Simbabwe: 8 Tage Hwange und Matobo NP Mai/Juni2013

Reisebericht 100 Antworten · 30,7k Aufrufe · gestartet 09. Aug. 2013 von Butterblume
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200909. Aug. 2013 ·
Hallo,

da wir mal wieder total begeistert von einer afrikanischen Region sind, möchte ich Euch meinen Bericht über den Simbabwe-Teil unserer diesjährigen Tour nicht vorenthalten. Dieses Land hat es einfach verdient besucht zu werden. 😘

Den Botswana-Teil unserer Tour stelle ich nicht ein, da dies für uns eine Wiederholung aus 2011 ist. Wer den Bericht dennoch von Anfang an lesen möchte, findet ihn auf meiner Homepage. 😉

Hier unsere Route:


Karte T4Africa

Johannesburg: Ankunft und Übernahme 4x4 mit Dachzelt

1 Nacht Hammanskraal, Dinokeng Game Reserve, Tamboti Bush Lodge

1 Nacht Serowe, Khama Rhino Sanctuary

4 Nächte Motopi/Makgadikgadi Pan, Dombo Farm

2 Nächte Pandamatenga, Touch of Africa Safari Lodge

4 Nächte Leshoma Valley, Senyati Safari Camp

1 Nacht Hwange NP, Robins Camp

1 Nacht Hwange NP, Deteema Dam

2 Nächte Hwange NP, Kapula Private Camp

1 Nacht Hwange NP, Kennedy 1

1 Nacht Hwange NP, Ivory Lodge

2 Nächte Matobo NP, Big Cave Camp Lodge

1 Nacht Martin´s Drift, Kwa Nokeng Lodge

Rückflug ab Johannesburg

Einen Toyota Hilux Dc 4x4 Safari Camper mit Dachzelt haben wir über Nature Trekking bei Bushlore gebucht.

Fortsetzung folgt!
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2013
1'324 Beiträge · seit 201309. Aug. 2013 ·
Freue mich sehr darauf.
Ich habe dieses Land ja noch in einer Zeit bereist in der dort ein gewisser Wohstand herrschte und ein Her M. noch Versöhnung predigte und praktizierte.


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200909. Aug. 2013 ·
30.05.2013 Robins Camp, Hwange Nationalpark


Karte T4Africa, Senyati Safari Camp - Robins Camp, Hwange NP

153 km

Von Louw Bernard verabschieden wir uns herzlich und versprechen 2015 wieder zu kommen. In Panda tanken wir noch einmal ein paar Liter Diesel und sind dann gegen 09:15 Uhr an der Grenze.

Die Abfertigung auf Botswanaseite geht erwartungsgemäß zügig über die Bühne. Auf der Simbabweseite dauert es mal wieder erheblich länger... Als kleines Ablenkungsmanöver habe ich unsere Fotos von 2011 dabei und obwohl ich mich damals nur getraut habe, von den Grenzern Rückansichten zu fotografieren, konnten die Personen identifiziert werden und die Freude ist groß. 🙂

Sämtliche Gebühren können auch in Euro, Pfund und allen Währungen des südlichen Afrikas bezahlt werden. Eine CVG wird hier nicht erhoben, denn der Grenzverkehr ist zu gering, um hierfür einen Versicherungsagenten abzustellen, der den Verkehrswert der Commercial Cars schätzt. Lt. ausliegendem Durchgangsbuch sind wir das erste Fahrzeug seit zwei Tagen.

