann besser.
Allerdings hat die Leopardin bald andere Pläne und macht sich über die Felskante davon.
Wir verfolgen sie so gut wie möglich durch den Dschungel und dies teilweise mit Gegenlicht.
Kurz werden wir von einer Sichtung der ganz anderen Art abgelenkt, über die wir uns auch sehr freuen:
Hier muss ich an Sascha denken: Buschstarren für Leoparden 😄 !
Vor Ort bin ich der festen Überzeugung, dass bei den Gegenlichtsituationen nur gruselige Fotos rausgekommen sein können. Mit dem tatsächlichen Ergebnis bin ich aber nun am heimischen Rechner doch recht zufrieden, vor allem dieses Foto mag ich sehr gerne 😘 .
Wir sind übrigens eine halbe Stunde vor Ort, immer wieder müssen wir die Leopardin suchen und freuen uns jedesmal sehr, wenn einer von uns die Stelle entdeckt, wo sie plötzlich wieder aus dem Grün auftaucht – damals kam mir das gar nicht so lange vor!
Nachdem sie lange immer in dieser beeindruckenden Felsenlandschaft unterwegs war und uns dabei immer wieder beobachtet hat, springt sie die hohe Böschung hinunter und überquert die Straße.
Eigentlich freue ich mich, sie nun endlich so frei zu sehen und fotografieren zu können, aber die Fotos sind eher nichtsagend. So kann frau sich täuschen!
Als sie dann auf der anderen Seite im Mopanegebüsch verschwindet, sagt SK, dass man ihr jetzt ihre Ruhe lässt und nicht mehr versucht, ihr weiter zu folgen.
Ich weiß gar nicht, ob das bei diesem dichten Bewuchs überhaupt möglich gewesen wäre, finde die Entscheidung aber sehr gut. Man hat ja gesehen, dass sie immer wieder nach uns geschaut hat – ich denke nicht, dass sie sich gestört fühlte, aber sie hat auf jeden Fall gemerkt, dass sie „verfolgt“ und beobachtet wird.
Wir drehen jetzt noch eine letzte große Runde Richtung Eagle Rock – könnt Ihr ihn erkennen?
Zunächst müssen wir dazu wieder auf Rumpelpisten durch die vielen Elefanten im Mopanewald,
danach gibt es zur Belohnung ein paar Vögele.
Sabota Lark (glaub ich zumindest, Lerchen kann ich nicht, die kann ich nur raten)
Crowned Lapwing
Secretary Birds
Und dann erleben wir die Southern Carmine Bee-Eater in Action 🤩 – vor allem die Jungvögel umschwirren unser Fahrzeug in der Hoffnung, die von uns aufgejagten Insekten abgreifen zu können. Dabei stehen sie manchmal rüttelnd vor dem Auto in der Luft - ein tolles Erlebnis 😮 (ich hätte es filmen sollen, weiß aber nicht, ob das überhaupt möglich gewesen wäre, sie sind sehr flink)!
Schöner zu fotografieren sind sie natürlich, wenn sie dekorativ ansitzen, hier ein Altvogel mit Nachwuchs.
Ups..... jetzt nur noch der Nachwuchs 😁
Beim Eagle Rock sitzt einer der Verreaux’s Eagle sogar am Felsen, ist aber leider kaum zu fotografieren.
Wir machen dann den üblichen Schwenk zum Wasser
und staunen bei der Weiterfahrt in Richtung Heimat über mehr als 50 White-backed Vultures, die sich mit der Thermik über unseren Köpfen nach oben schrauben.
Huiii, da haben wir in etwas mehr als 4 Stunden ganz schön viel erlebt 🤩 !
Zurück im Camp gibt es nach der üblichen Vorspeise 😎 😗
ein sehr deftiges Frühstück.
Den Umzug nach Serolo und den restlichen Teil des Tages mit einer Überraschung am Abend gibt es dann im nächsten Kapitel!
Teil 1306. März 2026
1. Februar 2026 : Umzug ins Serolo Safari Camp (Tuli Wilderness)
Nach dem Frühstück packen wir in Ruhe,
verabschieden uns vom Team und von dem schönen Ausblick.
SK lädt unsere Taschen in den Anhänger, tschüss Mohave und los geht’s!
Das vierbeinige Abschiedskomitee steht auch schon bereit!
Nach einer knappen Stunde erreichen wir Serolo,
bekommen unsere Chalets zugewiesen
und chillen danach am kleinen Pool (eher ein Tauchbecken) mit Blick aufs Wasserloch.
Dort ist immer Betrieb, die Paviane, die mit viel Gebrüll noch viel mehr Blödsinn machen, fotografiere ich aus Protest nicht, aber dafür
die Elefanten
das Impala
und den Waterbuck.
So lässt es sich aushalten 🙂 !
Um 15.30 Uhr werden wir wie üblich zum Nachmittagssnack, Hightea, Late-lunch oder wie immer man das nennen will, gebeten.
Kennedy, der Koch, hat ein Faible für Gläser 🤪 - darin serviert er gerne dies und das....
Danach bleibt uns noch ausreichend Zeit bis zum Nachmittags-Game-Drive, die wir - wie man unten sehen kann - wie üblich für gute Gespräche, tiefsinnigen Gedankenaustausch, gemeinsames Staunen über Sichtungen am Wasserloch und Lachen über Anekdoten von unseren Erlebnissen nutzen. Kommunikation und Unterhaltung vom Feinsten eben 😎 – und das schätze ich an unseren Langweiler-Touren ja auch so sehr! 😗 🤪 😊 😄
Um 16.30 Uhr geht es dann wieder ab in den Busch. Und zwar für länger als gedacht – das ist uns zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht klar!
