Reisebericht: Go visit Tanzania! 2012

Reisebericht 180 Antworten · 70,3k Aufrufe · gestartet 05. März 2012 von Steffi82
3’387 Beiträge · seit 200912. März 2012 ·
Hallo Steffi,

auch aus Bayern herzliche Grüße und vielen Dank für Deinen wunderbaren Reisebericht.

Ich muss schon sagen - allen Respekt, mir gefällt das, wie Du die einzelnen G´schichten beschreibst. Und Deine tollen Bilder dazu ...

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie viel Mühe aber auch wie viel Spass es macht, so einen Bericht zu verfassen. Aber wenn Du dann das feedback der Fomis liest, dann passt das . Das ist gut so.

Dein Bericht ist aboniert.

Viele Grüße und nochmals DANKE

der bayern schorsch
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Themenstarter672 Beiträge · seit 201112. März 2012 ·
Hallo zusammen,

weite geht es mit der ersten Hälfte von

Tag 5

Der neue Tag grüßt uns mit einer morgendlichen atemberaubenden Aussicht in den Krater. Wir frühstücken schnell am sehr umfangreichen Frühstücksbuffet (mit einer hervorragenden Auswahl an frischen Früchten – yamyam 😄 ) und hüschen um kurz vor halb acht bepackt mit unseren Lunchboxen in den Wagen. Das heutige Ziel: Das Serengeti Savannah Camp im Ndutu Gebiet.

Zuerst aber noch ein paar kleine Impressionen von der Ngorongoro Sopa Lodge:

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Um auf den „Highway“ in die Serengeti zu kommen, müssen wir den Kraterrand wieder halb umrunden. Wir sind auf der östlichen Seite, die Zufahrt zur Serengeti ist auf der westlichen Seite. D.h. gute 40 Minuten lustige Fahrt auf der Kraterrundstraße, die auch am frühen Morgen bereits wieder mit abenteuerlichem Verkehr aufwartet 🤩 (und ein paar Büffeln auf der Straße, die den Abenteuerfaktor dieser Straße scheinbar noch etwas in die Höhe treiben wollen 😗 …).

Wenn man von der Fahrweise hier allerdings mal abgehärtet ist, macht es riesig viel Spaß – und die Landschaft ist einfach nur bombastisch schön 🙂. Irgendwann geht es dann rechts wieder den Krater hinunter, in Stückchen weiter links in Richtung Serengeti. Wie biegen heute links ab.

Tag503.jpg


Auf der Strecke in die Serengeti gibt es eigentlich drei bemerkenswerte Sachen:

1. Die Oldovai-Schlucht: Dies ist einer der Orte in Ostafrika, die den Titel „Wiege der Menscheit“ für sich beanspruchen, da man in der Schlucht Knochen Überreste von ersten humanioden Lebewesen bzw. vom Zwischenstadium Affe – Mensch gefunden hat. Neben einem Blick in die Schlucht, kann man auch ein kleines Museum besuchen, Souvenirs kaufen und einem kleinen Vortrag lauschen. Das Ganze ist nett, aber vom Informationsgehalt steht in den meisten Reiseführern tatsächlich mehr. Und es ist für unser Empfinden etwas überteuert was die Eintrittsgelder angeht 😕 . Richtig interessant finden wir jedoch die alten Fotos von den ersten Ausgrabungen in der Schlucht.

Hier der Blick in die Schlucht:

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2. Die Massai entlang der Straße. Wir haben im Wagen die lustige Situation, dass Godfrey so gar nicht gut auf die Massai zu sprechen ist (wir können während der ganzen Reise aber nicht herausfinden, ob es daran liegt, dass er sie schlichtweg nicht mag, oder weil die an den Haupttouristenrouten lebenden Massai sich den Tourismus unglaublich zu Nutzen gemacht haben), wohingegen Komba die Massai entlang der Straße zwar auch nicht sooo gerne mag, aber auf traditionelle Massai-Medizin Stein und Bein schwört (woraufhin Godfrey immer mit den Augen rollt 😄 ). Das Ganze verpacken die beiden aber derart vorsichtige, neutrale Aussagen, dass wir irgendwann nur noch amüsiert hinten im Wagen sitzen 😄 .
Wir sind selbst keine wirklichen Fans vom sogenannten Kulturtourismus, einfach weil wir uns dabei irgendwie nicht wohl fühlen, eher wie Eindringlinge 😕 (auch wenn einem die Leute eigentlich nie diesen Eindruck vermitteln, es mag schlichtweg an uns selbst liegen 😐 ).
Brauche ich zu erwähnen, dass wir keine der Massai Siedlungen entlang des Weges besucht haben 😉 ? Zwar lassen sich unsere Guides – wie so oft – auch hier die kritischen Informationen ein bisschen aus der Nase ziehen, aber wenn Godfrey nach viel Winden zugibt, dass in den Massai-Siedlungen entlang der Straße zu 85% Prozent Schauspiel für die Touristen gibt und kaum Authentizität, dann heißt das übersetzt wohl so viel wie 150% Schauspiel und null Authenzität. Das schönste und für uns einprägsamste Bild in diesem Zusammenhang ist eine Gruppe von etwa 15 jungen Massaihirten, die wir auf einem kleinen Hügel fernab sitzen sehen und die hinab auf eines der Massai-Touristen-Dörfer schauen und sich beim „Touri-Fernsehen“ scheinbar köstlich amüsieren. 😄

