ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201410. Apr. 2015 ·
Samstag, 21.02.2015 / Sesriem - Sossusvlei
Unser Wecker klingelt sehr früh - es ist 4.30 Uhr.
An der Rezeption holen wir rasch unsere bestellten Frühstückspakete ab und laufen das kurze Stück zum Auto. Es ist noch stockdunkel.
Es sind gute 60 KM einfache Fahrt bis ins Dünental. Wir tasten uns relativ vorsichtig durch die Dunkelheit auf der Straße voran.
Während der ganzen Fahrt begegnet uns kein weiteres Auto. Es dämmert schon leicht, als wir den 2x4 Parkplatz erreichen.
Noch sind wir unentschieden, ob wir tatsächlich die letzten 5 Km durch den Tiefsand bis ins Sossusvlei wagen sollen. Hier gibt es die Möglichkeit auf einen Shuttle aufzuspringen. 😕
Wir überlegen noch einmal kurz, entscheiden dann aber doch selbst zu fahren. Schnell Luft aus den Reifen und los geht’s. 🤩
Und tatsächlich ist das gar nicht so schwer – zumindest solange niemand entgegenkommt.
Im Dünental stehen auf dem Parkplatz nur 4 weitere Autos. Deren Insassen haben es sich schon hoch oben auf der Düne bequem gemacht.
Jetzt aber nix wie los - schließlich sind wir ja wegen des Farbenspiels der Dünen im Licht der aufgehenden Sonne hier.
Die Aufstieg auf den Big Daddy starten wir zunächst etwas ungeschickt – schnell stellen wir fest, am Kamm der Düne läuft es sich besser!
Rechtzeitig zum Sonnenaufgang haben wir es auch für ein gutes Stück geschafft – bis ganz oben werden wir aber definitiv nicht weiter gehen. Das ist schon brutal anstrengend.
Wir genießen dieses wirklich traumhafte Schauspiel von Licht und Schatten in dieser endlosen Weite in vollen Zügen.
Die Sonne geht auf:
Hier oben kann man es gut aushalten und hat eine grandiose Kulisse:
So langsam machen wir uns auf den Weg hinunter ins Deadvlei, schließlich wollen wir auch dort noch vor dem großen Ansturm die Ruhe nutzen:
Die Düne hinunter geht es natürlich viel einfacher. 😉
Ein junger Asiate, der mit einem Fahrzeug des NWR nach uns angekommen ist, spricht uns an und fragt, ob wir ihn später mit zur Düne 45 mitnehmen können. Klar – kein Problem! Wir wollen uns dann später am Auto treffen.
Wir wandern eine ganze Weile durch das Deadvlei. Noch sind nur eine Handvoll Besucher unterwegs.
Langsam aber sicher trudeln diejenigen ein, die erst nach Sonnenaufgang das Gate passieren durften.
Man kann sich von dieser unwirklichen Umgebung gar nicht losreißen:
Nun treffen wir unseren Mitfahrer wieder, der übrigens aus Japan kommt und schon seit einem halben Jahr durch ganz Afrika reist. Ein netter junger Mann, der mein Angebot von Speis und Trank dankend annimmt.
Wir wollen nun langsam Richtung Düne 45 aufbrechen.
Die Fahrt durch den Tiefsand zurück gestaltet sich recht spannend - die leicht unkontrolliert erscheinenden Driftbewegungen von zwei uns entgegenkommenden Fahrzeuge, lassen uns kurz den Atem stocken – aber es geht alles gut! 😄
Wir kommen schließlich für einen kurzen Stop sicher an der Düne 45 an. Hochkraxeln wollen wir nicht mehr – es ist schon wieder ziemlich heiß.
Unseren Fahrgast setzen wir natürlich nicht an der Düne 45 ab und lassen ihn dort stehen, wir fahren ihn selbstverständlich bis zur Campsite.
Obwohl die Hitze schon recht unangenehm wird, beschließen wir doch jetzt schon in den Sesriem Canyon hinabzusteigen. Der Zugang zum Canyon liegt direkt auf dem Weg zur Lodge und am Nachmittag wollen wir uns dann etwas ausruhen. Wir sind ja schließlich sehr früh aufgestanden.
Wir laufen im Canyon einmal in jede Richtung – dort unten ist so gut wie kein Mensch und die Felsen spenden angenehmen Schatten.