Zunächst fahren wir zum Limpopo – finde den Fehler 😉 .
Der Fluss führt sehr viel Wasser, entsprechend wenig kann man dort herumfahren.
Wir knipsen ein paar Vögelchen – und glaubt mir, es gab noch viel mehr, auch insgesamt auf der Reise, aber ich packe jetzt nicht von jedem LGJ oder unscharfen Piepmatz ein Foto in den Bericht, nur um zu beweisen, dass wir ihn gesehen haben und ich werde auch nicht aufzählen, was es zu sehen gab. Dann würde ich nämlich noch bis Weihnachten hier am Rechner sitzen…. Ich denke, dass euch Matthias am Ende mitteilen wird, wie viele Vögel er gesehen hat, ich bin für so etwas ja zu schludrig (und/oder faul)! Mir hat er es schon gesagt – und es waren wirklich VIELE!
Ich freue mich besonders über den Bateleur Eagle, auch wenn sein Ansitz etwas anstrengend für unsere Nackenmuskulatur ist.
Es läuft uns noch ein bisschen Kleinkram über den Weg
sowie ein bisschen Großkram. Es ist ein sehr schöner Anblick (was auf dem Foto gar nicht so rüberkommt wie in der Realität), wie die Elefanten vor dem Bergrücken mit den bizarren Pflanzen im sanften Spätnachmittagslicht Richtung Wasser ziehen.
Dieses Foto kommt nicht wegen der Warthog-Familie in den Bericht, sondern weil darauf eine echte Rarität unserer Reise zu erkennen ist: Staub 🤩 !
Als es zu dämmern beginnt, fährt SK einen extrem steilen Berg hinauf 🤩 ! Wir können es kaum glauben, dass das vollbesetzte Auto dort hochklettern kann 🙄 .
Sicher oben angekommen genießen wir den Blick auf den Sonnenuntergang auf der einen
und den Mondaufgang auf der anderen Seite.
Eine ganz spezielle Stimmung – die wir natürlich mit einem Getränk in der Hand zu genießen wissen.
Vor der Abfahrt graut uns ein bisschen 😣 ,
aber SK schaukelt uns souverän den steilen Pfad hinab und fährt in der Dunkelheit mit uns ins Camp zurück.
Ins Camp 😮 🤨 🤩 ? „Das ist doch nicht unser Camp 😮 !“, höre ich jemanden hinter mir murmeln, als wir auf diese Lichtung gelangen!
Nein, das ist die Überraschung des Abends 🙂 ! Ich gestehe den anderen, dass ich mehr oder weniger davon wusste. Ich hatte während unserer Planungen auf der Website von Tuli Wilderness gelesen, dass man gegen Aufpreis ein Bush-Dinner buchen könne.
In einer meiner zahllosen Mails frage ich vorsichtig bei Julie an, was dies denn für uns kosten würde, um danach dann die Idee mit der Gruppe durchzudiskutieren.
Julie meint ganz locker: Ach, Ihr habt doch 5 Nächte All- Inclusive bei uns gebucht, da bekommt Ihr ein Bushdinner ohne Aufpreis dazu!
Wow 🤩 – das ist eine schöne Überraschung und so kann ich sie auch – da ich ja keine Genehmigung wegen der Kosten von der Gruppe benötige – bei mir behalten 😗 .
Seitdem hatte ich mit Julie aber nie wieder über dieses Thema gesprochen und war mir daher nicht sicher, ob es auch tatsächlich stattfinden würde oder eventuell sogar vergessen worden war. Vor Ort kann ich mir dann ausrechnen, dass eigentlich nur der vorletzte Abend dafür in Frage käme und hoffe, dass es auch tatsächlich so sein wird und die Langweiler dadurch mal etwas aus ihrer Lethargie gerissen werden 😛 !
Ich denke, die Überraschung ist geglückt – selbst ich bin über das Ausmaß des Aufwands, der dafür betrieben wird, erstaunt. Tolle Beleuchtung, ein festlich gedeckter Tisch, Handwaschbecken, ein Feuer auf der Wiese, Getränke zum Auswählen…..
So verbringen wir einen sehr netten Abend hier – zumal Julie auch dabei ist und nochmal viel aus ihrem Leben erzählt! (Danke an Tanja, Matthias und Tom für die Fotos.)
In tiefer Dunkelheit und pappsatt fahren wir zurück ins Serolo Camp, wo uns SK noch die dort ansässige Barn Owl zeigt. Was für ein gelungener Abschluss für diesen tollen Tag!
Der nächste und gleichzeitig letzte Tag in Tuli-Wilderness wird sehr im Zeichen der Braunen Hyänen stehen – sie eröffnen und schließen sozusagen den Gamedrive-Tag. Das ahnen wir aber heute noch nicht, als wir in unsere Bettchen sinken – sehr wohl aber wissen wir und freuen wir uns unbändig darauf, dass es morgen ein Wiedersehen mit Diteko und KD geben wird 😘 .
Teil 1409. März 2026
2. Februar 2026 / Teil 1: Braune Hyänen (Serolo Safari Camp /Tuli Wilderness)
Um 5.39 Uhr sind wir schon wieder unterwegs, und nein, hier geht nicht die Sonne auf, sondern der Vollmond (der von gestern Abend 😄 ) unter. Da ich ein bisschen moon-addicted bin, fasziniert mich dieser Anblick natürlich sehr 😮 !
Der Sonnenaufgang hält aber stimmungsmäßig gut dagegen - was für ein schöner Start in den Tag!
