Erika2'338 Beiträge · seit 200707. Aug. 2013 · #21
Hallo Bebbl
Ich liebe Gruppenreisen-Reiseberichte ganz besonders und bin auch mit dabei. 😁
Allerdings möchte ich bitte nicht neben Lisa sitzen. 🙄
Im März 2013 war der Kili auf der Tansania-Seite bis weit runter schneebedeckt. Auf deinem Bild ist wirklich nur ein kleines Häubchen zu sehen. Naja, wenigstens habt ihr ihn gesehen, was je nach Wetter nicht immer selbstverständlich ist.
schön, dass ihr mit dabei seid. Soviel hab ich leider nicht berichten, unsere Gruppe prinzipiell doch eher von der ruhigeren Sorte war ... vielleicht kann ich´s mit ein paar Bilder ausgleichen...
@Erika keine Sorge, der Platz neben Lisa ist fest vergeben ... links oder rechts 😠 😉 Ich habe mir fast gedacht, dass es an der Jahreszeit liegen könnte ... war mir aber nicht sicher, da wir ja eigentlich ion der "kühleren" Jahreszeit dort waren ... wenn er aber im März mehr Schnee hatte, kann es wohl daran gelegen haben.
@Papa Kenia Du hast ne PN
picco6'376 Beiträge · seit 201107. Aug. 2013 · #23
Hoi Bebbl
Die Unterschiede sind schon krass! Mein Bild unten entstand im Februar 2011
Am nächsten Tag ging es ans Meer. Mir graute vor diesen 4 Tagen. 4 … in Worten vier Tage… rumliegen, faulenzen den Herrgott nen guten Mann sein lassen… wie ätzend! Nun gut machen wir das Beste daraus … auf eine Rundfahrt in Mombasa hatte ich keine Lust. Das einzige was mich wirklich interessierte war der Haller Park. Dort war ich schon vor über 20 Jahren und wollte diesen wieder besuchen.
Im Sarova Hotel White Sands angekommen wurde alle auf die Zimmer verteilt. Chaos brach aus … irgendwie funktionierte hier die Kommunikation gar nicht. 😠 😠
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📎 h7ee4fc7.JPG Blick auf das Hotel vom Meer aus
Das Hotel lag direkt am Strand auf den ersten Blick sehr schön gelegen, weitläufig und sauber … auf den ersten Blick! Bei genauerem Hinsehen merkte man schon, dass alles etwas in die Jahre gekommen ist und die salzige Luft, der Wind und der Regen ihr übriges beigetragen haben. Nun gut, mir war´s egal … und völlig ausreichend! Beim Betreten des Strands wurden wir schlagartig als Neuankömmling erkannt und sofort von unzähligen Beach Boys belagerten, die uns alles, aber auch wirklich alles verkaufen wollte … ich glaube einer wollte mir sogar seine Großmutter andrehn 😄 😄
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Mit der Zeit strengt es sehr an, immer wieder die gleichen abgedroschenen Phrasen zu hören. Nichtsdestotrotz waren es schöne Tage am Meer und ich habe mir einen der Verkäufer auserkoren, da er mir von vorneherein anständige Preise („Is nix los, deshalb Hungerpreis“) gemacht hat… und so wurde ich von ihm immer schon freudig begrüßt wenn ich am Strand spazieren ging. 🤩 🤩
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Die folgenden Tage verbrachten wir unaufgeregt am Meer und besuchten den Haller Park. Der Haller Park ist ein vom Schweizer Rene Haller renaturisierter ehemaliger Steinbruch. Inzwischen haben sich in den Wäldern und Seen des Haller Parks wieder viele Vögel und andere Tiere angesiedelt und zusätzlich wurden einige Arten des afrikanischen Großwildes integriert. In diesem Park kann man heute Giraffen, Flußpferde, Antilopen, Primaten, Krokodile und die berühmten Riesenschildkröten bewundern.
Tag 10 05.06.2013 Mombasa – Tsavo West NP – Rote Elefanten, „jaja“
Gottseidank, am Morgen des 5. Juni machten wir uns auf den Weg in Richtung Taita Hills zur Salt Lick Lodge. Ich freute mich auf die Salt Lick Lodge, denn ich war vor Jahren schon mal hier und wusste dass die Lage und das Ambiente einfach sensationell waren. Die Fahrt dorthin gestaltete sich lang und ereignislos. 😐
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An der Lodge ankommen bezogen wir alle unsere Zimmer. Die Mitarbeiter unserer Lodge brachten gegen ein Trinkgeld die Koffer auf die Zimmer … etwas das mir immer irgendwie Unbehaglich ist. Warum ich das erwähne? Tja, an dieses Trinkgeld werde ich den ganzen Urlaub noch denken … 😈
Als wir uns zu unserem Game Drive in der Lobby trafen befanden sich gerade 6 Elefantenbullen auf dem Weg an die Tränke. Nun, für alle diejenigen, die die Salt Lick Lodge nicht kennen sollten … das ist ein einmaliges Erlebnis.
