RB anders oder ein Appendix will nicht nach Hause

Reisebericht 141 Antworten · 42,7k Aufrufe · gestartet 02. Dez. 2013 von Sabine26
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133 Beiträge · seit 200702. Dez. 2013 · #21
Sabine26 schrieb:Tag 5

Kurz hinter Nossob sehen wir in weiter Entfernung ein staatliches Löwenmännchen unter einem Baum liegen. Später beim Betrachten von Fotos stellte ich dann fest, dass wenige Meter daneben noch eine Löwenlady lag, die wir aber beide nicht gesehen haben.

Das muss das Pärchen gewesen sein, welches am gleichen Morgen die nördliche Ausfahrt von Nossob mit Sexspielen blockiert hat 😄

Hallo Sabine, habe mich schon gefragt, wie Eure Reise weiter verlaufen ist...der Titel lässt es ahnen 😵
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200902. Dez. 2013 · #22
Hallo Sandra,

könnte sein, dass es die Löwen waren, von denen ihr uns erzählt habt. Sie waren nicht weit von Nossob entfernt.

... ja, unsere Reise hat dann leider eine Wendung genommen ...

Liebe Grüße (auch an S.)
Sabine
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200902. Dez. 2013 · #23
Champagner schrieb:

....irgendwie kann man ihn ja verstehen...... 😗 ..... vielleicht sollten wir in unserem nächsten Leben als Appendix auf die Welt kommen - da eröffnen sich ja ungeahnte Möglichkeiten und Chancen für eine Spontan-Auswanderung 😛 ! Was für ein Visum hat er denn bekommen ??? 😎

LG Bele
Hi Bele,

ja, so kann man es auch betrachten ... soll er doch sehen, ob und welches Visum er bekommt, und er kann sich selbst drum kümmern, ich habe ihm auf jeden Fall die Freundschaft gekündigt 😈

Möglicherweise hält er sich illegal dort auf 🤩 ? Auf meine Hilfe kann er auf jeden Fall nicht zählen. Mein Mann ruft gerade von hinten, mit ihm könne er auch nicht rechnen.

LG
Sabine
1'182 Beiträge · seit 200603. Dez. 2013 · #24
Hallo Sabine,

ich habe mit Freude gelesen, dass es Euch offensichtlich im River Place gut gefallen hat, denn wir werden dort im nächsten Jan. 2 Tage vor dem KTP und 1 Tag nach dem KTP sein.

Gruß,
Bernd

PS: Gibt es denn ´staatliche` Löwen ..... oder sollten es stattliche gewesen sein? Ich frage nur, weil mir das wirklich nicht ganz klar ist.
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zuletzt bearbeitet 03. Dez. 2013
6'152 Beiträge · seit 200603. Dez. 2013 · #25
hallo Sabine,

na da quetsch ich mich doch mal daziwschen - bin doch neugierig und will
wissen - was so auf der Reise passiert ist und was Ihr erlebt habt.
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
2'261 Beiträge · seit 201103. Dez. 2013 · #26
Liebe Sabine,

du hast mir ja in eine PM die ganze Misere geschildert. Daher freut es mich um so mehr, dass du das jetzt offensichtlich verkraftet hast und bereit bist für ein RB schreiben - wenn auch ohne Fotos.
Ich bin auf jeden Fall dabei und freue mich auf deine Schilderungen.

Liebe Grüße
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
1'794 Beiträge · seit 201303. Dez. 2013 · #27
Hallo Sabine, wir sind DABEI und sehr NEUGIERIG! 😄

LG NOGRILA
1'409 Beiträge · seit 201003. Dez. 2013 · #28
Hallo Sabine,

bin jetzt auch aufgesprungen....darfst also schnell weiterfahren äh, schreiben 🤪

LG
Fleur
https://www.TickerFactory.com/ Bots Zim 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283181-auf-tuchfuehlung-mit-zimbabwe-die-zim-light-tour.html KTP 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/278551-ktp-ja-wo-sind-denn-alle-hin.html CKGR/KTP 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/236736-schee-waras-ckgr-a-ktp-april-2012.html Nam/Bots 2011 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/195675-wie-alles-begannnambot-april-2011.html
1'127 Beiträge · seit 201103. Dez. 2013 · #29
Hallo Sabine,

ich hatte schon aus anderen Reiseberichten mitbekommen, dass Eure "Traumtour" nicht so verlaufen ist wie von Euch gepant 🙁 . Ich hoffe, es geht Dir inzwischen wieder gut und Ihr könnt Euren nächsten Urlaub planen.