Zurück in der Lodge wird unser Plan des Ausruhens sowohl durch die Hitze als auch der Ankunft einer chinesischen Reisegruppe zunichte gemacht. 😈 😈
Die Hitze treibt uns im Minutentakt in die kalte Dusche und die chinesischen Gäste, die mit ihren Kleinkindern die beiden Hütten direkt neben uns beziehen unterhalten sich schreiend über unsere Hütte hinweg. 🤢
Auch heute Abend nehmen wir das Abendessen auf der Veranda der Lodge ein. Wir genießen unseren Gin Tonic und den Sonnenuntergang.
Am heutigen Abend ist es während des Essens glücklicherweise auch angenehm ruhig und das Essen ist sehr lecker - es gibt Schweinelendchen mit Polenta und Gemüse.
Der Schakal trifft pünktlich zur Essenszeit auch wieder ein. Nur gibt es heute keine Leckereien für ihn.
Wir gehen relativ früh zu Bett, da wir ziemlich kaputt sind und morgen wieder eine längere Strecke vor uns haben.
Unsere Reise geht weiter nach Klein-Aus und wir wollen natürlich die D707 fahren.
Die Bilder von den Sanddünen sind wunderschön. Diese Gegend darf dann bei unserer Namibia Tour auch nicht fehlen. 😉
Liebe Grüsse Fabienne
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201412. Apr. 2015 ·
Sonntag, 22.02.2015 / Sossus Dune Lodge – Klein Aus Vista
Es heißt wieder einmal Koffer packen, heute geht es noch weiter Richtung Süden. Wir frühstücken gemütlich auf der Veranda der Lodge und genießen noch einmal den Blick Richtung Dünen.
Nachdem das Auto beladen und getankt ist folgen weiter der C 27 Richtung Süden. Und schon bald treffen wir auf das Wappentier Namibias:
Die Fahrt führt uns ein Stück durch das Namib Rand Nature Reserve, eines der größten privaten Naturschutzgebiete in Afrika, in dem auch die Lodges von Wolwedans liegen.
Und wieder begegnet uns ein einsamer Oryx:
Hinter Betta biegen wir auf die D707, die ja zu einer der landschaftlich schönsten Strecken Namibias zählen soll. Wir sind schon sehr gespannt....
Schon bald treffen wir wieder auf eine Oryxherde:
Dieser hier hat es sehr eilig:
Tatsächlich ist die Landschaft hier beeindruckend, allerdings ist es auch heute irgendwie diesig und man hat das Gefühl in der Luft schwirren winzige Staubteilchen.
Die D707 fahren wir gut 100 km und sie beeindruckt durch ständig wechselnde Ausblicke.
Erste Köcherbäume sind auf den Bergkämmen zu sehen:
Manchmal steinig und karg, dann wieder rot und sandig und manchmal tauchen auch ein paar Pflänzchen in der roten Erde auf und immer wieder zerklüftete Berge.
Es wird uns wirklich nicht langweilig:
Wir verlassen die D707 und nehmen die C13 Richtung Aus und dann weiter die B4 Richtung Lüderitz.
Wir kommen schon recht früh in Klein Aus Vista an. Man könnte fast meinen, wir sind im Wilden Westen.
Wir parken vor dem Hauptgebäude vom Desert Horse Inn und werden recht freundlich empfangen, bekommen einen Flyer mit der Wegbeschreibung zu unserem Chalet und ein Begrüßungsgetränk.
Wir wollen uns auch gleich für den „Scenic Sunset' -Drive anmelden, doch leider ist der (wohl einzige) Guide in Urlaub und somit kein Drive möglich. 🤨
Mann oh Mann, mit den von den Lodges angebotenen Aktivitäten haben wir irgendwie kein Glück 🤢 🤢 .
Mit der Frage, ob wir das Abendessen im Haupthaus einnehmen wollen oder lieber ein Braai-Paket mit zum Chalet nehmen wollen, sind wir erst mal überfordert - wir besprechen das bei einem Kaffee auf der schönen Terrasse mit Blick auf den gerade neu fertiggestellten Poolbereich.
Wir entscheiden uns letztendlich für das Braai-Paket - jetzt erfahren wir aber, dass wir darauf ca. eine Stunde warten müssen 😐 .
