Tag 21
Unverhofft kommt oft
Der Verlauf des gestrigen Tages präsentierte sich uns ja nicht gerade von einer brillanten Seite, sondern ehr matt und angelaufen, wie ein altes Erbsilberbesteck einer berühmten Bremer Silberschmiede, das man zwar schätzt, die mit sich bringenden Zwänge, wie das laufende Putzen mit milchiger Reinigungscreme, jedoch verabscheut. Der heutige Tag konnte also nur besser werden.
Wir wachten ohne Wecker gestellt zu haben sehr früh auf und krabbelten aus unserer Karre. Einen Kaffee hatte ich mir am Vorabend aufgrund der Ereignisse vergessen vorzubereiten und so mußte ich mit einem warmen Koffeinmilchtrunk Vorlieb nehmen; ok, es gibt Schlimmeres.
Als wir so unsere Tassen in den Händen hielten, die Morgendämmung und ihre Geräusche genossen, beschlossen wir kurzerhand, nicht noch die zweite Nacht hier verbringen zu wollen. Zu kleinräumig war uns das Gelände zum Game Driven, too much Elefantenaufkommen auf unserer Campsite und dementsprechend auch keine garantierte Ruhe und Gelassenheit und dann wurde als stichhaltigstes Argument auch noch die Tatsache in den Ring geworfen, daß wir von Mogotho in einem Aufwasch bis zu Kalahari Bush Break hätten am nächsten Tag abrutschen müssen. Diese Gemengelage an unwiderlegbaren Fakten brachte uns zur Einsicht, die gezahlten 700 Pula für die zweite Nacht in den Wind zu schlagen, unser Zelt auf Mogotho vorzeitig abzubrechen und westwärts zu tingeln.
Als Stopp-Over-Nacht nahmen wir El-Fari oder irgendein Campground in Ghanzi ins Visier. So packten wir unsere wenigen außerhalb des Fahrzeuges befindliche Sachen, verstauten diese gemeinsam mit unserem Müll in letzteres und brachen auf.
Unseren Rubbish noch schnell am Main-Tent Mogothos in einem der großen Käfige entsorgt, trafen wir auf einen der Bediensteten des Camps. Selbstredend fragten wir diesen nach der alten Campsite Number One, doch damit wußte der Gute so gar nichts anzufangen, zählte die einzelnen Campsites numerisch auf und deutet jedes Mal mit Arm und Hand in die Richtung, in der diese geographisch gelegen waren. Anschließend rief er andere seiner in der Nähe befindlichen Kollegen zu uns und fragte diese nach besagtem Stellplatz old 1. Alle schüttelten kräftig die Köpfe und es bedurfte keiner weiteren mündlichen Aussage zur Klärung der Angelegenheit. Es gab schlicht keine alte Campsite Nummer 1. Wußten wir es doch.
Dies wird auch der Grund gewesen sein, warum wir heute Morgen in aller Herrgottsfrühe die weiße Franzosenkarre nicht mehr sahen. Vermutlich hat sich die Baggage zechprellend bei Nacht und Nebel aus dem Staub gemacht.
Die Bedienstetenschar schickte uns dann zu einer Stelle, an der sich ein Leopard an diesem Morgen aufhielt. Wir bedankten uns für diesen Hinweis und fuhren in Richtung der genannten Location. Zu unserem Bedauern sahen wir dort weder die gepunktete Großkatze noch irgendwelche anderen Fahrzeuge; lediglich ein paar Zebras und Impalas hüpften durchs Gras. Dann ging es über sandige Pisten das Trust-Gelände hoch zur Gravel Road, die uns nach Maun bringen sollte.
