tina76 schrieb:Etwas schade, dass Ihr die roten Paradiesvögel nicht so richtig zu Gesicht bekommen habt. Vogelsichtungen waren generell eher schwierig in den von Euch besuchten Regionen in Indonesien?
Vogelsichtungen in unbekanntem Gelände sind oft schwierig. Ich bin ja seit 3 Wochen in Costa Rica das eine fantastische Vogelwelt hat und habe inzwischen eine stattliche Anzahl schöner Vogelfotos. Aber ohne lokale Guides und spezielle Wildlife Lodges hätte ich wahrscheinlich nicht mal 10% davon.
Solche Guides gibt es auch in Indonesien. So war ich u.a. mit einem Papua mit dem schönen Namen Hans ein paar Tage in den Arfak Mountains südlich von Manokwari auf Vogel- und Schmetterlings- Fotopirsch.
meine HP: www.wolfgangsphotos.de
leave nothing but footprints, take nothing but memories
fahrinurlaubThemenstarter394 Beiträge · seit 200821. März 2025 ·
@ Wolfgang. Tolles Foto von den roten Paradiesvögeln. Danke! Ja, ich denke es war die selbe Insel. Unten stand ein Schild mit 'Bird of Paradise Island'. Mein Partner hatte allerdings überhaupt nicht die Geduld, so lange auf Pirsch zu gehen. Wir konnten noch einen kurzen Blick auf die lange Schwanzfedern erhaschen.
Gerne auch noch Fotos von der Unterwasserwelt.
Vielen Dank auch für die Tipps auf Bali, Wolfgang. Pemuteran hat uns sehr gefallen und auch in Sidemen war das Wetter super. Allerdings wegen den Flugverspätungen ein zu kurzer Aufenthalt dort.
fahrinurlaubThemenstarter394 Beiträge · seit 200821. März 2025 ·
Am zweiten Tag fuhren wir mit einem 4x4 zum See Habbema auf ca. 3.200 Meter. Das Resort liegt auf 1.900 Meter. Die Piste war zum Teil sehr schlecht und wir mussten wegen einer Militärkontrolle einen kurzen Umweg durch noch unwegsameres Gelände fahren. Die Landschaft wechselte von Berg-Regenwäldern in eine savannenartige Moorlandschaft. Oben angekommen, war die Luft schon sehr dünn. Das Hochmoor am See Habbema ist geprägt von riesigen Baumfarnen und Schraubenkiefern, die mit Moosen und Flechten bewachsen sind. Auf der kurzen, aber wegen der Höhe anstrengenden Wanderung, sahen wir Zwergzypressen, Rhododendren und vielen Orchideen. Da es jederzeit regnen konnte, und wir auf der Rückfahrt nicht im Schlamm stecken bleiben wollten, machten wir das Lunch-Picknick in wärmeren Gefilden.
Auf dem Umweg kurz vor Wamena, wurde auf einer Wiese gerade ein Fest abgehalten. In großen Gruppen saßen Frauen und Männer des Stammes der Lani getrennt zusammen und verspeisten Gemüse, dass zuvor in großen Erdgruben mit heißen Steinen gegart wurde. (Darüber berichte ich noch ausführlich). Hier sollte Geld für den Bau einer Kirche im Ort gesammelt werden. Wir hielten kurz an und beobachteten die Szenerie und spendeten auch einige Rupien. Von Zeit zu Zeit rannten einige Frauen und Männer mit dem Gemüse los, um den Neuankömmlingen das Essen zu überreichen. Auch unser Fahrer und Träger wurde direkt auf der Straße Mais, Süßkartoffeln eingebunden in Farnen und Gräsern gereicht. Es schien ihnen besser zu schmecken als unser Mittagessen Nasi Goreng und Obst, denn als wir weiter wollten, wurde das Gebinde aus Gemüse direkt auf die Ladefläche des Autos geschmissen.
