sehr interessanter Reisebericht - freue mich auf die Fortsetzung!
Eine Frage: Habt Ihr die Unterkünfte alle selber gebucht oder über ein Reisebüro oder eine Agentur?
Liebe Grüße
Erik
ANNICKThemenstarter8'058 Beiträge · seit 200809. Sept. 2019 ·
@Eric: schön dass du auch dabei bist! Die Unterkünfte habe ich alle selber gebucht!
Fortsetzung
Wir haben lange gezögert ob wir lieber mit einer Pirogue oder ein Boot die Tsiribihina runterfahren wollen. Mit der Pirogue dauert die Fahrt 4 Nächte, mit dem Boot nur 2. Am Schluss haben wir uns für das Boot entschieden. Wieso? Im Boot ist man von der Sonne und der Hitze geschützt. Man kann sich auch die Beine vertreten. Der Motorlärm hat uns echt nicht gestört. Wir haben unsere Entscheidung nicht bereut denn die 2 Nächte waren echt spartanisch. 2 haben uns gereicht! 😎
Das Boot sieht sehr komfortabel aus.
Wir steigen schon einmal ein.
Das Gepäck wird von der Crew versorgt. Sie besteht aus einem Guide namens Siteren und 4 Besatzungsmitglieder (2 in der Küche und 2 die für das Boot zuständig sind). Vom oberen Deck bekommt man einen guten Blick auf die tolle Landschaft und man kann sich die Seele bäumeln lassen.
Punkt um 12 Uhr verlässt das Schiff Masiakampy.
Am Ufer gibt es immer etwas zum beobachten.
Hier wird auch häufig Reis angebaut.
Die Fahrt bring für die Besatzung schon eine grosse Herausforderung. Auf den teils mehrere Hundert Meter breiten Mahajilo, dem ersten Flussabschnitt, muss die Crew sich anstrengen um nicht im Sand stecken zu bleiben. Hier hat es sehr lange nicht mehr geregnet!
Gegen 13.15 wird auch schon das Mittagessen serviert. Miam miam. Die Crudités mit der hausgemachten Vinaigrette finden wir lecker.
Siteren, unser Guide, ist der Einzige der mit uns essen darf.
Er erweist sich als ein guter Kumpel und erzählt tolle Geschichten. Die Hauptspeise, Würstchen in einer Gewürzsauce, sieht beim ersten Blick nicht gerade einladend aus.
Im Teller schmeckt sie einfach, miam miam! Und der Reis dazu. So viel "Flavour" im Teller, das lieben wir echt. Wird alles an Bord zubereitet. Ein Fisherman verkauft dem Koch unterwegs auch noch Tilapia.
Viele Boote kommen uns entgegen. Sie haben ihre Vazahas nach Belo sur Tsiribihina gefahren und begeben sich wieder nach Masiakampy. Sie nehmen meistens Einheimische mit.
ANNICKThemenstarter8'058 Beiträge · seit 200810. Sept. 2019 ·
Fortsetzung
Der Nachmittag fängt ganz entspannt an. Wir liegen am oberen Deck und geniessen einfach die Fahrt.
Uebrigens Tsiribihina bedeutet auf malagasy in etwa: wo man nicht badet..... Heute weiss man immer noch nicht genau wieso man den Fluss so genannt hat. Es gibt 2 Erkärungen: 1) der Name kommt von den vielen Toten, die 1818 während der Sakalava Kriege zu Tausenden den Fluss hinabgetrieben sein sollen 2) es soll früher zahlreiche Crocs hier gegeben haben....
Heute sind die grossen Crocs Exemplare aufgrund der Wilderei selten geworden. Es ist mittlerweile ein Glücksfall wenn man sogar Eines am Ufer erblickt. Die Götter sind mit uns Heute! 😁
Reiher kommen viel öfters vor.
Der Fluss wird auf einmal enger.
Wir begegnen einigen Fishermen.
Das Boot führt uns anschliessend durch eine ganz besondere Schlucht. Sie besteht aus steilen und zerklüfteten Felswänden.
Alles von Madame "Nature" erzeugt!