Nachdem wir alle notwendigen Papiere zusammen haben, geht´s zum Zoll. Auch hier starten wir unser kleines Ablenkungsmanöver in Form von Bilderaustausch und intensiver Kommunikation. Ein Zollbeamter bittet Jochen zu schätzen, in welchem Jahr er geboren wurde. Jochen tippt daneben. Dann wendet der Beamte sich mir zu. Ich werfe einen Blick in meine virtuelle Glaskugel und da mir so schnell nichts Gescheites einfällt, nenne ich einfach mein Geburtsjahr 1963. Der Zollbeamte fängt an über alle Backen zu strahlen und berichtet stolz, dass er im März seinen 50. Geburtstag begangen hat. Ich erwidere, dass mein 50. erst im September sein wird und drücke ihm eine große Schachtel Turkish Delight in die Hand (war eigentlich für Uli Oehl bestimmt, habe sie aber im Kühlschrank vergessen) mit der Bitte für seine Kollegen eine kleine Party zu geben. Strahlende Gesichter! 🤪

In diesem Moment verfällt Jochen in Panik, denn unsere Pässe sind weg! Allen Anwesenden entgleisen ein wenig die Gesichtszüge und Hektik macht sich breit. 😵

Seelenruhig werfe ich einen Blick in unsere Mittelkonsole und da liegen sie. Jochen hat in seiner Aufregung total vergessen, wo er die Pässe deponiert hat. Langer Rede kurzer Sinn, die Fahrzeugkontrolle fällt aus. Lediglich die Frage „Do you have firearms"? wurde gestellt und Jochen entgegnete, dass uns der Besitz in Deutschland verboten ist! 😈

Und weil das alles so fröhlich und nett abgegangen ist, machen wir diesmal anständige Gruppenfotos von vorne und versprechen sie beim nächsten Besuch mitzubringen.


Pandamatenga Border Post, Simbabwe

Sesam öffnete sich für uns und wir sind nun auf der Schotterstraße durch die Matetsi Safari Area unterwegs. Spontan kommt mir der Spruch „No risk – no fun" in den Sinn. 😉

Das Gras steht links und rechts der Straße wieder sehr hoch. Trotzdem können wir dieses Jahr hier mehr Tiere entdecken: Giraffen, Rappenantilopen und Impalas sind zwischen den Mopanebüschen aufgestellt worden.

Nach ca. 30 km biegen wir rechts ab Richtung Robins Camp im Hwange Nationalpark. Hier begegnen uns noch einmal drei Selbstfahrerfahrzeuge (die letzten für die nächsten zwei Tage!) und als sich der Staub gelegt hat, verstauen wir unser Frischfleisch wieder im Kühlschrank.

Wir passieren das Gate zum Nationalpark und werden vom Ranger Elias auf herzlichste begrüßt und in eine lange, sehr nette Unterhaltung verwickelt. In der Nacht hatte er am Gate Löwenbesuch und zeigt uns die Spuren. Wir dürfen einen Blick in seine Schlafkammer werfen und sind entsetzt. Seine kleine Behausung mit Bettstelle macht jedem sibirischen Arbeitslager Ehre. 🤢

10 bis 15 Tage muss Elias hier allein ausharren und das Tor bewachen, bevor er abgelöst wird. Je nachdem wann er einen Lift nach VicFalls erhält, fährt er heim. Auch mit Elias werden Fotos gemacht mit dem Versprechen, sie zuzusenden. Einiges Gemüse, Obst und eine botswanische Zeitung wechseln den Besitzer.


Matetsi Safari Area


Matetsi Safari Area


Gate Robins Camp, Hwange NP


Gate Robins Camp, Hwange NP


Marina und Elias, Gate Robins Camp, Hwange NP

Wir queren den Deka River, der trotz der großen Trockheit noch Wasser führt.

Kurz darauf erreichen wir Robins Camp und checken bei der fröhlichen Rangerin Chosi ein. Das gepflegte Camp versprüht der Charme alter Zeiten, aber die Mitarbeiter bemühen sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, alles sauber und aufgeräumt zu halten. 😘 Der Parkeintritt beträgt 2 x20 US$ zuzüglich 15 US$ für den Wagen. Dafür haben wir ein Bleiberecht im Park von fünf Tagen.

