Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013)

Reisebericht 291 Antworten · 74,1k Aufrufe · gestartet 18. Okt. 2013 von Topobär
1’674 Beiträge · seit 201220. Nov. 2013 ·
Tolle Bilder, tolle Landschaft 😄

Ich frag mich nur, was tun, wenn man sich nicht mehr alleine ausbuddeln kann 🤩

Freu mich auf die Fortsetzung

Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
Themenstarter5’484 Beiträge · seit 200921. Nov. 2013 ·
@Philipp:
Vielen Dank für Dein Lob.
Ich hätte den Wagen auch alleine ausgraben müssen, wenn Kathrin nicht aus dem Dachzelt gefallen wäre. Sie vertritt die Meinung, dass derjenige der den Wagen festfährt auch für das Ausgraben zuständig ist. Ich habe ja die Vermutung, dass das der eigentliche Grund ist, weshalb Sie im Urlaub nicht fahren will. 😗 😎

@Dagmar:
Aus Sand kann man sich immer alleine ausgraben. Das ist eine reine Fleißaufgabe. Anders sieht es bei Schlamm aus. Da gibt es durchaus Situationen, die man nicht mehr alleine meistern kann. Unsichere Schlammpassagen fahre ich deshalb nach Möglichkeit nur, wenn in absehbarer Zeit mit Hilfe zu rechnen ist, oder wenn es einen passenden Baum für die Winch gibt.
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Gast21. Nov. 2013 ·
Hallo Topobär,

ich bin schon gespannt, ob sich das noch steigert 😉

Als wir die Strecke im Mai 2012 gefahren sind, waren an den meisten Stellen keine Spuren von anderen Autos zu sehen und wir mussten ziemlich viel erst mal zu Fuss ablaufen, um überhaupt einen fahrbaren Weg zu finden. Die sandigen Stellen gingen damals noch (sind jetzt möglicherweise tiefer). Richtig fies waren die Stellen, bei denen auf ein Geröllfeld unmittelbar ein matschiger Abschnitt und danach ein steilerer Anstieg folgte. Da hätte man für den Matsch eigentlich ein bisschen Schwung holen müssen, was auf dem groben Geröll aber nicht so richtig ging. Das Ergebnis sah dann mehrfach so aus:



Habe insgesamt nur noch wenig Lust auf die Strecke. Das Verhältnis von Aufwand zu Erlebnis passt da für mich nicht. Wenn überhaupt würde ich die Strecke nur noch in der anderen Richtung also Flußabwärts fahren.Das sollte einfacher sein, weil man dann das Auto zumindest nicht diverse sandige Anstiege hochwuchten muss.

Beste Grüße

Guido
Themenstarter5’484 Beiträge · seit 200921. Nov. 2013 ·
Hallo Guido,

vorweg nur soviel: Ich würde die Strecke immer wieder fahren. War Landschaftlich ein Traum.

Alles Weitere, hier in Kürze.
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2’780 Beiträge · seit 200721. Nov. 2013 ·
Topobär schrieb: Ich würde die Strecke immer wieder fahren. War Landschaftlich ein Traum.

ich auch!
freu mich auf "Alles Weitere"
Gruss Leona
Themenstarter5’484 Beiträge · seit 200921. Nov. 2013 ·
Solange ich aus eigener Kraft wieder raus komme ist alles im grünen Bereich. Erst wenn ich fremde Hilfe benötige bin ich genervt.
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447 Beiträge · seit 201121. Nov. 2013 ·
Hallo Topobär,
da bin ich ganz deiner Meinung! Die Gegend ist einfach zu schön, um sie zu meiden. Auch wenn man vielleicht etwas Arbeit hat.
Gruß Wilfried
Themenstarter5’484 Beiträge · seit 200921. Nov. 2013 ·
10.Tag (Sonntag 29.09.2013)
Hoarusib-Canyon – Opuwo
140km

Unser Camp im Hoarusib-Canyon liegt ideal. Bei der Hitze des gestrigen Nachmittags angenehm im Schatten und heute zum Frühstück scheint uns die Sonne auf den Tisch. Dazu das Geschrei der Graulärmvögel aus den Bäumen über uns. Besser kann ein Tag nicht beginnen.

