Wie versprochen zum Schluss ein FAZIT, vielleicht hilft es dem einen oder der anderen beim Planen einer Südafrikareise.
Wer bis zum Schluss meines langen Berichts durchgehalten hat, den erwartet als Dankeschön zum Schluss noch ein kurzes Video über unseren Ausflug an den Pafuri Loop.
Ab jetzt mache ich es mir gemütlich und schmökere in diesem und im Südafrikaforum, was andere erlebt haben.
Höhepunkte:Long Tom Pass (Landschaft)
Panoramaroute (Landschaft)
Haenertsburg Azaleenblüte (Landschaft),
Mapungubwe NP (schöner 4x4-Track, Heritage Tour),
Kruger NP: im Norden (bis Satara) landschaftlich schöne Loops, viele Tiersichtungen, wenige Besucher;
iSimangaliso Wetland Park von Kosi Bay bis St. Lucia („Südsee-Paradies“),
die Midlands, Underberg (Landschaft),
Swasiland (Ndlovu Restcamp im Hlane NP (Tiere) und Grand Valley Route (Landschaft),
Lesotho Auffahrt zum Sani Pass (Herausforderung) und 6-Pässe-Tour (Landschaft)
Weniger schön:Kruger NP: im Süden sehr trocken, Wasserlöcher teilweise ausgetrocknet, Tiersichtungen hielten sich in Grenzen, viele Besucher,
Tembe NP als Tagesbesucher, keine Infos am Gate, außer einem Cappuccino keine Bewirtung in der Lodge,
betonierte Urlaubsorte am Indischen Ozean wie Ballito (haben wir auch in Europa),
Informationen (z.B. Pläne der Tracks) in den NPs außer Kruger: mangelhaft oder Fehlanzeige
Free State: Minen, verschandelte Landschaft, in Virginia fühlten wir uns unsicher
IT-AngelegenheitenWegen der Netzabdeckung war der Provider Vodacom für den Mobilfunk die richtige Wahl.
Für das Internet bestand meistens eine 3G(UMTS)-Verbindung vom PC zum Funkmast. Das Routing nach Deutschland war Glückssache. Es gab zeitweise keine freien Kanäle nach Europa, um unseren Reiseblog zu pflegen. Am ehesten ging es abends und morgens. Wir suchten verzweifelt am Grund für die Fehlermeldungen. Vermutungen wie falsche DNS-Server usw. waren falsch.
Der Service verschiedener Vodacomniederlassungen (außer in Virginia) war mangelhaft.
FahrzeugDer Buschcamper von Africamper hat sich auch diesmal bewährt. Wir würden ihn wieder mieten, allerdings niemals während der Regenzeit. Er bietet zwar besseren Schutz gegen Kälte und Nässe als ein Dachcamper, aber die Kabine ist zu klein, sollte schlechtes Wetter längere Zeit anhalten.
4x4 war erforderlich: 4x4-Tracks im Mapungubwe NP, Game Drive Hlane NP Swasiland, Tembe NP, Kosi Mouth, Black Rock, Auffahrt Sani Pass
T4A-Karten fürs Navi Außerhalb der Städte brauchbar. In Johannesburg kannte die Karte die Straße unseres Mietwagenverleihers Africamper nicht. In Swasiland war das T4A-Routing mangelhaft. Die Karte ignorierte gut geteerte Nebenstraßen.
In Lesotho war die Angabe des Straßenbelags Teer/Gravel teilweise nicht aktuell. Bis auf ein Teilstück vom Katse Dam bis Thaba Tseka und die letzten Kilometer bis zur Malealea Lodge war unsere Route asphaltiert.
Grenzübergänge, Bankkarten und StraßengebührenAn allen Grenzübergängen wurden nur Pässe verlangt, keinerlei Autopapiere, die Abfertigung verlief jedes Mal zügig und freundlich. Die Grenzer in Maseru (Lesotho –> RSA) warteten mit einer Besonderheit auf: Wir standen lange an in einer Schlange mit dunkelhäutigen Einwohnern beider Staaten. Als wir die Pässe vorlegten, sagte die Beamtin: „Sie hätten nicht anstehen müssen, sondern gleich nach vorne kommen können.“
Große Akzeptanz der VISA-Karte beim Einkaufen und Tanken in SA
Autobahngebühren waren kein Problem, die Kosten an den eGates übernahm der Vermieter.