3. Die Straße an sich … d.h. Straße? 🙄 Also eigentlich ist die „Straße“ als einziger Zustand zu bezeichnen 😵 . Wie man die Hauptverkehrsstraße zu dem touristischen Highlight im Land derart verkommen lassen kann, ist uns ein Rätsel 🤨 . Wir sind uns unklar, ob dies Kalkulation ist, Nicht-Können oder einfach nur Desinteresse. Die Straße ist je nach Zustand einmal einspurig, dann wieder dreispurig (wobei dir mittlere, gute Spur den Abenteuerlustigen vorbehalten ist, denn wenn hier Gegenverkehr von der anderen Richtung kommt, darf man gut 1 – 1,5 Meter hohe Geröllhaufen überfahren, um auf die andere Spur ausweichen zu können 🤩 ). Als wir die Straße entlang fahren, müssen wir unweigerlich an die Diskussion um die Straße durch die Serengeti denken, die neu gebaut werden sollte, – wie man so ein Projekt nur andenken kann, während man gleichzeitig diese Straße hier so verkommen lässt, ist uns nicht begreiflich 🤨 . Denn hier fahren auch nicht wenige LKWs (und das sieht dann meist richtig gefährlich aus! 😕 )und das Verkehrsaufkommen ist für den schlechten Zustand der Piste einfach zu hoch!

Irgendwann kommt man unweigerlich zu dem Punkt, an dem man den Straßenzustand einfach ignoriert und den Blick hinaus in die Ferne schweifen lässt. Und der ist toll 🙂 … Bereits hier versammeln sich viele Gnus, Zebras und Antilopen.

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Dann biegen unsere Guides plötzlich links in einen schmalen Weg hinein und wir sind mitten drin im Tierparadies 🙂 . Wobei dies erst der Vorgeschmack sein soll.

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Ach, fast vergessen: Was haben wir uns heute eigentlich gewünscht? Auf unserer Wunschliste stehen heute fotogene Geier und ich möchte gerne auch Elenantilopen sehen.
Das mit den Geiern scheint keine große Herausforderung zu sein, das mit den Elenatilopen umso mehr. Letztere sind recht scheu hier und haben eine sehr große Fluchtdistanz. Nach den Gründen gefragt, windet sich Godfrey etwas, meint dann aber letztendlich dass das daran liegt, dass die Elands sowohl in den umliegenden Game Reserves als auch von den Einheimischen gerne gejagt werden. Überhaupt: Wilderei ist ein Thema über das man hier nicht gerne spricht, das aber definitiv weit verbreitet ist. Nur: Die meisten Touristen wollen davon gar nichts hören, also wird es auch nicht erwähnt. Auf die Frage: „Habt ihr ein Problem mit Wilderei?“ folgt die Standardantwort „Wilderei ist bei uns verboten!“. Erst nachdem wir nachbohren, erzählen uns die beiden von den vielen Problemen, die es im Land mit Wilderei gibt...

Geier aber sind leicht 🙂 . Denn wir finden ein erst kürzlich verendetes Zebra, das als Mittagsmahl für eine Gruppe Geier dient. Was für ein Staub! Was für ein Lärm! Was für eine Szenerie! 🤩 Fasziniert beobachten wir das Schauspiel – und stellen fest: So ein Geier ist ein ganz schöner Brocken 🙄 .

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...
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zuletzt bearbeitet 17. Juli 2013
Themenstarter672 Beiträge · seit 201112. März 2012 ·
...

Dann sehen wir noch eine Hyäne unter einem Busch Siesta machen. So freundlich wie es für eine Hyäne geht, lächelt sie in die Kamera 🙂 ! Hab ich erwähnt, dass ich Hyänen mag 😛 ?

