Wir (ich und mein Toni) kommen gerade aus unserer Madagaskar Reise zurück: Die Insel hat uns sehr gut gefallen und total begeistert. Sie bietet Jedem einen gelungenen Urlaub. Nette Leute, sehr gute Küche, ordentliche Unterkünfte. Preis/Leistung einfach spitze!
Hier schon einmal einige Fakten:
Amtsprache: Malagasy und französisch
Haupstadt: Antanarivo
Staastoberhaupt: Präsident Andry Rajoelina seit dem 18.01.2019. In seiner Jugend war er DJ........
Einwohner: ca 24 Millionen
Fläche: 587'041 Km2
Pro Kopf Einkommen pro Tag: 1,5 US$ Damit zählt die Insel zu den 10 ärmsten Ländern der Welt.
Währung: Ariary 1 euro = 4000 ariarys
Religionen: 52% animistisch, 41 % christlich und 7 % muslimisch
Geflogen sind wir mit Aethiopian Airlines von Genf aus: Genf - Addis Abeba - Antanarivo
Auf Madagaskar ist es nicht ratsam Self drive zu machen. Dies hat uns ein wenig Sorgen am Anfang bereitet. Wir konnten uns echt nicht vorstellen einen Driver ca. 22 Tage auf unseren Rücken zu haben...... Und je nach Fahrer, kann der Urlaub schnell daneben gehen...... Habe also in verschiedene französische Forums herumgestöbert und bin auf die Agentur LOOK GASY AVENTURES gestossen. www.chauffeur-guide-madagascar-lga.com Der Boss Justin Joseph war auch über mehrere Jahren Fahrer/Guide. 2008 hat er sich selbstständig gemacht und l'Association des Chauffeurs Guides gegründet. Die Agentur hat sich inzwischen einen guten Ruf gemacht und bietet vernünftige Preise. Ich habe Justin angeschrieben, ihm meine gewünschte Route gegeben. Er fand sie auf Anhieb machbar. Wir haben 50 euros für einen Toyota Landcruiser pro Tag bezahlt. Der Fahrer ist inklusive. Die meisten Hotels bieten den Drivers freie Kost und Logis wenn sie Gäste bringen. Im Preis ist auch die Versicherung inkl. Wir müssen nur das Benzin unterwegs bezahlen. Der Wagen kommt mit vollem Tank und muss mit vollem Tank wieder zurück gegeben werden. Die Association verfügt leider nur über französische und englische Drivers. Wir haben öfters Spanier, Italiener und Deutsche getroffen die nur ihre Landsprache beherrschten. Man hat sie gezwungen mit dem Driver zusätzlich noch einen Guide ihrer Sprache dazu zu nehmen. Da verdoppelt sich auch praktisch der Preis pro Tag.....
Hier unsere Route mit Unterkünfte:
Antanarivo: Sakamanga Hotel: ein kleines Bijou
Miandrivazo: Hotel Princess Tsiribihina: das beste in der Gegend aber nix für Flitterwochen.......
2 Nächte Flussfahrt auf der Tsiribihina mit Camping (500 euros für uns Beide in Vollpension). Justin hat alles organisiert. War super!
Bekopaka: Le Soleil des Tsingys: eine Traumlage
Morondava: Select Hotel: für eine Nacht ganz OK
Belo sur Mer: Hotel L'Entremer: La crème de la Crème
Morombe: Chez Kathia: authentisch
Tuléar Gegend: Famata Lodge: comme ci comme ça
Isalo NP: Le Jardin du Roy: Ein Paradies!
Vallée de Tsaranoro: Tsarasoa Lodge: kein Luxus aber etwas Besonderes
Fianarantsoa: La Rizière: mittelmässig
Antsirabe: Couleurs Café: ein Bijou
Andasibe: Mantadia Lodge: ein nettes Nest zum Kuscheln
Ankanin'Nofy: Palmarium Hotel: Spitze!
Sainte Marie Insel: Idylle Beach: gar nicht so idyllisch......... Samaria Lodge: eine nette Bleibe
Hier schon einen Vorgeschmack unserer Reise
Antanarivo
Tsingy NP
Fähre nach Belo sur Tsiribihina
Algen Produktion bei Belo sur Mer
Nosy We, eine Trauminsel
Nette Leute
und natürlich viele Lemuren!
und noch viel mehr!
Morgen geht es schon los!
Teil 227. Aug. 2019
Schön dass so viel Interesse besteht!
@Carmen: bei Laurence wäre ich gerne hängen geblieben! 😄
@Marimari: Justin spricht Englisch 🙂
@Picco: toll du bist immer von der Party! 😁
@Adriana: wenn ich helfen kann, sehr gerne. 😎
Unsere Flüge hatten wir schon 10 Monate im voraus gekauft. Durch Bekannte konnten wir auch noch einen günstigen Upgrade auf die Business Class ergattern. Unser Flugplan wurde leider anfangs Mai durch den Ethiopian Airlines Boieing 737 Max Aircrash geändert. Die Airline besitzt einige von diesen Maschinen und plötzlich müssen sie am Boden bleiben. Für die Fluggesellschaft ein grosses Gnusch. Und so verwandelte sich unser 2 Stunden Transit in Addis Abeba in 24 Stunden...... 😗 Wir konnten unsere Daten nicht mehr ändern da unsere Reise fest gebucht war. Aus 2 Nächte Antanarivo bei Ankunft wurde es nur eine Nacht. Ethiopian Airlines hat natürlich das Hotel, die Verpflegung und das Transit Visa übernommen..
Sonntag, den 21. Juli 2019
Pünklich hebt um 20.40 unsere Boeing 787 Dreamliner in Genf Cointrin ab. Die Business Class sieht schon toll aus!
Wir bestellen auch gleich 2 Güpli. La vie est belle! 😛
Das Video über Safety und Security Regulation finde ich echt witzig. Am Meisten die Vorführung der Schwimmvesten.
Das Essen schmeckt ausgezeichnet
und die Zeit vergeht im Nu. Die Maschine landet kurz in Wien wo andere Passagiere einsteigen. Die Maschine ist jetzt voll.
Montag, den 22. Juli 2019
Wir landen pünklich um 06.30 in Addis Abeba Bole International Airport. Das Wetter ist nicht gerade der Brüller.
Aber wir sind in Urlaub. Bei Ankunft begeben wir uns sofort zum Ethiopian Airlines Transfer Desk, Da bekommen wir unsere Boarding Cards für den nächsten Morgen, einen Gutschein für das Skylight Hotel. Die ganzen Papiere zeigen wir bei der Immigration. Da wird anschliessend das Transit Visum kostenlos ausgestellt. Das Gepäck kommt schnell nach. Draussen herrscht noch dasselbe Chaos wie im Januar 2019. Das zweite Terminal ist noch immer nicht in Einsatz. Man muss 500 Meter mit Koffer bis zum Taxistand oder Hotelshuttle laufen.