Lt. Chosi sind die besten Campsites No.2 direkt am Sanitärhäuschen und nah an der Stromversorgung oder No. 14 am Ende der Campsite, direkt am Zaun. Es sind keine anderen Gäste im Camp, wir haben die freie Wahl und entscheiden uns für No. 14, da der hohe Baum dort ein schattiges Plätzchen bietet und direkt dahinter das Wildlife tobt. Hier in der Nähe soll es eine Wasserstelle geben, zu der uns aber keiner der Angestellten den Weg zeigen kann.

Nachdem wir unsere Platzwahl getroffen haben, schauen wir uns das kleine Museum im Turm an, genießen die sensationelle Weitsicht über den Hwange und werfen einen Blick in das alternde Hyena-Restaurant.

Robins Camp ist aus der ehemaligen Rinderfarm von Herbert George Robins hervorgegangen, der sich hier 1914 niederlies. Auf seinem Land verbot der Naturschützer Jagd und Wilderei und vermachte das Land nach seinem Tod dem Staat mit der Auflage es als Wildschutzgebiet weiter zu führen.


Deka River, Hwange NP


Deka River, Hwange NP


Robins Camp, Hwange NP


Tourist Office, Robins Camp, Hwange NP


Herbert George Robins, Museum Robins Camp


Robins Camp Plan - ohne Campsite


Robins Camp


Robins Camp


Campsite Plan, Robins Camp. Hwange NP


Robins Camp, Hwange NP


Blick Richtung Sinamatella, Robins Camp


Blick vom Turm im Robins Camp


Robins Camp

Gegen 16:00 Uhr fahren wir noch einmal raus zum Game Drive. Wir möchten heute zumindest noch einen Blick Richtung Little Toms und Big Toms Viewing Hide werfen. Die Landschaft hier oben ist wunderschön und sehr vielfältig. Schilfbewachsene, wasserreiche Wiesen, dichter Mopanebusch, offenes Grasland und flache Salzpfannen. Little Toms Viewing Hide ist in T4Africa fälschlicherweise als Big Tom ausgewiesen. Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach: Der Little Toms Hide liegt am Little Toms River und der Big Toms Hide liegt am Big Toms River! Hier nun die korrekten GPS-Koordinaten: Little Tom (S18 40.674 E25 57.465), Big Tom (S18 41.729 E25 59.330).

Um Little Toms sichten wir Roan Antilopen, Kappengeier, Elefanten und einige Vögel. Am Wasserloch selbst war während unseres kurzen Aufenthaltes nichts los. Da wir aber wegen Toresschluss um 18.00 Uhr wieder in Camp sein müssen und wir noch bei ein wenig Helligkeit unser Equipment aufbauen wollen, treten wir zügig den Rückweg an. Kurz vor Robins sehen wir noch einige Zebras.


Hwange NP


Little Tom View Hide, Robins Area, Hwange


Roan, Robins Area, Hwange


Kappengeier / Hooded Vulture (Necrosyrtes monachus), Robins Area


Weißbrauenkuckuck / White-browed Coucal (Centropus superciliosus), Robins Area


Elsterwürger /Magpie Shrike (Urolestes melanoleucus), Robins Area


vor Robins Camp, Hwange NP

Auf der Campsite begrüßt uns die fröhliche Rangerin Charity. Sie hat den Boiler angeheizt und bringt uns Feuerholz fürs Braai. Stolz erwähnt sie, dass gestern am helllichten Tag ein großer männlicher Löwe am Tourist Office vorbei durch das ganze Camp und durch den löcherigen, kleinen Zaun auf der Campsite wieder raus gewandert ist. Hmmh, Hwange scheint ja echt Löwenland zu sein.