Ausblick auf das Baliem Tal
Lake Habbema auf ca. 3.200 Meter
Riesenbaumfarn mit Schmarotzerpflanze (Myrmecodia lamii). In den zahlreichen Kammern und Tunnel leben Ameisen in Kolonien
Ameisen Pflanze (Myrmecodia lamii)
Hier wandern sehr wenige Menschen. Unser Guide fand den Weg nicht mehr.
Orchideen
Mittagsrast in wärmeren Gefilden mit unserem Guide, Träger und Fahrer
Ein Fest auf der Wiese. Hier wird für den Bau einer Kirche gesammelt. Nebenan wurden in verschiedenen Erdlöchern das Gemüse mit heißen Steinen gegart
Hier nun ein paar Fotos vom Schnorcheln in Raja Ampat. Auch ich war einige Tage auf Kri, allerdings deutlich einfacher untergebracht, im VVIP Bungalow ( 😄 da gab's noch nicht mal eine Dusche) des Lukson Homestays gleich neben dem Kri Eco Resort. Da war ich der einzige Gast der sich im Boot an die schönsten Schnorchelplätze rund um Kri bringen ließ. Dieses Foto hier ist zwischen Kri und der Nachbarinsel Mansuar entstanden.
Ich war aber auch einige Tage auf Batanta und habe dort in einer auf Stelzen über dem Wasser gebauten Hütte gewohnt. Direkt darunter fand ich die Seeanemone mit dieser Glasgarnele.
Ein Woche lang war ich außerdem auf einer Adventure Cruise mit dem Bigkanu, mit dem wir von Waisai bis nach Wayag schipperten und an vielen Stellen schnorcheln konnten. Dabei habe ich diesen Wobbegong - auch Teppichhai genannt - entdeckt. Hätte ich nicht vorher schon auf Tauchgängen von einem Tauchguide Wobbegongs gezeigt gekriegt hätte ich ihn wohl übersehen, so perfekt getarnt wie der ist. Aber so wusste ich worauf ich achten muss und habe mir dann auch die Mühe gemacht ihn so zu fotografieren - mit Blitz! - dass man ihn besser erkennt als mit dem diffusen, von der Wellenbewegung an der Oberfläche bewegten Tageslicht.
meine HP: www.wolfgangsphotos.de
leave nothing but footprints, take nothing but memories
fahrinurlaubThemenstarter394 Beiträge · seit 200822. März 2025 ·
Danke, Wolfgang.
Ich finde es schwierig beim Schnorcheln zu fotografieren und die Motive einzufangen, da alles so wackelig ist und die Fische sich auch noch bewegen.
fahrinurlaubThemenstarter394 Beiträge · seit 200822. März 2025 ·
Tag 3 im Baliem Valley Resort war angebrochen und wir wollten das tradionelle Schweinefest in einer kleinen Ansiedlung (genannt omma) in der Nähe des Resort besuchen. Wir waren auch nicht mehr allein im Resort, zwei weitere Gäste waren am Tag zuvor eingetroffen. Sie kamen von einer dreitägigen Wanderung entlang des Baliem Flusses, mit Übernachtungen im Zelt und sollten mit uns zum Schweinefest der Dani.
Nach 30 Minuten erreichten wir eine kleine Lichtung mit wundervollem Ausblick auf die Berge. Wir waren am Schauplatz ihrer traditionellen Kämpfe angekommen. Der Stammeshäuptling begrüßte uns auf einem hohen Baumpfahl mit Pfeil und Bogen und am Boden lieferten sich einige Jungs Schaukämpfe. Das alles war natürlich nur gestellt und die Veranstaltung ist speziell nur für Touristen ausgelegt, aber ansonsten hätte man auch keine Zugang zu solchen Ereignissen. Mit der Körperbemalung und dem Kopfschmuck des Häuptlings gab es tolle Fotomotive. Nach 20 Minuten war alles vorbei und wir erreichten das kleine Dorf (omma) eingezäunt von Palisadenzäunen.
