MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200803. Nov. 2025 · #1
Nach dem Kurztrip im letzten Jahr zu den Flughunden von Kasanka war klar, dass wir noch einmal nach Sambia wollen. Die freundlichen Menschen und das abwechslungsreiche Land ist mehrere Besuche wert. Die ursprüngliche Planung mit einem Rundkurs im Osten am Zambesi und Luangwa hoch und mit den Parks in der Mitte Bangweulu und Kafue runter stellte sich dann aber schnell als zu viel für 3 Wochen heraus. Also nur im Osten hoch, 3-4- Tage pro Park, ein bis zwei Überführungstage und 2-3 Tage über Lusaka wieder runter, dann sind mit Reservetagen und An- und Abreise drei Wochen gut gefüllt. Der Entfernung wegen dieses Mal eine Premiere: Flug von MUC über ZRH – JNB – BBK und Fahrzeugübernahme in Kasane. Die Bushlore Preise sind Ende August und Fahrzeugübernahme in Kasane schmerzhaft. Aber im Vergleich zur üblichen Anreise auf Achse von JNB spart man 2 Übernachtungen pro Weg, Kilometer und Zeit. 27.08.2025 Die Umsteigezeiten sind jeweils entspannt aber nicht zu lang und das Gepäck kann von München nach Kasane durchgecheckt werden. Die Lounges sind jeweils ziemlich voll und der Service der Swiss nach JNB ist bestenfalls lustlos, eher aber einfach schlecht. In JNB ist es nur ein längerer Fußweg zum Anschlußflug mit Airlink, aber alles läuft geordnet und entspannt. Kaum zu glauben, um 17:00 in MUC gestartet und 28.08.2025 um 14:00 Uhr stehen wir auf dem Flugplatz Kasane International Airport.
Der Abholer ist da und zwei Stunden später sind wir sortiert und Abfahrbereit. Es gab nur noch einen Hilux mit Dachzelt statt dem Bushlapa, dafür haben wir aber das Standard Zelt in ein Pop Up tauschen lassen ( Aufpreis, natürlich ) dafür bequemer zu verpacken und bequemer zum Schlafen. Dieses Mal müssen wir für zwei Reservekanister zahlen, was mich sehr ärgert. Aber nach Reklamation von zu Hause , wir mieten zum dritten Mal in 9 Monaten und zahlen wirklich zapfige Preise, dieses doch sehr kleinlichen Verhaltens bekommen wir eine Gutschrift für das nächste Mal. Naja, das Auto ist fast neu und macht was es soll. Leider gibt es wieder nur einen kleinen Kühlschrank, aber mit regelmäßigem Umschichten ist das auch ok. Wir erledigen den ersten Einkauf und sind um 17.00 Uhr in Senyati. Die ersten Elefanten gab es schon an der Hauptstrasse und auf der Tiefsandzufahrt. Immer wieder schön hier. Heute wollen wir schon selber kochen, um alles auszuprobieren. Alles ist da und funktioniert, anschließend gibt es wieder stundenlanges Elefantenbeobachten, Hyänen- und Schakalgeheul und Lagerfeuer.
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200803. Nov. 2025 · #2
29.08.2025 Wir machen einen kleinen Gamedrive durch das wunderschöne Valley nach Kasane für die letzten Einkäufe, finden einen für uns neuen Bäcker und kaufen noch Holz an der Strasse. Zurück geht es durch den Wald am Flughafen, leider ohne Tiere. In der Mittagshitze probieren unser mitgebrachtes Tarp als Sonnenschutz aus und kommen erst einmal an.
30.08.2025 Um 6:15 geht es über die Brücke zur Grenze. Wie beim letzten Mal läuft alles ganz gut, dauert aber in Summe doch wieder 1,5h.