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An der Lodge befinden sich zwei … hmm, naja, nennen wir sie mal Wasserlöcher. Ein großes, natürliches Wasserloch, in ca. 40 – 50 Meter Entfernung mit einer über einen unterirdischen Tunnel erreichbaren Aussichtstelle. Und einem künstlichen „Wasserloch“ direkt vor der Rezeption. Man ist dabei nur 5 Meter von den Tieren entfernt … ein wirkliches tolles Erlebnis, wenn die Elefanten so dicht bei einem stehen. 🤩 🤩
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Bei den angekommenen Elefanten handelte es sich um die berühmten Tsavo Elefanten. Unser Guide Daniel erklärte uns warum die Dickhäuter so rote Haut haben, das liegt nämlich daran, dass sie sich im roten Staub des Tsavo wälzen, jaja! 😉
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Auf jeden Fall waren es imposante Tiere und wir hätten vor lauter Begeisterung beinahe unseren nachmittäglichen Game Drive in die Taita Hills verpasst. Die Fahrt durch das hügelige Gelände war dann eher ereignislos … wären wir doch nur bei den Elefanten geblieben! 🤨 🤨
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Wir sahen verschiedene Pflanzenfresser (Wasserböcke, Kuhantilopen, Grant-Gazellen), eine Horde Paviane (die treiben sich aber auch überall rum), 😄
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2 Warane (ich vermute es handelte sich um Steppenwarane),
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...und einen Elefanten, der aber überhaupt nicht erfreut war uns zu sehen… 😮
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Belohnt wurden wir mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang. Ich frag mich jedes Mal wo die Afrikaner diese Farben herkriegen … die gibt´s doch in keinem Baumarkt! 🤩
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Am Abend saßen wir beim Essen und unterhielten uns über die vergangenen Tage. Es war ja unser letzter Abend in Kenia, denn morgen würden wir Arusha erreichen. Da ich keine Kenia Schilling mehr hatte, wollte ich meine Rechnung in Dollar bezahlen. Ist ja kein Problem … ich hatte mir extra für Trinkgelder ca. 50 Dollar in 1 Dollar Noten mitgenommen. Zusätzlich jeweils zwei 50 Dollarnoten für die Visas für Kenia und Tansania …
Als ich nun in meinen Geldbeutel sah um die Kohle zu checken, bemerkte ich, dass mein 50 Dollar Visaschein für Tansania fehlte. Ich hatte ihn aus dem Koffer genommen, in dem ich mein nicht benötigtes Geld (Euro und Dollar) aufbewahre und eingesteckt, um morgen an der Grenze nicht rumwühlen zu müssen… Wo war der? 🙄 Ich kontrollierte nochmals die Restdollar in meinem Koffer … der Fuffzger war weg! 😮 😮
Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Haaren … ich hatte dem Kofferträger anstatt einem Dollarschein den Fünfziger gegeben … ich Depp! 😈 😈
Das diese Mistdollarnoten sich auch so ähneln müssen. Dass der Kofferträger das natürlich nur zu gern übersah versteht sich von selbst … Kurz und gut … ich habe zwar an der Rezeption „reklamiert“, der Kofferträger leugnete jedoch überhaupt Trinkgeld von mir bekommen zu haben. Dieser Schuft 🙁 ! Ärgerlich, aber wer will´s ihm verdenken … war wahrscheinlich ein Viertel seines Monatseinkommen. 😕
Und, ich war schließlich selbst schuld … Augen auf beim nächsten Mal. Ich verbuchte den Verlust unter „Entwicklungshilfe“ und machte mich daran wieder 50 Dollar für das Visum aufzutreiben… 🤨
Tag 11 06.06.2013 – Salt Lick – Arusha – Gelbfieberimpfung? Nöööö!
Schon früh machten wir uns auf den Weg zur Grenze nach Tansania wo uns die „Tansania Leute“ (Originalton Daniel) abholen sollten. Eine Familie Löffelhunde versüßte uns den Morgen … die sehen schon putzig aus mit ihren großen Ohren. 📎 h4fa105e.JPG
Kurz vor der Grenze fingen wir uns natürlich noch ein Eisenstück ein. 😈 😈 Während Daniel in Rekordzeit (warum arbeiten die eigentlich nicht bei der Formel 1) den Reifen wechselte, verteilte Lisa ihre Süßigkeitenbomben, auch wenn die Kinder es gar nicht wollten … sie wurden zum Hariboessen gezwungen. 😛 😛
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Man merkte deutlich, dass wir in einem nur von wenigen Touristen besuchten Gebiet befanden. Die Menschen waren deutlich distanzierter und verschlossener … aber nicht unfreundlich!