Durch eine Art Torbogen kletterten wir auf den kleinen Dorfplatz und dort warteten bereits die Dani-Frauen auf uns und sangen und feierten das Schweinefest. Der Dorfplatz ist umgeben von strohgedeckten Rundhütten für die Familien und besondere Frauenhütten, das eigene Männerhaus ist für die Frauen tabu. Der Stammeshäuptling entfachte auf traditionelle Weise das Feuer. Mit einer Art Bambusseil zog er immer wieder über einen Stock bis die Reibung schließlich eine kleine Flamme im Heu erzeugte.
Das anschließende Schweinefest ist nichts für schwache Nerven. Das Schwein wurde herangeschafft und sollte mit einem Pfeil getötet werden. Das funktionierte aber nicht so richtig und das verletzte Schwein rannte kreischend über den Dorfplatz hin und her. Die kleine Siedlung ist aber so eingezäunt, dass es keinen Ausgang gibt. Schließlich schaffte man es doch, dass Tier von seinen Qualen zu erlösen und die männlichen Kinder und der Häuptling zerteilten das Schwein. Der Schwanz und die Ohren wurden von einem Kind als Trophäen abgeschnitten. Für mich, in den 60er Jahren auf einem Bauernhof aufgewachsen, waren Schlachtfeste nicht ungewohnt, aber die anderen Drei schüttelten sich etwas.
In dem zuvor entfachten Feuer wurden nun Steine erhitzt. Die Frauen leerten zeitgleich die eigentliche Erdkochgrube von alten Gräsern und Überbleibseln vom letzten Fest sowie Regenwasser (es regnet sehr viel Abends im Baliem Tal). Es wurden frische Farne und Gräser herangeschafft und die heißen Steine drauf gelegt. Schicht auf Schicht folgten nun auch Süßkartoffeln und Maiskolben und auch das in Farne eingewickelte Schwein. Allmählich entstand ein kleiner Turm aus Farnen, Blättern und Gemüse, der am Ende mit einer Kordel zusammengehalten wurde. Jetzt musste alles nur noch 1,5 Stunden durchgaren.
Fortsetzung folgt
Der Stammeshäuptling erwartet uns
Der Kopfschmuck ist aus den Federn des Paradiesvogels
Das Feuer wird auf traditioneller Art entfacht
Taback
Das Schwein wird erlegt
Das Feuer für die heißen Steine
Die Haut am Schwein wird entfernt
Auch Kinder werden früh an diese Arbeit herangeführt
Das Erdloch wird mit Farnen, heißen Steinen und Blätter ausgelegt
Das Gemüse wird von Frauen in den Kopftragenetzen herangeschafft
Der kleine Turm aus Farnen, Gemüse und den Überbleibsel vom Schwein wird festgebunden
fahrinurlaubThemenstarter394 Beiträge · seit 200823. März 2025 ·
Während der Garzeit schaute ich mich etwas im Dorf herum… machte Fotos von der Landschaft und den Bewohnern. Wir bekamen unser indonesisches Essen von unserem Guide gereicht… Reis mit Gemüse und Obst. Es regnete etwas und die meisten Dani verschwanden in ihren Hütten. Inzwischen tauchten auch einige Hunde auf Platz auf, in Erwartung der baldigen Mahlzeit.
Nach ca. 1.5 Stunden kamen alle Dani aus ihren Hütten und versammelten sich auf dem Platz. Die Frauen entfernten die Farne und Schicht für Schicht die Blätter, in dem das Gemüse und Schwein eingewickelt waren sowie die warmen Steine. Bei den Dani ist es üblich, dass die Frauen das Gemüse und die Männer das Schwein bekommen. In zwei Gruppen, nach Geschlechtern getrennt, saßen nun die Dani auf dem Boden. Die Frauen auf einem riesigen Teppich aus Farnen und Blättern. Der Stammeshäuptling überreichte allerdings auch den Frauen Teile vom Schwein. Wir probierten nur die Süßkartoffeln und auch den Mais.
