ANNICKThemenstarter8’074 Beiträge · seit 200827. Nov. 2019 ·
Fortsetzung
Bald erreichen wir ein wunderschönes Fleckchen.
Da kommen auch die Kattas um ihren Durst zu löschen.
Unweit befinden sich lauter Plantagen. Die Lemuren bedienen sich einfach. Es scheint zu schmecken!
Ich kann mir schon vorstellen dass die Community viel mehr Geldeinahmen mit den Kattas macht statt mit Gemüse und Obst.... Da drückt man schon die Augen zu wenn sie sich da vollfressen.
Wir schauen eine Weile zu. Die Kattas sind echt putzig.
Die Tour führt uns danach in den Wald. Da gibt es auch genügend Futter für die Lemuren.
ANNICKThemenstarter8’074 Beiträge · seit 200828. Nov. 2019 ·
Fortsetzung
Ich könnte den Kattas stundenlang zuschauen.
Sie sind so drolig
und irgendwie auch menschlich.
Ich würde auch gerne manchmal erfahren was sie gerade denken.
Sie sind nich scheu.
Kann man auch gut verstehen. Dieses Reservat wird von so vielen Touristen besucht. Man spaziert hier nie allein herum. Gönne ich der Bevölkerung. Im Wald erblicken wir noch mehr Lemuren.
Ich finde dass sie aber meistens ein trauriges Gesicht haben.
Leider wird es Zeit das Reservat zu verlassen.
Wir geben dem Guide und dem Tracker ein kleines Trinkgeld. Sie freuen sich. Jetzt geht es nach Ambalavao. Die Stadt ist ein grosses Zentrum des Viehhandels. Jeden Mittwoch findet da der berühmte Zebumarkt statt. Haben wir leider verfehlt. Sogar aus der Gegend um Fort Dauphin kommen die Hirten mit ihren Tieren. 2 bis 3 Wochen sind für einen Viehtreck über die Berge keine Seltenheit. Erster Stop in der Stadt: das Gelände des Hotels "Aux Bougainvillers". Da befindet sich die berühmte Antaimoro Blumenpapier Fabrik.
Hier wachsen auch allerhand Blumen!
Eigentlich lebt die Volksgruppe Antemoro im Südosten von Madagaskar, in der Gegend von Manakara und Farafangana. In Ambalavao gibt es aber diese kleine Manufaktur die die Herstellung des Antaimoro genannten, handgeschöpften Papiers noch zeigt, das einst die traditionnelle Antemoro typisch war und noch heute ist. Ursprünglich stammen die Antemoro von Arabern ab, die das Wissen um die Papierherstellung samt des Korans mit über den Ozean brachten. Als das mitgebrachte Papier am Ende war, begann die Papierherstellung auf Madagaskar.
Das Antaimoro Papier wird aus der Rinde des Avohas, eines Baumes aus dem Süden von Madagaskar, hergestellt.
ANNICKThemenstarter8’074 Beiträge · seit 200829. Nov. 2019 ·
Fortsetzung
In der Werkstatt kann man den gesamten Verarbeitungsprozess angucken. Die klein geschnittene Rinde werden eingeweiht und gekocht.
Die daraus entstehende Massen werden dann platt geklopft und zu Kugeln geformt, die wiederum eingeweiht werden.
Das Ganze wird auch noch gewogen.
Anschliessend werden die Massen auf grossen Rahmen verteilt
mit frisch gepflückten Blumen verziehrt
und in der Sonne getrocknet.
Ein aufwendiger Prozess, bei dem ein schönes, festes Papier entsteht. Die Postkarten und Fotoalben die dort zum Verkauf angeboten werden sind beliebte Souvenirs. Anschliessend besuchen wir noch eine Seidenweberei.
Da bekommen wir einen Einblick in die Verarbeitung der Seidenraupenkokons,
die aus verschiedenen Regionen der Insel nach Ambalavao gebracht werden. Zahlreiche Frauen sind da beschäftigt.
Es macht Spass ihnen zuzuschauen.
Kurz vor 11 Uhr fahren wir weiter Richtung Fianarantsoa wo wir heute Abend übernachten werden. Die RN7 führt uns langsam in das Land der Betsileo
ANNICKThemenstarter8’074 Beiträge · seit 200801. Dez. 2019 ·
Fortsetzung
Jetzt erblicken wir auf einmal immer mehr Reisfelder.
Kein Wunder, denn die Betsileo sind Spezialisten für die Terrassenkultur beim Reisanbau.
