tiggi1'557 Beiträge · seit 201113. Juli 2014 · #21
Hallo Pumba, tja, der Start in ein wunderbares Land mit einem Unfall ist der Albtraum schlecht hin 🙁 Nun hoffe ich aber, dass es gut weitergeht. Der Vorspann lässt mich auf tolle Erlebnisse hoffen. 😊
Ganz neidisch verfolge ich deinen Bericht, denn eigentlich hatten wir für März/April 15 so eine Tour geplant, sie aber gecancelt, weil es in der Jahreszeit soviel regnet wie sonst nicht. Ich hoffe sehr, irgendwann euren Wegen zu folgen. Aber bis dahin muss sich mein Chefpilot noch mit einem eventuellen Regenurlaub anfreunden. 😕 😉
Pumba77Themenstarter28 Beiträge · seit 201315. Juli 2014 · #22
Und dann war endlich der große Tag da! Morgens schnell ein leichtes Frühstück, Lunch-Paket eingepackt und los ging es zu Fuß Richtung Gate. Nach 20m Fußmarsch kam ein Auto hinter uns hergefahren. Es war Godfrey, der Hotelmanager. Er bestand darauf, uns zum Gate zu bringen. Aber nicht nur das, er kümmerte sich im Park um alle Formalitäten und gab uns Tipps, welche Familie wahrscheinlich am schnellsten zu erreichen sei. Zum Schluss gab er uns seine Mobilnummer mit dem Angebot, uns nach dem Trecking abzuholen. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Danke schön für diesen tollen Service!
Wir vertrauten auf Godfrey Rat und stellten uns für die Mubare Gruppe an. Unsere Rucksäcke übergaben wir 2 Trägern und los ging es. Das Wetter war perfekt, trocken, noch nicht zu warm. Godfrey sollte Recht behalten. Nach einer knappen Stunde Wanderung kam plötzlich Unruhe bei unseren Guides auf. Die Gorillas waren in der Nähe! Die Herrschaften saßen entspannt auf einem sehr, sehr hohen Baum. Man sah hier mal einen Arm, dort mal ein Bein, ab und zu ein Hinterteil oder auch mal einen Kopf.
Pumba77Themenstarter28 Beiträge · seit 201315. Juli 2014 · #23
Nach einer Stunde Beine-in-den-Bauch-stehen machte sich Aktionismus auf dem Baum breit, der Abstieg begann.
Pumba77Themenstarter28 Beiträge · seit 201315. Juli 2014 · #24
Danach verteilte sich die Gruppe weitflächig. Wir hinterher. Was wir nicht mitbekamen, war der Silberrücken hinter uns. Plötzlich knackte es im Unterholz und er stand direkt hinter unserer Gruppe. 🤩 Von den Guides „President“ genannt, benahm er sich auch so: Völlig entspannt ging er zwischen uns durch, während wir quasi Spalier standen, und verschwand im Unterholz. Wir hätten nur die Hände ausstrecken brauchen, dann hätten wir ihn berühren können. Natürlich war keine der Kameras auf diese Distanz eingestellt… Aber der Herr ließ sich nicht lumpen und veranstaltete die selbe Show kurze Zeit später nochmal. Leider auch diesmal ohne Kameraeinsatz - wer hätte gedacht, dass wir so viel Glück nochmal haben würden?! Ein unglaublicher Moment!
Hier noch ein paar weitere Fotos:
Den Nachwuchs bekamen wir leider nur kurz zu Gesicht. Es war eine unglaublich intensive und unvergessliche Stunde zusammen mit den Tieren!
lionfight1'324 Beiträge · seit 201315. Juli 2014 · #25
Das muss einfach ein wunderbares Erlebnis sein! Mein wohlwollender Neid ist mit Euch. 🙂
Gruß! der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela
10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200815. Juli 2014 · #26
Hallo Pumba,
Es erinnert mich an Juli 2013. Da hatte ich auch das Vergnügen mit Kanyonyi Bekanntschaft zu machen! 😎
Dieses Erlebnis bleibt ein Unikum. 🙂
Leider konnte ich zu dieser Zeit keinen Nachwuchs sehen..... 😗
Juli 2015 planen wir wieder die Gorillas zu besuchen. 😁
was für wunderbare Fotos dieser beeindruckenden Wesen! 😘
Was mich interessieren würde.....wie "fit" muss man für dieses Gorilla Trekking sein? Herr kleinerhase träumt davon seit Jahren, aber um unsere Kondition ist es nicht gut bestellt..... 😄
Topobär5'479 Beiträge · seit 200916. Juli 2014 · #29
Du kannst Dir im Normalfall nicht aussuchen, welche Gruppe Du besuchst. Auch sind die Gruppen immer in Bewegung und eine Gruppe, die man an einem Tag nach einem kurzen Spaziergang erreicht, kann ein paar Tage später nur in einem anstrengendem 3h-Marsch erreicht werden. Abgesehen davon musst Du einplanen, dass ein Teil der Strecke weglos durch den Bergwald führt.
