ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200818. Dez. 2019 ·
Fortsetzung
Gleich danach laufen wir zum Restaurant und essen da ein Zebu Médaillon. Miam Miam! 😛 Echt lecker.
Um das Restaurant ist etwas los. Immer wieder beobachten uns Schwarz-Weisse Varis.
Sie versuchen natürlich etwas Essbares zu stehlen. Sie warten auf den richtigen Moment.
Den Nachmittag verbringen wir am Strand vom See Ampitabe. Das Wasser ist hier kristallklar, ein Genuss! 😄 Die ganze Anlage wirkt wie ein Traum. Natur pur. www.palmarium.biz
Gegen 18.30 gönnen wir uns einen Mojito an der Bar.
Das Hotel scheint ausgebucht zu sein. Zum Abendessen gibt es Minestrone, Crevettes au poivre vert und eine Früchteplatte. Schmeckt echt.
Preis für das Bungalow pro Nacht: 52 Euros Preis für das Boot Manambato - Palmarium pro Person: 25 Euros Ein Set Menu kostet 50'000 Ariarys und ein Continental Frühstück 25'000 Ariarys
Ich empfehle euch die Extras in Ariarys zu begleichen denn der Wechselkurs hier ist sehr schlecht. 1 Euro = 3700 Ariarys (normalerweise 1 Euro = 4000 Ariarys) Wir plaudern noch eine Weile mit Rico, ein Restaurantangestellter und gehen danach schlafen.
15.08.2019
Wir haben sehr gut geschlafen. Ab und zu in der Nacht hörte man den Schrei der Indri Indri. Ein tolles Abenteuergefühl! 🙂
Gegen 07.30 nehmen wir das Frühstück auf der Restaurant Terrasse. Ein Schwarz-Weiss Vari leistet uns auch gleich Gesellschaft.
Unweit vom Tisch wartet auch ein Brown Lemur.
Dieser Graue Hybride Lemur kommt auch noch dazu.
Er gefällt mir am meisten.
Hier noch andere Hybride Lemurs.
Alle hoffen auf eine Banane. Auf den verschiedenen Bäumen gibt es aber viele Früchte. Die Jack fruit scheinen nicht zu schmecken...
Um 08.30 geht die Palmarium Tour. Für die Hotelgäste ist sie kostenlos. Für die Anderen 25'000 Ariarys pro Person.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200819. Dez. 2019 ·
Fortsetzung
Punkt um 08.30 geht die Tour auch los. Rico begleitet uns. Wir sind in Achtergruppen verteilt. Jede Gruppe bekommt seinen Führer. Das Grundstück des heutigen Palmariums wurde 1961 von Günter Gottlebe, einem deutschen Auswanderer, erworben. Er lies einen kleinen botanischen Garten anlegen und legte den Grundstein für erste Gebäude. Noch heute kann man vom ihm angepflanzte Blumen und Pflanzen bewundern.
Seit Anfang der 2000er Jahre ist das Gelände in französischem Besitz und unter madagassischer Verwaltung. Das Reservat erstreckt sich über 0,5Km2 und beherbergt Tieflandregenwald und diverse Seen. Die Wege im Reservat sind fast alle flach und sehr gut zu begehen. Am Anfang der Tour beobachten wir einige Hybride Lemuren.
Sehr bald sorgt aber ein wunderschöner Chamäleon für unsere ganze Aufmerksamkeit.
Er rührt sich nicht vom Fleck.
Und auf einmal springt er auf und nimmt sich sein Frühstück.
Dann wird verdaut!
Schmetterlinge hat es hier auch sehr viele.
Ein Zwergchamäleon kommt uns auch vor die Linse.
Die endemische Strahlenschildkröte bleibt etwas Besonderes.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200820. Dez. 2019 ·
Fortsetzung
Unsere Lieblinge bleiben aber momentan die Schwazweisse Varis.
Diese Primaten wie schon erwähnt sind Baumbewohner. Sie sind besonders am frühen Morgen und am späten nachmittag aktiv.
