Pumba77Themenstarter28 Beiträge · seit 201310. Juli 2014 · #1
Hallo zusammen,
wir sind frisch aus Uganda zurück und möchten vor allem unsere tollen, aber auch die nicht so tollen Erlebnisse mit Euch teilen. In der Rückschau waren die ersten zwei Tage ein absoluter Albtraum, gefolgt von unglaublich schönen, aber auch einigen frustrierenden Erlebnissen. In Summe also ein waschechter Abenteuer-Urlaub 🙂
Aber der Reihe nach: Letztes Jahr kam uns die grandiose Idee "wir wollen Berggorillas sehen". Nebenbei der ultimative Vor-Ehe-Test - denn was lässt mehr den innersten, bis dahin dem Partner verborgenen Fiesling zum Vorschein kommen als 2 Wochen im 4x4 inkl. Übernachtung im Dachzelt? 😉
Dank der vielen hilfreichen Beiträge hier im Forum sind wir sehr schnell auf Douglas von Alpha Rent a Car gekommen. Douglas war in der Vorbereitungsphase ein richtiger Schatz - mit Engelsgeduld hat er all unsere Fragen beantwortet, was insb. bei der Routenplanung extrem hilfreich war.
Nach intensivem Studium genau eines Reiseführers (die Auswahl entsprechender Literatur ist für Selbstfahrer in Uganda recht minimalistisch) und einer Straßenkarte, diversen Shopping-Marathons (inkl. 4 verschiedenen Anti-Mückenmitteln, von denen wir genau 0,5 verbraucht haben 😐 ) und Aufrüsten des Foto-Equipments ging es am 07.06.14 mit Brüssel Airlines los.
Im Gepäck befand sich dank der freizügigen Gepäckregelung von Brüssel Airlines 23kg Kinderkleidung, gespendet von netten Kollegen und Freunden. Dazu noch gefühlte 5kg Schmerzmittel, Desinfektionsspray, Verbandsmaterial, chirurgisches Besteck. Die vorsichtige Frage des zukünftigen Ehegattens, ob Frau gedenke in die Stapfen von Albert Schweitzer zu treten, wurde ignoriert, das Zeug musste mit (der Verbrauch an medizinischen Materialien entsprach während der Reise ungefähr dem Verbrauch des Anti-Mückenmittels s.o., so dass am Ende ca. 4,9kg wieder mit nach Hause flogen). #Hab ich Dir doch gleich gesagt - Anm. d. Ehegatten 😛 #
Der Flug Brüssel-Entebbe verlief angenehm ereignislos, das Essen war in Ordnung, das Unterhaltungsprogramm ebenso, auf dass wir abends pünktlich in Uganda landeten. Wir hatten im Vorfeld eine Nacht im African Roots Guest House in Entebbe gebucht. Ein netter Fahrer holte uns wie versprochen ab. Der Empfang im Guest House war herzlich, das Zimmer ruhig, sauber, mit einem äußerst bequemen Bett und heißem Wasser in der Dusche. Bis hierhin war also alles prima verlaufen - wie schnell sich das ändern kann, sollten wir am nächsten Tag erfahren...
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200810. Juli 2014 · #2
Hallo Pumba,
Ich bin natürlich dabei! 😎
Habe wie immer einen netten Platz auf dem Dach gefunden....... 🙂
Bin echt gespannt was sich am Morgen so schnell verändert hat!!! 🙄
Nächstes Jahr wollen wir auch wieder Uganda besuchen. 🙂
Daxiang5'049 Beiträge · seit 201410. Juli 2014 · #3
Hallo Pumba,
danke, dass ihr uns an Eurer Reise telnehmen last! 🙂
Ich sichere mir auch schon ein Plätzchen in Eurem Wagen und freue mich auf´s Mitreisen! Da unsere Ugandareise ja auch immer näher rückt, ist das eine willkommene Einstimmung!
wir sind frisch aus Uganda zurück und möchten vor allem unsere tollen, aber auch die nicht so tollen Erlebnisse mit Euch teilen. In der Rückschau waren die ersten zwei Tage ein absoluter Albtraum, gefolgt von unglaublich schönen, aber auch einigen frustrierenden Erlebnissen. In Summe also ein waschechter Abenteuer-Urlaub 🙂
Allerdings, macht mir dieser Satz ein wenig Angst - vielleicht sollte ich die erste beiden Tage doch lieber mal nicht mitfahren! 😉
Ich bin ganz gespannt, was ihr so alles auf Eurer Reise erlebt habt und freue mich auf Euren Bericht mit ( hoffentlich) vielen Fotos!
