Zwölf Wochen durch das südliche Afrika

127 Antworten · 25,9k Aufrufe · gestartet 16. Feb. 2015 von Der Reisende
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Themenstarter152 Beiträge · seit 201310. März 2015 ·
Eulenmuckel schrieb:
… Schade, dass ihr den Kafue nicht besuchen konntet. Eindrücke von dort hätten uns interessiert, denn da waren wir auch noch nicht.
Der ganze Ärger mit den Wagen ist wirklich blöd. Dass man in 12 Wochen mal eine Panne hat, ist ja nicht schlimm. Aber diese ständigen Probleme, durch die ihr so viel Zeit verloren habt, nerven.
Besonderen Dank für eure vielen Bilder, die ihr entlang der Straßen gemacht habt. Gerade das bunte, quirlige Durcheinander und die spannenden Verkaufsstände gefallen uns auch.

Schade, dass ihr den North Luangwa nur durchquert habt.

Wir sind gespannt, wie es weiter geht. Müsste schon Halbzeit sein, oder?

Hallo Uwe und Ruth,

ja, dass finden wir auch. Der Kafue wäre bestimmt Interessant gewesen. aber wir fahren bestimmt da nochmal hin. Das wir bei einer zwölf Wöchigen Reise eine oder mehrere Pannen mit dem Auto haben werden, war uns von vornherein klar. Aber so was 😵 … Es war unser erster Sambia Aufenthalt, das Leben auf bzw. an der Straße hat uns schon in gewisser Weise beindruckt. Fast zwei Drittel der Strecke sind vorüber … Es bleibt spannend, das "Abenteuer" geht weiter … 🤩

VG
Gunter
Viele Grüße Der Reisende ________________________ Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Aurelius Augustinus Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 10. März 2015
Themenstarter152 Beiträge · seit 201310. März 2015 ·
31.08.2014 Kiambi Campsite (Nähe Lower Zambesi NP) – Simbabwe, Kariba NP
Beim Bezahlen unseres Campingplatzes und des Feuerholzes erzählen wir der Chefin von der unruhigen Nacht und dem feuchten Holz. Wir sind sehr erstaunt, als sie sich dafür entschuldigt und wir brauchen nichts zu bezahlen, denn unzufriedene Gäste sind nicht gut für´s Geschäft.
Unsere Reise geht weiter in Richtung Karibasee.

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Auf der Piste kommt uns ein großer LKW mit Fleischabfällen entgegen. Wir fragen uns, wo bringen die das bloß hin? Abfallgruben? Tierfütterung?…
An der Asphaltstraße kurz vor Siavonga sehen wir in einem kleinen Dorf unter einem Strohdach einen Gottesdienst. Wir halten an, stellen unser Auto ab und sofort kommt uns jemand entgegen. Sie sind von der Heilsarmee. Auf einer Bank wird uns vorne Platz gemacht und ein Übersetzer setzt sich neben uns. Dann werden wir aufgefordert, uns vorzustellen. Die Predigt ist frei, ohne handschriftliches Konzept und zwischendurch werden Einzelne aufgefordert, etwas zum Thema zu sagen. Es wird viel gesungen, z.T. mehrstimmig und später auch dazu getanzt. Wir werden in diese Gemeinschaft sehr herzlich aufgenommen, anfangs etwas zögerlich, dann sehr offen und sind dann mitten unter ihnen. Es berührt unser Herz. Die Verabschiedung fällt allen sichtlich schwer.

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Nun geht es weiter zum Karibasee. Wir steuern unser Ziel an, Sandy Beach Camping. Nach kurzer Inspektion der heruntergekommenen Sanitäranlagen und einer Feierlichkeit von Arabern und Indern drehen wir kurzentschlossen um und fahren nun zum Grenzübergang bei Siavonga/Kariba, um nach Simbabwe einzureisen. Eigentlich sind wir müde, aber wir hoffen, wir finden irgendwo ein schönes Plätzchen. Auf der Fahrt leuchtet mal wieder mehrfach die Motorlampe auf.
Fast zwei Stunden dauern die Grenzformalitäten (Belehrung über Ebola, Abschluß der Commercial Vehicle Guarantee CVG , die wir bei der ersten Einreise nicht brauchten). Unsere Kwacha tauschen wir nicht um, weil es keine offizielle Wechselstube gibt. Endlich haben wir es geschafft, wir sind in Simbabwe.

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Beim Campingplatz Moth (im Reiseführer als klein und ruhig beschrieben) gibt es eine große Party, also nichts wie weg. Schließlich finden wir einen schönen Campingplatz im Kariba NP (Nyanyane) direkt am Karibasee. Hier trainieren zwar die „Guys“, eine Art militärischer Vortruppe. Es ist ganz interessant, etwas von ihrem Alltag mitzubekommen (Marschieren, Trommeln, Frühsport…).

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01.09.2014 Simbabwe, Kariba NP

Die Nacht haben wir gut geschlafen und wir werden heute morgen durch lautes militärisches Singen geweckt, ist mal was anderes. Als wir aus dem Zelt schauen, sehen wir die Guys dabei marschieren. Wir lassen uns aber erstmal Zeit, genießen das Frühstück und beobachten die zahlreichen, oft sehr bunten Vögel. Wir werden noch eine weitere Nacht hier bleiben.

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In Kariba versuchen wir die Kwacha umzutauschen, aber nach vielen vergeblichen Versuchen müssen wir wohl oder übel an den Grenzübergang zurückfahren. Nur dort ist es möglich, das Geld umzutauschen. Der Kauf der SIM-Karte ist nicht einfach. Nach langem Warten auf das Ende der Mittagspause können wir sie endlich erstehen, aber der Verkäufer kann oder will uns kein Wechselgeld herausgeben. Wir müssen dann erst zur Bank, um das Geld zu wechseln und danach wieder zum Verkaufs-Container der Econet. So haben wir unser Tun.
Die Stadt ist sehr weitläufig und so geht bei unseren Besorgungen schnell die Zeit dahin.
Briefmarken können wir auch kaufen, aber in Simbabwe finden wir später keine einzige Postkarte.
In Afrika haben wir gelernt, die Dinge, die wir besorgen oder tun wollen, nicht zu verschieben. Denn man weiß nie, wann man wieder dazu die Gelegenheit hat.

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Dann fahren wir zum Campingplatz im Kariba Nationalpark zurück. Die Motorleuchte leuchtet jetzt auch auf kurzen Strecken häufig auf. Unterwegs treffen wir auf eine kleine Herde Elefanten ...

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Dort angekommen marschieren die Guys wieder auf und ab in militärischen Formationen, der Drillinstructor kommandiert lautstark und von einer Trommel unterstützt bis zur Dunkelheit. Abends sitzen sie am Lagerfeuer und singen Lieder, manche sogar mehrstimmig ... schön.

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02.09.2014 Simbabwe, Kariba NP – Mana Pools NP

Erst jetzt bekommen wir eine Nachricht von Hr. S., den wir schon vor ein, zwei Tagen über das erneute Motorleuchtenproblem informiert hatten. Seine Antwort ist, das er dachte, wir wären schon in Mana Pools NP (das Tracking über GPS geht wohl nicht, sie können uns nicht sehen).
Dort ist Hilfe für uns organisiert.