Tag511.jpg


Unter einer großen Schirmakazie machen wir Mittagspause und vertilgen unsere Lunchpakete (bzw. eher deren Inhalt 😉 ).

Und wie es an Tag 5 weitergeht, das erfahrt ihr morgen! 🙂

Bis dann!

LG
Steffi
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zuletzt bearbeitet 17. Juli 2013
2’240 Beiträge · seit 201112. März 2012 ·
Steffi82 schrieb:Hallo zusammen,

...Tansania als Reiseziel ist definitv empfehlenswert. Kann ich dir nur ans Hez legen 😉 . Es ist aber schon noch einmal etwas anderes als Namibia - den Kulturschock als solchen empfanden wir definiv stärker. Ich denke, ich werde dazu am Ende des Reiseberichts und/ oder in dem ein oder anderen Exkurs noch etwas dazu schreiben. Aber Tansania ist dadurch nicht minder sehenswert 🙂. Und die Natur- und Tierwelt ist schlichtweg der Hammer 🙂!

Hallo Steffi,
danke für Deinen Bericht. Ich bin auch ein grosser Tanzania-Fan - war schon 3 Mal da..interessant ist Dein Kommentar bez. Kulturschock. Bei mir war es umgekehrt - ich war in Namibia recht geschockt, dass eben einiges so europäisch organisiert ist ..ich würde immer wieder zurück nach Tanzania - nach Namibia eher nicht 😉
LG u. weiter so, Mari
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
5’483 Beiträge · seit 200913. März 2012 ·
Also für mich gehören solch Straßenzustände bei afrikanischen Nationalparks einfach dazu. Bei den glatt gebügelten Gravel-Pads des Etosha NP oder gar den Asphaltstraßen im Krüger NP fühle ich mich immer wie in einem Safaripark. Vor allem, wenn dann noch lauter normale PKW unterwegs sind. Abgesehen davon sind schlechte Straßen zum und im Nationalpark auch immer ein entscheidender Garant dafür, dass es dort nicht so voll ist.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter672 Beiträge · seit 201113. März 2012 ·
Hi,

@ Bayernschorsch: Schön, dass du auch mit dabei bist. 🙂 (hatte gestern Abend vergessen, dich zu begrüßen 😊 , sorry!)

@ Mari: Ja, Namibia ist im Vergleich zu Tansania wirklich ziemlich europäisch und auch oft so europäisch aufgeräumt (was jetzt absolut nicht wertend gemeint ist..), da hast du Recht. Was ich nach wie vor sehr faszinierend finde, ist dass die Mentalität der Leute in Tansania viel mehr Ähnlichkeit zur Mentalität beispielsweise in Ägypten hat, wie zur Mentalität in Namibia. Das hatten wir so schlichtweg nicht erwartet. Das mag natürlich auch daran liegen, dass es viele Muslime in Tansania gibt, aber ich würde es jetzt nicht alleine und ausschließlich daran festmachen wollen. Das hat mich zumindest unterbewusst anfangs derart verwirrt, dass ich ein paar Mal fast auf arabisch losgebrabbelt hätte 😗. Vielleicht muss ich für das nächste Mal einfach ein paar Brocken Kisuaheli lernen, damit eine derartige Sprarchverwirrung in meinem Kopf ausbleibt - wobei meine Sprachverwirrung sicher auch daher stammte, dass es im Kisuaheli viele arabische Wörte gibt 😉 . Sehr interesant fand ich auch, dass der Tourismussektor in Tansania und der Servicegedanke schon sehr auf Touristen aus den Vereinigten Staaten ausgerichtet ist, die dort ja auch in nicht geringer Anzahl "umherschwirren", mit all den damit verbundenen Vor- und Nachteilen.