Oh, welche Freude. Es gibt noch einen Reisebericht zu Uganda vor unserem Abflug Ende August. Da bin ich natürlich auch mit dabei.
Deinen Artikel zu den Übergriffen im Westen Ugandas hatte ich schon im 4x4community forum gelesen. Da uns das Gebiet auf unserer Tour schon tangiert, werde ich die Situation sehr aufmerksam weiter verfolgen.
Ich freue mich auf Eure Erlebnisse, die guten wie die weniger schönen.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
Fleur de Cap1'409 Beiträge · seit 201010. Juli 2014 · #5
Hallo Pumba,
Uganda habe ich zwar (noch nicht) auf meinem Radar. Aber ich fahre gerne mit. Dem Titel nach wird es spannend...
schön das Du so kurz vor unserem Abflug nach Uganda ( nächste Woche geht es endlich wieder los ) noch Deinen Reisebericht beginnst. Wahrscheinlich werden wir bis zum Abflug nicht mehr alles mitkriegen, sind aber natürlich besonders an den nicht ganz so schönen Erlebnissen interessiert. Gibt es aus Deiner Sicht etwas wo Du sagst das sollten die kommenden Ugandareisenden beachten ?
Danke und viele Grüsse Christian
Pumba77Themenstarter28 Beiträge · seit 201311. Juli 2014 · #7
Schön, dass Ihr uns auf unserer Uganda-Tour begleiten möchtet!
Nach einer sehr ruhigen Nacht und einem sehr guten Frühstück warteten wir an unserem ersten „richtigen“ Tag ungeduldig auf unser Auto, das von Patrick um 9 Uhr zum Guest House gebracht werden sollte. Geplant war, an diesem Tag bis zum Lake Mburo National Park zu fahren.
Erste wichtige Lektion des Tages: Glaub dem Forum, d.h. vergiss sofort Dein deutsches Zeitverständnis und vor allem: Hör auf zu planen! 😄
Um 10 Uhr rollte unser Toyota Landcruiser dann durchs Tor, welcher nach kurzer Inspektion der Ausstattung sofort von uns ins Herz geschlossen wurde: Geräumige Fahrerkabine (für Menschen höher 1,90m ein nicht unwichtiger Faktor), Wassertank mit Filter, Kühlschrank, diverse Verstauungsmöglichkeiten, genau passendes Camping-Equipment, aber auch Basis-Werkzeug, Sandbleche, eine solide aussehende Schaufel, 2 Diesel-Tanks etc. etc. Hier ein Foto unseres Schätzchens, aufgenommen auf einer Campsite ein paar Tage später:
Los ging es mit Patrick zum Einkaufen und zu diversen ATM. „Diverse“ deshalb, weil diese widerborstigen Geräte entweder kein Geld ausspucken wollten und/oder einfach unsere Karten so lange verschluckt hielten, bis das Betriebssystem (Windows…) runterfuhr. Dieser Vorgang dauerte so um die 5-10 Minuten und verursachte jedes Mal eine gewisse Transpiration bei den Karteninhabern. 😈
Bis wir diese ersten Unwägbarkeiten gelöst hatten, war viel mehr Zeit verstrichen als geplant, also hieß es: Neuer Plan. Masaka als Zwischenstopp für die Nacht schien machbar zu sein, lt. Reiseführer sollte es dort eine schöne Campsite an der Straße nach Mutukula geben
Das Fahren bis dorthin war kein Problem, leider verfehlten wir die Einfahrt zur Campsite. Kein Problem, wir fuhren einfach bis zum nächsten Dorf, um dort zu wenden. Auch das zu Beginn kein Problem. Links an den Straßenrand gefahren, rückwärts gesetzt, rechts und links geschaut, 2 Boda Boda-Fahrer hielten sogar noch an, um uns Platz zu lassen. Auf die Straße gefahren – und dann passierte der schlimmste Moment des Urlaubs: Wir hatten das Wendemanöver fast beendet, als quasi aus dem Nichts ein Boda Boda Fahrer versuchte, uns links, quasi auf dem "Gehweg", zu überholen, sich anscheinend völlig bzgl. Geschwindigkeit und Abstand zum Auto verschätzte und in unseren linken Kotflügel knallte. Der Fahrer flog in hohen Bogen über sein Moped. Sofort sammelte sich eine Menschenmenge um den Fahrer. Als wir ausstiegen, hatten schon die ersten unsere Heckklappe aufgerissen und bugsierten den Fahrer in unser Auto. Er gab Schmerzen im Bein an, ansonsten schien er nach einer ersten Untersuchung unverletzt. Wir waren natürlich gewillt, sofort mit ihm ins Krankenhaus zu fahren, was bei der wild diskutierenden Menge aber nicht möglich war. Zum Glück kamen 2 Polizisten vorbeigefahren, die erstmal vehement für Ruhe sorgten und uns dann ins Krankenhaus begleiteten.