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Heute habe ich mich für einen Kompromiss-Luftdruck von 1,5bar entschieden. Der zum Auto gehörende Kompressor ist allerbeste Qualität und hat ordentlich Power. Je 0,1bar braucht er nur 2-3Sekunden. Ich bin positiv überrascht. Der Luftdruck war dann auch genau richtig. Ich kann schon jetzt verraten, dass ich weder buddeln, noch einen Reifen wechseln musste.

Der Canyon legt sich landschaftlich noch einmal voll ins Zeug. Landschaftlich ist der heutige Abschnitt für uns der schönste Teil des Hoarusib.

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Wie schon gestern steht immer wieder offenes Wasser im Canyon und wir haben so manche Furt zu durchqueren. In einem Tümpel entdecken wir zahlreiche Frösche in allen Entwicklungsstadien von der Kaulquappe bis zum fertigen Frosch.

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Die zahlreichen Wasserstellen in der Schlucht sind sicher auch der Grund dafür, dass wir immer wieder Himbas mit ihrem Vieh treffen. Der Hoarusib dürfte einer ihrer letzten Rückzugsräume bei der derzeitigen Dürre sein. So sehen wir reichlich Ziegen und Rinder, aber nur wenige Wildtiere – in erster Linie Paviane und Springböcke.

Häufig ist es schwierig den richtigen Weg zu finden. Zum Teil sind die Spuren von den Vieherden zertrampelt und bei den zahlreichen Geröllpassagen ist von einer Spur sowieso nicht viel zu sehen.

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Immer wieder kommen wir zu Blockfeldern, bei denen man auf den ersten Blick kein Durchkommen sieht. Immer wieder steige ich aus und entdecke dann doch eine fahrbare Passage. Oftmals ist es Millimeterarbeit, sich zwischen den dicken Brocken hindurchzuschlängeln, ohne das Auto an den Seiten zu ondulieren.

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Unterm Strich ist es eine sehr abwechslungsreiche und interessante Fahrerei. Wenn man im Sand ordentlich am Gas bleibt und die Geröll- und Blockfelder in Untersetzung und Standgas passiert, halten sich die Schwierigkeiten aber in Grenzen. Eine gute Einweiserin ist in den Blockfeldern auch Gold wert.

Irgendwann ist dann aber auch die schönste Strecke vorbei und wir erreichen die D3707. Kurz den Luftdruck wieder auf ein Normalmaß gebracht und schon geht es weiter. Überwiegend lässt sich die Piste sehr gut fahren. Zwischendurch gibt es aber leider immer wieder längere Passagen mit großen Fesch-Fesch Löchern. Der Staub dringt durch die kleinste Ritze ins Fahrzeuginnere und man hat einen trockenen, salzigen Geschmack auf der Zunge. Das macht mal ordentlich durstig.

Je näher wir Opuwo kommen, desto trostloser wird die Landschaft. Hier hat die Dürre erbarmungslos zugeschlagen. Die Mopanebäume haben all ihr Laub abgeworfen und wir sehen nur noch kahle Gerippe.

Am frühen Nachmittag erreichen wir die Opuwo Country Lodge, auf deren Campsite wir die nächste Nacht verbringen wollen. Das ist auch ohne Reservierung kein Problem. Die Campsite liegt fast einen Kilometer von der Lodge entfernt und bietet einzelne Parzellen mit einer Stellfläche aus Rasen. Das große zentrale Waschhaus hält reichlich saubere Duschen und Toiletten bereit.

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Es ist brutal heiß und die kahlen Bäume an der Campsite bieten keinen Schatten. Schnell bauen wir unser Zelt auf und richten uns ein. Dabei stellen wir fest, dass unser Wassersack das Zeitliche gesegnet hat. Er ist an mehreren Stellen durchgescheuert. Zum Glück war heute aber auch die letzte Etappe, wo wir ihn wirklich benötigten.

Sowie wir uns fertig eingerichtet haben, zieht es uns zum Pool der Lodge. Der ist auch wirklich kalt. Für mich Weichei gerade noch so im Bereich des Erträglichen, dass ich mich überwinden kann hinein zu gehen. Dann schnappe ich mir Buch, Liegestuhl und Sonnenschirm und bewege mich den Rest des Nachmittags nicht mehr vom Fleck.

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Der Sonnenuntergang hier am Pool ist wie immer ein Traum.