Noch immer schwirrten mir die Franzosen mit dem 68er-Autokennzeichen durch den Kopf und ich meinte salopp scherzend, daß man zur Strafe derer das Elsaß und, damit es Schule macht gleich auch noch Lothringen mit dazu, unter fremdes Protektorat stellen sollte. Sogleich wurde mir dann aber von meinem Italiener mit dem Doppelpaß mitgeteilt, daß, Gerechtigkeit und Fairness sollten ja sein, bei flegelhaftem Auftritt deutscher Touristen im Ausland doch dann bitteschön auch das Saarland und Vorpommern unter die Fittiche anderer gestellt werden müßten. Dem stimmte ich jedoch nur unter dem Vorbehalt zu, daß bei ungebührlichem Benehmen seitens italienischer Reisenden in fremden Ländern dann aber ohne viel Federlesen in Südtirol die Fahne ausgetauscht werden müßte. Nach Meinung meines Etruskers könnte das so behandelt werden, fügte aber noch hinzu, daß Italien Südtirol eh nicht verdient hätte. Wir lachten über unser reaktionäres Geopolitikgeplänkel herzhaft und hißten in Phantasterie, damit die Strafmaßnahmen auch erkennbar wären, nicht nur neue Flaggen, sondern ließen in unserer frühmorgendlichen Konversation sogar alte Schlagbäume wieder zum Leben erwecken. Fertig gelacht über unseren Unsinn, ließen wir diesen durch die offenen Autofensterscheiben raus und gleichzeitig den aufgewirbelten Staub des vor uns zuckelnden Eselkarrens rein in unser Fahrzeug. Der weiße Puder war die Strafe für unseren witzelnden Ideenausflug in eine rückwärtsgewandte, gestrige Zeit, die Gott sei Dank vorüber war und auch nicht mehr kommen möge.
Auf unserer Road to Maun wurden wir immer wieder zu unserer Freude von großen Giraffenfamilienverbänden abgelenkt und so brauchten wir knappe drei Stunden, bis wir in Maun einrollten.


Unser kurzfristig einberufener Reiseplanwechsel brachte auch, und darüber waren mehr als erfreut, die Möglichkeit, bei Hilary aufzutauchen, was wir auch liebend gerne als unsere erste Tat in Maun umsetzten. In ihrem kleinen Lokal ließen wir unsere Gaumen verzücken und führten mit der weit über die Grenzen des Okavangobeckens hinaus bekannten Restaurantbetreiberin einen ausgiebigen Plausch, wobei wir, wie immer mit Hilary, lokale und überlokale Gossip-Themen selbstverständlich nicht unter Gebühr berücksichtigten.
Während eines Ganges zu einem Kleinen Geschäft auf der mehr oder weniger im Hinterhof der Gaststätte befindlichen Toilette, warfen wir einen Blick ins Headquarter von Botswana Footprints. Die dort drei Beschäftigten waren, mit gelangweilten Gesichtern ausgestattet und sich im Chillmodus befindend, mehr mit Instagram und Whatapp als mit den Buchungsanfragen und Reservierungsabwicklungen der Kundschaft beschäftigt. Deshalb konnten wir uns lebhaft ausmalen, warum der Service der Reiseagentur im Vergleich zur Anfangszeit seines Geschäftsbetriebes in den letzten Jahren von flott und zeitnah auf lahm, langsamer und biblisch-epochal-schleppend abdriftete. Vermutlich litt Botswana Footprints ebenfalls an Fachkräftemangel, denn unsere letzten Erfahrungen mit der Bookingagentur mußten von uns leider in der Kategorie „Grottenschlecht“ verbucht werden; unsere Anfragen wurden in der kürzeren Vergangenheit nie aufmerksam und noch weniger sinnentnehmend gelesen und fanden dementsprechend mit Buchungsvorschlägen Beantwortung, die bei uns nur kräftiges Kopfschütteln generierten. Ach ja, früher war alles eben besser, auch bei Botswana Footprints.
Mit gut gefüllten Mägen machten wir uns auf zu Rileys Garage, um unseren Bock aufzutanken und um uns danach auf die monotone Strecke Richtung Ghanzi zu machen.
Nachdem wir unseren Wagen abend- und schlafgerecht aufgebaut hatten, unterhielten wir uns mit einem netten holländischen Ehepaar, welches die 70iger schon erreicht hatte. Die beiden, mit einem Tick Hippie-Attitüde ausgestattet, waren was weiß ich wie viele Wochen im südlichen Afrika unterwegs und so hatten wir viel Gesprächsstoff. Später lernten wir noch einen adretten Winzer vom Kap mit weiblichem Anhang kennen, der, wie sich im Laufe des Geplauders herausstellte, stolzer Eigentümer eines kleinen Häuschens in den piemontesischen Langhe war.