Damit war der Albtraum aber noch nicht vorbei: Danach ging es zur Polizeiwache, wo wir eine Aussage machen sollten. Kein Problem –dachten wir. Schnell wurde klar, dass jetzt die Probleme erst anfingen: Uns wurde mehr oder weniger versteckt klar gemacht, dass wir trotz Versicherung Bargeld auf den Tisch legen sollten – und zwar nicht nur für den Verunfallten und seine Familie, die Polizei witterte auch ein einträgliches Geschäft. Höhe der „Spende“ bis dahin noch nicht bekannt. Wir möchten Euch hier mit Einzelheiten verschonen, in der Rückschau hatte es aber Züge eines Kasperletheaters. Da wir 2 Tage später in Buhoma sein wollten, um die Gorillas zu besuchen, hatten wir dezent Zeitdruck und wollten so schnell wie möglich weiter. Nichts da, am nächsten Tag sollte angeblich ein Sachverständiger erst mal das Moped und unser Auto begutachten. Die Schuldfrage war völlig nebensächlich (und blieb es auch).
Wir schalteten Douglas ein, der versprach, dass Patrick uns am nächsten Tag helfen würde. Die Nacht verbrachten wir wie geplant auf der Campsite, welche wirklich zu empfehlen ist!
Patrick erschien auch am folgenden Tag, zwar nicht um 9 Uhr wie versprochen, sondern erst um 14 Uhr (unsere Nerven hatten sich bis dahin pulverisiert), aber egal, wir fühlten uns nicht mehr allein gelassen und waren unendlich froh, ein bekanntes Gesicht zu sehen.
Zwischenzeitlich stellte sich heraus, dass der Fahrer wohl einen Wadenbein(an)bruch erlitten hatte. Wir waren sehr erleichtert, dass ihm nicht mehr passiert war!!
Bis wir um 17 Uhr endlich weiterfahren durften, waren wir um 900USD und 2 Urlaubstage ärmer. 300USD wurden obenauf noch von der Versicherung bezahlt. Diese Summe war nicht verhandelbar, die Alternative wäre lt. Polizei ein Gerichtsverfahren gewesen. Es war bei dieser Summe nicht schwer zu erraten, warum der Polizeichef so vehement die Ehefrau des Verunfallten gegenüber uns unterstützt hatte… Der am Vortag oft zitierte Sachverständige tauchte natürlich nicht auf.
Wir tuckerten noch bis Mbarara weiter, völlig schockiert von unseren ersten beiden Tagen in Uganda. Es gibt von diesen beiden Tagen keine Fotos, die wir Euch zeigen könnten, uns war einfach nicht nach fotografieren…
Fleur de Cap1'409 Beiträge · seit 201011. Juli 2014 · #8
Hallo Pumba,
es gibt Dinge, die braucht kein Mensch, schon gar nicht im Urlaub....bin gespannt, wie es weitergeht und hoffe, dass Ihr den Urlaub doch noch geniessen konntet 😊
Black Lion378 Beiträge · seit 201211. Juli 2014 · #9
Nach so einem Erlebnis wären meine Nerven vermutlich auch blank gewesen. Ich kann mir vorstellen, dass das was da euch passiert ist der Albtraum jedes Selbstfahrer in Afrika ist. Wie gut, dass ihr am Ende Hilfe hattet. Und Danke auch dafür, dass du hier deine Geschichte erzählst. Ich hoffe das war auch euer letzter Albtraum auf eurer Reise.
