Fifty Shades of Green - Costa Rica zur Regenzeit

Reisebericht 230 Antworten · 28,7k Aufrufe · gestartet 15. Aug. 2022 von H.Badger
Themenstarter1’843 Beiträge · seit 201631. Aug. 2022 ·
Fortsetzung

Am frühen Nachmittag fahren wir gen Puerto Vargas. Hier befindet sich der Eingang zum südlichen Teil des Cahuita Nationalparks, der ein Stück Küstenregenwald und vor allem das vor der Küste gelegene Korallenriff schützt.

Ein Häuschen mit Schlagbaum markiert das Tor zum Schutzgebiet. Hier müssen wir aussteigen und unseren Eintritt bezahlen. Dieser beträgt für die Erwachsenen rund sechs Dollar pro Person. Die Kinder zahlen weniger. Damit ist der Cahuita Nationalpark ein echtes Schnäppchen im (teilweise erstaunlichen) touristischen Preisgefüge des Landes. Von Norden aus wird der Eintritt übrigens über eine Spende abgewickelt, deren Höhe man selbst festlegt.

Nach Erledigung der Formalitäten fahren wir auf einen großen Parkplatz, der bis auf wenige Fahrzeuge leer ist. Hier sind auch Waschräume und Duschen zu finden – der Strand und das Meer sind wichtige Attraktionen und von den Einheimischen wird der Park als Ort zum Sonnen und Schwimmen gern genutzt.

Wir sind heute aber vor allem wegen des Küstenregenwalds hier. Es gibt einen einzigen Trail, der vom Gate durch den Wald zum Strand führt. Folgt man dem Strand, kann man den Park bis zum Dorf Cahuita durchwandern. Das werden wir heute aber nicht schaffen: Es ist schon Nachmittag und der Nationalpark wird um 16 Uhr schließen. Wir nehmen uns vor, bis zum Strand und wieder zurückzugehen – das ist in den knapp drei Stunden, die uns zur Verfügung stehen, gut zu schaffen.

Der Trail hat die Gestalt eines gut gepflegten Holzstegs, der durch überaus dichten Wald führt. Kaum Licht dringt bis zum Boden, alles wächst auf allem: unendliche Schattierungen von Grün und Braun. Der Untergrund ist meist von Wasser bedeckt. Wir sind beeindruckt von dieser Szenerie. Dass wir hier ganz allein sind, verstärkt die Intensität des Naturerlebnisses zusätzlich. Nun kann unsere erste Regenwaldwanderung beginnen. 🙂

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Es ist feucht und trotz des Schattens überaus warm. Überall um uns herum surrt es. Bleibt man länger stehen, wird man zu Mückennahrung. (Überhaupt sind unsere Arme und Beine während der Cahuita-Tage bald übersäht von Moskitostichen – pro Extremität locker im zweistelligen Bereich… 😵 Viele der Biester hier sind so klein, dass man ihren Anflug gar nicht hört…)

Der Boardwalk bietet uns einen niedrigschwelligen Einstieg in die neue Umgebung, denn man muss nicht zu sehr darauf achten, wohin man tritt. Wohl aber sollte man schauen, wohin man greift, denn an den flankierenden Geländern sitzen gern einmal regungslos große Spinnen… 😗

Unsere Augen sind in dieser Umgebung ungeübt im Aufspüren von Tieren. Und überhaupt bietet dieser Lebensraum mannigfaltige Tarnung. Über wenige Meter hinaus kann man wegen der Dichte der Vegetation kaum in die Umgebung blicken. Man bewegt sich wie durch einen grünen Tunnel. Im Vorfeld haben wir gelesen, dass es sich in Costa Rica lohnt, mit einem Guide durch den Regenwald zu gehen, wenn man Tiere entdecken möchte. Und was soll ich sagen – das stimmt. 😛

Trotzdem können wir im dichten Unterwuchs einen Chestnut-backed Antbird ausmachen – das Foto von dieser Begegnung ist aber nur ein einziges Rauschen und damit nur als private Erinnerung brauchbar… 😉

Ein Schmetterling am Wegesrand ist da ein etwas dankbareres Motiv – wenn er sich auch standhaft weigert, seine Flügel aufzuspannen.

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Im Flug können wir zwar den wundervollen Blue Morpho beobachten. An Fotos ist hier aber nicht zu denken.

Und dann entdecken wir nach einiger Zeit direkt auf dem Boardwalk (das bekommen wir sogar ohne Guide hin… 😉 ) einige Weißschulterkapuziner: Unsere erste Sichtung dieser in CR weitverbreiteten Affenart. Und dazu noch eine Mutter mit Baby!

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Gespannt nähern wir uns den Tieren und entdecken dabei weitere Kapuziner links und rechts des Weges in den niedrigen Bäumen. Wir sind ein wenig unsicher, wie sehr die Affen durch etwaige Fütterungen „verzogen“ sind. Vor allem unsere Große ist nach unschönen Erfahrungen mit Pavian und Grünmeerkatze in den letzten Jahren ziemlich skeptisch und möchte eigentlich nicht so gern auf dem schmalen Steg an den Affen vorbeigehen.
Diese interessieren sich aber zum Glück kaum für uns und gehen unbekümmert ihrer Nahrungssuche nach. Wir ernten zwar ein paar neugierige (und auch einige schlecht gelaunt wirkende) Blicke. Darüber hinaus suchen die Affen aber keinen Kontakt und lassen sich in ihrem Verhalten durch unsere Anwesenheit nicht wirklich stören. Das entspannt die Lage sehr und ermöglicht uns schöne Beobachtungen.