Fünf Minuten später sind wir auf dem Weg zum Hyänenbau, der sich von Serolo aus viel einfacher erreichen lässt - die ganzen Hügelketten und Mopane-Ödländer zwischen Mohave und dem Bau bleiben einem hier erspart.
Plötzlich steht am Wegesrand dieses kleine Zotteltier 🤩 !
Wir können unser Glück kaum fassen, es ist eine junge braune Hyäne. Gehört hatten wir schon von ihr und gestern bei einem kurzen Check des Baus hatten wir auch ein bisschen Fell und Ohrenspitzen zwischen den Steinen gesehen, aber jetzt so in voller Lebensgröße - das ist natürlich toll!
Sie kaspert ein bisschen im Gras herum und verschwindet dann aus unserem Blickfeld. Beim Weiterfahren können wir sie leider nicht mehr entdecken 🙁 .
Als wir 2 Minuten später oberhalb des Hyänenbaus stehen, trauen wir unseren Augen kaum: drei Braune Hyänen sind vor Ort, zwei erwachsene und ein Jungtier, aber nicht dasjenige, das wir vorhin gesehen haben.
SK erklärt uns die Verwandtschaftsverhältnisse des ortsansässigen Clans: eine Mutter, ihre zwei Kleinen (wovon wir eines gerade unterwegs getroffen haben) und ihre schon (fast?) erwachsene Tochter. Einen Vater gibt es auch, aber er hält sich nicht direkt am Bau auf, sondern irgendwo (für uns leider unsichtbar) in der Umgebung.
Hier unser Blick über den Bau und die Landschaft drumherum - fast eine Stunde lang stehen wir ganz alleine dort und können die Hyänen in aller Ruhe beobachten. Was für ein Privileg 🤩 !
Zu Beginn fahren ihre Köpfe beim kleinsten Geräusch sofort hoch und sie beobchten uns mindestens so aufmerksam wie wir sie 😉 . Wir bemühen uns daher, so leise wie möglich zu sein und langsam entspannen sie sich, wobei das Hyänenkind natürlich neugierig ist und auch näher kommt.
Kurze Zeit später kommt auch das zweite Jungtier von seinem Ausflug zurück!
Beide junge Brownies posieren nun direkt vor unseren Augen - was für ein süßer Anblick!
Eine der alten Hyänen klettert die Felsen des Baus weg von uns hinunter und läuft unten im Tal entlang:
Die beiden Kleinen geben keine Ruhe - die ganze Stunde über sind sie ständig in Bewegung, kauen auf kleinen Ästchen und großen Stämmen herum, schnüffeln an diesem und jenem, suchen Streit mit dem Geschwisterchen und bieten uns beste Unterhaltung 🤩 !
Inzwischen hat auch ein anderes Fahrzeug von Tuli Wilderness von der Anwesenheit der Hyänen erfahren und steht nun unterhalb des Baus. Ich denke mal, die besser Sicht haben wir 😉 😛 !
Die Kleinen schauen neugierig nach unten - ab sofort sind wir nicht mehr so interessant 😄 !
Eine der erwachsenen Brownies läuft neben dem Fahrzeug vorbei, wir gönnen ihnen die Sichtung, hatten wir doch alle Vier so lange für uns ganz alleine!
Nun wird es Zeit, uns von ihnen zu verabschieden - eine schaut uns noch kurz nach und dann verschwinden wir über die Bergrücken hinweg in Richtung Fluss.
Hier noch 4 Minuten bewegte Bilder der Braunen Hyänen von Tuli Wilderness. Kleine Warnung: es geschieht nichts Besonderes in dem Video, es sind nur ein paar Szenen aus dem täglichen Leben des Clans 🙂 ! Und noch eine Warnung: ich habe den Originalton verwendet - zwar gibt es einige Störgeräusche, aber eben auch viele Vogelstimmen, und die wollte ich nicht löschen. Es ist jetzt einfach so wie es eben vor Ort war 🙂 🤪 ! (Bei "Qulität" am besten HD einstellen)
2. Februar 2026 / Teil 2: Der Rest des Vormittags (Serolo Safari Camp /Tuli Wilderness)
Natürlich geht der Gamedrive nach dem Besuch der Brownies noch weiter – es ist ja, man mag es kaum glauben 😮 , erst 7 Uhr.
Zu den nächsten Fotos noch ein paar Worte vorab. Wir haben viele Whydahs gesehen, broadlongtailed in Tuli Wilderness und pinshafttailed später, aber mit dem Nahherankommen und Stillsitzen haben diese Vögel es ja gar nicht. Wie sagte Uwe B. immer so schön? „Aber die Whydah flog waida!“ 😄 😄 😄
Von daher bin ich sehr froh, mal eine BroadLong-tailed Paradise Whydah (danke Matte!) etwas besser vor die Kamera zu bekommen und mache gleich ein paar Bilder mehr 😗 🤪 . Sie sitzt und schaukelt zunächst weiter weg,
fliegt waida 😛
hampelte im Gras herum
und plötzlich landete sie recht nahe vor unserem Fahrzeug und posiert 🤩 !
So, jetzt aber waida mit dem Gamedrive! Hab ich schon erwähnt, dass ich es total mag, durchs Gras zu fotografieren? Das ist jetzt nicht ironisch gemeint, sondern ich liebe tatsächlich die kleinen Machtkämpfchen mit meinem Fokusfeld 😛 ! Und mir ist das dann auch egal, ob ein Teil des Tieres nicht zu sehen ist, denn ich betreibe ja keine biologischen Studien. Hier mal bei Zebramangusten.
