DaxiangThemenstarter5'052 Beiträge · seit 201424. Mai 2015 ·
@JuRo
das ist ja toll, was ihr grad mal so im Vorbeifahren seht. Die Schildkröten gefallen mir besonders gut. Jetzt muss ich rätseln, ob ihr nur Glück hattet, wir zu blind sind oder ob wir die falschen Straßen fahren 😉 .
Hi JuRo, Glück gehört bei jeder Sichtung dazu! Wir hatten das Glück zur rechten Zeit am richtigen Ort zu sein. Schildkröten sind gerade in der Regenzeit häufiger zu finden. Wenn es zu trocken und zu heiß ist sieht man sie seltener. Nach meinen Aufzeichnungen hatten wir die meisten Schildkröten-Sichtungen im April/Mai - im September/Oktober waren es deutlich weniger.
Hi Claudia, ich hatte ja gehofft die Erdmännchen im KTP zu sehen. Aber, dass sie uns schon so schnell über den Weg laufen, damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.
DaxiangThemenstarter5'052 Beiträge · seit 201424. Mai 2015 ·
08. April 2015: Kalahari Game Lodge (Fortsetzung)
Gegen 14:30 Uhr werden wir von Managerin Marietjie Ludeke und Alex mit einem kühlen Saft begrüßt. Die Lodge liegt unweit des Kgalagadi Transfrontier Park und besteht aus 8 schön ausgestatteten Chalets. Wir bekommen das Duiker Chalet A zugeteilt.
Von unserer Veranda hat man einen tollen Blick auf die Kalahari-Dünen und das trockene Flusstal des Auob, wo sich gerade eine Herde Springböcke aufhält. Es sieht recht gewittrig aus und so mache ich erst einmal ein paar Aufnahmen von der Lodge, während sich Silke um den Blog kümmert.
Wir haben zwar Strom im Zimmer aber weder Handy noch Internetempfang. Bald geht ein heftiger Gewitterregen nieder. Wir nutzen die Zeit und widmen uns der Buchführung und Körperpflege. Als der Regen nachlässt gibt es zum Sundowner Sekt auf unserer Terrasse.
Es ist recht windig und vom Sonnenuntergang ist nichts zu sehen – Hauptsache der Sekt ist kühl und schmeckt. Anschließend gehen wir zum Restaurant. Es gibt vegetarische Frühlingsrolle, Rindersteak mit Couscous und gemischtem Gemüse und zum Nachtisch Cheesecake mit Eis, worauf ich allerdings verzichte. Nach dem Essen versucht Silke noch vom Büro aus den Blog loszuschicken – allerdings auch hier ohne Erfolg. So machen wir uns auf den Rückweg zu unserem Chalet. Es ist immer noch recht stürmisch und wir kommen gerade noch vor dem nächsten Gewitterschauer nach Hause.
Fazit Kalahari Game Lodge Die Lodge war für uns ein idealer Zwischenstopp auf dem Weg zum KTP. Die modernen Chalets sind hell und freundlich eingerichtet mit kleiner Küche und Terrasse. Unschlagbar ist die kurze Entfernung (18 km) zum Parkeingang in Mata Mata.
DaxiangThemenstarter5'052 Beiträge · seit 201425. Mai 2015 ·
09. April 2015: Kalahari Game Lodge - Polentswa Während es in der Nacht noch recht stürmisch und regnerisch war, hat sich das Wetter wieder beruhigt. Bei angenehmen 21°C setze ich mich mit einer Tasse Kaffee auf unsere Terrasse und beobachte Springböcke Rotbauchwürger und Tausendfüßler.