Die Zeit vergeht hier sehr schnell.
Wir erblicken unterwegs einige Turisten die mit der Pirogue unterwegs sind.
Bald werden wir unser Highlight des Tages erreichen.
ANNICKThemenstarter8'058 Beiträge · seit 200812. Sept. 2019 ·
@Martina: schön dass du auch noch dazu kommst! 🙂
Fortsetzung
Nach Toni's Nickerchen
erreichen wir gegen 16.30 den Anosin'Ampela Wasserfall. Andere Boote haben schon am Ufer angelegt.
Ich freue mich riesig denn ich werde mich erfrischen und waschen können. Durch die Hitze kleben meine Kleider auf meine Haut. Igitigit.... 😣 Kurz vor dem Rastplatz mit der Schutzhütte erblicken wir auf einem Baum Braune Lemuren.
Lemuren leben ausschliesslich auf Madagaskar und den umliegenden Inseln. Es gibt rund 100 Arten von denen einige leider vom Aussterben bedroht sind. Die Lemuren bilden die Unterordnung der Feuchtnasenaffen. Damit sind sie den primaten zuzurechnen. Es sind geselige Tiere die sich von Blättern, Früchten und Insekten ernähren. Es sind halbaffen und Baumbewohner, die kaum auf dem Boden kommen.
Sie können sowohl am Tag als auch in der Nacht aktiv sein. Der Grad ihrer Nachtaktivität hängt vom Mondstand ab.
Sie verfügen über einen besonders guten Geruchssinn.
Natürlich wissen unsere Braune lemuren warum sie hier bleiben. Bei den vielen Besuchern gibt es immer eine kleine Gabe. Hier eine Banane.
Danach begleiche ich bei der Schutzhütte 5'000 Ariarys pro Person für den Eintritt zum Wasserfall. In Madagaskar bezahlt man Eintritt für alles!!!! 🙄 Ein neuer Guide versucht auch noch mit uns mitzukommen. Ich mache ihm zu verstehen dass wir mit Siteren gut bedient sind! 🙂 Wir folgen einem sandigen Pfad bergauf, der über zahlreiche Felsen in eine weite Schlucht führt. Da mein Toni Probleme mit dem rechten Knie hat, höre ich ihn auch sehr bald fluchen. Er verzichtet auch uns weiter zu begleiten und will auf uns warten. Siteren und ich kommen an mehrere kristallklaren Teichen vorbei und laufen Stufe um Stufe natürlicher Treppen im Fels hoch bis wir endlich zum Wasserfall gelangen. Dieser ergiesst sich aus 30 Meter Höhe in ein grosses Bassin.
Ich zögere nicht lange und verschwinde ins Wasser. Da es über die mächtig erhitzten Felswände fliesst, ist es echt angenehm da drin! Die Temperatur muss um die 21 Grad liegen.
Es ist einfach herrlich und man fühlt sich wie neugeboren.
Danach laufen wir die Strecke zurück. Unterwegs erblicken wir noch diesen Braunen Lemur.
Er ist so putzig!
Und diese Augen....
Eine Stunde später kehren wir zum Boot zurück und die Crew fährt ca einen Kilometer weiter und legt am Ufer an. Da wird heute übernachtet. Unser Zelt und das Klo werden auch gleich aufgeschlagen.
und die Matratzen mit Bettzeug vorbereitet.
Es wird schnell dunkel. Mensch wird es heute Nacht da drin eng! Und frisch verheiratet sind wir auch nicht! 😗
Gegen 19 Uhr wird das Abendessen serviert. Es gibt eine frisch hausgemachte Gemüsesuppe. Miam miam!
Tilapia (leider zu viele Fischgräten) mit verschiedene Gemüse.
Inzwischen haben auch 2 andere Boote neben uns angelegt. Die Zelte werden aufgeschlagen. Am Ufer ist etwas los. Unsere Crew spielt nach dem Essen Gitarre und singt malagasy Songs dazu. Im Himmel glänzen die Sterne.
Gegen 22 Uhr gehen wir alle schlafen. Wir im Zelt und die Crew auf dem Boot.