Noch während die Dani dort saßen verließen wir nach 4.5 Stunden das Fest. Obwohl das Schweinefest nur für uns ausgerichtet wurde, eine wirklich tolle Erfahrung. Allerdings waren wir auch nur 4 Zuschauer.
Der Eingang der kleinen Ansiedlung (omma)
unbeschreiblich schöne Berglandschaft.
Die Hunde wärmten sich auf der Feuerstelle der Steine
Lotusblume1’947 Beiträge · seit 200923. März 2025 ·
Moin, sehr beindruckende Fotos, trotz einer Show Vorführung!
Das Foto erinnert mich, vom Aussehen her, sehr an die Aboriginals. Ich meine auch seinerzeit, bei einem Besuch der Aboriginals gehört zu haben, dass diese vom Indonesischen Archipel Richtung Australien gewandert sind.
fahrinurlaubThemenstarter394 Beiträge · seit 200823. März 2025 ·
Lotusblume schrieb:Moin, sehr beindruckende Fotos, trotz einer Show Vorführung!
Das sind generell bezahlte Vorführungen. Ansonsten hätten wir uns nicht wohl gefühlt und auch nicht die Fotos machen können. Herr Dr. Weiglein, der Eigentümer vom Baliem Resort, veranstaltet sehr oft Expeditionen. Demnächst mit arte-TV in den südlichen Teil West Guineas. Er stellt die Kontakte zu den Stämmen her und gegen Bezahlung werden dann die Riten etc. vorgeführt. Wir hatten vorher auch Bedenken aber das alles abgeklärt war fanden wir im Nachhinein besser.
Die Versammlung einen Tag vorher, um Spenden für den Kirchenbau einzusammeln, war authentisch und ein Zufall, dass wir vorbei fuhren. Wir wurden wie auf den Fotos zu sehen, sehr angestarrt und beobachtet, aber auf eine freundliche Art.
Das mit den Aboriginals weiß ich nicht. Die Stämme im Hochland waren bis in den 30er völlig isoliert. Es änderte sich wohl extrem in den letzten 20 Jahren mit der Globalisierung, Handys etc. Da legten viele ihre traditionelle Kleidung ab und auch die indonesische Regierung baute den Flugverkehr und die Straßen aus, siedelte viele Indonesier an etc. Tourismus gibts aber kaum.
Ich fands sehr lustig als in der Pause, der Häuptling im vollen Ornat im Männerhaus mit dem Smartphone die Einnahmen nachrechnete…leider kein Fotos davon. Einige Jungs liefen auch nackt mit Smartphone rum… davon gibts ein Foto.
fahrinurlaubThemenstarter394 Beiträge · seit 200825. März 2025 ·
Wir waren wieder alleine im Resort. Die zwei Deutschen waren schon früh abgereist.
Am letzten Tag im Baliem Valley Resort stand eine kurze Wanderung zu einer Mumie und der Besuch einer Höhle an. Am Vortag hieß es noch, die Straße sei gesperrt, da Einheimische sie wegen eines tödlichen Unfalls für mehrere Tage blockiert hätten. Aber früh morgens war wieder alles offen. Nach ca. 1 Stunde Autofahrt erreichten wir einen Abzweig, wo die Wanderung starten sollte. Der Pfad war so zugewachsen, dass er von Helfern zum Teil freigeschlagen werden musste. Dann erreichten wir den reißenden Baliem Fluß, den es zu überqueren galt. Ein Einheimischer schwamm zum gegenüberliegenden Ufer und holte das kleine Holzkanu zu uns. Jetzt wurden wir in dieser wackligen Holzschale einzeln hinüber gerudert. Ich hatte das Gefühl, dass jede kleine Bewegung den Einbaum zum Kentern bringen würde. Der Porter blieb mit unseren Sachen zurück, da er nicht schwimmen konnte. Einen kurzen Fußmarsch später erreichten wir das kleine Dorf Meagaima und die Hütte mit der Mumie. Die Mumie wurde vor ca. 250 Jahren einbalsamiert und wird wegen ihrer Abgeschiedenheit ganz selten besucht. Die Einbalsamierung eines Häuptlings nach dem Tod geschieht nur auf ausdrücklichen Wunsch zu Lebzeiten und gehört nicht unbedingt zur Tradition der Dani. Über der Mumie in der Hütte leben die männlichen Nachfahren, was sehr beengt und auch etwas schaurig sein muss. Wir blieben nicht lange, das es nach Regen aussah und wir unbedingt im trockenem über den Fluß zurück wollten.