Campsite No. 14, Robins Camp, Hwange NP


Campsite No. 14, Robins Camp, Hwange NP

Wir richten uns ein, köcheln unser Dinner und erfreuen uns an einem kleinen Buschbaby, das eifrig durch die Bäume hüpft. So gegen 19:30 Uhr fangen die Löwen ganz in der Nähe an zu brüllen. Ich beschließe, dass der Abwasch des Geschirrs bis Morgen warten kann und wasche nur noch mich selbst und gegen 20:00 Uhr liegen wir im Dachzelt und lauschen außerdem den Hippos, Schakalen und Hyänen. Welch eine grandiose Geräuschkulisse. Im Kopfkino laufen sämtliche Afrikaklassiker. 🤩

Fortsetzung folgt!

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 10. Aug. 2013
1'324 Beiträge · seit 201309. Aug. 2013 ·
Wunderbar.
Euer Umgang mit den Menschen dort gefällt mir.

Die Geschichte mit dem Löwen quer durchs Camp und dem löchrigen Zaun ist ja drollig. Hättet Ihr damit gerechnet?

Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200909. Aug. 2013 ·
Hallo Joe,

vielen Dank für Dein Feedback! 🙂
Die Geschichte mit dem Löwen quer durchs Camp und dem löchrigen Zaun ist ja drollig. Hättet Ihr damit gerechnet?
Ich drücke es mal anders aus: Wir haben es gehofft! 🤩

Von Freunden und durch diverse Reiseberichte hier im Forum, wussten wir schon, dass wir diesmal mitten in der Wildnis sind. Und genau das ist das besondere Adrenalinerlebnis! In aller Regel gehen wir nach Möglichkeit inzwischen eingezäunten Camps und Lodges aus dem Weg. Das hat in der Regel auch den Vorteil, dass man dort wenig(er) andere Touristen trifft.

Robins Camp ist auch nicht komplett eingezäunt. Unter und neben der Schranke kommt so ziemlich alles durch...
Und die drei dünnen Drähte an morschen Balken um das Camp herum halten auch die wenigsten Tiere ab.

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
2'610 Beiträge · seit 200709. Aug. 2013 ·
Hallo Marina,

vielen Dank für deinen Bericht! 2012 sind wir ebenfalls über Pandamatenga eingereist und waren positiv überrascht, dass die Beamten an der Grenze so freundlich und nett waren. Die Rückfahrt über Vic Falls hat uns später gezeigt, dass es auch anders geht 🙁 .


Für Anfang April 2014 planen wir auch wieder die Fahrt über Pandamatenga und dann auch ins Robins Camp (2012 waren wir nur im Sinamatella und Main Camp) und ich bin jetzt froh, dass dein Bericht mich darin bestärkt auch Robins zu besuchen.Bisher habe ich nicht viel darüber lesen können.

Liebe Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200909. Aug. 2013 ·
Hallo Jambotessy,

gern geschehen! 🙂
Die Rückfahrt über Vic Falls hat uns später gezeigt, dass es auch anders geht
Das kann ich von 2011 hinsichtlich Kazungula absolut bestätigen! Außerdem hatten wir keine Lust die CVG zu zahlen. Das gesparte Geld kommt dem Hwange in Form von Sachspenden zu Gute. Ein Fomi wird die benötigten Dinge im September dort abgeben (nur damit es nicht wieder heißt, dass wir den Staat etc. um Einnahmen betrogen haben). 😗
Für Anfang April 2014 planen wir auch wieder die Fahrt über Pandamatenga und dann auch ins Robins Camp
Ich beneide Euch! Vielleicht habt Ihr die Möglichkeit mit einem Ranger des Robins Camp die Gegend um das alte Deka-Wasserloch zu besuchen. Das fehlt mir noch und Du könntest dann ja mal berichten... 😗

Herzliche Grüße und Dank
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
1'409 Beiträge · seit 201009. Aug. 2013 ·
Hallo Marine,

vielen Dank, dass Du uns an Deinen Erlebnissen teilhaben lässt.Dein Reisebericht kommt gerade zur richtigen Zeit! 🤪