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Ein Nimmersatt verabschiedet uns vom Karibasee

Wir fahren durch das Escarpment und es überholen uns LKW´s ohne Rücksicht auf Verluste. Beim Wildlife Office fragen wir nach einem Campingplatz im Man Pools NP. Die Dame geht dann erst mal in den Nebenraum, um zu telefonieren. Sie kehrt mit einem Anflug von Lächeln zurück und erklärt uns dabei, dass alles voll ist. Wir stutzen kurz, schauen uns verdattert mit der Frage an: „Was nun?“. Im nächsten Augenblick lacht sie laut los und sagt, dass das alles nur ein Spaß war. Wir können dorthin fahren. Weil man kein Obst in den Nationalpark mitbringen darf, verschenken wir es an sie.
Auf der Fahrt bis zum Campingplatz wird das Problem mit der Motorleuchte immer stärker. Wir zählen bis über 150 Mal, der Leistungsabfall wird dabei immer mehr. Die Anzeige der Spule leuchtet auch auf. Häufig müssen wir Zwangspause machen, weil der Wagen ausgeht. Es ist nur noch langsames Fahren möglich. Wir kommen völlig fertig am Camp an. So geht das doch nicht weiter. Acht Werkstätten haben wir hinter uns und das gleiche Probleme, dass uns schon bei der Übergabe geschildert wurde, ist immer noch vorhanden.

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An der Rezeption will man uns zuerst einen Campingplatz für 100 US$ verkaufen, aber letztendlich bekommen wir einen“preiswerten“, der in der zweiten Reihe und nicht direkt am Ufer des Sambesi liegt.
Über das Satellitentelefon (kein Mobilfunkempfang ) sprechen wir mit Hr. S., schildern unsere Probleme und das wir so nicht mehr weiterfahren können. Er sagt uns, dass wir ins Goliath Camp fahren sollen, dort wird uns geholfen. Dann bricht das Gespräch ab, weil das Guthaben auf dem Satellitentelefon aufgebraucht ist. Wir können uns nicht vorstellen, dass jemand hier in der Wildnis Kenntnisse und ausreichendes Equipment für unsere Autoprobleme haben soll.

Wir werden von Elefanten und Paviane im Nyamepi Camp begrüßt ...

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Wir fahren zur Rezeption zurück und können für 2 US$/Stunde ins Internet. Es ist jedoch schon 17:30 Uhr und um 18:00 Uhr wird die Rezeption geschlossen.
Wir schreiben an Hr. S. eine Whats App, dass wir einen Ersatzwagen haben wollen. Die Antwort ist, dass wir ins Goliath Camp fahren sollen und es dort eine Werkstatt gibt. kein Wort mehr über einen Ersatzwagen … Wegen der Aufladung des Satellitentelefons gibt er Mr. R. Bescheid. Später fragen wir nochmal nach, ob es denn jetzt keinen Ersatzwagen gibt. Dann bricht die Verbindung ab, weil die Rezeption jetzt schließt.
Wir sind fassungslos. War das alles nur ein Spiel mit uns? Wahrscheinlich war das mit dem Ersatzwagen nie ernst gemeint. Unsere Aufregung bekommen andere Leute mit, u. a. Mark aus Deutschland, der in Südafrika einige Zeit lebte. Wir erzählen ihm unsere Geschichte, und er meint, es sieht nicht so gut für uns aus, besonders wenn alles im Voraus schon bezahlt ist.
Wir haben das Gefühl, wir sind in einem schlechten Film. Wir sind am Ende und mit den Nerven fertig, es ist nur noch alles anstrengend. Im Augenblick ist uns danach, alles hinzuschmeißen und nach Hause zu fahren. Das ist kein Urlaub mehr für uns.
Abends gehen die Elefanten an unserem Auto vorbei, nur etwa 5 m entfernt von uns. Den Nachbarn wird das Grillfleisch von einer Hyäne vom Grill gestohlen. Wir sind hier und doch nicht hier. In der Nacht schlafen wir schlecht und unruhig.
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zuletzt bearbeitet 10. März 2015
Themenstarter152 Beiträge · seit 201310. März 2015 ·
03.09.2014 Mana Pools NP
Uns gehen alle möglichen Gedanken durch den Kopf, ob und wie denn unsere Reise weitergeht oder auch nicht. Wir glauben, dass wir nach dieser Reise erst mal zwei Wochen Urlaub zum Erholen brauchen.
Es bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als zum Goliath Camp zu fahren. Schon auf einer kurzen Strecke leuchtet die Motorlampe 30 mal auf. Mr. F., an den wir uns wenden sollen, ist nicht da.
Also geht es wieder zurück zur Rezeption. Wir loggen uns ins Internet ein, denn wir haben sonst keine andere Möglichkeit mehr, mit Hr. S. in Kontakt zu treten. Wir teilen ihm mit, dass dieser Herr nicht da ist. Wir werden keine weitere Werkstatt mehr aufsuchen und unser Landrover fährt keinen Meter mehr weiter als notwendig. Als Antwort bekommen wir zu lesen, dass die Werkstatt gegenüber vom Camp ist und dort kann uns geholfen werden. Wir sprechen zwar die gleiche Sprache, aber irgendwie scheinen unsere Worte gar nicht mehr anzukommen.
Wir bitten um Rückruf auf dem Satellitentelefon, da ja das Guthaben immer noch nicht aufgeladen ist. Bei unserem Telefonat teilen wir ihm mit, dass diese Werkstatttour nun ein Ende hat und wir wollen nur noch einen Ersatzwagen. Als Antwort werden wir gefragt, ob wir eine Werkstatt verweigern wollen. Wir bleiben hartnäckig. Hr. S. will jetzt den Vermieter informieren und alles weitere sollen wir mit Mr. R. klären, nicht mehr mit ihm (Zu einem früheren Zeitpunkt hatte uns bereits Mr. R. mitgeteilt, dass wir uns ab jetzt an Hr. S. wenden sollen ...).
Nach einer endlosen Viertelstunde Wartezeit bekommen wir die Nachricht, dass sie einen Ersatzwagen organisieren werden und sie sich melden, wenn nähere Info´s ihnen vorliegen. Komisch, in Lusaka hörte sich das alles anders an. Im Camp fällt es uns schwer, sich auf andere Gedanken zu konzentrieren. Wir sind hier von unserem fahrbaren Untersatz sehr abhängig. In Deutschland kann man sich in den nächsten Zug, Bus, Straßenbahn oder auch ins Taxi setzen, hier geht das jedoch nicht so leicht.
Wir laufen ein bisschen auf und ab und versuchen uns abzulenken. Die Ungewißheit und das Warten machen uns ziemlich zu schaffen, wir schauen auf das Satellitentelefon, ob eine Nachricht kommt oder ob das Guthaben drauf ist...aber nichts passiert.
Ein Elefant kommt sehr nahe an einem Zelt vorbei, wovor ein Mann sitzt. Die Tiere erscheinen uns so friedlich und freundlich. Später hören wir, dass wenn sie zu uns kommen, es in Ordnung ist, jedoch sollen wir nicht auf sie zugehen. Es ist so ein schöner Ort hier, aber eine unbeschwerte Stimmung will einfach nicht so recht aufkommen ...


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Unsere Stühlen reißen an einigen Stellen immer mehr ein, und wir trauen uns nicht mehr, sie zu benutzen. Wir saßen ja sowieso schon viel zu viel im Auto, da kann man ja jetzt auch stehen 🙂.
Endlich am Abend ist Guthaben auf dem Telefon, wir bedanken uns dafür.