Da wir ein Nest-Chalet gebucht haben und diese Chalets eine ziemliche Fahrstrecke vom Haupthaus entfernt liegen (ca. 15 Autominuten) lohnt es daher nicht, das Chalet jetzt sofort zu beziehen.
Die doch recht große Entfernung zum Haupthaus hat auch unsere Entscheidung für das Braaipaket maßgeblich beeinflusst – Für das Dinner im Hauptgebäude muss man abends zum Zeitpunkt des Sonnenuntergangs losfahren und die gleiche Strecke dann natürlich in der Dunkelheit wieder zurück.
Die Chancen stehen im Moment zu dieser Uhrzeit wohl recht gut, die Wildpferde bei Garub zu sehen und wir beschließen, schon heute zur Wasserstelle zu fahren, um so auch die Wartezeit zu überbrücken. Es ist nur ein kleines Stück die B4 runter Richtung Lüderitz, direkt am Straßenrand.
An der Wasserstelle angekommen - wir sind die einzigen Besucher - sehen wir tatsächlich eine kleine Gruppe von Wildpferden, zu denen sich ein einzelner Oryx gesellt hat.
Auch der Oryx stillt seinen Durst:
Die kleine Gruppe zieht sich langsam wieder zurück in die Wüste:
In der Ferne kommt ein Hengst recht stürmisch angaloppiert:
Er zieht kurz die Notbremse -
um dann seinen Durst zu stillen:
Nachdem alle Pferde wieder verschwunden sind, fahren wir zurück, um unser Braaipaket in Empfang zu nehmen und sind jetzt wirklich gespannt auf unser Chalet 🙂
Vollgepackt mit Töpfen, Schüsseln, Holz und Anzündern für den Grill brechen wir auf Richtung Chalet. Der Weg führt uns zunächst parallel zur Eisenbahnstrecke in Richtung der „Rocks“.
Wir fahren ziemlich genau 15 Minuten die Sandpiste entlang und bald entdecken wir die Auffahrt zu unserem Chalet - eng und steil, aber machbar:
Hier schmiegen sich 8 Chalets an einen Berghang. Die Chalets sind aus Naturstein zwischen mächtige Granitfelsen gebaut und mit Bad, Kochnische, Kamin und Aussichtsveranda urig und geschmackvoll ausgestattet. Wir haben das Chalet „The Rock“ und hier ist der Name Programm:
Wie froh sind wir, dass wir nicht nochmal zum Haupthaus fahren müssen! Die Lage der Chalets ist einzigartig. Einsamkeit, Weite, Stille und ein traumhafter Ausblick!
Echsenbesuch:
Und ein gefiederter Freund:
Während ich es mir auf der Veranda gemütlich gemacht habe, taucht keine 5 Meter neben mir in der Abenddämmerung ein riesiger Kudu-Bock auf - und ich war wieder mal zu langsam mit der Kamera 🤢
Unsere Nachbarn:
Der Grill ist mittlerweile auch schon startklar:
Ein leckeres Bier darf auch nicht fehlen:
Obwohl die Weinauswahl auch ganz ansprechend ist.
Die Vorspeisenplatte, der Salat und die Ofenkartoffeln sind fix und fertig vorbereitet, sogar der Tisch ist bei unserer Ankunft bereits gedeckt.
Die Beilagen und der Nachtisch sind super lecker und auch ohne Fleisch schon ausreichend. Das ist auch gut so, denn leider sind wir mit der Qualität des Fleischs nicht wirklich zufrieden – aber wir werden auch gut von den leckeren Beilagen und dem Nachtisch satt.
Wir verbringen den heutigen Abend auf unserer Veranda in der Stille und Einsamkeit und genießen den Sonnenuntergang:
Nachdem die Sonne untergegangen ist, bewundern wir noch eine ganze Weile den Sternenhimmel.
Morgen müssen wir leider schon wieder weiter - Auch hier wären wir gerne noch eine weitere Nacht geblieben, dann wäre auch noch Zeit für einen Abstecher nach Lüderitz und Kolmanskop geblieben.
Aber wir kommen ja irgendwann wieder und für die nächsten beiden Tage erwartet uns schon das nächste Highlight - der Fish River Canyon!