Susi651'127 Beiträge · seit 201116. Juli 2014 · #31
Hallo Pumba,
ich oute mich jetzt einmal als begeisterte Mitfahrerin 🤩 🤩 🤩 . Eigentlich wollte ich ja keine Reiseberichte lesen, von Zielen die in nächster Zeit nicht auf unserer "To-Do-Liste" stehen (damit diese nicht noch länger wird 😉 ), aber glücklicherweise halte ich mich nicht immer an meine Vorsätze.
So ein Gorillatrecking, das wäre auch noch einmal ein Traum.
Wunderschöne Gorillas habt Ihr da erlebt. Danke für die Bilder und Euren Bericht. Ich bin sehr gespannt, was uns im September erwarten wird. Wir werden allerdings auf der anderen Seite des Bwindi in Nkuringo sein.
Bitte schnell weiter schreiben.
Liebe Grüsse Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
Pumba77Themenstarter28 Beiträge · seit 201319. Juli 2014 · #33
Am Tag nach dem Gorilla-Tracking verließen wir Buhoma Richtung Ishasha.
Der Reiseführer hatte auch in diesem Fall Recht, die Ishasha Campsite liegt wunderschön direkt am Ishasha River, auf der anderen Flussseite befindet sich die Grenze der DRC. Da dort alles ruhig war, durften wir auf der Campsite unser Dachzelt aufschlagen. Wir waren (wie bisher auf jeder Campsite) die einzigen Gäste, neugierig beäugt von einigen Pavianen und Flusspferden, letztere nicht nur in Sicht- sondern insb. auch in Hörweite 😄
Pumba77Themenstarter28 Beiträge · seit 201319. Juli 2014 · #34
Da wir leider keinen Ranger in unserem Reisemobil mitnehmen konnten, versuchten wir unseren ersten Game Drive alleine auf dem überschaubaren North Circuit – so zumindest der Plan. In unserer Begeisterung für unseren ersten echten Ausflug in die Wildnis vergaßen wir die Hinweise der Ranger am Tor und erwischten prompt einen auf der Karte als „poor road“ markierten Weg.
Anfangs gut zu fahren (wie man auf dem Bild sieht), wurde er immer schlechter und war irgendwann für unser ungeübtes Großstadt-Auge nicht mehr zu erkennen. Also gedreht und wieder zurück auf dem selben Weg. Wir waren so mit Karte und Weg beschäftigt, dass wir fast das graue Rüsseltier im Gebüsch direkt am Weg übersehen hätten 🤩
Er war zum Glück entspannt mit Fressen beschäftigt. Abgesehen von einigen Pavianen war das leider die einzige Tiersichtung. 😐
take-off1'674 Beiträge · seit 201219. Juli 2014 · #35
Hallo Pumba,
bin auch die ganze Zeit heimlich mitgefahren 😮 , d.h. den Danke Button habe ich schon gedrückt.
Aber bei diesen fantastischen Gorillabildern muss ich mich doch auch zu Wort melden. Es muss eine wahnsig tolle Erfahrung und unvergessliches Erlebnis sein, ihnen gegenüber zu stehen. Einfach toll.
Ich bin nun ja mehr der Wüstenfan ... doch bei diesen Bildern könnte es ich mir doch auch einmal anders überlegen.
Es freut mich, dass ihr trotz des widrigen Urlaubbeginns dieses Erlebnis in vollen Zügen genießen konntet.
Pumba77Themenstarter28 Beiträge · seit 201319. Juli 2014 · #36
Die Nacht war ruhig, wir wurden von 2 sehr netten Rangern mit Waffen und einem Lagerfeuer bewacht. Wenn man zahlreiche lärmende Flusspferde als Nachbarn hat, ist man für diese Art der Bewachung äußerst dankbar 😎 Am nächsten Morgen ab zum nächsten Game Drive, diesmal wirklich auf dem North Circuit.