1. Immigration Bots 2. Custom Bots 3. Immigration Zam 4. Interpol 5. Versicherung Zam 6. Customs zum Selberausfüllen am Computer 7. Bridge und Carbon Tax am Computer 8. Zahlen am Schalter mit KWA Alles nett, freundlich und organisiert, aber es dauert… Ziel ist Natalies Farm in Kafue. Lt Maps Ankunft um 15.10 Uhr. Das gibt genug Luft um nicht zu hetzen. Noch nicht ganz da, winkt uns kurz vor Livingston die Polizei raus: Speeding in einer 40ger Zone. Aber nicht nur wir, auch jede Menge Locals werden rausgezogen. Ich glaube, die haben in der Zeit nicht eine Quittung ausgestellt. Wir zahlen 200 KWA statt 400 und können weiterfahren. Das ist bei fast allen Gesprächen später mit Touristen und Einheimischen ein Thema, die Korruption der (Verkehrs-) Polizei. Auch die Masche, mit der wir im letzten Jahr zu kämpfen hatten, ist scheinbar nicht selten. Dafür die Beamten bei den Roadblocks immer freundlich und korrekt. Na ja, für den Rest der Reise haben wir ein Trauma von Leuten, die aus dem Schatten auf die Strasse laufen.. Bis Choma läuft es gut, dann wird es voller und die Dörfer nehmen zu. Ab Monze wird dazu noch die Strasse schlechter und die Ankunftszeit verschiebt sich immer weiter. Letztlich ist es 16.30 Uhr als wir da sind, einfach, weil es zäh zum Fahren ist. Das Farmtor ist auf und das Anwesen liegt sehr schön am Fluß in Sichtweite der Brücke. Wir haben nicht reserviert und treffen am Haus niemanden an. Am Fluß sind 2 Paare, die sich auch als Besucher herausstellen. Sie sind so nett Natalie anzurufen. Wir können auf der Wiese campen, sie kommt später vorbei. Die jungen Leute sind nett und neugierig und stolz, sich mit weißen Touristen unterhalten zu können. Auch Natalie kommt noch auf einen Wein dazu. Auf dem Fluß sind Fischer, sie kommen vorbei um Fische anzubieten. Probieren wir beim nächsten Mal. Wir essen noch zusammen mit den jungen Leuten und haben einen schönen Abend. Campen kostet 300 kwa.
Ein paar Kilometer entfernt ist eine Nachtmesse oder so, bis Mitten in der Nacht wird ohrenbetäubend laut vorgebetet. Nach einer kurzen Pause geht es am frühen Morgen weiter. Dagegen ist die Musik der Marina nur Hintergrund.
Und noch ein Sambiabericht im Forum! Sehr schön, da freue ich mich sehr drüber.
Beste Grüße Claudia
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200806. Nov. 2025 · #4
31.08. Ein wunderbarer Sonnenplatz, nach einem ausgiebigen Frühstück geht es Richtung Lower Zambesi.
Wir haben 3 Nächte im Mvuu Camp gebucht. Bis zu den Bergen geht es gut voran, dann nur noch mit 50 km/h. Überholen ist fast unmöglich, aber zum Glück sind nur wenige LKW unterwegs.
Chirundu ist nett chaotisch, hat einen sehr guten Shoprite und viele Stände an der Strasse zum Gemüse kaufen.
Die Strecke zum Park ist dicht besiedelt, wellig und steinig, wird aber derzeit geschottert. Bis weit in die GMA ziehen sich die Dörfer, erst kurz vor dem Camp hört die Besiedelung auf ( noch!) .
Wir sind eine Nacht zu früh und Mvuu ist fast ausgebucht. Wir bekommen einen Platz in der Mitte, bevor wir morgen an die Uferkante umziehen können. Wegen der vielen Wildbesuche gibt es noch ein paar Verhaltensregeln. Zu Recht, wie wir erfahren.
Wir sind gerade im Zelt, als die Müll- Gitterbox fliegt. Ich dachte an eine Hyäne oder Honeybadger, aber es ist ein Elefant. Der zieht von Platz zu Platz und sucht nach Essen. Da hat zwar den Vorteil, dass die ziemlich laute amerikanische Gruppe sich auch in die Zelte verzieht, aber die Geräusche am Trailer des nächsten Platzes verheißen nichts Gutes. Mit Töpfen und Rufen wird er schließlich vertrieben, aber das wird nicht von Dauer sein.
Die Nacht ist voller Geräusche, weitere Elefanten kommen, Hyänengeheul und Löwengebrüll um das Camp, Leopardengrollen neben uns. Toll, so kann es weitergehen.