Auf der Rückfahrt machten wir noch einen kurzen Abstecher zur Kotilola Höhle mit hunderten von Fledermäusen und anschließendem Picknick-Lunch neben einer 'omma' Siedlung.
Am Abend genossen wir alleine ein sehr gutes Abendessen und sagten Adieu zum Baliem Resort.
extrem zugewachsen der Weg zur Mumie
Diesen reißenden Fluß galt es zu überqueren
ein Einheimischer holt das kleine Einbaum
los gehts erstmal gegen die Strömung
hier sitzt die Mumie zusammen mit ihren noch lebenden männlichen Nachfahren
die Einbalsamierung eines Stammeshäuptlings wird sehr selten gemacht.
fahrinurlaubThemenstarter394 Beiträge · seit 200825. März 2025 ·
Einen Aufenthalt im Baliem Valley Resort kann ich wärmstens empfehlen, dort ist man sehr gut aufgehoben und die Touren sind einfach toll.
Am nächsten Morgen brachte uns der Guide noch zum Flughafen in Wamena. Die Flüge mit Wings Air und Garuda nach Jakarta waren pünktlich und am späten Nachmittag erreichten wir unser Hotel 'House of Tugu' in Old Town Jakarta. Dieses Hotel ist der Hammer, sieht schon von außen, mit der eingewachsen Fassade, sehr verwunschen aus und ist innen ein einziges Labyrinth… mit zwei Restaurants, Pools mit Wellness-Bereich, einigen Räumen zum Anmieten und vielen Sammlerkunstwerken überall. Da noch nicht ganz geöffnet gab es ein Soft Opening Angebot… mit Massage, Nachmittags Tea und authentischen reichhaltigem indonesischen Frühstück. Wir hatten das Konkubinen Zimmer im oberen Stockwerk. Alle Zimmer sind sehr stylisch und jedes hat ein anderes Motto. Am nächsten Morgen bekamen wir noch eine Privatführung durch dieses wunderschöne Hotel. Das wird mal eines der Top Hotels in SEA. Da Jakarta nicht so viel zu bieten hat, braucht man dieses Hotel eigentlich überhaupt nicht verlassen.
Am Abend unternahmen wir noch einen kurzen Spaziergang zum Taman Fatahillah. Am Wochenende tobt dort der Bär und die Jugend Jakartas amüsiert sich bei Musik etc.
Die Fassade vom House of Tutu
bei Nacht
eines der Innenhöfe
im teureren Restaurant nur mit angemessener Kleidung
Pool Bereich
Wellness Bereich
Frühstücks- und Abendrestaurant
Unser Konkubinen Zimmer
Viele Sammlerobjekte im Hotel
Räume für Veranstaltungen
Wunderschöne Zimmer und exzellenter Service
Tea Time im Tugu
Am nahem Taman Fatahillah trifft sich die Jugend Jakartas
fahrinurlaubThemenstarter394 Beiträge · seit 200826. März 2025 ·
ANNICK schrieb:Hallo fahrinurlaub,
Im Hause of Tugu könnte ich es auch sehr gut aushalten! 😄
Toller Reisebericht. Danke für's teilen.