Auf der Weiterfahrt begegnen wir noch einem
African Hoopoe
und einem – vermutlichen – Lesser spotted Eagle in einer Art Horst. Sicher bin ich mir aber nicht, Matte, was moinsch du 😐 ? Das war doch nicht dort, wo die Wahlbergs ihr Nistmaterial eingeflogen haben? Oder doch? Menno, warum mach ich mir keine Notizen 😠 ? Edit: es ist der Wahlberg's Eagle - danke Matte!
Als Belohnung fürs (hoffentliche) Drübernachdenken bekommt Matte jetzt auch endlich mal wieder ein paar Elefantenfotos 😛 😛 !
„Was guckst du?“
Blacksmith Lapwing (wieder ein Kämpfchen mit dem Fokus gewonnen 😉 )
Die weiteren üblichen Verdächtigen, nämlich unser Frühstücksplatz, Gnus und Strauße
Dann mal wieder etwas Neues – ein Martial Eagle im Überflug
Hier eine ganz typische Szene unserer Reise 😄 : nicht selten stehen wir mit der Kamera im Anschlag gefühlt Stunden vor einem Busch/Baum/Ast/Stein und warten darauf, dass der darauf sitzende Vogel abfliegt – und dies auch noch in die richtige Richtung. Leicht genervter Originalton von Birgitta in Sachen Bildaufbau: "Ich geb ihm jetzt nach links Platz …!“ Leider kommt die Botschaft nicht beim Vogel an – er bleibt einfach sitzen – Bildaufbau hin oder her 😗 !
Also fahren wir eben weiter….
Ich freue mich, nochmal einen Jacobin Cuckoo zu sehen
Und dann kommt eine sehr schöne Sichtung für mich 🤩 ! In Sambia konnte ich ein schemenhaftes unscharfes Foto von ihm machen, hier sitzt er immerhin einigermaßen gut erkennbar vor uns, wenn auch inmitten von viiiieeel Gras! Ein Black-headed Heron!
Und es kommt noch besser – es ist ein Paar und sie lassen sich dekorativ auf einem Busch nieder,
Danke!
Nun wird es Zeit, auf den bekannten Rumpelpisten über die Hügelketten zurück zum Serolo Camp zu fahren,
wo einmal mehr ein üppiges warmes Frühstück auf uns wartet.
Danach wird ein bisschen gechilled, gepackt (denn morgen geht es ja weiter) und auf Diteko und KD gewartet. Die beiden sind gestern in Maun losgefahren und hatten sich schon von unterwegs gemeldet, übernachteten dann in Serowe und heute wird ihre Ankunft hier am Nachmittag erwartet.
Als wir uns gerade über den sowohl optisch als auch geschmacklich sehr gelungenen Lunch hergemacht haben,
trudeln die beiden ein.
Was für eine Freude! Ich habe Diteko ja letzten Juni gesehen, aber KD auch zuletzt wie alle anderen (abgesehen von unserem Neuling Tom) im September 2023. Und trotzdem kommt es einem wie gestern vor, als wir uns alle in die Arme fallen.
Während wir dann zu unserem letzten Gamedrive in Tuli Wilderness starten, beziehen die beiden ihre Unterkunft. Ich weiß nicht, ob ich es irgendwo schon geschrieben habe: Julie hatte mir auf meine Anfrage während der Planungsphase, ob und wenn ja wie wir die beiden unterbringen können und was das kosten würde, kurz zusammengefasst dies geantwortet: Da wir das Camp exklusiv gebucht haben, dürfen die Beiden ohne zusätzliche Kosten im Selfcatering Chalet wohnen und auch das Abendessen und das Frühstück sind kostenlos. Und damit die beiden nicht in einem Doppelbett wie ein altes Ehepaar schlafen müssen, stellt sie noch ein Gästebett ins Zimmer.
Wahnsinn, oder?
Es war ihr schon fast unangenehm zu sagen, dass sie bei dem abendlichen Gamedrive nicht dabei sein könnten, weil kein Platz im Fahrzeug sei. Ich kann sie beruhigen – sicher steht Diteko und KD nach der langen Anreise alles andere im Sinn, als nochmal 4 Stunden durch die Gegend zu schaukeln 😗 , sie werden froh sein, sich ein bisschen ausruhen zu können.
So ist es auch – die Beiden hatten sogar noch eine Reifenpanne (Spoiler: das Thema „Reifen“ wird uns noch eine Weile begleiten 😵 ) und brauchen jetzt wirklich eine Pause, nachdem auch sie noch in den Genuss eines Lunches gekommen sind.
Unseren letzten Serolo-Gamedrive gibt es dann im nächsten Kapitel!
Teil 1615. März 2026
2. Februar 2026 / Teil 3: Der Rest Tages (Serolo Safari Camp /Tuli Wilderness)
Um 16.30 Uhr geht es wie gewohnt los auf Gamedrive.
Woodland Kingfisher
Bateleur Eagle
Durch eine Elefantenherde hindurch fahren wir zum Limpopo, um dort auf einem kurzen Walk nach einer Pel’s Fishing Owl zu suchen, die wir aber nicht finden werden.
Eigentlich ein sehr geeignetes Terrain für mich, um mal wieder in den Dreck zu fallen 😛 – aber ich schaffe es, ohne Sturz durchzukommen.
Trotzdem lästern diese beiden frechen Gören über mich 🤩 – zum Glück habe ich vergessen, worum genau es ging 😗 .
Hauptsache sie haben Spaß auch ohne Sichtungen und Sonne 😎 – es hat inzwischen nämlich ziemlich zugezogen.
Durch viel Grün und unter mächtigen Bäumen hindurch geht es zurück zum Auto und weiter grob Richtung Hyänenbau.