Wir steckten dann unsere restlichen Akazienstämme von Mogotho in Brand; dabei wurden wir vom stattlichen Weinbauern mit dem kurzen grauen Vollbart unterstützt. Eigentlich benötigten wir keine diesbezügliche Hilfe, doch der Rebenzüchter wollte uns unbedingt seine neueste Errungenschaft vorstellen: einen Gummischlauch mit Edelstahlaufsatz. Das Teil schloss er dann an eine handelsübliche Campinggasflasche an, drehte den Verschluß auf, zückte ein Feuerzeug und entfachte das austretende Gas zu einer langen, schmalen Stichflamme, die er dann unter unser Gehölz hielt. In Windes Eile brannten die Akazienstämme wie Zunder und wir guckten, wie als wenn wir auf einem fernen Planeten fremdaussehende Kreaturen gegenübergestanden hätten. Das Ding war klasse und wir fragten uns, warum wir solch ein Zubehörteil noch nie entdeckt hatten. Man lernt ja nie aus und immer noch etwas dazu. Sorgsam trugen wir es umgehend in unsere Liste mit dem etwas sperrigen Namen „Für-Afrikareisen-notwendig-durchzuführende-Kleinanschaffungen“.
Nachdem die mächtigen Holzscheite endlich runtergebrannt waren, legten wir unser restliches botswanisches Grillgut auf den Rost, nippten an einem gut gekühlten Weißwein und transformierten die restlichen Avocados in ein cremiges Etwas, welches mit viel Knoblauch auf Geschmack gepeppt wurde.
Dieser Abend, einer der wenigen, an dem wir bis in die Puppen uns draußen aufhalten konnten, wurde von uns genossen und wir suchten die Dusche erst dann auf, als alle anderen Camper diese schon sauber verlassen hatten.
Zufrieden mit unserer Entscheidung, vorzeitig Mogotho verlassen zu haben, kullerten wir in den Schlaf.
Unverhofft kommt oft
Der Verlauf des gestrigen Tages präsentierte sich uns ja nicht gerade von einer brillanten Seite, sondern ehr matt und angelaufen, wie ein altes Erbsilberbesteck einer berühmten Bremer Silberschmiede, das man zwar schätzt, die mit sich bringenden Zwänge, wie das laufende Putzen mit milchiger Reinigungscreme, jedoch verabscheut. Der heutige Tag konnte also nur besser werden.
Wir wachten ohne Wecker gestellt zu haben sehr früh auf und krabbelten aus unserer Karre. Einen Kaffee hatte ich mir am Vorabend aufgrund der Ereignisse vergessen vorzubereiten und so mußte ich mit einem warmen Koffeinmilchtrunk Vorlieb nehmen; ok, es gibt Schlimmeres.
Als Stopp-Over-Nacht nahmen wir El-Fari oder irgendein Campground in Ghanzi ins Visier. So packten wir unsere wenigen außerhalb des Fahrzeuges befindliche Sachen, verstauten diese gemeinsam mit unserem Müll in letzteres und brachen auf.
Unseren Rubbish noch schnell am Main-Tent Mogothos in einem der großen Käfige entsorgt, trafen wir auf einen der Bediensteten des Camps. Selbstredend fragten wir diesen nach der alten Campsite Number One, doch damit wußte der Gute so gar nichts anzufangen, zählte die einzelnen Campsites numerisch auf und deutet jedes Mal mit Arm und Hand in die Richtung, in der diese geographisch gelegen waren. Anschließend rief er andere seiner in der Nähe befindlichen Kollegen zu uns und fragte diese nach besagtem Stellplatz old 1. Alle schüttelten kräftig die Köpfe und es bedurfte keiner weiteren mündlichen Aussage zur Klärung der Angelegenheit. Es gab schlicht keine alte Campsite Nummer 1. Wußten wir es doch.