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Danach geht’s zum Buffett. Heute leider ohne Wild, dafür aber mit sehr leckeren Vorspeisen. Bis zum Dessert komme ich deshalb auch gar nicht mehr. Bin schon vorher pappsatt.

Noch ein Paar GinTonic am der Terrasse, dann geht es im Licht der Stirnlampe zurück zu unserer Campsite.
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zuletzt bearbeitet 21. Nov. 2013
3’700 Beiträge · seit 200921. Nov. 2013 ·
Hallo Topobär,

wunderschöne Ecken habt Ihr besucht! Vielen Dank für die traumhaften Fotos und

herzliche Grüße aus dem verschneiten Weserbergland
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
3’388 Beiträge · seit 200921. Nov. 2013 ·
Da schließ ich mich bei Butterblume gleich an:

was für schöne Ecken, was für traumhafte Fotos. Allererste Sahne.

Aber, Topobär, ich muss der Ehrlichkeit halber gestehen, dass solch eine Tour, auch wenn sie noch so schön ist, für mich nicht in Frage käme. Die Sandbuddlerei, und das ja leider nicht nur ein mal, das wär mir dann doch zu dumm. 🤩

Lieber fahren wir die "braven" Routen, sehen nicht so tolle Landschaften wie Du, aber kommen ohne Anstrengung weiter. Ich für meinen Teil aber ziehe den Hut: so was würde sich nicht Jeder zutrauen, am Allerwenigsten der bayern schorsch. 😉

Viele Grüße
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
Themenstarter5’484 Beiträge · seit 200921. Nov. 2013 ·
Wenn ich beim Buddeln auch immer kräftig schimpfe, bin ich doch insgeheim froh über ein bischen Bewegung. 😗 Zuhause treibe ich fast jeden Tag Sport und dagegen ist so eine Safari doch eine recht passive Sache. Das Ausgraben war auch diesmal kein Ding - nur diese Hitze.

Unsere nächste Afrikareise wird aber deutlich einfachere Strecken haben. Dafür werden wir viel Sport treiben. 😄
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2’780 Beiträge · seit 200721. Nov. 2013 ·
Am frühen Nachmittag erreichen wir die Opuwo Country Lodge, auf deren Campsite wir die nächste Nacht verbringen wollen. Das ist auch ohne Reservierung kein Problem.
Da hattet ihr aber ein Riesen-Glück, bei uns hiess es bei unangemeldeter Ankunft um 15.30 am Gate zur Lodge "camp site fully booked" und als wir schauen gingen waren da mindestens 4 overland Gruppen eng zusammengequetscht und noch ein paar Fahrzeuge mit Dachzelt, ein Zirkus!
Gruss Leona
1’525 Beiträge · seit 201122. Nov. 2013 ·
Guten tagTopobär,

ein richtiger Abenteuerbericht...........

trotzdem ein paar kritische Anmerkungen

80 km Entfernung zur nåchsten Siedlung gibt keine"Sicherheit"
Bereits 1o km können in dieser Umgebung ein kõrperlicjes oder
auch ein psaychisches Risiko bedeuten, Unfall oder Medizin.
Notfall nichtmal berücksichtigt.......

Was erwartest du voneiner Himbasiedlung für eine Hilfe bezüglich
Fahrzeug oder Unfall oderKrankheit....wohl doch keine.....oder

Ein Sat ist eine trügerische Sicherheit: viele Parameter können
schief laufen, gerade dann wenn es dringend und wichtig wåre.
falsche Nummer oder nicht mehr in Betrieb, falsche Zielperson,
abwesende Zielperson, schlechte Verbindung trotz wechselndem
Standort, dauernde Unterbrechung (BEI Iridium nicht mal selten)
etc. Es wåre nich mehr beizufügen, aber wer schon mal in dieser
Situation war, wird mir beistimmen

Was fūr Dich und Deine Mådels noch ertragbar ist, wird fürviele
am Limit enden........einverstanden....

mit lieben Grüssen,

ich komme aus dem Medizinischen Bereich, ohne mich mehr
outen zu wollen, ichweiss wovon ich spreche

BMW
2’530 Beiträge · seit 201122. Nov. 2013 ·
Super Trip Report!
Topobär schrieb:10.Tag (Sonntag 29.09.2013)
Hoarusib-Canyon – Opuwo
140km

Ihr seit die Strecke zwei Monate nach uns gefahren. Gut zu sehen das immer noch Wasser steht!