Ich nehme mal vorsichtshalber auf dem Dach Platz (ich bin nämlich total erkältet und will hier natürlich niemanden anstecken 😉 ) und bin gespannt wie es mit den schönen Erlebnissen (leider aber auch den unschönen Ereignissen) weitergeht.

Liebe Grüße

Susi
Reisebericht SA 2013 Viel Krüger und noch'n bisschen was anderes Reisebericht SA 2014
2'460 Beiträge · seit 200603. Dez. 2013 · #30
Hallo Sabine,
auch ich werde mich noch in den Hyundai quetschen. 😉
Der Titel lässt auf einen Krankenhausaufenthalt schließen 😮 , was ist dieses Jahr nur los? So viele Reiseberichte, in denen von gesundheitlichen Problemen berichtet wurde. 🙁
Da du uns jetzt davon berichtest, gehe ich davon aus, dass ihr es letztendlich einigermaßen gut überstanden habt und hoffe, dass ihr bald die nächste Reise planen könnt.
VG Chrissie
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200903. Dez. 2013 · #31
Tag 6

Kgalagadi Transfrontier National Park - Grootkolk
Übernachtung: Grootkolk Wilderness Camp


Früh morgens gegen 6:30 Uhr begeben wir uns vor dem Frühstück zu einer Pirschfahrt. Ein Highlight dieser Pirschfahrt ist zum einen die "spotted" Hyäne, die in aller Seelenruhe die Straße vor uns quert (wir haben bisher nur einmal Hyänen gesehen) und zum anderen die Suricat Kolonie, die wir auf ca. halber Strecke auf der Rückfahrt entdecken. Die Suricats sind einfach zu süüüüß!!! Ja, ich weiß, Mädchenmodus … 🙂

Tagsüber sitzen wir auf der Terrasse mit Blick zum Wasserloch, an dem sich allerdings nicht viel tut. Ich mache noch ein wenig „Bubu“ und am Nachmittag begeben wir uns noch einmal zu einer Pirschfahrt bis zum Wasserloch von Union‘s End. Neben einem ausgesprochen scheuen Red Hartebeest sehen wir dort allerdings keine weiteren Tiere.

Auf der Rückfahrt nach Grootkolk legen wir einen längeren Stopp bei den Erdmännchen ein. Die Suricats in der Kolonie sind diesmal wesentlich aktiver als am Morgen und zudem noch recht nah an der Straße. Irgendwie können wir uns gar nicht satt sehen.

Eine weitere interessante Beobachtung gelingt uns: In einem Baum auf demselben Ast sitzen zwei Bateleur-Vögel (Berghahn) und direkt daneben eine Eule. Die Eule scheint ihr Revier verteidigen zu wollen und pickt solange nach dem einen Hahn, bis er aufgibt und wegfliegt.

Als wir zurückkommen, erzählen uns unsere südafrikanischen Nachbarn, dass sie direkt an ihrem Zaun eine Schlange gesehen haben und zeigen uns ein Video. Zum Glück war es aber nur eine Mole Snake (Molslang), die ungiftig wäre. Ich hoffe, ich habe den Namen richtig geschrieben.

Unser Nachbar erzählt uns aber, dass er in diesem Camp auch schon direkt an seiner Cabin eine Puffotter bei einem seiner vorherigen Besuche hatte und ermahnt uns, aufmerksam zu sein und immer schön die untere Türe geschlossen zu halten.

Nachts können wir bis nach Mitternacht nicht richtig schlafen, weil ein unglaubliches Gewitter niedergeht. Das Blitzen erleuchtet die Kalahari taghell, und solch langen und lauten Donner habe ich zuvor noch nie gehört. Ich schwanke zwischen leichter Furcht und absoluter Faszination angesichts dieses Naturschauspiels.