Dies wird auch der Grund gewesen sein, warum wir heute Morgen in aller Herrgottsfrühe die weiße Franzosenkarre nicht mehr sahen. Vermutlich hat sich die Baggage zechprellend bei Nacht und Nebel aus dem Staub gemacht.
Die Bedienstetenschar schickte uns dann zu einer Stelle, an der sich ein Leopard an diesem Morgen aufhielt. Wir bedankten uns für diesen Hinweis und fuhren in Richtung der genannten Location. Zu unserem Bedauern sahen wir dort weder die gepunktete Großkatze noch irgendwelche anderen Fahrzeuge; lediglich ein paar Zebras und Impalas hüpften durchs Gras. Dann ging es über sandige Pisten das Trust-Gelände hoch zur Gravel Road, die uns nach Maun bringen sollte.
Noch immer schwirrten mir die Franzosen mit dem 68er-Autokennzeichen durch den Kopf und ich meinte salopp scherzend, daß man zur Strafe derer das Elsaß und, damit es Schule macht gleich auch noch Lothringen mit dazu, unter fremdes Protektorat stellen sollte. Sogleich wurde mir dann aber von meinem Italiener mit dem Doppelpaß mitgeteilt, daß, Gerechtigkeit und Fairness sollten ja sein, bei flegelhaftem Auftritt deutscher Touristen im Ausland doch dann bitteschön auch das Saarland und Vorpommern unter die Fittiche anderer gestellt werden müßten. Dem stimmte ich jedoch nur unter dem Vorbehalt zu, daß bei ungebührlichem Benehmen seitens italienischer Reisenden in fremden Ländern dann aber ohne viel Federlesen in Südtirol die Fahne ausgetauscht werden müßte. Nach Meinung meines Etruskers könnte das so behandelt werden, fügte aber noch hinzu, daß Italien Südtirol eh nicht verdient hätte. Wir lachten über unser reaktionäres Geopolitikgeplänkel herzhaft und hißten in Phantasterie, damit die Strafmaßnahmen auch erkennbar wären, nicht nur neue Flaggen, sondern ließen in unserer frühmorgendlichen Konversation sogar alte Schlagbäume wieder zum Leben erwecken. Fertig gelacht über unseren Unsinn, ließen wir diesen durch die offenen Autofensterscheiben raus und gleichzeitig den aufgewirbelten Staub des vor uns zuckelnden Eselkarrens rein in unser Fahrzeug. Der weiße Puder war die Strafe für unseren witzelnden Ideenausflug in eine rückwärtsgewandte, gestrige Zeit, die Gott sei Dank vorüber war und auch nicht mehr kommen möge.
Auf unserer Road to Maun wurden wir immer wieder zu unserer Freude von großen Giraffenfamilienverbänden abgelenkt und so brauchten wir knappe drei Stunden, bis wir in Maun einrollten.
Während eines Ganges zu einem Kleinen Geschäft auf der mehr oder weniger im Hinterhof der Gaststätte befindlichen Toilette, warfen wir einen Blick ins Headquarter von Botswana Footprints. Die dort drei Beschäftigten waren, mit gelangweilten Gesichtern ausgestattet und sich im Chillmodus befindend, mehr mit Instagram und Whatapp als mit den Buchungsanfragen und Reservierungsabwicklungen der Kundschaft beschäftigt. Deshalb konnten wir uns lebhaft ausmalen, warum der Service der Reiseagentur im Vergleich zur Anfangszeit seines Geschäftsbetriebes in den letzten Jahren von flott und zeitnah auf lahm, langsamer und biblisch-epochal-schleppend abdriftete. Vermutlich litt Botswana Footprints ebenfalls an Fachkräftemangel, denn unsere letzten Erfahrungen mit der Bookingagentur mußten von uns leider in der Kategorie „Grottenschlecht“ verbucht werden; unsere Anfragen wurden in der kürzeren Vergangenheit nie aufmerksam und noch weniger sinnentnehmend gelesen und fanden dementsprechend mit Buchungsvorschlägen Beantwortung, die bei uns nur kräftiges Kopfschütteln generierten. Ach ja, früher war alles eben besser, auch bei Botswana Footprints.
