Nach dem Kurztrip im letzten Jahr zu den Flughunden von Kasanka war klar, dass wir noch einmal nach Sambia wollen. Die freundlichen Menschen und das abwechslungsreiche Land ist mehrere Besuche wert. Die ursprüngliche Planung mit einem Rundkurs im Osten am Zambesi und Luangwa hoch und mit den Parks in der Mitte Bangweulu und Kafue runter stellte sich dann aber schnell als zu viel für 3 Wochen heraus. Also nur im Osten hoch, 3-4- Tage pro Park, ein bis zwei Überführungstage und 2-3 Tage über Lusaka wieder runter, dann sind mit Reservetagen und An- und Abreise drei Wochen gut gefüllt. Der Entfernung wegen dieses Mal eine Premiere: Flug von MUC über ZRH – JNB – BBK und Fahrzeugübernahme in Kasane. Die Bushlore Preise sind Ende August und Fahrzeugübernahme in Kasane schmerzhaft. Aber im Vergleich zur üblichen Anreise auf Achse von JNB spart man 2 Übernachtungen pro Weg, Kilometer und Zeit. 27.08.2025 Die Umsteigezeiten sind jeweils entspannt aber nicht zu lang und das Gepäck kann von München nach Kasane durchgecheckt werden. Die Lounges sind jeweils ziemlich voll und der Service der Swiss nach JNB ist bestenfalls lustlos, eher aber einfach schlecht. In JNB ist es nur ein längerer Fußweg zum Anschlußflug mit Airlink, aber alles läuft geordnet und entspannt. Kaum zu glauben, um 17:00 in MUC gestartet und 28.08.2025 um 14:00 Uhr stehen wir auf dem Flugplatz Kasane International Airport.
Der Abholer ist da und zwei Stunden später sind wir sortiert und Abfahrbereit. Es gab nur noch einen Hilux mit Dachzelt statt dem Bushlapa, dafür haben wir aber das Standard Zelt in ein Pop Up tauschen lassen ( Aufpreis, natürlich ) dafür bequemer zu verpacken und bequemer zum Schlafen. Dieses Mal müssen wir für zwei Reservekanister zahlen, was mich sehr ärgert. Aber nach Reklamation von zu Hause , wir mieten zum dritten Mal in 9 Monaten und zahlen wirklich zapfige Preise, dieses doch sehr kleinlichen Verhaltens bekommen wir eine Gutschrift für das nächste Mal. Naja, das Auto ist fast neu und macht was es soll. Leider gibt es wieder nur einen kleinen Kühlschrank, aber mit regelmäßigem Umschichten ist das auch ok. Wir erledigen den ersten Einkauf und sind um 17.00 Uhr in Senyati. Die ersten Elefanten gab es schon an der Hauptstrasse und auf der Tiefsandzufahrt. Immer wieder schön hier. Heute wollen wir schon selber kochen, um alles auszuprobieren. Alles ist da und funktioniert, anschließend gibt es wieder stundenlanges Elefantenbeobachten, Hyänen- und Schakalgeheul und Lagerfeuer.
Teil 203. Nov. 2025
29.08.2025 Wir machen einen kleinen Gamedrive durch das wunderschöne Valley nach Kasane für die letzten Einkäufe, finden einen für uns neuen Bäcker und kaufen noch Holz an der Strasse. Zurück geht es durch den Wald am Flughafen, leider ohne Tiere. In der Mittagshitze probieren unser mitgebrachtes Tarp als Sonnenschutz aus und kommen erst einmal an.
30.08.2025 Um 6:15 geht es über die Brücke zur Grenze. Wie beim letzten Mal läuft alles ganz gut, dauert aber in Summe doch wieder 1,5h.
1. Immigration Bots 2. Custom Bots 3. Immigration Zam 4. Interpol 5. Versicherung Zam 6. Customs zum Selberausfüllen am Computer 7. Bridge und Carbon Tax am Computer 8. Zahlen am Schalter mit KWA Alles nett, freundlich und organisiert, aber es dauert… Ziel ist Natalies Farm in Kafue. Lt Maps Ankunft um 15.10 Uhr. Das gibt genug Luft um nicht zu hetzen. Noch nicht ganz da, winkt uns kurz vor Livingston die Polizei raus: Speeding in einer 40ger Zone. Aber nicht nur wir, auch jede Menge Locals werden rausgezogen. Ich glaube, die haben in der Zeit nicht eine Quittung ausgestellt. Wir zahlen 200 KWA statt 400 und können weiterfahren. Das ist bei fast allen Gesprächen später mit Touristen und Einheimischen ein Thema, die Korruption der (Verkehrs-) Polizei. Auch die Masche, mit der wir im letzten Jahr zu kämpfen hatten, ist scheinbar nicht selten. Dafür die Beamten bei den Roadblocks immer freundlich und korrekt. Na ja, für den Rest der Reise haben wir ein Trauma von Leuten, die aus dem Schatten auf die Strasse laufen.. Bis Choma läuft es gut, dann wird es voller und die Dörfer nehmen zu. Ab Monze wird dazu noch die Strasse schlechter und die Ankunftszeit verschiebt sich immer weiter. Letztlich ist es 16.30 Uhr als wir da sind, einfach, weil es zäh zum Fahren ist. Das Farmtor ist auf und das Anwesen liegt sehr schön am Fluß in Sichtweite der Brücke. Wir haben nicht reserviert und treffen am Haus niemanden an. Am Fluß sind 2 Paare, die sich auch als Besucher herausstellen. Sie sind so nett Natalie anzurufen. Wir können auf der Wiese campen, sie kommt später vorbei. Die jungen Leute sind nett und neugierig und stolz, sich mit weißen Touristen unterhalten zu können. Auch Natalie kommt noch auf einen Wein dazu. Auf dem Fluß sind Fischer, sie kommen vorbei um Fische anzubieten. Probieren wir beim nächsten Mal. Wir essen noch zusammen mit den jungen Leuten und haben einen schönen Abend. Campen kostet 300 kwa.