VAvanitom62 Beiträge · seit 201907. Nov. 2025 · #5
Hallo Marc Toll, Sambia als Selbstfahrer, da steige ich gerne noch schnell zu 🙂 Wir sind nächstes Jahr das erste Mal in Sambia und ich freue mich, eure Eindrücke miterleben zu dürfen. Dabei steigt die Vorfreude 😛 Liebe Grüsse Vanessa
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200809. Nov. 2025 · #6
01.09. Heute wollen wir in den Park. Aber bevor wir losfahren gibt es erst einmal eine Bestandsaufnahme mit den Campangestellten und der hauptbetroffenen Familie des Elefantenüberfalls. Im Trailer zu liegen, während der Elefant die Außenfächer aufbricht ist gerade mit Kindern kein Spaß. Na ja, wir können das nichts Wesentliches beitragen. Die Fahrt zum Gate ist schon ein Gamedrive und dauert ca eine Stunde. Am Gate ratschen wir längere Zeit mit dem Ranger. Im Park ist es sehr schön, abwechslungsreiche Landschaft, der Fluß und schöne, schattige Wälder. Unter den hohen Bäumen wimmelt es von Elefanten, meist kleine Herden oder nur eine Kuh mit Kälbern. Die Elefanten sind fast schon zahm, total entspannt und wenn wir aufgrund der Wege ziemlich dicht an ihnen vorbeifahren müssen passiert: nichts! Es dauert, bis wir einen geeigneten Platz zum Frühstück finden, dafür ist es am Rand eines Schwemmgebiets umringt von Impalas und Elefanten umso schöner.
Kurz vor Jeki warten dann zwei Löwen im Busch, die trotz der Hitze sehr aufmerksam sind und erst später in den Mittagsschlaf fallen.
Auch eine schöne Seite des Parks: wir sind fast immer allein oder maximal mit einem anderen Auto an den schönen Plätzen. Am frühen Nachmittag verlassen wir den Park und machen kurz hinter dem Gate am fast trockenen Fluss Mittag. Zurück im Camp können wir unseren neuen Platz am Fluß beziehen. Sehr schön, mit Ausblick und am Weg der Elefanten zum Fluß. Na ja, nicht nur der Elefanten. Auch die Löwen von gestern waren hier, wie die Spuren zeigen. Und am Abend schaut noch ein Hippo vorbei. So viel zum Thema, dass es im Camp „sicherer“ ist.
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200809. Nov. 2025 · #7
02.09. Heute wollen wir es gemütlicher angehen und später in die GMA zum Wasserloch. Unser Frühstück wird unterbrochen durch den Chaos Elefant von vorgestern. Er begnügt sich zwar mit Blättern und Früchten, aber ist doch präsent und zieht von Campsite zu Campsite. Anhand der Bilder sieht man, wie leicht auch einElefant zu übersehen ist.
Am späten Vormittag starten wir in die GMA und treffen in der sehr ausgewaschenen und ruppigen Zufahrt unsere Nachbarn. Wir bleiben zusammen und erkunden das Wasserloch. Leider ist es ziemlich ruhig. Wir wollen wir noch möglichst dicht an den Bergen zu den Chongwe Falls. Ein Track auf einen der ersten Hügel sieht verlockend aus. Eine traumhafte Aussicht über die karge Landschaft bis zum Fluß ist die Belohnung. Außerdem gibt es hier oben einen Zeltplatz mit Feuerstelle und Ablutions, jedoch keinen Hinweis, zu wem dieser Platz gehört. Später im Camp hatte auch niemand eine zuverlässige Idee dazu, aber sicher zu einer der umliegenden Lodgen. Es wäre auch verlockend, hier zu bleiben. Der Wind und der Staub treiben uns schließlich doch wieder runter.
An den Falls steht ein „Private Property „ Schild. Das Gelände gehört zu einer sehr modern-stylischen Luxuslodge. Weil zur Zeit keine Gäste da sind, zeigt uns ein Angestellter die Anlage oben an den Falls. Alles sehr nüchtern und modern und die Charlets für meinen Geschmack ( und das Geld ) zu dicht zusammen. Wie auch immer, die Fälle sind trocken und mit Hochwasser muß es hier schon beeindruckend sein.
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200809. Nov. 2025 · #8
02.09. Heute wollen wir es gemütlicher angehen und später in die GMA zum Wasserloch. Unser Frühstück wird unterbrochen durch den Chaos Elefant von vorgestern. Er begnügt sich zwar mit Blättern und Früchten, aber ist doch präsent und zieht von Campsite zu Campsite.