04.09.2014 Mana Pools NP
Nach dem Aufstehen schauen wir gleich aufs Satellitentelefon, aber keine Nachricht für uns, wie erwartet. Um die Mittagszeit nehmen wir übers Internet Kontakt mit Hr. S. auf und lesen, dass der Fahrer mit unserem Ersatzwagen bald losfährt. Eventuell ist der Ersatzwagen Freitagabend oder Samstag da.
Hoffentlich entspricht das auch der Wahrheit, wir glauben es erst, wenn wir den Wagen sehen.
Wir fragen nach Extrakosten für den Ersatzwagen, die von Hr. S. verneint werden.
Mark, den wir vor einigen Tagen kennengelernt haben, erzählt uns, dass ab morgen (Freitag) etwa 200 Leute zum Game Count hier sein werden. Am Samstag und Sonntag ist hier in dem Nationalpark eine Wildtierzählung und es wird wohl schwierig sein, für uns hier zu bleiben. Wir gehen zur Rezeption und erklären die ganze Sachlage. Uns wird ein anderes Camp angeboten, aber bei dem Preis von 100 US$ schrecken wir dann doch zurück.
Wir können dann doch auf dem Campingplatz bleiben, müssen aber umziehen. Es ist der erste Campingplatz, der uns bei unsere Ankunft hier angeboten wurde. Er kostet aber nun nicht mehr 100 US$, sondern nur 20 US$ pro Person. Es reicht aber auch, weil die Warterei nun doch ziemlich ins Geld geht. Beim Umparken des Autos springt er fast nicht mehr an und wir haben Mühe die kurze Strecke zu fahren.
Wir setzen uns nochmal mit Hr. S. in Verbindung und bekommen jetzt endlich die Zusage, dass das Auto losgefahren ist. Warum müssen wir nachfragen und werden nicht von ihnen informiert?
Ein südafrikanisches Ehepaar lädt uns zum Kaffee ein und später nimmt uns Marc zu einem gemeinsamen Bushwalk am Sambesi mit. In der Ferne sehen wir Zebras, Büffel, Flusspferde, Elefanten und viele Vögel.


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Marc kennt sich sehr gut aus und erklärt uns nicht nur die Tiere und deren Spuren, sondern auch, wie wir uns hier im Busch verhalten sollen. Es ist das erste Mal, dass wir uns zu Fuß in der Wildnis bewegen, ein schönes, aber auch unheimliches Gefühl. Wir sind ein Teil dieser Natur. In Marcs Anwesenheit fühlen wir uns ziemlich sicher. An einem schönen Platz sind schon ein paar Leute von seiner Tierzähl-Gruppe dort, die uns zu einem Sundowner einladen. Sie nehmen an unserer Situation Anteil, und das tut gut. Dank Marc und den andere Leuten hier kommt sogar ein bißchen Urlaubsgefühl wieder auf.
Fast nur Weiße aus Simbabwe nehmen an dieser Tierzählung teil, die meisten von ihnen kommen aus Harare. Auf unsere Frage, warum, erklärt man uns, dass Tier- und Umweltschutz Sache der weißen Bevölkerung ist.
Wir werden mit ihren Autos ins Camp zurückgenommen. Unsere Geschichte spricht sich schnell auf dem Platz herum.
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zuletzt bearbeitet 10. März 2015
Themenstarter152 Beiträge · seit 201310. März 2015 ·
05.09.2014 Mana Pools NP
Da wir ja ohne das Auto hier ziemlich unbeweglich sind, haben wir gestern an der Rezeption einen zweistündigen Bushwalk gebucht. Wir stehen früh auf und eine wunderschöne Morgenstimmung empfängt uns …

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Um 6:30 Uhr geht es los. Der Guide ist ziemlich jung und hat eine Kalaschnikow dabei. Auf ausgetrockneten Lagunen sehen wir tief eingetretene Elefantenspuren.

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Und dann sehen wir auch Schakale, Elefanten, Büffel, viele Antilopen, Marabus, Flußpferde, Krokodile …

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Es ist schon ein ungewöhnliches Gefühl, sich so frei in der Natur zu bewegen ...
Wir machen gerade einen Spaß über Löwen, die sicherlich am Ende unserer Tour an der Rezeption auf uns warten, als wir plötzlich angebrüllt werden. Direkt vor uns liegen fünf Löwen in einem Abstand von ca. 30 m. Sie sind so gut an ihre Umgebung angepasst, dass wir wahrscheinlich in das Rudel hineingelaufen wären, hätte uns die Löwin nicht angebrüllt. Ein unmissverständliches Stopp! Unser Guide ist genauso überrascht wie wir. Vor Schreck nestelt er an seiner Kalaschnikow herum und weiß doch nicht so recht, was er damit anfangen soll … Wir haben das Gefühl, dass er nur wenig Hintergrundwissen hat und oft auch Tiere erst spät sieht. Aber es ging ja alles gut.


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Später machen wir noch einen Bushwalk mit Marc, der sich wohl besser als der Guide mit der Fauna und Flora hier auskennt.
Im Camp wird es immer voller, es kommen immer mehr Tierzähler. Der Park wird mit Hilfe von GPS-Koordinaten in einzelne Sektoren eingeteilt. Die Gruppen (zwischen 5 – 10 Personen) gehen morgens und abends wie ein Kamm durch den Park und zählen die Tiere. So kann man neben dem Tierbestand auch die Wanderpfade der Tiere nachvollziehen.


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Wir sollten ja auf dem Laufenden mit dem Ersatzwagen gehalten werden, aber wie immer erhalten wir keine Nachricht. Erst auf unsere Nachfrage hin, bekommen wir die Information, dass der Fahrer südlich von Harare ist. Hr. S. will sich später aber nochmals wegen Details melden, aber wie so oft, hören wir heute nichts mehr von ihm. Das fing schon in Deutschland an, als wir wochenlang, ja monatelang auf unsere Zahlungsbestätigung der Anzahlung warten mussten ... Nur durch ständiges Nachfragen bezüglich der Zahlungsbestätigung haben wir irgendwann eine Antwort erhalten ... Eigentlich hätten wir damals schon hellhörig sein müssen.

06.09.2014 Mana Pools NP
Nun sind wir schon den fünften Tag hier und müssen uns in Geduld üben. Morgens zwischen 5:30 und 6:00 Uhr machen sich die Tierzählgruppen auf den Weg.

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An der Rezeption buchen wir noch eine weitere Nacht und erzählen, dass der Ersatzwagen in der nächsten Zeit kommt, um dem Fahrer den Eintritt in den Park ohne weitere Kosten zu ermöglichen. Auf dem Campingplatz beobachten wir die Affen, die wie wild auf den Bäumen und Zelten herumturnen. Kleine Affenkinder schwingen sich auf die Bäume, lassen sich auf die Zelten fallen und rutschen herunter, um im nächsten Augenblick das gleiche Spiel zu wiederholen. Die Leute können sie nur kurz verscheuchen. Bei den Nachbarn wird genaustens das Mobiliar des Vorzeltes untersucht.


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Ein großer Elefant kommt nun auf den Platz und lehnt sich an einen Baum, schüttelt ordentlich dran, um dann die großen roten Blüten und Früchte aufzuheben, sorgsam eine nach der anderen.