Mit gut gefüllten Mägen machten wir uns auf zu Rileys Garage, um unseren Bock aufzutanken und um uns danach auf die monotone Strecke Richtung Ghanzi zu machen.
Auch auf der Countryside ist man cool
Unterwegs entschieden wir uns dann für eine Campsite auf der Palm Afrique Lodge, doch bevor wir dort aufschlugen, tankten wir in Ghanzi nochmal nach und zogen uns Pula aus dem Geldautomaten. Dies war nötig, denn wenn wir in Botswana sind, nehmen wir immer Pula in cash mit nach Hause, damit wir beim nächsten Mal die ersten Gebühren, wie zum Beispiel die BURS-Fee begleichen, können, sollte sich, wie dieses Mal geschehn, das POS-Maschinchen im Streik befinden. Ruckzuck waren die Erledigungen erledigt und wir bretterten die breite, sandige Piste zu Palm Afrique. Unsere Ankunft hatten wir auf unserer Fahrt telefonisch avisiert und uns wurde bestätigt, daß noch plenty of space auf dem Campground für uns wäre. So checkten wir ein, beglichen die 420 BWP Campkosten und suchten uns ein schnuckeliges Plätzchen. Der Campground war bei unserer Ankunft zunächst wenig belegt, und auch später gesellten sich nur noch wenige neue Übernachtungsgäste hinzu.Nachdem wir unseren Wagen abend- und schlafgerecht aufgebaut hatten, unterhielten wir uns mit einem netten holländischen Ehepaar, welches die 70iger schon erreicht hatte. Die beiden, mit einem Tick Hippie-Attitüde ausgestattet, waren was weiß ich wie viele Wochen im südlichen Afrika unterwegs und so hatten wir viel Gesprächsstoff. Später lernten wir noch einen adretten Winzer vom Kap mit weiblichem Anhang kennen, der, wie sich im Laufe des Geplauders herausstellte, stolzer Eigentümer eines kleinen Häuschens in den piemontesischen Langhe war.
Wir steckten dann unsere restlichen Akazienstämme von Mogotho in Brand; dabei wurden wir vom stattlichen Weinbauern mit dem kurzen grauen Vollbart unterstützt. Eigentlich benötigten wir keine diesbezügliche Hilfe, doch der Rebenzüchter wollte uns unbedingt seine neueste Errungenschaft vorstellen: einen Gummischlauch mit Edelstahlaufsatz. Das Teil schloss er dann an eine handelsübliche Campinggasflasche an, drehte den Verschluß auf, zückte ein Feuerzeug und entfachte das austretende Gas zu einer langen, schmalen Stichflamme, die er dann unter unser Gehölz hielt. In Windes Eile brannten die Akazienstämme wie Zunder und wir guckten, wie als wenn wir auf einem fernen Planeten fremdaussehende Kreaturen gegenübergestanden hätten. Das Ding war klasse und wir fragten uns, warum wir solch ein Zubehörteil noch nie entdeckt hatten. Man lernt ja nie aus und immer noch etwas dazu. Sorgsam trugen wir es umgehend in unsere Liste mit dem etwas sperrigen Namen „Für-Afrikareisen-notwendig-durchzuführende-Kleinanschaffungen“.
Nachdem die mächtigen Holzscheite endlich runtergebrannt waren, legten wir unser restliches botswanisches Grillgut auf den Rost, nippten an einem gut gekühlten Weißwein und transformierten die restlichen Avocados in ein cremiges Etwas, welches mit viel Knoblauch auf Geschmack gepeppt wurde.
Dieser Abend, einer der wenigen, an dem wir bis in die Puppen uns draußen aufhalten konnten, wurde von uns genossen und wir suchten die Dusche erst dann auf, als alle anderen Camper diese schon sauber verlassen hatten.
Zufrieden mit unserer Entscheidung, vorzeitig Mogotho verlassen zu haben, kullerten wir in den Schlaf.