Das neue Terminal soll in einem Monat inauguriert werden.
Endlich erblicken wir unser Hotelshuttle. Es bringt uns zum Hotel Skylight. Es gehört Ethiopian Airlines und liegt nur 600 Meter entfernt. www.ethiopianskylighthotel.com Sieht von draussen wie ein nagelneues Spital aus.
Die Eingangshalle ist riesig und nicht gerade heimelig!
Wir laufen gleich zur Rezeption wo wir erwartet werden. Das Personal ist herzig.
Nach dem Check In bringt uns ein Portier samt Gepäck zu unserem Zimmer 220. Es besteht aus 2 Betten
Fernseher, Minibar, Wifi
Safe, Bügeleisen mit Brett.....usw
Das Badezimmer macht einen guten Eindruck.
Meinem Toni geht es aber nicht besonders gut. Seit 2 Tagen hustet er wie verrückt und jetzt hat er auch noch Fieber dazu.....Das kann ja noch heiter werden....... 😎
Fortsetzung folgt
Teil 328. Aug. 2019
Fortsetzung
Hier die Aussicht vom Zimmer aus!
Da wir hungrig sind entscheiden wir schon einmal zu frühstücken. O mon dieu, was für ein Frühstücksbuffet! Mein Toni hat einen Augenblick mit dem Husten aufgehört so baff war er..... Wir haben richtig zugeschlagen. Miam miam.
Die verschiedene Säfte sind sogar frisch ausgepresst. Wir probieren alle....
Und das Brot kann mit Frankreich mithalten.
Wir geniessen diesen Augenblick.
Danach eile ich zur Rezeption und erzähle von Toni's Husterei und Fieber. Das Personal stellt uns sofort einen Shuttle zum Medical Services von Ethiopian Airlines zur Verfügung. Ist nur 5 Minuten vom Hotel entfernt. Das ganze Ethiopian Airlines Personal wird hier behandelt.
Eine Aerztin untersucht Toni. Sie schreibt ein Rezept auf und wir begeben uns anschliessend zur Apotheke die sich im selben Gebäude befindet. Toni bekommt ein starkes Antibiotikum für 3 Tage und wird 9 US$ leichter.... 😄 Wir laufen zurück ins Hotel.
Toni nimmt seine Tablette und hop ins Bett. Ich nehme ein Sammeltaxi Richtung Meskel Square. Ich liebe das Ambiente dort auf dem grossen Platz.
Die ganze Strecke laufe ich zurück ins Hotel. Es tut gut. Die Armut ist aber überall auf den Strassen zu sehen....
Bei diesem kalten Wetter schwimmt tatsächlich ein Farenji im Pool!
Toni geht es ein wenig besser. Zum Abendessen begeben wir uns zum Restaurant. Das Buffet lässt keine Wünsche offen. Miam miam.
Bon appétit.
Wir geniessen den Abend in vollen Zügen .
Morgen geht es weiter nach Antanarivo.
Teil 429. Aug. 2019
Fortsetzung
23.07.2019
Um 6 Uhr klingt unser Wecker. Mensch haben wir fest durchgeschlafen. Es tat gut. Zum Frühstück bringen wir nur eine Tasse Café runter. 40 Minuten später bringt uns das Hotel Shuttle zum Flughafen. Für die Business Class gibt es einen "Fast Track" für Security und Immigration. Das Gate 22 ist auch nur Business Class Passagiere gedacht.
Man nimmt hier Platz. Wenn der Flug angekündigt wird geht man zum Aufzug. Danach bringt uns ein Bus direkt zum Flugzeug. Die Maschine hebt pünklich ab und 4 1/2 Stunden später erblicken wir schon die Küste von Madagaskar.
Die Landschaft wird mit der Zeit sehr vielseitig.
Die Landung erfolgt sehr bald.
Pünklich um 13.30 erreichen wir Ivato International Airport Antanarivo. Der Flughafen sieht echt provinzial aus und nirgendwo steht etwas von Ivato-Antanarivo..... 🙄
Wir suchen uns schon einmal einen Bureau de Change. Nie in einer Bank Geld wechseln! Schlechter Kurs + Taxen.... Wir klappern alle 3 Bureau de Change bei der Ankunft ab. Der Kurs ist heute 1 euro = 4000 ariarys. Auf der Bank 1 euro = 3900 ariarys. Die Bureau de Change wollen uns auch eine Taxe abziehen. Da wir aber 1000 euros wechseln wollen können wir ein Bureau de Change überzeugen die Taxen wegzulassen. Auf einmal sind wir Millionär! 😛 Die grössten Noten sind 20'000 ariarys. Ihr könnt euch vorstellen dass ich ein nettes Packet voller Noten bekam.... 😄
Anschliessend besorgen wir uns noch eine Sim Karte für das Telefon.Es gibt 3 Gesellschaften in Madagaskar: Airtel, Telma und Orange. Da der Airtel Schalter leer ist eile wir dort hin. Die Dame installiert die Karte ins Telefon, wir probieren sie danach anzurufen und schon ist alles piccobelo! 😛
Anschliessend laufen wir samt Gepäck Richtung Ausgang. Da kommen auch schon die Fliegen auf uns zu (Taxi Drivers). Im französischem Forum wurde ich schon vorgewarnt. Es herrscht am Flughafen eine Mafia. Verhandeln hat hier keinen Zweck. Bist du ein Vazaha dann zahlst du halt das Doppelte. Sie wollen alle 60'000 ariarys um uns zum Sakamanga Hotel zu fahren. Und die Burschen sind echt arrogant und unsympatisch. Natürlich ist es nicht viel Geld aber aus Prinzip kann ich dies nicht akzeptieren. Die Hotels bieten meistens alle einen Shuttle an. Das Sakamanga Hotel wollte 50'000 ariarys für die Fahrt. Ist immer noch billiger als das Taxi am Flughafen! Wir laufen dann einfach Richtung Flughafenausgang. Es sind nur 50 Meter mit unserem Gepäck, Einfach, da unsere Koffer auf Rollen sind. Draussen warten auch schon einige 4 L, das sind die lokale Taxis.
Der Preis liegt nur noch auf 30'000 ariarys. Der Driver ist auch noch sehr nett und lustig. Ausserhalb der Hauptstadt gibt es überall Reis Plantagen.