Wenn da alles grün ist, muss es echt wunderschön sein! Die Betsileo arbeiten sehr hart
und sind auch dafür sehr bekannt. Hier wächst praktisch alles.
Wir machen auch schnell einen Pipi Halt. Da kommen auf einmal einige Kinder angerannt.
Sie wollen Bonbons.
Léon hat Einige dabei und verteilt sie. Kurz vor Fianarantsoa sehen wir mehrere klein Backstein-Fabriken.
Langsam nähern wir uns der Stadt Fianarantsoa
und da halten wir erst einmal im Restaurant "La Petite Bouffe" an.
Da gefällt es uns auf Anhieb. Zum Mittagessen sehen wir nur Einheimische.
Wir bestellen einen gemischten Salat, miam miam.....
Dazu ein Zebu Steak. Sorry es war so gut, es gab keine Zeit ein Bild davon zu schiessen..... 😛 Gleich danach fahren wir ins Zentrum der Stadt. Mit rund 190'000 Einwohnern zählt Fianarantsoa zu den 5 grössten Städten des Landes. In der Vergangenheit haben sich hier viele christliche Missionare eingesiedelt. In der Stadt erblickt man eine ganze Reihe von Monumenten und Gebäuden katholischen Ursprungs. Etwa 60% der Bevölkerung soll katholisch sein. Fianar, wie es kurz genannt wird, ist auch eine Verwaltung und Universitätsstadt mit zentraler Bedeutung für das ganze südliche Hochland. Es liegt auf 1100m Höhe, in einer feuchten Region. Im Winter kann es hier ziemlich kalt werden. Wir begeben uns zuerst zum marché ZOMA in der "nouvelle ville". Dieser Markt ist echt animiert.
Das schöne Gemüse lädt zum einkaufen ein.
Reden wir nicht von den ganzen Gewürzen!
Eine Ente oder ein Huhn möchte ich aber auf der Insel nicht sein.....
ANNICKThemenstarter8’074 Beiträge · seit 200802. Dez. 2019 ·
Fortsetzung
Nach dem Markt besuchen wir den Bahnhof. Er befindet sich in der "Basse Ville". Davor steht ein ausrangierter Bahnwaggon mit Strohdach, im dem der Touranbieter "Maison des Guides" ein Büro führt das auch als Touristeninformation dient.
Der Bahnhof selber besteht aus einem schönen Kolonialgebäude.
Von da aus kann man normalerweise auch die FCE (Bahnlinie Fianar - Côt Est) nehmen. Sie wurde zwischen 1926 und 1936 dem Einsatz von Zwangsarbeitern und der Inkaufnahme Tausender Tote gebaut. Ihr ursprünglicher Zweck war die schnelle Verschickung von Kolonialwaren wie zum Beispiel Kaffee, Bananen, Kakao und Gewürzen an den damals florierenden Hafen.
Leider ist die Linie momentan eingestellt!
Ein grosser Sturm soll die Strecke stark beschädigt haben.....Zum Glück hatten wir nicht vor die Bahn zu nehmen. Anschliessend bringt uns Léon in die noble "Haute Ville". Da begegnet man vielen Kirchen.
Wir fahren bis zum View Point. Von da aus bekommt man einen tollen Ueberblick über die Stadt.
Das Stadium ist praktisch neu.
Zum Schluss begeben wir uns zu unserer heutigen Unterkunft: Hotel La Rizière www.lariziere.org/hotel/ Es liegt auf einem Hügel vor den Toren der historischen Stadt. Es wird von der Hotelfachschule die nebendran steht betrieben.
Wir bekommen Zimmer 24. Es ist klein und besteht aus 2 Betten.
Viel Platz gibt es da nicht aber für eine Nacht reicht es.
Das Badezimmer ist zweckmässig eingerichtet.
Nach dem Auspacken erkunden wir genauer die Anlage.
Es gibt auch einen netten Gemüsegarten!
Gegen 19 Uhr laufen wir zum Restaurant. Es ist sehr gediegen.
Wir bestellen zum Apéro einen Mojito. Leider weiss der Barkeeper von der Hotelfachschule nicht genau Bescheid denn er serviert uns einen Zitronensaft.... 😣 Vom Abendessen reden wir lieber nicht. Das Schlechteste das wir auf der Insel hatten.... 😵 Für eine Hotelfachschule bestimmt keine gute Werbung.... Gegen 21 Uhr verschwinden wir in unserem Zimmer.