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Inmitten der emsigen Kapuziner stillen außerdem zwei Brüllaffen ihren Appetit. Es ist interessant zu sehen, mit welcher Ruhe sie im Gegensatz zu ihren quirligen Verwandten unterwegs sind.

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Der weitere Spaziergang führt durch anhaltend dichte Vegetation. Wir geben uns Mühe, aber viel entdecken wir nicht. Ganz bleibt der Erfolg aber dann doch nicht aus: Immerhin verrät sich ein Stirnlappenbasilisk durch seine rasche Bewegung. Ganz nah am Geländer ist er unterwegs und hätte er stillgehalten, wir hätten ihn niemals entdeckt.

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Etwas später finden wir noch einen Streifenbasilisken und das ohne sein Zutun.


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Und dann sind wir am wilden Strand angelangt. Hier befinden sich eine Rangerstation und einige Waschräume. Es sind nur ein paar Einheimische und ganz wenige Touristen unterwegs, die hier mit ihren Familien baden.
Wir genießen die Blicke über den weitgehend menschenleeren Meeressaum und gehen bis zu den Knien in die Brandung. Bald müssen wir aber kehrtmachen, denn der Nachmittag ist durch unser langsames Schritttempo und die Beobachtungen auf dem Weg bereits fortgeschritten.

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Eine gute Stunde bleibt uns für den Rückweg und da uns nichts mehr begegnen mag, sind wir sogar mit etwas Puffer zurück an unserem Auto.

Nach kurzer Fahrt sind wir zurück im Guesthouse. Dort versuche ich mich weitgehend erfolglos an der Blattschneideameisen-Fotografie… 😣

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Ein wenig besser lassen sich zwei streitende Anolis ablichten. Hier gibt es einfach immer etwas zu entdecken.

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Die letzte Stunde im Licht des Tages verbringen wir dann an der Playa Negra. Die Kinder genießen das Wasser sehr und haben großen Spaß beim Kampf gegen die Wellen.
Bald spricht uns ein Einheimischer an – er hat sich unsere Kamera bemerkt – und fragt, ob wir Interesse an einer geführten Nachtwanderung hätten. Er erzählt, dass er als Guide im Nationalpark arbeitet und zählt auf, was man des nachts so alles sehen könnte: Greifschwanz-Lanzenotter, Rotaugenlaubfrosch… Das weckt natürlich unser Interesse und wir lassen uns seine Handynummer geben. (Nachdem wir bei Marise nachgefragt haben, ob sie den Mann kenne und empfehlen könne und diese dies bejaht, buchen wir für den nächsten Abend eine Tour für die ganze Familie.)
Bald geht die Sonne unter und wir genießen die Blicke übers Meer.

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Wir spazieren ein wenig entlang der typischen Strandbars – da Nebensaison ist, ist hier wirklich nicht viel los… Wenn jemand auf mehr Reggae-Trubel und Nachtleben aus ist, sollte er wahrscheinlich zu einer anderen Jahreszeit herkommen.

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Heute kochen wir selbst (Nudeln – was sonst… 😛 ) und essen auf unserer schönen Terrasse. Bald setzt Regen ein und begleitet uns mit seinem andauernden und immer stärker werdenden Prasseln in die Nacht… Wir drücken die Daumen, dass der Regen bis zum Morgen aufgehört haben wird, denn wir wollen in der Frühe den Nordteil des Nationalparks erkunden.

Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden - im nächsten Kapitel nämlich.
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zuletzt bearbeitet 17. Sept. 2022
770 Beiträge · seit 201731. Aug. 2022 ·
Oh, soo viele Mückenstiche! Hattet ihr nichts zum Einsprühen?
LG Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Themenstarter1’843 Beiträge · seit 201601. Sept. 2022 ·
Hallo Caroline,

ganz unschuldig an den vielen Stichen waren wir tatsächlich nicht...
Die Mücken waren in Tortuguero und Cahuita 24/7 im Einsatz und da waren wir wohl nicht immer sorgfältig genug mit dem Repellent - aus Afrika waren wir es auch gewohnt, eher in den Dämmerungsstunden besonders achtsam zu sein. Außerdem sorgt das schwül-heiße Klima dafür, dass man die ganze Zeit über schwitzt und daher alles wenig gut am Körper haften bleibt. Und nach jedem erfrischenden Eintauchen in Pool oder Meer haben wir auch nicht immer gleich nachgesprüht. Bei den Kindern haben wir stärker darauf geachtet und sie wurden auch weniger geplagt.
Mücken waren während unserer Reise besonders an der Karibikküste aktiv - später (im Inland oder an der Pazifikküste) waren sie zum Glück keine große Störung mehr.
Moskitonetze gab es übrigens in keiner unserer Unterkünfte. Teilweise gab es Netze an den Fenstern, meistens aber nicht mal das.