Ein paar Kilometer entfernt ist eine Nachtmesse oder so, bis Mitten in der Nacht wird ohrenbetäubend laut vorgebetet. Nach einer kurzen Pause geht es am frühen Morgen weiter. Dagegen ist die Musik der Marina nur Hintergrund.
Teil 306. Nov. 2025
31.08. Ein wunderbarer Sonnenplatz, nach einem ausgiebigen Frühstück geht es Richtung Lower Zambesi.
Wir haben 3 Nächte im Mvuu Camp gebucht. Bis zu den Bergen geht es gut voran, dann nur noch mit 50 km/h. Überholen ist fast unmöglich, aber zum Glück sind nur wenige LKW unterwegs.
Chirundu ist nett chaotisch, hat einen sehr guten Shoprite und viele Stände an der Strasse zum Gemüse kaufen.
Die Strecke zum Park ist dicht besiedelt, wellig und steinig, wird aber derzeit geschottert. Bis weit in die GMA ziehen sich die Dörfer, erst kurz vor dem Camp hört die Besiedelung auf ( noch!) .
Wir sind eine Nacht zu früh und Mvuu ist fast ausgebucht. Wir bekommen einen Platz in der Mitte, bevor wir morgen an die Uferkante umziehen können. Wegen der vielen Wildbesuche gibt es noch ein paar Verhaltensregeln. Zu Recht, wie wir erfahren.
Wir sind gerade im Zelt, als die Müll- Gitterbox fliegt. Ich dachte an eine Hyäne oder Honeybadger, aber es ist ein Elefant. Der zieht von Platz zu Platz und sucht nach Essen. Da hat zwar den Vorteil, dass die ziemlich laute amerikanische Gruppe sich auch in die Zelte verzieht, aber die Geräusche am Trailer des nächsten Platzes verheißen nichts Gutes. Mit Töpfen und Rufen wird er schließlich vertrieben, aber das wird nicht von Dauer sein.
Die Nacht ist voller Geräusche, weitere Elefanten kommen, Hyänengeheul und Löwengebrüll um das Camp, Leopardengrollen neben uns. Toll, so kann es weitergehen.
Teil 409. Nov. 2025
01.09. Heute wollen wir in den Park. Aber bevor wir losfahren gibt es erst einmal eine Bestandsaufnahme mit den Campangestellten und der hauptbetroffenen Familie des Elefantenüberfalls. Im Trailer zu liegen, während der Elefant die Außenfächer aufbricht ist gerade mit Kindern kein Spaß. Na ja, wir können das nichts Wesentliches beitragen. Die Fahrt zum Gate ist schon ein Gamedrive und dauert ca eine Stunde. Am Gate ratschen wir längere Zeit mit dem Ranger. Im Park ist es sehr schön, abwechslungsreiche Landschaft, der Fluß und schöne, schattige Wälder. Unter den hohen Bäumen wimmelt es von Elefanten, meist kleine Herden oder nur eine Kuh mit Kälbern. Die Elefanten sind fast schon zahm, total entspannt und wenn wir aufgrund der Wege ziemlich dicht an ihnen vorbeifahren müssen passiert: nichts! Es dauert, bis wir einen geeigneten Platz zum Frühstück finden, dafür ist es am Rand eines Schwemmgebiets umringt von Impalas und Elefanten umso schöner.
Kurz vor Jeki warten dann zwei Löwen im Busch, die trotz der Hitze sehr aufmerksam sind und erst später in den Mittagsschlaf fallen.
Auch eine schöne Seite des Parks: wir sind fast immer allein oder maximal mit einem anderen Auto an den schönen Plätzen. Am frühen Nachmittag verlassen wir den Park und machen kurz hinter dem Gate am fast trockenen Fluss Mittag. Zurück im Camp können wir unseren neuen Platz am Fluß beziehen. Sehr schön, mit Ausblick und am Weg der Elefanten zum Fluß. Na ja, nicht nur der Elefanten. Auch die Löwen von gestern waren hier, wie die Spuren zeigen. Und am Abend schaut noch ein Hippo vorbei. So viel zum Thema, dass es im Camp „sicherer“ ist.
Teil 509. Nov. 2025
02.09. Heute wollen wir es gemütlicher angehen und später in die GMA zum Wasserloch. Unser Frühstück wird unterbrochen durch den Chaos Elefant von vorgestern. Er begnügt sich zwar mit Blättern und Früchten, aber ist doch präsent und zieht von Campsite zu Campsite. Anhand der Bilder sieht man, wie leicht auch einElefant zu übersehen ist.
