H.BadgerThemenstarter1'825 Beiträge · seit 201607. Sept. 2020 ·
@CuF Liebe Friederike, die Ahr ist doch auch ein schöner Fluss - aber ich bin ganz bei dir, wenn sie kein ebenbürtiger Ersatz für Okavango, Kwando und Co sein kann. Unsere Sehnsucht ist auch schon sehr groß und auch wir blicken ja noch einem Afrika-Urlaub entgegen, der ausfallen muss. 😵
@ Casimodo Lieber Carsten, schön, dass du noch dabei bist. Ich freue mich, dass unsere Erinnerungen dich ein wenig mit nach Afrika nehmen. Du hast recht - es wird Zeit, dass man so etwas wieder erleben kann. Wir drücken gerade die Daumen, dass das im nächsten Sommer wieder gehen wird: Wir haben zur Sehnsuchtsbekämpfung jetzt vier Wochen Kruger reserviert. 🙂
Danke an alle fürs Mitlesen und Button-Drücken! Beste Grüße Sascha
Champagner8'715 Beiträge · seit 201007. Sept. 2020 ·
Was für ein geniales Foto 🤩 🤩 🤩 ! Unsereins ist ja schon froh, wenn er/sie den Kingfisher überhaupt erwischt - aber dann noch auf diesem Ansitz...!!!
Danke dir für die gute Unterhaltung - und ich hoffe, du konntest als Ausgleich für die ausgefallenen Reisen ein paar schöne Schmetterlinge fotografieren 😎 .
H.BadgerThemenstarter1'825 Beiträge · seit 201608. Sept. 2020 ·
Hallo Bele, den Schnappschuss finden wir auch immer noch witzig. Ein Malchite Kingfisher ist einfach immer ein schönes Motiv. Den Schmetterling, der mir über den Frust wegen der stornierten Reisen hinweghilft, muss ich erst noch finden oder er muss noch erfunden werden... 😵
H.BadgerThemenstarter1'825 Beiträge · seit 201608. Sept. 2020 ·
Hallo Carsten, der kleine Kerl ist neben den zwei Kolossen wirklich leicht zu übersehen. Die Aufnahme ist eine schöne Abwechslung zu den klassischen "Kingfisher an Riedgras-Bildern". Daher mögen wir das Foto auch sehr. Was die Bestimmung angeht: Ich habe den Vogel stets für einen Malachite gehalten. Dafür spricht das Fehlen der violetten Partien hinter dem Auge. Außerdem setzen die blauen Federn direkt über dem Auge an. Beim Pygmy ist das Auge komplett von orangefarbenen Federn umfasst. Außerdem ist der Pygmy K.F. eher ein Wald und Savannenbewohner. Oder sehe ich das falsch?
H.BadgerThemenstarter1'825 Beiträge · seit 201611. Sept. 2020 ·
Besuch bei den Verwandten
Eine typische Reise durch Uganda ist kaum komplett ohne den ein Schimpansen- oder Gorillatracking. Ersteres haben wir im Kibale Forest gemacht. In den Morgenstunden ging es in kleiner Gruppe mit einem Guide in den Wald. In den Wipfeln nahe dem Camp turnen Colobusaffen und Rotschwanzmeerkatzen. Nach nur recht kurzem Spaziergang treffen wir auf eine Schimpansengruppe hoch in den Bäumen. Fasziniert und mit baldiger Nackenstarre beobachten wir das muntere Treiben über uns. Es ist nicht leicht, gegen das Licht zu fotografieren. Welches Objektiv ist das bessere für diese Bedingungen? In der Aufregung der Begegnung mit den faszinierenden Menschenaffen werden wir leichtsinnig. Die Luft im Wald ist warm und feucht. Ein weiterer Objektivwechsel ist einer zu viel in dieser Umgebung. Ein leicht verkohlter Geruch steigt in die Nase – Kameratotalschaden durch feuchtigkeitsbedingten Kurzschluss. Mist. 😣 Zum Glück haben wir zwei Kamerabodies dabei. Aber was ist das? Auch der andere hat einen Spleen bekommen und lässt sich nicht mehr ausschalten. Okay – ruhig bleiben – derzeit funktioniert er ja noch… 😵 Wir versuchen den Ärger zu verdrängen, damit er nicht das schöne Erlebnis mit den Schimpansen zu sehr überschattet. Und so können wir in den folgenden Minuten noch schöne und witzige Momente mit den Schimpansen, die teilweise den Mund ein wenig voll nehmen, erleben.