Herzlich
Sascha (bei dem alle Stichmale zum Glück schon längst abgeheilt sind)
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796 Beiträge · seit 200701. Sept. 2022 ·
H.Badger schrieb:
@ tina76
Aber keine Sorge: Auch ohne Karibikküste gibt es gute Faultierspots in CR: z.B. waren die Gegend um den Arenal und Manuel Antonio NP für uns weitere Sichtungsorte.
4 Nächte Corcovado NP wären für mich ein Traum. Besucht ihr den Park von Drake Bay aus im Rahmen von Tagestouren? Übernachtet ihr auch in der Sirena Station? Das würde ich beim nächsten Mal auf jeden Fall einbauen wollen. Die Gegend um Corcovado und der NP selbst sind wunderbar - landschaftlich und die Fauna betreffend.
Sascha
Lieber Sascha, nun komme ich endlich mal zum Antworten. Da bin ich ja echt froh, dass es auch ohne Karibikküste noch einige gute Faultierspots gibt. 😗 Vielleicht haben wir ja rund um Arenal dann auch Glück. Deine Fotos vom schlafenden Faultier am Strand in Cahuita finde ich jedenfalls genial. 🙂
Wir übernachten leider nicht in der Sirena Station. Das wäre meiner mitreisenden Freundin zu einfach und rustikal gewesen. Ich hätte es allerdings schon spannend gefunden. Genau, wir besuchen den Park nur ihm Rahmen von Tagesausflügen. Wir übernachten in der Luna Lodge, dass ist südlich vom Corcovado, nahe Carate. Zuvor fliegen wir nach Puerto Jimenez und lassen uns von dort abholen. Ich bin schon super gespannt auf Deinen Bericht aus der Corcovado Region! Aber erstmal freue ich mich auf die anderen Kapitel.

Liebe Grüße
Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
Themenstarter1’843 Beiträge · seit 201604. Sept. 2022 ·
@ tina76

Hallo Tina,
schön, dass dir die Faultieraufnahmen gefallen. Ganz sicher werdet ihr auch schöne Begegnungen mit diesen tollen Tieren haben.
Ich habe mir mal die Website der Luna Lodge angesehen. Die Unterkunft würde mir auch gefallen und auch das Ausflugsangebot. Diese Ecke der Osa Halbinsel haben wir nicht kennengelernt- beim nächsten Mal dann... 😉

Montag geht es hier mit dem Cahuita NP weiter. Versprochen...

Liebe Grüße
Sascha
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1’394 Beiträge · seit 200904. Sept. 2022 ·
Hallo Sascha,
H.Badger schrieb:Fortsetzung

Der Boardwalk bietet uns einen niedrigschwelligen Einstieg in die neue Umgebung, denn man muss nicht zu sehr darauf achten, wohin man tritt. Wohl aber sollte man schauen, wohin man greift, denn an den flankierenden Geländern sitzen gern einmal regungslos große Spinnen… 😗
Uuiuiuii - gut, dass scheinbar Deine Mädels da keine „Berühungsängste“ haben.
Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass man tagsüber so viele sieht - hast Du Bilder davon?

Viele Grüße
Sabine
zuletzt bearbeitet 04. Sept. 2022
Themenstarter1’843 Beiträge · seit 201604. Sept. 2022 ·
Sabine26 schrieb:Hallo Sascha,

Uuiuiuii - gut, dass scheinbar Deine Mädels da keine „Berühungsängste“ haben.
Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass man tagsüber so viele sieht - hast Du Bilder davon?

Viele Grüße
Sabine
Hallo Sabine,

wirklich gute Fotos davon gibt es nicht. Aber dokumentiert haben wir es.

Foto 1 zeigt eine Spinne, die es sich auf der wegabgewandten Seite des Handlaufs im südlichen Cahuita NP gemütlich gemacht hat - gerade noch in Griffweite der Finger. Wir haben sie nur ein wenig verfehlt...

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Foto 2 zeigt eine Raupe, die auf einem Handlauf unterwegs war. Der Kommentar eines Einheimischen, als wir nach dem Tier fragten: "Oh - very painful."

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Gute Nacht!
Sascha
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zuletzt bearbeitet 05. Sept. 2022
1’425 Beiträge · seit 201505. Sept. 2022 ·
Lieber Sascha,

ich muss mich jetzt mal zu Wort melden. Eure Fotos und Erlebnisse sind der Hammer, mein Neid ist ganz mit euch! Ich würde im Dschungel wahrscheinlich auch nicht voran kommen, weil es soo viel zu entdecken gibt. Vor allem fotografisch bin ich sehr neidisch (natürlich im positiven Sinne), wie toll man sich da austoben kann! Leider wird Costa Rica ein kleines Träumchen bleiben, denn mit dem Klima käme ich niemals klar.

Also danke für deine Mühe und dass du deinen Bericht hier einstellst und uns so teilhaben lässt!

Liebe Grüße an deine Mädels - auch von Petra!
Laura
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Themenstarter1’843 Beiträge · seit 201605. Sept. 2022 ·
Kapitel 6: Cahuita-Safari bei Tag und in der Nacht

Als wir heute aufwachen, trommelt der Regen in einer Intensität auf unser Dach, die ihresgleichen sucht. Ein Blick von der Terrasse in den Garten zeigt uns nasse Tristesse: Fifty Shades of Grey. 😵 In Strömen fällt das Wasser vom Himmel, die Sonne hat keine Chance mehr als Zwielicht durch die dichten Wolkenmassen zu senden. Okay – so beginnt der Tag also entschleunigt.