Leicht matschige Leopardenschildkröte
Schakal (ach... 🤪 )
Als wir auf der großen Ebene vor der Mainroad ankommen, stehen dunkle Regenwolken drohend am Himmel 🙄 😣 . Also doch Regenzeit in Botswana? Bis jetzt hatte es sich überhaupt nicht so angefühlt abgesehen von dem Gewitter in Johannesburg, aber das war ja nicht in Botswana 😄 !
Noch ist es trocken und so fahren wir weiter und beobachten eine Impalamädelsgruppe, die wiederum irgendetwas anderes zu beobachten scheint. Leider finden wir nicht heraus, wer oder was ihr Interesse geweckt hat.
Vorbei an einem Grey-go-away-Bird landen wir erneut bei einer Elefantenherde, die ihr abendliches Sandbad nimmt.
Um 18.15 Uhr biegen wir auf den kleinen Pfad oberhalb des Hyänenbaus ein. Die Brownie-Mama liegt auf der Sandfläche des Plateaus, steht aber gerade auf, als wir auf ihrer Höhe sind. Ich denke noch: „Schade, jetzt haben wir sie gestört und sie verschwindet.“ 🙁
Aber weit gefehlt: wir können beobachten, wie sie an dem Felsspalt, in dem sich die Tiere manchmal aufhalten, eine Diskussion mit ihrem Nachwuchs beginnt. Es scheint darum zu gehen, dass sie sie zum Dinner ruft, die kleinen Zotteltiere aber nicht sofort reagieren. Wer kennt das nicht, Kinder haben oft Besseres zu tun, als pünktlich zum Abendessen zu erscheinen 😗 .
Sie hat sie dann aber doch schnell überredet, die Kleinen folgen ihr brav zu dem Sandplatz und wir haben das Glück, bei der abendlichen Fütterung dabei sein zu dürfen (man hat das in dem Video ja schon gesehen, hier noch ein paar Fotos dazu) .
Es scheint uns fast so, als ob die Hyänenmutter mit dem Säugen der Kleinen gewartet hat, bis wir endlich da sind. Was natürlich Quatsch ist, aber wir fühlen uns schon ganz besonders geehrt und ein auch bisschen gerührt durch diese Geste 😘 ! Was für ein Abschluss unserer Game-Drive-Zeit hier in Tuli Wilderness!
Als wir losfahren wollen, weil es schon sehr spät ist, geschieht noch ein Missgeschick (Simone hatte schon darauf hingewiesen). Eine Brille fällt aus dem Auto auf den Boden, und das auch noch auf der dem Bau zugewandten Seite 🤩 😣 .
Natürlich wollen wir die Tiere nicht erschrecken oder sie durch ein Aussteigen gar verscheuchen, und so rangiert SK, nur mit dem linken Außenspiegel, denn die Brille liegt ja nicht auf seiner Seite, das Auto so lange vorsichtig hin und her, ohne das Sehgestell zu überfahren, bis die Tür von Matthias, der heute vorne neben SK sitzt, direkt daneben ist. Matthias öffnet sie ganz vorsichtig und leise, SK hält ihn irgendwie am Rücken fest - seine Finger werden im Laufe der Aktion ganz weiß, so viel Kraft muss er aufwenden, damit Matthias nicht kopfüber nach links aus dem Auto purzelt 🤩 . Matte greift im Zeitlupentempo nach der Brille, um die Hyänen nicht zu erschrecken –
Und geschafft!
Puh, das war nochmal ganz schön viel Aufregung am Abend 😮 . Und dann beginnt es auch noch zu regnen! Huch, nun scheint uns die Regenzeit doch eingeholt zu haben 🤩 . Da ich hinten in der letzten Reihe sitze, bekomme ich nicht ganz mit, was vorne geredet wird 😕 , es geht wohl darum, ob wir Ponchos haben wollen – eifriges Nicken, ja gerne. Sekunden später wird mir etwas Schwarzes nach hinten gereicht, was ich mir flugs über den Kopf ziehe 🙂 . Als ich gerade noch am Überlegen bin, ob und wie ich mir Löcher für die Augen und die Nase in den Überzug bohren kann, höre ich schallendes Gelächter um mich herum. „Bele, das ist doch der Müllsack für die Kamera!“ 😄 Woher soll ich das denn wissen?
Naja, mir scheint, ich bin wohl für solch noble Safaris mit schicken Ponchos doch nicht gemacht…. 😗 😊
Schlussendlich aber dann doch korrekt verpackt (wenn auch etwas betröppelt aus der Wäsche, bzw. dem Poncho schauend 😎 ) erreichen wir einigermaßen trocken das Serolo Camp rechtzeitig zum Abendessen.
Glücklich vereint genießen wir zusammen mit Diteko und KD unseren GinTonic.
Bei der Verkündung der Menüfolge müssen unsere beiden neu Dazugekommenen sehr um Haltung kämpfen 😄 . Kennedy, links im Bild, erklärt jeden Gang in wohlgewählten und teils sehr blumigen Worten.
und am Ende wird das Dessert verkündet: „Applecrumble (oder so was ähnliches) with a reduction of blueberries“.
Diteko schaut KD mit großen Augen an 🤩 , murmelt: „A REDUCTION of blueberries... 😐 “ und muss aufpassen, dass er nicht laut rausprustet 🤪 . KD geht es ähnlich, vor allem als Diteko das ganze noch ein bisschen ausschmückt und meint, dass KD ja nun wisse, wie er in Zukunft zu kochen habe - und uns geht es in Folge natürlich nicht besser. Man kann sich nun leicht vorstellen, dass „a reduction of xy“ ein running gag der Bushways-Reise werden wird… 😗
Leider habe ich genau dieses Dessert nicht fotografiert, sehr wohl aber Vor- und Hauptspeise (nicht wundern, meine Billighandyfotos haben immer einen Gelbstich):
Auf dem Weg ins Bett schauen wir noch nach der Schleiereule
und müssen aufpassen, dass wir nicht auf diese creatures of the night treten:
Wow - was für ein letzter Tag in Tuli Wilderness mit tollen Erlebnissen 🤩 und viel Gelächter 😄 !