Wir nähern uns dem Zentrum
und das fangen die Staus an. Nach einer guten Stunde kommen wir endlich vor dem Sakamanga Hotel an. www.sakamanga.com Dieses Hotel verfügt über verschiedene Zimmer Kategorien. Also für jede Geldbörse gedacht! Wir hatten keine Wahl. Es gab nur noch ein LUX Zimmer (Grande Suite) als wir reserviert haben. Kostet 81 euros die Nacht. Die meisten Hotels nehmen gerne Euros und die Differenz geben sie zum selben Kurs wie ein Bureau de Change zurück. Wir haben meistens das Zimmer immer in Euro bezahlt. Immer nach dem Kurs fragen! 🙂 Die Zimmerpreise auf Madagaskar verstehen sich öfters ohne Frühstück. Dazu kommt noch die Vignette Touristique pro Zimmer und Nacht: 1000 ariarys.
Der Besitzer an der Rezeption ist charmant. Wir bekommen Zimmer 225 auf dem ersten Stock. Es verfügt über ein Schlafzimmer mit Grand-Lit und Fernseher
ein Salon mit Sofa und Klappbett.....
Das Zimmer hat viel Charme und erweist sich als sehr geräumig.
Es gibt auch Wifi, Safe und Minibar.
Das Badezimmer gefällt uns auf Anhieb.
Fortsetzung folgt
Teil 502. Sept. 2019
Fortsetzung
Bedingt durch die Höhenlage (1200 bis 1450m) herrscht in Tana ein mildes Klima. Im Juli und August kann es aber nachts sehr kühl werden.
Das Sakamanga ist wirklich ein schnuckeliges Hotel.
Man kommt sich vor wie in einem Völkerkunde-Museum. Es bietet auch 2 Pools an.
Das Hotel liegt in der Unterstadt, unweit der zentralen Verkehrsachse, die Avenue de l'Indépendance. Die erreichen wir zu Fuss in 10 Minuten.
Auf der Magistrale und den umliegenden Strassen fand bis 1997 noch der Zoma (Freitagsmarkt) statt. Da er mit seinen wahnsinnigen Verkaufsständen regelmässig den Verkehr lahmlegte, wurde er auf verschiedene kleinere Märkte aufgeteilt. Es macht Spass hier herumzuspazieren.
Aber es wird auch durch die vielen Treppen eine sportliche Angelegenheit.
Ab und zu riecht es nach verschiedene Gewürze.
Es wird allerhand verkauft.
Bevor wir ins Hotel zurückkehren kaufen wir uns noch Postkarten in der Librairie auf der Avenue de l'Indépendance. Eine Postkarte kostet 600 ariarys. Gegen 17.30 kehren wir ins Sakamanga zurück.
Die Sonne verschwindet auch langsam. Der Grauhauspapagei bringt uns zum Lachen.
Er begrüsst uns mit: vazaha, vazaha, bedeutet Muzungu oder Farenji auf der Insel. Wer im Hotel übernachtet muss unbedint das Abendessen hier im Restaurant nehmen und sein Tisch im voraus reservieren. Ein Zebufiletsteak mit Pommes und Salat kostet zum Beispiel 16'000 ariarys. Da wir Fleischesser sind bestellen wir gleich zwei. Miam miam, das Fleisch zergeht unter der Zunge. La crème de la Crème! Dazu 50cl Merlot aus Südafrika,
Als Nachspeise gönnen wir uns Banane Flambées.
Die Gesamtrechnung von 81'000 ariarys kann man echt verkraften. Wenn man mit dem Service zufrieden ist, gibt man 5% Trinkgeld. Wir waren begeistert.
Morgen machen wir mit Justin und unserem Chauffeur Bekannschaft. Es geht dann gleich weiter nach Miandrivazo.
Teil 603. Sept. 2019
24.07.2019
Gegen 07.30 gehen wir frühstücken.
Wir begeben uns zum Raum "le Jardin".
Man kann entweder das Frühstücksbuffet nehmen oder nur ein Petit Déjeuner Continental. Wir entscheiden uns für das Continental. Kostet 15'000 ariarys pro Person und besteht aus Café, Obstsaft, Baguette, Croissant, Butter und Konfitüre.
Punkt um 08.15 erscheint Justin, der Boss bon Look Gasy Aventures. Wie vereinbart per e-mail, bezahlen wir schon einmal 50% von der Gesamtsumme in Bar (Euros). Den Rest werden wir dem Driver am Schluss bezahlen. Finden wir sehr fair. Uebrigens wir haben nie eine Anzahlung für den Wagen gemacht. Justin händigt uns den Vertrag, wir unterschreiben und bekommen eine Kopie. Anschliessend verabschieden wir uns vom Hotel. Draussen wartet schon Léon unser Chauffeur/Guide. Er fährt einen Toyota Landcruiser. Die Karre ist nicht gerade sehr jung aber die Reifen scheinen nagelneu zu sein. Das Gepäck wird vom Hotelpersonal in den Wagen gebracht und schon kann es losgehen.
Es braucht eine halbe Stunde bis wir das Zentrum von Tana hinter uns haben. Ausserhalb verläuft der Alltag.
In der Trockenzeit von Mai bis Oktober werden die Deiche rund um die vielen Reisfelder im Hochland zu Backsteinfabriken umfunktionniert. Die Ton und laterithaltige Erde wird aus den Reisfeldern gesammelt und eimerweise auf trockenen Boden geschleppt. Mit Flusswasser gemischt ergibt sich eine Art formbarer Lehm daraus. Ein selbst gebautes Holzgitter dient als Passform, in die der Lehm gedrückt und festgeklopft wird. Die Backsteine werden dann fein säuberlich einer neben dem anderen auf dem trockenen Gras ausgebreitet, die Sonne tut nun ihren Dienst und trocknet alles. Die getrockneten Backsteinvorlaüfer werden dann zu Hunderten und Tausenden auf und übereinander gestapelt. Gut einen Monat dauert dieser Arbeitsschnitt. Die riesigen Backsteinstapel bilden Oefen, mit Löchern in der Mitte und im Boden für Feuerholz. Aussen werden die Backsteine mit Lehm beschmiert um die Hitze im Inneren zu halten. Mit dieser Technik lassen sich mehrere 10'000 Steine gleichzeitig backen!
Auf Madagaskar verliert man viel Zeit auf den Strassen. Entweder gibt es Staus, Potholes oder Zebus.
Das Zebu oder Buckelrind bringt 300 bis 400 Kg auf die Waage. Ueberall im Land sieht man sie. Rund 19 Millionen leben auf dem roten Boden der Insel. Zebus werden auf Madagaskar sehr traditionnel gehalten. Junge Männer oder Kinder bringen sie tagsüber zum Weiden auf Wiesen, treiben sie entlang der diversen "Routes Nationales" wie hier auf der RN 7 Richtung Antsirabe.