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Endlich erhalten wir die Nachricht von Mr. R. und Hr. S., dass der Fahrer in der Nähe von Harare, also etwa 400 km von uns entfernt ist. Er wird morgen um die Mittagszeit hier sein.
Wir wollen ihm noch antworten, dass das mit dem Permit für den Fahrer in Ordnung ist und dass wir jetzt insgesamt elf Ausfalltage mit dem Auto haben, aber das Guthaben auf dem Satellitentelefon ist aufgebraucht. Es war wohl nicht viel drauf. Die Reise ist innerlich für uns vorbei.
Das Brot ist fast alle, nur gut, dass wir noch die Fertigbackmischungen dabei haben, sonst wären wir aufgeschmissen. Also werden wir heute noch Brot backen.
In der Dunkelheit schauen wir nochmal aufs Telefon - keine Nachricht, als plötzlich ein Landrover auf uns zusteuert. Welch eine Überraschung – unser Ersatzauto ist da. Die Begrüßung mit C., dem Fahrer ist verhalten. Er ist ärgerlich über die lange Tour und wir über das ganze „Auto-Theater“.
Wir kochen Nudeln mit Tomatensauce und laden ihn zum Abendessen ein.
Kurz bevor er kam, hatte er mit dem Wagen noch einen Unfall (Crash mit einem anderen Auto) hier auf dem Campingplatz. Aber es ist wohl kein großer Schaden entstanden. Ein paar Mädels, die wohl auch zu dem anderen „Unfallauto“ gehören, laden ihn später zu sich ein ...
Es ist die letzte Nacht im Zelt von unserem Auto. Trotz der vielen Probleme sind wir mit ihm 9.179 km gefahren. Vielleicht haben wir mit dem „neuen“ Auto noch ein wenig Urlaub.
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zuletzt bearbeitet 10. März 2015
142 Beiträge · seit 201110. März 2015 ·
ja, ein wenig urlaub wünschen wir euch auch von herzen!! dein bericht ist haarsträubend und sagt uns: wir bleiben bei unserm bewährten vermieter kwenda/bushlore. doch das nützt euch jetzt auch nichts mehr. wir sind gespannt, wie es weitergeht und hoffen, dass noch nicht aller tage abend ist? das neue auto ist endlich da - wird nun alles gut?

lbg ulli
Themenstarter152 Beiträge · seit 201311. März 2015 ·
Hallo Ulli,
helliulli schrieb:
ja, ein wenig urlaub wünschen wir euch auch von herzen!! dein bericht ist haarsträubend und sagt uns: wir bleiben bei unserm bewährten vermieter kwenda/bushlore. doch das nützt euch jetzt auch nichts mehr. wir sind gespannt, wie es weitergeht und hoffen, dass noch nicht aller tage abend ist? das neue auto ist endlich da - wird nun alles gut?

lbg ulli
der Ersatzwagen ist eingetroffen, welch Freude. 😕 Trotzdem bleibt es spannend … die letzten Tage und Wochen haben unsere Erwartungshaltung gedämpft ... 😐
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Themenstarter152 Beiträge · seit 201311. März 2015 ·
07.09.2014 Mana Pools
Der Ersatz-Landrover steht neben uns auf dem Campingplatz. Es ist ein seltsames Gefühl, eigentlich wollen wir uns gar nicht von unserem „alten“ Landrover trennen, aber sein „Zustand“ hat uns fast an die Verzweiflung gebracht. Nun haben wir Hoffnung, dass wir jetzt doch noch drei Wochen Urlaub nach dem ganzen „Werkstatttour“ haben können.
Wir essen gemeinsam mit C., dem Ersatzwagenfahrer Frühstück. Unser selbstgebackenes Brot scheint ihm gut zu schmecken.
Nun geht es ans Einpacken und Umräumen in das andere Auto. Der Kühlschrank ist viel größer, so dass wir die Kisten nicht unterbringen können. Beim Öffnen des Kühlschrankes kommt uns ein übler Gestank entgegen. Er ist dreckig und einige Dinge sind wohl mal ausgelaufen. Die Isolierdecke ist auch eingerissen, hoffentlich hält sie bis zum Ende unserer Reise. Wir verstehen nicht, dass der Kühlschrank nicht mal nach den letzten Mietern gesäubert wurde. Aber aufregen bringt wohl hier nichts mehr. Wir stapeln unsere Konservendosen in den Kühlschrank, die irgendwo ja untergebracht werden müssen.
Dann erfolgt die Fahrzeugübergabe. Die Papiere scheinen in Ordnung zu sein. Wir hoffen, dass wir keinen Ärger an der Grenze wegen des Fahrerwechsels haben, was sich später als Trugschluss erweisen sollte ...
Wir haben jetzt sogar zwei Ersatzreifen, aber einer ist platt und der andere ist stark abgefahren. Der Fahrer, der uns das Auto brachte, sollte den platten Ersatzreifen unterwegs reparieren lassen, aber in Zimbabwe hätte das das drei Tage gedauert. Es ist schon eine Zumutung, uns so ein Auto anzubieten. Aber wir haben wohl keine andere Wahl, als dieses Auto zu nehmen. Beim Ausprobieren des Konverters stellen wir fest, dass dieser defekt ist. Der Fahrer ist sichtlich genervt bei unserem Verlangen, beide Konverter zu tauschen.
Mit beiden Fahrzeugen fahren wir dann zum Goliath-Camp, weil der Fahrer ein Mr. F. wegen der Reparatur treffen will. Dieser ist jedoch nicht anwesend. Eine Flasche Hochprozentiges wird dann noch für Mr. F. abgegeben. Auf der Fahrt zum Camp ging unser alter Landrover einmal aus und fuhr nur sehr stockend. Der Fahrer meint dann zu uns, dass er unsere Situation sehr gut versteht. Das Auto hat große Probleme und er entschuldigte sich sogar dafür.
Wir verabschieden uns von C. und uns beschleicht ein wehmütiges Gefühl, als er mit unserem ersten Landrover davonfährt. Es ist schon erstaunlich, welche „Beziehung“ man in so einer Zeit zu einem Auto aufbauen kann. Es ist ein sehr starkes Auto und sehr gut im schwierigen Gelände, aber er war aus unserer Sicht schlecht gewartet.
Zurück im Camp befüllen wir den Wassertank. Aber oh Schreck, beim Öffnen des Wasserhahnes kommt kein Wasser heraus. Das kann nicht wahr sein. Beim näheren Untersuchen stellen wir fest, dass der Schlauch wahrscheinlich beim Erneuern verdreht und abgeknickt angebracht wurde. Ich manipuliere so lange daran, bis ein dünner Strahl endlich aus dem Hahn kommt. Irgendwie hört das Ganze nicht auf. Wir informieren Hr. S. über die Mängel am Ersatzwagen.
Nach sechs Tagen Wartezeit im Camp machen wir nun unseren ersten Gamedrive und sehen Elefanten wie sie miteinander ihre Kräfte messen. Es ist gut, wieder ein fahrbereites Fahrzeug zu haben. Abends feiern die Teilnehmer des „Game-Count“ noch eine kleine Abschiedsparty.


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08.09.2014 Mana Pools – Gosho Nature Game Reserve
Wir verabschieden uns von Mark, den wir hier kennengelernt haben und der versucht hat, uns eine gute Zeit zu bereiten. Unseren ersten Bushwalk hatten wir mit ihm und er konnte uns viel über die Tiere, aber auch Land und Leute erzählen.
Nun geht endlich die Reise weiter. Durch die vielen Wartetage müssen wir unsere Pläne ändern, statt zur Maruvadonha Wilderness Area und einer Kanutour auf dem Sambesi geht es jetzt gleich in die Eastern Highlands. Wir fragen noch ein paar Leute, wie lang der Weg nach Mutare/Nyanga ist – 7 bis 8 Stunden Fahrzeit. Über die Wellblechpiste fahren wir in Richtung Asphaltstraße. Durch die besseren Stoßdämpfer des Wagens ist deutlich weniger die Wellblechpiste zu spüren und wir können schneller auf der Piste fahren. An der nächsten Tankstelle spricht uns ein Einheimischer an mit der Frage, ob wir die mit dem Ersatzwagen sind. Die Welt ist schon manchmal klein und wir waren wohl schon bekannt mit unserer Geschichte.
An diesem Tag haben wir acht Roadblocks, aber bei nicht einer werden wir kontrolliert. Bei der nächsten Pause fällt uns auf, dass Wasser in den Fußraum des Beifahrers eindringt. Wir rufen Hr. S. in Deutschland an und bekommen als Antwort, dass dies die Klimaanlage ist und das es „normal“ ist (Kondenswasser vom Verdunster läuft in den Innenraum)...