Pumba77Themenstarter28 Beiträge · seit 201319. Juli 2014 · #37
Was tun, wenn eine Herde Elefanten die Straße kreuzt, ein Teil noch rechts des Weges steht, ein Teil auf dem Weg steht und der Rest zuerst netterweise links des Weges weitermarschiert und dann plötzlich die Richtung ändert – und zwar Richtung Auto? Da wird selbst der größte Sicherheitsabstand plötzlich ziemlich klein… 🤩
Sobald der ganze Tross die Straße gequert hatte, gaben wir beherzt Gas. Alles ging gut, wir Zweibeiner konnten wieder unseren Puls herunterfahren und die Elefanten zockelten recht gemütlich weiter. 🙂
Da wir uns den South Circuit alleine ohne Ranger nicht zutrauten, verließen wir den Park Richtung Kazinga Channel. Unsere Abenteuerlust war bis jetzt zur Genüge gestillt worden, da wollten wir uns das Erlebnis „wer findet den Weg auf dem South Circuit“ sparen.
Pumba77Themenstarter28 Beiträge · seit 201319. Juli 2014 · #38
Plan des Tages: Auffinden des Queen Elisabeth Bush Camps am Kazinga Channel. Das klappte erstaunlicherweise auch, die leichte Namensänderung in Queen Elisabeth Bush Lodge interessierte uns zuerst nicht, einen Platz für ein Zelt sollte es wohl geben. Wie wir schnell erfuhren, hatte die Namensänderung doch Konsequenzen für uns – selber campen ging nicht mehr, man musste eines der festen Zelte mieten. Darauf hatten wir keine Lust, also ging es weiter Richtung Kluges Guest Farm in Fort Portal.
Wir waren überrascht von der Schönheit der Gartenanlage. Auch hier waren wir wieder die einzigen Gäste auf der Campsite.
Hier blieben wir 2 Tage, füllten unsere Vorräte in Fort Portal auf und führten ein paar kleinere Reparaturen an unserem Reisegefährt durch. Der linke Teil unserer vorderen Stoßstange war nach dem Unfall in Masaka zwar verbeult, aber noch fest mit dem Auto verbunden gewesen. Nach der Ruckelei der vergangen Tage hatte sich diese Verbindung anscheinend gelöst. Jetzt kamen die eingepackten Spanngurte zum Zug:
Fix noch etwas Schlamm auf den leuchtend blauen Gurt geschmiert und schon war er nahezu unsichtbar für alle am Wegesrand lauernden Verkehrspolizisten 😄
wir sitzen gerade in der Silverback Lodge und lesen deinen Bericht.
Der Anfang war echt sch... Tut uns echt leid. Auch dei Erfahrungen mit den bettelnden Kindern die Steine werfen haben wir noch nicht hier erlebt (Gott sei Dank).
Schöne Bilder und wie es scheint seid Ihr die Route anders herum gefahren wir wir. 🙂 Also freuen wir uns auf weitere Bilder und den Rest unseres Urlaubs.
(Nächste Ziele sind noch die Ishasha Plains mit den Baumlöwen und Lake Mburu.)
@Die Frage nach einer leichten Gruppe war noch in einem Kommentar. Der Manager der Silverlodge hat für uns auch eine leichtere Gruppe ergattern können. Er hat für uns alles erledigt, super! Wir haben hier eine sehr nettes Paar kennengelernt, die am Tag zuvor eine Tour hatten, die mehr als 6 Stunden gedauert hat. Horror. Aber auch Sie haben es überlebt und waren begeistert!!!! (Aber immer einen Träger anheuern, er hilft beim "hiken", verdient sich etwas und entlastet ungemein. (Wir brauchten eine halbe Stunde. 😛 )
Da wir nächstes Jahr nach Uganda fahren werden verfolge ich deinen Bericht ganz gespannt. Schon blöd, was euch da am Anfang passiert ist. Wir werden nächstes Jahr mit Fahrer unterwegs sein. Da kann sich mein Mann auch mal entspannen.
Freu mich schon auf die Fortsetzung.
LG Uli
Big 5 Africa Tours
Reiseberichte:
Namibia's Süden 2017, Uganda's Norden 2016 , Uganda Juli 2015 , Namibia Mai 2013 ,Namibia Mai 2012