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An der Grenze angekommen füllten wir zuerst unsere Ausreisepapiere in Kenia aus um dann zu Fuß nach Tansania zu wechseln und dort unsere Einreiseformulare auszufüllen. Wir verabschiedeten uns von Daniel und wünschten ihm eine gute Heimreise nach Nairobi! In den Reiseunterlagen wurde explizit auf die dringend notwendige Gelbfieberimpfung bei der Einreise nach Tansania aus Kenia hingewiesen. Sigi und Lilly, meine Berliner Freunde, mit denen ich meist beim Abendessen saß, konnten leider aus gesundheitlichen Gründen keine Impfung durchführen. Daher waren sie besorgt, ob sie die Reise überhaupt weiterführen konnten… Komischerweise interessierte sich kein Mensch für die Impfpässe … nur die 50 Dollar die waren immens wichtig! Also viel Rauch um nichts … drauf anlegen würde ich es allerdings nicht. Von unseren Guides wurden wir wieder auf unsere Fahrzeuge verteilt. Die Zusammensetzung blieb die Gleiche … unser neuer Guide hieß Michael … und wurde fortan von uns, auf eigenen Wunsch, mit Schumi gerufen. Diesem Spitznamen machte er auch alle Ehre … was bei Lisa nicht gerade den Wunsch entstehen ließ ein Gridgirl zu sein. Die Strecke nach Arusha brachten wir humorlos hinter uns … kam es mir nur so vor oder war Tansania sauberer wie Kenia? Die Häuser nicht so zerfallen, die Straßen nicht so verdreckt! Keine Ahnung … so was kann ja schon mal täuschen. Wir kamen gegen 14 Uhr in unserem Hotel Impala in Arusha an. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, traf ich mich mit Siggi, Lilly, Martina und Dariusz, um in die Stadt zu laufen … ich hatte keine Lust am Pool rumzuhängen. Unterwegs wollten wir auch noch Geld tauschen … so machten wir uns zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt von Arusha…
Natürlich hatten wir sehr schnell alle möglichen Verkäufer im Schlepptau aber wir schritten unbeirrt unseres Weges … bloß auf kein Gespräch einlassen, denn dann hat man verloren! Diesen Vorsatz ließ ich einmal außer Acht und prompt hatten wir einen an der Backe, der uns bis zu unserem Hotel nicht mehr verlassen sollte. Er betätigte sich als Reiseführer und im Nachhinein war es gar nicht schlecht, da er uns so quasi die anderen „Möchtegernreiseführer“ vom Hals hielt. Ich habe keine Ahnung mehr wie der Typ hieß aber er machte seine Sache im Rahmen seiner Möglichkeiten gut und war sympathisch. So besuchten wir ein Fest einer katholischen Kirche, bei der eine Unzahl Kinder katholischen und muslimischen Glaubens miteinander sangen und Aufführungen machten. Wir lernten sogar den Priester kennen, der uns freudig willkommen hieß und einige Worte Deutsch sprach. Wir waren dort die einzigen Muzungus und wurden daher begafft und bekichert.
Wir besuchten dann noch den ortsansässigen Massaimarkt, kauften ein Trikot der tansanischen Fußballnationalmannschaft, testeten einen gekochten Maiskolben und spazierten dann zurück zum Hotel. Arusha ist eine laute, quirrlige, typisch afrikanische Stadt. Muss man nicht gesehen haben … aber für einen Nachmittag war es ganz interessant!
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Ich ging früh zu Bett, denn am nächsten Morgen sollte es in den Ngorongoro Krater gehen … dieses Fleckchen Erde schwirrt schon seit mich der Afrikavirus gepackt hat in meinem Kopf herum und ich war gespannt ob der Dinge, die wir sehen werden…
Tag 12 07.06.2013 Arusha – Ngorongoro Krater – Ein Platz für wilde Tiere (Achtung viele Bilder!)
Bernhard Grzimek hatte mich schon als kleiner Junge fasziniert. Seine unvergessenen Filme holten mich ab und brachten mich in eine mir unbekannte Welt, die ich so noch nie zuvor gesehen hatte. Genau deswegen war ich so gespannt auf den Ngorongoro Krater … 🙂 🙂
Die Strecke zum Lake Manyara durch das Rift Valley wird gerade gebaut/renoviert, so dass wir nicht sehr schnell voran kamen. Wir fuhren mehr neben als auf der Strecke. Es ging vorbei am Lake Manyara, die Abrißkante des Rift Valley hoch durch hügeliges Gelände bis zum Ngorongoro Krater. Am Gate zur Ngorongoro Conservation Area wurden wir von unzähligen Pavianen belustigt 😄 und wir bekamen eine kurze Einweisung in die Entstehung des Kraters und seine Tierwelt.
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Dann ging es den Krater hoch über schmale, staubige Straßen. War hier ein Verkehr! Immer wieder kamen uns Lastwagen entgegen und die Fahrzeuge quetschen sich aneinander vorbei. Die Landschaft war fantastisch … subtropisch … links steil abfallend und rechts steil aufragend, dicht bewachsen mit Bananenpflanzen, Palmen und anderen tropischen Pflanzen. Unser Jeep kämpfte sich Meter für Meter den Krater hinauf … so wirklich wohl war mir nicht in meiner Haut, denn die „Straße“ war in keinster Weise gesichert und die Guides fuhren, getrieben von der ständigen Zeitnot, tatsächlich wie die Henker 😈 … wir wussten zu diesem Zeitpunkt nicht, dass das noch Folgen haben wird. 🤩 🤩
Am Kraterrand angekommen hatte man einen unglaublichen Blick in das Innere. Ich konnte Grzimek verstehen und die Vorfreude wuchs mit jedem Meter den wir zurücklegten. Bei genauem Hinsehen konnte man sogar die Tiere im Kraterinneren als kleine schwarze Punkte erkennen… 🤩 🤩
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Da der Krater nur einen Zugang und einen Ausgang hatte, mussten wir den Rand bis zur Hälfte einmal umrunden … immer wieder mit herrlichen Ausblicken ins Kraterinnere. Wir machten den obligatorischen Fotostopp am Grabstein von Bernhard Grzimek und enterten dann dieses Weltwunder.