Während die Kinder noch schlafen, können wir aber bereits die erste Tierbeobachtung des Tages von unserer Terrasse aus machen: Ein Zweifinger-Faultier hangelt sich als triefend nasser Schattenriss durch die Äste der nahen Bäume. Einmal mehr sind wir begeistert von dem Anblick.

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Mit dem Frühstück lassen wir uns heute Zeit. Und nach zwei Stunden ist es dann auch vorbei mit dem Regen und die Sonne setzt sich zaghaft durch. 🙂

Sobald die Natur-Dusche abgestellt ist, spazieren wir durch den klitschnassen Garten. Eigentlich wollten wir am Strand nach weiteren Faultieren sehen, aber wir kommen gar nicht so weit. Denn bald entdecken wir ein weiteres Zweifinger-Faultier im Riesenbambus des Gartens. Auch dieser Vertreter ist bis auf die Knochen durchnässt, was das Tier jedoch nicht davon abhält, alsbald knapp über unseren Köpfen durch die Vegetation zu kraxeln. Es macht einfach immer wieder Freude, Faultiere in Bewegung zu sehen.

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Am späten Morgen machen wir uns schließlich auf dem Weg zum Cahuita Nationalpark, der am südlichen Ende des Dorfes beginnt. Wegen unseres ganzen Geraffels und der herrschenden Schwüle fahren wir die wenigen Kilometer mit dem Auto und können bequem auf den Parkflächen in der Nähe des Eingangs den Wagen abstellen. Hier ist heute wenig los.

Im Vorfeld hatte ich gelesen, dass der Park immer wieder überflutet wird und der einzige Wanderweg, der parallel zum Strand entlangführt, dann unpassierbar ist. Dies ist heute trotz der ergiebigen Regenfälle zum Glück nicht der Fall.

Am Gate entrichten wir unsere Eingangsspende und buchen einen Guide, der uns in den folgenden zwei bis drei Stunden durch den Park führen wird – und das wird sich als gut angelegtes Geld herausstellen, denn ohne die Kenntnis und das scharfe Auge unseres Führers hätten wir nur einen Bruchteil dessen gesehen, was wir auf dem Spaziergang erleben konnten. Auch sein Spektiv ist für alle, die kein Teleobjektiv oder eigenes Fernglas dabei haben, von großem Wert.

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Als Auftakt führt uns unser Guide – Joe heißt er – zu einem kleinen Flusslauf, an dessen Ufer zahlreiche Helmbasilisken zu entdecken sind. Teilweise sitzen sie direkt vor unserer Nase und trotzdem brauchen wir eine Weile, um die gut getarnten Tiere zu erspähen. Auch ein Kahnschnabel lässt sich hier sehen – ist aber für ein vorzeigbares Foto zu sehr im Blattwerk versteckt.

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Nur wenige Schritte weiter zeigt uns Joe eine Greifschwanz-Lanzenotter, die unbeweglich auf einem großen Blatt nicht weit vom Weg entfernt ruht. Allein wären wir wahrscheinlich achtlos an der kleinen Giftschlange vorbeigelaufen. Eine weitere Artgenossin liegt etwas weiter entfernt auf einem Blatt. Ein Foto gelingt hier nicht wirklich.

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Es folgt die Begegnung mit einem Red-tailed squirrel und einer extrem stinkenden Frucht, die Joe uns feixend unter die Nase hält.

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Schön ist, dass man sich hier auch für die kleinen Regenwaldbewohner Zeit nimmt.

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Und dann ist einmal mehr Faultier-Zeit angesagt. Wieder können wir ein aktives Zweifinger-Faultier aus nächster Nähe bei der Nahrungssuche beobachten. Dieses Mal zur Abwechslung ein trockenes Exemplar. 🙂

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Auf dem weiteren Weg lassen sich Kapuziner sehen, denen unsere Anwesenheit nicht so ganz zu passen scheint. Brüllaffen sehen wir auch - aber sie sind wenig foto-kooperativ. Macht nichts!

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Später zeigt uns Joe Wespennester und an Baumstämmen rastende Fledermäuse, die wir selbst nie entdeckt hätten.

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Wir entdecken außerdem Ameisen und Termiten, die in Costa Rica wegen der Feuchtigkeit in den Bäumen leben.

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Eine weitere Greifschwanz-Lanzenotter – diese in extrem gelber Warnfarbe – liegt etwas unkooperativ in einer Baumstammmulde.

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Wenig später zeigt uns Joe einige große Einsiedlerkrebse, die versteckt in Hohlräumen der Bäume leben.

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Und dann entdeckt unsere Kleine eine Bewegung im dichten Bewuchs: Ein Waschbär. Genauer gesagt sind es zwei, die emsig durch das Dickicht wuseln und sich dabei nicht für uns interessieren. Ein kurzer Blick und sie sind weg.

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Bald darauf zeigt uns Joe die nächste Giftschlage, die perfekt getarnt im Laub unter einem Regenunterstand ruht – eine Stülpnasen-Lanzenotter. Hier muss man wirklich aufpassen, wohin man abseits des Weges tritt und/oder greift.