Am späten Vormittag starten wir in die GMA und treffen in der sehr ausgewaschenen und ruppigen Zufahrt unsere Nachbarn.
Wir bleiben zusammen und erkunden das Wasserloch. Leider ist es ziemlich ruhig. Wir wollen wir noch möglichst dicht an den Bergen zu den Chongwe Falls. Ein Track auf einen der ersten Hügel sieht verlockend aus. Eine traumhafte Aussicht über die karge Landschaft bis zum Fluß ist die Belohnung. Außerdem gibt es hier oben einen Zeltplatz mit Feuerstelle und Ablutions, jedoch keinen Hinweis, zu wem dieser Platz gehört. Später im Camp hatte auch niemand eine zuverlässige Idee dazu, aber sicher zu einer der umliegenden Lodgen. Es wäre auch verlockend, hier zu bleiben. Der Wind und der Staub treiben uns schließlich doch wieder runter.
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200809. Nov. 2025 · #9
An den Falls steht ein „Private Property „ Schild. Das Gelände gehört zu einer sehr modern-stylischen Luxuslodge. Weil zur Zeit keine Gäste da sind, zeigt uns ein Angestellter die Anlage oben an den Falls. Alles sehr nüchtern und modern und die Charlets für meinen Geschmack ( und das Geld ) zu dicht zusammen. Wie auch immer, die Fälle sind trocken und mit Hochwasser muß es hier schon beeindruckend sein.
Mit einem Sundowner Stop gondeln wir zurück und haben am Ende fast noch einen Nightdrive.
Wir haben dummerweise für heute im Restaurant reserviert. Außer uns ißt nur noch ein französisches Paar, ein paar andere Gäste sind auf ein Bier da. Das Essen ist ok, aber mehr auch nicht und mit 35,00 $ überteuert. Aber selber schuld, wir haben vorher nicht gefragt. Auch das lokale Hippo kommt zum fressen unter den Leberwurstbaum, aber lauf Mitarbeitern können wir mit 10 m Abstand einfach vorbei gehen. Schon etwas seltsam, funktioniert aber. Das Hippo ist mit dem Leberwürsten ausgelastet, die es laut schmatzend verspeist. Die Dinger sind übrigens hart und schwer, spricht wieder für die Beiskraft. Nachts im Zelt liegend, wird es rundrum wieder lauf. Es sind einige Elefanten unterwegs, die sich mit Getöse durch den trockenen Wald fressen. Aber um 2.00 Uhr ändert sich die Stimmung und der Chaos Elefant kommt aus dem Hohlweg auf uns zu. Sein ganzes Verhalten signalisiert schon Ärger, obwohl er allein und ungestört ist. Er frisst sich am Busch entlang zum Auto und am Auto entlang. Wegen der Klapprichtung des Zelts können wir nur Rüssel und Schwanz sehen, aber auch das ist schon beunruhigend. Er steht so dicht am Auto, dass er mit einer Kopfneigung ein Rücklicht eindrückt. Jetzt wird es langsam blöd, denn natürlich haben wir auch Vorräte im Auto. Er rüsselt überall herum, auch am Zelt und obwohl er nicht ausgewachsen ist, ist er ganz schön groß. Mangels anderem Zugang möchte er unser Feuerholz vom Dach ziehen. Das ist aber mit einem Spanngurt festgeschnallt. Zwischenzeitlich haben wir das Gefühl, dass er Holz, Träger und Zelt vom Dach zieht. Am Ende gibt er aber auf und begnügt sich damit, meine auf dem Dach abgestellten Schuhe in den Busch zu feuern. Als er unter Kaltverformung der Nachbarmarkise weiterzieht klettere ich raus und nehme das Holz vom Dach für den Fall, dass er wiederkommt. Aber er macht sich wieder am Trailer der Familie zu schaffen. Er nachdem der Vater die Angestellten geweckt hat sind genug Menschen da, die mit Licht und Lärm den Elefanten vertreiben. Die Familie zieht in einen leeren Bungalow und es kehrt langsam Ruhe ein.
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200811. Nov. 2025 · #10
03.09.