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Die Abfahrt in den Krater war steil. Unten angekommen fuhren wir in einen kleinen Wald und machten erstmal eine Frühstückspause … die Guides wussten, wie sie die Spannung hochhalten. Mich hat das eher genervt, da man sich ja sowieso nur eine begrenzte Zeit im Krater aufhalten darf, wollte ich keine Zeit mit so „sinnlosen und banalen“ Dingen wie Essen verschwenden. 😉 😮
Dann fuhren wir endlich los … die Weite des Kraters ist unglaublich. Und der Tierreichtum sucht seinesgleichen. Wir fuhren an unendlichen vielen Gnus, Zebras, Thompson- und Grantgazellen vorbei. Elefanten mit riesigen Stoßzähnen.
Dann entdeckten wir schon nach wenigen gefahrenen Metern 2 Löwinnen, die sich ausruhten…während wir die Löwinnen beobachteten bewegte sich auf der anderen Straßenseite ein Nashorn zwischen den Antilopenherden. Leider sehr sehr weit weg… es sollte das Einzige Nashorn bleiben, das wir auf unserer Reise sehen würden.
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Wir fuhren im Krater entlang, entdeckten Büffel, Warzenschweine, Flusspferde, Strauße und Flamingos.
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Als wir uns bereits auf der Fahrt Richtung Ausgang befanden hatte der Krater noch ein absolutes Highlight für uns parat. 🤩 🤩
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Der Serval trottete langsam vor uns auf der Straße entlang. Bog immer mal wieder ab und stellte die Ohren im Gras. Er war auf der Jagd! Leider konnten wir die sensationellen Sprünge eines jagenden Servals nicht sehen. Dafür legte sich die Raubkatze, gemütlich neben unserem Fahrzeug in den Schatten. Wow … ich hatte so ein Tier vorher noch nie in freier Wildbahn gesehen. Viel zu früh mussten wir uns aufgrund der fortgeschrittenen Zeit von dieser Schönheit losreißen.
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Auf dem Weg zum Ausgang, bereits berauf fahrend querte noch eine Löwin unseren Weg. Es hatte den Anschein, sie wollte auch zum Ausgang weil ihre Zeit abgelaufen war. Sie war anscheinend nicht besonders gut auf uns zu sprechen und verzog sich schnell in die Büsche, von wo sie uns anfauchte! 🤩
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Auf dem Weg zu unserer Lodge hatte eines unserer Fahrzeuge einen Unfall und stieß auf der engen Straße mit einem entgegenkommenden Truck zusammen. 😠 Wie in Afrika Schuld und Unschuld geregelt wird konnten wir dann live erleben … der Fahrer des Trucks sprang mit einer Machete bewaffnet aus seinem Fahrzeug und stürzte auf das Safariauto zu. Erst als er erkannte, dass in dem Fahrzeug 8 Personen saßen, hielt er inne und versteckte seine Waffe. Wer schlussendlich Schuld war, wusste ich nicht … war mir im Endeffekt auch egal. Das Safariauto jedenfalls war kaputt und so nahmen wir die anderen aus unserer Reisegruppe in unserem Auto mit zur Lodge… uff … 14 Mann in einem Auto. Das war extrem lustig! 😛 😛
Die Highview Lodge lag etwas unterhalb des Berges mit einem wunderschönen garten und tollem Ausblick auf das Tal. 🙂
Tag 13 08.06.2013 Ngorongoro – Serengeti – Gib Gummi, Schumi!
Der Weg zur Serengeti führte erneut über den Krater. Wir fuhren als früh morgens wieder bis zum Gate ließen uns von den Pavianen unterhalten während die Guides die Permission für die Serengeti holten. Dann galt es die gesamte Strecke vor Vortag erneut hinter uns zu bringen … Zwischendurch hielten wir noch bei der am Kraterrand ansässigen Polizeistation um letzte Schuldfragen zu klären. Was zuerst nur 15 Minuten dauern sollte … zog sich auf über 1 Stunde. Wir waren also spät dran. 😈 😈
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Beim Hinabfahren des Kraters in Richtung Ngorongoro Conservation Area entdeckten wir einen nächtlichen Löwenriß auf den sich bereits die Geier gestürzt hatten. Ansich nichts Besonderes … aaaaaaber, der Kadaver lag genau zwischen 2 kleinen Massai Dörfern, die jeweils nur ca. 100 – 200 Meter entfernt lagen. Das hat mich dann doch etwas gewundert, zumal wir außerhalb des Kraters waren. Man kann sehen wie die Massai mit den Löwen leben und was machen wir….??? Kaum kommt mal ein Bär über die Grenze wird er über den Haufen geballert. Hellste Aufregung wegen Wölfen in der Lausitz oder Luchsen im bayrischen Wald … wir Europäer können noch ne Menge lernen, denk ich so bei mir! 😊 😊
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Die Fahrt bis zur Serengeti ging über staubtrockene, zerfurchte Pisten. Massai Massage … Lisa sah inzwischen aus wie ein Bankräuber. Der Rest von uns ergab sich seinem Schicksal und hoffte, dass wir bald ankommen würden. Die Ausläufer der Serengeti waren flache, unendlich bis zum Horizont reichende Kurzgrasebenen. Immer wieder sah man Massaihirten mit ihren Herden in der flimmernden Hitze über die Ebenen ziehen oder am Straßenrand sitzen. So spulten wir in einem Affenzahn Kilometer um Kilometer ab und standen plötzlich am Eingangstor zur Serengeti. Schnell Bilder gemacht und weiter gings. 🤩 🤩
📎 hb7d1cbb.JPG Maskara-Werbemodell
An einem Rastplatz machten wir nochmals eine kleine Pause. Wir erklommen einen kleinen Hügel von dem man eine tolle Aussicht in die weiten Ebenen hatte…
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📎 h4aa4a07.JPG📎 h82b6461.JPG Herr und Frau Wasseragame
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Die unendliche Weite der Serengeti
Dann gings weiter zu unserer Lodge … und wir waren noch keinen Kilometer gefahren, sahen wir schon den ersten Löwen, der sich im Gras versteckte.