ANNICKThemenstarter8’074 Beiträge · seit 200804. Dez. 2019 ·
Fortsetzung
Gegen 6 Uhr wachen wir auf einmal auf. Auf der unteren Etage scheint Jemand sehr schlecht gelaunt zu sein denn er schreit wie verrückt. Beim Zuhören kapiere ich dass es im Hotel kein Wasser mehr gibt..... Ich bin auch nicht gerade sehr gut gelaunt heute morgen. Die ganze Nacht hatte ich vom Essen Bauchschmerzen. Zum Glück nicht mehr denn ohne Wasser im Klo, mamamia..... 😈
Gegen 07.30 gehen wir frühstücken.
Der Kaffee schmeckt wie sehr leichter Tee und die Croissants schwimmen im Fett. Da vergeht einem gleich der Hunger! 😣
FAZIT: Hotel Les Rizières Da würde ich bestimmt nicht mehr buchen und noch weniger essen! 😎
Gegen 08.15 verlassen wir die Stadt und fahren gleich auf die RN7. Fianar wacht langsam auf.
Bald bekommen wir wieder Reisterrassen vor die Augen
sowie typische Betsileo Häuser.
70 Kilometer vor Ambositra macht unser Wagen einen sehr kommischen Krach. Wir halten am Strassenrand bei Einheimischen an. Sie verkaufen Honig.
Einige Kinder kommen auch gleich auf uns zu.
Sie sind sehr neugierig.
Während Léon sich das Auto näher anschaut, vertreten wir uns ein wenig die Beine und reden mit den Betsileo. Ihr Solarradio finden wir einfach genial!
Ueberall wird auch Holz verkauft.
Nach 15 Minuten rät uns Léon wieder in den Wagen einzusteigen. Er will im nahgelegene Dorf, in einer Werkstatt anhalten. Zum Glück sind es nur wenige Kilometer bis dorthin denn die Karre macht immer mehr Krach und sie will nicht mehr so richtig vorwärts. Wir halten im Dorf gegenüber der Epicerie an.
Da kommen auch schon die Burschen aus der Werkstatt angerannt. Der Krach kommt vom rechten Vorderrad.
Wir spazieren wieder ein wenig herum. Im Dorf vergeht das alltägliche Leben.
ANNICKThemenstarter8’074 Beiträge · seit 200805. Dez. 2019 ·
Fortsetzung
Leider scheint es ein grösseres Problem zu geben mit dem Wagen. Léon redet von einer Beschädigung der Dichtung vom vorderen Radlager. Er hat mit dem Boss Justin telefoniert. Irgendwann soll heute noch ein Ersatzteil ankommen. Léon muss hier im Dorf darauf warten. Er muss auch zusehen dass wir heute noch Antsirabe erreichen.....
Wir beschliessen schon einmal das Dorf genauer zu erkunden.
Hier lebt man noch ganz urspünglich!
Und die Betsileo sind echt nett.
Es ist interessant den Alltag der Einheimischen zu beobachten.
Die Kinder bleiben immer eine grosse Freude.
Inzwischen hält auch ein 4X4 Wagen an. Léon kennt die Insassen: Gérard der Driver und Patrick der spannische Guide. Sie kommen leer aus Tulear zurück und fahren noch nach Antanarivo. Sie sind bereit uns bis nach Antsirabe mitzunehmen. Léon erklärt uns es sei üblich sich unter Drivers zu helfen. Man möchte dem Vazaha kein schlechtes "Image" hinterlassen. Finde ich spitze! 🙂
Und so verlassen wir endlich gegen 13.30 das Dorf Richtung Antsirabe. In Ambositra machen wir einen Stop um etwas Essbares zu kaufen.
Heute ist da auch Markt.
Ich mag das Ambiente und die bunten Farben.
Danach geht es gleich weiter durch abwechslungsreiche Landschaften.
Gérard und Patrick erweisen sich als sehr sympatische Typen. Gegen 17 Uhr kommen wir endlich in Antsirabe an.
ANNICKThemenstarter8’074 Beiträge · seit 200806. Dez. 2019 ·
Fortsetzung
Gérard hält vor unserer Unterkunft an. Es handelt sich um das COULEUR CAFE. Es liegt in der Nähe mehrerer bekannten Sehenswürdigkeiten. An der Rezeption verabschieden wir uns mit einem Trinkgeld von Gérard und Patrick. Ein Hotelangestellter bringt uns zu unserem Zimmer nr 7.
Es verfügt über ein Salon mit Fernseher
ein Zimmer mit 2 Betten und Heizkörper
und ein grosses Badezimmer.