Am späten Vormittag starten wir in die GMA und treffen in der sehr ausgewaschenen und ruppigen Zufahrt unsere Nachbarn. Wir bleiben zusammen und erkunden das Wasserloch. Leider ist es ziemlich ruhig. Wir wollen wir noch möglichst dicht an den Bergen zu den Chongwe Falls. Ein Track auf einen der ersten Hügel sieht verlockend aus. Eine traumhafte Aussicht über die karge Landschaft bis zum Fluß ist die Belohnung. Außerdem gibt es hier oben einen Zeltplatz mit Feuerstelle und Ablutions, jedoch keinen Hinweis, zu wem dieser Platz gehört. Später im Camp hatte auch niemand eine zuverlässige Idee dazu, aber sicher zu einer der umliegenden Lodgen. Es wäre auch verlockend, hier zu bleiben. Der Wind und der Staub treiben uns schließlich doch wieder runter.
An den Falls steht ein „Private Property „ Schild. Das Gelände gehört zu einer sehr modern-stylischen Luxuslodge. Weil zur Zeit keine Gäste da sind, zeigt uns ein Angestellter die Anlage oben an den Falls. Alles sehr nüchtern und modern und die Charlets für meinen Geschmack ( und das Geld ) zu dicht zusammen. Wie auch immer, die Fälle sind trocken und mit Hochwasser muß es hier schon beeindruckend sein.
Teil 609. Nov. 2025
02.09. Heute wollen wir es gemütlicher angehen und später in die GMA zum Wasserloch. Unser Frühstück wird unterbrochen durch den Chaos Elefant von vorgestern. Er begnügt sich zwar mit Blättern und Früchten, aber ist doch präsent und zieht von Campsite zu Campsite.
Am späten Vormittag starten wir in die GMA und treffen in der sehr ausgewaschenen und ruppigen Zufahrt unsere Nachbarn.
Wir bleiben zusammen und erkunden das Wasserloch. Leider ist es ziemlich ruhig. Wir wollen wir noch möglichst dicht an den Bergen zu den Chongwe Falls. Ein Track auf einen der ersten Hügel sieht verlockend aus. Eine traumhafte Aussicht über die karge Landschaft bis zum Fluß ist die Belohnung. Außerdem gibt es hier oben einen Zeltplatz mit Feuerstelle und Ablutions, jedoch keinen Hinweis, zu wem dieser Platz gehört. Später im Camp hatte auch niemand eine zuverlässige Idee dazu, aber sicher zu einer der umliegenden Lodgen. Es wäre auch verlockend, hier zu bleiben. Der Wind und der Staub treiben uns schließlich doch wieder runter.
Teil 709. Nov. 2025
An den Falls steht ein „Private Property „ Schild. Das Gelände gehört zu einer sehr modern-stylischen Luxuslodge. Weil zur Zeit keine Gäste da sind, zeigt uns ein Angestellter die Anlage oben an den Falls. Alles sehr nüchtern und modern und die Charlets für meinen Geschmack ( und das Geld ) zu dicht zusammen. Wie auch immer, die Fälle sind trocken und mit Hochwasser muß es hier schon beeindruckend sein.
Mit einem Sundowner Stop gondeln wir zurück und haben am Ende fast noch einen Nightdrive.
Wir haben dummerweise für heute im Restaurant reserviert. Außer uns ißt nur noch ein französisches Paar, ein paar andere Gäste sind auf ein Bier da. Das Essen ist ok, aber mehr auch nicht und mit 35,00 $ überteuert. Aber selber schuld, wir haben vorher nicht gefragt. Auch das lokale Hippo kommt zum fressen unter den Leberwurstbaum, aber lauf Mitarbeitern können wir mit 10 m Abstand einfach vorbei gehen. Schon etwas seltsam, funktioniert aber. Das Hippo ist mit dem Leberwürsten ausgelastet, die es laut schmatzend verspeist. Die Dinger sind übrigens hart und schwer, spricht wieder für die Beiskraft. Nachts im Zelt liegend, wird es rundrum wieder lauf. Es sind einige Elefanten unterwegs, die sich mit Getöse durch den trockenen Wald fressen. Aber um 2.00 Uhr ändert sich die Stimmung und der Chaos Elefant kommt aus dem Hohlweg auf uns zu. Sein ganzes Verhalten signalisiert schon Ärger, obwohl er allein und ungestört ist. Er frisst sich am Busch entlang zum Auto und am Auto entlang. Wegen der Klapprichtung des Zelts können wir nur Rüssel und Schwanz sehen, aber auch das ist schon beunruhigend. Er steht so dicht am Auto, dass er mit einer Kopfneigung ein Rücklicht eindrückt. Jetzt wird es langsam blöd, denn natürlich haben wir auch Vorräte im Auto. Er rüsselt überall herum, auch am Zelt und obwohl er nicht ausgewachsen ist, ist er ganz schön groß. Mangels anderem Zugang möchte er unser Feuerholz vom Dach ziehen. Das ist aber mit einem Spanngurt festgeschnallt. Zwischenzeitlich haben wir das Gefühl, dass er Holz, Träger und Zelt vom Dach zieht. Am Ende gibt er aber auf und begnügt sich damit, meine auf dem Dach abgestellten Schuhe in den Busch zu feuern. Als er unter Kaltverformung der Nachbarmarkise weiterzieht klettere ich raus und nehme das Holz vom Dach für den Fall, dass er wiederkommt. Aber er macht sich wieder am Trailer der Familie zu schaffen. Er nachdem der Vater die Angestellten geweckt hat sind genug Menschen da, die mit Licht und Lärm den Elefanten vertreiben. Die Familie zieht in einen leeren Bungalow und es kehrt langsam Ruhe ein.
Teil 811. Nov. 2025
03.09.