Es grüsst Annick
Danke, Annick. Das Hotel in Jakarta ist wirklich eine Entdeckung.
Seit 20 Jahren wird dort gebaut. Es war im 17 Jahrhundert die Residenz einen reichen exzentrischen chinesischen Handelsmannes der keine Besucher wollte und man nannte es 'The Forbidden House of Batavia'. Deshalb verläuft man sich zu Anfang auch permanent. Zwischenzeitlich war es ein Warenlager und wohl auch mal ein Zoo und ein Hotel. Charlie Chaplin war auch schon zu Gast. Die historischen Artefakte aus China, Java und Holland machen es zu was ganz besonderem.
Was für ein ausgefallenes und tolles Hotel in Jakarta! Genau da würde ich auch übernachten wollen, wenn ich mal in diese Region kommen würde. Danke für den super Tipp und auch für die sonstigen Eindrücke.
Lotusblume1’947 Beiträge · seit 200927. März 2025 ·
tina76 schrieb:Was für ein ausgefallenes und tolles Hotel in Jakarta! Genau da würde ich auch übernachten wollen, wenn ich mal in diese Region kommen würde. Danke für den super Tipp und auch für die sonstigen Eindrücke. Viele Grüße Tina
Z.B. kannst du ein Stopover auf den Flug nach Australien/Neuseeland in Jakarta machen. (Wir sind bisher immer mit Stop-over nach und von Neuseeland/Australien geflogen). Die Airlines haben immer sehr gute Stop-over-Pakete inkl. Abholung vom Flughafen/Hotel/Stadtrundfahrten etc. je nach Airline. Auf dem Hinflug haben wir uns immer Städte (und Umkreis) angeguckt: Hong Kong, Bangkok, Kuala Lumpur, Taipeh und auf dem Rückflug paar Tage Strandurlaub z.B. auf Bali, Langkawi, Fidschi.
fahrinurlaubThemenstarter394 Beiträge · seit 200801. Apr. 2025 ·
Die letzten drei Tage in Singapur möchte ich Euch nicht vorenthalten. Wir kennen Singapur schon seit den 80er Jahren, haben viele Stopover auf dem Weg nach Australien dort verbracht und empfanden den Stadtstaat lange als sterbenslangweilig. Jedoch hat sich Singapur in den letzten Jahrzehnten extrem gemausert und bietet neben grandioser Architektur, leckerem Essen und viel Multikulti, mit dem neuen 'Gardens by the Bay' ein richtiges Dschungelfeeling.
Unser Hotel war zentral und direkt neben Chinatown gelegen. Ein Super-Hotel mit Infinity Pool auf dem Dach und tollem Frühstücksbuffet. Allerdings überkam uns beim Frühstück – angesichts der Geschäftigkeit und den vielen Business-Menschen – ein Anflug von einem Kulturschock. Wir wollten wieder zurück zu den Dani in West Papua und vermissten das gemütliche und persönliche ‘House of Tugu‘.
Ganz oben auf unser 'zu besuchen Liste' stand die neue Touristenattraktion das Parkgelände 'Garden by the Bay' und die Glaskuppeln 'Cloud Forest' und 'Flower Dome'. Abends besuchten wir noch die Veranstaltung und Lightshow 'Opera at the Gardens' unter den 'Supertrees'. Schon sagenhaft, was diese Botanischen Gärten zu bieten haben. Wir waren wieder versöhnt mit Singapur.
Die anderen zwei Tage unternahmen wir Spaziergänge im nahem Chinatown und Little India. Chinatown ist bekannt für seine kulinarischen Streetfood Zentren… den Hawkers, die mittlerweile zum immateriellen UNESCO Kulturerbe gehören. Allerdings stecken die Hawker Zentren in einer Krise, da immer weniger die schweißtreibende und anstrengende Arbeit dort nachgehen wollen.