Léon erweist sich als ein super Driver. Er ist sehr gesprächig, interessant und gebildet. Zudem besitzt er noch viel Humor. Er gefällt uns auf Anhieb! Um diese Jahreszeit sind die Reisfelder leider selten grün.
Nach gute 3 Stunden erreichen wir die Vororte von Antsirabe.
Langsam knurren auch unsere Magen.....
Antsirabe ist für seine grosse Anzahl von Pousse-Pousse sehr berühmt.
Fortsetzung folgt
Teil 704. Sept. 2019
Fortsetzung
Léon bringt uns gleich zum Zandina,
das Restaurant vom Militär Hotel "Cercle Messe Mixte".
Da werden sehr gute Pizzas und grosse Portionen malagasy Gerichte serviert.
Es ist bei den Einheimischen und Reisenden sehr beliebt.
Die Drivers bekommen hier auch kostenloses Essen. Die Stimmung ist einmalig! Praktisch gegenüber liegt das noble Hotel Trianon.
Wir bestellen eine Pizza und nehmen ein grosses THB (Three Horses malagasy Bier). Miam miam. Die Pizzas sind knusprig!
Danach schauen wir uns das Geschehen vor dem Restaurant an.
Léon kommt 5 Minuten später und bringt uns zur Post wo wir unsere Postkarten aufgeben. In Tana war zu viel Verkehr.....Die Postkarten sind übrigens 3 Wochen später alle angekommen. 🙂
Die Stadt Antsirabe hat sehr viel zu bieten.
Wir werden sie aber erst am Ende unserer Tour genauer besichtigen. Heute bleibt keine Zeit dafür. Léon nimmt dann die RN 34 Richtung Miandrivazo. 24 Kilometer weiter halten wir in Betafo an. Das malerische typische Hochlanddorf ist für seine Reisterrassen sehr berühmt.
Es muss schon der Hammer sein wenn sie alle grün leuchten!
Ausserhalb vom Dorf gibt es auch den Lac Tatamarina , ein vulkanischer Kratersee. Da fischen die Einheimischen noch sehr primitiv.
Fortsetzung folgt
Teil 805. Sept. 2019
@Erdferkel: schön dass du auch dabei bist! 🙂
Fortsetzung
Ich schaue diesem Fisherman eine Weile zu.
Léon erinnert mich auf einmal dass es Zeit wird um weiter zu fahren. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich.
Wir kommen aber nur langsam vorwärts. Wenn es nicht ein LKW ist
dann sind es Potholes die uns bremsen. Manchmal müssen wir auch kommische Brücken überqueren. Da heisst es für Léon Augen aufsperren!
In diesem Augenblick sind wir froh nicht am Steuer zu sein.... Die Sonne verschwindet langsam.
Es ist schon 18.30 und dunkel als wir das Hotel Princesse Tsiribihina erreichen. Es liegt ausserhalb der Stadt in der Pampa. Es besteht aus mehreren Gebäuden mit Zimmern.
Der Pool sieht schon einigermassen einladend aus, wäre nicht dieser starke Chlor Geruch. Man riecht es von sehr weit......
An der Rezeption bekommen wir den Schlüssel zum Zimmer 12.
Léon verabschiedet sich von uns. Er holt uns morgen früh um 09.30 wieder ab. Das Zimmer ist nicht gerade für einen Honeymoon gedacht.
Aber wenigstens funktionnieren Dusche, Toiletten, Warmwasser.
Die Betttücher sowie Handtücher sind auch sauber. Keine Wanzen.....Für 120'000 ariarys (30 Euros) das Zimmer kann man echt nicht meckern! Es soll auch das beste Hotel in der ganzen Gegend sein. Wir duschen und begeben uns anschliessend zum Restaurant. Das Wifi ist sehr langsam aber geht! Wir machen mit 2 anderen Ehepaare aus Holland Bekanntschaft. Sie nehmen morgen auch ein Boot auf der Tsiribihina.
Zum Glück haben wir heute Abend keinen grossen Hunger. Das Chicken Curry ist schrecklich......Das Huhn ist hart wie ein Brett und den Curry Geschmack muss man suchen und suchen.... 😣 Es schwimmt auch noch alles im Fett! 🤩
Der Service geht sehr mora mora (langsam auf malagasy). Gegen 22 Uhr gehen wir endlich schlafen. Wir freuen uns riesig auf morgen.
Teil 906. Sept. 2019
25.07.2019
Zu meinem Erstaunen haben wir sehr gut geschlafen. Die Aussicht von unserer Terrasse aus, kann sich sehen lassen.
Wir begeben uns zum Restaurant und passieren dabei den Poolbereich. Der Gestank vom Chlor ist echt eine Plage.
Das Restaurant macht einen guten Eindruck.
Die Küche aber viel weniger. Das Frühstück erweist sich auch als ein totaler Reinfall. Der Fruchtsaft kommt aus einem Beutel und wurde mit Wasser gemischt..... 😣 Das Baguette Brot ist von gestern...... Zum Glück schmeckt der Café.
Gegen 9 Uhr begeben wir uns zur Rezeption um unsere Rechnung zu begleichen. Da erfahren wir auch dass der Wechselkurs Euros/Ariarys sehr schlecht ist. In praktisch alle Hotels haben wir den selben Kurs wie in einem Bureau de Change bekommen. Die Hotels freuen sich auf Euros! Hier 1 Euro = 3200 ariarys statt 4000... Da wir genügend Euros in Tana getauscht haben entscheiden wir uns die Rechnung in ariarys zu bezahlen. Die Rezeptionistin ist nicht gerade sehr glücklich darüber..... 😄
Punkt um 09.30 erscheint Léon. Er lädt unser Gepäck in den Wagen und schon geht es los. Es sind 50 Kilometer bis zur Schiffsanlegestation. Die letzten Kilometer fahren wir auf einer sehr schlechten Piste!
Wir brauchen fast 2 Stunden bis wir die "Barrière de Contrôle" erreichen.
Da sollen wir uns in einem Heft eintragen. Einen Kilometer weiter kommt das Dorf Masakiampy.
Da müssen wir alle austeigen, uns in einem Register eintragen und die Pässe zeigen.
Anschliessend fahren wir durch das Dorf.
Ueberall wird Manioc verkauft.
Die Einheimischen bleiben immer sehr freundlich.
Es macht Spass mit ihnen auf französisch zu plaudern. Endlich erreichen wir den Pier.
Auf dem Fluss ist allerhand los.
Von weitem erblicken wir unser Boot. Es kommt langsam auf uns zu.
Es wird auch sehr sehr heiss! Hier liegen die Durchschnittstemperaturen bei 30 Grad....