Nach dem Frühstück verlassen wir die Kalahari Game Lodge und fahren 18 km auf der C15 bis zum Parkeingang Mata-Mata. Hier melden wir uns erst einmal in Namibia ab und stellen die Uhren wieder eine Stunde vor (= MESZ). Der Kgalagadi Transfrontier National Park ist ein durch die Zusammenlegung des Kalahari-Gemsbok-Nationalpark (Südafrika) und des Gemsbok-Nationalpark (Botswana) entstandenes Naturschutzgebiet in der Kalahari (auch Kgalagadi genannt) mit einer Fläche von rund 38.000 Quadratkilometer. Der KTP gehört zu den sogenannten Peace Parks in denen sich Menschen und Tiere frei bewegen können. Als nächstes geht es zur Tankstelle um zu Tanken und Luft aus den Reifen zu lassen. Um 9:15 Uhr starten wir unsere Reise durch den KTP. Auf der Fahrt am trockenen Flusstal des Auob entlang halten wir Ausschau nach Tieren und besuchen dabei auch mehrere Wasserstellen. Wir entdecken Senegaltauben, Strauße,
Kronenkiebitze, Oryx, Gnus, Rotbauchwürger, Trauerdrongos, Springböcke und eine kleine Pantherschildkröte „Mata Mata“. Die erste Wasserstelle auf unserem Weg ist Sitzas. Hier entdecken wir Springböcke und Strauße. Bei der Weiterfahrt bekommt unser Auto gleich eine Unterbodenwäsche. Im Park hat die Regensaison zwar etwas später eingesetzt, aber so wie auf manchen Wegen das Wasser steht, hat es z.T. recht heftig geregnet. Das macht sich auch an der Landschaft bemerkbar.
Überall grünt und blüht es und das Gras steht hoch. Von den Farben ist es noch schöner, als ich es mir vorgestellt habe. Rote Sand, blauer Himmel mit weißen Wolken, dazu sattgrüne Bäume und Büsche, gelbblühende Morgensterne und hohes Gras. Während der Fahrt via Craig Lockhart und Urikaruus nach Kamqua sehen wir Riesentrappen, Singhabichte, einen braunen Schlangenadler, 5 Löwen,
Kampfadler, Trauerdrongos, Mahaliweber, Schwalbenschwanzbienenfresser und Gnus. Nach einer kurzen Pause am Picknickplatz bei Kamqua verlassen wir gegen 13 Uhr das Auob-Tal und fahren auf der Kamqua Dünenstraße Richtung Nossob-Tal. Die Straße macht ihrem Namen alle Ehre - es geht immer rauf und runter über die Dünen. Am Wegrand entdecken wir Strauße, Oryx,
Kalahari-Heckensänger, Riesentrappen, Kapturteltauben und Rotbauchwürger. Vorbei an den Wasserlöchern Vaalpan, Morevet und Eland erreichen wir bei Dikbaardskolk die Hauptstraße im Nossob-Tal. Am Picknickplatz Dikbaard machen wir gegen 14:15 Uhr bei 30 °C erst einmal eine kurze Pause.
Vierstreifenmäuse, Steppenlerchen, Springböcke, Singhabichte, Strauße, Red Hartebeester, Oryx, Siedelwebernester, Steinböckchen, Kudus und eine schön gefärbte Kapkobra, die gerade einen Vogel verspeist.
Wir waren so mit 2 jungen Singhabichten beschäftigt, dass uns die Schlange zuerst gar nicht auffiel. Erst als wir weiterfahren wollten fiel uns das Stück Plastik unter dem Baum auf, das sich bei genauerem Hinsehen als Kapkobra entpuppte. Gegen 16 Uhr erreichen wir Nossob. Nachdem uns Irmela hier für den Park angemeldet hat fahren wir weiter. Am Straßenrand warnt ein Schild vor Schildkröten, aber uns läuft keine über den Weg. Dafür entdecken wir auf dem Weg via Cubitje Quap, Kwang, Bedinkt, Langklaas und Kousant nach Polentswa Burchell´s (Riesen-) -Glanzstare,
Riesentrappen, Gnus, Red Hartebeester, Strauße, Girlitze, Oryx, Streifenmäuse und Springböcke. Der Himmel verdunkelt sich wieder und Wind kommt auf.
Die Pad ist voller z.T. recht tiefer Pfützen und die Zufahrt zur Wasserstelle Kousant steht unter Wasser.
