Unsere Pad war soweit ok. - Aber die Milchstraße,

111 Antworten · 19,0k Aufrufe · gestartet 17. Apr. 2015 von rolfhorst
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Themenstarter538 Beiträge · seit 201214. Mai 2015 ·
27. März
Reinhold 😉 , der ultimative XXL-Typ, mit seinem unverwechselbaren Charakterkopf und Body Maß Index um die 900, lässt sich leider nur selten sehen. Ein angeknacktes Selbstbewusstsein scheidet als Grund sicher aus. Nein, „Ceratotherium simum“ ist schlicht rar geworden und vermag sich trotz beachtlicher Leibesfülle gut zu verstecken.
Allerdings hörten wir: „Okambara Elephant Lodge“, sei ein guter Ort, um das Ceratotherium, das Breitmaulnashorn zu finden. Hier der Link: http://okambara.de/lodge-gastefarm/

Die Gästefarm liegt rd. 100 km östlich von Windhoek. Man nimmt die gut ausgebaute B6 Richtung Gobabis und zweigt dann auf die Pad 1806. Auch sie ist gut befahrbar. Irgendwann, das t4a zeigte noch 18 km Entfernung an, sieht man rechterhand eine Farm, in knapp 1km Entfernung. Dazu eine recht unauffällige Holztafel „Okambara“.
Hier liegen Sie richtig! – Das Farmgelände muss über einige Kilometer passiert werden. Wir wären fast vorbei gefahren, ins Nichts! - Denn t4a zeigt an dieser Stelle eine Mistweisung. 😠
In der Regenzeit ist eventuell eine gewisse Watfähigkeit des Autos gefragt, aber mit 4X4 kommt man schon irgendwie durch die Pampe.

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Das Hauptgebäude der Farm Okambara überrascht mit seiner eigenwilligen Architektur. Ohne den schönen Garten, in seiner Funktion als Architektentrost, hätte man sowohl in der A-, als auch in der B-Note eher „kurz“ gezogen. Die zweite Überraschung: Das Haus war ausgebucht, es schien, als habe uns die junge Rezeptionistin vergessen? –So verzichteten wir nolens volens auf den Pool und fuhren samt eigener Köchin, und begleitet von zwei Scouts, ins 15 km entfernte Bush Camp. Mitten in der Wildnis, einfach wunderschön!
Dies ist Christa, unsere Köchin
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Schon auf der Fahrt ins Bush Camp fiel uns der enorme Tierreichtum auf: Eine „Hundertschaft“ Elands, Steppen Zebras, Berg Zebras, Weißschwanz Gnu, Streifen Gnu, Kuhantilopen, Kudus… einfach toll.

Die strohgedeckten Rondavells verströmen nicht den Duft von Luxus, aber sie sind behaglich und passen. Die Nasszelle, mit Spül-Toilette und Dusche kalt/warm, würde Herrn Müller Lüdenscheid wohl auch genügen.

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Moni, Thaddäus unser Scout
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Die Mahlzeiten – dies fanden wir sehr schön- werden gemeinsam eingenommen. Köchin, Scouts und Gäste sitzen an e i n e m Tisch. Für uns eine Chance, Namibias Probleme auch einmal aus der Sicht der Schwarzen kennenzulernen.
Themenstarter538 Beiträge · seit 201214. Mai 2015 ·
28. März
Gleich nach dem Frühstück fahren wir mit Scout „Thaddäus“ hinaus ins Gelände, er will uns Rhinos, und die Elefanten zeigen. Seine Augenfunkeln geradezu, ständig zeigt er mit dem Finger ins Gelände, sucht mit dem Glas das verbuschte Gelände ab. Da! "Reinhold" voraus, ein Nashorn – nein zwei – nein drei, sie führen ein Junges!
Thaddäus stoppt sein Fahrzeug, wir beobachten die Tiere. Ganz ruhig zupfen sie ihr Futter, fühlen sich augenscheinlich nicht gestört. Hey Thaddäus, Would you mind, we could get a bit closer? – Er nickt, schleicht den Toyota zwischen brutalsten Dornbüschen hindurch, l a n g s a m näher.
Ein riesen Bulle, eine Nashornkuh und ein gut einjähriges Kalb – Wahnsinn! –Kurze Pause, und Thaddäus schleicht noch ein Stückchen näher, jetzt sind wir nur noch etwa 40m von den Tieren entfernt. Näher geht nicht, Kuh und Kalb wandern ab, der Bulle kratzt mit den Hinterfüßen und fixiert uns:“ Nehmt euch bloß in Acht, gleich schrott‘ ich eure Kiste“, soll das wohl heißen?

