Yoda911873 Beiträge · seit 201621. Aug. 2019 · #161
Sehr interessant finde ich, dass Diskussionsteilnehmern, die von Südafrika abgeschreckt sind, hier mehrfach USA-Urlaube als Alternative nennen. Irgendwie wird da mit zweierlei Maß gemessen. Ich bin fest davon überzeugt, dass es gefährlicher ist, in einem Gangviertel einer amerikanischen Grosstadt unterwegs zu sein, als in einem Township. In den USA werden - abgesehen von Kriegsgebieten - mehr Menschen erschossen, als irgendwo anders auf der Welt und auch Kleinkriminelle haben in der Regel ein ganzes oft sogar legales Schusswaffenarsenal. Andererseits: In den USA bleiben die riesige Merhheit aller ausländischen Touristen in der Regel in den klassischen (meist deutlich wohlhabenderen) Touristengebieten und insbesondere in den Nationalparks sicher und unbehelligt. Das funktioniert in Südafrika ebenso. Es sollte immer nur um die statistische Gefährung der konkreten Personengruppe an konkreten Orten gehen. Christoph
Off Topic zur Statistik: Dei meisten Menschen sterben im Bett. Einfach Wachbleiben garantiert aber trotzdem keine Unsterblichkeit.
In Bezug auf einen Urlaub geht es aber nicht um die statistische, sondern die gefühlte Sicherheit. In SA habe ich erlebt, dass eine mit einem Gewehr bewaffnete Bewachung vor einem Laden stand. In SA wurde damals, als wir da waren, davor gewarnt, ins Zentrum von Johannisburg zu gehen. Es wurde in allen Städten davor gewarnt, nach Einbruch der Dunkelheit zu Fuß irgendwo hin zu gehen. Und das galt nicht nur für Townships. Gleiches gilt für Namibia, da wird im Urbancamp in Windhoek davor gewarnt, nach Einbruch der Dunkelheit zu Joes Bierhaus zu laufen. Bei inzwischen 8 USA Urlauben habe ich Gleiches noch nicht erlebt.
ROron74324 Beiträge · seit 200821. Aug. 2019 · #163
Hi Silke,
dann lies Dir mal den ziemlich aktuellen Reisehinweis zur USA von Amnesty International durch (ich hoffe, der link geht):
Diese Woche (?) war auch ein Bericht im Spiegel, dass die Verbrechenssituation in Barcelona wohl aktuell ziemlich eskaliert.
Bloß mal als Anmerkung:-)
Ron
RORockshandy281 Beiträge · seit 201821. Aug. 2019 · #164
motorradsilke schrieb:In SA habe ich erlebt, dass eine mit einem Gewehr bewaffnete Bewachung vor einem Laden stand. In SA wurde damals, als wir da waren, davor gewarnt, ins Zentrum von Johannisburg zu gehen. Es wurde in allen Städten davor gewarnt, nach Einbruch der Dunkelheit zu Fuß irgendwo hin zu gehen. Und das galt nicht nur für Townships. Gleiches gilt für Namibia, da wird im Urbancamp in Windhoek davor gewarnt, nach Einbruch der Dunkelheit zu Joes Bierhaus zu laufen. Bei inzwischen 8 USA Urlauben habe ich Gleiches noch nicht erlebt.
Hallo Silke, vielleicht liegt es aber gerade an diesen Warnungen, dass (zumindest den Touristen) dort gar nicht so viel passiert. Mir kam es auch schon übertrieben vor, ein paar hundert Meter zum Restaurant zu fahren statt zu laufen. Also ich werde lieber vorgewarnt und es ist dann nicht so schlimm als umgekehrt. Und was den Wachmann am Geschäft angeht : in den USA hätte man im gleichen Geschäft vermutlich zig Überwachungskameras eingebaut - da würde ich mich beim Einkauf auch nicht wohl fühlen. Für ganz sicherheitsbedürftige Touristen würde ich allerdings weder SA noch Namibia noch die USA empfehlen 😗 LG Rockshandy
motorradsilke schrieb:In SA habe ich erlebt, dass eine mit einem Gewehr bewaffnete Bewachung vor einem Laden stand. In SA wurde damals, als wir da waren, davor gewarnt, ins Zentrum von Johannisburg zu gehen. Es wurde in allen Städten davor gewarnt, nach Einbruch der Dunkelheit zu Fuß irgendwo hin zu gehen. Und das galt nicht nur für Townships. Gleiches gilt für Namibia, da wird im Urbancamp in Windhoek davor gewarnt, nach Einbruch der Dunkelheit zu Joes Bierhaus zu laufen. Bei inzwischen 8 USA Urlauben habe ich Gleiches noch nicht erlebt.