Hier noch ein kurzes Fazit zu den beiden Camps von Tuli Wilderness – auch wenn ich ja schon viel Begeisterung im Bericht rübergebracht habe. Generell war ich beim Sichten meiner Fotos und beim Schreiben des Berichts überwältigt davon, wie viel wir hier erlebt und gesehen haben - und das in der Green Season!
Was die einzelnen Camps betrifft: Mein klarer Favorit ist das Mohave Bush Camp, dort ist alles noch ein bisschen naturnaher und rustikaler und weiter von der Zivilisation entfernt als in Serolo. Beide sind aber sowohl was die Zimmer, das Personal, das Management, das Essen, die Fahrzeuge, die Landschaft, die Tierwelt und auch den Kontakt im Vorfeld angeht eine klare Empfehlung! Das Eagle View Star Deck würde ich mir gerne auch mal anschauen..... 😗
So, und morgen ist dann Schluss mit lustig, vorbei ist das Leben als Luxusschnäggla, nun wird in Bodenzelten geschlafen und die Saucen werden überm Campfire reduziert.... 😛 🤪 Schaunmermal, wie das wird..... 🤨 !
Teil 1715. März 2026
Und da ich eben erst das Foto bekommen habe (danke Tanja) und weil ich ihn beim Fazit gar nicht explizit erwähnt habe 😊 , hier noch ein Gruppenbild von unserem Walk am Limpopo mit unserem tollen Guides SK, der uns von Anfang bis Ende immer gut gelaunt, voller Wissen und als sicherer Fahrer begleitet hat! 😘
Teil 1818. März 2026
3. Februar 2026: Vom Serolo Safari Camp /Tuli Wilderness zum Khama Rhino Sanctuary (Teil 1)
Bevor wir unser nobles Abschiedsfrühstück genießen dürfen, muss alles Gepäck bereitgestellt werden, damit Diteko und KD den Trailer fertig machen können.
Zwischen Trailer und Landcruiser sieht man das Wasserfass, das wir für die 3 Nächte in der Zentralkalahari benötigen.
Um 6.30 Uhr müssen wir Tuli Wilderness tschüss sagen – wir hatten eine tolle Zeit hier 🙂 . Auch wenn mir das Mobile Camping ein bisschen mehr zusagt, weil es sehr naturnah und basic ist und mir auch das auf dem Campfire gekochte und etwas rustikalere Essen viel besser gefällt (besser schmeckt wäre falsch, denn das Essen in Tuli Wilderness war sehr gut), möchte ich keine Minute hier missen.
Hier sitzen wir nun in unserem „Wohnzimmer“ für die nächsten zwei Wochen, und das Ganze bei strahlend blauem Himmel. Also doch keine Regenzeit!
Eine kleine Game- Auswahl verabschiedet uns und raus geht es aus dem Gebiet von Serolo Safari Camp (man sieht, dass der Weg durch den gestrigen Regen etwas zerfahren ist) und dann aus der Concession.
An der Lekkerpoet Junction verlassen wir die Gravelroad und biegen rechts ab nach Bobonong. Wir machen uns auf Teer auf den Weg nach Palapye, wo wir einkaufen wollen.
Alleine für die Ortsnamen muss man Botswana doch lieben, oder 😐 🙂 ?
Wir kommen an großen Felsbrocken vorbei, die KD auf der Herfahrt so gut gefallen haben, dass er sie in seinem Whatsapp-Status hatte. Diteko und er erzählen uns, dass sie diese Gegend von Botswana nicht kennen und alles hier sehr interessant und schön fänden.
Hier befindet sich auch der Thune Dam, an dem wir zunächst direkt an der Mauer vorbeifahren
und dann von der Straße die Aussicht auf den See genießen können.
Hier kurz etwas aus dem Netz Geklautes dazu:
Der Thune-Staudamm (Thune Dam) in Botswana, in der Nähe von Mathathane/Molalata ist mit einer Kapazität von 90 Millionen Kubikmetern der viertgrößte Staudamm des Landes. Er dient primär der Wasserversorgung der Region und wird zunehmend als touristisches Ziel für Picknicks und Angeln genutzt.
Wieder was dazu gelernt 🤩 – ich war ja auch noch nie in dieser Gegend!
Kurze Pause
Und weiter geht es. Noch 117 km bis Palapye
Noch 33 km bis Palapye
Genau mein Humor 😄 🤪 !
Warum muss ich gerade an die Deutsche Bahn denken 😐 ? „Das weiße Licht ist aus“ als Erklärung (und ja, ich weiß, es soll ein Hinweis, keine Erklärung sein 😗 ) dafür, warum nichts mehr geht, das wäre mal eine nette Abwechslung zu „Weichenstörung“, „Verspätung eines vorausfahrenden Zuges“, „Personen auf den Gleisen“, „Zugausfall wegen erkrankten Personals“. „Weißes Licht ist aus“ – da wüsste man wenigstens, dass es garantiert frei erfunden ist und nur dasteht, damit irgendwas geschrieben wurde…
Nachdem ich eine Weile darüber nachgedacht habe, hat sich mir der tiefere Sinn aber durchaus erschlossen. Die Frage ist nur, ob das weiße Licht jemals gebrannt hat…? 😕
Früher hatte ich (fast) nur Tiersichtungen im Sinn, wenn ich nach Botswana gereist bin, inzwischen erfreut mich etwas Kurioses aus dem botswanischen Alltag mindestens genau so sehr 🙂 .