Der Wind wird immer heftiger und dann beginnt es zu regnen. Gleichzeitig wird es merklich kühler – das Thermometer zeigt gerade mal noch 19°C. Am Abzweig nach Polentswa geht es nur noch mit Allrad weiter. Bald erreichen wir den Polentswa-Campingplatz, wo wir von der Lodgemanagerin Malebogo erwartet werden. Sie fährt vor uns her und zeigt uns den Weg zu Lodge. An der Ta Shebube Polentswa Lodge angekommen, werden wir vom gesamten Team mit Gesang begrüßt. Wie uns ja schon durch den Mailverkehr bekannt war, ist die Lodge durch einen Orkan vor 3 Wochen schwer beschädigt worden. Der komplette Hauptteil steht nun ohne Dach da und ist dem Regen schutzlos ausgesetzt. Auch ein Zelt und ein Auto wurden dabei zerstört. Von den ganzen Ausmaßen, sieht man jetzt bei Regen und Dunkelheit nicht viel. Nach einem kühlen Saft werden wir zu unserem Zelt gebracht. Die Lodge besteht normalerweise aus 9 Zelten. Diese stehen auf erhöhten Plattformen und unter einem weiteren schützenden Zeltdach, das auch über eine Veranda reicht. Jedes Zelt hat einen Schlaf- und einen Sitzbereich sowie ein eigenes Bad mit einer zum Himmel hin offenen Außendusche. Wir sind die einzigen Gäste und bekommen das etwas größere Familienzelt, das zusätzlich noch ein Sofa als Schlafgelegenheit hat.
Malebogo schildert uns die derzeitige Lage der Lodge. Wie sich herausstellt, ist das Team heute Morgen mit allem Notwendigen aus Rooiputs hier angereist um uns zu bewirten. Bei dem Gespräch wird schnell klar, dass es dem Team eigentlich lieber wäre, wenn wir morgen nach Rooiputs weiterfahren würden. Hinzu kommt noch, dass es die letzten Tage sehr regnerisch war und es dadurch auch Probleme mit der Stromversorgung (Solar) gibt. Nachdem wir uns etwas frisch gemacht haben, werden wir, bei strömendem Regen, zum Abendessen abgeholt. Damit wir einigermaßen trocken bleiben, bekommen wir Regenponchos. Ein Schirm würde bei dem Wind nichts bringen. Eines der Wohnzelte wurde ausgeräumt und dient nun als Restaurant.
Das Abendessen nehmen wir zusammen mit Malebogo ein. Es gibt Kartoffelsuppe, Hühnchen-Curry, Reis, Lammkottelets mit grünen Bohnen und zum Nachtisch Kuchen mit Vanillesoße. Dazu gibt es leckeren Weißwein. Es ist schon eine logistische Glanzleistung, dass das Essen bei dem heftigen Gewitterregen warm an den Tisch kommt. Nach einem längeren Gespräch mit Malebogo kommen wir zu dem Entschluss, schon morgen nach Rooiputs weiter zu fahren. Nachdem die zweite Flasche Wein geleert ist, werden wir zu unserem Zelt gebracht. In der Nacht gewittert und regnet es weiter. Im Bad braucht man noch nicht einmal die Dusche aufzudrehen – durch den starken Wind regnet es herein. Aber das Wohnzelt bleibt zum Glück trocken. In der Nacht hören wir Löwengebrüll und Schakale heulen.
wow, das Bild von der Kapkobra ist ja genial 🤩 🤩 ! Wie nah wart ihr denn da dran 🙄 ? Und was für ein Pech mit Polentswa 😵 ; ich hatte sowas ja schon in Eurem Blog gelesen, aber ich wusste nicht, dass es sooo ungemütlich war mit dem Sturm/Regen noch dazu... Und das wo die Lodge doch so eine tolle Lage/Ausblick haben soll... Den konnten ihr ja dann sicher nicht geniessen... 🙁 Ich hoffe, dass Rooiputs das wieder rausgerissen hat... 😁 !!! LG, Nane 🙂
um die Kobra-Beobachtung beneide ich euch. Grosse Klasse. Und so ein schönes Tier. Der erbeutete Siedelweber scheint auch nicht der Erste gewesen zu sein, sondern da hat´s wohl noch mindestens zwei weitere Vögel erwischt, so wie die Schlange "ausgebeult" ist.