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Wiederum nur 500 Meter weiter lagen 3 junge Männchen und 1 Weibchen direkt am Straßenrand unter einem Baum. Weitere 2 Kilometer lag das nächste Rudel am Straßenrand. Wir zählten 15 Stück, die regungslos im Schatten einer Akazie dösten.
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Zwei der Löwinnen hatten sich etwas abgesondert und lagen ca. 20 Meter entfernt vom Rudeln im Gras.
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Plötzlich starrten beide Löwinnen in die gleiche Richtung … und fixierten einen Punkt.
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Eine Herde Zebras kam in einer Reihe des Weges und erregte die Aufmerksamkeit der Raubkatzen. Und die Jagd begann … die Katzen verschwanden im hohe Gras und die Zebras trotteten unaufhörlich näher. Keiner sah mehr wo sich die Löwen befanden … wir konnten es nur vermuten. Alle hielten den Atem an … und plötzlich sprang eine der Löwinen aus dem Gras hervor. Leider zu früh. Die Zebras erkannten die Gefahr und preschten auseinander … dann tauchte auch der zweite Löwenkopf auf. An einem Punkt wo wir sie nie vermutet hätten … auch wenn die Jagd erfolglos blieb, war es doch aufregend zu erleben, wie systematisch die Katzen vorgingen.
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Auf der Weiterfahrt sahen wir einige Giraffen die ständig einen Punkt auf dem Boden fixierten. Einige andere Fahrzeuge standen schon eine Weile hier und meinten eine Leopard würde dort im Gras sitzen … das Verhalten der Giraffen ließ auf diese Vermutung schließen. Sehen konnte man allerdings nichts … bis, ja bis es dem Leopard wohl doch zu bunt wurde und er sich auf einen Baum verzog.
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Leider war dieser Baum auf der anderen Flußseite und die einbrechende Dämmerung tat ihr Übriges … Lichtschalter und so (jaja)…
Es war unglaublich, wie hatten nur auf der Fahrt zu unserer Seronera Serengeti Lodge 3x Löwen und 1 Leoparden gesehen. An der Lodge angekommen wurden wir von unzähligen Klippschliefern empfangen. Die sind einfach total süß... 😊 😊
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Am Abend freuten wir uns über einen sensationellen Sonnenuntergang und auf den nächsten Tag, der uns unglaubliche Begegnungen bescheren sollte…
Tag 14 09.06.2013 Serengeti – Darf ich bitten, Herr Löwe
Vorsicht viel Bilder, wenig Text 😉
Nach einer kurzen Nacht, mit grasenden Flusspferden vor der Terasse 🤩 🤩 starteten wir um 8:00 Uhr zu unserer Morgenpirsch. Hmmm, ganz schön spät dachte ich … gehen doch die Pirschfahrten eigentlich schon im Morgengrauen los. Da wir uns aber bereits mitten im Park befanden und uns daher die Anreise ersparten meinten die Guides, wir könnten etwas später losfahren. 😉 😉 Bereits kurz hinter der Lodge trafen wir auf Wasserböcke, Büffel, Elefanten und riesige Zebraherden …auch unser obligatorischer Löwe war wieder dabei … diesesmal jedoch faul auf einem Stein liegend, deshalb ohne Foto!
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📎 hac77fcc.JPG Weiß jemand wie die heißen?
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Dann kamen wir zu einem Hippopool, indem sich zwei besonders lieb hatten.
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Highlight des Morgens war ein im Baum sitzender Leopard mit erbeuteter Impala bei dem wir uns lange aufhielten.
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📎 h3d3eb94.JPG Was iss´n das für einer?
Der Morgen ging viel zu schnell vorbei und so fanden wir uns viel zu schnell wieder in der Lodge wieder. Wir genossen die Pause bis zur Nachmittagspirsch im Pool bei angenehmen 28°C.
Die Nachmittagspirsch startete um 15:30 Uhr und offenbarte uns gleich nach Tor eine Schlange, ich nehme an es war eine Gabunviper, bin mir aber nicht sicher. Es gibt hier sicher Profis, die das auf den ersten Blick erkennen können. 📎 h49deb51.JPG Auf der weiteren Pirsch viele Zebras (wo war eigentlicvh die Migration?)
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Eine Gabelrake setzte sich auch in Pose!
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📎 h21abf83.JPG Und ihn hier kenn ich leider auch net ... Vögel, net grade mein Spezialgebiet. Wer weiß es?
Dann war plötzlich wieder Formel 1 angesagt 😈 … in einem Höllentempo rasten wir auf einen einzel stehenden Baum zu. Dort lag … mal wieder … ein Rudel Löwen. Mehrere Damen und ein großes Männchen
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… plötzlich erhob sich das Männchen träge und ich ahnte was jetzt kommen sollte … genau die gleiche Situation hatte ich bereits vor 23 Jahren in der Massai Mara erlebt … Lion Honeymoon!