Danke für euren tollen Bericht, schwelge in Erinnerungen ... :o) Das Bild vom Windhoek Lager grenzt schon leicht an Folter ... ;o)
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201415. Apr. 2015 ·
🙂 Danke Dir Petra für das Lob. Ich versuche am Wochenende den Bericht fortzusetzen. Es geht ja weiter mit der Fish River Lodge und einem Tagesausflug hinab in den Canyon zum Fish River - das war ein wirkliches Highlight unserer Reise 😎
ich bin natürlich auch weiter mit dabei; toller Bericht 😁 !! In Klein Aus Vista, in der Fish River Lodge und in Bagatelle werden wir im September sein, das ist es natürlich immer spannend Erfahrungen von dort zu lesen.... 😉 Bin gespannt auf Euren Tagesausflug in den Canyon; wie überlegen nämlich auch, ob wir den mitmachen 😎 . Die Sossus Dune Lodge kenne ich von unserem ersten Urlaub in Namibia; für mich war eigentlich auch die Lage im Park das beste Argument dafür. Vom Service und dem Essen waren wir alles andere als begeistert... 😵 Würde nächstes Mal die Sossusvlei Lodge nehmen... Bin neugierig, wie es zu Eurem Aufenthalt in Goche Ganas kam; das war damals unsere allererste Unterkunft im südlichen Afrika und ich habe mich sofort in das Land verliebt.... Freu mich auf die Fortsetzung !
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201415. Apr. 2015 ·
😄 Liebe Nane, schön, dass Du weiter dabei bist! Ich verrate dann auch mal nicht zuviel, denn GocheGanas war überhaupt nicht geplant. Ich schaffe es leider nicht die Bilder für den nächsten Teil zu sichten, aber ich beeile mich, damit es spätestens am Samstag weiter geht.... Liebe Grüße Sabine
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201417. Apr. 2015 ·
Montag, 23.02.2015 / Klein Aus Vista – Fish River Canyon
(Für alle, die schon auf die Fortsetzung, insbesondere die Canyon Tour warten: Es geht endlich weiter!)
Leider müssen wir heute schon wieder auf Pad – hier hätten wir es gut länger ausgehalten. Aber wir wollen ja noch ein ganzes Stück weiter hinunter in den Süden. Das ist dann der Preis, wenn mal so viel auf einmal machen möchte 😕 .
Bevor wir unser „ Nest“ verlassen und zum Frühstück ins Desert Horse Inn fahren mache ich noch ein paar Fotos von den Häuschen am Berg und der Umgebung:
Unser heutiges Ziel - der Fish River Canyon! Wir sind schon richtig gespannt und voller Vorfreude 🤩 !
Aber vorher müssen wir nochmal Benzin auffüllen - die nächsten Tage werden wir keine Tankstelle mehr sehen. Also fahren wir nach Aus an dieser äußerst kreativ gestaltete Tankstelle:
Und eine hübsche Kirche gibt es auch:
Wir wollen die landschaftlich schönere Strecke fahren und nehmen zunächst die C13 nach Rosh Pina, dies ist eine gut ausgebaute Teerstraße und man kommt zügig voran. Die Landschaft wird zunehmend karger und manche Bergstrukturen geben schon einen ersten Hinweis darauf, dass wir uns dem „Canyon-Land“ nähern:
Noch eine kurze Pause bevor wir in die Wildniss fahren:
Bei Witpütz biegen wir ab auf die D 463. Die Wahl für diese Strecke entpuppt sich für uns als eine sehr gute Entscheidung und sie gefällt uns noch besser als die D707! 😄
Die D 463 schlängelt sich entlang des Arimas Flußbetts, welches man auch immer wieder quert. Hier sieht man auch recht viel Grün:
Einige Farmgatter wollen geöffnet und geschlossen werden - die nächsten 134 KM begegnet uns kein einziges Auto 😎 !
Wir sehen in dieser kargen Umgebung doch erstaunlich häufig Bergzebras, Strauße, Oryx und auch Baboons.
Diese Bergzebra-Familie war ausnahmsweise nicht wirklich scheu:
Kreuzt sogar unseren Weg:
Nach einer wirklich schönen Fahrt passieren wir noch eine Farm mitten im Nirgenwo und irgendwann taucht dann endlich die Einfahrt zur Fish River Lodge auf:
Der Weg zur Lodge sieht nicht nur so aus – er ist schon eine kleine Herausforderung 😮 😮 .