ANNICKThemenstarter8'058 Beiträge · seit 200813. Sept. 2019 ·
Fortsetzung
Die Nacht war ein Horror! Mein Mann machte sich sehr breit im kleinen Zelt..... 😗 Es wurde auf einmal auch sehr kalt und die Bettwäsche wurde ganz feucht. Ich habe schnell kapiert wieso. Es tröpfelte von oben auf mich direkt zu.... 😣 Die Luftfeuchtigkeit mag stark sein aber mit dem Zelt stimmt etwas nicht. Ich bin keine grosse Camperin aber so etwas hatte ich noch nie. Sogar bei schlechtem Wetter. 😎
Langsam wird es hell und ich begebe mich zur Luxustoilette.
Am Ufer werden auch langsam alle wach. Die 2 andere Boote, eine Gruppe von Italiener, sind mit einem Bodyguard unterwegs.
Kann ich verstehen wenn man sich an die verschiedene Touristenüberfälle vom letzten Jahr erinnert....
Ich eile schon einmal zu Siteren und zeige ihm unser Zelt mit dem nassen Bettzeug. Er bemerkt gleich dass die Crew ein Teil des Zeltes vergessen hat. Deswegen ist es auch undicht! 😁 Er versichert uns dass heute Nacht das Problem nicht mehr auftreten wird. Da freut sich mein Toni rieisig! 🤪
Um 07.30 wird auf dsem Boot gefrühstückt. Es gibt Spiegeleier, Brot, Konfitüre, Honig, Butter und guter schwarzer Café.
Punkt um 8 Uhr legen wir ab. Am Ufer nähert sich ein kleines Kind und beobachtet uns.
Ich liebe Kinderportraits!
Vom oberen Deck aus kann man die Landschaft immer wieder geniessen.
Es gibt zu jeder Zeit etwas zu sehen.
Leere Touristenboote kommen uns immer noch entgegen. Ein grosses Business hier!
Hallo Annick, endlich, die ersten Lemuren, total süß! Ich muss jetzt aber etwas fragen. Warum war es nicht möglich, selbst zu fahren? Ist es nicht erlaubt oder nicht empfohlen? Gruß, Adriana
ANNICKThemenstarter8'058 Beiträge · seit 200814. Sept. 2019 ·
Guten morgen Adriana,
Du wirst kaum eine Firma finden die dir einen Wagen als Selbstfahrer anbieten wird. Und wenn nur für Tana und die RN7 Rundreise. Ich würde dir aber davon abraten. Wir würden es nie in Aethiopien oder Madagaskar wagen. Wieso? 1) Die Strassen sind sehr schlecht beschildert 2) der GPS funktionniert nicht immer 3) Es kann sehr gefährlich werden. Wirst du später noch in meinem Bericht erfahren.... 4) Die Strassen sind im allgemein in einem sehr schlechten Zustand 4) LKW und Bush Taxis fahren wie verrückt und überholen gefährlich 5) Es gibt immer etwas auf der Strasse: Leute, Kinder, Viecher 6) Leider warten auch einige korrupte Polizisten auf einen Vazaha um sich Taschengeld zu beschaffen. 7) Du kommst nicht billiger davon und bei Rückgabe wird jeder Kratzer vermerkt und der Vazaha zahlt am Endeffekt für alles! 8) Bei einer Panne, steht du ganz blöd da.....Wir hatten 2 Pannen mit unserem Driver....und waren froh nicht allein zu sein.
Wir haben viele Geschichten durch Expats über Touristen gehört die einen Wagen gemietet haben. Die Lustigste für mich: (aber bestimmt nicht für die Vazahas) Der Wagen wurde während der Nacht auf dem Parkplatz total auseinander genommen.
Und die Traurigste Geschichte: Touris hatten ein Kind zusammengefahren. Sie wurden fast gelyncht......Im Land gibt es viele Fadis und wenn man die nicht kennt......werde davon auch später erzählen.
ANNICKThemenstarter8'058 Beiträge · seit 200816. Sept. 2019 ·
Fortsetzung
Eine gute Stunde später erreichen wir das Ufer vom Dorf BEGIDRO.