Nach dem Duschen ist es stockdunkel. Wir laufen bis zum Restaurant "L'Insolite". Es befindet sich nur 350m vom Hotel entfernt und wird von einem Franzosen Sam geführt. Zur Vorspeise bestellen wir Frühlingsrollen und als Hauptspeise Penne al Arrabiata. Miam miam, lecker! 😛 Unterdessen haben wir auch mit Léon telefoniert. Er wird es leider heute nicht mehr nach Antsirabe schaffen. Das Ersatzteil ist nicht angekommen und er muss im Wagen schlafen. Justin wollte uns einen Wagen für den nächsten Tag besorgen. Haben wir abgelehnt denn die Stadt können wir ohne Problem zu Fuss erkunden. Justin schien darüber erleichtert zu sein. Danach laufen wir ins Hotel zurück und gehen schlafen.
Preis für das Zimmer pro Nacht: 42 Euros. Kann man echt verkraften! 🙂
11.08.2019
Die Sonne scheint im Garten als wir uns zum Frühstück begeben.
Wir sind praktisch die Letzten im Restaurant und es ist nur 8 Uhr.
Das Frühstücksbuffet zu 6 Euros pro Person erweist sich als sehr schmackhaft. 😁
Gegen 9 Uhr verlassen wir das Hotel. Wir wollen heute die ganze Stadt besuchen. Antsirabe liegt auf 1500m Höhe und ist für ihr bekömmliches Klima bekannt. Im Winter kann es hier frostig werden. Haben wir letzte Nacht mitbekommen. Wir haben den Heizkörper echt genossen! 😄 Antsirabe bietet auch heute noch den Hauch jener kolonialzeiten, als Frankreichs "Haute Société" das Vichy Madagaskars in eine Villenkolonie mit riesigem Stadtpark verwandelte. Wir fangen mit der Grande Avenue an.
Da gibt es auch die ganzen Pousse Pousse.
Unweit betreten wir einen kleinen Supermarkt. Dieser verkauft echt Delikatessen!
Miam, miam. Zum Glück sind wir nicht hungrig denn sonst hätten wir ordentlich hier abgeräumt! 😄
ANNICKThemenstarter8’074 Beiträge · seit 200809. Dez. 2019 ·
Fortsetzung
Anschliessend besuchen wir die katholische Kathedrale.
Sie wurde im 19. Jahrhundert von norwegischen Missionaren erbaut. Heute ist Sonntag und Gottesdienst.
Wir hören uns eine Viertel-Stunde die Predigt an und marschieren danach Richtung Hotel des Thermes. Schon den Merina-Monarchen war die heilsame Wirkung der Thermal und Mineralwasserquellen dieses Ortes bekannt. Deshalb war Antsirabe zu Beginn des 19. Jahrhundert ein beliebter Erholungsort des Herrscherhauses. Man spürt gleich dass dieses Hotel eine grosse Geschichte hinter sich hat
und sie ist echt interessant!
Die Anlage ist sehr gepflegt.
Die Zimmer sollen aber in die Jahren gekommen sein laut Léon.
Antsirabe ist bei Geologen und Mineralienfreunden in der ganzen Welt bekannt. Es ist ein Zentrum des Edelsteinabbaus und Handel. In der Boutique vom Hotel können wir Rosenquarz, Jaspis, Coelestin und Turmaline bewundern. Gegenüber vom Hotel gibt es auch ein tolles Karussel.
Vom Hotel des Thermes führt ein Weg hinunter über die Avenue des Thermes zum einst mondänen Thermalbad.
Heute ist es echt in die Jahre gekommen und man trifft keinen einzigen Vazaha! Die Schwimmbäder erinnern mich ein wenig an die Sowjetunion....
Die Thermen wurden 1870 durch einen norwegischen Missionar Rosaas entdeckt. Das Wasser enthält Sodium, Potassium, Lithium, Kalzium, Magnesium, Strontium und Eisen. Beim Betreten vom Schwimmbad gucken uns alle Einheimischen wie ein Wunder an.....Eintritt 5000 Ariarys für die Vazaha. Das Wasser kommt aus einer Tiefe von 22 Metern und hat 52 Grad. Wir bleiben nicht sehr lange im Schwimmbad. Irgendwie fühle ich mich unwohl wenn uns alle so anstarren..... 😎
Danach besuche ich gegenüber noch das Pflegezentrum.
Toni bleibt lieber draussen und spaziert herum. Ich muss 5 Minuten im Wartesaal bleiben bis ich gerufen werde. Für 4000 Ariarys bekomme ich eine "Zelle" mit Badewanne. Der Pfleger desinfiziert zuerst die Wanne mit Eau de Javel. Mamamia das stinkt fürchterlich! 🤩
Nach dem Reinigen lässt er das Thermalwasser in die Wanne fliessen und verschwindet.