DaxiangThemenstarter5'052 Beiträge · seit 201427. Mai 2015 ·
Huhu Nane, die Kobra lag nur ein paar Meter von der Pad entfernt unter einem Baum.
Das mit Polentswa war wirklich schade – aber wir haben die Fahrt dorthin trotzdem nicht bereut. Das Team hat sich so viel Mühe gegeben und das Beste aus der Situation gemacht. Wenn alles klappt werden wir im nächsten Jahr wieder hinfahren. Ich stelle heute Abend noch ein paar Bilder von Polentswa ein.
Hi Matthias, da wir ja auch zu Hause Schlangen halten, bin immer ganz begeistert, wenn uns unterwegs eine Schlange "über den Weg läuft". Das war wirklich ein Prachtexemplar mit gutem Appetit.
eine kurze Anmerkung zu Eurer Gackeltrappe, die keine ist, sondern eine Weßflügeltrappe (Afrotis afraoides. Beide Arten sind sich sehr ähnlich haben aber klar getrennte Verbreitungsgebiete. Die Gackeltrappe kommt nur in einem kleinen Gebiet in S-Afrika vor: "from Little Namaqualand S to Cape Town, then E to Grahamstown."
Beste Grüße Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
Hallo Konni, das ist ja echt der Hammer, wie grün die Gegend geworden ist seit Ende Februar! Auf eure Zeit in der Polentswa Lodge war ich ja sehr gespannt - und umso mehr bin ich es jetzt auf die Fotos, die du noch angekündigt hast. Sehr schön auf jeden Fall, Malebogo zumindest mal auf dem Foto wiederzusehen, mit ihr hatten wir auch sehr intensive Gespräche.Habt ihr auch den Guide KT kennengelernt? Danke fürs Berichten und viele Grüße Ingrid
richtig, richtig schön, Deine Bilder! Zur Pad kann ich nur sagen: Gut, wenn man zu Hause schon mal in der Waschstraße geübt hat, sieht ja richtig ekelhaft nass aus! LG, Rolf
ich habe eine Frage zu der gelbblühenden "Morgenstern". Diese Pflanze habe ich des öfteren gesehen, es ist aber keineswegs eine Segge, denn Morgenstern ist eine Segge. Ich vermute eher, dass es eine Rosaceae ist, vermutlich zur Gattung Potentilla gehörend. Ich kann aber auch nicht ausschließen, dass es eine Zygophyllaceae ist, und zwar aus der Gattung Tribulus. Meine wenigen Bilder sind leider nicht so ganz aussagekräftig. Man merkt immer erst zu spät, dass man eine falsche Perspektive gewählt hat.
Beste Grüße Michael
Nachtrag: Das kommt davon, wenn man sich im Alter auf seinen Kopf verläßt, statt nochmals zum Buch zu greifen. Die Sache mit der Potentilla können wir knicken, kommt in der südlichen Hemisphäre gar nicht vor. Also bleibt nur Tribulus.
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
Hallo Daxiang, das ist ja ein toller Bericht (bis auf das Wetter!) . Aber die Fotos gleichen das wieder aus! Sehr schöne Farben zeigt ihr uns. Außerdem hat ein dunkler Himmel bei Sonne auch seinen Reiz. 😊 🤩
Wir sind in weniger als zwei Monaten auch auf Bagatelle und lassen uns mal überraschen, ob wir euren Erlebnissen zustimmen können. An der Gepardentour werden wir dort nicht teilnehmen. Nach einigen Tagen im KTP nächtigen wir auf der Kalahari Game Lodge. Für uns ist das erste Mal im KTP, deshalb ist es noch besonders spannend.