Jetzt wissen wir auch, warum zu Anfang die Wege erklärt wurden und die Bungalows als Fluchtweg alle unverschlossen sind. Die Trailer – Familie wollte eigentlich noch ein paar Tage bleiben, aber sie haben natürlich auch Sorge um die Kinder. Heute wollen wir noch einmal in die GMA. Auf dem Weg sehen wir Wildschweine. Invasiv, wir später lernen und jetzt schon eine totale Plage.
Wir wollen noch einen Gamedrive in die GMA zum Wasserloch machen und die Gegend erkunden. Am Wasserloch treffen wir unsere Nachbarn. Mit diesen beiden älteren und sehr angenehmen Südafrikanern sitzen wir einige Stunden in der Nähe des Wasserlochs und beobachten das Kommen und Gehen der Tiere. Wir bis auf einige Staubduschen durch den böhigen Wind ein sehr entspannter Tag. Später fahren sie zurück, da sie wegen ihres langen Aufenthalts Diesel sparen müssen. Wir cruisen durch die Gegend und stellen fest, dass große Teile der GMA auch „private“ sind.
Zurück im Camp ist der Elefant auch schon wieder da und plündert wieder den Trailer.
Dieses Mal wurde der Game Warden alamiert. Er hat eine AK 47 mit Platzpatronen und feuert aus ca 10 Metern auf den Elefant. Die Schüsse sind viel lauter als normale Gewehrschüsse oder Übungsmunition. Er schießt drei Mal und der Elefant - reagiert nicht. Bleibt stehen und frißt weiter. Vielleicht ist er taub ? Erst bei zwei weiteren Schüssen trollt er sich, aber nicht sehr überzeugend. Ich frage mich mich was der Warden gemacht hätte, wenn der Elefant angegriffen hätte. Mit einer AK 47 wäre er nicht weit gekommen, und mit Platzpatronen schon mal gar nicht. Das vergesse ich ihn zufragen, als wir uns später längere Zeit über seine Erlebnisse als Warden und zu Hause als Bauer unterhalten. Ein ruhiger, beeindruckender Mensch, der einige Narben von Angriffen zu zeigen hat. Er ist überzeugt, dass der Elefant vertrieben ist, ich nicht. Wir wetten um 5 $ ( nicht 50, wie er vorgeschlagen hat ). Leider behalte ich Recht. Mit unserem Nachbarn essen wir sehr lecker zu Abend und bestaunen Ihre außergewöhnlich perfekten, zu Musik arrangierten, Vogelbilder. Nachts ist der Elefant wieder da und terrorisiert ein junges Pärchen, die sich in ihrem Bodenzelt zu Tode fürchten, während der Unruhestifter ihre Kisten von der Ladefläche des Pick ups zieht und zerbricht. Auch hier braucht es erst die Intervention des Trailer Vaters um die Angestellten zu wecken und den Elefanten zu vertreiben.
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200811. Nov. 2025 · #11
04.09. Ich fordere meine 5 $ nicht ein, das ist für ihn ja viel Geld. Am Ende wird es für den Elefanten wohl schlecht ausgehen. Wir werden es nicht erfahren, heute geht es durch den Park Richtung South Luangwa. Insgesamt hat es uns sehr gut in Mvuu gefallen und im Park werden wir noch mit einem Löwenrudel belohnt. Ein Guide nennt uns die Stelle, die wir wohl übersehen hätten, da in einer Senke gelegen.
Die Löwinnen und Jungen werden von ein paar Affen genervt, die sie laut verraten. Selten genug sind hier auch einigen Operator Fahrzeuge versammelt. Später sehen wir hinter Jeki Airstrip noch ein Rudel, aber leider weit weg von der Strasse unter einem Baum. Der Winterthorn Forrest hinter Jeki ist traumhaft schön und kurz danach biegen wir auf die Strecke Richtung East Gate.
Sie ist einsam, ohne Tiersichtungen und besser als erwartet. Gegen 13.00 Uhr sind wir am Gate und machen erst einmal Mittag. Es ist niemand da, aber kurze Zeit später beginnt die Besiedelung. Den ganzen Weg laufen Kinder mit „Sweety“ rufen auf uns zu. Ich frage mich, wie viele Leute hier auf das Betteln eingehen, um das Verhalten zu triggern. Die Stecke ist auch gut zufahren und endet ziemlich plötzlich an der Teerstrasse.