LG
Fleur
https://www.TickerFactory.com/ Bots Zim 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283181-auf-tuchfuehlung-mit-zimbabwe-die-zim-light-tour.html KTP 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/278551-ktp-ja-wo-sind-denn-alle-hin.html CKGR/KTP 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/236736-schee-waras-ckgr-a-ktp-april-2012.html Nam/Bots 2011 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/195675-wie-alles-begannnambot-april-2011.html
8'716 Beiträge · seit 201009. Aug. 2013 ·
Huhu Marina,

wie schön dass du uns wieder mitreisen lässt! Die Bücher sind übrigens gut hier angekommen und auch schon mehr oder weniger verpackt!

Also dann - frohes Weiterschreiben, ich hab Ferien und viiieeellll Zeit zum Lesen (zumindest noch 2 Wochen lang 😛 )!

Liebes Grüßle von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
2'338 Beiträge · seit 200709. Aug. 2013 ·
Hallo Marina

Auch ich bin dabei, ist doch klar. 🤪
Der Anfang ist schon mal sehr interessant.

Liebe Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
138 Beiträge · seit 200809. Aug. 2013 ·
hallo, Marina,

auch ich freue mich auf den Bericht und "schwelge" in Erinnerungen. Wir haben 1998 Simbabwe von Namibia aus für eine Woche bereist und waren ganz begeistert. Unsere Route ging damals vom Caprivi über Kasane, Vicfalls in den Hwange, Abstecher nach Binga, dann von dort zurück über Bulawayo, Masvingo nach Great Simbabwe und wieder zurück über Matobo, Nata, Maun, Shakawe nach Namibia.

Es war für uns das "echte" Afrika mit herrlichen Landschaften und liebenswerten, gastfreundlichen Bewohnern. Wir wären gerne wiedeergekommen, aber aufgrund der "Umstände" mit Herrn M. ist es bei dem einen Besuch geblieben.

LG Ruth
1'558 Beiträge · seit 201109. Aug. 2013 ·
Hallo Marina,
schön, wieder etwas von euch zu hören. 😄
Wir waren im letzten Jahr in Simbabwe und planen 2014 erneut eine Tour dadurch.
Zur Zeit hoffen wir noch auf Ruhe in Nordmosambik, aber falls die Rebellen weiter "mosern" werden wir euren Spuren folgen. deshalb muss ich unbedingt mit euch auf Probefahrt gehen.
Wie sah es bei Franz (Touch of Africa) aus, gibt es schon statt der Baugrube eine neues Wasserloch?
Liebe Grüße
Biggi
Meine Reiseberichte
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200909. Aug. 2013 ·
@ Bele,
Die Bücher sind übrigens gut hier angekommen und auch schon mehr oder weniger verpackt!
Vielen Dank für den Botengang! Den Dombo-Teil müsstest Du auf meiner HP nachlesen... 😊

@ Afra,

soooo viel haben wir leider von Simbabwe nicht sehen können. Aber das wird 2015 nachgeholt.

@ Tiggi,

die Baugrube bzw. das Camp der Chinesen existiert noch, aber Franz hat das alte Wasserloch vergrößert. Allerdings war dieses Jahr dort nicht so viel Wild zu sichten, wie noch vor zwei Jahren. Ich glaube, dass wir nicht eine Sabel bei ihm gesehen haben.
Aber unser Braai am Baobab Hill in der Deka Area war wieder ein Erlebnis.

@ all,

vielen Dank fürs Mitlesen und Eure lieben Kommentare. 😘

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 11. Aug. 2013
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200909. Aug. 2013 ·
31.05.2013 Deteema Dam, Hwange Nationalpark


Karte T4Africa Robins - Deteema

25 km

Gegen 06:00 Uhr ist die Nacht vorbei. Ich erwische die kalte Dusche, Jochen die Heiße! Charity kommt noch einmal auf ein Schwätzchen vorbei und entschuldigt sich, dass sie ganz vergessen hat mir mitzuteilen, dass nur eine Dusche an den Warm-Wasser-Boiler angeschlossen ist...