Euer Bericht steigert gerade unsere Vorfreude, so dass ich gar nicht mehr zum Schreiben meines aktuellen Berichtes komme. Ich freue mich auf den Fortgang eurer Reise!
DaxiangThemenstarter5'052 Beiträge · seit 201427. Mai 2015 ·
@Biologe
eine kurze Anmerkung zu Eurer Gackeltrappe, die keine ist, sondern eine Weßflügeltrappe
ich habe eine Frage zu der gelbblühenden "Morgenstern". Diese Pflanze habe ich des öfteren gesehen, es ist aber keineswegs eine Segge, denn Morgenstern ist eine Segge.
Hallo Michael, du hast vollkommen Recht – ich weiß, dass das keine ist – aber der Name gefällt mir einfach viel besser. Da die deutschen Namen eh nur Schall und Rauch sind, werde ich sie als Kompromiss ab jetzt „nördliche Gackeltrappe“ nennen. So ist das halt mit den deutschen Namen – den Morgenstern, den ich meine gehört zur Gattung Tribulus (zeyheri).
@franzicke
das ist ja echt der Hammer, wie grün die Gegend geworden ist seit Ende Februar! Auf eure Zeit in der Polentswa Lodge war ich ja sehr gespannt - und umso mehr bin ich es jetzt auf die Fotos, die du noch angekündigt hast. Sehr schön auf jeden Fall, Malebogo zumindest mal auf dem Foto wiederzusehen, mit ihr hatten wir auch sehr intensive Gespräche.Habt ihr auch den Guide KT kennengelernt?
Hallo Ingrid, die Fotos stelle ich heute noch ein! Wir fanden das ganze Team sehr sympathisch. Guide KT haben wir nicht kennen gelernt. In Polentswa war kein Guide da und in Rooiputs hatten wir als Guide KB. Das war recht lustig, denn der Koch hieß KG. Außerdem gab es noch einen anderen Guide und der hieß Chris.
@rolfhorst
richtig, richtig schön, Deine Bilder! Zur Pad kann ich nur sagen: Gut, wenn man zu Hause schon mal in der Waschstraße geübt hat, sieht ja richtig ekelhaft nass aus!
Hallo Rolf, danke für das Kompliment – einen Großteil der Bilder hat Silke gemacht (hat mit dem 100-400er das bessere Objektiv)! Die Nässe hat auch ihre Vorteile – man bekommt keine Staublunge!
@tiggi
das ist ja ein toller Bericht (bis auf das Wetter!) . Aber die Fotos gleichen das wieder aus! Sehr schöne Farben zeigt ihr uns. Außerdem hat ein dunkler Himmel bei Sonne auch seinen Reiz. 😊 🤩 Wir sind in weniger als zwei Monaten auch auf Bagatelle und lassen uns mal überraschen, ob wir euren Erlebnissen zustimmen können. An der Gepardentour werden wir dort nicht teilnehmen. Nach einigen Tagen im KTP nächtigen wir auf der Kalahari Game Lodge. Für uns ist das erste Mal im KTP, deshalb ist es noch besonders spannend.
Hallo Biggi, ich fand das Wetter gar nicht so übel - was ist schon ein Sonnenuntergang ohne Wolken?
DaxiangThemenstarter5'052 Beiträge · seit 201428. Mai 2015 ·
10. April 2015: Polentswa - Rooiputs Am Morgen stehe ich rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf. Es ist stark bewölkt, regnet aber nicht. Ich genieße die tolle Morgenstimmung und schaue mir noch vor dem Frühstück die Anlage an.
Erst jetzt wir das ganze Ausmaß der Schäden sichtbar. Es ist schon ein kleines Wunder, das hier Niemand bei dem Sturm verletzt wurde. Von der Lodge aus kann man auch das Polentswa Wasserloch sehen und wir erkennen Red Hartebeester und Springböcke. Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen ins Auto und fahren um 8:15 Uhr los. Vom Polentswa-Team brauchen wir uns nicht groß zu verabschieden – Malebogo und Co packen auch alles zusammen und fahren ebenfalls nach Rooiputs. Wir verbinden die Fahrt durch das Nossob-Tal nach Rooiputs mit einer Pirschfahrt und klappern dabei die Wasserstellen auf unserem Weg ab. Es ist stark bewölkt und das Thermometer zeigt 19°C an.