Unser Hotel in Chinatown mit Blick auf den Business District
Der 'Cloud Forest' beim 'Gardens by the Sea'
Kennt jemand diese Pflanze?
Tolle Verbindung von Architektur und Pflanzen
Zeitgenößische Skultpuren im Parkgelände… Planet von Marc Quinn
Lotusblume1’947 Beiträge · seit 200901. Apr. 2025 ·
fahrinurlaub schrieb: Wir kennen Singapur schon seit den 80er Jahren, haben viele Stopover auf dem Weg nach Australien dort verbracht und empfanden den Stadtstaat lange als sterbenslangweilig.
Moin fahrinurlaub, genau deshalb haben uns anderen Metropolen auf den Weg nach/von Neuseeland/Australien mehr gereizt. Von allen Seiten hieß es immer: kann man sich sparen. Bei unserer nächsten NZ-Reise ist Singapur aber schon fest eingeplant und wir freuen uns darauf. Danke für die tollen Fotos dazu!
Tolle Fotos zeigst Du da von Singapur! Das macht Lust auch mal wieder da hin zu düsen!
Ich kenne Singapur auch schon seit den 80ern. Damals war es noch wesentlich ursprünglicher. So hatte ich das Glück das Hawker Center öfters besuchen und die damals noch ausgesprochen günstigen Leckereien dort genießen zu können. In Singapur habe ich auch einige Minolta Objektive gekauft, die in Deutschland damals mehr als doppelt so teuer gewesen wären. 2 davon verwende ich noch heute an meinen Sony Kameras.
Zuletzt war ich vor ca. 20 Jahren in Singapur, da war ich enttäuscht wie wenig von Chinatown und Little India übrig geblieben war. Die Chinatown die ich einige Jahre später dann in Jakarta kennen gelernt habe war da weitaus interessanter und sicher auch authentischer.
Vor wenigen Jahren war mein Bruder mit seiner Frau in Singapur und hat ganz begeistert berichtet. Er hat auch etliche interessante Fotos mitgebracht. Seither steht Singapur wieder auf meiner Wunschliste. Vermutlich werden wir einen mehrtägigen Stopover dort machen wenn wir Australien besuchen, was für die nächsten Jahre lose geplant ist - spätestens zur Sonnenfinsternis am 22. Juli 2028.
fahrinurlaub schrieb: Kennt jemand diese Orchidee?
Ich jedenfalls nicht, und das obwohl ich kürzlich in Costa Rica einen sehr guten Orchideengarten besucht habe, in dem ich etliche Orchideen sah die bis dahin noch nicht kannte. Meine Lebenspartnerin gartelt gerne und bringt immer wieder neue tolle Orchideen nach Hause, und da sie das schon sehr lange tut kenne ich da inzwischen doch relativ viel, auch wenn ich keine ausgesprochener Orchideen-Kenner bin.
Hat die wirklich diese türkisgrüne Farbe, oder wurde die mit farbigem Licht angestrahlt?
meine HP: www.wolfgangsphotos.de
leave nothing but footprints, take nothing but memories
fahrinurlaubThemenstarter394 Beiträge · seit 200801. Apr. 2025 ·
wus schrieb:
Hat die wirklich diese türkisgrüne Farbe, oder wurde die mit farbigem Licht angestrahlt?
Ja, leicht ins cyan gehend. Die Blüte wurde mir von einer älteren Mitarbeiterin gezeigt. Wollte sie fotografieren – als sie mit Mundschutz und Handschuhen bekleidet (wie im OP) – das Verblühte von Orchideen akribisch genau entfernte. Wäre ein tolles Motiv geworden, aber sie meinte diese Blüte im Dickicht wäre viel interessanter. Die ca. 70cm hohe Blüte war total versteckt und die anderen Besucher haben sie nicht gesehen.
Habe sie gefunden: Strongylodon macrobotrys (Jade Vine)