Um halb zwölf sind wir am Einkaufzentrum von Palapye, wo wir uns auf die Jagd nach Indian Tonic Water begeben.
Gar nicht so einfach 🙄 , aber nach ein paar Anläufen klappt es. Ich habe noch eine Sondermission: eine Flasche Champagner oder zumindest guter Sekt muss her. Und zwar nicht wegen meines Nicknames, sondern weil Diteko vor kurzem sein 25jähriges Dienstjubiläum bei Bushways hatte und wir das mit ihm feiern wollen 😘 . KD hilft mir, die Flasche heimlich hinter Ditekos Rücken zu verstauen und dann kann es weitergehen zum Khama Rhino Sanctuary, wo wir um 15 Uhr ankommen.
Teil 1918. März 2026
3. Februar 2026: Vom Serolo Safari Camp /Tuli Wilderness zum Khama Rhino Sanctuary (Teil 2)
Campaufbau, Duschen (wo es viele Schmetterlinge gibt), Reifenwechsel – die beiden mussten gestern auf der Herfahrt schon einen Reifen reparieren lassen – und dann geht es noch schnell auf Gamedrive, es ist schon fast 17 Uhr.
Ich erwarte mir ehrlich gesagt nicht viel davon, wie sollen wir denn bei so wenig Zeit ein Nashorn finden 😕 ? Nach ein paar Minuten biegt Diteko auf einen Parkplatz an der Malemas Pan ab und ich traue meinen Augen kaum, außer einigen Giraffen und Antilopen tummeln sich hier auch mehrere Nashörner, näher dran und weiter weg (ich glaube, waren 5 Stück insgesamt).
Es sind Breitmaulnashörner, eine Mama mit Kind kommt zum Wasserloch.
Am Wasserloch ist einiges los, vor den beiden Rhinos stehen Kronenkiebitze, ein Impala hüpft durch die Gegend und wenn man genau hinschaut, erkennt man sogar einen African Monarch!
Später nähert sich auch noch ein mächtiger Bulle und wir denken zuerst, dass es Ärger geben wird, aber dem ist nicht so.
Diteko will uns noch den Birdhide zeigen und dort haben wir eine ornithologische Neusichtung!
Auf dem Rückweg schauen wir noch mal beim Wasserloch vorbei – es hat viele Tiere, aber wir sind ein bisschen in Eile, wir sollten bald auf der Campsite zurück sein.
Hier sag ich jetzt einfach mal wieder Sabota Lark (damit hat man eine hohe Trefferquote 😄 )
Trotzdem werden natürlich noch schnell ein paar Fotos gemacht – Diteko macht einen völlig entspannten Eindruck, obwohl wir die Gateschließungszeit eigentlich schon überschritten haben oder zumindest kurz davor sind. Leider vermassel ich die Fotos von einem netten Steenbok links, weil ich auf der rechten Seite das Erdhörnchen knipse und von der anderen Seite nichts mitbekomme.
An den Impalas vorbei
fahren wir Richtung Ausgang, als wir doch noch schnell bei den Zebras inmitten der Blümchen und schönstem Abendlicht anhalten.
Und was sehen wir da? 🤩
Noch ein Breitmaulnashorn.
Auch wenn die Bilder ein wenig surreal wirken – man könnte meinen, das sei daheim in den blühenden Streuobstwiesen – mag ich den Anblick sehr!
Ein Warzenschwein mit frisch geschminktem Kussmund mogelt sich auch noch dazwischen.
Noch ein letzter Blick auf das riesige Nashorn
und dann aber wirklich flott Richtung Ausgang!
Die letzte fotografierte Sichtung ist eine Groundscraper Trush.
Zurück auf der Campsite gibt es das erste von KD auf dem Campfire gekochte Abendessen – wie schön 🙂 . Nach dem obligatorischen Briefing für den nächsten Tag gibt es noch Geschenke: Diteko und KD bekommen auch eine Tüte mit Mitbringseln, den Vogel schießt Elke mit selbstgestrickten Socken ab 🤩 ! Ich hatte vor langer Zeit in meinem Whatsapp-Status mal Socken, die gerade in Arbeit für meine Söhne waren, worauf Diteko meinte, solche hätte er auch mal gerne. Da Elke nicht wusste, was sie aus Bayern Typisches mitbringen solle (Weißwürste hätten eine Woche in der Hitze wohl kaum überlebt) und mir klar war, dass Diteko meine ungleichmäßig gestrickten und fehlerhaften Socken sicher nicht wirklich würde haben wollen 😣 , ich aber aus eigener Erfahrung weiß, dass Elke so perfekt wie eine Maschine stricken kann, hatte ich ihr diesen Tipp gegeben. Die Socken sollten am Ende der Reise noch ihren Auftritt haben!
Danach bekommt Diteko noch die Champagnerflasche mit dieser Glückwunschkarte mit exakt 25 Bildern überreicht (richtig gefeiert wird heute aber nicht, das kommt später!)
und bald ist es auch Zeit, zum ersten Mal auf der Reise ins Bodenzelt zu schlüpfen! Morgen haben wir eine sehr weite Fahrt bis ins Deception Valley (CKGR) vor uns!