Dieses werden wir uns heute auch anschauen. Wir sind aber nicht die einzigen Vazahas die da anlegen.....
Heute findet ein kleiner Markt statt.
Diese junge Dame ist auf ihr Baby besonders stolz!
Wir begeben uns mit Siteren direkt zur Primar Schule.
Da machen wir mit dem Klassenlehrer Bekanntschaft.
Die Kinder arbeiten fleissig.
Ich muss natürlich wieder ein Portrait schiessen.
Bevor wir gehen übergebe ich noch dem Klassenlehrer einen Koffer voller Kinderklamotten. Er ist mir echt dankbar. Danach spazieren wir durch das Dorf. Die Hightech hat hier keine Grenzen!!! 😄
Da treffen wir auch die grosse italienische Gruppe. Die Frauen spielen alle mit den einheimischen Kindern. Manche nehmen sie sogar auf ihren Schoss. Kinder kommen auch gleich auf einen zu und wollen deine Hand in ihre nehmen. Ist nicht mehr so mein Ding. In Aethiopien zum Beispiel hatte ich mir so die Krätze eingeholt.
In Madagaskar bekommt man meistens Flöhe. Eine grosse Plage hier im Land. Wir haben viele Vazahas unterwegs getroffen die diese Erfahrung gemacht haben..... 😎 Im Dorf wird man immer freundlich angesprochen.
Verhungern tut man hier bestimmt nicht.
Langsam wird es aber Zeit auf unser Boot zurück zu kehren.
Uebrigens, wir sind hier im Land der Sakalava, die erste Volksgruppe, die sich auf Madagaskar formte. Sie stamm von den afrikanischen Bantu ab. Ihr Name bedeutet soviel wie "die, die im langen Tal leben". Die Heimat der Sakalava zieht sich vom Südwesten Madagaskars bis in den Norden der Insel Nosy Bé. Viele Sakalava Frauen schützen ihr Gesicht mit einer selbsterzeugten Maske aus Sandelholz.
Die Sakalavas lassen sich auch gerne fotografieren. Die Kinder wollen anschliessend immer die Bilder sehen.
Gabi-Muc2'192 Beiträge · seit 201617. Sept. 2019 ·
Hallo Annick,
ich bin auch noch zugestiegen. Deine Reiseberichte sind immer eine besondere Klasse. Schön, dass ich virtuell mitfahren darf, ich echt würde ich mir das nicht zutrauen.
Wieso kann man denn den Streckenabschnitt nicht mit dem Auto fahren? Oder geht das doch und ihr habt euch für Boot entschieden?
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
ANNICKThemenstarter8'058 Beiträge · seit 200817. Sept. 2019 ·
@Gaby: Welcome! Doch man kann schon die Strecke von Miandrivazo nach Belo/Tsiribihina mit dem Wagen unternehmen. Dieses Teil ist unser Driver auch gefahren. Er hat uns in Belo/Tsiribihina wieder abgeholt. Von Miandrivazo fährt man die RN34 bis Malambandy dann die RN35 bis Morondava. Die Fahrt soll echt langweilig sein und dauert gute 5 Stunden wenn nicht mehr. Dann bist du aber noch lange noch nicht in Belo/Tsiribihina.......
Fortsetzung
Wir begeben uns wieder auf dem oberen Deck und geniessen das Geschehen.
Uns wird es nicht langweilig.
Gegen 12.30 wird das Mittagessen serviert. Es gibt Zebu Braten mit Creole Reis. Miam Miam!
Schmeckt etwa wie Boeuf Bourguignon. Nach dem Lunch geniessen wir einfach weiter die Fahrt. Im Land haben wir viele Einheimische mit diesem TShirt getroffen. Der aktuelle Präsident muss sie millionenweise verteilt haben! 😛
Die Armut der Menschen bekommt man öfters vor den Augen.
Zum Glück wächst im Land praktisch alles und der Boden ist sehr fruchtbar.
Dieser Fischer scheint sehr nachdenklich zu sein.....