Sie bewegen sich eher langsam fort und können Distanzen auch springend überbrücken.
Weibliche Varis haben im Gegensatz zu anderen Makis 3 Paar Zitzen. Nach einer 90 bis 100 tägigen Tragzeit bringt das Weibchen im September/Oktober meist Zwillinge auf die Welt. Manchmal aber auch bis zu 4 Jungtiere. Die Geburt erfolgt in einem guten versteckten Nest in den Bäumen. Da werden die Jungen auch "geparkt" wenn die Mutter auf Nahrungssuche geht. Ihre Tagaktivität und ihre laute Rufe machen sie zu einem leichten Ziel für die Jäger.... Wir schauen ihnen eine Weile zu.
Irgendwie kommen sie mir menschlich vor.
Danach erblicken wir einen Mohrenmaki (Eulemur Macaco). Er gehört zu den kleineren Vertretern der gewöhnlichen Makis. An den Ohren haben sie auffällige Haarbüschel. Die Männchen sind durchgehend schwarz gefärbt.
Die Weibchen sind am Rücken braun bis schwarzbraun, die Gliedmassen sind bräunlich und der Bauch hellbraun bis weissgrau. Die Augen der Mohrenmaki sind gelb- orange.
Zwischendrin bewundern wir auch immer wieder Blumen.
Vanille wächst hier auch.
Ein Jungroter Vari lässt sich auch noch blicken.
Die Brown Lemurs zählen wir nicht mehr.
Jetzt sind wir aber auf der Suche nach den Indri Indri. Hoffentlich finden wir sie!
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200822. Dez. 2019 ·
Fortsetzung
Im Palmarium Reservat machen wir auch mit den Kronenmakis Bekanntschaft.
Sie erreichen eine Kopfumlänge von 34 bis 36cm. Der Schwanz ist mit 45cm deutlich länger. Das Gewicht beträgt 1,5 bis 1.8 Kilos. Die Geschlechter unterscheiden sich in der Fellfärbung. Die Männchen sind an der Oberseite graubraun und am Bauch weissgrau gefärbt. Der lange, buschige Schwanz ist etwas länger als der Rumpf. Das Gesicht ist hellgrau, die Spitze der Schnauze schwarz. Das grösste Merkmal ist das orangefarbene V-förmige Muster am Kopf, dass die schwarz gefärbte Oberseite des Kopfes umrahmt. Die Backen sind auch mit orange buschigen Haaren versehen.
Die Weibchen dagegen wirken unauffälliger. Ihr Fell ist am Rücken grau und am Bauch weissgrau. Die von den V-förmigen Zeichnung umrahmte Oberseite des Kopfes ist nicht schwarz sondern grau. Die orangen Backenhaare fehlen.
Die Kronenmakis leben normalerweise in Gruppen von 5 bis 6 Tieren. Bei der Kommunikation spielt der Geruchssinn eine wichtige Rolle, daneben kommunizieren sie auch mit Körperhaltung und Laute. Das Herausstrecken der Zunge gilt als Begrüssung.
Aber auf einmal werden wir auf einen Gesang im Wald aufmerksam. Er gehört zu den eindrucksvollsten die die Tierwelt zu bieten hat. Man kann die Stimmen der Indris kilometerweit durch den Wald schallen hören. Es klingt wie ein trauriger Gesang. Angeführt und begonnen wird der Gesang stets vom Elternpaar einer Familie, das damit sein Revier absteckt aber auch mit anderen Familien kommuniziert und vor Drohungen warnt. Am meisten hört man die Indris am morgen singen. Es gibt sie nur auf Madagaskar! Wir laufen Richtung Gesang und auf einmal sehen wir sie. Bei den Indris handelt es sich um Papa, Mama mit Baby. Einfach ein traum!
Die Indris sind die grössten Lemuren Madagaskars und sehen aus wie Teddybären. Das schwarze Gesicht ist eingerahmt von weissem Fell und schwarze, kreisrunde Ohren lugen aus dem dichten Plüsch.