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014)
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Champagner8'672 Beiträge · seit 201011. Juli 2014 · #10
Oje, sowas wäre ja schon daheim für mich der Super-Gau, und dies alles dann im Urlaub, und nicht in Usedom, sondern in Uganda 🤩 !
Das Einzigste, was tröstlich ist: viel schlimmer kann es nicht kommen (dem Verletzten wünsche ich natürlich gute Besserung!) und somit ist Luft nach oben bei diesem Ferienstart!
Bitte, bitte kommt rechtzeitig zu den Gorillas - ich freue mich schon so auf die Fotos!
Daxiang5'049 Beiträge · seit 201411. Juli 2014 · #11
Hallo Pumba,
so was wünscht man keinem - nur gut, dass ihr das nicht ganz allein durchstehen musstet!
Ich hoffe nach dem nervenaufreibenden Anfang der Reise, kann nun in der Überschrift das "Alb" gelöscht werden und der Rest der Reise verlief so wie ihr es geplant habt.
lionfight1'324 Beiträge · seit 201311. Juli 2014 · #12
Ich glaube was euch passiert ist, ist der Albtraum von uns allen. Ein Unfall mit Personenschaden ist immer eine üble Sache. Und im Ausland noch 1000x mehr.
So schlimm das alles war, werdet Ihr vermutlich im Nachhinein froh sein, dass es so glimpflich abgegangen ist.
Ich hoffe mal jetzt geht es unfallfrei weiter.
Gruß! der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela
10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
Diese Situationen sind ja das Problem von Selbstfahrern. Ich hatte mit den Motorradtaxis schon mehrmals unliebsame Begegnungen, und hier kommt noch die mangelnde Englischkenntnis. Es ist zwar schwer, mich auszuplündern (im Gegensatz zu Touristen), aber den Schaden am eigenen Auto darfst Du immer selbst bezahlen, we groß der Depp auch gewesen ist, der im Khatrausch mit drei Personen am Bike nicht mehr bremsen konnte. Strafe hat nur einmal einer dieser Gesetzlosen richtig bekommen, weil ihm sein Sozius das Motorrad geklaut hat, während er bewußtlos im Straßengraben gelegen ist.
The Schimann Family - Man kommt als Gast und geht als Freund
Pumba77Themenstarter28 Beiträge · seit 201312. Juli 2014 · #14
Weiter geht’s mit unserer Reise Richtung Gorillas.
Wir kamen in Mbarara mit Anbruch der Dunkelheit an und fanden zu unserer Erleichterung direkt die Campsite des Agip Motels (Empfehlung des Reiseführers). Für eine Übernachtung auf der Durchreise ist die Campsite perfekt, sehr gepflegt, leckeres Essen, saubere sanitäre Anlagen, was will das Camperherz mehr?! Ok, vielleicht den ein oder anderen Elefanten in der Nähe, aber nach den Erlebnissen der letzten 24 Stunden waren wir auch ohne Vierbeiner in der Nachbarschaft äußerst zufrieden. 🙂
Am nächsten Morgen ging es dann auf Richtung Buhoma.
Diese Art von Mittelstreifenkonstruktion war neu für uns:
Pumba77Themenstarter28 Beiträge · seit 201312. Juli 2014 · #15
Schnell noch in Kabale getankt (die Handhabung der beiden Dieseltanks führten zu einer gewissen Verwirrung, insb. da die Erklärung Patricks hierzu etwas konfus war – sollte jemand aus dem Forum den Landcruiser mieten wollen, schreibt uns am besten vorher an…), endlich den ATM dazu bewegt uns Geld zu geben und ab ging es in die Berge.