Sie erhält ihr Trinkgeld trotzdem. Es ist 07:30 Uhr und die Löwen brüllen übrigens immer noch im 10-Minuten-Abstand ganz in der Nähe. Im Tourist Office buche und bezahle ich für die kommende Nacht die Campsite am Deteema Dam (2 x 25 US$). Der Camp Warden versucht per Skype mit dem Main Camp raus zu finden, ob die Private Campsite Kennedy1 in den nächsten Tagen noch frei ist. Ngweshla ist nämlich komplett ausgebucht in den folgenden fünf Tagen. Wir haben Glück und können Kennedy 1 für den 03.06. reservieren und auch die 150 US$ Permit gleich hier in Robins Camp bezahlen. Welch ein Service! Vorsichtshalber verlängern wir auch den Parkaufenthalt gleich auf insgesamt sechs Tage, denn der Hwange gefällt uns ausgesprochen gut. Die Ranger sind super nett und hilfsbereit.

Nach herzlicher Verabschiedung und dem Versprechen 2015 mehrere Tage im Robins Camp zu verbringen machen wir uns auf den Weg Richtung Deteema. Zu gerne würden wir noch das Gebiet um das alte Deka Camp erforschen, aber das heben wir uns nun für den kommenden Besuch auf. Der Park ist einfach zu groß und unsere sechs veranschlagten Tage im Hwange reichen nicht aus, um mit Muße alle Gebiete zu würdigen.


Frühstück, Campsite No. 14, Robins Camp, Hwange NP


Campsite No. 14, Robins Camp, Hwange NP


Tourist Office Robins Camp, Hwange NP - hier wirkt Chosi

Zuvor schauen wir aber noch einmal am Little Tom Hide vorbei. Im Mopanewald grast eine große Büffelherde, einige vereinzelte Elefanten sind auch zu sehen. Am Big Tom Hide sind gegen 11:30 Uhr gerade keine Tiere zu sehen. Also geht´s zügig weiter Richtung Salt Pan. Eine große Schar Schwarzstörche vergnügt sich am gegenüberliegenden Ufer und einige Krokodile dösen in der Sonne. Die Wasserlöcher sind alle noch gut gefüllt.


Büffel verstecken sich zwischen den Mopanebäumen, Robins Area, Hwange NP


Little Toms Waterhole, Robins Area, Hwange NP


Little Toms Waterhole, Robins Area, Hwange NP, Robins Area, Hwange NP


Big Tom Waterhole, Robins Area, Hwange NP


Big Tom Viewing Hide, Robins Area, Hwange NP


Salt Pan Dam, Robins Area, Hwange NP


Salt Pan Dam, Robins Area, Hwange NP


Salt Pan Dam, Robins Area, Hwange NP


Schwarzstörche / Black Stork (Ciconia nigra), Salt Pan Dam, Robins Area, Hwange NP

Da wir brennend neugierig auf unser nächstes Nachtquartier sind, erreichen wir die Deteema Dam und Picnic Site schon gegen 13:00 Uhr. Hätte mir gerne noch die offizielle alte Campsite angeschaut, aber weder war sie ausgeschildert, noch haben wir den Weg dorthin entdecken können. So suchen wir uns ein schönes Plätzchen mit direktem Blick auf den Dam. Der Hide ist liebevoll gepflegt und piccobello sauber. Vom Fussboden könnte man glatt essen. Die Ablutions sind auf der Herrenseite ansprechender wie auf der Damenseite und ich ziehe bei Jochen mit ein. Die Outdoordusche der Firma Wellblech wird mit kaltem Wasser aus dem Hochtank gespeist und Jochen bringt vorsichtshalber unsere Solardusche in Stellung. Der Holzaun ist offen/löcherig wie ein Scheunentor. Ach ja, ein Tor gibt es natürlich nicht.