Am Bridge Camp fahren wir mangels Schild erst einmal vorbei. Es ist dann aber doch gut zu finden, die Angestellten sind sehr nett und wir entscheiden uns für ein Charlets, da der Campingplatz nicht sehr einladen ist. Es kommen später noch einige Camper, weil es ja fast die einzige Option hier ist. Sie seien auch oft ausgebucht, also haben wir Glück gehabt. Insgesamt ist es sehr nett hier, mit Bar, Restaurant und Pool und schönem Ausblick. Man könnte hier auch Wanderungen o.ä. buchen, aber uns reicht es für heute. Es gibt Reste und ohne Pool geht’s ins Bett.
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200811. Nov. 2025 · #12
05.09. Die Soldaten an der Brücke schnorren sich eine Limo bei uns, sind aber sehr nett. Die Strecke nach Petauke ist ganz gut, aber mangels Schildern weiß ich nie so richtig, wie schnell ich fahren darf. Außerdem sind viele langsame LKW unterwegs und Überholen ist schwierig. Und durchgezogene Linie ignorieren kann ja teuer werden, wie wir wissen. Um 10.00 sind wir in Petauke. Das ist größer als gedacht und hat einen sehr gut sortierten Choppies.
Kurz nach dem Ort kaufen wir noch Tomaten an der Strasse. Wie im Reiseführer, bis KM 58 guter Schotter und dichte Besiedelung. An der Coucil Schranke müssen wir bei einer jungen Frau zahlen, die im weißen Kostüm und Handtasche auch im Großstadtbüro statt in einer staubigen Hütte sitzen könnte. Nach der Abzweigung wird die Strecke abenteuerlich, schlecht bis ganz schlecht und zwischendurch glauben wir uns verfahren zu haben. Aber tatsächlich ist die Hauptstrecke über längere Zeit nur wie ein Fußweg und erlaube wegen Löchern und Absetzen nicht mal Schrittgeschwindigkeit. Aber auch hier sind überall Menschen unterwegs, die sich aber keinesfalls über uns wundern und freundlich grüßen. Ziemlich genau auf halbem Weg steht im Dorf ein riesiger Grader. Stellt sich die Frage, wie der auf dem zwei Meter breiten Pfad hergekommen ist und warum er nicht gegradert hat …
Erst beim Abstieg in Tal wird die Strasse wieder besser. Es gibt noch zwei weitere Schranke, an der die Kennzeichen erfaßt werden. Der erste Kontrolleur fragt nach einer Spende für ein neues Buch, der zweite will fragen, weiß aber nicht wie er es anstellen soll. Insgesamt dauert es mal wieder länger als geplant, aber obwohl es möglich wäre, wollen wir nicht in der GMA campen sondern das Wildlife Camp erreichen. Daher gibt es nur einen kurzen Stop im Tal und gegen 16.00 sind wir im Camp. Wieder Glück, es ist nur noch eine CS frei und morgen müssen wir noch die CS wechseln. Kaum angekommen, wandern schon die ersten Elefanten über den Platz.
Aber mehr als diese halten die Affen uns in den nächsten Tagen auf Trab. Sie sind immer da und wie überall äußerst clever. Bei jeder Essensvorbereitung und jeglichem Räumen am Auto muß einer von uns mit der Schleuder wachen. Auf den Nachbarplätzen werden sie aber häufig fündig. Ein schöner Sonnenuntergang ist die Belohnung für den langen Fahrtag.
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200816. Nov. 2025 · #13
06.09. Das Tierstimmenkonzert in der Nacht mit Löwen, Hippos und Hyänen war ein sehr schöner Hintergrund. Der Lärm der aufbrechenden Game drive Meute nicht so. Warum man um 5.00 20 mal die Autotür auf und zumachen muß, werde ich nie verstehen. Wir ziehen erst einmal um vom Platz in der Mitte ( der freie, links im Bild ) an die Uferkante. Heute sandeln wir im Camp und am Pool, schauen am Wasserloch dem Hippo zu und genießen das Nichtfahren. Allein die Affen sind eine Plage. Bei jeder Mahlzeit muß einer Wache stehen und der andere räumen, unbeobachtet kann man gar nichts draußen lassen.