Sie können Gewichte bis zu 10 Kilos bei einer Körpergrösse von rund 70cm erreichen. Mit ausgestreckten Armen und Beinen sind sie dann stolze 120cm lang.
Scheinbar federleicht springen sie von Baum zu Baum. Auf den Boden kommen Indris äusserst selten.
Rico erzählt uns dass der Indri (auch Babakoto genannt) in Madagaskar eine wichtigen Rolle im Reich der Mythen und Legenden spielt. Man sagt dass die Indris früher Menschen waren. Dieser Glaube mag damit zu tun haben, dass Indris im Gegensatz zu allen anderen Lemuren Madagaskars statt einen langen, eleganten Schwanz nur einen Stummel haben, den man im dichten Fell kaum erkennt.
Wie Menschen leben Indris monogam und haben lebenslang nur einen einzigen Partner. Erst wenn dieser stirbt, suchen sie einen Anderen. Die Weibchen sind nur an wenigen Tagen im Jahr befruchtungsfähig. Genau diesen Zeitpunkt muss das Männchen zur Paarung abpassen, um Nachwuchs zu bekommen. Jedes Weibchen bekommt nur alle 2 oder 3 Jahre ein Junges, immer im Mai oder Juni nach 4 bis 5 Monate Tragezeit. Unser Baby muss knapp 3 Monate alt sein. Wenn Indris auf die Welt kommen sind sie kohlrabenschwarz und hängen am Bauch ihrer Mütter.
Die Banane scheint zu schmecken!
Die Augen sind sonderbar.
Wir bleiben nicht allzu lange bei den Indris um den anderen Gäste auch die Möglichkeit zu geben sie zu bewundern.
Auf dem Weg zum Viewpoint erblicken wir noch diesen Hybride Lemur
habe heute Deinen wunderschönen Bericht weitergelesen und bin völlig verzückt von den herrlichen Lemurenfotos! 🤩 Sooooooo schön, danke! Frohe Weihnachten und liebe Grüße,
Liebe Annick, ich kann mich Moose nur anschliessen 😁 Die Lemuren haben es mir auch angetan und ich denke mal unsere nächste Reise könnte uns auch wieder nach Mada führen. Ein schönes restliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünscht Sonja
Danke für den schnellen Reisebericht, Annick. Beginnt schon sehr informativ und die ersten Bilder versprechen eine interessante Reise. Ich fahre gerne bei euch mit. Mache mich auch ganz klein. LG Lothar
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200827. Dez. 2019 ·
@Moose und Lothar: danke! 🙂
Fortsetzung
Unweit vom Viewpoint erblicken wir auch wieder einen Chamäleon. Er sieht aber ganz anders aus als der Andere.
Es macht Spass ihm eine Weile zuzuschauen.
Rico entdeckt später auch einen Himmelblauen Riedfrosch.
Er wird maximal 40 Milimeter gross. Die Grundfarbe ist weissblau und er besitzt schwarze Streifen zwischen Nase und Augen.
Anschliessend laufen wir Richtung Seeufer entlang. Rico zeigt uns da fleischfressende Pflanzen. Dabei handelt es sich um die Kannenpflanzen. Sie verdanken ihren Namen ihren speziell ausgebildeten Blattenden, die wirklich wie kleine Kännchen aussehen. Genau diese Blattenden sind es auch, die die Pflanzen zum Freischfresser machen. Innerhalb der Kannen befinden sich kleine Drüsen, die eine klebrige Flüssigkeit produzieren. Die Flüssigkeit sammelt sich am Boden der Kanne zu einem kleinen See und wird ab und zu von Regen verdünnt. Damit die Kännchen nicht überlaufen oder zuviel Regen hinein gerät, wird jede Kanne von einem kleinen Deckel geschützt.