Ich steige dann in die Wanne ein und mache es mir da drin gemütlich. Ich halte es aber nicht länger als 5 Minuten aus denn meine Haut fängt an zu jucken. Ach du meine Güte...... 😣 Der Pfleger lacht sich zum Tode als ich mich nach einer Dusche umschaue..... 😗
Nach diesem Erlebnis bin ich hungrig. Wir laufen bis zum renomierten Restaurant "Chez Jenny".
Der Garten ist echt wunderschön.
Die Pizzas schwimmen leider im Fett! Igitigit.... 😵
ANNICKThemenstarter8’074 Beiträge · seit 200810. Dez. 2019 ·
Fortsetzung
Nach dem Mittagessen besuchen wir noch den kleinen Markt unweit vom Bahnhof.
Verhungern tut man hier bestimmt nicht! 😄
Danach entscheiden wir uns noch die Eco Lodge "Les Chambres du Voyageur" zu besuchen. Da sollten wir ursprünglich übernachten. Kurz vor unserem Abflug nach Madagaskar hat uns das Hotel erklärt es müsse unser Zimmer stornieren da eine Gruppe ein Zimmer mehr benötigt.... 😣 Vor dem Eingang ruht sich eine Taube aus.
Hier scheint es richtig "ZEN" zuzugehen!
Das Ambiente und den Garten finden wir einmalig.
Leider können wir uns kein Zimmer anschauen da alles ausgebucht ist. Anschliessend laufen wir zum Bahnhof zurück.
Immer wieder kommen uns kleine Kücken entgegen!
Gegen 17 Uhr kehren wir im Couleur Café zurück und duschen. Das Abendessen nehmen wir wieder im sehr guten Restaurant "L'Insolite" ein. Heute Abend bestellen wir asiatische Raviolis und Zebusteak. Einfach lecker! 😄
Léon ruft auch noch an und bestätigt dass er uns morgen früh um 8 Uhr im Hotel abholt. Die Karre ist anscheinend wieder einsatzbereit. Wir plaudern noch eine Weile mit dem französischen Wirt und gehen danach schlafen.
12.08.2019
Gegen 8 Uhr verlassen wir Couleur Café. Unser heutiges Ziel: Andasibe
FAZIT: sehr nettes Hotel, schöner Garten, grosse Zimmer, guter Service und gutes Frühstück. Zu empfehlen! 🙂
Nach Antsirabe können wir wieder tolle Landschaften beobachten.
Es wird überall auf den Feldern gearbeitet.
Wir halten auch kurz hier an und kaufen einige Souvenirs.
ANNICKThemenstarter8’074 Beiträge · seit 200811. Dez. 2019 ·
Fortsetzung
50 Kilometer später hören wir wieder denselben Krach vorne am Vorderrad. Und auf einmal will die Karre auch nicht mehr vorwärts... 😗 Wir halten in einem kleinen Dorf am Strassenrand an. Léon hoffte es wenigstens bis nach Antanarivo zu schaffen. Da gibt es auch gescheite Garagen. Wir spazieren schon einmal im Dorf herum und beobachten diese 2 Kinder die mit Sardinenkonserven spielen.
Ab und zu halten auch Sammeltaxis an und Einheimische steigen samt Gepäck aus.
Léon hat mit Justin telefoniert. Er muss dafür sorgen dass wir so schnell wie möglich zu einem bestimmten Ort gefahren werden. Léon findet gegen 30'000 Ariarys 2 Wagen die uns mitnehmen. Sie bringen uns 50 Kilometer vor Antanarivo ins Restaurant "Coin du Foie Gras". Es handelt sich um eine riesen Bude ohne Charme und wird von Chinesen betrieben.
Es gibt da sogar ein Schwimmbad!
Wir bestellen glücklicherweise nur eine Kleinigkeit. Das Essen ist eine Katastrophe! 🤩 Gegen 12.30 holt uns Tony, Justin's Sohn, mit seinem Wagen ab. Wir müssen uns jetzt endgültig von Léon verabschieden. Er hat Tränen in den Augen und entschuldigt sich für die Karre....Er muss zu seinem Wagen zurück sonst wird kein Teil davon mehr übrig bleiben. 😎 Natürlich geben wir ihm sein Trinkgeld. Er ist auf einmal wieder sehr glücklich. Er hatte bestimmt Angst nichts zu bekommen... 😁
Tony fährt uns zu einer bestimmten Tankstelle in Antanarivo. Da treffen wir auch den Boss Justin. Er erklärt uns dass sein Sohn für Léon die letzten 2 Tagen einspringen wird. Für uns ist das OK. Aus der Haupstadt herauszufahren erweist sich danach als sehr schwierig. Der Verkehr ist die Hölle! 😣 Endlich nach einer Stunde können wir wieder das alltägliche Leben auf dem Land geniessen.