Man sieht, die Plätze sind ziemlich dicht beieinander, aber man ist ja auch nicht im Busch. Die Camper sind sehr gemischt, von Overland Bussen, Selbstfahrer wie wir bis zu einzelnen Radfahrer(innen ) ist alles dabei. Das ergibt einige interessante Gespräche.
Bis auf einen Abendgamedrive zur Salt Pan. Die Einfahrt ist etwas schwer zu finden aber die Fahrt durch den alten Mopanewald ist toll und trotz nur weniger Tiere ist die Pan ein schöner Ort für einen Sundowner. In der Bar spielen sie heute Abend laute Musik, das gefällt uns persönlich nicht so. Anderen Gästen möglicherweise schon. Wer will schon Tieren hören, im Busch…
LLLa Leona2'780 Beiträge · seit 200716. Nov. 2025 · #14
Hallo MarcS, vielen Dank für deinen Bericht! Du hast nicht zufällig auch die Koordination hierzu 😎
Ein Track auf einen der ersten Hügel sieht verlockend aus. Eine traumhafte Aussicht über die karge Landschaft bis zum Fluß ist die Belohnung. Außerdem gibt es hier oben einen Zeltplatz mit Feuerstelle und Ablutions, jedoch keinen Hinweis, zu wem dieser Platz gehört. Später im Camp hatte auch niemand eine zuverlässige Idee dazu, aber sicher zu einer der umliegenden Lodgen. Es wäre auch verlockend, hier zu bleiben.
Gruss Leona
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200816. Nov. 2025 · #15
07.09. Heute steht eine Morgen Gamedrive im Park auf dem Programm und mit dem Permit dann ein organisierter Night Drive. Es sind ziemlich viele Operator Fahrzeuge unterwegs und einige Selbstfahrer. Trotzdem finden wir ohne weitere Hilfe den vom Eingangsranger beschriebenen Löwenriß, leider ohne Löwen. Dafür mit Hyäne und kanibalistischen Krokodilen.
Auch ohne Hilfe, na ja, mit Hilfe der alarmierten Impalas, finden wir ein Löwenpaar. Ansonsten sind nicht viele Tiere unterwegs. Wir müssen ziemlich weit am Ufer fahren um einen schönen Frühstücksplatz zu finden, denn auch viele der Operator haben Frühstückszeit.
Nach Mittag fahren wir zurück, tanken in Mfuwe und schauen uns ein bißchen in den Souvenirläden um. Der Weg vom Wildlife Camp zum Gate ist jedes Mal ein Gamedrive mit Elefanten, Büffeln, Giraffen und allen möglichen anderen Tieren. Man müßte eigentlich gar nicht in den Park. Um 16.oo Uhr holt uns unser Fahrer und der Tracker ab. Wir sind allein im Auto, da die anderen Fahrzeuge mit fremdsprachlichen Gruppen samt Dolmetscher belegt sind. Das wollte man uns nicht antun, sehr nett. Pünktlich zur Abfahrt kommt auch wieder eine Elefantenherde ins Camp.
Wir wären ja gern noch geblieben, aber los geht’s. Es sind ziemlich viele Autos unterwegs und alle suchen die Leoparden. Das hat schon Züge wie im Krügerpark. Und erfolglos sind auch alle, trotz vieler Nachrichten per Whats App. Wir teilen unseren Guides mit, das unser Drive nicht von einer Leopardensichtung abhängt und sie sind ganz froh, den Troß der anderen verlassen zu können. Dass wir aber alles, was sie uns zeigen können schon am Morgen gesehen haben, baut dann doch wieder etwas Druck bei den beiden auf. Am Schluß sehen wir noch ein schlankes Weibchen, aber selbst wenn es nur zwei Autos und zwei Scheinwerfer sind: Spaß macht uns das nicht. Highlight ist dann zum Schluß noch ein Stachelschwein. Das Fazit: Es war mal wieder ganz nett, aber auch mit Guide: entweder man hat Sichtungsglück oder nicht. Wir essen im Restaurant unser am Mittag vorbestelltes Essen. Es ist ganz gut und wir ratschen noch ein wenig mit den Deutschen, die im Luambe das Camp wiederbeleben. Wenn der Dunkelheit werden wir mit dem Auto zurück zum Camp gebracht.