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Wiederum nur wenige Minuten später folgt die nächste Schlangensichtung. Dieses Mal handelt sich es sich um eine wunderschöne Boa Constrictor, die etwa einen Meter über unseren Köpfen im Geäst ruht.

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Natürlich lassen sich auch im Cahuita Nationalpark die Netze von Seidenspinnen finden. Auf diesem Foto kann man den ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus dieser Spinnenart sehen. Das Männchen hat nur einen Bruchteil der Größe des Weibchens.

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Bald finden wir erneut Fledermäuse.

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Schließlich kommen wir an den Strand. Die Landschaft ist hier einfach schön und so genießen wir die Blicke über Sand, Meer und Dschungel. Hier verabschiedet sich Joe von uns. Wenn man noch weiterwandern möchte, ist an dieser Stelle die Mündung eines Bachlaufs zu durchqueren. Wir beschließen aber sowieso umzukehren, schließlich ist es ziemlich warm und wir sind von unseren Sichtungen gut gesättigt.

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Auf dem Rückweg begegnen wir einem weiteren Waschbär, der aber dieses Mal direkt auf uns zuhält. Er ist einäugig und in keinem guten Zustand. Zum Glück wird er das einzige Tier auf der gesamten Reise sein, das klar auf unser Essen aus ist und daher unsere Nähe sucht.

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Erschöpft und gut gelaunt verlassen wir den Nationalpark und finden am Parkplatz zum Abschluss noch einen Rabengeier, der recht fotogen in der Sonne sitzt.

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Zufrieden mit der Ausbeute unserer ersten geführten Regenwald-Safari und begeistert von der Vielfalt der Tierwelt stocken wir in einem nahen Supermarkt unsere Vorräte auf und fahren dann zurück zum Guesthouse, um dort den Nachmittag zu verbringen und uns zu erholen, denn nach Einbruch der Dunkelheit wird unsere erste Nachtsafari in Costa Rica beginnen. Wir sind gespannt und etwas aufgeregt... 🙂
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 / Madagaskar 2026 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
zuletzt bearbeitet 05. Sept. 2022
389 Beiträge · seit 202105. Sept. 2022 ·
das ist in der Tat eine schöne Ausbeute an Tiersichtungen und es unterstreicht meine Meinung, dass Costa Rica ein kleines Land ist, man muss nicht in alle Ecken des Landes fahren um diese Sichtungen zu haben. Die von Dir gezeigten Tiere sind auch in anderen Teilen des Landes zu finden, man kann sich auch mit wenigen Stationen mehr Zeit lassen, keine Hetze im Urlaub. Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Guide sehr sinnvoll ist. Ich freue mich auf den weiteren Bericht, heute hat mir der Schattenriss des Faultiers am besten gefallen. Die verschiedenen Schlangensichtungen sind sensationell, wir hatten auch mit Guide kein Schlangenglück.
zuletzt bearbeitet 05. Sept. 2022
Themenstarter1’843 Beiträge · seit 201606. Sept. 2022 ·
Guten Morgen in die Runde!

@flash2010
Liebe Laura,
es freut uns, dass dir die Bilder gefallen. Costa Rica bietet so viele schöne Motive - wenn auch teilweise in herausfordernden Aufnahmesituationen. Das Klima ist je nach Region recht unterschiedlich. Wir fanden es zu unserer Reisezeit an der Ostküste am schwierigsten. In höheren Lagen im Landesinneren ist es dagegen fast schon kalt - jedenfalls nachts. Aber klar: Hitze und Feuchtigkeit gehören zu einer Reise durch das Land mit dazu.

@jpk
Genau das hat mir in CR auch gut gefallen: Auf kleinem Raum findet man so reichhaltiges Leben - wenn man weiß, wo man schauen muss... Eine Rundreise in verschiedene Ecken des Landes lohnt meiner Ansicht aber sehr, da die Landschaftsformen doch sehr abwechslungsreich sind. Das fand ich auf diesem kleinen Raum außergewöhnlich. Mit zwei bis drei Nächten pro Station haben wir für uns einen guten Rhythmus gefunden.
Über die Schlangen im Cahuita NP haben wir uns sehr gefreut - ohne den Guide hätten wir keine von ihnen gesehen. Hier war der Guide auch bezahlbar. In Manuel Antonio werden dann ganz andere Preise aufgerufen.

Vielen Dank auch an die Button-Drückenden!

Herzlich
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 / Madagaskar 2026 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2022
102 Beiträge · seit 201806. Sept. 2022 ·
Hallo Sascha,
Toller Ausflug! Die Schlangen finde ich auch klasse.
Wir haben im Corcovado eine relativ große Boa selbst gefunden.
Aber auch nur, weil ein Kapuzineräffchen permanent dorthin schaute und schimpfte…
Ich bin bei dir - man muss definitiv aufpassen, wo man hintritt.