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Ohne sich von zig umstehenden Autos stören zu lassen, machte sich der Prachtbursche daran seine Nachkommen zu zeugen … binnen weniger Sekunden (!) war das ganze dann auch schon wieder vorbei … und der Herr total ermattet. Geschafft sank er wieder nieder und streckte alle 4 Tatzen von sich.
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Wir konnten diesen Moment kaum genießen, als Schumi schon wieder wie von der Tarantel gestochen losdüste … Wir überquerten einen Fluß und sahen … einen Leoparden!
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Nein, es waren zwei … nein, tatsächlich waren es drei!!!! Eine Leopardenmutter mit ihren beiden Jungen schlich durch das Gras. Sofort sammelte sich eine riesige Autokarawane, die das Dreigestirn verfolgten. 😕 😕 Dann kletterte die Mutter auf einen Baum um das Umfeld zu erkunden. Das Löwenrudel befand sich keine 200 Meter entfernt … die Leopardin sondierte das Gelände.
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Währenddessen warteten die beiden Jungtiere unter dem Baum. Plötzlich wurde es einem der Cups zu heiß und setzte sich in Bewegung … und zwar genau in unsere Richtung. Langsam trottete er auf unser Fahrzeug zu...
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...und legte sich genau unter unserem Auto in den Schatten … dort blieb er einige Minuten bis Schumi kurz den Motor startete und ihn so wieder zu seiner Mutter trieb.
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Diese kletterte vom Baum und alle drei machten sich auf den weiteren Weg …
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leider habe ich kein Bild machen können, wo alle drei Leoparden drauf sind, weil eines der Jungtiere immer ganz hinterherschliech. Ich habe nur ein Bild, wo die Mutter mit einem Jungtier nach dem zweiten Jungen rief. Ein wunderbares Erlebnis und wunderschöne Tiere!
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Bei schon einsetzender Dunkelheit lachte uns noch eine Hyäne aus … und dann gab´s noch Ärger mit enem Ranger weil wir tatsächlich so spät dran waren und es schon dunkel wurde. Aber für nen tollen Sonnenuntergang hat´s noch gereicht.
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Ein toller tag in der Serengeti geht zu Ende … wir fielen in die Betten, nicht ahnend, dass wir am nächsten Tag Todesängste ausstehen werden müssen…
Topobär5'480 Beiträge · seit 200913. Aug. 2013 · #30
Bei den ersten beiden Vögeln handelt es sich um StarweberDinemellia dinemelli, beim zweiten um einen Dreifarbenglanzstar (vermutlich) Lamprospreo superbus, aufgrund der Sitzposition nicht 100%ig bestimmbar, beim dritten wieder um einen Starweber.
Vielen Dank Bele! Das ist echt lieb! Vorallem weil ich von deinem Bericht sehr beeindruckt war!
Danke Eto für die Defintion!
Sorry Topobär 🙂
Tag 15 10.06.2013 – Serengeti – Mucksmäuschenstill!
An unserem letzten Tag in der Serengeti waren wir alle heiß auf einen Geparden. Das wär nun noch die absolute Krönung eines tollen Trips. Unsere Guides machten sich auf die Suche … wir fuhren durch die scheinbar endlosen Grasebenen der südlichen Serengeti. Fanden Kuhantilopen, Strauße, Elefanten und Giraffen …
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Geparden Fehlanzeige… 🙁
Wir waren etwas frustriert … die tollen Erlebnisse vom Vortag waren bereits wieder verdrängt. Und wir suchten und suchten… erfolglos! 😠 😠 Lange nichts mehr von Lisa gehört! Jetzt kam sie wieder mit einem Spruch um die Ecke für den ich mich fremdschämen musste … nachdem wir schon über 1 Stunde erfolglos die Ebenen abgesucht haben wurde es ihr zu bunt und sie sagte zu Schumi: „Schumi müssa finda Tiera, nix fahre planlos herum“. Was wir anfangs noch lustig fanden und deswegen lachten, war für sie leider kein Spaß, denn sie nervte weiter. 😈 😈 Ich hatte echt das Gefühl, ich wäre im falschen Film… oder in einem „Zoo“???? Wie unverfroren kann man eigentlich sein … mir war das unendlich peinlich. 😠 Und als ich sagte, dass das zu weit ginge, setzte sich unser vorlautes, pubertäres „Kind“ (sorry, aber anders kann ich´s net ausdrücken) schmollend nach hinten und redete nichts mehr (was uns später noch unheimlich hilfreich sein sollte). 😉 😉
Nach einiger Zeit kamen wir durch eine Senke und da fielen sie über uns her … die Tse Tse Fliegen 🙁 🙁 … ohje, welch ein Graus. Und wir hatten immer noch das Dach offen. Keiner dachte daran! Zu spät! 😈 😈 Über das ganze Gesicht grinsend kam uns ein anderer Safaribus entgegen und zeigte auf unser Dach. 😣 Und so kämpften wir die nächsten 30 Minuten mit den im Auto umherschwirrenden Tse Tse Fliegen… laut Lisa, war defintiv Schumi schuld, denn er hatte sie alle gerufen! „Herr schmeiß Hirn ra“ … wie wir Schwaben sagen. Wild fuchteln und um uns schlagend kämpften wir uns durch die Senke … Der Himmel zog sich langsam zu.
