Erfahrungen mit Mawenzi Reisen

34 Antworten · 15,2k Aufrufe · gestartet 19. Okt. 2012 von Namibia07
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Themenstarter373 Beiträge · seit 200719. Okt. 2012 ·
Hallo zusammen

Wer von euch hat schon Erfahrungen mit Mawenzi Reisen gemacht? Bin zufällig im Zusammenhang mit einer Planung für Kenya und Tansania auf die Seite gestossen und finde die haben noch interessante Bausteine.

Vielen Dank
Namibia07
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2'349 Beiträge · seit 200919. Okt. 2012 ·
Hallo Namibia07,

UM GOTTES WILLEN!!!!

Bitte lasse die Finger von Mawenzi... Ich weiß nicht, wie Mawenzi in Ostafrika operiert, aber ich erzähle dir mal etwas über deren Vorgehen in Namibia:

Der Besitzer dieser Firma wirbt damit "Namibia-Spezialist" zu sein, war aber noch (zumindest bis vor ca. 7 Monaten) noch nie selbst da! Ich habe damals mich persönlich mit ihm unterhalten. Er machte auf mich nicht den Eindruck, dass er sich mit Namibia oder der Organisation von Buchungen und Zahlungen dort auskannte... . Auch die Tourplannung (Lodgen, Campsites) für Namibia ist total unprofessionell...

Die Tageskilometer sind zu viel, da die gewählten Unterkünfte oft sehr ungünstig gelegegen sind. Man merkt (wenn man sich in Namibia auskennt), dass der Ersteller diesewr Routen bzw. die Person, die die Unterkünfte zusammen stellt, wenig bis keine Ahnung von dem Land hat...

Viele Länderinformationen auf der Mawenzi-website sind übrigens wörtlich von Wikipedia kopiert.

Außerdem, weiß ich, dass für eine Kleingruppenreise von Mawenzi, die vor 2 Jahren statt fand, sehr viele Lodgen bis zum Ankunftstag der Gäste dort NICHT bezahlt waren. Und es da Ärger gab... Und dass, obwohl die Gäste schon Monate vorher bei Mawenzi gebucht u8nd gezahlt hatten.

Außerdem wurde der lokale Guide damals nicht vollständig, wie ausgemacht war, von Mawenzi bezahlt.

Desweiteren lief erst kürzlich Folgendes ab: Mawenzi überwies nur 1 Tag bevor eine geführte Camping-Tour durch Namibia, die von denen organisiert wurde, Geld an einen lokalen Tourguide (dieser war übrigens der Selbe, wie der von der vorherigen oben erwähnten Tour). Und Mawenzi schrieb diesem Guzide auch erst 1 Tag vorher eine Mail, dass die Gäste am nächsten Tag in Windhoek landen, er die Tour übernehmen soll und so kurzfristig auch noch selbst ein geeignetes Fahrzeug mit Campingaustattung besorgen bzw. mieten soll.

Der betroffene Tourguide wusste alleerdings vorher von gar nichts. Er war außerdem schon ausgebucht zu diesen Termin und musste das Geld an Mawenzi zurück überweisen und die Tour absagen.

Die Folge: Die Gäste wurden nicht vom Flughafen Windhoek abgeholt und mussten 3 oder 4 Tage in Windhoek in einer Pension verbringen, bevor ein anderer Tourguide und ein Fahrzeug von Mawenzi organisiert war. Natürlich konnten die Gäste dann aus Zeitmangel die Tour dann nicht wie geplannt durchführen und konnten einige Orte/Sehenswürdigkeiten, die sie gebucht hatten, nicht besuchen.

Ich weiß das, weil ich den genannten lokalen Tourguide kenne und dieser weitere Zusammenarbeit mit Mawenzi nun strikt ablehnt.


Lg, Otji!
Themenstarter373 Beiträge · seit 200719. Okt. 2012 ·
Vielen Dank Otji!

Vielleicht hätte ich die Seiten über Namibia anschauen müssen (da ich da schon war), um mir selber ein Bild zu machen, bevor ich hier poste.... Habe nur mal über Kenya und Tansania gelesen.

Bin aber froh, hast du mir die Sachlage, die du kennst geschildert!

Liebe Grüsse Namibia07
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2'349 Beiträge · seit 200919. Okt. 2012 ·
Bitte, gern geschehen! 😉
zuletzt bearbeitet 19. Okt. 2012
Gast19. Okt. 2012 ·
Hallo,

ich würde da buchen. Die müssen die besten Guides überhaupt haben. Die Big5 - also auch Büffel - findet kein anderer Reiseveranstalter im Etosha Nationalpark. 😎

Beste Grüße

Guido
3'175 Beiträge · seit 200619. Okt. 2012 ·
Guido. schrieb:Hallo,

ich würde da buchen. Die müssen die besten Guides überhaupt haben. Die Big5 - also auch Büffel - findet kein anderer Reiseveranstalter im Etosha Nationalpark. 😎

Beste Grüße

Guido
😄 hallo Guido!

Das erinnert mich an den Sternreporter mit den besten und schaerfsten Augen der Welt!! Er schrieb in einem Artikel :".... Und ich stand auf dem Brandberg und blickte in den Fischfluss..."
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
2'338 Beiträge · seit 200719. Okt. 2012 ·
Hallo zusammen

Guido schrieb:
ich würde da buchen. Die müssen die besten Guides überhaupt haben. Die Big5 - also auch Büffel - findet kein anderer Reiseveranstalter im Etosha Nationalpark.


Das erinnert mich an den Schweizer "Zimbabwe-Spezialisten", welcher in seiner Hochglanzbroschüre versprach, dass man auf seinen geführten, sündhaft teuren Safaris sehr grosse Chancen habe, den berühmten Tiger vor die Fotolinse zu bekommen. Auch am Telefon wurde mir bestätigt, dass man mit grösster Wahrscheinlichkeit Tiger zu sehen bekäme. Als ich konterte, dass ich gar nicht gewusst hätte, dass es in Zimbabwe Tiger gäbe, wurde ich fast ausgelacht. Erst, als ich wütend fragte, ob sie mich eigentlich für blöd halten, in Zimbabwe gebe es gar keine Tiger, räumte man ein, dass der Tigerfisch gemeint sei 🤩 . Unglaublich aber wahr.

Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
2'772 Beiträge · seit 200619. Okt. 2012 ·
Das erinnert mich an den Sternreporter mit den besten und schaerfsten Augen der Welt!! Er schrieb in einem Artikel :".... Und ich stand auf dem Brandberg und blickte in den Fischfluss..."

Hallo Jörg,

hast Du den Beitrag zufällig noch irgendwo greifbar? ... Reporter-Hummeldumm... ist doch mal was anderes! Ich lach doch so gerne...

LG Pascalinah

PS: eigentlich müssten wir aus solchen Anekdoten doch mal einen Thread machen, oder gar ein Buch...😗
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
zuletzt bearbeitet 19. Okt. 2012
3'175 Beiträge · seit 200619. Okt. 2012 ·
Hallo Pascalinah!

Leider habe ich den Artikel nicht, es war vor ca. 20 Jahren und ich kann mich auch nicht mehr an den Namen erinnern.
Sorry for that!

Hallo Erika!

Ich habe vor 31 Jahren in Namibia einen Tiger gesehen, allerdings natuerlich nicht in freier wildbahn. Ein Tierfaenger hatte ihn gegen Elefanten eingetauscht.
Der Tiger hiess Handja und war echt faszinierend

Gruesse aus Rundu

Joerg
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
2 Beiträge · seit 201224. Okt. 2012 ·
Hallo zusammen,
wir sind gerade von unserer Tansaniareise mit den Bausteinen Kilimanjaro - Safari - Sansibar zurück gekehrt und fühlen uns berufen unsere Erfahrungen mit Mawenzi zu teilen.
Was durchaus die bereits geposteten Informationen untermauert.

Anbei unsere "lange" Liste mit Problemen unserer Reise:
1) Flugbuchung „Deutschland – Tanzania – Deutschland“
a. Wir haben uns entschieden die Flugbuchung ebenfalls von Mawenzi durchführen zu lassen. Die Kosten für den Flug haben wir bereits Anfang März an Mawenzi überwiesen.
b. Ca. 2 Monate vor Reisebeginn Anfang August habe ich um die Rückflugbestätigung gebeten, um das Visum vorab bei der Tanzanischen Botschaft zu beantragen. Nachdem sich nach gut einer Woche nichts getan hat, habe ich erneut bei Mawenzi angerufen. Mir wurde dann erst die Frage gestellt, warum ich denn nicht das Visum „on arrival“ machen würde. Da ich dieses abgelehnt habe, wurde mir die Flugbuchung erneut zugesagt.
c. Etwa eine knappe Woche später habe ich dann die Flugdaten erhalten. Leider wurde aus Versehen von Mawenzi ein Flug für einen Monat zu früh gebucht. Somit musste Mawenzi den Flug stornieren und erneut buchen.
d. Wieder habe ich etwa eine Woche lang nichts von Mawenzi gehört, so dass ich erneut dort angerufen habe, um nach der Rückflugbestätigung zu fragen. Der Flug wurde bereits vor einer knappen Woche gebucht, jedoch hatte man vergessen mir die neuen Flugdaten weiterzuleiten.

2) Unvollständige Reiseunterlagen
a. Laut Webseite soll man kurz vor Reisebeginn die kompletten Reiseunterlagen von Mawenzi erhalten.
b. Die uns zugesandten Reiseunterlagen enthielten lediglich einen groben Reiseverlauf (welchen wir auch schon in März erhalten hatten) ohne Detailinformationen. Uns fehlten Informationen wie Unterkünfte, Kontaktdaten der lokalen Partner-Reiseagentur und Flugdaten für den Transferflug nach Sansibar. Somit waren die einzigen uns vorliegenden Detailinformationen der Flug von Deutschland – Tanzania – Deutschland.
c. Paar Stunden vor Abflug habe ich bei Mawenzi angerufen, um noch ein paar Fragen bzgl. Gepäckmenge und Transfer vom Flughafen zum Hotel zu klären. Erst dort habe ich den Namen unserer Unterkunft „Honey Badger“ in Moshi (Tanzania) erhalten. Zusätzlich kam die Aussage, dass der Transferflug vom örtlichen Reiseveranstalter gebucht wurde und er selbst keine Informationen über diesen Flug habe.

3) Inlandsflug „Kilimanjaro – Sansibar“
a. Wir hatten die Bausteine Kilimanjarobesteigung – Safari – Sansibar gebucht. Für den Transferflug nach Sansibar hatten wir bereits im März drum gebeten den Vormittagsflug zu buchen.
b. Am vorletzten Tag unserer Safari wurden wir von unserem Guide gebeten, Mawenzi in Deutschland zu kontaktieren, da sein Chef ihn nicht erreichen kann und der Flug noch nicht bezahlt sei.
c. Mawenzi war auch für uns telefonisch nicht zu erreichen. Wir konnten lediglich eine Nachricht auf der Mobilbox hinterlassen. Es erfolgte jedoch weder ein Rückruf an uns noch eine Kontaktaufnahme mit dem örtlichen Partner in Tanzania.
d. Nachdem das Problem auch am nächsten Tag nicht geklärt werden konnte, wurde uns der Vorschlag gemacht, den Transferflug erneut zu bezahlen und das Geld von Martin Steinhäuser (Mawenzi) zurück zu holen. Dieses lehnten wir jedoch ab. Somit wussten wir nicht, wann und ob wir überhaupt am darauffolgenden Tag nach Sansibar fliegen.
e. Am geplanten Transfertag kam im Laufe des Vormittags der lokale Veranstalter zu uns in die Unterkunft. Er hat uns dann erklärt, dass er es geschafft hat, sich selber Geld zu leihen, um unseren Transferflug zu bezahlen. Der Flug war somit für den Abend gebucht und bezahlt.
f. Zusätzlich erklärte er uns, dass er bis dato kein Geld für unsere Reisebausteine von Martin Steinhäuser erhalten habe. D.h. er ist für unsere Kilimanjarotour und für die Safari bereits in Vorkasse getreten. Da er gleiches für vorangegangene Reisegruppen von Mawenzi getan hat, hatte er kein Geld mehr über, um unseren Transferflug zu bezahlen. Daher hatte er sich bewusst dazu entschieden, uns vorab über die Problematik zu informieren.