Und so vergehen einige Stunden an Bord.
Mein Toni hätte gerne heute Abend geduscht.....Ich kann ihn schon verstehen denn er riecht nicht gerade nach Chanel 5..... Siteren erklärt ihm auf seine Art und Weise dass es keine Dusche geben wird. Und noch weniger ein Bad! Er zeigt uns 2 Crocs die die Sonne am Ufer geniessen.
Um 18 Uhr erreichen wir den Ort wo wir übernachten werden. Unweit liegt ein kleines Dorf.
Unser Zelt wird gleich von der Crew aufgeschlagen. Dieses Mal vergewissere ich mich dass kein Teil am Zelt fehlt. Die Sonne geht auch langsam unter und die Atmosphäre ist eigenartig.
Zum Abendessen wird eine frische Weisskohlsuppe gebracht sowie Spaguettis mit frischer Tomatensauce. Miam miam! Anschliessend spielen wir mit der Crew Karten. Gegen 22 Uhr gehen alle schlafen.
dann reihe ich mich mal ein, zu den alten Hasen ...............
wir waren 1991 - auch mit Rucksack - auf Madagaskar es war die Zeit, als Ratrsiraka gestürzt wurde und es gab heftige Unruhen . über 200 Tote in Tana der Flugverkehr wurde eingestellt - alle Inlandsflüge gestrichen Trotz aller Widrigkeiten war es ein toller und sehr abenteuerlicher Urlaub mit vielen netten, fröhlichen und hilfsbereiten Menschen. lg wüstenfee
ANNICKThemenstarter8'058 Beiträge · seit 200818. Sept. 2019 ·
@Wüstenfee: schön auch von dir zu hören! 🙂 Ja das waren Zeiten.......Und trotzdem hinterlassen sie uns gute Erinnerungen. 😎
27.07.2019
Die Nacht habe ich wieder kein Auge zugedrückt. Mir war kalt und mein Toni schnarchte wie verrückt....... 😣 Um 06.30 stehen wir Beide auf. Die Crew ist auch schon beim Aufräumen. Draussen ist es wahnsinnig nebelig. Wir begeben uns gleich auf das Boot wo unser Frühstückstisch uns erwartet.
Siteren hatte uns gestern gefragt ob wir heute morgen ein Malagasy Frühstück probieren wollen. Wir waren sofort damit einverstanden. Eine halbe Stunde später erscheint er auch mit 2 kleine Schüssel. Für die Vazaha hat er Vary Sosoa Kitoza organisiert. Es handelt sich um gekochten Reis mit viel Wasser (Art Reissuppe).
Dazu wird ein zart sautiertes Fleisch gegessen. Schmeckt nicht schlecht aber man wird sehr schnell satt davon. Ein Schmetterling hat sich auch dazu eingeladen.
Nach dem Frühstück schauen wir uns schnell die Küche vom Boot an.
Draussen braucht es seine Zeit bis der Nebel sich auflöst.
Auf einmal hören wir Stimmen die sich immer mehr nähern. Die Kinder vom Dorf kommen uns besuchen.
Sie nehmen am Ufer, vor dem Boot Platz. Sie verfolgen genau was wir so tun.
Die Sonne kommt auch langsam heraus.
Bevor wir gehen fragen die Kinder nach leeren Plastikflaschen. Siteren erklärt uns dass sie sie als Behälter weiter benützen. Wir haben leider nur 3 abzugeben. In Tana hatte ich aber die gute Idee einige Tüten mit Bonbons für die Kinder zu kaufen. Ich übergebe 2 davon Siteren. Er verteilt sie. Die Kinder strahlen vor Freude.. Gegen 9 Uhr verlassen wir das Dorf und verabschieden uns.
Immer wieder kommen uns Boote entgegen.
Die Tsiribihina wird auch breiter.
Für die Malagasy beginnt der Alltag.
Immer wieder hören wir vom Ufer aus die Einheimische SALAMA VAZAHA schreien.
ich plane gerade auch eine Route für Madagaskar und habe zwei Fragen:
Ist es möglich und sinnvoll nach der Bootstour direkt nach Bekopaka / Soleil des Tsingy zu fahren, oder übernachtet man lieber noch einmal in Belo sur Tsiribihina?