Wir fuhren durch eine Flußsenke und übersahen fast die 2 Löwen, die es sich dort gemütlich gemacht hatten.
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Als wir zum Hippopool kamen fing es zu allem Überfluss auch noch an zu regnen ... und dann dieser Gestank von ca. 150 Hippos...
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… innerhalb weniger Minuten wurde es stockdunkel und die Wege verwandelten sich schmierige, seifige Pisten. 🤢
Als wir schon wieder auf dem Rückweg waren und einen leichten Berg hinauffuhren fing das Fahrzeug immer mehr an zu schlingern. Plötzlich sahen wir auf der Kuppe in diesigem Licht drei Umrisse, die von hinten hell beleuchtet waren. Es sah aus wie aus einem schlechten Horrorfilm. Es waren drei Löwen, die mehr rutschend als rennend auf uns zukamen, sich neben uns niederließen und uns verwundert anschauten. 😮 😮
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Alles sah in dem diesigen, dunklen Licht so unwirklich aus. Wir fuhren weiter, die Räder gruben sich immer tiefer in den mittlerweile morastigen Schlamm. Das Auto schlingerte immer mehr und plötzlich standen wir quer zur Fahrbahn. Keine 2 Minuten nachdem die Löwen an uns vorüber gerannt waren. 🤩 Vor uns und hinter uns ein Böschung. Wir konnten nicht vor und nicht zurück … mit schaukelnden Bewegungen versuchte sich Schumi aus der Misere zu befreien aber die Räder gruben sich immer tiefer in den Morast. Per Funk versuchte der Guide Hilfe zu holen … aber alle anderen waren schon weit entfernt. Schumi stieg aus. Nervös und sich nach allen Seiten umschauend begutachtete er die Lage. Panik machte sich breit … Schumi startete einen weiteren Versuch und tatsächlich nach ca. 20 Minuten hin- und herschaukeln hatten wir es geschafft … Jubel brach aus! Wir hätten nicht gejubelt, hätten wir gewusst was noch auf uns zukommen wird… 😛 😛
Mehr schlingernd als fahrend rutschen wir langsam voran, als uns eine Büffelherde den Weg versperrte. Wir mussten anhalten … und wie aus dem „Nichts“ tauchte ein riesiger 10 Meter hoher (so kam er mir jedenfalls vor) Elefantenbulle auf und versperrte uns demonstrativ den Weg.
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Schumi machte den Motor aus und sagte uns wir sollten absolut leise sein … da standen wir nun … und der Bulle kam langsam auf uns zu. Er stand jetzt direkt neben dem Auto … 20 cm entfernt. Hätte ich das Fenster geöffnet, hätte ich ihn berührt. Es ist eine Sache, Elefanten zu fotografieren, die 20 oder mehr Meter von einem entfernt stehen … aber so dicht! Mir wurde mulmig und nicht nur mir…Meine zwei Dortmunder Freunde waren die ganze Zeit am Quatschen und Witze machen … obwohl Ruhe angesagt war. War´s das „Pfeifen im Walde“, die Aufregung? Ich weiß es nicht. 😐 Jedenfalls machte der Bulle sich daran das Auto zu umrunden … ich kam mir vor wie im Jurassic Park, bei der Szene mit den Kindern und dem T. Rex. Der Elefant legte den Rüssel aufs Auto … zog Wasser aus einer Pfütze und spritze es herum. Um ganz ehrlich zu sein, ich hatte richtig Schieß … dann dieses tiefe Grummeln, 20 cm neben dem Auto … Beängstigend! Irgendwann war er auf der anderen Seite angekommen (dort saß Lisa am Fenster). Plötzlich senkte er den Kopf. Wir hielten alle den Atem an … und dann stieß er die Stoßzähne gegen das Auto. Nicht stark, aber dennoch so, dass Lisa die Hände vor´s Gesicht rieß und das Auto wackelte… tatsächlich war das kein Spaß… und auch ich hatte, das gebe ich zu, Angst! Dann trottete der Bulle gemächlich, seiner Überlegenheit wissend, davon. Schumi startete das Auto und wir fuhren weiter… Im nachhinein ein unvergessliches Erlebnis aber in dem Moment als wir Teil dieser Begegnung waren, war es angsteinflößend … Lisa gab danach Schumi die Schuld! Als ob er was dafür könnte, dass dieser Elefant einen schlechten Tag erwischt hatte …tztztztz … 🙁 🙁 🙁
Spät kamen wir in der Lodge an … und ich muss zugeben, ich hab in dieser Nacht schlecht geschlafen. Elefanten sind einfach riesig!
Tag 16 11.06.2013 – Serengeti – Lake Manyara – Kilimandscharo, Serengeti, Safari, Tusker
Am folgenden Tag fuhren wir zurück zum Lake Manyara. Immer noch beeindruckt vom Erlebnis am Vortag war es sehr ruhig in unserem Auto. 😄
Beim Hinausfahren aus der Serngeti entdeckten wir noch unseren obligatorischen Löwen und einige süße Kuhantilopen.
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Dann wurden wir am Gate von einer Veranstaltung aufgehalten. Dort wurde eine Freiheitsfackel überreicht vom Gebiet Ngorongoro an das gebiet Serengeti. Ein riesiger Menschenauflauf, Tanzvorführungen, Reden und laute Musik verkürzten uns die lange Wartezeit bis wir weiterfahren konnten.