Jetzt wissen wir auch, warum zu Anfang die Wege erklärt wurden und die Bungalows als Fluchtweg alle unverschlossen sind. Die Trailer – Familie wollte eigentlich noch ein paar Tage bleiben, aber sie haben natürlich auch Sorge um die Kinder. Heute wollen wir noch einmal in die GMA. Auf dem Weg sehen wir Wildschweine. Invasiv, wir später lernen und jetzt schon eine totale Plage.
Wir wollen noch einen Gamedrive in die GMA zum Wasserloch machen und die Gegend erkunden. Am Wasserloch treffen wir unsere Nachbarn. Mit diesen beiden älteren und sehr angenehmen Südafrikanern sitzen wir einige Stunden in der Nähe des Wasserlochs und beobachten das Kommen und Gehen der Tiere. Wir bis auf einige Staubduschen durch den böhigen Wind ein sehr entspannter Tag. Später fahren sie zurück, da sie wegen ihres langen Aufenthalts Diesel sparen müssen. Wir cruisen durch die Gegend und stellen fest, dass große Teile der GMA auch „private“ sind.
Zurück im Camp ist der Elefant auch schon wieder da und plündert wieder den Trailer.
Dieses Mal wurde der Game Warden alamiert. Er hat eine AK 47 mit Platzpatronen und feuert aus ca 10 Metern auf den Elefant. Die Schüsse sind viel lauter als normale Gewehrschüsse oder Übungsmunition. Er schießt drei Mal und der Elefant - reagiert nicht. Bleibt stehen und frißt weiter. Vielleicht ist er taub ? Erst bei zwei weiteren Schüssen trollt er sich, aber nicht sehr überzeugend. Ich frage mich mich was der Warden gemacht hätte, wenn der Elefant angegriffen hätte. Mit einer AK 47 wäre er nicht weit gekommen, und mit Platzpatronen schon mal gar nicht. Das vergesse ich ihn zufragen, als wir uns später längere Zeit über seine Erlebnisse als Warden und zu Hause als Bauer unterhalten. Ein ruhiger, beeindruckender Mensch, der einige Narben von Angriffen zu zeigen hat. Er ist überzeugt, dass der Elefant vertrieben ist, ich nicht. Wir wetten um 5 $ ( nicht 50, wie er vorgeschlagen hat ). Leider behalte ich Recht. Mit unserem Nachbarn essen wir sehr lecker zu Abend und bestaunen Ihre außergewöhnlich perfekten, zu Musik arrangierten, Vogelbilder. Nachts ist der Elefant wieder da und terrorisiert ein junges Pärchen, die sich in ihrem Bodenzelt zu Tode fürchten, während der Unruhestifter ihre Kisten von der Ladefläche des Pick ups zieht und zerbricht. Auch hier braucht es erst die Intervention des Trailer Vaters um die Angestellten zu wecken und den Elefanten zu vertreiben.
Teil 911. Nov. 2025
04.09. Ich fordere meine 5 $ nicht ein, das ist für ihn ja viel Geld. Am Ende wird es für den Elefanten wohl schlecht ausgehen. Wir werden es nicht erfahren, heute geht es durch den Park Richtung South Luangwa. Insgesamt hat es uns sehr gut in Mvuu gefallen und im Park werden wir noch mit einem Löwenrudel belohnt. Ein Guide nennt uns die Stelle, die wir wohl übersehen hätten, da in einer Senke gelegen.
Die Löwinnen und Jungen werden von ein paar Affen genervt, die sie laut verraten. Selten genug sind hier auch einigen Operator Fahrzeuge versammelt. Später sehen wir hinter Jeki Airstrip noch ein Rudel, aber leider weit weg von der Strasse unter einem Baum. Der Winterthorn Forrest hinter Jeki ist traumhaft schön und kurz danach biegen wir auf die Strecke Richtung East Gate.
Sie ist einsam, ohne Tiersichtungen und besser als erwartet. Gegen 13.00 Uhr sind wir am Gate und machen erst einmal Mittag. Es ist niemand da, aber kurze Zeit später beginnt die Besiedelung. Den ganzen Weg laufen Kinder mit „Sweety“ rufen auf uns zu. Ich frage mich, wie viele Leute hier auf das Betteln eingehen, um das Verhalten zu triggern. Die Stecke ist auch gut zufahren und endet ziemlich plötzlich an der Teerstrasse.
Am Bridge Camp fahren wir mangels Schild erst einmal vorbei. Es ist dann aber doch gut zu finden, die Angestellten sind sehr nett und wir entscheiden uns für ein Charlets, da der Campingplatz nicht sehr einladen ist. Es kommen später noch einige Camper, weil es ja fast die einzige Option hier ist. Sie seien auch oft ausgebucht, also haben wir Glück gehabt. Insgesamt ist es sehr nett hier, mit Bar, Restaurant und Pool und schönem Ausblick. Man könnte hier auch Wanderungen o.ä. buchen, aber uns reicht es für heute. Es gibt Reste und ohne Pool geht’s ins Bett.
Teil 1011. Nov. 2025
05.09. Die Soldaten an der Brücke schnorren sich eine Limo bei uns, sind aber sehr nett. Die Strecke nach Petauke ist ganz gut, aber mangels Schildern weiß ich nie so richtig, wie schnell ich fahren darf. Außerdem sind viele langsame LKW unterwegs und Überholen ist schwierig. Und durchgezogene Linie ignorieren kann ja teuer werden, wie wir wissen. Um 10.00 sind wir in Petauke. Das ist größer als gedacht und hat einen sehr gut sortierten Choppies.