Gleiches für die Strecke von Belo sur Mer nach Ifaty?
Liebe Grüße
Erik
ANNICKThemenstarter8'058 Beiträge · seit 200818. Sept. 2019 ·
Hallo Erik,
Wir sind gleich nach der Bootstour nach Bekopaka/Soleil des Tsingys gefahren. Die Fahrt dauert ca 3,5 Stunden. Wenn du uns weiter begleitest erfährst du auch die Details! 😎
Belo sur Mer nach Ifaty an einem Stück? Nicht einmal im Traum.......Die meisten Driver wollen in Manja übernachten. Ein Kaff ohne Reiz. Unser Léon hat uns lieber Morombe vorgeschlagen. Aber eines musst du wissen: Belo sur Mer - Morombe = 10 Stunden Auto Wenn du uns weiter begleitest wir du auch erfahren wieso es so lange dauert. Eine Horror Fahrt. Gute Nerven musst du mitbringen und du bist echt froh nicht am Steuer zu sein und verhandeln zu müssen. Es gab, wir haben sie gezählt, 28 Strassensperren. Und jedes Mal will man kassieren..... 😈
Ich lese gern weiter mit, bin nur gerade bei der Planung mit den Hotels für Mai 2020 und teilweise sind auch nicht mehr alle verfügbar, weshalb ich eigentlich alle schon durchgeplant habe bis auf die Feinplanung für die Westküste.
Wir machen die Bootstour wie Ihr und möchten dann unmittelbar nach Bekopaka, wenn das so geht ist es schon mal prima. Sonst hätte ich die zwei Tage in dem Park ersatzlos gestrichen 🙁 .
So, und nun das Planungsproblem: Checkout Bekopa am 17.5. und dann Fahrt nach Morondava und Übernachtung dort bis 18.5., dann wollen wir am 19.5. eigentlich in Ifaty einchecken. Prinzipiell war Belo sur Mer dazwischen geplant, aber das würde ich zur Not auch streichen - nur wie dann fahren?
Entschuldige, aber das ist nun wirklich eine Flucht - und zwar eine ziemlich aussichtslose - als bekennender Madagaskar-Fan und vielfacher Wiederholungstäter rate ich Dir - lass das lieber...
Viele Grüße Carmen
ANNICKThemenstarter8'058 Beiträge · seit 200819. Sept. 2019 ·
@Eric: Du wirst keinen Driver finden der dich direkt von Morondava nach Ifaty fahren wird! Wenn du es so eilig hast, verzichte auf Bekopaka..... Irgendwie hat Carmen schon Recht...... 😎
Fortsetzung
Auf dem Boot gibt es Szenen die einfach Einen prägen. Hier ein Beispiel.
Die Zebus mit der Karre gehören zum Alltag auf dieser Insel. Solche Augenblicke bin ich froh nicht vermisst zu haben.
Natur pur!
Gefischt wird überall um sich zu ernähren.
Siteren bekommt auf einmal einen Anruf von unserem Fahrer Léon. Er kommt mit der nächsten Fähre nach Belo sur Tsiribihina. Unsere Crew entscheidet uns das Mittagessen jetzt zu servieren. Wir legen an.
Hungrig sind wir nicht gerade. Die Reissuppe hat ihren Job gemacht.... 🤪 Bei diesem Anblick können wir aber nicht wiederstehen.
Dazu gibt es auch noch Hähnchen mit Reis und flambierte Bananen. Auf dem Fluss herrscht grosser Ferry Verkehr.
Eine halbe Stunde später klingelt wieder bei Siteren das Telefon. Da erfahren wir das Léon auf der Fähre ist. Die Crew legt auch gleich ab. Bald erblicken wir auch schon auf der Fähre Léon (der Monsieur mit weisser Casquette).
Etwa gleichzeitig um 12 Uhr erreichen wir das Ufer von Belo sur Tsiribihina.