Fortsetzung folgt
Teil 1009. Sept. 2019
@Eric: schön dass du auch dabei bist! Die Unterkünfte habe ich alle selber gebucht!
Fortsetzung
Wir haben lange gezögert ob wir lieber mit einer Pirogue oder ein Boot die Tsiribihina runterfahren wollen. Mit der Pirogue dauert die Fahrt 4 Nächte, mit dem Boot nur 2. Am Schluss haben wir uns für das Boot entschieden. Wieso? Im Boot ist man von der Sonne und der Hitze geschützt. Man kann sich auch die Beine vertreten. Der Motorlärm hat uns echt nicht gestört. Wir haben unsere Entscheidung nicht bereut denn die 2 Nächte waren echt spartanisch. 2 haben uns gereicht! 😎
Das Boot sieht sehr komfortabel aus.
Wir steigen schon einmal ein.
Das Gepäck wird von der Crew versorgt. Sie besteht aus einem Guide namens Siteren und 4 Besatzungsmitglieder (2 in der Küche und 2 die für das Boot zuständig sind). Vom oberen Deck bekommt man einen guten Blick auf die tolle Landschaft und man kann sich die Seele bäumeln lassen.
Punkt um 12 Uhr verlässt das Schiff Masiakampy.
Am Ufer gibt es immer etwas zum beobachten.
Hier wird auch häufig Reis angebaut.
Die Fahrt bring für die Besatzung schon eine grosse Herausforderung. Auf den teils mehrere Hundert Meter breiten Mahajilo, dem ersten Flussabschnitt, muss die Crew sich anstrengen um nicht im Sand stecken zu bleiben. Hier hat es sehr lange nicht mehr geregnet!
Gegen 13.15 wird auch schon das Mittagessen serviert. Miam miam. Die Crudités mit der hausgemachten Vinaigrette finden wir lecker.
Siteren, unser Guide, ist der Einzige der mit uns essen darf.
Er erweist sich als ein guter Kumpel und erzählt tolle Geschichten. Die Hauptspeise, Würstchen in einer Gewürzsauce, sieht beim ersten Blick nicht gerade einladend aus.
Im Teller schmeckt sie einfach, miam miam! Und der Reis dazu. So viel "Flavour" im Teller, das lieben wir echt. Wird alles an Bord zubereitet. Ein Fisherman verkauft dem Koch unterwegs auch noch Tilapia.
Viele Boote kommen uns entgegen. Sie haben ihre Vazahas nach Belo sur Tsiribihina gefahren und begeben sich wieder nach Masiakampy. Sie nehmen meistens Einheimische mit.
Die Vogelwelt spielt hier auch eine grosse Rolle.
Fortsetzung folgt.
Teil 1110. Sept. 2019
Fortsetzung
Der Nachmittag fängt ganz entspannt an. Wir liegen am oberen Deck und geniessen einfach die Fahrt.
Uebrigens Tsiribihina bedeutet auf malagasy in etwa: wo man nicht badet..... Heute weiss man immer noch nicht genau wieso man den Fluss so genannt hat. Es gibt 2 Erkärungen: 1) der Name kommt von den vielen Toten, die 1818 während der Sakalava Kriege zu Tausenden den Fluss hinabgetrieben sein sollen 2) es soll früher zahlreiche Crocs hier gegeben haben....
Heute sind die grossen Crocs Exemplare aufgrund der Wilderei selten geworden. Es ist mittlerweile ein Glücksfall wenn man sogar Eines am Ufer erblickt. Die Götter sind mit uns Heute! 😁
Reiher kommen viel öfters vor.
Der Fluss wird auf einmal enger.
Wir begegnen einigen Fishermen.
Das Boot führt uns anschliessend durch eine ganz besondere Schlucht. Sie besteht aus steilen und zerklüfteten Felswänden.
Alles von Madame "Nature" erzeugt!
Die Zeit vergeht hier sehr schnell.
Wir erblicken unterwegs einige Turisten die mit der Pirogue unterwegs sind.
Bald werden wir unser Highlight des Tages erreichen.
Fortsetzung folgt
Teil 1212. Sept. 2019
@Martina: schön dass du auch noch dazu kommst! 🙂
Fortsetzung
Nach Toni's Nickerchen
erreichen wir gegen 16.30 den Anosin'Ampela Wasserfall. Andere Boote haben schon am Ufer angelegt.
Ich freue mich riesig denn ich werde mich erfrischen und waschen können. Durch die Hitze kleben meine Kleider auf meine Haut. Igitigit.... 😣 Kurz vor dem Rastplatz mit der Schutzhütte erblicken wir auf einem Baum Braune Lemuren.
Lemuren leben ausschliesslich auf Madagaskar und den umliegenden Inseln. Es gibt rund 100 Arten von denen einige leider vom Aussterben bedroht sind. Die Lemuren bilden die Unterordnung der Feuchtnasenaffen. Damit sind sie den primaten zuzurechnen. Es sind geselige Tiere die sich von Blättern, Früchten und Insekten ernähren. Es sind halbaffen und Baumbewohner, die kaum auf dem Boden kommen.
Sie können sowohl am Tag als auch in der Nacht aktiv sein. Der Grad ihrer Nachtaktivität hängt vom Mondstand ab.
Sie verfügen über einen besonders guten Geruchssinn.
Natürlich wissen unsere Braune lemuren warum sie hier bleiben. Bei den vielen Besuchern gibt es immer eine kleine Gabe. Hier eine Banane.
Danach begleiche ich bei der Schutzhütte 5'000 Ariarys pro Person für den Eintritt zum Wasserfall. In Madagaskar bezahlt man Eintritt für alles!!!! 🙄 Ein neuer Guide versucht auch noch mit uns mitzukommen. Ich mache ihm zu verstehen dass wir mit Siteren gut bedient sind! 🙂 Wir folgen einem sandigen Pfad bergauf, der über zahlreiche Felsen in eine weite Schlucht führt. Da mein Toni Probleme mit dem rechten Knie hat, höre ich ihn auch sehr bald fluchen. Er verzichtet auch uns weiter zu begleiten und will auf uns warten. Siteren und ich kommen an mehrere kristallklaren Teichen vorbei und laufen Stufe um Stufe natürlicher Treppen im Fels hoch bis wir endlich zum Wasserfall gelangen. Dieser ergiesst sich aus 30 Meter Höhe in ein grosses Bassin.
Ich zögere nicht lange und verschwinde ins Wasser. Da es über die mächtig erhitzten Felswände fliesst, ist es echt angenehm da drin! Die Temperatur muss um die 21 Grad liegen.
Es ist einfach herrlich und man fühlt sich wie neugeboren.
Danach laufen wir die Strecke zurück. Unterwegs erblicken wir noch diesen Braunen Lemur.
Er ist so putzig!