Der Abstecher nach Grootkolk hat uns sehr gut gefallen. Hier hat man noch wirklich den ohnehin nicht gerade überlaufenen Park fast für sich alleine.
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200903. Dez. 2013 · #32
Tag 7

Kgalagadi Transfrontier National Park – von Grootkolk nach Urikaruus
Übernachtung: Urikaruus Wilderness Camp



Der lange Weg zurück … so könnte man die heutige Etappe bezeichnen. Wieder gute 260 Kilometer südwärts, eine nette Pirschfahrt, aber leider sehen wir auf der Fahrt nicht viel Außergewöhnliches, obwohl wir nicht hetzen.

Erwähnenswert ist noch der Honigdachs (Honey Badger), der gerade vom Wasserloch in Grootkolk wegläuft, als ich morgens aus dem Fenster schaue sowie kurz vor Nossob ein Löwenmännchen, das gerade frisst, allerdings in solcher Entfernung, dass ich mich frage, wie man dieses überhaupt entdecken kann.

Wir haben uns schon sehr auf Urikaruus gefreut. Ich bin gespannt und unschlüssig, zum einen habe ich immer wieder gehört und gelesen, dass Urikaruus für viele das schönste Camp im Park ist, was auch erklärt, dass es das Camp ist, das meist am schnellsten ausgebucht ist, zum anderen haben mich ein wenig die Fledermausberichte abgeschreckt.

Als wir im Camp ankommen, sind wir zuerst vom Wasserloch begeistert, das sehr nahe ist. Leider soll aber in den letzten Tagen nicht viel los gewesen sein, wie wir hören.

Ansonsten gefällt uns das Camp auch wieder sehr gut, und wir haben einen mit unserer Cabin Nummer 3 einen sehr guten Blick auf das Wasserloch. Cabin Nummer 2 und Nummer 3 haben, wie ich denke, wohl den besten Blick. Wir richten uns ein und bauen unser mobiles Moskitonetz auf. Den Nachmittag verbringen wir auf der Terrasse mit Blick aufs Wasserloch, allerdings tut sich nichts.

Am Abend gehen wir noch rüber zu unseren Nachbarn. Dort wohnt ein Fomi mit Reisepartnerin. Da ich nicht weiß, ob es dem Fomi Recht ist, dass ich den Namen erwähne, tue ich es nicht. Kennengelernt habe ich den Fomi übers Namibia-Forum, und wir hatten festgestellt, dass wir gleichzeitig eine Nacht in Urikaruus sind. Wir bleiben am Abend knapp 2 Stunden dort und es ist ein sehr netter Austausch über viele interessante Reiseerlebnisse.
zuletzt bearbeitet 03. Dez. 2013
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200903. Dez. 2013 · #33
Hallo Bernd,
Bernd schrieb:Hallo Sabine,
ich habe mit Freude gelesen, dass es Euch offensichtlich im River Place gut gefallen hat, denn wir werden dort im nächsten Jan. 2 Tage vor dem KTP und 1 Tag nach dem KTP sein.
Du kannst dich freuen, uns hat es dort sehr gut gefallen. Sehr schöne und nett am Fluss gelegene Anlage, mit ebenso schönen Zimmern. Unseres hatte auch eine sehr neu wirkende Küchenzeile, die wir aber nicht genutzt haben. Toll fand ich auch das Entgegenkommen, dass wir nichts für das "Überziehen" zahlen mussten.
Bernd schrieb:
PS: Gibt es denn ´staatliche` Löwen ..... oder sollten es stattliche gewesen sein? Ich frage nur, weil mir das wirklich nicht ganz klar ist.
Peinlich, natürlich meinte ich nicht staatlich. Hab' es geändert, danke für den Hinweis.

Viele Grüße
Sabine
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200903. Dez. 2013 · #34
Wow, ich bin ganz begeistert, wie viele von euch mitfahren und das, obwohl es sich nur um einen reinen Textbeitrag handelt. Ich freue mich sehr!!!


Hallo Hanne, hallo Nogrila,

schön, dass ihr dabei seid!



Hallo Fleur,

welcome - sind jetzt eigentlich alle Schwabenmädle dabei, nachdem ich auch schon einmal bei euch im Klub "eingemeindet" wurde? Irgendjemand fehlt doch noch, oder?



Hallo Guggu,

ja, du hast schon einen kleinen Wissensvorsprungs 🙂 , Details folgen aber dann noch später ...