Auf dem Rückweg kommen entdecken wir plötzlich ganz nah im dunklen Dickicht einen Schimpansen. An die tiefen Blicke dieses Tiers erinnere ich mich noch heute sehr gut. 🙂
Einige Zeit später – wir haben in der Zwischenzeit als Notfalllösung die einzige Kompaktdigitalkamera, die in Fort Portal aufzutreiben ist, gekauft 😵 – besuchen wir den Bwindi Nationalpark und freuen uns auf den ganz besonderen Tag der Tour: Die Wanderung zu den Berggorillas. 🙂
Mit wenigen anderen Touristen wandern wir los. Der Tag – genau wie die vorausgegangenen – ist trocken, sodass der Weg durch den Dschungel nicht sehr strapaziös ist. Bis wir die Gorillagruppe erreichen, vergeht nur rund eine Stunde. Die einzige Herausforderung stellen die Safari-Ameisen dar. Meine Frau und ich sind gut präpariert. Hohe Wanderstiefel, die Hose in die Schäfte gesteckt; leichte Stoffhandschuhe, von denen sich die Tiere nur schwer entfernen lassen: die Beißwerkzeuge bleiben – zum Glück nur im Stoff – hängen. Andere Gorillabesucher versuchen ihr Glück in kurzer Hose und Sneakern. Hier kommen die Ameisen in direkten Hautkontakt, was dazu führt, dass sich ein Mitreisender mit gequältem Lächeln wünscht, dass seine Beine doch amputiert werden sollten… 🤢
Die Begegnung mit den Berggorillas ist dann ein Traum. Zwar ist die Lichtung, auf der sich die Tiere aufhalten eher klein und der Urwald in weiten Teilen recht dunkel. Jedoch können wir in aller Ruhe einige Jungtiere und Gorillaweibchen beim Herumtollen und Ausspannen beobachten. Sogar ein Baby wird kurz vor unseren Augen herumgetragen. Und die Kamera hat durchgehalten! 😁 Am schönsten ist es aber, den nahen Silberrücken zu beobachten, wie er in aller Ruhe kleine Beeren von filigranen Ästen lutscht.
Diese Momente werden wir nie vergessen.
Und mit diesem Beitrag verabschieden wir uns von Kenia und Uganda. Falls wir nochmal auf Hochzeitsreise gehen sollten, würden wir ohne zu zögern das gleiche Ziel wählen. 🙂
Dieser besondere Bericht hat mir den Sonntagmorgen versüßt. Und ich überlege, ob ich mein Geld für den zwar erholsamen aber langweiligen Strandurlaub nicht doch lieber für die großen Abenteuer sparen sollte. Die Berggorillas sind schon ein "Once in a lifetime " Erlebnis. Die wilden Geparden an der Spitzkoppe waren auch toll! Und natürlich die kleinen Geparden mit dem fluffigen Nackenhaar. 🙂
H.BadgerThemenstarter1'825 Beiträge · seit 201614. Sept. 2020 ·
@ CuF Selbstredend. 😎
@ yvy Herzlich willkommen an Bord dieser Erinnerungsreise! Strandurlaube in Reinkultur finden wir auch sehr schwierig... Wobei wir zugeben müssen, dass unser Nachwuchs Strandaufenthalte doch sehr zu schätzen weiß und daher eine Woche Holland pro Jahr gesetzt ist. Aber für mich sind die Afrikareisen (und andere "Abenteuer") so viel wichtiger - von den in diesem Rahmen gesammelten Erlebnissen zehre im Alltag viel mehr. Da entstehen einfach Erinnerungen, die nach langer Zeit noch total lebendig sind.