Und diese Augen....
Eine Stunde später kehren wir zum Boot zurück und die Crew fährt ca einen Kilometer weiter und legt am Ufer an. Da wird heute übernachtet. Unser Zelt und das Klo werden auch gleich aufgeschlagen.
und die Matratzen mit Bettzeug vorbereitet.
Es wird schnell dunkel. Mensch wird es heute Nacht da drin eng! Und frisch verheiratet sind wir auch nicht! 😗
Gegen 19 Uhr wird das Abendessen serviert. Es gibt eine frisch hausgemachte Gemüsesuppe. Miam miam!
Tilapia (leider zu viele Fischgräten) mit verschiedene Gemüse.
Inzwischen haben auch 2 andere Boote neben uns angelegt. Die Zelte werden aufgeschlagen. Am Ufer ist etwas los. Unsere Crew spielt nach dem Essen Gitarre und singt malagasy Songs dazu. Im Himmel glänzen die Sterne.
Gegen 22 Uhr gehen wir alle schlafen. Wir im Zelt und die Crew auf dem Boot.
Teil 1313. Sept. 2019
Fortsetzung
Die Nacht war ein Horror! Mein Mann machte sich sehr breit im kleinen Zelt..... 😗 Es wurde auf einmal auch sehr kalt und die Bettwäsche wurde ganz feucht. Ich habe schnell kapiert wieso. Es tröpfelte von oben auf mich direkt zu.... 😣 Die Luftfeuchtigkeit mag stark sein aber mit dem Zelt stimmt etwas nicht. Ich bin keine grosse Camperin aber so etwas hatte ich noch nie. Sogar bei schlechtem Wetter. 😎
Langsam wird es hell und ich begebe mich zur Luxustoilette.
Am Ufer werden auch langsam alle wach. Die 2 andere Boote, eine Gruppe von Italiener, sind mit einem Bodyguard unterwegs.
Kann ich verstehen wenn man sich an die verschiedene Touristenüberfälle vom letzten Jahr erinnert....
Ich eile schon einmal zu Siteren und zeige ihm unser Zelt mit dem nassen Bettzeug. Er bemerkt gleich dass die Crew ein Teil des Zeltes vergessen hat. Deswegen ist es auch undicht! 😁 Er versichert uns dass heute Nacht das Problem nicht mehr auftreten wird. Da freut sich mein Toni rieisig! 🤪
Um 07.30 wird auf dsem Boot gefrühstückt. Es gibt Spiegeleier, Brot, Konfitüre, Honig, Butter und guter schwarzer Café.
Punkt um 8 Uhr legen wir ab. Am Ufer nähert sich ein kleines Kind und beobachtet uns.
Ich liebe Kinderportraits!
Vom oberen Deck aus kann man die Landschaft immer wieder geniessen.
Es gibt zu jeder Zeit etwas zu sehen.
Leere Touristenboote kommen uns immer noch entgegen. Ein grosses Business hier!
Am Ufer ist auch immer etwas los. Echtes Kino.
Die Einheimischen machen das Geschirr
oder ihre Toilette.
Kinder begrüssen uns.
Fortsetzung folgt
Teil 1416. Sept. 2019
Fortsetzung
Eine gute Stunde später erreichen wir das Ufer vom Dorf BEGIDRO.
Dieses werden wir uns heute auch anschauen. Wir sind aber nicht die einzigen Vazahas die da anlegen.....
Heute findet ein kleiner Markt statt.
Diese junge Dame ist auf ihr Baby besonders stolz!
Wir begeben uns mit Siteren direkt zur Primar Schule.
Da machen wir mit dem Klassenlehrer Bekanntschaft.
Die Kinder arbeiten fleissig.
Ich muss natürlich wieder ein Portrait schiessen.
Bevor wir gehen übergebe ich noch dem Klassenlehrer einen Koffer voller Kinderklamotten. Er ist mir echt dankbar. Danach spazieren wir durch das Dorf. Die Hightech hat hier keine Grenzen!!! 😄
Da treffen wir auch die grosse italienische Gruppe. Die Frauen spielen alle mit den einheimischen Kindern. Manche nehmen sie sogar auf ihren Schoss. Kinder kommen auch gleich auf einen zu und wollen deine Hand in ihre nehmen. Ist nicht mehr so mein Ding. In Aethiopien zum Beispiel hatte ich mir so die Krätze eingeholt.
In Madagaskar bekommt man meistens Flöhe. Eine grosse Plage hier im Land. Wir haben viele Vazahas unterwegs getroffen die diese Erfahrung gemacht haben..... 😎 Im Dorf wird man immer freundlich angesprochen.
Verhungern tut man hier bestimmt nicht.
Langsam wird es aber Zeit auf unser Boot zurück zu kehren.
Uebrigens, wir sind hier im Land der Sakalava, die erste Volksgruppe, die sich auf Madagaskar formte. Sie stamm von den afrikanischen Bantu ab. Ihr Name bedeutet soviel wie "die, die im langen Tal leben". Die Heimat der Sakalava zieht sich vom Südwesten Madagaskars bis in den Norden der Insel Nosy Bé. Viele Sakalava Frauen schützen ihr Gesicht mit einer selbsterzeugten Maske aus Sandelholz.
Die Sakalavas lassen sich auch gerne fotografieren. Die Kinder wollen anschliessend immer die Bilder sehen.
Gegen 10.30 verlassen wir das Dorf.
Fortsetzung folgt
Teil 1517. Sept. 2019
@Gaby: Welcome! Doch man kann schon die Strecke von Miandrivazo nach Belo/Tsiribihina mit dem Wagen unternehmen. Dieses Teil ist unser Driver auch gefahren. Er hat uns in Belo/Tsiribihina wieder abgeholt. Von Miandrivazo fährt man die RN34 bis Malambandy dann die RN35 bis Morondava. Die Fahrt soll echt langweilig sein und dauert gute 5 Stunden wenn nicht mehr. Dann bist du aber noch lange noch nicht in Belo/Tsiribihina.......
Fortsetzung
Wir begeben uns wieder auf dem oberen Deck und geniessen das Geschehen.
Uns wird es nicht langweilig.
Gegen 12.30 wird das Mittagessen serviert. Es gibt Zebu Braten mit Creole Reis. Miam Miam!
Schmeckt etwa wie Boeuf Bourguignon. Nach dem Lunch geniessen wir einfach weiter die Fahrt. Im Land haben wir viele Einheimische mit diesem TShirt getroffen. Der aktuelle Präsident muss sie millionenweise verteilt haben! 😛
Die Armut der Menschen bekommt man öfters vor den Augen.
Zum Glück wächst im Land praktisch alles und der Boden ist sehr fruchtbar.