Wir lassen ihn in Ruhe, es war großartig und auch genug. Im Verlauf des Morgens sahen wir übrigens noch weitere Rhinos, Jungtiere, die bereits selbständig, getrennt von der Mutter, laufen. Natürlich gibt’s davon Bilder, aber ich will es an dieser Stelle genug sein lassen.

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Soviel für den Augenblick, viele Grüße,
Rolf
Themenstarter538 Beiträge · seit 201217. Mai 2015 ·
28. März (Okambara)

...das weitläufige Gelände mit hohen Büschen, durchaus etwas bergig, ist für uns absolut unübersichtlich. In kürzester Zeit hätte ich jede Orientierung verloren. Aber für Thaddäus ist es natürlich seine „Westentasche“. Wir fahren mehrere Wasserlöcher an, sehen auch Antilopen und Giraffen, aber die gesuchten weiteren Dickhäuter sehen wir nicht. Da, plötzlich rechts der Fahrspur, entdeckt Moni die Herde. Mann, wie sehen die denn aus, heute im Himba Look? - Absolut rothäutig.

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Wir zählen sieben Tiere, eigentlich müssten es neun sein? – Thaddäus steigt auf den Vorderreifen um bessere Sicht zu gewinnen. –Sakra, schon kommt ein einzelner Bulle, Nummer acht, von der gegenüberliegenden Seite auf uns zu, wie aus dem Nichts, aber sichtlich schlecht gelaunt. Er trompetet, wedelt mit den Ohren - oound Aktschn!

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Thaddäus springt ins Fahrzeug, rammt den Rückwärtsgang rein und gibt den Klügeren. Es nutzt nichts, jetzt kommt noch ein zweiter Karwenzmann trompetend auf uns zu. Es wird ein bisschen ungemütlich, zumal hinter unserem Auto zwei tiefe Schlammlöcher die Situation erschweren.
Bloß nicht steckenbleiben – Thaddäus wirkt durchaus angespannt, aber er zieht die Karre durch den Schlamm. – Nutzt nichts, die beiden Elefanten geben nicht auf!
Sie drängen uns an die hundert Meter zurück, bis sie sich endlich in die Büsche schlagen- puh!

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Themenstarter538 Beiträge · seit 201217. Mai 2015 ·
Eigentlich seltsam, dieses Verhalten, die Elefanten sollten das Auto doch kennen! War das jetzt Imponiergehabe - oder hätte es ungemütlich werden können? – Thaddäus weiß es auch nicht so recht, tippt auf Scheinangriff - aber ein andermal war’s auch schon schief gegangen. Eine tolle Show war’s auf jeden Fall!

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Nach kurzer Mittagsrast sollte es nun ins Haupthaus gehen: „Raubtierfütterung“. Es gibt dort eine Leopardin mit dem atemberaubenden Namen „Lulu“ – wie kann man nur! Außerdem ein Gepard, und Karakals.
Okambara Lodge
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Inzwischen waren auch neue Gäste eingetroffen, unter anderem mit Benz ML und Porsche Cheyenne, der aussah wie eine frisch gesuhlte Wildsau.
Aber es sollte erst so richtig losgehen: Wir saßen gerade wieder auf dem Bock, hatten Fleisch und eine neue Köchin gebunkert, fing es binnen Minuten derartig brutal an zu schiffen (pardon), wie wir es selten erlebt hatten. In Minutenschnelle nass bis tief in die Knochen und durchgefroren bis in den präkomatösen Zustand – brutal!
Wer mal „Tanz der Vampire“ gesehen hat – und dort „Joini“, der hat eine Vorstellung davon, wie ich vom Auto gehoben wurde. 🤩

Dinner? – Nein danke, die vorletzte Nacht in Namibia wird uns unvergesslich bleiben – und die letzte Gelegenheit auf Milchstraße? Mir in diesem Moment „egal“ (im Komparativ!).

Und der nächste Morgen? - Scheißfreundlich, mit Verlaub.
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Resumé: Alles in Allem eine unglaublich schöne Reise, keinerlei Probleme, nicht mal einen Platten!
Wir kommen gerne wieder – schon der Milchstraße wegen!


Damit machen wir uns mit unseren Erlebnissen vom Acker, schaffen Platz für Andere.Allen Mitreisenden sagen wir vielen Dank, und so long!