4) Hotelbuchung & überteuerter Preis
a. Da wir vorab keine detaillierten Reiseinformationen erhalten haben, wussten wir den Namen des Hotels auf Sansibar nicht. Unser lokaler Reiseveranstalter aus Moshi hat uns geholfen, diesen Namen über Martin Steinhäuser herauszufinden, was auch kurz vor Abflug per SMS geklappt hat.
b. Bei Ankunft im Hotel auf Sansibar hat der Hotelmanager uns mitgeteilt, dass er nicht mit unserer Ankunft gerechnet hat, da er weder eine Buchung noch eine Bezahlung erhalten hatte. Zum Glück hatte er noch ein Zimmer frei und hatte uns angeboten erstmal bis zum nächsten Tag zu bleiben, um dann in Ruhe alles klären zu können.
c. Am nächsten Morgen haben wir Mawenzi eine E-Mail geschrieben und unserer Manager hat seine Buchungsagentur eingeschaltet. Am Nachmittag war dann alles geklärt.
Mawenzi hatte verpasst, der Reiseagentur, über die sie das Hotel gebucht hatten, zu erlauben, dass Geld von ihrer Kreditkarte abzubuchen.
d. Auch hier haben wir keinen direkten Kontakt von Mawenzi erhalten. Wir waren lediglich auf cc bei dem Schriftverkehr zwischen Mawenzi und der Buchungsagentur.
e. Durch die Buchungsproblematik haben wir erfahren, dass wir für das Hotel etwa 120% Aufpreis bezahlt haben. Der eigentliche Preis bei direkter Buchung für 4 Nächte liegt bei 440,- Euro. Bei Mawenzi haben wir jedoch insgesamt 980,- Euro (490,- Euro pro Person) bezahlt.
f. Ebenfalls haben wir vom Hotelinhaber erfahren, dass er seiner Buchungsagentur verboten hat, Buchungen von Mawenzi anzunehmen, da Mawenzi ihm seit 2009 Geld schuldet.
g. Durch den Schriftverkehr zwischen Mawenzi und der Buchungsagentur haben wir erfahren, dass Mawenzi auch nicht direkt bei der Hotelbuchungsagentur gebucht hatte, sondern dass dort noch eine weitere Buchungsagentur zwischengeschaltet war. Diese Buchungsagentur hat bereits 648,- Euro für die Hotelbuchung gefordert.

5) Segeltörn
a. Für unseren Aufenthalt auf Sansibar haben wir ebenfalls über Mawenzi einen ganztägigen Segeltörn mit einer traditionellen Dhow für 2 Personen gebucht. Hierfür haben wir insgesamt 240,- Euro (also 120,- Euro pro Person) bezahlt.
b. Da dieser Ausflug laut Reiseverlauf am nächsten Tag statt finden sollte und wir keinerlei Informationen hatten, weder von Mawenzi noch vom zuständigen lokalen Ansprechpartner, haben wir den lokalen Ansprechpartner per SMS angeschrieben. Die Antwort war, dass er keinerlei Informationen über so einen Ausflug hätte. Wir haben dann Mawenzi per Mail angeschrieben, jedoch keinerlei Reaktion erhalten. Nachmittags haben wir uns dann an den Hotelmanager gewendet, der dann Druck beim lokalen Ansprechpartner gemacht hat und wir die Zusage erhielten am nächsten Morgen abgeholt zu werden.
Hierbei haben wir auch erfahren, dass der Agenturpartner für Sansibar gar nicht auf der Insel ansässig ist sondern in Dar es Salam. Einen Vertreter auf Sansibar gibt es nicht.
c. Wir wurden gegen 9:00 Uhr am Hotel abgeholt, um innerhalb von 3 Minuten ins nebenan gelegene Hotel gebracht zu werden. Dort sind wir in die Dhow gestiegen. Anschließend ging es für ca. 1,5 Stunden 3 km entlang der Küste bis Höhe Jambiani, um dort in dem Fischereigebiet für 30 Minuten zu schnorcheln und nochmal für knapp 30 Minuten auf dem Korallenriff rumzulaufen. Anschließend wurden wir dann per Dhow zurück zum Hotel gebracht, wo wir gegen 12:30 an einer Sandbank rausgelassen wurden. Während der gesamten Tour gab es keine Verpflegung.
d. Dieses entsprach sicherlich nicht einem ganztägigen Segeltörn für 240,- Euro. Im Hotel waren derartige Segeltörns für weniger Geld (etwa 100,- bis 140,- USD pro Person) zu buchen, welche u.a. Leistungen wie Segeln und Schnorcheln in einem Naturpark, durchgehende Versorgung mit Getränken und einem ausführlichen Barbecue enthalten.
e. Am nächsten Tag haben wir uns per Mail an Mawenzi gewandt und die nicht erfüllte Leistung angemahnt und eine Teilrückerstattung gefordert. Auch hier wieder keine Reaktion von Mawenzi.