Hallo Susi,

wir haben zurzeit noch hohe Temperaturen, aber am zweiten Tag in Urikaruus wird es etwas kalt. Vielleicht wäre es doch besser, wir rücken im Wagen noch etwas zusammen, damit deine Erkältung nicht schlimmer wird.



Hallo Chrissie,

dieses Jahr scheint der Wurm drin zu sein, ich habe das bei dem einen oder anderen Bericht auch schon gedacht.


Nochmals danke für euer Interesse!

Liebe Grüße
Sabine
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200903. Dez. 2013 · #35
... einen Tag schaffe ich heute noch ...


Tag 8

Kgalagadi Transfrontier National Park – Urikaruus
Übernachtung: Urikaruus Wilderness Camp


Puh, die Nacht war eiskalt … als wir um 6:35 Uhr aufstehen, sehe ich nur eine Katze vom Wasserloch weglaufen. Nur leider ganz kurz und schon war sie verschwunden. Ich konnte noch nicht einmal erkennen, was es war. Unsere Fomi-Nachbarin, die wir auf unserer Pirschfahrt noch einmal kurz sehen, sagte, dass es ein Caracal war. Menno, wär ich doch ein paar Minuten früher aufgestanden, aber ich merke auch, dass ich diesen Urlaub auch einfach brauche, um alles etwas ruhiger anzugehen und die Tage nicht zu voll zu stopfen.

Kurz hinter Urikaruus sehen wir 8 Hyänen und zwei Schakale, die eine Oryx-Antilope gerissen haben. Sieben Hyänen liegen platt und vollgefressen im Auob-Flussbett und eine frisst noch. Ein Schakal hat sich ran getraut und frisst von der anderen Seite. Alleine das hat schon das frühe Aufstehen gelohnt.

Aber wir sehen heute auch unsere ersten Giraffen, beim letzten KTP-Besuch sahen wir keine einzige Giraffe und ich habe mich wirklich gefragt, ob es hier wirklich welche gibt..
Erst sehen wir drei, davon eine noch kleine und später sehen wir eine große Menge. Allerdings sind diese bereits auf einer Düne und wohl bald verschwunden. Ein Südafrikaner hatte uns bereits schon bei einem Stopp darüber informiert, dass sie 46 Giraffen zusammen im Flussbett gesehen haben. Ich denke, das müssen sie gewesen sein. Aber um die ganze Gruppe zu sehen, hätten wir in der Nacht zuvor in Mata Mata oder im Kalahari Tented Camp übernachten müssen, um sie frühmorgens noch im Flussbett zu sehen. Aber wer kann das schon vorher wissen ... dafür hatten wir die Hyänen ...

Ich hatte die Hoffnung, die drei Geparde, die sich auf der Strecke zwischen Craig Lockhardt und Sitzas aufhalten sollen, zu sehen, aber leider haben wir sie nicht erblicken können.

Nach fast drei Stunden Frühpirsch kommen wir noch einmal bei den Hyänen vorbei. Mittlerweile hatten sich alle unter einen Baum verkrochen. Wir beobachten, wie sich eine der Hyänen erhebt und zum Riss geht und die Reste der Oryx-Antilope, die ganz schön abgenommen hatte im Vergleich zur Hinfahrt, gute 20 Meter recht leicht und locker unter den Baum zieht.

In Urikaruus angekommen frühstücken wir erst einmal und leider ist es heute sehr windig und zudem sehr kalt.

Gegen 16:00 Uhr brechen wir zur Nachmittagspirsch auf. Ich frage noch unseren Camp Assistant, eigentlich ohne größere Erwartungen, ob es erwähnenswerte Sichtungen gibt.

Er erzählt mir von 4 Cheetahs bei Auchterlonie, somit steht unser Ziel also fest.
Nach ca. 40 Minuten Fahrt kommen wir dort an, die Stelle ist nicht zu verpassen, denn es stehen schon einige Wagen dort. Leider sehen wir nichts, ich frage daher einen Fahrer eines anderen Fahrzeuges. Dort hinten unter dem Baum liegen sie. Wir müssen uns mit Teleobjektiv und Fernglas ziemlich anstrengen, um sie zu entdecken. Aber was für eine Sichtung. So gerne wollte ich noch die Cheetah-Family sehen und jetzt ist sie da. Mir stehen Tränen in den Augen.