LG.
Moni & Rolf
133 Beiträge · seit 201520. Mai 2015 ·
Auch von mir ein großes Dankeschön für diesen tollen Bericht.
Für mich waren ja viele Tipps dabei. Schade, dass schon Schluss ist. Aber da die Milchstraße diesmal nicht so kooperativ war, gibt es bestimmt ein nächstes Mal 🙂 .



Liebe Grüße

JuRo
354 Beiträge · seit 201425. Mai 2015 ·
Hallo Rolf,

ich war schon seit Ewigkeiten nicht mehr hier. Inzwischen haben wir unsere diesjährige Namibia-Reise auch hinter uns. Wir sind seit 5 Tagen zurück und ich erinnerte mich, dass ihr ja vor uns nach Namibia wolltet.
Gibt es da etwa einen Bericht? Siehe da, ich würde fündig.

Ein großes Lob dem Schreiber; der Bericht ist so kurzweilig und unterhaltsam, dass ich ihn in einem Rutsch gelesen habe. Das ist der Vorteil der Späteinsteiger, man muss nicht auf Fortsetzung warten. 🙂

Die Fotos sind klasse, insbesondere der Löwe, der mich etwas über die fehlenden Bilder der Milchstraße hinweg tröstet. 😉 🙂 🙂

Liebe Grüße
Anne
www.pleuro.de Namibia 2014...die mit den Wolken reisen. Eine Hommage an Namibia - Unsere Reise in Bildern (2015) Namibia in Wolken - eine Bilderreise (2017)
zuletzt bearbeitet 25. Mai 2015
1'525 Beiträge · seit 201125. Mai 2015 ·
@ Moni und Rolf....


.....vielen Dank fürs Mitnehmen auf Eurer Reise....... 🙂 🙂 🙂 .


BMW
264 Beiträge · seit 200826. Mai 2015 ·
Hallo Moni und Rolf,

seit gestern zurück aus Namibia, hat mich Euer Bericht total begeistert, vor unserer Reise bereits angefangen zu lesen und jetzt in einem Rutsch fertig gelesen...
Sehr kurzweiliger und unterhaltsamer Reisebericht, schade das Euere Reise schon zu Ende
Vielen Dank für das mitnehmen.........

Inka
Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest. Tu sie jetzt. Paulo Coelho ------------------------------------------------------ Unsere Fern-Reisen im Laufe der Zeit Thailand von Nord nach Süd, Bali, Philppinen, Malaysia, Singapur, Mexico, USA-Florida, Indien, 4x Namibia.
1'674 Beiträge · seit 201226. Mai 2015 ·
Hallo Rolf,

Seit gestern sind wir nun auch wieder aus Afrika zurück.
Den Rest deines Berichtes habe ich nun in einem Rutsch nachgelesen.

Leider habe auch ich dir keine Milchstraße mitgebracht.
Doch habe ich diese in deinem Bericht auch nicht vermisst. 😉

Dein dir eigener, kurzweiliger Schreibstil und die fantastischen Bilder haben mich sofort wieder in den Bann des Südens gezogen. 😄
Großes Lob an den Schreiber und den Fotografen.

Vielen Dank dass du uns an deiner Reise hast teilnehmen lassen.

Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
8 Beiträge · seit 201506. Nov. 2015 ·
Hallo Rolf,
ich habe deinen ganzen Bericht heute verschlungen, und er ist mir gut bekommen.
Superschöne Bilder und Erlebnisse mit einer tollen, lustigen Schreibart.
Meine Favoritenbilder sind auch die Löwen. Hoffe auch auf so ein Glück. Waren in diesem März 5 Tage im Etoscha und haben doch tatsächlich auf der letzten Fahrt am letzten Tag noch einen Löwen gesehen. Auch der hatte alles gegeben sich zu verstecken, aber meinem wachsamen Auge ist er nicht entgangen.

Wir sind auch gerade am planen, was heißt planen, die Flüge und das selbe Auto sind gebucht. Haben uns sehr über einige Detailfotos und Erklärungen des Autos gefreut. Noch 107 Tage dann gehts in Namibias Süden und KTP..dank deines Berichts ist die Vorfreude auf ein vielfaches angestiegen und kaum noch auszuhalten.
Also vielen Dank dafür...und die vielen tollen Bilder und Erfahrungen aus denen man ja doch einiges mehr mitnimmt,wenn man gerade am Überlegen ist ob nicht diese oder jene Unterkunft besser passt.

Liebe Grüße Silva...( ich bin das Anhängsel von Rainer) 😛
http://www.quick-ticker.de