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In Harare füllen wir unsere Lebensmittelvorräte auf. Obwohl in manchen Büchern und auf Internetseiten auf die angespannte Sicherheitssituation aufmerksam gemacht wird, fühlen wir uns überhaupt nicht unsicher. Durch einige Baustellen und den Berufsverkehr kommt es zum Stau und wir haben Mühe, aus der Stadt zu kommen. Der Abend naht und wir werden unser Ziel Mutare/Nyanga nicht erreichen. Es ist sehr anstrengend, bei Dunkelheit zu fahren. Wir kleben fast mit unserer Nase an der Windschutzscheibe, um auch unbeleuchtete Fahrzeuge, Fahrräder, Menschen und Tiere nicht zu übersehen. Endlich erreichen wir hinter Marondera mit einigem Umherirren und Nachfragen ein Camp auf einem ehemaligem Farmgelände. Abends gibt es noch Zeckenalarm. Mich hat eine Zecke gebissen und ich habe Mühe, sie zu entfernen. Müde und geschafft fallen wir in unsere Schlafsäcke und bald auch in tiefen Schlaf.

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Als wir morgens die Nase aus dem Zelt stecken, erblicken wir in unserer Nähe Gnus, Rappenantilopen, Kudus, Zebras und zwei Giraffen. Wenig später kommen einige Männer und füttern die Tiere (für die Giraffen sind halbierte Autoreifen in Kopfhöhe aufgehängt).


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Erst jetzt sehen wir, dass wir uns in einer wunderschönen Landschaft befinden. Ein Weißer kommt auf seinem Quad vorbei und meint, dass man hier sehr gut wandern kann und dass es Felszeichnungen gibt. Wir unterhalten uns eine ganze Weile mit ihm und er erzählt uns schließlich, dass ihm die Nachbarfarm gehörte und dass die Regierung sie ihm gestohlen hat …
Jetzt ist er „nur“ der Manager von dieser Farm. Wir können ihn verstehen und doch fällt es uns schwer, etwas darauf zu sagen. Es ist sein Zuhause hier und er will hier bleiben, obwohl sich soviel verändert hat. Nun kommen Schulklassen hierher und werden über Flora und Fauna informiert. Sie haben sonst kaum die Möglichkeit, aus ihrem Dorf, geschweige denn in die Nationalparks zu kommen.
Wir beschließen einen weiteren Tag zu bleiben. Nach dem vielen Sitzen auf unserer Reise tut das Wandern gut. Die Wege sind gut ausgeschildert. Es geht an wunderschönen Granitfelsen und Bäumen mit buntgefärbtem Laub vorbei. Wir genießen die schönen Ausblicke.


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Viele Grüße Der Reisende ________________________ Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Aurelius Augustinus Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 11. März 2015
1’667 Beiträge · seit 201111. März 2015 ·
Hallo Reisender,

ich lese ja schon die ganze Zeit Deinen tollen Bericht heimlich mit.
Das mit dem Auto ist ja wirklich nur Mist. Wenn schon mal Pannen passieren, wäre eine schnelle und gute Hilfe vom Vermieter ja doch hilfreich. Allein die Aussage mit dem Reifenflicken ärgert mich ja schon beim Lesen: in Makuti (und da ist er sicher vorbei gefahren) gibt es eine Werkstatt, die flickt Reifen sofort ! Ansonsten könnte man ja auch noch erwarten, dass ein Reparaturset im Auto ist bei solchen Fahrten.

Bin schon sehr gespannt , wie es weiter geht.

LG

Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
414 Beiträge · seit 200912. März 2015 ·
Schöne Bilder von dem Heilsarmee-Gottesdienst... mitten drin im Geschehen. Mehr davon! Das tolle ist, wenn man sich ein paar Jahre die Bilder später wieder anschaut, werden das die unvergesslichen Momente sein und man wird sich fragen, was aus den Leuten geworden ist. Toll, dass ihr es trotz der ekligen technischen Probleme geschafft habt, "hier" zu sein!

PS: Vielleicht sollte man mal eine Lada-Vermietung in Südafrika gründen...
Fotobericht Madagaskar 2012 Fotobericht Südafrika 2013 Fotobericht Madagaskar 2014 Auch auf: Google+, Instagram, Soundcloud
1’409 Beiträge · seit 201012. März 2015 ·
Hallo Reisender,

ich bin auch noch dabei 🤪

Euch ist ja wirklich nichts erspart geblieben....ich hoffe, der Zeckenbiss war ohne Folgen....

Freue mich,wenn es weiter geht....bis zum 26.03. solltest Du spät. fertig sein, dann geht es für uns auch wieder los 😗

LG
Fleur
https://www.TickerFactory.com/ Bots Zim 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283181-auf-tuchfuehlung-mit-zimbabwe-die-zim-light-tour.html KTP 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/278551-ktp-ja-wo-sind-denn-alle-hin.html CKGR/KTP 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/236736-schee-waras-ckgr-a-ktp-april-2012.html Nam/Bots 2011 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/195675-wie-alles-begannnambot-april-2011.html
5’483 Beiträge · seit 200912. März 2015 ·
Vielleicht ein kleiner Trost: Eure Erlebnisse mit dem Mietwagen und vor allem deren Schilderung, werden viele Forumsmitglieder davor bewahren, das Gleiche zu erleben.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter152 Beiträge · seit 201313. März 2015 ·
@ Montango
Montango schrieb: Hallo Reisender,
ich lese ja schon die ganze Zeit Deinen tollen Bericht heimlich mit.
Das mit dem Auto ist ja wirklich nur Mist. Wenn schon mal Pannen passieren, wäre eine schnelle und gute Hilfe vom Vermieter ja doch hilfreich. Allein die Aussage mit dem Reifenflicken ärgert mich ja schon beim Lesen: in Makuti (und da ist er sicher vorbei gefahren) gibt es eine Werkstatt, die flickt Reifen sofort ! Ansonsten könnte man ja auch noch erwarten, dass ein Reparaturset im Auto ist bei solchen Fahrten. Bin schon sehr gespannt , wie es weiter geht.
LG
Montango
Pannen geschehen und das ist nicht weiter schlimm, vor allem bei einer solch langen Zeit. Aber wie damit umgegangen wird … Wie ich bereits geschrieben hatte war unsere „Erwartungshaltung“ gedämpft. Was uns dann „präsentiert“ wurde …. Hat uns nicht wirklich überrascht. Das Flickzeug war an Bord … aber in entsprechenden Zustand.

@ erdferkel
erdferkel schrieb:Schöne Bilder von dem Heilsarmee-Gottesdienst... mitten drin im Geschehen. Mehr davon! Das tolle ist, wenn man sich ein paar Jahre die Bilder später wieder anschaut, werden das die unvergesslichen Momente sein und man wird sich fragen, was aus den Leuten geworden ist. Toll, dass ihr es trotz der ekligen technischen Probleme geschafft habt, "hier" zu sein!
PS: Vielleicht sollte man mal eine Lada-Vermietung in Südafrika gründen...
Ja, wir wurden da sehr herzlich aufgenommen an jenem Tage. Du hast recht, es sind unvergessliche Momente die einem in Erinnerung bleiben und an die man sehr gerne zurückdenkt. Es war immer wieder aufs Neue eine „kleine“ Schwierigkeit sich nicht von den neg. „Erfahrungen“ so zu beindrucken lassen dass man die Augen für die schönen Dinge verschließt.