Ich freu mich auf die Fortsetzung.
LG Birgit
Reisebericht 2019: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298848-namibias-trockener-sueden-april-2019.html Instagram: https://Instagram.com/leo19.62
Themenstarter1’843 Beiträge · seit 201607. Sept. 2022 ·
Hallo Birgit,
die Schlangensichtungen waren für uns auf jeden Fall etwas Besonderes. Auf unseren Reisen durch Afrika haben wir nie so viele entdecken können - das war in CR schon ganz toll. Im Corcovado hatten wir dann aber kein Glück mit Schlangen mehr. Schön, dass ihr dort eine große Boa entdecken konntet!
Aber die ganzen giftigen Tiere haben uns auf jeden Fall darin bestätigt, dass wir mit einer Reise nach Costa Rica so lange gewartet haben. Mit kleineren und unvernünftigeren Kindern würde ich das Land ungern bereisen.

Gute Nacht!
Sascha
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zuletzt bearbeitet 07. Sept. 2022
Themenstarter1’843 Beiträge · seit 201607. Sept. 2022 ·
Fortsetzung

Als wir von unserer Tour in den Nationalpark zurückkehren, begrüßt uns ein Krabbenbussard im Garten. Er macht seinem Namen alle Ehre und verspeist gerade ein großes Krebstier.

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Den weiteren Nachmittag verbringen wir im Guesthouse und an der Playa Negra.
Auch jetzt können wir wieder ein Faultier im Garten entdecken. Dieses Mal handelt es sich um eine Mutter mit Jungtier.

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Und auch der Krabbenbussard hat seinen schon etwas größeren Nachwuchs mitgebracht.

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Das Wetter ist heute Nachmittag schön trocken und sonnig. Die Stimmung am Strand hat damit etwas mehr klassisches Karibik-Feeling. Hier lässt es sich aushalten, bis der Tag sich seinem Ende entgegenneigt.

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Nach einem einfachen Abendessen fahren wir zum Treffpunkt am Eingang des Nationalparks. Hier haben wir uns mit Christian, unserem Guide für heute Abend, verabredet.

Den eigentlichen Nationalpark darf man nach Ende der Öffnungszeiten nicht betreten und so gehen wir durch einige kleine Dorfstraßen bis zu einem kleinen Weg, der aus dem Ort heraus und am Saum des Waldes entlangführt.
Nach Einbruch der Dunkelheit beginnt dieser Weg zu leben… Überall auf dem Boden krabbelt es und unsere Stirnlampen ziehen diverse Nachtfalter, die dann gerne mal gegen unsere Köpfe fliegen, magisch an. Für die Kinder ist das teilweise grenzwertig: Der Gruselfaktor ist zu hoch. Immer wieder tragen wir unsere Töchter daher auf dem Arm und reden ihnen gut zu… 😵

Ständig sehen wir irgendwelche Frösche, Grillen, Käfer und kleinen Spinnen im Kegel unserer Taschenlampen. Geschöpfe der Nacht – ans Licht gebracht.

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Bald folgt ein erstes Highlight. Wir entdecken eine nachtaktive Blunt-headed tree snake (Riemennatter). Das Tier ist nur schwach giftig und so kann unser Makro zum Einsatz kommen. Die riesigen Augen, die den Kopf der ca. 80 cm langen Schlange dominieren, faszinieren uns total.

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Bald darauf findet unser Guide eine Vogelspinne auf dem Weg. Ich bin überrascht, wie gleichmütig wir alle diese Sichtung hinnehmen, denn Spinnen sind durchaus an der Grenze unserer Komfortzone. 🙄 Aber hier überwiegt die Neugier.

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Eine weitere große Spinne (Bananenspinne?) können wir beim Verzehr einer Zikade beobachten.

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Alsbald folgt die Begegnung mit einer weiteren Vogelspinne. Diese ist sogar noch etwas größer als die Erste. Trotzdem kommt das Makro zum Einsatz.

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Auch im Kleinformat gibt es hier Spinnen.

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Weiter geht’s durch die Dunkelheit, bis Christian eine Greifschwanz-Lanzenotter entdeckt. Hier halten wir lieber Abstand. 😗

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Und dann folgt für uns der eigentliche Höhepunkt: Wir können eines der Reiseprospekt-Tiere Costa Ricas entdecken, den Rotaugenlaubfrosch. Gleich am Wegesrand sitzen zwei dieser possierlichen Tiere im Geäst eines Busches. Aus nächster Nähe können wir die Frösche betrachten. Christian, der selbst fotografiert, weiß dabei mit seiner Lampe umzugehen.

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Zum Abschluss der Tour folgt noch ein ornithologischer Höhepunkt: Hoch auf einem kahlen Baum entdecken wir einen Great Potoo (Riesentagschläfer). Von der Existenz dieser seltsamen Vögel (optisch eine Mischung aus Nightjar und Eule) habe ich erst durch die vorbereitende Lektüre eines Bestimmungsbuchs erfahren. Seitdem wünschte ich mir, einen zu entdecken. Groß ist also die Freude. 🙂

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Zum Abschied bastelt Christian aus Palmenblättern für jede unserer Töchter einen kleinen Fisch. Das hebt die Stimmung und lässt die Nachtwanderung für die Kinder rückblickend in erstaunlich gutem Licht erscheinen. 😛 Bevor wir ins Auto steigen, sehen wir noch drei Waschbären, die die Gärten im Dorf unsicher machen.