Nur als Vergleich nach der Enge oben raus.
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
zuletzt bearbeitet 22. Nov. 2013
Themenstarter5’484 Beiträge · seit 200922. Nov. 2013 ·
Hallo BMW,

wer immer 100%-ige Sicherheit haben will, kann so eine Tour natürlich nicht unternehmen. Aber mal ganz im Ernst, wo gibt es schon diese Sicherheit. Machst Du Dir solche Sorgen auch im deutschen Straßenverkehr? Dort hatte ich nämlich bislang meine lebensbedrohlichsten Situationen.

Bei einem akuten medizinischen Notfall in Kombination mit einem Defekt am Auto hast Du natürlich verkackt. Das ist mir klar und dieses Risiko bin ich bereit einzugehen, weil ich diese Kombination für verschwindend gering halte. Das fällt für mich unter allgemeines Lebensrisiko. Hätte ich Bedenken, in der dortigen Umgebung 10km zu Fuß zurück legen zu können, würde ich dort nicht hinfahren, würde mich das psychisch belasten erst recht nicht.

Ich mache mich ganz sicher nicht von Sat.Phone abhängig. Das ist eine nette Hilfe, die einem wenn's gut läuft gute Dienste leistet; ebenso das GPS. Worauf ich mich aber wirklich verlasse sind Karte & Kompass, ausreichend Wasser & Proviant sowie auf die Outdoor-Kenntnisse von mir und meinen Mitreisenden. Wer meint, auf solch technischen Schnickschnack angewiesen zu sein, sollte sich mal Gedanken darüber nachen, wie man vor 20 Jahren gereist ist. Ich war 1996 das erste Mal im Kaokovelt - gab's da überhaupt schon Navis und Sat.Phones?

Dazu muss ich natürlich auch sagen, dass ich nicht von jetzt auf sofort mit solchen Touren angefangen habe, sondern so etwas schon seit meiner Jugend mache, wenn auch nicht speziell auf Afrika bezogen. Da gab es einige Touren, die in weit abgelegenere Gebiete führten z.B.:
-Durchquerung Hardangervidda zu Fuß mit Zelt (max. 3 Tagesmärsche von der Zivilisation entfernt)
-Südalgerien mit dem Motorrad (Oberschenkelhalsbruch 500km von der nächsten menschlichen Ansiedlung)
-South Nahanni Kanu-Expedition (ohne Kommunikationstechnik, am Quellsee waren wir 600km von der nächsten menschlichen Siedlung entfernt)
-Australien, Westcoast-Eastcoast durchs Outback.
Gegen diese Touren ist der Nordwesten Namibias touristisch gut erschlossen.

Ich gebe Dir insofern recht, dass es sicherlich riskant ist, solch eine Tour durch den Nordwesten Namibias zu unternehmen, wenn man keinerlei Kenntnisse über das Leben in der Natur hat. Ich habe aber auch keine Bedenken, dass aufgrund meines Reiseberichtes jetzt völlig unerfahrene Reisende auf unseren Spuren wandeln werden.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1’525 Beiträge · seit 201122. Nov. 2013 ·
Guten Tag Topobär

...ich denke da sind wir uns einig....

ich hatte da die Gabelung im Kopf, wo der Turn vom Hoarusib
in den Khumib weist und Jhr in denHoarusib weiter rivieraufwärts
folgtet.........Sorry für Typfehler... bin miteinem Tab am oberen
Okavango unterwegs.....gewõhnungsbedurftig

mit grüssen,
BMW
447 Beiträge · seit 201122. Nov. 2013 ·
Topobär schrieb:Hallo BMW,