@ Feur-de-Cap
Fleur-de-Cap schrieb: Hallo Reisender,
ich bin auch noch dabei 🤪 Euch ist ja wirklich nichts erspart geblieben....ich hoffe, der Zeckenbiss war ohne Folgen.... Freue mich,wenn es weiter geht....bis zum 26.03. solltest Du spät. fertig sein, dann geht es für uns auch wieder los 😗 LG Fleur
Der Zeckenbiss war bis jetzt folgenlos … und es geht bald weiter …

@ Topobär
Topobär schrieb:Vielleicht ein kleiner Trost: Eure Erlebnisse mit dem Mietwagen und vor allem deren Schilderung, werden viele Forumsmitglieder davor bewahren, das Gleiche zu erleben.
Reiseberichte sind halt auch „Erfahrungsberichte“.
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Themenstarter152 Beiträge · seit 201313. März 2015 ·
10.09.2014 Gosho Nature Game Reserve – Mtarazi Falls
Heute geht es auf guter Asphaltstraße in Richtung Eastern Highlands weiter. Auf 100 km haben wir vier Polizeikontrollen.

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Nach einem kurzen Fotostopp kommt beim Starten der Alarm der Blackbox (Temperatur- und Ölanzeige). Es ist wohl eine unendliche Geschichte. Also rufen wir wieder Hr. S. an und bitten um Klärung, was der Alarm bedeuten kann. Denn Öl und Wasser sind es nicht, das haben wir bereits geprüft. Nach einer Stunde vergeblichen Wartens auf einen Rückruf vom Vermieter oder dem Vermittler aus Deutschland starten wir das Auto erneut und es wird kein Alarm mehr ausgelöst.

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Wir setzen unsere Fahrt fort und erreichen Juliusdale. Beim Nationalparkbüro (Far and Wide) ist niemand anwesend. Auch bei der angegebenen Telefonnummer nimmt niemand ab. Also entschließen wir uns ohne Voranmeldung in den Nationalpark zu fahren. Wir genießen den wunderschönen Ausblick vom Honde View. Viele kleine Dörfer und Felder sehen wir im Tal.


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Als wir bei der Schranke des Nationalparks (Mtarazi Falls) ankommen, werden wir wegen der Buchung des Campingplatzes einige Kilometer zurückgeschickt. Mr. C. fühlt sich bei der Buchung und Bezahlung des Campingplatzes sehr gestört und lässt uns das auch spüren. Beim Bestellen des Feuerholzes fragt er, ob wir denn keinen Gaskocher haben. Nun können wir uns schon dafür rechtfertigen. Der Platz ist schön angelegt. Überall ist es grün und es duftet nach Eukalyptus- und Pinienwäldern. Ein schöner Weg mit verschiedenen Aussichtspunkten bringt uns zu den Mtarazi Falls, die die höchsten des Landes sind.

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Als wir zum Campingplatz zurückkommen, ist eine Gruppe schwarzer Jugendlicher mit ihrem Lehrer dort. Sie machen eine mehrtägige Wanderung durch das Honde Valley.
Am Abend backen wir noch einen Kuchen und lassen ihn uns schmecken.

11.09.2014 Mtarazi Falls - Nyanga

Morgens werden wir durch die Schüler schon um 5:15 Uhr durch laute Gespräche geweckt. Also stehen wir auch bald auf.

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Neugieriger Besuch beim Frühstück ...

Unsere Fahrt geht weiter und der nächste Stopp ist bei den Pungwe View. Dort treffen wir wieder auf die Jugendlichen, die einen Vortrag dort hören. Wir können tief in die Schlucht sehen.

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Danach geht es weiter zu den Pungwe Falls. Viele Schilder sind verblasst oder unleserlich. Eine kleine Wasserdurchfahrt ist beim Pungwe Drift zu durchfahren. Dort treffen wir zum letzten Mal die Gruppe Jugendlicher, die uns freundlich zuwinkt. Der Weg zu den Fällen ist sehr ausgefahren und hat es z.T. in sich. Wir haben Mühe, das Auto dort zu wenden. Die Pungwe Falls sind schön gelegen und man kann gut sehen, wie das Wasser sich einen Weg in die Felsen bahnte.

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Auf der Scenic Road fahren wir nach Nyanga und machen eine Pause im Rhodes Nyanga Hotel, dass im Kolonialstil erbaut wurde. Die Rechnung wird bei Kaffee und Kuchen ohne Frage gleich mitserviert und die hat sich gewaschen.


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In dem kleinen Städtchen, das schön in den Bergen gelegen ist, müssen wir lange nach dem Campingplatz Anglers Rest suchen. Weil wir keinen Sanitärtrakt sehen, fragen wir nach und bekommen die Möglichkeit, das Bad eines Zimmers zu benutzen. Beim Duschen geht kurze Zeit später das Wasser aus und es kommt auch nichts mehr nach. Uns wird ein Eimer Wasser hingestellt. Wir hatten uns schon gewundert, dass ein halber Eimer Wasser vor dem Zimmer stand.
Ein heftiger Sturm kommt abends auf und so kochen wir unser Essen auf einem selbstgebauten Sturmkocher (alufolien-umwickelter Kocher). Im Zelt ist es durch den Sturm unheimlich, hoffentlich passiert nichts.


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zuletzt bearbeitet 13. März 2015
1’558 Beiträge · seit 201114. März 2015 ·
Hallo Reisender,

Simbabwe ist so schön, vielen Dank für deinen tollen Bericht! 🤩
🙂 Ich freue mich immer, wenn es weitergeht und ich das ein oder andere Fleckchen wieder erkenne.

Biggi
Meine Reiseberichte
Themenstarter152 Beiträge · seit 201314. März 2015 ·
Hallo Biggi,

ja, das ist es. 😄
weiter geht es in den Eastern Highlands ...
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Themenstarter152 Beiträge · seit 201314. März 2015 ·
12.09.2014 Nyanga – La Rochelle
In der Nacht lässt der Sturm nach, wir können sogar etwas schlafen. Leider entdecken wir beim Frühstück, dass das Brot schimmelig ist. Wie gut, dass wir noch den Kuchen haben und so gibt es ein schönes und süßes Frühstück.

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Unsere Fahrt geht weiter nach Troutbeck. Dort bekommen wir dann Brot zu kaufen, in der Zwischenzeit kommt meine Frau mit einem Herrn ins Gespräch, der ganz erstaunt ist, dass wir in so einem kleinen Zelt schlafen. Er will vieles wissen, was wir essen, wohin unsere Reise geht…. Oft geht es in Afrika ganz schnell, dass man im Nu im Gespräch ist.
Wir steuern das Troutbeck Inn- Hotel an. Vielleicht haben wir dort eine Chance, Postkarten zu bekommen, aber denkste… keine einzige. Nun geht es auf den Rundweg zum Lake Connemara und World´s View. Mit wenig Kondition erklimmen wir atemlos einen Berg, klettern über Felsen und schauen in die grandiose Ferne, die etwas dunstverhangen ist.


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Auf holpriger Piste geht es langsam zur Asphaltstraße zurück.

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Eine wunderschöne Serpentinenstraße windet sich ins Honde Valley mit immer wieder malerischen Ausblicken auf Berge, Hütten, Felder, buntes Treiben auf der Straße. Viele Leute winken und rufen uns zu. Auf der Rücktour unternehmen wir drei Versuche, um den Abzweig nach Penhalonga über Honde zu finden, aber wir finden ihn nicht. Von den Leuten werden wir hin- und hergeschickt, Straßennamen und Kilometersteine finden und sehen wir nicht. Dann müssen wir auf der Asphaltstraße wieder zurückfahren.