6) Fazit:
a. Die Webseite von Mawenzi ist gut aufbereitet und sehr ansprechend. Dies war für uns der ausschlagebende Grund Mawenzi als Reiseagentur zu beauftragen.
b. Bis zur Buchung hatten wir keinerlei Beanstandung. Anschließend galt jedoch das Prinzip der Holschuld und Service war kaum bis gar nicht vorhanden. Gemäß Foreneinträgen von anderen Mawenzikunden ein durchaus zu erwartendes Verhalten, mit welchem wir, ohne die ganzen Buchungsproblemen auch hätten leben können.
c. Leider kommt aber auch Unprofessionalität hinzu, siehe unvollständige Reiseunterlagen, Nichterreichbarkeit und fehlende Reaktion auf E-Mails.
d. Wie es scheint, ist Ethik kein Thema bei Mawenzi. Wir haben es als Kunde von Mawenzi sehr beschämend gefunden, dass ein deutscher Geschäftsmann seinen durchaus bemühten afrikanischen Partner so auflaufen lassen kann.
e. Es ist fraglich wie Mawenzi uns ein Hotel anbieten kann, dessen Inhaber jegliche Buchungen von Mawenzi untersagt hat. Zu dem ist es eine Frechheit mehr als den doppelten Hotelpreis dem Kunden in Rechnung zu stellen.
f. Bisher haben wir keine Teilrückerstattung für die nicht erfüllte Leistung des Dhow-Segeltörns erhalten.
g. Bis dato haben wir noch keine Rückmeldung oder Entschuldigung von Mawenzi erhalten. Anscheinend will sich Mawenzi stillschweigend aus der Affäre ziehen.
h. Positive Erfahrungen anderer Mawenzikunden können wir uns nur so erklären, dass sie entweder das Glück hatten, dass Mawenzi zu diesem Zeitpunkt gerade zahlungsfähig war bzw. der Agenturpartner in Moshi ohne weitere Anmerkung in Vorkasse getreten ist.
Nur Dank der Kulanz der afrikanischen Partneragentur in Moshi und des Hotelmanagers auf Sansibar wurde unser Urlaub nicht zu einem totalen Fiasko.
i. Sollte man sich dennoch für Mawenzi als Reiseveranstalter entscheiden, ist dringend zu empfehlen, unbedingt auf die Buchungsbestätigungen aller einzelnen Bausteine zu bestehen. Zusätzlich sollten alle Kontaktdaten der örtlichen Partneragenturen eingefordert werden.

Wir werden uns noch an den Verbraucherschutz wenden, um zu erfahren, welche Möglichkeiten wir haben, eine Teilrückerstattung zu bekommen und anderen Leuten unsere Erfahrung mitzuteilen.

Sollten wir jemals die gleiche Reise wieder buchen, werden wir alle Bausteine selbst buchen. Die Partneragentur in Moshi ist durchaus zu empfehlen und ich bin gerne bereit die Kontaktdaten auf Anfrage weiter zu geben. Die übernehmen die Buchung der Unterkunft in Moshi und alle Bergtouren und Safaris. Flüge und Hotel auf Sansibar sind mit Leichtigkeit in Eigenregie zu buchen. Touren auf Sansibar kann man auch alle vor Ort über das Hotel buchen.

Gruß,
Bente
630 Beiträge · seit 200824. Okt. 2012 ·
Hallo Bente,

willkommen im Forum und danke für die sachlichen Informationen!

Viele Grüße

Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet. (Hans Magnus Enzensberger)
Themenstarter373 Beiträge · seit 200724. Okt. 2012 ·
Hallo Bente

Auch von mir ein Willkommen im Forum.

Vielen Dank für die detaillierten und sachlichen Informationen.

Ich hoffe, ihr konntet den Urlaub trotz all des Aergers geniessen und habt viel gesehen und bekommt auch noch einen Teil eures Geldes wieder.

Gerne würde ich mehr über den Partner in Tanzania erfahren. Ich bin immer noch am sammeln von Informationen für eine Reise 2013 oder 2014.

Liebe Grüsse
Namibia07
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2'399 Beiträge · seit 201124. Okt. 2012 ·
Hallo Bente

auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum.
Und ein Dankeschön für Deinen wirklich erschreckenden Bericht über die Geschäftspraktiken von Mawenzi-Reisen.

LG aus dem bedeckten Hamburg,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
4 Beiträge · seit 201206. Nov. 2012 ·
Hallo Christian und an alle,

dieser Beitrag sollte unsererseits nicht unkommentiert bleiben.

@Christian
vielen Dank für deine offene Meinung. Im Detail auf jedem einzelnen Punkt einzugehen würde jeglichen Rahmen sprengen. Darum versuche ich mich so kurz wie möglich zu fassen.

Als wir uns Ende 2010 oder Anfang 2011 persönlich getroffen haben (nicht etwa „vor ca. 7 Monaten“) standen wir ganz am Anfang unseres Namibia-Projektes. Obwohl wir viele der von dir damals erwähnten Verbesserungsvorschläge beherzigt haben, tauchen diese leider in dem Beitrag als „aktuelle Kritikpunkte“ auf.

„“Viele Länderinformationen auf der Mawenzi-website sind übrigens wörtlich von Wikipedia kopiert.““
Man muss nicht jedes Mal das Rad neu erfinden…

Bezüglich der Routengestaltung und Unterkunftswahl:
Die Entfernungen in Namibia sind sehr groß (zumindest aus „europäischer“ Sicht) und jeden Reiseverlauf muss man an die vorhandenen Unterkünfte anpassen. Als Reiseveranstalter muss man die bestmögliche Alternative für die Gäste finden. Bsp. wenn die Kunden eine einfache Unterkunft bei Sossusvlei wünschen. Um diesen Wunsch zu erfüllen, muss man eine längere Anfahrt in Kauf nehmen. Zumindest ist mir keine Unterkunft mit Preisen unter 600NAD pro Person bzw. ca. 120 Euro pro Zimmer pro Nacht bei Sesriem bekannt (ausser Zelten). (Falls jemand jedoch eine kennen sollte, bitte um kurze Mitteilung an mich! 😉

Bezüglich der von dir durchgeführten Reise im November 2010:
Hier hatten wir mit den meisten Unterkünften einvernehmlich „cash on arrival“ vereinbart, außer bei denen im voraus bezahlten. Warum dir der lokale Guide (im folgendem „DK“ genannt) dies damals nicht mitgeteilt hat, kann ich bis heute nicht sagen und hat dann vor Ort für Probleme gesorgt. Welche du jedoch sehr gut gelöst hast!! Nochmals Danke hierfür an dieser Stelle!!