Ab diesem einspurigen Weg (19 KM) brauchen wir nochmals gute 50 Minuten!! 🤩 bis zur Lodge.
Die Strecke ist richtig holprig und, wie wir meinen, eigentlich nur mit einem 4x4 machbar.
Kurz vor unserem Ziel, passieren wir den privaten Landingstrip der Lodge – dieser kann für Fly-in-Safaris genutzt werden. Überwiegend wird die Landebahn für die Lebensmittelbeschaffung zur Versorgung der Lodge benötigt.
Oben angekommen entdecken wir tatsächlich einen „normalen“ PKW, der es irgendwie hier hoch geschafft hat. Den Fahrer lernen wir später noch kennen, er meinte es hätte keine Probleme gegeben – Aha?! 😮 .
Auf dem Parkplatz empfängt uns eine freundliche Mitarbeiterin der Lodge. Wir bekommen eine umfangreiche Einweisung in die Angebote und Besonderheiten der Lodge und wir geben schon mal unseren Voucher für die Tagestour morgen ab.
Hier oben pfeift der Wind – das ist schon richtig krass!!! Alle Gäste bekommen beim Check-In auch dieses Körbchen – mit Earplugs 😗 :
Die Architektur und Einrichtung der Fish River Lodge spiegelt ein wenig die rauhe Umgebung wieder, die sie umgibt. Das Haupthaus besteht aus der Rezeption, einem kleinen Shop und dem Bar- und Restaurantbereich mit einer tollen Architektur. Hier findet man moderne Designer-Möbel kombiniert mit Antiquitäten und lokaler Handarbeit sowie einen Kamin für kalte Abende.
Auf der weitläufigen Holzterasse direkt am Canyonrand liegt der sehr einladende Pool mit einem atemberaubenden Blick:
Die Zimmer sind sehr modern und lichtdurchflutet. Sie liegen allesamt direkt am Canyonrand. Die Betten sind so platziert, dass man den fantastischen Ausblick auf den majestätischen Canyon genießen kann, während die Sonne aufgeht. Hier gibt es auch eine Außendusche, aber heute erreicht der Wind für unsere Verhältnisse schon orkanartige 😣 Ausmaße, da duschen wir lieber drinnen!
Wir sind angekommen - „On the Edge of Eternity“ ! Grandios 😄 😄
Beim einem Nachmittagskaffee auf der Terrasse genießen wir die Aussicht – der Pool sieht verlockend aus, aber der Wind ist einfach zu heftig und kalt – daher können wir es uns gut verkneifen hineinzuspringen.
Wir treffen ein sehr nettes Paar und plauschen ein wenig (@Ulla&Roland: falls Ihr das lest, meldet Euch mal 😉 ) Die beiden sind morgen bei der Canyon-Tour auch dabei und wir werden uns beim Abendessen wieder treffen.
Das Abendessen ist super lecker in einem wirklich schönen Ambiente.
Wir ahnen schon, warum hier Ohrstöpsel prophylaktisch verteilt werden – der Wind zerrt und rüttelt an den Fensterscheiben - weshalb wir auch nicht draußen zu Abend essen können – das wird ziemlich spannend heute Nacht! 😊 😊
Die Nacht ist in der Tat recht unruhig, der Wind verursacht ein riesen Spektakel, aber lässt dann Gott sei Dank etwas nach und wir schlafen irgendwann ein, an diesem wirklich schönen Ort am Rande der Ewigkeit 🙂
Auf unseren morgigen Ausflug hinunter in den Canyon freuen wir uns riesig (dieser wird übrigens ausschließlich von dieser Lodge exklusiv für ihre Gäste angeboten).
Ihr dürft also auf die Fortsetzung gespannt sein 😎
ich habe die ganze Zeit nur still mitgelesen, aber jetzt möchte ich mich doch für Deinen kurzweiligen und informativen Bericht und die tollen Aufnahmen bedanken. Namibias Süden kenne ich noch nicht , hatte ich auch gar nicht so im Visier. Muss ich jetzt aber mal ändern. Seufz, schon wieder ein Reiseziel mehr 🙂
LG
JuRo
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201418. Apr. 2015 ·
Hallo JuRo,
vielen Dank für das positive Feedback - es freut mich sehr, dass unser Bericht so gut gefällt ;-))
Ja, der Süden hat seinen ganz eigenen Reiz - allerdings wie auch schon im ersten Teil des Berichts erwähnt - würden wir beim nächsten Mal Schwerpunkte setzen, um auch längere Zeit an einem Ort zu bleiben bzw. die Gegenden intensiver zu erkunden.