Nach einer ganzen Weile erhebt sich der erste Gepard und läuft los, kurz darauf folgen ihm die anderen drei. Jetzt sehen wir sie richtig. Gleichzeitig will die ganze versammelte Autokarawane natürlich in die gleiche Richtung. Ein Wagen stellt sich quer direkt in die Abzweigung zu einer Straße, wo die Geparden sich hinbewegen, um diese zu überqueren. Dadurch stoppt der Rest und auch wir stehen und dann passiert es. Ein Wagen kann es nicht abwarten, obwohl eigentlich überhaupt kein Platz für ihn ist, alle anderen Wagen stehen, nur er fährt rückwärts und --- uns in den Wagen.

Wir sind sauer, denn es ist total unnötig. Zur Krönung sagt uns dann der Fahrer aus Johannesburg, er würde uns später seine Kontaktdaten geben, er will jetzt erst einmal Geparden beobachten ... und weg fährt er, nachdem jetzt wieder Platz ist. Uns ist leider ein wenig die Begeisterung abhanden gekommen, obwohl wir uns später immer wieder bewusst machen, welch unglaubliche Sichtung wir gerade haben erleben dürfen.

Dann irgendwann tauschen wir die Daten aus. Des Fahrers Frau und Beifahrerin scheint wenigstens etwas sympathischer. Leider können wir an diesem Abend nicht mehr nach Twee Rivieren zur Polizeistation, da uns mehr oder weniger gerade noch soviel Zeit bleibt, um nach Urikaruus zu fahren.

Wir fahren also nach Urikaruus zurück und wie am Vortag, haben wir heute auch keinen Strom. Wir packen noch das Nötigste im Schein unserer Stirnlampen zusammen, weil wir jetzt unsere Pläne für den morgigen Tag komplett über den Haufen werfen müssen und gehen dann früh zu Bett.
zuletzt bearbeitet 03. Dez. 2013
1'674 Beiträge · seit 201203. Dez. 2013 · #36
Sabine26 schrieb:...
Ein Wagen kann es nicht abwarten, obwohl eigentlich überhaupt kein Platz für ihn ist, alle anderen Wagen stehen, nur er fährt rückwärts und --- uns in den Wagen.

Uns ist leider ein wenig die Begeisterung abhanden gekommen
Oh wei, oh wei Sabine,

da hattet ihr das Pech ja wohl gepachtet 😐

Ich kann mir gut vorstellen, dass man nach so einer unnötigen Aktion erst mal stinkesauer ist.

Aber im nächsten Urlaub wird bestimmt alles besser. Ihr habt ja "alles, was man im Urlaub nicht braucht" schon abgearbeitet.

Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
1'409 Beiträge · seit 201004. Dez. 2013 · #37
Hallo Sabine,

das eine oder andere schwäbische Mädle fehlt noch...aber die springen auch bald auf, bin ich mir sicher. 🤩

Sag mal, ins Auto rein fahren....das braucht kein Mensch. Hoffentlich habt Ihr den Schaden gut klären können. Aber ist schon ein Mist 😵 ...bin gespannt, wie es weiter geht.

LG
Fleur
https://www.TickerFactory.com/ Bots Zim 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283181-auf-tuchfuehlung-mit-zimbabwe-die-zim-light-tour.html KTP 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/278551-ktp-ja-wo-sind-denn-alle-hin.html CKGR/KTP 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/236736-schee-waras-ckgr-a-ktp-april-2012.html Nam/Bots 2011 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/195675-wie-alles-begannnambot-april-2011.html
730 Beiträge · seit 200604. Dez. 2013 · #38
Hallo Sabine,

ich bin auch noch dabei und sage gleich mal DANKE für Deinen interessanten Bericht. Da hattet Ihr ja schöne Unterkünfte im Kgalagadi.
Aber auch Erlebnisse, auf die man nicht scharf ist. Ich hoffe auch, dass mit dem ins Auto fahren, alles zu Euren Gunsten geklärt werden konnte. Ich wünsche Dir auch, dass das - was noch kommen mag -, inzwischen wieder fast vergessen ist.
Freue mich auf die Fortsetzung.