„“Außerdem wurde der lokale Guide damals nicht vollständig, wie ausgemacht war, von Mawenzi bezahlt.““
An DK haben wir mehr Geld, als eigentlich vereinbart war geschickt. Dass er dies im nachhinein abgestritten hat, war der Hauptgrund warum wir eigentlich nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten wollten.

Bezüglich der erwähnten Reise (Mitte August 2012):
Der Beginn (ab 17.08.12) der erwähnten Reise war wirklich ein Supergau wie ich es noch nie zuvor erlebt hatte.
Wir mussten uns wegen eines Ausfalles sehr kurzfristig um Ersatz für einen Reiseleiter kümmern. Über verschiedene Ecken wurde uns der erwähnte lokalen Tourguide (im folgendem „DK“ genannt) empfohlen (mit welchem wir eigentlich nicht mehr zusammenarbeiten wollten, jedoch aufgrund der Kurzfristigkeit keine andere Wahl hatten). Darauf hin habe ich persönlich mit DK telefoniert und meines erachtens alles geklärt gehabt. Mit keinem Wort hat er jedoch erwähnt, dass er eigentlich nicht verfügbar wäre oder dass er sich nicht um die Organisation der Reise kümmern könnte. Dementsprechend habe ich ihm alle Details und das Geld für die Reise geschickt. Am entscheidenden Tag hat er die Kunden jedoch nicht wie vereinbart am Flughafen abgeholt. Meine Telefonate hat DK einfach nicht abgenommen oder mich mit Ausreden vertröstet („Er müsste nur schnell zur Bank bzw. Er wäre gerade bei der Autovermietung und würde danach gleich zu den Kunden ins Guesthouse fahren“, usw.). Da ich es komisch fand, habe ich Ihn sogar mehrmals gebeten er soll mir doch bitte mitteilen wo das Problem wäre oder wie ich ihm helfen könnte. Selbst dann hat er mir nicht gesagt das er eigentlich schon eine andere Tour hatte (dies haben wir erst etwa 1 Woche später aus seinen Facebook-Einträgen schlussfolgern können / müssen).
Er ist am besagtem Tag nicht bei den Kunden im Guesthouse aufgetaucht, war den ganzen Tag so gut wie nicht erreichbar, hat aber am Abend folgendes bei Facebook gepostet: 17. August um 19:49 via Handy: “I'm going to DRINK today... « ... » Tauben Glen, then Katutura... See the Lion and say a ROARING hi...!!!!!” Ich glaube das sagt mehr als tausend Worte. Er lässt die Gäste sitzen und geht feiern? (!!!).
Als uns am Morgen des 18.08. langsam klar wurde, dass er gar nicht vorhatte, die Reise wie besprochen durchzuführen, haben wir für die Kunden eine gute Alternativlösung gefunden und diese konnten mit einem Tag Verspätung ab Windhoek die Reise beginnen.
Ein derartiges Verhalten habe ich bis jetzt noch nie von einem Guide erlebt, und hoffe dies auch nie wieder erleben zu müssen.
Selbstverständlich wurden hierdurch gewisse Änderungen und kurzfristige Improvisationen für den weiteren Reiseverlauf zwingend erforderlich und unausweichlich. Teilweise auch zum evtl. Vorteil der Kunden (Übernachtungen in Lodges statt wie ursprünglich geplant auf Campingplätzen).

Zusätzliche Anmerkung: das Geld hat DK erst auf Druck der örtlichen Polizei, welche wir eingeschaltet haben, wieder rückerstattet und das DK schon vor längerem einen anderen Reiserveranstalter auf ähnlicher Art und Weise hat sitzen lassen, erfuhren wir leider auch erst im nachhinein.


Schönen Abend noch an alle.

Martin

Zum Beitrag von Bente werde ich mich morgen äussern.
zuletzt bearbeitet 06. Nov. 2012
378 Beiträge · seit 200707. Nov. 2012 ·
Hallo Martin, da bin ich ja mal gespannt. Auch im Kilimanjaroforum, in dem du ja auch eine Zeit unterwegs warst, schlagen momentan die Wellen aufgrund Bentes Beitrags höher. Auch die User dort warten gespannt auf deine Antwort.
so long Bernd
zuletzt bearbeitet 07. Nov. 2012
Gast07. Nov. 2012 ·
Hallo Martin,

ich finde es gut, dass Ihr Euch äußert. Mit einem lokalen Partner kann man mal Schiffbruch erleben. Das ist für alle ärgerlich, aber anderen etablierteren Anbietern wie Moser in Namibia auch schon passiert. Trotzdem müsst Ihr Euch meiner Meinung nach ernsthaft fragen lassen, ob Ihr ansatzweise die Kompetenz habt, um in Namibia Reisen zu veranstalten.

Ein Beispiel aus Euren Reisebeschreibungen:
x. Tag: Etosha Nationalpark (F/-/A; Zelt)
Frühmorgens brechen wir auf zum Highlight einer Namibia Reise schlechthin - dem Etosha National Park! [..] Nahezu sämtliche afrikanische Wildtiere sind im Park vertreten, daher natürlich auch die so genannte "Big Five": Elefant, Löwe, Nashorn, Leopard und Büffel.
Ähhm, selbst in jeder halbseitigen Kurzinfo zum Etosha NP steht, dass man die Big 5 im Etosha NP eben nicht abhaken kann. So viel Unwissen dürfte nebenbei auch justiziabel sein. Kein Anbieter kann garantieren, dass Kunden im Park Löwen oder Elefanten sehen. Aber mit Büffeln und Big5 zu werben, deren Sichtung zu 100% unmöglich ist ...?