Bald wird die Strasse Richtung Tamatave sehr kurvig und es gibt immer mehr Schlaglöcher. Der Verkehr hilft uns auch nicht gerade um schnell vorwärts zu kommen.
Es fängt auch noch an zu regnen.
Gegen 18 Uhr erreichen wir endlich Andasibe und die Mantadia Lodge. An der Rezeption bekommen wir einen Welcome Drink. Danach werden wir zu unserem Zimmer Nr. 6 gebracht.
Das Hotel verfügt auch über ein tolles Schwimmbad. Bei diesem Wetter werden wir es lieber nicht ausprobieren.
Im Zimmer gibt es 2 Betten
eine Fernsehecke, Wifi
einen Holzofen.
Das Badezimmer ist sehr geräumig
und das WC separat.
Gegen 19 Uhr wartet Tony bei der Rezeption auf uns. Den Rezeptionistinen melden wir dass es im Zimmer ziemlich kalt ist. Sie versprechen den Holzofen anzuzünden.
Tony bringt uns nach Andasibe zum Restaurant "Chez Marie". Da kann man à la carte essen. In unserer Lodge gibt es nur ein Set Menu. Die meisten Fahrer übernachten auch hier oder in der Nähe. Die Mantadia Lodge will keine Fahrer...... 🙄 Wir bestellen einfach Spaghetti Bolognaise mit einem Salat. Schmeckt comme ci comme ça.....
Gegen 21 Uhr bringt uns Tony zum Hotel zurück. Im Zimmer ist es kuschelig warm. Ein Genuss! 😛
ANNICKThemenstarter8’074 Beiträge · seit 200812. Dez. 2019 ·
Fortsetzung
Wir haben gut geschlafen. Es ist auch sehr ruhig hier.
www.mantadialodge.com
Gegen 07.30 gehen wir frühstücken. Das kleine Buffet schmeckt lecker und kostet 7 euros pro Person. Draussen ist es nebelig und es regnet ein wenig. Um 8 Uhr treffen wir Tony bei der Rezeption und fahren gleich zum Andasibe NP. Er wird auch Réserve Spéciale Analamazaotra genannt. Der etwa 800ha grosse Nationalpark ist das berühmteste Schutzgebiet in der Gegend. Der Eingang befindet sich unweit von der Abzweigung von der RN2 an der Strasse nach Andasibe, 1 Kilometer vom Hotel Feon'ny Ala entfernt. So viel Leute habe ich noch nie an einem Parkeingang gesehen! 😗 Eintritt pro Person: 45'000 Ariarys + 50'000 Ariarys für den Guide (Indri 2 Circuit).
Tony verlässt uns und wir folgen dem Guide.
Der Park ist gut beschildert.
Leider spricht unser Guide nur sehr wenig französisch und noch weniger englisch....Dazu stinkt er auch noch fürchterlich! 🤩 Ziel der Wanderung bleiben natürlich die Indri Lemuren. Es geht zuerst durch den Tropenwald.
Leider werden wir die Indri nur von sehr weit sehen. Bei diesem Massentourismus kein Wunder....
Auf der Strecke begegnen wir viele Vazaha.
Zum Glück hat es aufgehört zu regnen. Auf dem Rückweg vom Circuit können wir einige Vögel bewundern.
Darunter der Madagaskar Paradiesschnäpper.
Es handelt sich um einen kleinen Vogel. Die Weibchen sind rostrot, der Kopf oberhalb der Augen ist schwarz. Um die Augen besitzen sie einen weniger als einen Millimeter blauen Ring. Bei den Männchen ist der nackte blaue Ring um die Augen bis zu 3 Millimeter breit.
Gegen 11 Uhr sind wir wieder am Parkeingang. Hier noch einmal der Plan von der ganzen Gegend.
Der Mantadia NP erreicht man durch eine 20 kilometerlange erdige und holprige Piste. Dieser Teil wird nur selten von den Touristen besucht. Danach fahren wir Richtung Mantadia NP denn wir möchten die Lemuren von der Vakona Forest Lodge bewundern. Ich möchte mir unbedingt einige Lemurenarten näher anschauen. Die Lodge verfügt über eine einmalige Lage.