Um nur Insekten anzulocken, bedient sich die Pflanze mehrerer Tricks. Zum einen leuchten die Kannen rot und gelb, genau abgestimmt auf das Sehvermögen von Insekten, zum anderen produzieren sie Nektar, der sich direkt am Kannenrand befindet. Dazu kommt ein Duft aus Alkaloiden und ätherischen Oelen, der Insekten aus weiterer Entfernung anlockt und sie bei längerem Aufenthalt auf der Kannenpflanze benommen macht. Kommt nun eine Fliege vorbei oder verirrt sich eine Ameise auf der Kannenpflanze, wird ihr immer schummiger, je länger sie vom süssen Nektar kostet. Irgendwann rutscht sie auf dem von Drüsen befeuchteten, gerillten Rand der Kanne aus und fällt in die Tiefe, wo sie in der Flüssigkeit verdaut wird.
Gegen 12.30 sind wir wieder in der Lodge zurück. Die Tour lohnt sich echt! Ein Schwarzweisser Vari wartet schon neben dem Restaurant auf das Mittagessen der Gäste.
Wir sind nicht sehr hungrig und bestellen nur ein Gemüseomelette. Miam miam, ein Genuss.
Den Nachmittag verbringen wir beim Baden und Farniente. Ab und zu kommen an uns Fishermen vorbei.
Punkt um 17.30 geht die Aye Aye Tour los. Es ist schon dunkel als wir mit dem Boot losfahren.
Der Aye Aye. auch Fingertier genannt, ist ein Lemur mit sehr schlechtem Ruf. Viele Einheimische auf Madagaskar glauben dass die Begegnung mit einem Aye Aye Unglück oder gar den Tod bringe. Wird ein Fingertier in einem Dorf oder auf dem Feld gesehen (die Tiere haben eine Vorliebe für Mais, Zuckerrohr, Kokosnüsse und Mangos) so versuchen viele Menschen das Tier zu fangen und zu töten. Nur so kann dem nachfolgenden Unglück entgangen werden. 20 Minuten später halten wir auf eine Insel an. Rico sieht auch gleich einen kleinen grünen Frosch.
Wir laufen 10 Minuten im Gebüsch und auf einmal sagt Rico wir sollen still sein und gucken. Woah, das ist ja ein Aye Aye!
Ich muss gestehen ein Fingertier sieht nicht gerade zum Verlieben aus. Mit seinen glühend, gelben Augen, den vorstehenden Zähnen, dem extrem langen Mittelfinger und dem grauen, spröden Fell kann einem gerade bei Nacht schonmal einen Schauer über den Rücken jagen! 😎
Dazu kommt, dass Aye Aye im Gegensatz zu allen anderen Lemuren rein nachtaktiv sind und einzelgängerisch leben.
Mit steigender Bildung und mehr Oekotourismus auf Madagaskar wird so manchen Einwohnern klar dass das Fingertier auch ein grosses Einkommen darstellen kann. Bei 60'000 Ariarys pro Person für die Tour verzichtet man langsam sie zu töten laut Rico.
2 Stunden später sind wir im Palmarium zurück. Da werden wir auch gleich von den Dorfbewohnern mit Folklore begrüsst. Es macht Spass ihnen zuzuschauen.
Zum Nachtessen gibt es: Quiche aux Crevettes, Zebu/Hähnchen Brochettes mit Banane Plantain. Als Nachspeise bekommen wir Ananas Millefeuille. Einfack lecker! 😄
Wir plaudern noch eine Weile an der Bar mit dem englischen Ehepaar und gegen 22.30 gehen wir schlafen. Morgen geht es per Boot nach Tamatave und gleich anschliessend per Flugzeug auf die Insel Sainte-Marie.
Die Fortsetzung erfolgt Ende Januar! Für mich geht es erst einmal nach Kenya. Ich bedanke mich recht herzlich bei allen "Danke Button" Drücker. Allen Mitlesern wünsche ich einen guten Ruscht ins Neue Jahr.