@ topobär: Naja, also die Straße in die Serengeti direkt finde ich schon eine Zumutung. Weniger im Hinblick auf uns und die anderen Touristen (wenn ich im Urlaub bin, dann dürfen die Straßen gerne abenteuerlich sein, gepflegte Straßen haben wir zuhause genug 😉 ), sondern eher für die dort ansäßige Bevölkerung. Denn der Straßenzustand macht gerade den LKW-Verkehr dort schon sehr gefährlich. Natürlich sind schlechte Straßen auch immer ein Mittel, um dafür zu sorgen, dass wenig Leute irgendwohin kommen - und natürlich mag das für mehr Exklusivität und Wildnis-Feeling sorgen. Nur ich fand die Straßen in den Nationalparks, immer wesentlich besser befahrbar - natürlich nicht mit dem Etosha NP zu vergleichen, aber mit Allrad-Erfahrung und ein bisschen Gespür für den Wagen sicherlich gut zu händeln (und dabei sicherlich auch mit einem gewissen Spaßfaktor verbunden :)). Nicht so die Straße in die Serengeti. Wenn man jetzt auch noch miteinbezieht, dass es sich die tansianische Regierung richtig gut bezahlen lässt, dass Touristen dort durchfahren dürfen und dann daraus für die dort ansäßige Bevölkerung nicht einmal die Straße ein wenig gepflegt wird (es müssen ja nicht einmal Zustände wie in Namibia sein, es würde ja schon reichen, wenn die Geröllberge auf der Straße beseitigt werden würden, sodass Ausweichen gefahrloser möglich ist...)- und außer einem mörderischen Verkehr nichts dabei für die Anwohner der Straße herumkommt, dann fängt man an die Spannungen in diesem Land zu verstehen. Unsere beiden Guides haben sich im Übrigen auch fürchterlich über den Zustand der Straße aufgeregt, was sie sonst bei keiner anderen Straße gemacht haben...

Liebe Grüße
Steffi (auch aus Bayern 😉 )
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zuletzt bearbeitet 13. März 2012
5’483 Beiträge · seit 200913. März 2012 ·
Aber in der Serengeti gibt es doch gar keine ansässige Bevölkerung.

In der Ngorongoro CA dürfen lediglich die Masai leben und das auch nur, wenn Sie Ihren traditionellen Lebensstil pflegen. Der sieht Autos überhaupt nicht vor. Insofern ist selbst die vorhandene Straße für die Masai dort eine erhebliche Verbesserung.

Ich fand die Strecke in der Vergangenheit auch gar nicht so außergewöhnlich schlimm, was aber natürlich nicht heißt, dass sich dies seit unserem letzten Besuch nicht verändert hat. Bin gespannt auf den Januar.
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zuletzt bearbeitet 13. März 2012
Themenstarter672 Beiträge · seit 201113. März 2012 ·
Hi Topobär,

die Massai sind sicherlich für den wenigsten Verkehr verantwortlich. Ich fand den Verkehr auf der Straße aber schon ganz ordentlich - gerade den LKW-Verkehr. Und ich denke, die Massai haben auch ein Interesse dran, dass der LKW nicht auf ihre Kinder am Straßenrand drauffällt, nur weil die Straße so schief geworden ist, dass er seitlich umkippt (eine derartige Panne - glücklicherweise aber abseits aller Menschen - haben wir tatsächlich gesehen)

Inwieweit sich die Straße in der letzten Zeit verschlechtert, können wir natürlich schlecht beurteilen - unsere Guides meinten auf jeden Fall, sie würde immer schlechter werden...! Es muss wohl auch schon Bestrebungen und Pläne zur Ausbesserung geben, die aber wohl bisher so aussehen, dass man neben bestehende Geröllberge, Schotterberge zum Ausbessern gekippt hat, die nun seit einiger Zeit unbedarft dort rumliegen und das Ausweichen auf der Straße noch interessanter machen 😉 . Aber vielleicht tut sich da ja in absehbarer Zeit mal etwas 🙂 .

Auf jeden Fall empfanden wir die Strecke - rein subjektiv - als die mit Abstand übelste Fahrstrecke rein vom Straßenzustand her. Aber deine Aussage, dass du es schon weniger schlimm erlebt hast, lässt hoffen, das der Zustand wirklich nur rein saisonal bedingt ist 🙂 .

LG
Steffi
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195 Beiträge · seit 200913. März 2012 ·
Hallo Steffi,
ich glaube, es gab einige schlimme Überschwemmungen, ich weiß nicht wann genau, aber vielleicht vor eurer Reise, vielleicht war deshalb der Straßenzustand so schlecht. Ich fand die Straße vom Krater in die Serengeti vor 3 Jahren jedenfalls ziemlich normal, keine großen Schlaglöcher, außer das Stück zur Olduvaischlucht, das war schon anstrengend.
Viele Grüße, Ina
Themenstarter672 Beiträge · seit 201113. März 2012 ·
Hi,

weiter geht's mit der Fortsetzung von

Tag 5

Nach unserem Mittagspicknick pirschen wir uns weiter in Richtung Ndutu-See. Was uns auffällt: Während im Ngorongoro-Krater noch alle Zebras hochschwanger umherliefen und nur einige wenige Thompson-Gazelllen ihre Jungen schon zur Welt gebracht hatten, so sind hier die Zebrafohlen schon auf der Welt. Und auch viele kleine Grant- und Thompsongazellen sind zu sehen. 🙂

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Ein besonderes Highlight liegt auch gleich neben unserem Weg:

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Wir wollen das Baby-Thommy und seine Mutter aber nicht weiter stören und fahren nach einem schnellen Foto gleich wieder weiter.