Kurz nach dem Ort kaufen wir noch Tomaten an der Strasse. Wie im Reiseführer, bis KM 58 guter Schotter und dichte Besiedelung. An der Coucil Schranke müssen wir bei einer jungen Frau zahlen, die im weißen Kostüm und Handtasche auch im Großstadtbüro statt in einer staubigen Hütte sitzen könnte. Nach der Abzweigung wird die Strecke abenteuerlich, schlecht bis ganz schlecht und zwischendurch glauben wir uns verfahren zu haben. Aber tatsächlich ist die Hauptstrecke über längere Zeit nur wie ein Fußweg und erlaube wegen Löchern und Absetzen nicht mal Schrittgeschwindigkeit. Aber auch hier sind überall Menschen unterwegs, die sich aber keinesfalls über uns wundern und freundlich grüßen. Ziemlich genau auf halbem Weg steht im Dorf ein riesiger Grader. Stellt sich die Frage, wie der auf dem zwei Meter breiten Pfad hergekommen ist und warum er nicht gegradert hat …
Erst beim Abstieg in Tal wird die Strasse wieder besser. Es gibt noch zwei weitere Schranke, an der die Kennzeichen erfaßt werden. Der erste Kontrolleur fragt nach einer Spende für ein neues Buch, der zweite will fragen, weiß aber nicht wie er es anstellen soll. Insgesamt dauert es mal wieder länger als geplant, aber obwohl es möglich wäre, wollen wir nicht in der GMA campen sondern das Wildlife Camp erreichen. Daher gibt es nur einen kurzen Stop im Tal und gegen 16.00 sind wir im Camp. Wieder Glück, es ist nur noch eine CS frei und morgen müssen wir noch die CS wechseln. Kaum angekommen, wandern schon die ersten Elefanten über den Platz.
Aber mehr als diese halten die Affen uns in den nächsten Tagen auf Trab. Sie sind immer da und wie überall äußerst clever. Bei jeder Essensvorbereitung und jeglichem Räumen am Auto muß einer von uns mit der Schleuder wachen. Auf den Nachbarplätzen werden sie aber häufig fündig. Ein schöner Sonnenuntergang ist die Belohnung für den langen Fahrtag.
Teil 1116. Nov. 2025
06.09. Das Tierstimmenkonzert in der Nacht mit Löwen, Hippos und Hyänen war ein sehr schöner Hintergrund. Der Lärm der aufbrechenden Game drive Meute nicht so. Warum man um 5.00 20 mal die Autotür auf und zumachen muß, werde ich nie verstehen. Wir ziehen erst einmal um vom Platz in der Mitte ( der freie, links im Bild ) an die Uferkante. Heute sandeln wir im Camp und am Pool, schauen am Wasserloch dem Hippo zu und genießen das Nichtfahren. Allein die Affen sind eine Plage. Bei jeder Mahlzeit muß einer Wache stehen und der andere räumen, unbeobachtet kann man gar nichts draußen lassen.
Man sieht, die Plätze sind ziemlich dicht beieinander, aber man ist ja auch nicht im Busch. Die Camper sind sehr gemischt, von Overland Bussen, Selbstfahrer wie wir bis zu einzelnen Radfahrer(innen ) ist alles dabei. Das ergibt einige interessante Gespräche.
Bis auf einen Abendgamedrive zur Salt Pan. Die Einfahrt ist etwas schwer zu finden aber die Fahrt durch den alten Mopanewald ist toll und trotz nur weniger Tiere ist die Pan ein schöner Ort für einen Sundowner. In der Bar spielen sie heute Abend laute Musik, das gefällt uns persönlich nicht so. Anderen Gästen möglicherweise schon. Wer will schon Tieren hören, im Busch…
Teil 1216. Nov. 2025
07.09. Heute steht eine Morgen Gamedrive im Park auf dem Programm und mit dem Permit dann ein organisierter Night Drive. Es sind ziemlich viele Operator Fahrzeuge unterwegs und einige Selbstfahrer. Trotzdem finden wir ohne weitere Hilfe den vom Eingangsranger beschriebenen Löwenriß, leider ohne Löwen. Dafür mit Hyäne und kanibalistischen Krokodilen.
Auch ohne Hilfe, na ja, mit Hilfe der alarmierten Impalas, finden wir ein Löwenpaar. Ansonsten sind nicht viele Tiere unterwegs. Wir müssen ziemlich weit am Ufer fahren um einen schönen Frühstücksplatz zu finden, denn auch viele der Operator haben Frühstückszeit.
Nach Mittag fahren wir zurück, tanken in Mfuwe und schauen uns ein bißchen in den Souvenirläden um. Der Weg vom Wildlife Camp zum Gate ist jedes Mal ein Gamedrive mit Elefanten, Büffeln, Giraffen und allen möglichen anderen Tieren. Man müßte eigentlich gar nicht in den Park. Um 16.oo Uhr holt uns unser Fahrer und der Tracker ab. Wir sind allein im Auto, da die anderen Fahrzeuge mit fremdsprachlichen Gruppen samt Dolmetscher belegt sind. Das wollte man uns nicht antun, sehr nett. Pünktlich zur Abfahrt kommt auch wieder eine Elefantenherde ins Camp.