Preis pro Person um die Lemuren zu besuchen: 25'000 Ariarys. Wir besteigen ein Kanu um die Lemureninsel zu erreichen. Die Lemuren können sich hier frei bewegen aber die Insel nicht verlassen. Sie sind Wasserscheu! Kaum sind wir am Ufer angekommen läuft uns schon ein Brown Lemur durch den Weg.
Sie sind auch nicht sehr scheu.
Die Schwarzweissen Vari gefallen mir aber viel besser!
Ihr Kopf ist durch die lange, hundeähnliche Schnauze
sowie durch die Ohrbüschel und die Halskrause charakterisiert.
Der lange Schwanz hat viele Haare. Das Fell ist schwar-weiss gemustert.
ANNICKThemenstarter8’074 Beiträge · seit 200813. Dez. 2019 ·
Fortsetzung
Dieser Brown Lemur ist echt drolig!
Der Grau Halbmaki (auch Gray Bamboo Lemur genannt) trifft man nur hier auf Vakona.
Er ist der kleinste Vertreter der Halbmakis und erreicht eine Körperlänge von 27 bis 40 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 32 bis 40 Zentimeter sowie ein Gewicht von 700 bis 1000 Gramm.
Das dichte und wollige Fell weist eine gräuliche Färbung auf. Die kräftigen Extremitäten enden in 5 Finger bzw Zehen. Die kurzen Ohren sind fast völlig vollständig im Fell verborgen. Sie kommen daher nur wenig heraus.
Die grossen Augen richten sich nach vorne. Die Schnauze ist wie bei allen Lemuren leicht spitzig.
Der Grau Halbmaki ist ein tagaktiver Lemur. Zur Mittagszeit ruht er meistens aus. Er hält sich da in Baumnestern und Baumhöhlen auf. Er lebt hauptsächlich im tropischen Regenwald. Er führt ein Leben in den Bäumen und kommt nur selten auf den Boden hinab. Feuchte Bambuswälder werden als Lebensraum bevorzugt, da Bambus die Hauptnährung bildet.
Wir machen auch mit dem Diadem Sifaka Bekanntschaft.
Er ist mit einer Gesamtlänge von 105cm und einem Gewicht zwischen 5 und 7 Kilos einer der grössten Lemuren Madagaskars und wegen seiner aussergewöhnlichen Fellfarben auch einer der Schönsten!
Sein Gesicht ist eingerahmt von weissen, langen Fell, was ein wenig aussieht wie ein Diadem und diesen Lemuren ihren Artnamen gab.
Gesicht, Hände und Füsse sind unbehaart und schwarz. Die Augen sind tief rotbraun.
Auf dem Kopf und entlang des Halses haben Diademsifakas schwarzes Fell, das an den Schultern, Brust und Rücken in ein Silbergrau übergeht. Die Gliedmassen und der Ansatz des Schwanzes dagegen sind goldgelb.
Mit durchschnittlich anderhalb Kilometern am Tag legen Diademsifakas die weiteste tägliche Strecke auf der Suche nach Futter und Rastplätzen in den Bäumen zurück. Auf dem Boden kommen sie nur selten. Es sind sehr soziale Tiere, die mieinander spielen, kommunizieren und Ruhezeiten zum gegenseitigen Groomen nutzen.
Sie ernähren sich von mehr als 25 verschiedene Pflanzen täglich, darunter Samen, Früchte, Blüten und Blätter. Gut die Hälfte des Tages verschlafen sie aber ganz einfach.
Einige Rote Varis kommen uns auch noch vor die Linse. Normalerweise sieht man sie nur im Masoala NP.
Sie erreichen eine Kopfumlänge von 50 bis 55 Zentimetern. Dazu kommt noch ein 60 bis 65 Zentimeter langer Schwanz.
Ihr Fell ist am Rücken und an den Beinen rot bis rotbraun gefärbt. Bauch, Füsse, Schwanz und Gesicht sind schwarz.
Der Nacken ist weiss. Ihr Kopf ist durch die lange, hundeartige Schnauze mit der langen Zunge und die roten Ohrbüschel charakterisiert.
Es sind auch Baumbewohner, die sich meist in den oberen Schichten der Bäume aufhalten.
Die Nahrung der Roten Varis besteht aus Früchten und Blätter. Mit Hilfe ihrer Zunge können sie auch Nektar lecken. Bei der Nahrungsaufnahme hängen sie manchmal kopfunter an den Aesten und halten sich nur mit den Hinterbeinen fest.
ANNICKThemenstarter8’074 Beiträge · seit 200816. Dez. 2019 ·
Fortsetzung
Gegen 12.30 verlassen wir Vakona Forest Lodge.