Reinhard1951723 Beiträge · seit 201128. Dez. 2019 ·
Hallo Annick, auch ich wünsche euch eine spannende Reise. Kommt gesund zurück!
Gruß
Reinhard
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200824. Jan. 2020 ·
@Picco und Reinhard: es geht wieder weiter 😛 ¨
16.08.2020
Gegen 06.30 frühstücken wir und pünktlich um 07.30 verlässt unser Boot die Palmarium Lodge.
FAZIT PALMARIUM LODGE: Ein Muss in dieser Gegend. Natur pur und die Lemuren sind ein echtes Erlebnis. Da würde ich ohne zu zögern wiederkommen. 🙂
Auf dem Speedboot sind wir 9 Vazahas. Pro Person bezahlen wir 60 Euros bis nach Tamatave inkl. Transfer zum Flughafen. Finde ich echt interessanter als mit dem Auto und der sehr schlechten Strassen. Wir fahren durch den Pangalanes Kanal. Es handelt sich um eine lange Aufreihung von natürlichen Seen, welche durch Kanäle verbunden wurden.
Es ist auch eine durchgehende 645 Kms lange Wasserstrasse und verläuft parallel zum Indischen Ozean auf der Ostseite der Insel von Farafangana nach Toamasina (Tamatave). Es ist auch die längste Wasserstrasse der Welt. Dieser Kanal ist die Lebensader der Region denn es gibt keine Strasse.
Er ermöglicht den Einheimischen ihre Waren nicht nur für den eigenen Bedarf, sondern auch als Ueberschuss für den Handel bereitzustellen.
Unterwegs erblicken wir so viele vollbeladene Boote.
Immer wieder bewundern wir die verschiedene Fischernetze.
Am Ufer schauen uns jedes Mal die Dorfbewohner genauer an.
Langsam nähern wir uns Tamatave.
Das alltägliche Leben läuft an uns vorbei.
Es wird sehr hart gearbeitet um sein tägliches Brot hier zu verdienen.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200827. Jan. 2020 ·
Fortsetzung
Immer wieder überholen wir vollbeladene Boote.
Manchmal sind wir ganz nah vom Ufer und wir können am Alltag der Malgachen teilnehmen.
Auf einmal präsentiert sich ein irealistisches Bild vor uns!
Dieses Schiff wollte auch nach Tamatave. Der Kapitän muss sich da irgendwie verschätzt haben....
Bleibt nur noch eine Möglichkeit aus dem Schlamassel herauszukommen, das obere Deck einfach abmontieren....
Diese 2 Stunden auf dem Boot bereuen wir auf keinen Fall.
Es gibt immer etwas anzuschauen.
Langsam erreichen wir unser Ziel Tamatave wo alle Vazahas aussteigen.
Toamasina, mit seinen 200'000 Einwohnern, spielt als wichtigster Seehafen und Standort der einzigen Treibstoffraffinerie Madagaskars eine grosse Rolle auf der Insel. Ein von der Lodge organisiertes Taxi wartet bereits auf uns. Der sympatische Driver verstaucht unser Gepäck in den Wagen und schon geht es weiter Richtung Flughafen. In der Stadt sieht man noch Resten aus der Kolonialzeit.
Eine halbe Stunde später, um 11 Uhr, kommen wir am Flughafen von Tamatave an.
Von da aus haben wir einen Flug mit Tsaradia zur Insel Ste Marie gebucht.
Unser Flug hebt sogar eine halbe Stunde vorher ab......und wir sind nur 3 Passagiere.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200828. Jan. 2020 ·
@Adriana: schön dass du auch wieder dabei bist!
Fortsetzung
Von da oben sieht es sehr nett aus!
An Bord bekommen wir einen Lutscher um uns die Zeit zu vertreiben. 🙂
Eine halbe Stunde später erblicken wir die Insel
und landen sicher auf Marie Ravohara Airport.
Das Gepäck bekommen wir sehr schnell. Draussen gibt es aber kein Taxi....Zum Glück erwischen wir ein Tuk Tuk. Er verlangt 20'000 Ariarys bis zur Stadt Ambodifotatra.