Viele Grüße
Ina
Unsere Website - Reisen ins südliche Afrika: www.inado.de => SCHWERPUNKT KGALAGADI
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200904. Dez. 2013 · #39
Tag 9

Kgalagadi Transfrontier National Park – Urikaruus – Twee Rivieren – Mariental (Namibia)
Übernachtung: Africa Safari Lodge



Um 4:45 Uhr klingelt der Wecker. Wir haben beide nicht so gut geschlafen, zum einen wegen des gestrigen Unfalls und zum anderen wegen der Hyänen, die in der Nacht ans Wasserloch gekommen sind und ziemlich laut waren.

Im Schein von Taschenlampenlicht packen wir alles zusammen und frühstücken. Langsam dämmert es und die Hyänen, so scheint es, sind mittlerweile verschwunden.

Dafür hat mein Mann noch ein kleines Hautnah-Wildlife-Erlebnis. Er wirft etwas in den Mülleimer in der Küche und plötzlich springt ihm eine Ratte entgegen. Ganz eilig läuft sie regelrecht senkrecht an der Wand hoch und verschwindet im Dach. Im ersten Moment sind wir erschrocken (ich stand ja etwas entfernt), dann müssen wir aber beide herzhaft lachen.

Eigentlich wollten wir gleich um 6:30 Uhr losfahren. Ganz schaffen wir es nicht, aber als wir dann alles ins Auto einladen wollen, kommt eine Hyäne und nähert sich unserem Auto bedenklich nah. Wir müssen mit dem Einladen des Gepäcks aufhören und begeben uns wieder auf die sicheren Stege des Camps. Die Hyäne lungert ständig um unser Auto rum. Nachdem sie sich etwas entfernt hat, kommt eine zweite am Wasserloch hinzu.

Ich habe beide im Auge und mein Mann lädt noch schnell den Rest ein, bevor sie uns zu nahe kommt. Schnell ins Auto gesprungen und wir können endlich gegen 7:00 Uhr losfahren. Die ganze Zeit war nichts groß los und gerade heute Morgen, wo jede Minute zählt, werden wir und das Auto belagert.

Nach guten 75 Minuten kommen wir in Twee Rivieren an, wo wir leider heute noch einmal hinfahren müssen, um einen Polizeireport aufnehmen zu lassen und auch AVIS müssen wir über den Unfall informieren. Beim Zusammenstoß klang es sehr bedenklich, und wir beide haben mit einem großen Schaden gerechnet, aber zum Glück ist es nicht so schlimm, wie zuerst befürchtet, und der Wagen ist fahrtüchtig. Es wäre sehr ärgerlich gewesen, wenn wir jetzt deswegen auch noch nach Upington hätten zurückfahren müssen.

Das einzig Gute daran ist, dass wir unterwegs noch einen weiteren Geparden und eine African Wildcat, die vor uns über die Straße läuft, sehen.

Der Polizeireport ist schnell und zügig aufgenommen. Der Police Officer ist zudem sehr freundlich. Wir können dann sogar vom Office der San Parks Anmeldung AVIS anrufen. Wir sind von der Hilfsbereitschaft begeistert als wir vom Unfall berichten. Von AVIS erhalten wir die Auskunft, dass es ausreicht, wenn wir die Rückseite des Mietvertrages ausfüllen und in Maun zusammen mit dem Fahrzeug abgeben --- zum Glück sind wir versichert.

Ebenfalls zum Glück haben wir uns am Vorabend noch bei Parkmitarbeitern erkundigt, die bei Auchterlonie vorbeifuhren, ob es in Mata Mata eine Polizeistation gibt, wo wir den Polizeibericht hätten aufnehmen lassen können. Man sagte uns, das würde normalerweise dort gehen, aber nicht am Sonntag … und da heute ein Sonntag ist, mussten wir noch einmal zurück nach Twee Rivieren fahren.

Nachdem das alles erledigt ist, fahren wir von Twee Rivieren Richtung Mata Mata, wo wir für diesen Tag eigentlich schon viel früher hätten sein sollen/wollen. Unterwegs sehen wir einen weiteren Geparden recht nah an der Straße, der gerade frisst. Bedauerlicherweise haben wir keine Zeit, hier länger zu verweilen. Die Touristen, die mitten auf der hier besonders engen Straße stehen und alles blockieren, sind ein wenig genervt, weil wir vorbei wollen und ihnen zu verstehen geben, sie möchten bitte eine Fahrspur frei machen.