Viel Spaß beim Planen der nächsten Namibia-Reise wünsche ich Dir!
Hallo Namibiafans! Da ich immer von meinem Heim in Südafrika anreise, liegt der Süden Namibias ja ganz klar etwas näher als der Norden und wird deshalb auch etwas genauer bereist. Es gibt kaum eine Piste, die noch nicht befahren wurde und - ich wiederhole mich gerne - ich bin noch nie mit einem SUV gereist. Die Zufahrt zur Fishriver Lodge habe ich ohne Probleme auch mit dem Mercedes E240 (ein 124er) geschafft.
Hallo Sabine! Deine Berichte lesen sich interessant, wirkliche Erlebnisse mit persönlichem Tuch. Danke! Ja der Süden - abwechslungsreich - und oft verkannt..! Cheers, Battli
aus Somerset West/RSA
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201419. Apr. 2015 ·
Hallo Battli,
auch Dir lieben Dank für die positive Rückmeldung zu unserem Bericht!
Ok, ich gebe Dir Recht: Wir Deutschen sind vielleicht wirklich etwas verwöhnt, was die Straßenbeschaffenheit betrifft. Hier in Deutschland fährt ja keiner ohne einen völlig überdimensionierten SUV oder ein 4x4 Schlachtschiff auf einen geteerten Feldweg 😉
Trotzdem waren wir gerade hier recht froh, einen Wagen mit etwas mehr Bodenfreiheit zu haben 😉
LG Sabine
P.S.: Wie beneidenswert - ein Heim in Südafrika 😉 Mein Endziel für die Rente 😉 Südafrika steht bei uns für nächstes Jahr ganz oben auf der Urlaubs-Wunschliste!
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201419. Apr. 2015 ·
Dienstag, 24.02.2015 / Fish River Lodge – Tagestour in den Canyon
Schon weit vor Sonnenaufgang steht für uns das Frühstück bereit und wir können den Sonnenaufgang von der Terrasse aus bewundern.
Zum Glück hat der Wind heute Morgen etwas nachgelassen.
Wir sind schon richtig kribbelig und gespannt, was uns heute auf unserem Trip in den Canyon erwartet.
Für alle heutigen 7 Teilnehmer des Tagestrips sind die Lunchpakete bereits vorbereitet und Bob, unseren Guide, belädt schon fleißig den Wagen während wir frühstücken.
Nachdem wir uns alle am Wagen versammelt haben, stellt Bob sich und den Wagen für die Tour vor, den er liebevoll „Honey Badger“ (Honigdachs) nennt. Warum er diesen Vergleich zieht, werden wir bald live erleben. Honigdachse sind sehr mutig und stellen sich so ziemlich jeder Gefahr - sie nehmen es sogar mit einer Cobra erfolgreich auf.
Bob:
Bob beginnt zunächst mit der Geschichte zur Entstehung des Canyons:
"Nur wenige Gegenden in der Welt enthüllen die Erdschichten so dramatisch wie der Fischfluss-Canyon. Vor über 500 Millionen Jahren führte eine Verschiebung der tektonischen Platten zu einer natürlichen Nord-Süd-Verwerfung. Die Erosion begann mit dem Ausschürfungsprozess und bildete schließlich den Fischfluss, den längsten Fluss Namibias. Heutzutage stehen turmhohe Felsfassaden aus Dolomit und Granit Wache, während sich der Fluss in Kurven durch die tiefen, darunter liegenden Schluchten schlängelt.“ (Zitat Homepage Fish River Lodge)
Jetzt geht es aber los in den Canyon Nature Park! Wir fahren gemütlich los und Bob hält er immer wieder an, um uns etwas über Flora und Fauna in diesem Gebiet zu erläutern.
Gleich zu Beginn sehen wir schon recht viele Tiere - das hätten wir gerade am Canyon überhaupt nicht erwartet.
Bergzebras, Kudus, Oryx, Springbock und Klippspringer sind hier in recht großer Anzahl anzutreffen.