Hallo Silke, vielleicht liegt es aber gerade an diesen Warnungen, dass (zumindest den Touristen) dort gar nicht so viel passiert. Mir kam es auch schon übertrieben vor, ein paar hundert Meter zum Restaurant zu fahren statt zu laufen. Also ich werde lieber vorgewarnt und es ist dann nicht so schlimm als umgekehrt. Und was den Wachmann am Geschäft angeht : in den USA hätte man im gleichen Geschäft vermutlich zig Überwachungskameras eingebaut - da würde ich mich beim Einkauf auch nicht wohl fühlen.
LG Rockshandy
Ja, aber der Unterschied zur USA ist eben, dass ich da abends zum Restaurant laufen kann. Da gibt es selten Warnungen bzw. nur in wenigen Gebieten.
Die Überwachungskameras würden mich nicht stören, die erschießen mich im E-Fall nicht.
@ Risikogruppe, Risiko und dessen Wahrnehmung, Man muss nicht immer nur auf die Kriminalität fixiert sein, es genügt der Alltag, von Verkehr bis Freizeit. Es vergeht z. B. kaum eine Woche, wo zu Hause nicht über schwere Freizeitunfälle, beim Baden, Radfahren, Rafting bis Wandern, Schifahren, Bergsteigen und Klettern berichtet wird, mehrere davon tödlich. Die Zahl (absolut und relativ) der Opfer unter den Touristen ist sicherlich ein Vielfaches derer, die in Südafrika durch kriminelle Akte zu Schaden kommen. Trotzdem lässt sich niemand von einem Urlaub in Österreich abbringen. Erstens setzen sich viele diesen Risiken gar nicht aus (gehen spazieren oder in’s Museum anstatt auf den Berg) und die, die es machen, meinen, dass sie das Risiko beherrschen und ihnen (deswegen) nichts passieren wird, halten sich für kompetent dafür. Betr. RSA und ähnlichen Ländern und z. B. auch in diesem Thread geschieht das Gegenteil. Manche Besucher projizieren das Risiko der am höchsten gefährdeten Gruppe oder Plätze auf sich selbst, obwohl sie ihr nicht angehören oder sie besonders gefährliche Plätze meiden. Motto, das Böse ist immer und überall. Und das wohl größte Risiko, absolut und objektiv, in einem Verkehrsunfall zu Schaden zu kommen (siehe die einschlägigen threads hier), wird meistens ohne Erwähnung in Kauf genommen, weil alle der Meinung sind, dieses zu beherrschen. Grüße Das ist alles nicht als Gegenargument gegen durchaus berechtigte Warnungen und Verhaltenstipps gemeint. Ich wollte nur die Widersprüche aufzeigen.
lormon169 Beiträge · seit 200722. Aug. 2019 · #167
Sicherheit ist immer gefühlt. Bei mittlerweile 11 USA-Reisen haben wir uns nicht einmal unwohl gefühlt. Es mag sein, dass es in den Großstädten "no-go-Areas" gibt, aber wir haben noch nicht einmal ein Problem gehabt. Und so Gräueltaten, wie sie im letzten Jahr von SA berichtet wurden, habe ich in den USA noch nie gehört.
lormon schrieb:Und so Gräueltaten, wie sie im letzten Jahr von SA berichtet wurden, habe ich in den USA noch nie gehört.
Leben wir auf dem gleichen Planeten? 😕
lormon169 Beiträge · seit 200722. Aug. 2019 · #169
Vermutlich schon. Hast du gelesen, dass in den USA Menschen lebendig verbrannt wurden oder an fahrenden Autos zu Tode geschleift wurden? Von Südafrika habe ich sag gelesen.
lormon schrieb:Vermutlich schon. Hast du gelesen, dass in den USA Menschen lebendig verbrannt wurden oder an fahrenden Autos zu Tode geschleift wurden? Von Südafrika habe ich sag gelesen.