Die Crew bringt uns das Gepäck in Léon's Wagen. Mit einem Trinkgeld verabschieden wir uns von der Crew.
FAZIT BOOTSFAHRT auf der Tsiribihina Es gehört einfach zu einer Madagaskar Reise. Ob Pirogue oder Boot muss jeder selber entscheiden. Wir haben die Fahrt sehr genossen. Wir fuhren durch idyllische Landschaften und haben fast an den Alltag der Einheimischen teilgenommen. Die Zelte sind nicht gerade komfortabel, das Essen dafür la Crème de la Crème. Die Crew war genial. Wir werden diese Augenblicke nie vergessen können. 😎
Wir verlieren keine Zeit und fahren gleich weiter Richtung Bekopaka. Der Weg führt durch sandige und schlechte Pisten.
Für die 100 Kilometer benötigen wir 3,5 Stunden. Um rüber nach Bekopaka zu kommen müssen wir noch die kleine Fähre nehmen.
Das Ufer ist tiefsandig. Einige Einheimische haben hier während der Hochsaison ihr Quartier. Sie hoffen einige Mitbringsel verkaufen zu können.
Mit so einer Pirogue werden wir morgen den Fluss erkunden erklärt uns Léon.
Die Fähre ist inzwischen zurückgekommen und wir können darauf Platz nehmen.
ANNICKThemenstarter8'058 Beiträge · seit 200820. Sept. 2019 ·
Fortsetzung
Auf der Fähre steigen wir aus um uns umzusehen.
Beim Anlegesteg befindet sich auch das Office vom Parc National Tsingy de Bemahara.
Léon will noch die Permits und den Guide für morgen besorgen. Es sind aber zu viele Leute am Schalter. Wir fahren direkt zu unserer Unterkunft für die nächsten 3 Tage: SOLEIL DES TSINGYS www.soleildestsingy.com
Es befindet sich nur 2 Kilometer entfernt. Wir werden in der Halle mit einem Welcome Drink empfangen.
Das Restaurant liegt neben der Hotelhalle.
Das Schwimmbad unterhalb vom Restaurant finde ich klasse!
Die Rezeptionistin erklärt uns das Nötigste und wir bekommen Bungalow Nummer 10, unweit vom Pool. Die Terrasse ist grosszügig
und mit toller Aussicht.
Das Zimmer finden wir etwas eng. Es ist mit einem King Size Bett und einem Kleinbett ausgestattet.
Es gibt auch einen kleinen Schreibtisch.
Das Badezimmer hingegen wirkt sehr geräumig.
Das WC ist separat.
Um 18 Uhr klingelt das Handy. Es ist Léon. Er erwartet uns in der Lobby. Da machen wir auch mit unserem Guide für den Park Bekanntschaft. Uebrigens: in jedem Park oder Reserve auf der Insel bleibt der Guide obligatorisch! Wir besprechen was wir morgen unternehmen werden und verabreden uns um 7 Uhr. Léon verschwindet danach mit anderen Drivers. Es gibt spezifische Zimmer für die Fahrer und sie haben Kost und Logis frei. Jeder Driver freut sich hier zu übernachten. Sie werden gut behandelt.
Wir gönnen uns anschliessend eine Pina Colada. Igitigit. Ist zu wasserig.... 😣 Gegen 19.30 begeben wir uns zum Restaurant für das Abendessen. Das Hotel ist total ausgebucht.
Unser Bungalow kostet 115 euros pro Nacht inklusive Frühstücksbuffet.
Das Diner wird 65'000 Ariary (16,5 US$) pro Person berechnet. Für uns nicht sehr teuer aber für die Einheimischen ein Vermögen! Als Vorspeise gibt es Shrimps Lasagne, dann Entebrust mit Gemüse und ein Zitronensorbet als Nachspeise. Die Portionen sind echt winzig für den Preis.....
Da wir reichlich zu Mittag gegessen haben reicht es uns. Aber für morgen müssen wir uns etwas anders überlegen. 😎
Um 21 Uhr verschwinden wir totmüde ins Bett. Ein richtiges Bett, Mensch tut das gut! 😄