… und wer steht mitten drin und blockiert alles … unser Unfallfahrer von gestern. Er fährt genauso aggressiv wie gestern Abend, als er dann endlich ein wenig Platz macht. Pirschfahrt am Morgen war auf jeden Fall wichtiger, als sich bei der Polizei zu melden. Unglaublich, wir haben den ganzen Ärger. Ich denke, wäre uns das passiert, wären wir etwas „demütiger“ gewesen und hätten uns zumindest erkundigt, ob bei uns alles klar ist.

Um 12:00 Uhr erreichen wir Mata Mata, und die Einreise nach Namibia geht äußerst zügig voran. Gute 3,5 bis 4 Stunden hat uns der heutige Abstecher nach Twee Rivieren, den wir unserem Johannesburger verdanken, gekostet. Wer weiß, vielleicht kommt ihn auch irgendwann mal der Gallier Appendix, den niemand braucht, besuchen ... 😗

Die jetzt folgende Strecke kennen wir bereits von unserer Reise vor zwei Jahren. Wir fahren auf den ersten Kilometern so dahin, als plötzlich mitten auf der Straße Erdmännchen stehen.

Auf jeden Fall, auch wenn nicht so eingeplant, haben wir heute schon viele schöne Sichtungen gehabt.

Via Stampriet und Mariental erreichen wir die Africa Safari Lodge, die ca. 20 Kilometer von Mariental an der C19 liegt. Wir kommen gegen 16:30 Uhr dort an und haben unseren Game Drive, für den wir uns für 16:00 Uhr angemeldet hatten, schon abgeschrieben. Als wir aber hören, dass sich die Zeiten geändert haben und wir diesen um 17:00 Uhr machen können, freuen wir uns sehr, da wir hoffen, hier Nashörner zu sehen.

Wir beeilen uns und stellen mit Freude fest, dass wir die einzigen Teilnehmer sind. Der Game Drive dauert 2 Stunden und wir sehen verschiedene Antilopen. An einem Wasserloch, wo gerade Antilopen trinken, kann ich eine große schwarze Schlange, die sich schnell und mit dem vorderen Körperteil in der Luft bewegt, durch das Teleobjektiv erkennen. Ich weiß allerdings nicht, um welche Schlange es sich hier handelt, stelle mir aber vor, es könnte eine Mamba sein. Wir sind einfach noch zu weit entfernt und als wir dann das Wasserloch erreichen, ist sie bereits weg … und ich Depp habe noch nicht einmal auf den Auslöser gedrückt, sondern nur beobachtet.

Aber wir sehen dann unsere drei ersten Nashörner, zwei Weibchen und ein Männchen. Diese scheinen jedoch nicht so sonderlich erfreut über unsere Anwesenheit und unser Fahrer hält auch Abstand. Eine tolle Beobachtung, der Game Drive hat deswegen für uns sehr gelohnt. Wir haben bisher noch keine Nashörner im südlichen Afrika gesehen.

Um 20:00 Uhr gehen wir zum Abendessen. In der Africa Safari Lodge hätten wir es auch länger ausgehalten. Die Zimmer sind wunderschön, das Bad, besonders die Dusche, toll. Die ganze Anlage spricht uns sehr an und der Service, besonders von Chrysell, der Assistant Managerin, wird ausgesprochen groß geschrieben. Wir sind begeistert.
zuletzt bearbeitet 04. Dez. 2013
Themenstarter1'394 Beiträge · seit 200904. Dez. 2013 · #40
Hallo Dagmar, hallo Fleur,

irgendwie war der Wurm drin ... zu diesem Zeitpunkt haben wir noch gedacht, die Sache mit dem Unfall sei das "Aufregendste". Im Nachhinein ist das fast schon in Vergessenheit geraten. Nur so richtig geärgert haben wir uns allerdings über das Verhalten des Südafrikaners.
Aber wir haben auch viele sehr schöne Erlebnisse und Sichtungen im KTP gehabt.


Hallo Ina,

ich hatte die Reiseroute schon lange vor der eigentlich möglichen Buchung zusammengestellt und dann auch gleich nach Freischaltung unsere gewünschten Wilderness Camps gebucht.

Schön, dass du auch mit an Bord bist!

Viele Grüße
Sabine