In Minden (Niedersachsen) auch passiert. Allerdings hat die Frau überlebt, mit welchen Folgen?
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201628. Aug. 2019 · #171
Government urges those who decide to exercise their right to protest to do so in a peaceful and orderly manner. Violence, damage to property and infringing on others' rights and freedom of movement will not be tolerated by law enforcement agencies #pretoriacbd #Pretoriashutdown
die Ausschreitungen in zahlreichen Großstädten gehen unvermindert weiter. Nach Simbabwe hat auch Sambia für seine Staatsangehörigen eine Reisewarnung für Südafrika ausgesprochen. Nigeria will scheinbar, vor allem wegen der Übergriffe auf Ausländer, folgen.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Es könnte zu Treibstoffengpässen an TOTAL-Tankstellen aufgrund der Sicherheitslage kommen.
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
TITicktack352 Beiträge · seit 201603. Sept. 2019 · #174
Südlich von Johannesburg waren gestern Unruhen. Geplünderte Geschäfte, brennende Autoreifen und es wurden Steine auf Autos geworfen.
TITicktack352 Beiträge · seit 201603. Sept. 2019 · #175
Du hast absolut recht lormon, dass es deine Sache ist, wo du hin fährst und dich sicher fühlst, Sicherheit ist gefühlt. Kein Beitrag hier hat versucht dir einen Urlaub in RSA einzureden. Gegenargumente gab es nur, weil du versucht hast, deine unbedingt zu respektierende Entscheidung mit untauglichen Vergleichen zu argumentieren. Marabastad und Khayelitsha sind eben nicht mit Still Bay oder St. Lucia vergleichbar, genauso wenig wie gefährliche Viertel in Miami oder Washington mit den Wäldern und Stränden von Oregon…… von den Wahnsinnigen mal abgesehen, die alle paar Tage im öffentlichen Raum herumballern und Dutzende töten und verletzen Grüße PS. Unabhängig davon ist das, was sich da gerade anbahnt zwar nicht neu aber u. U. auf einer potenziell höheren Stufe als üblich. Reisende sollten das im Auge behalten.
Grüße
Yoda911873 Beiträge · seit 201603. Sept. 2019 · #178
lormon schrieb:Und jetzt lasst uns noch einmal über gefühlte Sicherheit sprechen und warum ich lieber in den Nordwesten der USA fliege.
Jeder entscheiden, welche Nachrichten er wahrnimmt / wahrnehmen will und welche seine gefühlte Sicherheit beeinträchtigen.
Mich halten die massiven Bandenkriege in den USA, die fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Deutschland , die gewalttätigen Ausschreitungen in französischen Banlieus oder die fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Johannesburger Townships nicht von Urlauben in L.A., Sachsen, Paris oder Kapstadt ab. Ich bin als deutscher Tourist nicht 'Zielgruppe' dieser Vorfälle und diese finden in der Regel nicht in den jeweiligen Touristengebieten statt.
M@rie1'680 Beiträge · seit 200703. Sept. 2019 · #179
USA wirklich sicherer? vor ein paar Jahren bin ich zur Delphin Therapie gefahren/geflogen, Landung in Miami - unsere Gruppe, bestehend aus insgesamt 4 "Familien" wurde mit 2 Guidefahrzeugen als Convoi über den Turnpike zum Overseas Highway gebracht, damit wir bloß nicht alleine vom Flughafen Richtung Keys fahren....da waren Touristen das Überfall-Ziel
lG und bleibt gesund! M@rie
M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012
"Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!"
~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
Maputo828 Beiträge · seit 201603. Sept. 2019 · #180
Yoda911 schrieb:
Ich bin als deutscher Tourist nicht 'Zielgruppe' dieser Vorfälle und diese finden in der Regel nicht in den jeweiligen Touristengebieten statt.
Wenn du den Cape Town International Airport verlässt bist du auf der N2 jedenfalls gleich in einer Hochrisiko-Zone.... Nicht Bandenkrieg oder Plünderungen, einfach der alltägliche Crime..
...mir ist keine anderer Autobahn auf der ganzen Welt bekannt, wo es alle 2-3 Tage zu schweren Übergriffen kommt.