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Langsam sollten wir jetzt eine Übernachtungsmöglichkeit finden. Für einen im Reiseführer beschriebenen Campingplatz am Stausee fehlte die Beschilderung (im Navigationsgerät auch nicht auffindbar). Das nächste Ziel heißt dann „La Rochelle“. Das Hotel und der Campingplatz sind wegen Renovierung geschlossen, aber…wir dürfen bleiben. Wir sind so froh. Mit Peter, dem Caretaker und seiner Familie gibt es eine lange Unterhaltung. Er erzählt uns von seinen Träumen, dass er sich einen Fotoapparat ersparen möchte. Mit der Fotographie möchte er sich selbstständig und unabhängig machen.

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Nach dem Abendessen geht es bald in die Federn. Leider gibt es hier auch diesen „nervtötenden“ Vogel, der nachts laute klirrende Geräusche macht. Aber er lässt sich durch den Schein der Taschenlampe vertreiben.

13.09.2014 La Rochelle – Bridal Veil Falls
Morgens sehen wir uns noch einen kleinen Teil des Botanischen Gartens von La Rochelle an. Es ist ein schöner Ort.

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Nach dem Frühstück kommt bald Peter, unser Caretaker. Als kleines Dankeschön schenken wir ihm ein paar Fußballbilder, Luftballons, Schulhefte, Stifte sowie Konservenbüchsen. Er ist sichtlich darüber erfreut.
Unser nächstes Ziel sind in den Bwumba Mountains der Vumba Botanical Garden. Wir durchfahren eine schöne Landschaft. An der Einfahrt zum Botanischen Garten erwarten uns gepflegte Grünanlagen mit üppigem Pflanzenbewuchs. Wir sind fast die einzigen Gäste, später kommen noch ein paar einheimische Tagesbesucher. Je mehr wir in den Park hineinfahren, umso verkommener und verwilderter wird es. Wir schauen uns den ersten Campingplatz an, aber die Sanitäranlagen sind nicht nutzbar. Die Zufahrt zum zweiten Campingplatz ist derart zugewachsen, so dass wir nur im Schritttempo fahren können und wir mit Zuhilfenahme der Differentialsperre umkehren müssen. Das Gras auf dem Platz ist meterhoch gewachsen und die Feuerstellen fast nicht mehr erkennbar. Wir können und wollen hier nicht campen und bleiben. Es ist eigentlich eine wunderschöne Anlage, die einfach stark vernachlässigt und heruntergekommen ist. Wie schade.

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Wir entschließen uns in Richtung Chimanimani Nationalpark weiterzufahren. Nach Mutare werden wir bei dem dritten Roadblock von der Polizei herausgewunken. Eine Polizistin will zuerst den Führerschein und dann das TIP (Temporary Importation Permit) sehen. Wir reichen ihr beides und erfahren dann, dass die TIP gestern am 12.09.2014 abgelaufen ist. Somit haben wir ein großes Problem. C., unser Ersatzwagenfahrer hatte dieses Permit nur für eine Woche ausstellen lassen. Leider ist das uns bei der Fahrzeugübernahme nicht gesagt worden und wir haben es auch nicht bemerkt.
Darauf stehen 500,00 US$ Strafe. Upps, das wird unsere Urlaubskasse stark gefährden. Der nächste Schreck fährt uns in die Glieder, als wir von der Polizistin erfahren, dass diese Angelegenheit ein Richter entscheiden muss und weil heute Samstag ist, müssen wir bis Montag, wenn der Richter wieder im Dienst ist, in Beugehaft und das Auto wird beschlagnahmt. Es läuft alles wie ein schlechter Film ab. Wir sind fassungslos und geschockt. Die Polizistin fragt uns immer wieder, was sie mit uns machen soll. Wir können es ihr nicht sagen. Wenn sie ihren Vorgesetzten holt, wird das Auto beschlagnahmt. Ihren Hut rückt sie dabei immer wieder zurecht. Eine ganze Zeit geht das so weiter. Polizisten dürfen nur ein Bußgeld von 20,00 US$ verlangen. Alles, was darüber hinausgeht, muss ein Richter entscheiden.
Die Polizistin fragt uns irgendwann, aus welchem Land wir kommen und wie wir heißen. Ab dem Zeitpunkt ändert sich das Gespräch, in der Hinsicht, dass wir ja hier Urlaub machen wollen und sie mit ihrer Strafe unseren Urlaub beenden würde. Als wir ihr unser nächstes Urlaubsziel sagen, meint sie, wir sollten jetzt hinfahren und die Angelegenheit in den nächsten Tagen klären. Zum Abschluß verlangt sie noch 20,00 US$. Sie nimmt das Geld in die Hand und wir trauen uns nicht, dafür eine Quittung zu verlangen. Sie will es einstecken, überlegt es sich dann und gibt es uns wieder zurück. Wir können weiterfahren, Gott sei Dank.
Der Schreck sitzt uns noch einige Tage später in den Knochen und wir überleben die zwei weiteren Roadblockes an diesem Tage ohne Kontrollen. Es ist für uns unverständlich, dass nur eine Woche diese TIP ausgestellt wurde (wir mussten im Vorab dem Vermieter unsere Reiseroute durchgeben und hatten drei bis vier Wochen in Zimbabwe geplant). Oder wir hätten über die Verlängerung des TIP informiert werden müssen. Natürlich müssen wir uns auch selber die Schuld geben, dass wir nicht darauf geachtet haben. Aber auch hier sehen wir, dass die Kommunikation zwischen Vermieter und Mieter zu wünschen übrig lässt, schade.

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Glücklicherweise finden wir bei Bridal Veil Falls in einem kleinen Nationalpark einen schönen Campingplatz. Peter, wahrscheinlich ein Sammelbegriff für die Caretaker hier, sieht uns auf seinem Nachhauseweg, läuft zum Campingplatz zurück, macht Feuer für das Duschwasser heiß und zündet uns ein Lagerfeuer an. Peter tut uns gut. Wir haben abends einen beleuchteten Rasen mit Glühwürmchen. Ein rauschender Wasserfall lässt uns gut in den Schlaf fallen.

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14.09.2014 Bridal Veil Falls

Mit dem angenehmen Wasserfallrauschen haben wir eine gute Nacht verbracht. Morgens werden wir durch den Feuergeruch für die Duschen geweckt. Dabei kommt ein Zuhause-Gefühl auf.

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Wir fahren zum Nationalpark-Büro, um eine weitere Nacht zu buchen sowie zwei Nächte im Basecamp des Chimanimani Nationalparks.
Nun geht es zu einem kleinen Gamedrive im Eland Sancturary in einer abwechslungsreichen Landschaft, jedoch ohne Tiere. Es gibt hier keine Eland Antilopen mehr, die schon vor etlicher Zeit gewildert wurden.


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Auf unserem Campingplatz ist nun ein Waschtag dran. Später rühren wir noch Pizzateig an. Danach machen wir uns auf den Weg zum Wasserfall. Ein steiler und beschwerlicher Weg, z.T. mit Stufen versehen führt uns zu zwei weiteren Wasserfällen und zur Quelle. Die Aussicht entlohnt uns für die Mühen. Wir können sogar oben an dem Wasserfall stehen.

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Mit Peter, dem Attendanten haben wir noch eine lange Unterhaltung. Er hat diesen Weg zu den Wasserfällen und der Quelle in mühevoller Arbeit angelegt. Er wohnt mit seiner Familie und seinen Eltern etwa eine halbe Stunde Fußweg entfernt in einem kleinen Dorf. Wir erfahren so etwas über sein Leben, seine Arbeit und seine Träume.
Viele Grüße Der Reisende ________________________ Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Aurelius Augustinus Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 14. März 2015
232 Beiträge · seit 200616. März 2015 ·
Hallo Reisender

Bin immer noch mit auf eurer Tour. Vielen DAnk für die tollen Bilder und Berichte. Macht so richtig Freude 🙂 Ein Teil eurer Reise in den Eastern Highlands hatten wir 1997 gemacht, und dann letzten Sommer. Wir waren auch im Botanical Garden in den Vumbas und ich hätte dir sagen konnen, das der Camping leider nicht mehr funktional ist; sorry, too late. Beim nächsten Mal solltet ihr dann bei unseren Freunden in der Kwayedza Lodge übernachten, klein, familiär und nicht so teuer. Übrigens haben wir gehört, dass das Leopard Rock Hotel zum Verkauf stehen soll: wer will kaufen?? 😄

Freue mich auf den weiteren Bericht.