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200816. Nov. 2025 · #16
08.09. Wir können nur bar zahlen oder warten, das Netzwerk funktioniert nicht. Ein paar Elefanten im Camp verschönern den Abschied und wir machen uns auf durch Nsefu Sektor auf nach Norden. Die Zufahrt ist etwas versteckt aber dann doch eindeutig. Es zieht sich durch Wälder und Dörfer und wie bisher: Überall sind Menschen unterwegs, zu Fuß, mit Fahrrad, Motorrad oder Auto. Die weiträumig kahle Landschaft haben dieses Mal nicht die Menschen verschuldet, sondern die Elefanten. Den entsprechenden Passus im Reiseführer bestätigt auch der Ranger am Gate. Ebenso richtig: Ob man nur Transit fährt oder noch einen Game Drive macht, ist auch egal. Also fahren wir zu den Hot Springs, wo wir unter dem einzigen Baum Frühstücken. Das anwesende Wild ist ziemlich scheu und ist sehr vorsichtig. Gleiches gilt für uns als eine riesige Büffelherde auftaucht und zum Trinken kommt. Zum Glück bleiben sie auf der anderen Seite des Wassers und ziehen dann weiter.
Die Ausfahrt wird wieder kontrolliert.
Am Luambe Gate ist alles neu und der Guard kündigt an, dass es bald einen Campingplatz gäbe. Wir wollen aber schauen, ob wir einen Platz im zentralen Camp bekommen. Er kann aus irgendwelchen Gründen nichts für das Permit kassieren, wir sollen das auf der anderen Seite erledigen. Das Luambe Camp ist ausgebucht, damit haben wir nicht gerechnet. Aber man empfiehlt uns das Community Camp am anderen Parkausgang. Das Camp liegt sehr schön am Fluß und wird von zwei sehr netten und engagierten Mitarbeitern gemanagt. Es ist noch ein anderer Camper außer uns da und die beiden Mitarbeiter am Camp freuen sich sichtlich, dass zumindest wir noch kommen. Vor dem Camp fressen Elefanten und am Fluß und am Ufer tummelt sich einiges Wild. Heißes Duschwasser müssen sie mit Eimern auf das Dach der Dusche schaffen, daher würden wir auf heißes Wasser verzichten und kalt duschen. Die anderen möchten aber warmes Wasser, so fällt für uns auch etwas ab. Wir unterhalten uns noch eine Weile mit Wilson und Mike und sie bieten uns an, in North Luangwa anzurufen und nach Camp Optionen zu fragen. Die Nacht ist wieder voller Buschgeräusche.
Ich lese hier genauso wie bei Bele fleissig mit. Wir fahren 2026 eine ähnliche Tour.
Ursprünglich wollten wir einen Bushcamper, das gibt es aber in Lusaka nicht. Auch die Dachzelte sind alles normale Zelte. Ich meine mich zu erinnern, dass The Wild Life Africa mir geschrieben hat, dass sie Alu Dachzelte planen.
Vielleicht deshalb die Autoübergabe in Kasane.
Viele Grüße Uta
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200817. Nov. 2025 · #19
@ Leona 15.705593, 29.245044 Wenn Du bei Maps Me schaust: Am Übergang vom Flach- ins Bergland ist westlich vom Nyamangwe noch ein Wasserlauf eingezeichnet und westlich davon ein Aussichtspunkt mit einem Kringel. Wahrscheinlich gehört es genau wie die abgeschlossene Hide am Wasserloch zu Zambesi Grande. Das waren zumindest die einzigen, die dort auch unterwegs waren. Ich fand die ganze GMA super
MAMarcSThemenstarter252 Beiträge · seit 200817. Nov. 2025 · #20
@ Matze @ Uta Macht der Gewohnheit 🙂 1) Im Ernst, ich habe aus Sambia nur ein Angebot erhalten, das noch teurer war. 2) Bushlore hat bei Problemen immer top reagiert 3) Der Plan war Entschleunigung, also bei Start und Ziel noch 1 - 2 Tage entpsannen, da bot sich Lusaka nicht an Als Rundfahrt mit Beginn in Lower Zambezi "spart" man ja nur 2-3 Tage Fahrt
Das Pop Up Dachzelt mit dem Standart Hilux ist ein guter und günstigerer Kompromis zum Bushcamper. Die fehlende Markise hatten wir ja dabei. Vorteil ist auch der Gepäckträger für Holz und Kanister