Pumba77Themenstarter28 Beiträge · seit 201312. Juli 2014 · #16
Da wir die Bilder zur Zeit nicht verkleinert bekommen, kommen die Fotos leider portionsweise online, sorry! 😵
Pumba77Themenstarter28 Beiträge · seit 201312. Juli 2014 · #17
Wir waren restlos begeistert von der Landschaft und von den sehr netten und hilfsbereiten Menschen. Egal ob wir nach dem Weg gefragt haben, unsere SIM-Karte oder der ATM herumbockte– immer war jemand zur Stelle, der uns weiterhalf. Traurig haben uns die vielen bettelnden Kindern auf dem Weg nach Buhoma gemacht. Unser Auto wurde leider mehr als einmal von Kindern mit Steinen beworfen, als wir nur aus dem Auto heraus gewunken, aber nichts gegeben haben. Ein Kind versucht sogar, sich an das fahrende Auto zu hängen…
In Buhoma hatten wir im Vorfeld 2 Nächte in der Silverback Lodge gebucht. Der weibliche Teil der Reisegesellschaft weigerte sich nämlich standhaft, im Regenwald im Zelt zu schlafen. Die Anfahrt zur Lodge erwies sich auf den letzten 30m recht als abenteuerlich (zumindest für uns Flachlandbewohner). Wir waren sehr froh, einen 4x4 zu fahren – bis wir am nächsten Tag feststellten, dass der Hotelmanager den Weg immer mit einem normalen SUV fährt. Da haben wir uns doch etwas geschämt... 😊
Die Lodge bietet einen traumhaften Blick auf den Regenwald. Alleine wegen der Aussicht würden wir sie immer wieder buchen.
Pumba77Themenstarter28 Beiträge · seit 201312. Juli 2014 · #18
Zwar sind noch alle Bilder unbearbeitet, dafür aber jetzt verkleinert 🙂
Pumba77 schrieb:Wir waren restlos begeistert von der Landschaft und von den sehr netten und hilfsbereiten Menschen. Egal ob wir nach dem Weg gefragt haben, unsere SIM-Karte oder der ATM herumbockte– immer war jemand zur Stelle, der uns weiterhalf. Traurig haben uns die vielen bettelnden Kindern auf dem Weg nach Buhoma gemacht. Unser Auto wurde leider mehr als einmal von Kindern mit Steinen beworfen, als wir nur aus dem Auto heraus gewunken, aber nichts gegeben haben. Ein Kind versucht sogar, sich an das fahrende Auto zu hängen…
Hallo Pumba,
Ihr hattet ja wirklich einen fürchterlichen Anfang Eurer Reise. Das ist wohl das schrecklichste, wovor jeder Autofahrer Angst hat, sei es nun in Afrika oder auch in Europa. Umso besser, dass dem Motorrad-Fahrer nichts schlimmeres passiert ist. Schön, dass Ihr trotzdem Eure Reise fortsetzen konntet und ich hoffe, es folgen noch sehr viel mehr schöne Erlebnisse, die den Anfang wett machen können.
Euer Erlebnis mit den Kindern habe ich mit Traurigkeit gelesen, denn das war bei uns vor zwei Jahren nicht der Fall. Die Menschen, und vor allem die Kinder, haben uns immer zu gewunken, vielleicht mal nach "Sweets" gerufen, aber nie Steine o.ä. geworfen. Das ist wirklich schade, haben wir Uganda doch als sehr freundliches Land empfunden.
Ich freue mich auf die Fortsetzung Eures Berichts und bin schon sehr gespannt, was Ihr noch erlebt habt.
Schöne Grüße,
Nicole
P.S.:
Pumba77 schrieb:Der weibliche Teil der Reisegesellschaft weigerte sich nämlich standhaft, im Regenwald im Zelt zu schlafen.
Das kann ich gut verstehen. Bei der Feuchtigkeit, die dort herrscht, möchte ich auch nicht im Zelt schlafen.
Bamburi541 Beiträge · seit 200713. Juli 2014 · #20
Hallo Nicole,
bei uns war das nicht viel besser: nachdem wir so viele nette Menschen und freundlich winkende Kinder in Uganda erlebt haben, kam der Schock in der Gegend um Buhoma: Dort sind wir zum ersten und einzigen Mal auf massiv und z.Teil agressiv bettelnde Kinder gestoßen. Wir konnten es nicht fassen - aber es hat sicher was mit den Touris zu tun, die diese Kinder wohl zu oft - und sicher auch gutmeinend - beschenkt haben 🙁
Grüßle Anja
Intelligent people discuss ideas. Fools discuss how people should behave. (Paulo Coelho)