Wir wären ja gern noch geblieben, aber los geht’s. Es sind ziemlich viele Autos unterwegs und alle suchen die Leoparden. Das hat schon Züge wie im Krügerpark. Und erfolglos sind auch alle, trotz vieler Nachrichten per Whats App. Wir teilen unseren Guides mit, das unser Drive nicht von einer Leopardensichtung abhängt und sie sind ganz froh, den Troß der anderen verlassen zu können. Dass wir aber alles, was sie uns zeigen können schon am Morgen gesehen haben, baut dann doch wieder etwas Druck bei den beiden auf. Am Schluß sehen wir noch ein schlankes Weibchen, aber selbst wenn es nur zwei Autos und zwei Scheinwerfer sind: Spaß macht uns das nicht. Highlight ist dann zum Schluß noch ein Stachelschwein. Das Fazit: Es war mal wieder ganz nett, aber auch mit Guide: entweder man hat Sichtungsglück oder nicht. Wir essen im Restaurant unser am Mittag vorbestelltes Essen. Es ist ganz gut und wir ratschen noch ein wenig mit den Deutschen, die im Luambe das Camp wiederbeleben. Wenn der Dunkelheit werden wir mit dem Auto zurück zum Camp gebracht.
Teil 1316. Nov. 2025
08.09. Wir können nur bar zahlen oder warten, das Netzwerk funktioniert nicht. Ein paar Elefanten im Camp verschönern den Abschied und wir machen uns auf durch Nsefu Sektor auf nach Norden. Die Zufahrt ist etwas versteckt aber dann doch eindeutig. Es zieht sich durch Wälder und Dörfer und wie bisher: Überall sind Menschen unterwegs, zu Fuß, mit Fahrrad, Motorrad oder Auto. Die weiträumig kahle Landschaft haben dieses Mal nicht die Menschen verschuldet, sondern die Elefanten. Den entsprechenden Passus im Reiseführer bestätigt auch der Ranger am Gate. Ebenso richtig: Ob man nur Transit fährt oder noch einen Game Drive macht, ist auch egal. Also fahren wir zu den Hot Springs, wo wir unter dem einzigen Baum Frühstücken. Das anwesende Wild ist ziemlich scheu und ist sehr vorsichtig. Gleiches gilt für uns als eine riesige Büffelherde auftaucht und zum Trinken kommt. Zum Glück bleiben sie auf der anderen Seite des Wassers und ziehen dann weiter.
Die Ausfahrt wird wieder kontrolliert.
Am Luambe Gate ist alles neu und der Guard kündigt an, dass es bald einen Campingplatz gäbe. Wir wollen aber schauen, ob wir einen Platz im zentralen Camp bekommen. Er kann aus irgendwelchen Gründen nichts für das Permit kassieren, wir sollen das auf der anderen Seite erledigen. Das Luambe Camp ist ausgebucht, damit haben wir nicht gerechnet. Aber man empfiehlt uns das Community Camp am anderen Parkausgang. Das Camp liegt sehr schön am Fluß und wird von zwei sehr netten und engagierten Mitarbeitern gemanagt. Es ist noch ein anderer Camper außer uns da und die beiden Mitarbeiter am Camp freuen sich sichtlich, dass zumindest wir noch kommen. Vor dem Camp fressen Elefanten und am Fluß und am Ufer tummelt sich einiges Wild. Heißes Duschwasser müssen sie mit Eimern auf das Dach der Dusche schaffen, daher würden wir auf heißes Wasser verzichten und kalt duschen. Die anderen möchten aber warmes Wasser, so fällt für uns auch etwas ab. Wir unterhalten uns noch eine Weile mit Wilson und Mike und sie bieten uns an, in North Luangwa anzurufen und nach Camp Optionen zu fragen. Die Nacht ist wieder voller Buschgeräusche.
Teil 1417. Nov. 2025
09.09. Ich werde wach von einem Leoparden Grollen im oder am Camp. ( Wie heißt das englsiche "sawing" eigentlich auf deutsch ?) Bei gerader beginnender Dämmerung ein schöner Start in den Tag. Es gibt genau eine Stelle im Camp, die Netz hat, der Telefonbaum, sozusagen. Von dort rufen Mike und Wilson im North Luangwa an, um die Belegung zu klären. Wir verstehen alle nur Bahnhof, aber es wird schon werden. Die Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Passion für ihr Camp ist ein Highlight bisher. Obwohl es bisher überall toll war, Die Menschen sind überall herzlich und freundlich, nie aufdringlich und aber interessiert.
Das Ziel heute ist das Ituba Camp, North Luangwa. Nach dem Frühstück wollen eine Abkürzung durch den Wald nehmen. 1,5 h Zick Zack später kommen wir hinter Zokwe aus dem Busch. Ist ist wirklich unglaublich. Laut Maps sind wir ganz weit weg vom allem und überall laufen Menschen. Oder fahren Rad. Die Menschen unterwegs waren freundlich überrascht, so viele Touris verfahren sich hier wohl nicht.
und in einem der Dörfer gibt es wieder einen Schlagbaum. Der Wärter notiert das Kennzeichen und sagt dann, dass er Hunger habe. In der Zwischenzeit ist aber schon das halbe Dorf da und alle wollen irgendwas. Die Lösung für uns heißt mal wieder: Fußball! Ich frage nach dem besten Torwart der anwesenden Jugend und fordere ihn auf, ein paar Torschüsse zu parieren. Das ist für alle ein großer Spaß und am Ende wird es ( natürlich ) ein Unentschieden. Mir hat es auch Spaß gemacht und wir kommen weiter, ohne irgendjemanden zu enttäuschen. Vor einem der Dörfer ist steht ein Verkehrsschild mit einer Warnung vor Flugzeugen. Da es ja viele lustige Schilder gibt, achten wir nicht sehr darauf. Kurz vor der nächsten Querstrasse rast ein Flugzeug im Start vorbei… Das war knapper als mit manchem Elefanten.... Besser man achtet auf die Schilder. Das ganze Dorf hat scheinbar heute Flugzeugtag, die Strassen sind voller Schaulustiger.