Tony bringt uns anschliessend zum Restaurant der Feon'ny Ala Lodge. www.feonnyala-hotel.com
Da verschlingen wir eine schmackhafte Nudelsuppe und Frühlingsrollen. Danach wollen wir noch das lokale Projekt V.O.I.M.M.A besuchen denn da leben 11 Lemurenarten, darunter auch Indris. Leider regnet es so stark dass es keinen Zweck macht. Wir entscheiden in die Mantadia Lodge zurückzukehren. Unser gemütliches Zimmer wartet auf uns.
Schade dass wir die Terrasse bei diesem schlechten Wetter nicht benützen können.
Reden wir nicht vom Schwimmbad!
Vor unserer Tür warten die Regenschirme.
Wir zünden den Ofen an und es wird bald wieder sehr kuschelig.
Gegen 19 Uhr genehmigen wir uns ein Glas Weisswein im Restaurant.
Danach gibt es Abendessen. Die Küche ist schon OK aber die Portionen viel weniger. Preis/Leistung stimmt da nicht. Später plaudern wir noch mit einem englischen Pärchen und gehen dann zu Bett. Morgen beginnt der Tag sehr früh.
14.08.2019
Um 06.30 sind wir praktisch die Ersten beim Frühstück.
Wir lassen es uns schmecken.
FAZIT MANTADIA LODGE Sehr schön gelegene Lodge mit gepflegten Zimmern, Garten und Pool. Gutes Frühstück. Beim Set Menu leider zu kleine Portionen.
Um 7 Uhr verlassen wir die Lodge.
Auf dem Parkplatz warten die Drivers auf ihre Vazaha.
Das Hotel war für die 2 Nächte ausgebucht. Wir fahren Richtung Tamatave und können wieder tolle Landschaften beobachten.
In Brickaville gibt es einen ziemlichen Verkehr.
Da tanken wir auch.
Immer wieder kommen da freundliche Einheimische und wollen ihre Ware loswerden.
Einige Kilometer nach Brickaville gibt es rechts eine üble Piste bis nach Manambato. Die nehmen wir auch.
Sieben holprige und oft nur im Schritttempo zu fahrende Kilometer sind es bis zu diesem Ort.
Da es die letzte Zeit viel geregnet hat gibt es viele grosse Pfützen.
ich bin auch dabei und bewundere immer wieder Eure Art zu reisen. Ich bin auch gerne unterwegs, aber Madagaskar wäre mir jetzt zu abenteuerlich. Und Deine Destinationen sind ja meist genauso oder noch abenteuerlicher. 😉 Umso interessanter ist es, dieses Land vom bequemen Rechner zu Hause aus zu erleben.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
ANNICKThemenstarter8’074 Beiträge · seit 200817. Dez. 2019 ·
Fortsetzung
Das schlechte Wetter ist endgültig hinter uns. Die Piste bringt uns zu einem malerischen Ort am weiten Lac Rasoabe.
Hier werden einfache, nette, preiswerte Unterkünfte angeboten. Der weisse Sandstrand ist ein echter Pluspunkt!
Hier nimmt man auch das Boot dass uns zum Hotel Palmarium bringen wird.
Da verabschieden wir uns auch von unserem Driver Tony. Wir waren froh ihn nur für 2 Tage gehabt zu haben. Er war nicht sehr gesprächig und hatte noch lange nicht die Erfahrung von Léon. Wir müssen noch 30 Minuten warten denn die eine Gruppe von 4 Vazaha ist in eine Pfütze stecken geblieben.
Gegen 11.20 können wir endlich losfahren. Unser Zeil Ankanin'ny Nofy bedeutet "Nest der Träume". Unterwegs beobachten wir viele Fischernetze.
Nach dem See erreichen wir den Canal des Pangalanes. Die Vegetation ist schon eigenartig.
Der Canal wird auch von den Einheimischen für den Gütertransport sehr benutzt.
Nach einer guten Stunde kommen wir in unser Paradies an: LE PALMARIUM.
Wir begeben uns direkt zur Rezeption.
Da bekommen wir einen Welcome Drink. Anschliessend bringt uns das Zimmermädchen zu unserem Bungalow nr 16.
Es besteht im Erdgeschoss aus einem Wohnzimmer
Badezimmer.
Auf der ersten Etage
befindet sich das Schlafzimmer mit einem Doppelbett
und einem Einzelbett.
Es gibt auch einen Balkon.
Ist alles sehr rustikal hier aber es gefällt uns auf Anhieb! 🙂