DaxiangThemenstarter5'052 Beiträge · seit 201428. Mai 2015 ·
10. April 2015: Polentswa – Rooiputs (Fortsetzung)
Bei der Fahrt via Polentswa, Kousant, Bedinkt, Kwang und Cubitje Quap entdecken wir u.a. Erdschmätzer,
Singhabichte, Red Hartebeester, Gabelracken, Gaukler, Steppenfalken,
Springböcke, Kapkrähen, Rotschnabelenten auf „Flusspad“,
Oryx,
Kronenkiebitze,
Riesentrappen,
Schabrackenschakale
und einen Schwarzbrust-Schlangenadler.
Gegen 10:30 Uhr machen wir eine kurze Pause in Nossob. Auf der Weiterfahrt via Marie se Gat, Kaspersdraai und Cheleka nach Dikbaardskolk sehen wir u.a. Morgensterne (Tribulus zeyheri),
Riesentrappen, Kronenkiebitze, Red Hartebeester,
Oryx,
Singhabichte, Strauße, viele Springböcke und Gnus.
Am Picknickplatz Dikbaardskolk machen wir eine kurze Pause.
Ich mach jetzt auch eine Pause – Fortsetzung folgt!
DaxiangThemenstarter5'052 Beiträge · seit 201431. Mai 2015 ·
10. April 2015: Polentswa – Rooiputs (Fortsetzung) Nach einer kurzen Pause geht es bei mittlerweile 24°C weiter. Durch „Neuland“ fahren wir via Kameelsleep, Jan se Draai, Kransbrak, Gunong, Melkvlei und Kij Kij zur Rooiputs Lodge. Unterwegs entdecken wir Oryx,
Strauße,
einen jungen Schwarzbrustschlangenadler,
Red Hartebeester, eine große Pantherschildkröte „Kij Kij“, Lannerfalken, Riesentrappen,
ein African Jacana – mit dem ich hier gar nicht gerechnet hatte,
DaxiangThemenstarter5'052 Beiträge · seit 201401. Juni 2015 ·
10. April 2015: Polentswa – Rooiputs (Fortsetzung) Und als Highlight des Tages, auf halber Strecke zwischen Kij Kij und der Zufahrt zur Rooiputs Lodge, einen Geparden.
Wie wir später auf Nachfrage bei Matthew Schurch vom Kgalagadi Leopard Project erfahren, handelt es sich bei dem Tier um Ekon (*Juni 2012). Wir beobachten das vollgefressene Männchen eine ganze Weile an seinem Springbockkill. Auf einmal kommt ein vollbesetztes Auto mit Anhänger angefahren und die Insassen winken uns zu. Es sind Malebogo und ihr Team, die ja ebenfalls auf dem Weg nach Rooiputs sind.
Wir fahren auch weiter und erreichen gegen 17 Uhr die Ta Shebube Rooiputs Lodge,
wo wir von Manager Martin und Malebogo mit einem kühlen Saft begrüßt werden. Nach einem kurzen Briefing werden wir zu unserem Chalet (Nr. 6) gebracht.
Die Lodge verfügt über neun Chalets. Jedes Chalet steht auf einem großen Holzdeck und besteht aus Holz, Ried, Zeltstoff und Glas. Das Bad verfügt über eine Außendusche. Die einzelnen Chalets sind über einen Holzsteg mit dem Hauptgebäude verbunden. Hier befinden sich eine geräumige Lounge, eine Bar und der Speiseraum. Solar- und Gasenergie werden in Kombination verwendet. Steckdosen in den Chalets können zum Aufladen von Akkus und Laptops, etc. genutzt werden.