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 07. Nov. 2012
4 Beiträge · seit 201207. Nov. 2012 ·
Hallo Guido,
danke für das Korrekturlesen! 😉
Ja, da hat sich wohl ein Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen und wurde dann auch noch fleissig in 3 oder 4 Reisebeschreibungen weiterkopiert. 🤢 🤩
Hast du noch mehr Fehler gefunden?
Werde dies demnächst korrigieren.
Schönen Gruss, Martin.
4 Beiträge · seit 201207. Nov. 2012 ·
Hallo Bente und Hallo Allerseits!

Auch hier werde ich versuchen mich möglichst kurz zu fassen. Was mir jedoch nicht immer leicht fällt.

Bezüglich der Flugbuchung:
Die internationalen Flüge buchen wir grundsätzlich immer direkt nach erhalt des Geldes, da die Fluggesellschaften jedoch die Flugzeiten immer wieder gerne verschieben, versenden wir die e-Tickets eigentlich erst kurz vor Abreise. In diesem Falle ist uns leider ein Zahlendreher bei der Buchung unterlaufen. Wir haben jedoch die Stornierung und Neubuchung dann umgehend in die Wege geleitet. Problem erledigt.

Bezüglich der Reiseunterlagen:
Diese haben wir etwa 10 Tage vor Abreise verschickt (statt den üblichen 2 Wochen). Falls Informationen gefehlt haben sollten, dann hätten wir diese umgehend nachreichen können, aber natürlich nur wenn wir darüber informiert werden.
Die Unterkünfte waren im Reiseverlauf nicht namentlich erwähnt, entsprachen aber denen auf unserer Internetseite veröffentlichten Unterkünften für die von Ihnen gewählte Unterkunftskategorie.
Sich im nachhinein über fehlende Information zu beschweren, nach welcher man gar nicht gefragt hatte (und welche im Grunde auch nicht reiserelevant waren) und welche man problemlos hätte erfragen können, ist doch m.E. etwas überflüssig.

Bezüglich der Hotelbuchung und Preis für Sansibar:
Sie haben die Unterkunft für die Strandverlängerung auf Sansibar vor Reiseantritt selbst ausgesucht, und diese haben wir Ihren Wünschen entsprechend gebucht. Demzufolge waren wir etwas verwundert, dass Sie 2 Tage vor Ankunft nach dem Namen der selbst ausgesuchten Unterkunft fragten. Wie Sie aus dem weitergeleiteten Schriftverkehr entnehmen konnten, hatten wir -entgegen der Aussage des Managements- sehr wohl Ihren Aufenthalt gebucht und der Agentur auch rechtzeitig unsere Kreditkartendaten mitgeteilt. Das diese dann vergessen hat, diese Informationen an die Unterkunft weiter zu leiten und die Kreditkarte zu belasten, konnten Sie eigentlich auch aus dem Schriftverkehr schlussfolgern.
Die gewählte Strandloge hat schon vor längerem die Vermarktung und Buchungskoordination an eine Agentur in Italien übergeben (ORA Hotels Group). Welche Preise das Management vor Ort „ausschreibt“ und welche es mit ORA ausgehandelt hat entzieht sich meiner Kenntnis. Für mich entscheidend ist nur der Preis welchen wir zahlen müssen und an den Kunden weitergeben können. Der vollständigkeit halber bleibt noch zu erwähnen, dass in dem von Bente an uns gezahlten Preis für die Strandverlängerung, auch der Flug vom Kilimandscharo nach Sansibar (ca. 110 bis 150 Euro pro Person) und die Transfers zum / vom Hotel / Flughafen vor Ort inbegriffen waren. Welche Rechnung noch von 2009 offen sein soll konnte ich aus meinen Unterlagen nicht mehr nachvollziehen, werde diesbezüglich aber die Lodge direkt anschreiben.
BenteH schrieb:g. Durch den Schriftverkehr zwischen Mawenzi und der Buchungsagentur haben wir erfahren, dass Mawenzi auch nicht direkt bei der Hotelbuchungsagentur gebucht hatte, sondern dass dort noch eine weitere Buchungsagentur zwischengeschaltet war. Diese Buchungsagentur hat bereits 648,- Euro für die Hotelbuchung gefordert.
Dies ist nicht korrekt. Das Reservation Office des ORA Hotels Groups hat nicht nur die Belastung der Kreditkarte versäumt, sondern dann auch noch den falschen Betrag abgebucht (für eine andere Buchung). Ist aber hier unwichtig.

----

So. Es ist jetzt schon sehr spät geworden und ich kann keine klaren Gedanken mehr fassen. Zu den anderen Punkten werde ich mich erst Ende dieser Woche äussern können.

Schönen Gruss an alle,
Martin
zuletzt bearbeitet 07. Nov. 2012
2'349 Beiträge · seit 200909. Nov. 2012 ·
Hallo Martin,

vielen herzlichen Dank für deine Äußerungen und Antworten auf meinen und die anderen Beiträge hier.

Sorry, wenn ich schrieb, ich hätte dich vor 7 Monaten getroffen. Du hast recht, es ist viel länger her. Ich habe so viel seit dem gemacht und um die Ohren gehabt, dass ich die Zeit nicht mehr richtig einschätzen konnte. Wobei Ende 2011 ja auch erst 2 Jahre her ist, was jetzt noch nicht so viel Zeit für ausgiebige Erfahrung ist. Es sei denn, du warst seit dem sehr oft oder lange in Namibia und bist da sehr viel herumgereist oder du hast seit dem sehr viele Reisen dorthin für Kunden veranstaltet.

Es ist durchaus interessant zu lesen was du schreibst und Manches mag wohl sicher stimmen bzw. Manches ist, denke ich, auch nur aus deiner Sicht so. Ist zu einem gewissen Teil wohl auch Ansichtssache...

Ich entschuldige mich hier jedenfalls in aller Form, wenn ich ggf. "frühere Kritikpunkte" als aktuelle Kritikpunkte" genannt haben sollte.