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP

Ich gönne mir im Hide erst mal eine Kaffeepause und beobachte das einsame Hippo. Wirklich schade, dass es keine Gesellschaft hat. Hoffentlich wandert demnächst mal ein Spielkamerad zu. Eine große Pavianfamilie bevölkert die Nachbarschaft und auch hier sonnen sich einige Kroks.

Den frühen Nachmittag verbringe ich mit Haar- und Hosenwäsche, während Jochen sich um das Feuerholz kümmert. Zwei südafrikanische Selbstfahrerwagen auf Männertour schauen vorbei und fragen, ob wir den missing link gesehen haben. Sie vermissen das dritte Fahrzeug. Einer der Südafrikaner stammt gebürtig aus Danzig und wir halten einen netten Schwatz auf Deutsch. Später schaut noch kurz ein Einheimischer aus VicFalls im Hide vorbei, der im Park sein Wochenende verbringt. Gegen 14.00 Uhr finden sich die ersten Elis am Wasserloch ein.


Hammerkopf / Hamerkop (Scopus umbretta), Deteema Dam, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP

Am späten Nachmittag kommen auch zwei farbige Spaziergänger um den Dam herum auf und zu. Es sind Newa, der Caretaker und Mathew, ein bewaffneter Ranger. Beide wohnen auf der alten Campsite und kümmern sich um den Deteema Viewing Hide. Wir unterhalten uns angeregt und erfahren, dass gestern (natürlich immer gestern!) ein Löwe tagsüber am gegenüberliegenden Ufer gesichtet wurde. Newa wollte uns noch das Feuerholz bereit legen, aber Jochen ist ihm ja zuvor gekommen. Ich habe derweil unsere Gemüsevorräte gesichtet und drücke den beiden einen großen Vorrat Möhren, Äpfel, Zuccini und Minikürbisse in die Hand. Das wird außerhalb des Coolers nicht besser und muss bald verarbeitet werden. Eine aktuelle botswanische Zeitschrift findet in Mathew auch einen dankbaren Abnehmer.

Die Beiden ziehen wieder Richtung alter Campsite und wir genießen ab nun die absolute Einsamkeit mitten in der Wildnis.


Newa, Caretaker Deteema Dam Hide, Hwange NP


Mathew, Ranger, Deteema Dam Hide, Hwange NP

Im goldenen Nachmittagslicht tummeln sich die Giraffen und Zebras am gegenüberliegenden Ufer, die Paviane turnen kreischend in der Nähe herum, verhalten sich aber überaus respektvoll und entern die Campsite nicht. Wie nett und gut erzogen sie doch hier sind. Unser Hippo begibt sich auf Landgang, Mutterkuh-Elefantenherden geben sich am Dam die Klinke in die Hand, während Jochen unser Luftmatratzentier aus dem China-Shop im Dachzelt einsperrt. Ist möglicherweise doch etwas bequemer wie nur die eine dünne Matratze von Bushlore. Die Lagerfeuerentzündung und die Steakbrutzelei auf Selbigen liegen ebenfalls in Jochens Händen, während ich mich um die Beilagen für unser Dinner kümmere.

Einige Elefantenbullen liefern sich einen Wer-trompetet-am-lautesten-Wettbewerb während wir genüsslich unser Abendessen verspeisen. Der letzte Bissen ist noch nicht vertilgt, als der Löwe (close to our tent) wieder in 10-minütigem Abstand mit seinem Gebrüll auf sich aufmerksam macht. Das Dinner ist recht schnell beendet, es folgt noch ein Wasch- und Toilettengang und wir verziehen uns in die Sicherheit des Dachzeltes und lauschen gespannt den Tierstimmen. Der Interpretationsspielraum ist sehr vielfältig und gibt Anlass zu allerlei Spekulationen. Wutei und Buschmesser sind in Reichweite neben uns im Zelt platziert... Der Adrenalinspiegel steigt!