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Die restlichen 4 Stunden Fahrt vertrieb ich mir mit Musik hören, die anderen schliefen. Gegen 13 Uhr kamen wir in der Seronera Lake Manyara Lodge an. Ein weitläufige sehr saubere Ablage, in der wir die einzigen Gäste waren. Die Lodge lag oberhalb des Rift Valley mit sensationellem Blick auf den Lake Manyara und den Nationalpark.
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Nach kurzer Zeit am Pool startete um 16:00 Uhr unsere letzte Safari. Der Lake Manyara Nationalpark ist ja bekannt für seine Baumlöwen … eins vorweg, wir sahen keine. Dafür kreuzten einige Elefanten unseren Weg.
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Paviane und Blauaffen, Zebras, Büffel und einen Waran konnten wir noch entdecken.
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Die Zeit im Park ging viel zu schnell vorüber und schon bald mussten wir uns wieder verabschieden… An unserem letzten Abend genossen wir noch mal die verschiedenen Biere am Feuer bei einer Gesangseinlage der einheimischen "Folklore Band" und ließen den Abend ausklingen … morgen erwartete uns die Rückreise!
Tag 17 12.06.2013 – Lake Manyara – Kilimandscharo Airport – Goodbye!
Frühmorgens starten wir die Rückreise zum Kilimandscharo Airport. Nach einem weiteren Stopp beim Souvenirhändler, bei dem die meisten ihre letzten Kröten voll auf den Kopf hauten erreichten wir Arusha, wo unsere Koffer in einen Bus umgeladen wurden, der uns zum Flughafen brachte. Alle Guides fuhren sogar mit uns mit und so konnten wir uns am Terminal von ihnen verabschieden.
Den Kopf voller Eindrücke und mit einem guten Gefühl brachten wir den Flug vom Kilimandscharo Airport über Daressalam und Amsterdam nach Frankfurt hinter uns … mit der Kirche ums Dorf sind wir einmal Zickzack geflogen … aber das war jetzt auch voll egal. Fazit: Trotz den enormen Anzahl der Teilnehmer fand ich es eine gelungene Reise. Die vielen Teilnehmer haben mich nicht gestört, im Gegenteil ich empfand es im Laufe der Reise als sehr angenehm, da man einfach besser wählen konnte mit wem man sich an einen Tisch setzt. Meine Mitfahrer waren sehr angenehm … Lisa´s Art hat mir nicht wirklich zugesagt, aber ich hab mich einfach nicht darum gekümmert und bin abends kein einziges Mal mit ihr am selben Tisch gesessen… insofern konnte ich es aushalten. Die Reise macht Lust auf mehr, mehr Afrika, mehr Tiere, mehr Erlebnisse…
Ich werde die Serengeti definitiv noch mal besuchen und hoffen, dass ich endlich meine Wildhunde sehen werde … Schumi konnte es am Schluss nicht mehr hören!
Ich hoffe, ihr hattet etwas Spaß an dem Reisebericht auch wenn ich net so flott schreiben kann wie so manch anderer im Forum! Ich hab mir Mühe gegeben …
lionfight1'324 Beiträge · seit 201313. Aug. 2013 · #36
WOW! Tolle Tiersichtigungen hattest Du da. Klasse.
Nur die vielen autos rund um ein tier würde ich extrem störend finden. Da geht sicher viel Atmosphäreverloren.
Gruß! der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela
10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
franzicke2'085 Beiträge · seit 201213. Aug. 2013 · #37
Hallo Andy, da kommt ich ja grade recht mit einer ausgiebigen Mittagspause - deinen herrlichen Reisebericht hab ich in einem Rutsch verschlungen und ich bin begeistert! Von Anfang bis zum Schluss allerbeste Unterhaltung!!! Unglaublich, was ihr alles gesehen habt. Der Gedanke an Tansania schwirrt mir ja schon eine ganze Weile durch den Kopf, aber als Selbstfahrer würd ich mir/uns das wohl wirklich nicht zutrauen. Nach deinem Bericht würd ich aber eine (Klein-)Gruppenreise auch nicht mehr kategorisch ausschließen. Würdest du mir auch mal den Veranstalter durchgeben? Auf jeden Fall ein gaaanz dickes DANKE für die Inspiration, Grüße Franzicke
@lionfight ja, da hast du recht ... es war bei den Katzen sehr anstrengend. Ist wohl das Los dieser bekannten Nationalparks... Ansonsten hielt es sich eigentlich in Grenzen...
@franzicke Vielen Dank für deine lieben Worte. Ich schick dir ne PM!
Topobär5'480 Beiträge · seit 200913. Aug. 2013 · #39
Das kenne ich gut; bei schlammiger Strecke fühlt man sich deutlich verwundbarer, da man nicht mehr so frei mit dem Fahrzeug agieren kann.
Erika2'338 Beiträge · seit 200713. Aug. 2013 · #40
Hallo Bebbl
Eine geballte Ladung an wunderbaren Tiersichtungen und tollen Erlebnissen hast du uns mit deinem Bericht präsentiert. Die Wildhunde kommen schon noch irgendwann, musst halt wieder hin 😎 , wir haben im Selous welche gesehen.