Teil 1517. Nov. 2025
Das Ituba Community Camp ist ausgebucht. Damit haben wir nicht gerechnet. Ich dachte, dass North Luangwa noch ruhiger und abgeschiedener ist. Na ja, wir fahren zum Gate und erkundigen uns nach den Übernachtungen der Amatololo Experience an. Der Ranger Edward ist sehr nett, kann zwar nicht Kopfrechnen aber ist sehr bemüht. Er bekommt weder per Funk noch per Telefon eine vernünftige Verbindung aber wir einigen uns darauf, dass Mushika heute gebucht ist, aber übermorgen frei. Muzumgwe ist heute frei und Nkholo ohnehin kein Problem. Das Permit dauert eine Weile, weil es zwei verschiedene Gebühren sind. Wir zahlen insgesamt 170 $ für zwei Nächte. Zusätzlich bekommt man einen Tracker, den man am Ende wieder abgeben muß. Damit wird kontrolliert, wie viele Tage man insgesamt im Park war. Der Fluß ist flach und die Furt ausgeschildert, kein Problem. Aber die Uferauffahrt ist Tiefsand und nach drei Versuchen lasse ich doch Luft ab.
Mushika liegt schön am Fluss, aber dort kommen wir ja erst morgen hin. Die Elefanten hier sind entweder aggressiv oder scheu. Dafür gibt es aber tolle Ausblicke auf den Fluß mit unzähligen Hippos und Krokodilen.
Muzumgwe liegt an einem Seitenarm, der noch ein wenig Wasser führt, hat aber nicht den grandiosen Ausblick. Aber auch an die kleine Rinne kommen viele Tiere. Für uns gibt es eine Wasserpumpe ( indisch ), eine Dusche ( Eimer chinesisch ) und ein Klo. Alles ganz schön gemacht. Hier kommt auch zum ersten Mal unser Mückennetz zum Einsatz, da einen sonst die TseTse auffressen. Aber so geht es ganz gut. In der Nacht fressen sich ein paar Elefanten durch den Busch heran. Ich bin gespannt wie sie sich verhalten, wenn sie auf die Lichtung kommen. Plötzlich ist es still, keine Fressgeräusche, keine Äste knacken, nichts.
Teil 1620. Nov. 2025
10.09. Nach Nkholo ist es nicht weit und da es früh heiß wird, beschließen wir einen entspannten Tag im Camp zu verbringen. Wir starten spät und gondeln durch den Busch. Die Wege sind sehr schmal, aber schön ind interessant angelegt. Trotzdem sehen wir wenig Tiere. Abgesehen von Hippos und Krokodilen...
Es gibt zum Mückennetz auch eine Gamedrive Version, damit wir die hinteren Fenster auf lassen können. Sonst bekommt man gar nichts von außen mit. Gerade wenn man steht möchte man ja die Tiere auch höen. Und hier sind viele viele Tse Tses unterwegs.
Am Fluß ist es schön, aber ruhig. Das Camp liegt an der Uferkante, aber es sind ca 100 Meter bis zum Fluß. Auch hier: Entspannung nur mit Netz !
Bei Dunkelheit sieht man die Campfeuer und Lichter der Fischer am anderen Ufer. Nachts gibt es wieder Buschkonzert.
Teil 1720. Nov. 2025
11.09. Heute geht es quer durch den Park nach Lufila Falls. Damit wäre dann die Durchquerung komplett.
Durch den Park ist es schön, mit vielen schönen Ausblicken auf den grünen Fluß. Wir sehen Büffel und einige andere Tiere. Dann geht es in die Berge und die Strecke wird zunehmend anspruchsvoll. Natürlich kann der Hilux mehr, aber zum Teil sind die Seitenneigungen schon beträchtlich, Steigung und Abstieg macht uns keine Sorgen. Aber zum Teil ist es sehr verblockt. Neigung, Dachlast und zusätzliche Impulse durch Felsen sind für mich schwer zu berechnen und die Strecke ist neu. Ich möchte Bushlore nicht erklären, warum das Auto im NLNP auf dem Dach liegt. Zumindest die 40 l Diesel wandern in der Mittagspause vom Dach in den Tank und das Holz ins Auto. Immerhin zu meiner Beruhigung. Aussteigen zum Fotografieren ist fast nicht möglich, dutzende von Fliegen sind immer am Auto und stürzen sich sofort auf ihr Opfer. Zwischendurch sind größere Bereiche abgebrannt, der Rest ist trocken oder grüner Wald in Flußnähe.
Als wir mittags an den Falls sind, ist es ziemlich heiß. Im Fluß kann man sich abkühlen, aber insgesamt kein so schöner Platz um hier zu bleiben. Für Afrika natürlich toll, aber zu Hause ist ein krokodilfreier Fluß zum Baden nicht so spektakulär.
Nach dem Mittag beschließen wir, wieder zurückzufahren. Edward hat ja gemeint, Mushika wäre frei und die vorigen Camper haben uns gesagt, dass sie heute Abreisen. Wir nehmen die Traverse für die Rückfahrt und sehen so weitere Bereiche des Parks. Die Ausblicke sind immer wieder schön, aber die Rückfahrt verläuft auch tierarm. Nur die zwei Gates mit Rangerinnen sorgen für Abwechslung bei ihnen und uns. Am Tag passieren ca 5 Autos die Kontrollposten, davon die Hälfte Staff.