Nach einem Gin Tonic gehen wir zum Abendessen. Nach und nach trudeln auch die anderen Gäste (ein älteres Paar aus Botswana, ein Paar das zurzeit in Dubai lebt und arbeitet, sowie der Luxemburger Emil Antony) ein. Wir sitzen alle zusammen an einer langen Tafel und erhalten Gesellschaft vom Manager Martin. Zum Essen gibt es Lauchcremesuppe, Stew mit Polenta und zum Nachtisch Panna Cotta mit Guave. Wie auch in Polentswa sind die Getränke beim Essen im Preis enthalten. Nach dem Essen bekommen wir noch eine Gesangs- und Tanzeinlage vom Rooiputs-Team. Martin erzählt vom Besuch einer Löwenfamilie in der Lodge. Die Jungtiere waren ganz angetan von den Solarleuchten und haben damit gespielt. Auf der Facebook Seite von Ta Shebube gibt es davon sogar ein paar Fotos.
Der Luxemburger ist zuerst gar nicht redselig, taut aber auf nachdem ihm Irmela mal etwas auf den Zahn gefühlt hat. Wie sich herausstellt ist er ein Kunstmaler, der durch ganz Afrika reist und sich dort Anregungen für seine Bilder holt. Der Abend vergeht wie im Fluge und nach ein paar Gläschen Wein, holt Emil sein Reisetagebuch mit tollen Skizzen. Emil Antony
einen African Jacana haben wir auch noch nie im KTP gesehen 😮 ,
...aber die Enten auf der Pad 🤩
da bin ich echt sprachlos.
Liebe Grüße
Susi
PS: Schön übrigens, dass man noch einmal einen Einblick bekommt, wie die neuen Lodges auf der Botswanaseite aussehen. Wir persönlich ziehen ja die Selfcatering Unterkünfte vor und werden wohl nie in den Lodges übernachten, aber so hat man sie mal gesehen.
DaxiangThemenstarter5'052 Beiträge · seit 201402. Juni 2015 ·
Hallo Susi,
ich habe dem Manager von der Rooiputs Lodge von unserer Jacana-Sichtung erzählt und der war gar nicht überrascht - er hatte schon welche in der Nähe der Lodge gesehen.
DaxiangThemenstarter5'052 Beiträge · seit 201403. Juni 2015 ·
11. April 2015: Rooiputs In der Nacht gibt es wieder ein heftiges Gewitter mit Regen und in der Nähe brüllt lautstark ein Löwe. Die Nacht ist kurz - um 6 Uhr werden wir geweckt und nach Kaffee und Muffins starten wir um 7 Uhr mit Guide KB zu einer Pirschfahrt. Bei der Rooiputs Wasserstelle beobachten wir neben einem Raubadler und vielen Springböcken, auch eine Löwin.
Diese läuft demonstrativ langsam an den sehr aufmerksamen Springböcken vorbei und überquert dann die Pad. Bei der Weiterfahrt entdecken wir Maricoschnäpper, Trauerdrongos, Rotschulterglanzstare, Rotbauchwürger, Gnus, Singhabichte, Meisensänger, Siedelweber und Schnurrbärtchen. Am Wasserloch Leeuwdril lässt sich außer ein paar Webervögeln und Vierstreifenmäusen kein Tier blicken.
Wir drehen um und setzen unserer Pirschfahrt in Richtung Melkvlei fort. Dabei sehen wir u.a. Erdmännchen,
Turmfalken, Singhabichte, Gelbbauchgirlitze, Strauße, Lannerfalken und Schwalbenschwanzbienenfresser.
Wir suchen die Gegend ab, wo wir gestern den Gepard entdeckt hatten, aber die Suche bleibt erfolglos. Am Picknickplatz Melkvlei machen wir eine kurze Kaffeepause. Bei der Rückfahrt sehen wir außer den üblichen Verdächtigen
auch noch Erdschmätzer, Steppenfalken und als Highlight eine Gepardenmutter mit ihren 4 Jungen.