Ob dem so ist kann ich allerdings nicht beurteilen. Dazu müßte man deine website genau studieren UND sich konkrete, detaillierte Angebote von dir einholen UND Ahnung von der Sache haben (was leider viele Kunden die etwas buchen wollen oft eben nicht haben und dem Veranstalter vertrauen!). Beides (deine website studieren und Angebote einholen) werde ich allerdings nicht machen.

Zu dem was du schreibst:

1.) Wenn du der Veranstalter bist, musst DU für den Reibungslosen finanziellen Ablauf sorgen. DU musst mit den Unterkünften eine Zahlungsart ausmachen (z.B. "cash on arrival", wobei das eine eher unübliche Zahlungsweise für Reiseveranstalter ist und von vielen Lodgen nicht akzeptiert wird. Zumindest nicht ohne Anzahlung) und dann rechtzeitig wie ausgemacht ist zahlen. Ggf. musst du dem Guide das nötige Geld für "cash on arrival" mitgeben bzw. ihm das vorher RECHTZEITIG und nicht erst im letzten Moment überweisen, damit dieser die Unterkünfte dann auch zahlen kann. DU als Veranstalter und als buchende Instanz - und nicht der Guide - bist für all das verantwortlich und musst das managen. Und das so frühzeitig im Voraus wie eben möglich. DU bist verantwortlich, dass alle diese Dinge klappen und mit den Leistungsträgern vor Ort geklärt sind und solltest dich da nicht auf andere verlassen oder die Aufgaben an jemand anderen weitergeben, dessen Aufgabengebiet ein ganz Anderes ist.

Die Lodgen von der ersten Tour, die du in Namibia veranstaltet hast, wussten zum Großteil nichts von einer "cash on arrival" - Vereinbarung...


2.) Mietfahrzeuge sollten entsprechend lang vorher und nicht erst unmittelbar oder total kurzfristig vor dem Reisebeginn von DIR gemietet und gezahlt werden. Nicht vom Guide! Auch dafür ist der Veranstalter zuständig.

Alle Buchungen, Zahlungen, Abmachungen mit Unterkünften (Lodgen, Gästefarmen, Hotels, Pensionen, etc.) und diversen Dienstleistern sind Aufgaben des Veranstalters.

3.) Du schreibst "An DK haben wir mehr Geld, als eigentlich vereinbart war geschickt. Dass er dies im nachhinein abgestritten hat, war der Hauptgrund warum wir eigentlich nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten wollten." .

Ich kenne den Guide, der hier nur "DK" genannt werden soll gut. Er meinte, dass dem eben nicht so war und, dass er einige Unterkünfte aus der eigenen Tasche zahlen musste und dieses Geld nicht mehr von dir bekommen hätte. Außerdem hättest du laut "DK" den Reifenschaden am Mietwagen bei dieser Tour, der umgerechnet ca. 150-155 Euro betrug (ich kann mich jetzt auch irren was den genauen Betrag angeht), auch nicht bezahlt. Hier ist natürlich fraglich, ob das der Guide oder der Veranstalter zahlen muss. So etwas sollte man vorher genau vereinbaren. Wobei im Normalfall hier in Namibia eigentlich immer der Veranstalter für solche Schäden zahlt, da er ja den Mietwagen für die Tour gemietet hat.

Übrigens, viele Guides in Namibia haben keine Kreditkarte um die Kaution für Mietwägen vor Ort zu hinterlegen - und auch meist nicht das Geld dazu auf dem Konto. Zudem ist das auch (wenn nicht ausdrücklich anders vereinbart) nicht ihre Aufgabe dies mit ihrer privaten Karte oder ihrem privaten Vermögen zu tun und dafür selbst zu haften. Das müsste man anders regeln. Wenn dies auch ein "nicht mehr aktueller Kritikpunkt" sein sollte, dann bitte ich um Entschuldigung, dass ich es erwähnt habe.

4.) Ich weiß nicht, ob "DK" oder du jetzt recht haben. Ich will niemanden als Lügner hinstellen. "DK" meinte nur zu mir, dass er nie ausdrücklich zugestimmt hätte, die Tour zu übernehmen und du ihm einfach 1-2 Tage vor Tourbeginn eine Geldsumme überwiesen hättest und per Mail geschrieben hättest, er solle die Gäste am nächsten Tag vom Flughafen abholen und er solle selbst spontan einen Mietwagen besorgen.

Im übrigen: Warum hast du da wieder mit "DK" zusammen arbeiten wollen, wenn du doch bei der ersten Tour schon unzufrieden mit ihm warst und du schreibst ".... das war der Hauptgrund warum wir eigentlich nicht mehr mit ihm zusammen arbeiten wollten" ?

Wenn "DK" also abends etwas trinken und feiern geht und dies bei facebook postet, ist das kein Problem, so lange er das in seiner Freizeit tut. Denn er hatte ja zuvor deinen Auftrag abgelehnt oder ihn eben zumindest nicht ausdrücklich angenommen. Bzw. er hatte dir dies auch nochmal gemailt, als er die Email und die Überweisung von dir erhalten hat. So waren zumindest seine Worte zu mir...

Kann es evtl. auch einfach sein, dass hier ein Fehler in der Kommunikation vorliegt? Und dass, evtl. der eine den anderen bei irgendwas missverstanden hat?

Ich kenne "DK" als sehr zuverlässigen und guten Guide, wenn rechtzeitig vorher organisatorisch und finanziell alles geklärt ist.

5.) "DK" hatte dir doch wegen der Rückzahlung des Geldes gemailt??? "DK" konnte dir das Geld nicht schneller zurück geben, da er ja auf Tour mit Gästen und eben im "Busch" ohne Internetverbindung und Banken war. So konnte er die Rücküberweisung erst sehr viel später veranlassen. Dies hätte er auch ohne "Druck der örtlichen Polizei" getan.

6.) Man sollte bezahlte Flugtickets (auch, wenn sich die Flugzeiten natürlich noch ändern können), IMMER SOFORT an die Kunden ausstellen und nicht erst bis kurz vor Abflug warten. Das gibt es nirgendwo. Zur Not musst du den Kunden halt mehrmals korrigierte Flugzeiten senden oder neue Tickets.