H.BadgerThemenstarter1'825 Beiträge · seit 201626. Okt. 2020 ·
Lange war hier im Bericht Pause - eigentlich wollten wir im Oktober ja durch den Kruger NP reisen - aber das haben wir dann doch stornieren müssen. 🙁 Dafür ging es dann auf Nationalparktour durch Deutschland: Sächsische Schweiz, Müritz, Boddenlandschaft. Und was soll ich sagen? Rückblickend waren wir sehr angetan von dieser heimischen Safari und werden so etwas sicher bald wieder machen. Hier einige Impressionen als Ersatz für den diesjährigen Kruger-Bericht aus meiner Feder:
Kraniche am Schlafplatz am Ufer der Müritz
Seeadler bei der Jagd am Ufer der Müritz
Junger Hirschbulle vor Sonnenaufgang im Müritz Nationalpark
H.BadgerThemenstarter1'825 Beiträge · seit 201602. Nov. 2020 ·
Südafrika zum Ersten
Im Sommer 2013 ist unsere erste Tochter gut eineinhalb Jahre alt – Zeit nach Afrika zurückzukehren. 🙂 Zum ersten Mal bereisen wir Südafrika – ein neues Land in neuer Familienkonstellation. Obwohl es eine große Runde ist, die wir in drei Wochen drehen, macht unsere Tochter den Trip vergnügt mit. Es ist einfach toll, ihr die unterschiedlichsten Tiere zeigen zu können und mit ihr die Welt neu zu entdecken.
Für drei Nächte besuchen wir im Rahmen der Reise natürlich auch den Kruger Nationalpark. Viel sehen wir von dem großen Reservat aber nicht – zweimal übernachten wir in Skukuza, einmal in Berg-en-Dal. Trotzdem zieht uns der Park – trotz der Teerstraßen und des doch recht großen Besucheraufkommens hier im Südteil – in seinen Bann. Das liegt natürlich zuvorderst an eindrücklichen Sichtungen, an die wir uns gern erinnern.
Im Rahmen dieses Teilkapitels möchte ich mich mit euch an die Reptilien erinnern, denen wir begegnet sind.
Am Sunset Dam bei Lower Sabie ist eigentlich immer etwas zu sehen – so auch 2013 bei unserem ersten Besuch. Vor allem war hier aber etwas zu riechen, denn ein totes Flusspferd trieb aufgequollen an der Wasseroberfläche. Besonders spannend daran: Einige Krokodile stillten an dem Leichnam ihren Hunger. Immer wieder rissen sie mit Rollmanövern Fleischstücke aus dem Hippo-Körper. Ein faszinierend gruseliges Unterfangen.
Auf einem weiteren Gamedrive erreichten wir eine kleine Ansammlung von Autos am Straßenrand und hofften bereits auf eine Raubkatze, von deren Anblick wir auf dieser Reise noch nicht allzu sehr verwöhnt wurden. Aber stattdessen konnten wir bald im Unterholz neben der Straße zwei (!) Felsenpythons entdecken, die sich in trauter Zweisamkeit sonnten. Damals konnten wir diese besondere Sichtung noch gar nicht gebührend wertschätzen. Rückblickend würde ich dafür so manchen Löwen eintauschen. 😛
Und last but not least. Eine Pantherschildkröte auf der Straße vor Berg-en-Dal. Ganz selbstbewusst schritt sie auf der Fahrbahn uns entgegen. Unsere erste Landschildkröte in Afrika.
Im nächsten Teilkapitel gibt es schöne Vogelbegegnungen im Kruger...