Teil 1822. Nov. 2025
Mushika ist leider besetzt. Wir überlegen was wir jetzt tun, aber natürlich kann in den letzten zwei Tagen genau wie wir jemand spontan gekommen sein. Es ist früher Nachmittag, also noch genug Zeit um aus dem Park rauszufahren. Wir wollen mal nachfragen und treffen eine sehr nette Südafrikanerin. Sie haben schon vor Monaten für mehrere Nächte gebucht und bietet an im Office anzurufen, ob die anderen Plätze frei sind. Während wir sprechen taucht Ihr Mann aus dem Busch auf. Er war nackt! Feuerholz suchen und konnte durch uns nicht wieder zurück. Irgendwo hat er eine Plastiktüte gefunden und kommt dann mit ihr als Schutz doch wieder ins Camp. Sehr witzig. Sie rufen für uns im Office an, wo man uns dank Tracker sofort zuordnen kann und uns mitteilt, dass alle 3 Camps für heute gebucht sind. Es wird bald dunkel und wir würde es noch zurück zum Gate und nach Iduba schaffen. Aber sie erlauben uns, die weitläufige CS zu teilen. Sehr nett. Wir stellen uns ans andere Ende und so sind alle ziemlich ungestört. Der Nachteil trotz der schönen Lage am Hochufer ist, dass der Haupttrack nur einen Bogen um die CS schlägt, so kommen ab und zu Autos vorbei. So auch jetzt noch und auch in der Dunkelheit sehen wir Scheinwerfer. Die anwesenden Elefanten finden das nicht lustig und jagen erst eines der Autos und dann ein Hippo.
Der Elefantenalarm geht die ganze Nacht weiter, aber alles weit weg oder am Fluß.
Teil 1922. Nov. 2025
12.09. Es war eine schöne Nacht an einem schönen Platz.
Wir genießen das letzte richtige Buschfrühstück und bedanken und noch einmal bei den Camp Inhabern. Auch die vielen Hippopools und die Menge an Krokodilen ist spektakulär. Heute ist das Tagesziel wieder nur einen Gamedrive entfernt, aber der nördliche Wendepunkt. Übernachten wollen wir im Community Camp am Mano Gate. Die Fahrt durch den Park kennen wir ja bereits, sie verläuft wieder ereignis - und tierlos. Trotzdem landschaftlichs schön und vom Flachland in die Berge hat auch seinen Reiz. Gegen Mittag sind wir am Gate.
Hier zahlen wir die zusätzliche Nacht und das Camping nach und geben den Tracker ab. Das Samala Camp liegt etwas tiefer am Fluß. Der Empfang ist sehr freundlich und alles ist liebevoll gestaltet und gut gepflegt. Wir bekommen eine von zwei Campsites, die andere ist belegt. Unsere liegt schön am Fluß, ist aber nicht sehr groß und ziemlich schräg. Wir baden wenig im vielleicht 20° warmen Wasser. Für afrikanische Verhältnisse ist ein krokodilfreier, kühler Fluß zum Baden natürlich ein Highlight, für Mitteleuropäer vielleicht nicht so. Eventuell ist das auch der Unterschied unseres Empfindens beim Lufila Camp zwischen Afrikanern und uns.
Am späteren Nachmittag kommt der sehr nette Mitarbeiter und fragt, ob wir evtl teilen würden, es wäre noch ein SA Couple angekommen. Obwohl wir dann wirklich dicht an dicht stehen, sagen wir natürlich ja. Wo sollen sie auch sonst hin. Es kommen auf der anderen Flußseite noch ein paar menschen- aber nicht wasserscheue Affen vorbei und auch Elefanten sind nicht weit.
Teil 2022. Nov. 2025
13.09. Die Südafrikaner wollen ab heute die Amatorolo Tour machen und waren nicht begeistert, dass man alles vorbuchen müßte. Vielleicht schlafen sie deshalb länger, Wir frühstücken noch am Fluß und verschenken unsere Lebensmittelbestände zum großen Teil an die Camp Mitarbeiter, die sich total freuen. Das ist wirklich ein schönes Camp, eine Übernachtung wert. Ein paar Kilometer Schotter haben wir noch und dann ist wieder Reifendruck erhöhen an der Great North Road angesagt. Der China Kompressor hat etwas Probleme mit der Hitze und schaltet dauernd ab, sehr nervig. Aber kein Vergleich zu den nun kommenden vielen hundert Kilometern auf schlechten Strassen, Baustellen und LKW. In Verbindung mit den Road Blocks, die wieder sehr freundlich verlaufen, bringen wir gerade mal einen Schnitt von 50 km/h zu Stande. Und dass, obwohl wir zwar alle Regeln einhalten, aber auch überholen wo möglich. Bei 8h Fahrt sind 4 Minuten am Stück Tempo 100 der Rekord.
Um 15.30 Uhr nutzen wir die strategisch gut gelegene Fika Lodge zur Zwischenübernachtung. Heute ist Samstag und der Plan ist, am ruhigen Sonntag Morgen durch Lusaka zu fahren. Wir essen sehr gut und günstig Fisch und Steak und schlafen auf dem großzügigen Gelände. Und ja, es läuft ein Generator und man hört die Strasse. Trotzdem ein sehr guter Stop over Platz.