Nosy Boraha, besser bekannt unter dem französischen Namen Ile Sainte-Marie, bleibt eine der Hauptattraktionen Madagaskars. Die Insel besucht man idealerweise in Kombination mit einer Reise an die Ostküste. Sainte-Marie ist etwa 58Kms lang und knapp 6Kms breit. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 210 Km2 und es ist hier das ganze Jahr über feucht.
Nach 20 Minuten passieren wir die älteste katholische Kirche Madagaskars.
Die Stadt Ambodifotatra liegt 12Kms nördlich vom Flughafen an der Westküste. Bald erreichen wir unsere Unterkunft für eine Nacht: L'Idylle Beach www.idyllebeach.com Wir werden gleich vom französichem Ehepaar der das Haus betreibt mit einem Welcome Drink empfangen.
Vom Restaurant aus bekommt man einen direkten Blick auf das Schwimmbad
und aufs Meer.
Den Strand kann man aber leider vergessen.... 😎
Das Hotelrestaurant ist für seine sehr gute Küche auf der Insel sehr beliebt. Da wir hungrig sind, bestellen wir schon einmal einen Fisch-Carpaccio. Miam Miam, echt lecker!
Draussen auf der Hauptstrasse wird eine Hochzeit gefeiert.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200829. Jan. 2020 ·
Fortsetzung
Nach dem Mittagessen bringt uns das Zimmermädchen zu unserem "Ocean" Zimmer. Ich muss gestehen ich bin ein wenig vom Zimmer enttäuscht. Auf der Homepage sah es nicht so klein aus. Das Badezimmer ist zwar zweckmässig eingerichtet
aber im Zimmer gibt es kaum Platz um es sich gemütlich zu machen.
Mein Toni scheint es aber nicht zu stören!
Der Balkon ist auch nicht gerade der Brüller.
Wir lesen eine Weile am Pool und gegen 17 Uhr laufen wir in die Stadt. Wir passieren den kleinen Hafen wo das Schiff El Condor anlegt. Es verbindet täglich das Festland. Da mein Mann schnell seekrank wird, kommt das Boot leider nicht in Frage.
Die Stimmung wird einmalig!
Wir kommen an diesem ausgestellten Pootwal vorbei. Beeindruckend!
Unweit vom Hotel gibt es auch einen Friseur. Toni erkundigt sich über die Preise. Haarschnitt mit Shampoo 8 Euros!
Das Abendessen nehmen wir im Idylle Beach ein. Das Zebufilet schmeckt himmlisch.
Preis für das Zimmer in B&B: 74 Euros
17.08.2020
Gegen 7 Uhr wachen wir auf. Das Zimmer ist echt laut. Man hört den ganzen Verkehr von der Hauptstrasse. Dazu gibt es heute morgen kein Strom und Wasser! Mein Toni ist ausser sich denn er weiss dass das Hotel einen Generator besitzt. Für nur ein belegtes Zimmer wollen die Besitzer Diesen nicht einsetzen. Mein Toni geht gleich zur Rezeption um sich zu beschweren. Ich schaue schon einmal nach draussen vom Balkon aus was so los ist.
5 Minuten später höre ich den Lärm vom Generator. Das Licht und das Wasser kommen zurück. Wir sind aber froh nicht hier für die nächsten 5 Nächte gebucht zu haben....
Das Frühstücksbuffet lässt keine Wünsche offen.
Vor dem Hotel bringen die Fischer schon den Fang des Tages.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200830. Jan. 2020 ·
Fortsetzung
Danach laufen wir zum Tourist Office.
Da kaufen wir uns 2 Eintritte (15'000 Ariarys pro Person) für den Piratenfriedhof. Der Guide bleibt auch dort obligatorisch! Der Zugang befindet sich direkt an der Hauptstrasse am Südende der Bucht und ist gut ausgeschildert. Da begeben wir uns auch gleich danach.