wer immer 100%-ige Sicherheit haben will, kann so eine Tour natürlich nicht unternehmen. Worauf ich mich aber wirklich verlasse sind Karte & Kompass, ausreichend Wasser & Proviant sowie auf die Outdoor-Kenntnisse von mir und meinen Mitreisenden. Wer meint, auf solch technischen Schnickschnack angewiesen zu sein, sollte sich mal Gedanken darüber nachen, wie man vor 20 Jahren gereist ist.
Hallo Topobär,
ich bin auch deiner Meinung, dass bei Ausschluss aller Risiken, das Ergebnis ist, dass man zu Hause bleiben muss. Und so sehr wir uns über die "heutigen" technischen Hilfsmittel freuen, sollten wir die Basiskenntnisse beherrschen und die richtige Ausrüstung, Proviant usw. dabei haben.
Wir waren das erste Mal an den Epupa-Fällen 1990 (da war nicht ein weiterer Touri dort!), im Horausib und Hoanib 1993, zur Orientierung hatten wir ausschließlich (alte) südafrikanische Topo-Karten und den guten alten Kompass. Die ersten Touren im Damaraland und im Kaokoveld haben wir auch immer mit zwei Fahrzeugen unternommen, das gibt zumindest gefühlt etwas mehr Sicherheit.
Gruß Wilfried
zuletzt bearbeitet 22. Nov. 2013
652 Beiträge · seit 200722. Nov. 2013 ·
Hallo Topobär,
ich habe heute deinen Bericht gelesen. Tolle Bilder. So weiß ich wo wir hätten entlang fahren können. Wir waren fast zur gleichen Zeit wie ihr in der Gegend. Nur hat uns HH diesmal schriftlich "untersagt" ins Kaokoveld zu fahren. Die ersten Tage, als wir im Caprivi waren ( und bald Casimodo begegnet wären) haben wir noch überlegt, ob wir es trotzdem wagen. Wir waren aber 4 Autos und 2 davon absolute Anfänger-da haben wir an der Spitzkoppe spontan die Route geändert. Und deshalb ist dein Bericht für uns besonders interessant, denn wir hatten einen "Verhauer" in den nächsten Tagen, den du vielleicht aufklären kannst. Aber zunächst wollte ich dir auch ein Buch über Gai As empfehlen- vielleicht ist es sogar das gleiche. Über Namibiana : Die Wasserstelle von Gai-As.
Was ich von dir wissen wollte: Wir sind den Messumkrater entlang Ugab Camp vorbei und wollten die grüne Route durch den Huab bis Twyfelfontein. Im Huab angekommen landeten wir aber im tiefen Sand und Schilf, bis es an einer Randstufe nicht mehr weiterging. Uns blieb nichts weiter übrig als zurück - eine Nacht blieben wir in Gai As. ( Also 4 Stunden den gleichen Weg zurück. In Gai As landete zufällig eine Cesna,deren Pilot uns Instruktionen gab, wie wir am nächsten Tag streng gen Osten fahren sollen, bis wir zum Verbrannten Berg kommen, was dann auch geklappt hat. Wir hatten natürlich genug zu trinken und für den Notfall auch ein Sat-phon - aber kein Navi. Wir dachten auch, früher sind sie auch ohne hier lang. Allerdings hatten wir wegen des spontanen umplanens müssen auch keine gescheite Karte. Wären wir auf der grünen Route auch durch den Huab gekommen-du kennst doch beide Routen? Wir sahen auf der anderen Seite kein Hinauskommen. Wir wollten diesmal eigentlich bis zum Kunene und ich glaube mittlerweile,dass das Verbot etwas übertrieben war. Aber er hat in letzter Zeit zuviel Ausfälle gehabt, was soll man da machen. Wir haben uns nach diesem Verfahren nicht einmal mehr die Westernroute ab Palmwag getraut und sind auf einfachen Pfaden zum Camp Aussicht gefahren. Unsere 2 Neulinge hätten nochmalige Anspannung wie ( wann kommen wir hier raus,wann sehen wir mal wieder Leute) psychisch schwer verkraftet. Das haben wir, die schon oft im Land waren unterschätzt. Was solls- fahren wir ein andermal nochmal-. Uns hat die Gegend um Gai As sehr gut gefallen. Vielleicht kannst du mir das mit der grünen Route mal aufklären. Vielen Dank -ich lese weiter gerne mit.
Viele GRüße Mutsel
1’242 Beiträge · seit 200923. Nov. 2013 ·
Hallo Topobär,

ich möchte mich zwischendurch auch mal bei dir für die traumhaften Landschaftsbilder bedanken 🤪 🤪 🤪 .

Eure Strecke macht deinem "Reisebericht-Titel" wirklich alle Ehre 😄 .

Freue mich auf die Fortsetzung 🙂 .

Liebe Grüsse
Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
zuletzt bearbeitet 23. Nov. 2013