Das langanhaltende Gekreische unserer Nachbarn, der Pavianfamilie gegen 21:00 Uhr spricht dafür, dass sich der Leopard ebenfalls mit einem Nachtessen versorgt hat und der oder die Löwen wandern auch rund ums Camp. Wir hören wie in der Nähe ein Elefant einen Baum umlegt und gegen 23:00 Uhr sind wir seelig in unseren kuscheligen Daunenschlafsäcken hinweg geschlummert. Natürlich wird unsere Tiefschlafphase in dieser Nacht des Öfteren durch ungewohnte Geräusche, die wir nicht so richtig einordnen können, unterbrochen. Außerdem stören die Geräusche des billigen Luftmatratzentieres unseren Schlaf. Jeder Lagewechsel wird von einem Quietschen begleitet.


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP


Deteema Dam Hide, Hwange NP

Fortsetzung folgt!

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 10. Aug. 2013
2'610 Beiträge · seit 200709. Aug. 2013 ·
Hallo Marina,

toll dein Reisebericht - Deteema ist für 2014 schon notiert! was denkst du, sind 2 Nächte zu viel????

Liebe Grüße

Jambotessy ( die in 14 Tagen Richtung Mttelschweden aufbricht)
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
8'716 Beiträge · seit 201009. Aug. 2013 ·
Butterblume schrieb:@ Bele,
Die Bücher sind übrigens gut hier angekommen und auch schon mehr oder weniger verpackt!
Vielen Dank für den Botengang! Den Dombo-Teil müsstest Du auf meiner HP nachlesen... 😊


Herzliche Grüße
Marina
Ups, Marina, danke für den Hinweis - irgendwie hatte ich gedacht, du verweist auf deinen alten Bericht! Jetzt hab ich das schnell nachgelesen - ziemlich surreal die Vorstellung, dass ich genau in 2 Wochen (auf die Minute) in diese Richtung starten soll! 🙂

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2013
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200909. Aug. 2013 ·
Hi Jambotessy,
was denkst du, sind 2 Nächte zu viel????
NIEMALS!!! BEST PLACE! 🤩 🤩 🤩

Herzliche Grüße
Marina, die noch bis Oktober auf den nächsten Urlaub warten muss... 😐
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
3'385 Beiträge · seit 200910. Aug. 2013 ·
Guten Morgen Butterblume Marina,

das ist schön, dass Du nun doch einen Teil Euerer letzten Afrikareise hier ins Forum reinstellst.
Grad der Simbabweteil ist natürlich hochinteressant, wollen wir doch nächstes Jahr in Deinen Spuren wandern. Aber mal erst schauen, wie sich die politische Lage dort entwickelt. Vielleicht müssen wir auf Zim verzichten, das wär dann oberkrass. 🙁

Vielen Dank für´s Schreiben und ein schönes Wochenende vom

bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
1'324 Beiträge · seit 201310. Aug. 2013 ·
Klasse bericht. Schöne Bilder, besonders die Elefanten.
Ich habe nie mehr so viele Elefanten gesehen wie dort.


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
1'409 Beiträge · seit 201010. Aug. 2013 ·
Hallo Marina,

so schöne Bilder. Ich freu mich schon richtig auf ZIM (wenn wir es mal schaffen, die Flüge und den Rest zu buchen 😗 ). Dein RB macht richtig Lust....schreib bitte schnell weiter.

LG
Fleur
https://www.TickerFactory.com/ Bots Zim 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283181-auf-tuchfuehlung-mit-zimbabwe-die-zim-light-tour.html KTP 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/278551-ktp-ja-wo-sind-denn-alle-hin.html CKGR/KTP 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/236736-schee-waras-ckgr-a-ktp-april-2012.html Nam/Bots 2011 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/195675-wie-alles-begannnambot-april-2011.html