Herzlich grüsst Manaslu
3’883 Beiträge · seit 201116. März 2015 ·
Hallo Reisender,
habe bisher "heimlich" mitgelesen. Ein seriöser, zuverlässiger Autovermieter ist wohl das A und O bei einer solchen Reise. Ich bewundere eure wunderschönen Fotos und denke die ganze Zeit: Wenn uns der Schlamassel passieren würde, wie würden wir das durchstehen! Ihr scheint ein gesundes Nervenkostüm zu haben - Hut ab! Ich habe den Eindruck, dass ihr trotz des vielen Pechs in der Lage wart, so viel wie möglich von eurer Reise zu genießen.

LG freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
Themenstarter152 Beiträge · seit 201316. März 2015 ·
@ Manaslu
Manaslu schrieb:
...
Beim nächsten Mal solltet ihr dann bei unseren Freunden in der Kwayedza Lodge übernachten, klein, familiär und nicht so teuer. Übrigens haben wir gehört, dass das Leopard Rock Hotel zum Verkauf stehen soll: wer will kaufen?? 😄
...
Vielen Dank für den Tipp, den werden wir auf jeden Fall beim nächsten Aufenthalt in Simbabwe berücksichtigen. Nach der Tour ist das nötige Kleingeld für ein Hotel nicht gerade vorhanden ... 🙂

@ freshy
freshy schrieb:Hallo Reisender,
habe bisher "heimlich" mitgelesen. Ein seriöser, zuverlässiger Autovermieter ist wohl das A und O bei einer solchen Reise. Ich bewundere eure wunderschönen Fotos und denke die ganze Zeit: Wenn uns der Schlamassel passieren würde, wie würden wir das durchstehen! Ihr scheint ein gesundes Nervenkostüm zu haben - Hut ab! Ich habe den Eindruck, dass ihr trotz des vielen Pechs in der Lage wart, so viel wie möglich von eurer Reise zu genießen.

LG freshy
Wir haben versucht, den Reisebericht soweit es geht, sachlich zu schreiben. Die Emotionen vor Ort haben wir beim Schreiben immer wieder durchlebt. Es war nicht einfach für uns und auch ein Stückchen „Lebensschule“. Wir hätten nie gedacht, dass uns so was passiert … 😈 Es war eine Erfahrung der besonderen Art, die wir keinem wünschen.
Viele Grüße Der Reisende ________________________ Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Aurelius Augustinus Meine Reiseberichte
Themenstarter152 Beiträge · seit 201316. März 2015 ·
15.09.2014 Bridal Veil Falls – Chimanimani Nationalpark
Um 7:30 Uhr stehen wir am Gate der Bridal Veil Falls. Die Schranke ist geschlossen, obwohl die Öffnungszeiten von 6:00 a.m. - 6:00 p.m. sind. Nach 20 Minuten Wartezeit und wiederholtem Hupen kommt endlich jemand, um die Schranke am Gate zu öffnen.

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Auf einer nicht so schlecht, wie im Hupe-Reiseführer beschriebenen Piste, gelangen wir zum Basislager des Chimanimani Nationalparks.

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Vor einer schönen Bergkulisse liegt der Campingplatz auf 1.300 m Höhe. Wir verbringen einen ruhigen Tag und sind die Einzigen auf dem Platz.

16.09.2014 Chimanimani Nationalpark
Heute morgen soll unsere Wandertour losgehen. Den Ranger vom Basislager informieren wir über unser Vorhaben und müssen unsere Abwesenheit im Camp noch in ein Buch eintragen. Alles hat hier seine Ordnung. Er meint, es ist gut, wenn wir früh losgehen, weil es am Tage sehr heiß werden kann. Den Anfang des Weges erklärt er uns, später weisen uns gelbe Pfeile und Steintürmchen den Weg. Wir müssen schon oft genau hinsehen, es ist nicht immer gleich deutlich erkennbar. Über Steine und zwischen schmalen Felsspalten geht es höher und höher. Der Weg ist beschwerlich und kein Spaziergang.

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Immer wieder gibt es Stellen, wo sich für uns neue Ausblicke erschließen. Wir sind inmitten einer grandiosen Landschaft und können uns kaum sattsehen. Schließlich gelangen wir zu einer Hochebene. Nach etwa drei Stunden Wandern machen wir kehrt und uns auf den Rückweg.

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Grenzregion Mosambique

Wir begegnen noch einer größeren Gruppe Jugendlicher, die in den Bergen übernachten wollen.
Mit vielen Eindrücken im Kopf und Herzen kommen wir im Camp wieder an.
Am Abend sehen wir in der Nähe einige Feuer am Berghang, die sich in unsere Richtung ausbreiten. Uns wird etwas mulmig und unheimlich, da die Entfernung zum Feuer schwer abzuschätzen ist. Wir gehen zum Ranger und fragen nach. Er meint, dass Leute von den Dörfern Feuer gemacht hätten und ein Fluß zwischen ihnen und uns wäre. Wir beobachten noch eine Weile das Feuer, wie es stärker wird und auch einige Bäume in Flammen aufgehen.
In der Nacht schlafen wir unruhig, schauen noch mal aus dem Zelt und sind erleichtert, dass das Feuer weniger geworden ist.

17.09.2014 Chimanimani Nationalpark – NP Lake Kyle (Lake Mutiriki)
Am Morgen erzählt uns ein Grenzsoldat, der gerade den Berg herunter kommt, dass Schlepper aus Mosambik kleine Feuer auf den Pfaden in den Bergen anzünden, die den Leuten aus Mosambik den Weg zeigen sollen. Die Feuer haben sich nun weiter ausgebreitet. Er hat heute noch einiges zu tun und müsse noch einige verhaften ...
Unsere Reise geht dann weiter. In und um Tanganda stehen riesige Baobabs, später fahren wir über die Birchenough Brigde. Die Asphaltstraße lässt sich gut befahren. Die Temperatur – und Ölleuchte des Autos leuchten immer wieder auf, dazu kommt später auch die WAT/ALT-Leuchte. Das Ganze wird untermalt durch einen Alarmton. Den Alarmton können wir lt. Hr. S. mit einer Reset-Taste ausstellen ...
Dann fahren wir zum Nationalpark Lake Kyle (Lake Mutiriki). Am Eingangstor begrüßt man uns sehr herzlich. Der Campingplatz ist sehr großzügig angelegt. Jedoch ist es bei der zunehmende Sonneneinstrahlung und Hitze schwierig, ein schattiges Plätzchen zu finden. Die Meerkatzen toben nicht nur draußen auf dem Platz herum, sondern kommen auch aus den Waschräumen gesprungen. Als ich ein Badezimmer betreten, schwingt sich die Meerkatze von der Badewanne über meine Kopf aus der Tür heraus. Wir haben beide einen tüchtigen Schreck bekommen.
Wir so oft, sind wir die Einzigen auf dem Platz und lassen den Abend mit einem wunderschönen Sonnenuntergang am See mit Lagerfeuer und Potjeessen sowie Rotwein ausklingen.

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Viele Grüße Der Reisende ________________________ Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Aurelius Augustinus Meine Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 16. März 2015