Müde kommen wir im Guesthouse an. Auf dem Weg ins Bett haben wir die letzte Sichtung des Tages und lernen einen weiteren Gartenbewohner kennen: Einen riesigen südamerikanischen Ochsenfrosch.

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Jetzt ist es aber auch gut mit den Geschöpfen der Nacht und es geht ins Bett. Licht aus. 😉
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 / Madagaskar 2026 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
zuletzt bearbeitet 07. Sept. 2022
8’759 Beiträge · seit 201007. Sept. 2022 ·
Guten Morgen Sascha,

eigentlich wollte ich gerade einkaufen fahren, muss aber vorher unbedingt meine Begeisterung los werden 🤩 ! Zu allererst natürlich über deine "Creatures of the night", das ist ja unglaublich, was Ihr alles gesehen habt. Und dass es deine Töchter gruselt, wenn die Falter oder ähnliche Flugobjekte an die Köpfe knallen, kann ich aus Botswana April 2017 nachvollziehen 🤢 . Wie gut, dass am Schluss dann die Fische "angeschwommen" kamen 😄 .

Weiter gehts mit der Begeisterung, bzw. auch ein bisschen Verwunderung: wir haben ja nur ein paar hundert Meter von eurer Unterkunft entfernt gewohnt, Faultiere haben wir keine gesehen. Kann sein, dass wir zu wenig geschaut haben, bei unserem Cahuita-Aufenthalt lag der touristische Schwerpunkt eindeutig an anderer Stelle, vor allem bei meinen erwachsenen Söhnen, da war Strand und Nachtleben angesagt 😉 .

"Euren" Strand haben wir übrigens auch ausgiebig genossen. Schon schön dort, finde ich, wenn auch nicht wie aus einem Prospekt - aber dafür gibt es ja die Rotaugenlaubfrösche 😛 .

Ich könnte mich jetzt noch weiter auslassen, z.B. über die Greife und diesen sonderbaren Vogel ganz am Schluss, aber dann erzähle ich quasi deinen Bericht nach - und eingekauft wäre immer noch nicht! 😗

Du kannst dir aber sicher sein, dass ich jede einzelne Sichtung wahrnehme und aufsauge, mal mit mehr, mal mit weniger Gruseln 😉 .

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 07. Sept. 2022
102 Beiträge · seit 201807. Sept. 2022 ·
Hallo Sascha,

da wir noch nicht an der Karibikküste waren ... und das gerne noch nachholen möchten, haben wir ja reichlich Potential.
Also die Faultierausbeute ist eindeutig überdurchschnittlich! Toll!
Und mein absoluter Favorit ist der zweite Rotaugenfrosch. Super Foto! Und tatsächlich in der Wildnis.
Der Ausflug hat sich mal definitiv gelohnt.
Und Insekten, die meine Stirnlampe anfliegen brauche ich auch nicht. Gruselig..... da habe ich vollstes Verständnis für deine Mädels ....

LG
Birgit
Reisebericht 2019: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298848-namibias-trockener-sueden-april-2019.html Instagram: https://Instagram.com/leo19.62
796 Beiträge · seit 200707. Sept. 2022 ·
Hallo Sascha,

ich bin auch ganz begeistert von Euren Tiersichtungen!!! Der fantastischen Nahaufnahmen vom Rotaugenlaubfrosch sind meine Favoriten! Und mit so einem seltenen Vogel wie dem Riesentagschläfer hattet ihr noch ein spezielles Highlight am Schluss. Wahnsinn. Danke fürs Teilen. 🙂
Mich hat es allerdings schon etwas gegruselt bei den vielen großen Spinnen auf Deinen Bildern. Bin totale Spinnenphobikerin und habe jetzt schon etwas Bedenken, was uns da selbst in Costa Rica über den Weg laufen mag. 😵 So lange es im Wald auf einer Tour ist, geht es ja noch. Hattet Ihr denn auch mal Spinnen im Zimmer oder seid Ihr davon verschont geblieben?

Liebe Grüße
Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
zuletzt bearbeitet 07. Sept. 2022
2’085 Beiträge · seit 201208. Sept. 2022 ·
... also ehrlich, Faultiere im Garten - da habt ihr ja ein Riesenglück gehabt! (größtenteils natürlich gegönnt, ein kleines bisschen grüner Neid mischt sich allerdings doch rein) Aber wohl auch mit dem Guide im Nationalpark. Der Rotaugenfrosch ist der Knaller!!! Bei den anderen vielen Krabbeltieren suche ich schon am großen Bildschirm fast nach einem schützenden Arm, auf den ich springen könnte - da kann ich eure Töchter also sehr sehr gut verstehen.
Und neben der Begeisterung für die fantastischen Fotos auch mal eine ganzganz große Schippe Anerkennung für die beiden, wie die das immer so meistern!
Viele viele Grüße
Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
907 Beiträge · seit 201508. Sept. 2022 ·
Tolle Fotos, insbesondere die Nachtsichtungen 🙂
Ich gehe nachts nicht gerne raus, nicht mein DIng.
Lieber die bunten Vögel tagsüber ...
https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/uganda-2025-gorillas-im-nebel/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/madagaskar-2024-nosy-be/ https://www.yp-travel-photography.de/nord-und-mittelamerika/costa-rica-2024-pura-vida-2/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/seychellen-2023-zur%C3%BCck-im-paradies/ https://www.yp-travel-photography.de/nordamerika/costa-rica-2022-pura-vida/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/tanzania-2022-safari-in-der-serengeti-und-sansibar/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2019-der-tierreiche-norden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2015-der-trockene-s%C3%BCden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/sansibar-2019-hakuna-matata-auf-der-gew%C3%BCrzinsel/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/mauritius-2017-trauminsel-im-indischen-ocean/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2018-19-jahreswechsel-an-der-gardenroute-2/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2016-in-style/
Themenstarter1’843 Beiträge · seit 201609. Sept. 2022 ·
Liebe Mitreisende,
ich freue mich ehrlich sehr über die Resonanz, die mein afrikaferner Bericht hier erfährt. So macht das richtig Spaß! Danke!