Dieser Fischer scheint sehr nachdenklich zu sein.....
Und so vergehen einige Stunden an Bord.
Mein Toni hätte gerne heute Abend geduscht.....Ich kann ihn schon verstehen denn er riecht nicht gerade nach Chanel 5..... Siteren erklärt ihm auf seine Art und Weise dass es keine Dusche geben wird. Und noch weniger ein Bad! Er zeigt uns 2 Crocs die die Sonne am Ufer geniessen.
Um 18 Uhr erreichen wir den Ort wo wir übernachten werden. Unweit liegt ein kleines Dorf.
Unser Zelt wird gleich von der Crew aufgeschlagen. Dieses Mal vergewissere ich mich dass kein Teil am Zelt fehlt. Die Sonne geht auch langsam unter und die Atmosphäre ist eigenartig.
Zum Abendessen wird eine frische Weisskohlsuppe gebracht sowie Spaguettis mit frischer Tomatensauce. Miam miam! Anschliessend spielen wir mit der Crew Karten. Gegen 22 Uhr gehen alle schlafen.
Teil 1618. Sept. 2019
@Wüstenfee: schön auch von dir zu hören! 🙂 Ja das waren Zeiten.......Und trotzdem hinterlassen sie uns gute Erinnerungen. 😎
27.07.2019
Die Nacht habe ich wieder kein Auge zugedrückt. Mir war kalt und mein Toni schnarchte wie verrückt....... 😣 Um 06.30 stehen wir Beide auf. Die Crew ist auch schon beim Aufräumen. Draussen ist es wahnsinnig nebelig. Wir begeben uns gleich auf das Boot wo unser Frühstückstisch uns erwartet.
Siteren hatte uns gestern gefragt ob wir heute morgen ein Malagasy Frühstück probieren wollen. Wir waren sofort damit einverstanden. Eine halbe Stunde später erscheint er auch mit 2 kleine Schüssel. Für die Vazaha hat er Vary Sosoa Kitoza organisiert. Es handelt sich um gekochten Reis mit viel Wasser (Art Reissuppe).
Dazu wird ein zart sautiertes Fleisch gegessen. Schmeckt nicht schlecht aber man wird sehr schnell satt davon. Ein Schmetterling hat sich auch dazu eingeladen.
Nach dem Frühstück schauen wir uns schnell die Küche vom Boot an.
Draussen braucht es seine Zeit bis der Nebel sich auflöst.
Auf einmal hören wir Stimmen die sich immer mehr nähern. Die Kinder vom Dorf kommen uns besuchen.
Sie nehmen am Ufer, vor dem Boot Platz. Sie verfolgen genau was wir so tun.
Die Sonne kommt auch langsam heraus.
Bevor wir gehen fragen die Kinder nach leeren Plastikflaschen. Siteren erklärt uns dass sie sie als Behälter weiter benützen. Wir haben leider nur 3 abzugeben. In Tana hatte ich aber die gute Idee einige Tüten mit Bonbons für die Kinder zu kaufen. Ich übergebe 2 davon Siteren. Er verteilt sie. Die Kinder strahlen vor Freude.. Gegen 9 Uhr verlassen wir das Dorf und verabschieden uns.
Immer wieder kommen uns Boote entgegen.
Die Tsiribihina wird auch breiter.
Für die Malagasy beginnt der Alltag.
Immer wieder hören wir vom Ufer aus die Einheimische SALAMA VAZAHA schreien.
Sie winken uns auch meistens zu.
Fortsetzung folgt
Teil 1719. Sept. 2019
@Eric: Du wirst keinen Driver finden der dich direkt von Morondava nach Ifaty fahren wird! Wenn du es so eilig hast, verzichte auf Bekopaka..... Irgendwie hat Carmen schon Recht...... 😎
Fortsetzung
Auf dem Boot gibt es Szenen die einfach Einen prägen. Hier ein Beispiel.
Die Zebus mit der Karre gehören zum Alltag auf dieser Insel. Solche Augenblicke bin ich froh nicht vermisst zu haben.
Natur pur!
Gefischt wird überall um sich zu ernähren.
Siteren bekommt auf einmal einen Anruf von unserem Fahrer Léon. Er kommt mit der nächsten Fähre nach Belo sur Tsiribihina. Unsere Crew entscheidet uns das Mittagessen jetzt zu servieren. Wir legen an.
Hungrig sind wir nicht gerade. Die Reissuppe hat ihren Job gemacht.... 🤪 Bei diesem Anblick können wir aber nicht wiederstehen.
Dazu gibt es auch noch Hähnchen mit Reis und flambierte Bananen. Auf dem Fluss herrscht grosser Ferry Verkehr.
Eine halbe Stunde später klingelt wieder bei Siteren das Telefon. Da erfahren wir das Léon auf der Fähre ist. Die Crew legt auch gleich ab. Bald erblicken wir auch schon auf der Fähre Léon (der Monsieur mit weisser Casquette).
Etwa gleichzeitig um 12 Uhr erreichen wir das Ufer von Belo sur Tsiribihina.
Die Crew bringt uns das Gepäck in Léon's Wagen. Mit einem Trinkgeld verabschieden wir uns von der Crew.
FAZIT BOOTSFAHRT auf der Tsiribihina Es gehört einfach zu einer Madagaskar Reise. Ob Pirogue oder Boot muss jeder selber entscheiden. Wir haben die Fahrt sehr genossen. Wir fuhren durch idyllische Landschaften und haben fast an den Alltag der Einheimischen teilgenommen. Die Zelte sind nicht gerade komfortabel, das Essen dafür la Crème de la Crème. Die Crew war genial. Wir werden diese Augenblicke nie vergessen können. 😎
Wir verlieren keine Zeit und fahren gleich weiter Richtung Bekopaka. Der Weg führt durch sandige und schlechte Pisten.
Für die 100 Kilometer benötigen wir 3,5 Stunden. Um rüber nach Bekopaka zu kommen müssen wir noch die kleine Fähre nehmen.
Das Ufer ist tiefsandig. Einige Einheimische haben hier während der Hochsaison ihr Quartier. Sie hoffen einige Mitbringsel verkaufen zu können.
Mit so einer Pirogue werden wir morgen den Fluss erkunden erklärt uns Léon.
Die Fähre ist inzwischen zurückgekommen und wir können darauf Platz nehmen.
Fortsetzung folgt
Teil 1820. Sept. 2019
Fortsetzung
Auf der Fähre steigen wir aus um uns umzusehen.
Beim Anlegesteg befindet sich auch das Office vom Parc National Tsingy de Bemahara.