Bergzebras:
Springbock:
Es juckt 🤪
Oryxe, die 'gen Canyon schauen, sie genießen die Aussicht 😎 :
Auch Kudus findet man hier:
Ein verliebtes Klippspringer-Paar (Klippspringer bleiben ein Leben lang zusammen 😁 ):
Die Fahrt lässt sich zunächst immer noch gemütlich an – wir passieren die Überreste der Farm, auf der bis vor kurzem noch Karakul-Schafe gezüchtet wurden. Zwei Farmen – Soutkuil (auf der sich die Lodge und der Canyon befinden) und Vergeleë (im Nordwesten) wurden zum Canyon Nature Park zusammengeschlossen.
Nein, das ist noch nicht der berühmte „Terror“-Pass.
Wir arbeiten uns tiefer in den Canyon:
Die Strecke wird zunehmend anspruchsvoller, noch eine kurze Rast an der „Bush Toilet“ (es gibt keine Fotos 😗 - man sieht sie nur in der Ferne )
Wir sind nun auf der Ebene weiter unten mit einem faszinierenden Ausblick:
Wir können schon zum Fish River hinuntersehen:
Noch haben wir gut lachen 😎
Und können die Aussichten genießen:
Bald erreichen wir den sogenannten „Terror“-Pass.
Bob weist uns lachend an: „Lean back and relax!! Don't worry!"
Hier ist der Name Programm, die Steigungen und Abgründe machen uns schon ein bisschen Angst. Und Bob hat zeitweise nur eine Hand am Lenkrad 🤢
Ein Video möchte ich nicht vorenthalten - sofern es mir gelingt, dieses hochzuladen:
Langsam aber kraftvoll arbeitet sich der Toyota im Landgang den Pass hinauf und wieder hinunter. Nach einer wirklich spektakulären Fahrt erreichen wir bald den tiefsten Punkt des Canyons und die Pools des Fish Rivers.
Das letzte Stück gehen wir zu Fuß. Am Felsenpool errichten wir unser Rastlager und wir lassen es uns nicht nehmen, in das kühle Nass zu springen.
Hier unten ist es sehr heiß und man kann gut nachvollziehen, warum die Wanderungen in den Canyon nur im Winter möglich sind.
Trotz des derzeit sehr niedrigen Wasserstands bekommen wir dennoch einige „Yellow Fish“ und einen riesigen „Catfish“ zu sehen. Den Catfish habe ich lieber gefüttert, als zu fotografieren 😉
Nachdem wir uns ausgiebig abgekühlt und gestärkt haben, ist es schon wieder Zeit für die Rückfahrt. Auch hier ist der „Terror“-Pass unumgänglich. Es gibt nur einen einzigen Weg in den Canyon.
Zum Abschluss der Fahrt treffen wir dieses Klippspringer-Paar:
Es ist ein atemberaubender Abstieg tief in die Schlucht. Die Fishriver Lodge ist die einzige Lodge mit Geländezugang in das Herz des Canyons und Bob war ein ausgezeichneter Guide. Wer auf der Fish River Lodge übernachtet, sollte diesen Ausflug wirklich nicht versäumen.
Den Nachmittag nutzen wir, um uns am schönen Pool der Lodge auszuruhen.
Beim Nachmittagskaffee erfahren wir auch, dass wir doch besser bei der Bagatelle anrufen sollten, da unsere Bekannten den von uns gebuchten Garden Room bei ihrem letzten Aufenthalt auf der Bagatelle überhaupt nicht gesehen haben. Sie meinten, es gäbe nur die Dune oder Strohbale-Chalets 🤢 🤢 . Ein Blick auf die Homepage: die Zimmer sind aufgeführt. Also rufe ich kurz dort an, um das abzuklären. Mir wird versichert, dass die Garden Rooms identisch mit den Dune Chalets ausgestattet seien, der Unterschied sei lediglich die fehlende Dünenlage. Die Garden Rooms lägen lediglich direkt am Haupthaus. Für uns ist das so in Ordnung – aber irgendwie habe ich schon ein ungutes Gefühl 😵
Das Abendessen und der Service sind wie auch am gestrigen Abend wieder ausgezeichnet.
Der Wind hat am Nachmittag wieder aufgefrischt und erreicht zumindest gefühlt auch heute wieder orkanartige Ausmaße - in der Nacht rüttelt es wieder gewaltig an der großen Fensterfront.