Wir passieren die katholische Kirche
den massiven Steindamm und erreichen Ilôt Madame mit seinem Fischerhafen
und Strand.
Bald erblicken wir die Stelle wo wir den Guide bekommen.
Von hier führt ein Weg über glitschige Steine am Ufer entlang
und den Hügel hinauf. Er ist nur bei Ebbe vollständig passierbar. Auf diesem Weg beobachten wir auch Einheimische die auf Fischfang gehen.
Auf dem Hügel öffnet sich der Blick auf die Ruhestätten zahlreicher Ausländer, die hier zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert bestattet wurden.
Die Gräber sind teils mit Totenköpfen und anderen Insignien der Piratenzunft geschmückt.
Anschliessend laufen wir denselben Weg zurück.
Wir besuchen noch die älteste katholische Kirche von Madagaskar. Sie besteht seit 1857.
Wie man sehen kann ist sie schon etwas renovierungsbedürftig.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200831. Jan. 2020 ·
Fortsetzung
Langsam laufen wir wieder Richtung L'Idylle Beach. Unterwegs gibt es immer etwas zu beobachten.
Wir trinken noch schnell etwas im Restaurant La Paillotte (kann ich bestens empfehlen).
Punkt um 12 Uhr, wie abgemacht, holt uns der Driver von der Samaria Lodge ab. Und so verlassen wir l'Idylle Beach Lodge, eine Lodge die wir nicht besonders idyllisch finden.... 😎
Die Fahrt bis zur Samaria Lodge bringt uns durch abwechslungsreiche Landschaften.
Eine Stunde später erreichen wir unser Ziel. www.samaria-hotel.com
Es liegt in der Nähe vom Dorf ANIVORANO. Es gefällt uns auf Anhieb! Marc, der französische Besitzer, begrüsst uns in der gemütlichen Lounge mit einem Welcome Drink.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200803. Feb. 2020 ·
Fortsetzung
Anschliessend schauen wir uns die Umgebung genauer an.
Sie gefällt uns auch sehr.
Zum Mittagessen bestellen wir einen Salatteller. Mensch ist der knusprick und lecker! Den Nachmittag verbringen wir zwischen dem Naturpool
und Garten.
Dieser erweist sich als eine richtige Ruheoase. Den Sonnenuntergang erleben wir auf unserer Bungalowterrasse.
La vie est belle!
Zum Abendessen gönnen wir uns einen Namaqua Blanc de Blanc.
Es gibt dazu Fisch Carpaccio, Poisson Marguerite à l'Etouffée und Bananes Flambées.
La crème de la Crème, miam, miam! 😛
Das kleine Hotel ist praktisch ausgebucht. Gut für Marc.
Preis für uns Beide in Halbpension pro Tag: 100 euros Kann man echt verkraften.
18.08.2019
Mensch haben wir gut geschlafen! Nach dem leckeren Frühstück geht es gleich mit dem Hausboot auf Buckelwal Tour.
Jedes Jahr von Juni bis September wandern die Buckelwale vor der Nordost Küste von Madagaskar um sich zu reproduzieren und zu kalben. Nach Tausenden Kilometern, kommen sie in das warme und tropische Wasser für die Paarungszeit. Ein Guide von CETAMADA begleitet uns auf dem Boot.
Cetamada wurde 2009 gegründet und hat ihren Hauptsitz auf der Insel. Ihr Ziel: - Coaching und Förderung eines nachhaltigen Oekotourismus - Bildung und Bewusstsein für die Umwelt und das Marine Erbe - Entwicklung von Community-Aktivitäten
Auf dem Boot sind wir 3 Vazaha Ehepaare. Eins kommt von einem benachbarten Hotel. Die Tour kostet 50 euros pro Person und soll 4 Stunden dauern. Jetzt verstehe ich auch warum sie so lange dauert. Wir brauchen eine Stunde bis wir die Buckelwale endlich erblicken.