Fazit Khama Rhino Sanctuary: ich hatte mir davon wenig erwartet, und als wir dann auch nur noch kurz Zeit für einen Gamedrive hatten, dachte ich, dass wir niemals Rhinos sehen würden. Gut, es sind „eingesperrte“ Tiere, wenn auch zu ihrem eigenen Schutz, aber dieser Kurzbesuch hat mir trotzdem, nicht zuletzt wegen des schönen Lichts am Ende, sehr gut gefallen. Die Campsite ist groß mit vielen Bäumen und die Ablutions nicht weit weg. Zwar sind sie nicht in Top-Zustand, aber funktionsfähig und nicht eklig. Besonders witzig fanden wir die Badewanne 🤪 (keine Foto leider 🙁 ). Ich würde daher sagen: ein gelungener Zwischenstopp auf unserer Tour!
Teil 2020. März 2026
4. Februar 2026: Vom Khama Rhino Sanctuary in das Central Kalahari Game Reserve (CKGR) / HATAB Dec#1
Vor halb sieben sind wir schon unterwegs auf Teer Richtung Rakops.
Der erste Campabbau hat reibungslos funktioniert, wobei es natürlich kein richtiges Bushcamp war, weil ohne eigene Toiletten und Dusche. Und ist klar, dass heute ein reiner Fahrtag vor uns liegt und es spät werden kann, bis wir auf unserer Campsite ankommen. Um 9 Uhr müssen wir bei Tyre World in Lethlakane den Reifen reparieren lassen, der gestern getauscht wurde 😣 .
Um 12.30 Uhr sind wir zum Lunch bei Rakops, wo wir dann auch die Teerstraße verlassen und auf die Gravelroad Richtung CKGR abbiegen werden.
Nein, es sind nicht nur 200m bis zum Matswere Gate (aber dafür bis zum Abzweig vom Teer auf Gravel) 😄 ,
sondern 45 km 🙄 .
Diteko lässt Druck aus den Reifen, KD zaubert uns etwas zu essen und ich jage den vielen African Monarchs hier nach.
13.22 Uhr: wir sind unterwegs in die unendliche Weite der Zentralkalahari. Und schaut mal, was für ein herrliches Wetter wir haben!
Pötzlich fliegen ein paar Falken aus den Büschen links am Wegesrand auf, für gute Fotos geht es zu schnell, aber bei einer Erstsichtung drücke ich mal die Augen zu 😗 : Es sind Lesser Kestrels / Rötelfalken.
Die nächsten 2 Stunden hangeln wir uns von Matschloch zu Matschloch. Es ist nicht schwierig, aber anstrengend und ermüdend, weil man kein gleichmäßiges Tempo fahren kann, immer wieder nimmt Diteko Fahrt auf, um kurz darauf wieder abzubremsen, damit er möglichst gut durch die Pfütze kommt.
Ein Spotted Thick-Knee
und ein (vermutlicher) Schreiadler
sorgen zwischendurch für ein bisschen Abwechslung.
Um 15.30 Uhr sind wir am Gate – wo ein Cape Starling und ein Grey-headed Sparrow uns begrüßen.
Nach einer Viertelstunde geht es weiter Richtung Campsite – und wie durch ein Wunder gibt es keine Matschpützen mehr!
Dadurch kommen wir einigermaßen gut voran, knapp 1,5 Stunden später sind wir in der Nähe von HATAB Dec#1.
Wir treffen unseren ersten Springbock, der natürlich verewigt werden muss – denn wer weiß, ob wir noch welche sehen werden in den nächsten zwei Tagen 😗 ?
Immer noch fahren wir über weite offene Flächen!
Dies ändert sich schlagartig, als wir um 17.18 Uhr zu unserer Campsite abbiegen
Hohes Gras und kratzige Büsche auf beiden Seiten des Weges empfangen uns. Als wir dann auf HATAB #1 stehen, erkennen wir sie nur durch das Schild am Baum. Man sieht kaum Flächen, auf die man ein Zelt stellen könnte, alles ist zugewuchert 😮 .
Wir kämpfen uns mit unseren schweren Zelttaschen durch das hohe Gras, Uwe F. greift zur Machete, um ein paar Fluchtwege freizuschlagen, während DT und KD sich um den Rest kümmern.
Um 18 Uhr steht das Camp, nicht lange später ist auch das Essen fertig (was immer es auch war - Simone 😐 ?) und wir sind nun zum ersten Mal auf dieser Reise wirklich in der großen Einsamkeit (wen ich mich richtig erinnere, sind wir ab dem Matswere Gate keiner Menschenseele mehr begegnet). Wie schön! Auch wenn ich mein Zelt jedes Mal im hohen Gras suchen muss 😄 - siehe roter Pfeil!
Es wird Zeit, mal etwas über die Temperaturen zu sagen: natürlich war es in Tuli Wilderness der Jahreszeit entsprechend vor allem tagsüber sehr heiß, aber gut auszuhalten. Hier in der Zentralkalahari ist es wesentlich heißer, Schatten ist eins der höchsten Güter und so langsam bekommen wir zu spüren, wie es sich anfühlt, in einem der heißesten Monate in Botswana unterwegs zu sein 🤩 .
In der Nacht kühlt es aber so einigermaßen ab (ganz anders als in Sambia), wir finden daher mehr oder weniger erholsamen Schlaf nach diesem langen Fahrtag und freuen uns auf unseren ersten vollen Tag im CKGR morgen 🙂 .
Für unsere Zeit in der Zentralkalahari muss ich eine Warnung vorausschicken 😈 : wir werden keine Katzen oder sonstige spektakulären Sichtungen im üblichen Sinne haben. Wem es also zu mühsam ist, sich auf ein paar Vögele, Huftiere und diverse Winzlinge zu konzentrieren, sollte besser erst wieder nach ein paar Tagen hier einsteigen 😗 !
In diesem Sinne: bis bald, wann immer das auch sein wird!