@ Champagner
Liebe Bele,
schön, dass du dich so ausführlich zu Wort meldest und deinen Einkauf hinten angestellt hast.
Cahuita war eine sehr schöne Station der Reise und tatsächlich bei uns durchaus wildlife-lastig.
Aber das haben wir im Vorfeld auch so geplant. Unsere Agentur hat uns wie euch das Encanto als Unterkunft vorgeschlagen. Wir haben uns dann aber ganz bewusst das Playa Negra Guesthouse gewünscht. Das hatte zwei Gründe: Einmal ist der Zugang zum Strand etwas einfacher. Und der zweite Grund war der entscheidende: Bei Tripadvisor oder booking.com (und wie sie alle heißen) haben wir in Bewertungen gelesen, dass viele Gäste im Garten des Guesthouses Tiere beobachten konnten. Durch die dort gepflanzten Bäume und die Naturliebe der Besitzer ist das Areal ein echtes Refugium für Faultiere, Agutis und einige andere, die ich am nächsten Tag noch kennenlernen sollte. 😎
Wenn es um Tierbeobachtung gehen soll (und eigentlich auch sonst...) können wir die Unterkunft wirklich sehr empfehlen.
Gut ist, dass unser Fokus nicht das Nightlife war (jedenfalls nicht das menschliche... 🙂 🙂 ) - im Juli herrschte hier tote Hose und wir hätten en famille zu entspannten Reggae-Klängen feiern müssen... 😉
Außerdem sei dir gesagt, dass ich mich sehr darüber freue, mit welcher Anteilnahme du unsere Sichtungen begleitest. Danke dir!

@leo1962
Liebe Birgit,
für die Karibik-Küste hast du unsere absolute Empfehlung!
Bei der nächsten Nachtwanderung würden wir besser auf Rotlicht ausweichen, denn das zieht die diversen Flugobjekte wohl weit weniger stark an...
Ich danke dir für das Fotolob! Unser Guide hat es mit seiner Beleuchtung zum Glück etwas einfacher gemacht. Ich habe nochmal eine Nachtwanderung gemacht und musste da allein leuchten - das macht einen echten Unterschied... 😗

@tina76
Liebe Tina,
schön, dass dir die Aufnahmen gefallen. Danke für das Lob! Nachtwanderungen lohnen sich in CR auf jeden Fall - auch wir sind überhaupt nicht "per Du" mit Spinnen, fanden die Sichtungen aber dann eher spannend als erschreckend. In unseren Zimmern waren auch immer mal wieder Spinnen - aber natürlich keine Vogelspinnen. Es waren eher solche, wie man sie von der Größe her auch in Deutschland finden kann. In Namibia hatten wir im Südwinter oft weit größere Exemplare in unseren Hütten...
Aber Vorsicht ist immer geboten. Einmal hatten wir einen Skorpion im Zimmer. 😵 Aber das ist eine andere Geschichte...

@franzicke
Liebe Ingrid,
schön, dass du uns weiterhin begleitest! Die Faultiersichtungen waren etwas, was wir bei der Planung berücksichtigt und dem Zufall so nachgeholfen haben - die Unterkunft ist ein guter Ort dafür (siehe oben). Und auch am Strand werden die Mandelbäume von den Besitzern des Guesthouses gepflegt, so dass sich auch dort gern Faultiere einfinden.
Danke für das Fotolob! Die Touren in und um den NP waren zu unserer Freude sehr ergiebig. Und das Lob an unsere Töchter gebe ich gern weiter. Sie werden sich sicher darüber freuen - und als Heldentat besehen wird die Erinnerung an die Wanderung vielleicht nochmal etwas positiver... Während der Tour hatten wir schon immer wieder ein etwas schlechtes Gewissen den Kindern gegenüber. 😗

@yp-travel-photography
Liebe Yvy,
danke für das Fotolob! Nachttouren in CR führen einem eine ganz andere Tierwelt vor Augen - mit wenigen Ausnahmen natürlich weniger bunt (und niedlich), aber ebenfalls total divers. Wir haben das als sehr lohnend empfunden, auch wenn (oder vielleicht auch "weil"?) es teilweise einem Gruselkabinett ähnelt.
Bunte Vögel mögen wir aber auch sehr gern - die kommen dann in der Laguna del Lagarto Lodge zu ihrem Recht.

Herzlich grüßt euch
Sascha
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zuletzt bearbeitet 09. Sept. 2022