7.) Es wäre für die Kunden viel besser und auch für den Veranstalter selbst geschäftlich enorm hilfreich und oft auch von finanziellen Vorteil, wenn man zeitnah auf Emails antwortet. Das mag ein alter Kritikpunkt sein, aber als ich damals mit dir Kontakt hatte, musste ich EXTREM Lange (zum Teil über 2 Wochen) auf Emailantworten von dir warten und habe teilweise nur Antwort bekommen, wenn ich dir die gleiche Mail 2-4 mal geschickt habe. Desweiteren hast du mir damals oft gemailt, du würdest dich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder mit Informationen melden und dies oft nicht getan. Das sind "NO GOES"! Sorry, es kann natürlich sein, dass dies der Vergangenheit angehört und kein "aktueller Kritikpunkt" mehr ist.

8.) Natürlich müssen Kunden evtl. einige längere An- oder Abfahrzeiten in Kauf nehmen, wenn sie sehr günstige Unterkünfte buchen möchten. Aber Kunden haben oft keine Ahnung und lesen nur die Programme der Veranstalter und den Preis. Viele Kunden können zwischen einer guten Routen- und sinnvollen Unterkunftswahl und einer Schlechten bzw. Unsinnigen nicht unterscheiden. Wenn Sie im Programm einfach die verschiedenen Rundreiseziele lesen, vermuten Sie, dass sich der Veranstalter auskennt und vertrauen darauf, dass dessen Auswahl gut und sinnvoll ist. Es ist fraglich, ob es gut ist, wenn ein Veranstalter sehr günstig ist und dafür eine schlechte Routen- oder Unterkunftswahl trifft. Natürlich kann man eine Reise günstig gestalten, aber wegen ein paar Euro hin oder her, ist es die Frage ob es sinnvoll ist den Kunden so viel Streß unötig zu zumuten und so weit von den einzelnen Zielen entfernte oder von der Route abgelegene Unterkünfte zu wählen. Wegen einer Ersparnis von 5-10 Euro pro Person und Nacht würde ich das nicht machen. Und mehr macht es nicht aus, WENN man sich auskennt und weiß wohin zu gehen ist.

9.) Es ist erschreckend was Bente schreibt... Du schreibst, dass andere Instanzen (lokale Partner, etc.) daran schuld sind, aber das ist den Kunden - zu recht - total egal. Die haben bei DIR gebucht und DU bist verantwortlich, dass alles klappt. Also sorge bitte dafür. Dein Name und dein Ruf leiden darunter... Deshalb ist auch nicht unbedingt "cash on arrival" und dem Guide das Geld dafür mitgeben ratsam, sondern besser alles im Vorraus selbst zu zahlen. Und übrigens: Es ist immer gut, wenn man sofort alles oder so viel wie möglich zahlt. Dann ist es gemacht und es ist ne saubere Sache. Warum auf dem Geld der Kunden sitzen bleiben?

So und falls ich nun irgendwas Falsches geschrieben habe, was nicht oder nicht mehr zutrifft, entschuldige ich mich dafür natürlich auch wieder in aller Form.

So wurde mir jedenfalls der Sachverhalt für mich glaubwürdig von "DK" geschildert.

Ich kenne zwar das "Kilimandscharo-Forum" nicht, aber du scheinst da ja auch keine sehr guten Kritiken zu haben...

Und übrigens: Es gibt im Umkreis von "nur" 60km um Sesriem einige Unterkünfte für ca. 60 Euro pro Person und Nacht im Doppelzimmer. Aber von Duwisib Castle zur Weltvrede Guestfarm und dazwischen den Sossusvlei, Dead Vlei und den Sesriem Canyon besuchen und das mit älteren Kunden... KEINE GUTE IDEE... So war es ja auf deiner ersten Rundreise... Ich weiß, das ist schon länger her und du machst es evtl. gar nicht mehr so, aber ich verwende es jetzt mal als Beispiel hier. Man kann auch günstige Reisen mit besseren Routen bzw. geeigneteren Unterkünfte wählen, wenn man sich etwas auskennt.

Ich weiß nicht, ob du ggf. nicht doch einige Verbesserungen in der Organisation deiner Reisen oder deiner Geschäftspraktiken vornehmen solltest. Evtl. irre ich mich ja auch und du hast recht. Dann wie gesagt: Entschuldigung!


Bitte habt alle Verständnis dafür, dass ich mich in diesem Thread bitte nicht mehr äußern möchte (ich habe alles was ich dazu sagen kann und möchte gesagt) und will mich mit der Thematik auch gar nicht mehr beschaffen, da ich sehr viel andere wichtigere Sachen zu tun habe. Ich wollte lediglich meine persönliche Erfahrung und Meinung mit bzw. über "Mawenzi Reisen" an "Namibia07" (dem ursprünglichen Verfasser dieses Threads) mitteilen.

Ich bedanke mich für euer Verständnis.


In keiner Form wollte ich Martin (den Inhaber von "Mawenzi Reisen") persönlich angreifen oder dessen Geschäft absichtlich schaden.

Ich würde da nur nichts buchen und dies auch niemand anderen ausdrücklich empfehlen.


Einige letzte Fragen habe ich aber auch noch an dich, Martin: Warst du mittlerweile selbst schon mal in Namibia? Wenn ja, wann genau (Monat?), wie oft und lange und wo? Hast du schon mal eine von dir entworfene Tour selbst gemacht bzw. Unterkünfte dort selbst besucht? Du wirbst ja damit "Namibia-Spezialist" zu sein.

Vielen Dank jedenfalls und alles Gute für dich, Martin.


Viele sonnige Grüße aus Namibia,

Otji!
zuletzt bearbeitet 10. Nov. 2012
Themenstarter373 Beiträge · seit 200709. Nov. 2012 ·
Vielen Dank Otji, dass du noch mal so ausführlich Stellung genommen hast!
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