Unsere Übernachtungs- bzw. Campingplätze:Panorama Restcamp in Graskop: kleiner familiärer Platz in sehr schöner Lage, sauber, freundlich, sehr empfehlenswert
Blyde River Canyon Forever Resort: Große Anlage, toller Swimmingpool, Durchgangsstraße für Busse führt an den Stellplätzen entlang (viel Verkehr!), unfreundliches Personal im Restaurant, dröhnende Musikbeschallung abends aus einer Hütte, morgens ab 7:00 Uhr aus einem Veranstaltungszelt neben dem Spielplatz
Bali Will Will Guesthouse in Haenertsburg: abseits gelegener, gepflegter Bauernhof mit FeWo und traumhafter Campsite, Sanitäranlagen und Abwaschküche – fast wie daheim. Wir waren die einzigen Gäste.
Mazhou Campsite, Mapungubwe NP: Im Westteil des NP, Zufahrt durch Tomatenplantagen, bis Haupteingang 50 km, schattige Stellplätze, Strom und Wasser am Stellplatz, saubere Sanitäranlagen
Punda Maria, Krüger NP: zu wenige Stromanschlüsse, wenig Schatten, Wasserloch mit Tiersichtung, gut besuchter Pool, Küchenblock ungepflegt, Sanitäranlagen zum Teil sauber, nettes Restaurant noch ohne Systemgastronomie
Tsendze Bushcamp, Krüger NP: Plätze nummeriert, sehr empfehlenswert
Satara, Krüger NP: großer, unübersichtlicher Campingplatz ohne Einteilung, wenige Wasser- und Stromanschlüsse, teilweise weiter Weg zu den Sanitärgebäuden, Service könnte besser sein
Lower Sabie, Krüger NP: Stellplätze parzelliert mit Wasser und Strom, keine Mängel, kurzer Weg zum Hauptgebäude
Ndlovu Camp, Hlane NP, Swaziland: gepflegtes großzügiges Restcamp mit Hütten und Campsites mit wenig Schatten, Liegestühle am Wasserloch, offenes Rondavel mit gemütlichen Sitzgelegenheiten, statt Strom Petroleumlicht, Wasser wird in riesigen Containern über Holzfeuer erhitzt, sehr empfehlenswert
Shemula Lodge in Shemula: schmutzig, laut, kein Schutz vor neugierigen Dorfbewohnern, nicht empfehlenswert. Wir waren die einzigen Gäste.
Casitas (fr. Cabanas) in Kosi Bay: freundlicher Betreiber, Strom- und Wasseranschlüsse nur z. T. funktionsfähig, dgl. Dusche und Toilette, Anlagen sauber aber vernachlässigt, Tiefsand, gute Köchin. Wir waren die einzigen Gäste.
Bushbaby Lodge in Hluhluwe: wunderschönes gepflegtes Restcamp, sympathische Betreiber, sehr empfehlenswert
Sugarloaf in St Lucia: tolle Lage an der Lagune, riesiger Platz, trotz Beteuerung im Tourist-Office war auch das einzige intakte Sanitärgebäude nur teilweise funktionsfähig. Außer uns waren 2 kleinere Gruppen dort.
Dolphin Resort in Ballito: groß, liegt im Ort neben Betonbauten, Freizeitangebote, 10 min Fußweg zum Strand, bestens ausgestattet und geführt
Dragon’s Restcamp bei Underberg: herrliche Lage mit Blick auf die Drakensberge, Spülmöglichkeit und sogar Waschmaschine vorhanden (wird vom Besitzer mit benutzt), großzügige Stellflächen auf Gras, Einrichtungen völlig verwahrlost, Männerbereich verdreckt, Frauenbereich lange nicht benutzt. Wir waren außer einem Dauercamper in einem verfallenen Campingwagen die einzigen Gäste. Überteuert! Nur zu empfehlen, falls die Sanitäreinrichtungen nicht gebraucht werden.
Sani Pass Mountain Lodge, Lesotho: Halbpension in der Lodge, die Unterkunft bietet einigen Komfort, ist sehr gut geführt
Liphofung, Lesotho: auf Parkplatz bei Cave mit Sanitärnutzung in leerer Hütte
Marakabei, Lesotho: Camping bei Lodge mit Sanitärnutzung in unbewohnter Hütte, nicht sehr sauber
Malealea Lodge, Camping, Lesotho: Lodge scheint okay zu sein, Campingeinrichtungen ungepflegt, Achtung: Leitungswasser verdreckt! Von 5 – 9 Uhr pm Strom durch Generator, trotz Angabe von Power Sites nur an 2 Sanitärgebäuden je eine freie Steckdose, unsere war defekt
Tikwe Lodge mit Camping, Virginia, Free State: professionell geführte Lodge mit Konferenzräumen, Restaurant und Bar in Flussnähe, großer Campingplatz, die Sanitärräume wurden nach Kritik gereinigt, Abwaschküche und Waschbecken für Handwäsche vorhanden, aber verwahrlost
Video mit planschenden Elefanten am Pafuri Loop:
https://www.youtube.com/watch?v=7D-rU05QM6g&feature=youtu.be