Léon will noch die Permits und den Guide für morgen besorgen. Es sind aber zu viele Leute am Schalter. Wir fahren direkt zu unserer Unterkunft für die nächsten 3 Tage: SOLEIL DES TSINGYS www.soleildestsingy.com
Es befindet sich nur 2 Kilometer entfernt. Wir werden in der Halle mit einem Welcome Drink empfangen.
Das Restaurant liegt neben der Hotelhalle.
Das Schwimmbad unterhalb vom Restaurant finde ich klasse!
Die Rezeptionistin erklärt uns das Nötigste und wir bekommen Bungalow Nummer 10, unweit vom Pool. Die Terrasse ist grosszügig
und mit toller Aussicht.
Das Zimmer finden wir etwas eng. Es ist mit einem King Size Bett und einem Kleinbett ausgestattet.
Es gibt auch einen kleinen Schreibtisch.
Das Badezimmer hingegen wirkt sehr geräumig.
Das WC ist separat.
Um 18 Uhr klingelt das Handy. Es ist Léon. Er erwartet uns in der Lobby. Da machen wir auch mit unserem Guide für den Park Bekanntschaft. Uebrigens: in jedem Park oder Reserve auf der Insel bleibt der Guide obligatorisch! Wir besprechen was wir morgen unternehmen werden und verabreden uns um 7 Uhr. Léon verschwindet danach mit anderen Drivers. Es gibt spezifische Zimmer für die Fahrer und sie haben Kost und Logis frei. Jeder Driver freut sich hier zu übernachten. Sie werden gut behandelt.
Wir gönnen uns anschliessend eine Pina Colada. Igitigit. Ist zu wasserig.... 😣 Gegen 19.30 begeben wir uns zum Restaurant für das Abendessen. Das Hotel ist total ausgebucht.
Unser Bungalow kostet 115 euros pro Nacht inklusive Frühstücksbuffet.
Das Diner wird 65'000 Ariary (16,5 US$) pro Person berechnet. Für uns nicht sehr teuer aber für die Einheimischen ein Vermögen! Als Vorspeise gibt es Shrimps Lasagne, dann Entebrust mit Gemüse und ein Zitronensorbet als Nachspeise. Die Portionen sind echt winzig für den Preis.....
Da wir reichlich zu Mittag gegessen haben reicht es uns. Aber für morgen müssen wir uns etwas anders überlegen. 😎
Um 21 Uhr verschwinden wir totmüde ins Bett. Ein richtiges Bett, Mensch tut das gut! 😄
Teil 1923. Sept. 2019
28.07.2019
Um 6 Uhr stehe ich auf. Toni bleibt liegen. Er will es heute "Take it easy". Ausserdem kann er nicht mehr so krabbeln wegen seinem Knie. Draussen ist es frisch, 14 Grad. Eine halbe Stunde später begebe ich mich zum Restaurant. Die Aussicht von da aus mit dem Nebel ist schon besonders!
Hier noch einmal der Pool von einem anderen Winkel.
Ich suche mir einen Tisch aus
und eile zum Buffet. Beim ersten Blick sieht es sehr einladend aus.
Leider sind einige Croissants von gestern und manche Vazahas bedienen sich, legen sie zurück und nehmen Andere....
Danach bleibt noch Zeit zum Zähne putzen.
Der Nebel löst sich auch langsam auf.
Punkt um 7 Uhr erscheint Léon.
Wir fahren gleich Richtung Parc National Tsingy de Bemahara Office. Da erwartet uns der Guide. Am Schalter werde ich zur Kasse gebeten. Eintritt pro Person: 55'000 Ariarys Piroge: 20'000 Ariarys Park Taxen 10'000 Ariarys Verwaltungskosten 2'000 Ariarys und 135'000 Ariarys für den Guide (maximum 4 Personen pro Guide)! Für den Guide gibt es auch einen Halbtagespreis. Ich erkundige mich darüber. Da heisst es der Manambolo Circuit (Piroge + Petit Tsingys) endet um 14 Uhr. Ist kein halber Tag mehr.....
Die nehmen es echt nicht von den Lebendigen hier! 😎
Am Ufer herrscht schon reger Fähre Verkehr.
Léon verlässt uns und ich folge dem Guide Richtung Fluss.
Und schon geht es los. Die Flussfahrt ist sehr reizvoll und beschaulich. Sie führt vom Fähranleger aus etwa 2 Kilometer den Manambolo Fluss hinauf.
Fortsetzung folgt
Teil 2024. Sept. 2019
Fortsetzung
Die Tsingy haben eine grosse spirituelle Bedeutung für die Malagasy. Sie gelten als Heimstatt der Vazimba (Stamm aus dem Volk der Sakalava). Neben der eindrucksvollen Landschaft findet man in der Manambolo Schlucht auch zahlreiche offene Grabstätten. Hier auf dem Bild sieht man die Schädel herausragen.
Man kann von der Piroge austeigen und sie näher betrachten. Sie bestehen aus Knochenresten. Nicht gerade mein Cup of Tea...Wenn es euch interessiert müsst ihr zahlreiche "Fady" beachten. Fady ist das madagasische Wort für Tabu. Hier handelt es sich aber um Regeln die sich auf verschiedene Situationen, Menschen, Tiere, Orte oder sogar ein bestimmtes Verhalten beziehen. Die Fady in den Tsingy: - nicht rauchen - nichts mitnehmen - nicht dem dem Finder auf etwas zeigen
Der Manambolo ist ein langer, ruhiger Fluss. Seine flache Gewässer führen grosse Mengen von alluvialen Ablagerungen mit. Diese geben ihm diese typische lehmige Farbe. Der Fluss ist nun von riesigen Felsen umgeben auf denen Bäume wachsen in denen Halbaffenfamilien und Vögel Zuflucht finden.
Wenn die Pirogenfahrer keinen Auftrag haben mit Vazahas, fischen sie.
Unser Pirogefahrer hat schon seine Tagesmahlzeit für die Familie gefangen.
Erster Stop ist die Tropfsteinhöhle.
Da kann man Stalagmiten und Stalagtiten bewundern.
Ich empfehle euch eine Stirnlampe mitzunehmen. Ich hatte meine vergessen.... Die Höhle lohnt sich echt, ist aber nicht für jedermann zu empfehlen. Die Klaustrophoben sollten es lieber lassen!
Anschliessend geht es gleich weiter zur nächsten Höhle.
Diese benötigt schon gute Knie und Beine. Man muss nämlich hochkrabbeln.
Da kann man Fledermäuse beobachten. Die ganze Pirogefahrt dauert eine Stunde.
Zurück auf dem Ufer erklärt mir der Guide den ANKELIGOA Circuit. Er soll 3 Stunden gehen.
Es ist nur 9 Uhr. Das heisst um 12 Uhr wäre das ganze schon hinter mir......