Auch Elenantilopen sehen wir tatsächlich noch (yuhuhhh! 😄 ), sogar eine ganze Herde von gut 30 Stück. Aber sie sind wirklich so scheu, dass sie sofort Reißaus vor uns nehmen 😕 . Ziel für die nächsten Tage: Ein Dokumentationsfoto von einem Eland schießen, damit wir beweisen können, dass wir auch tatsächlich eins gesehen haben 😎 .

Entlang des Weges nehmen sehen wir immer wieder kleinere und größere Verbünde von Gnus und Zebras stehen.

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Ab und zu gesellt sich auch ein Elefant dazu. Die Landschaft finden wir hier richtig zauberhaft und wunderschön grün.

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Dann fahren wir am Lake Masek vorbei. Der Lake Masek, so erzählen uns unsere Guides, ist eines der bevorzugten Jagdgebiete der Löwen hier, weil die Gnus über kurz oder lang hierher zum Trinken kommen müssen. Das glaubt man auch sofort: Entlang des Ufers bis hinauf zum Schilf liegt ein Knochen neben dem anderen 🙄 – einen wahren Gnufriedhof haben sich die Löwen hier erjagt.

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Welche Szenen sich hier teilweise abspielen müssen – wir können es nur erraten (oder in diesem Zusammenhang Inas Video auf S. 6 dieses Berichts ansehen, dann bekommt man einen kleinen Eindruck! 🙂 ) – die Löwen scheinen heute Urlaub zu machen 😎 . Weit und breit ist keiner zu sehen und die Gnus und Zebras können am Ufer unbehelligt ihres Weges ziehen!

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Auch Vögel gibt es hier in rauer Menge: Große, kleine, bunte – überall zwitschert und flattert es. Sogar ein paar Flamingos geben sich die Ehre.

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...
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zuletzt bearbeitet 17. Juli 2013
Themenstarter672 Beiträge · seit 201113. März 2012 ·
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Tag 5 Fortsetzung der Fortsetzung 😉

Über dieses Exemplar hier freuen sich unsere beiden Guides besonders – und wir versagen total 😐 . Denn obwohl uns mehrfach gesagt wird, dass das ein junger XXX ist, vergessen wir leider, was genau der junge ist 😊 . Insofern präsentiere ich hier heute einen
jungen Irgendwas mit Federn 😛
und hoffe, dass mir vielleicht irgendjemand hier bei der Namensfindung helfen kann (bitte, bitte 🙂 ):

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Zwischenzeitlich fangen Godfrey und Komba ein wenig zu Murren an – sie sind ganz und gar nicht mit unserer Löwenausbeute bisher zufrieden 🙄 . Dass wir heute noch keinen Löwen gesehen haben, finden wir eigentlich nicht schlimm – wir hatten ja gestern und vorgestern schon welche 🙂 . Aber unseren beiden Guides gefällt das gar nicht. Sie werden uns schon noch einen Auftreiben, versprechen sie.

Und tatsächlich: Gut eine halbe Stunde später liegt diese nette hochschwangere Dame direkt neben der Straße 🙂 .

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Merke: In der Serengeti nicht nach Löwen im Gestrüpp suchen – die liegen hier auf der Straße rum 😄 . Madame ist mit ihrer Gesamtsituation merklich unzufrieden, die perfekte Liegeposition scheint mit so einem dicken Bauch schwer auffindbar 😗 . Da geteiltes Leid bekanntlich halbes Leid ist, gesellt sich noch eine zweite Löwin dazu. Doch noch Löwen gefunden, wir freuen uns! 🙂

Fast schöner als die Löwen ist allerdings eine Familie Löffelhunde, die uns über den Weg läuft. Das sind niedliche Tiere 🤩 -da möchte man ja fast aussteigen und alle mal durchknuddeln 😉 . Ich oute mich hiermit als bekennender Löffelhundfan!

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Auf dem Weg zu unserem Camp begegnen wir noch vielen weiteren Gnus, Zebras, Giraffen, Kuh-Antilopen und und und. Die Tierdichte und die Tiervielfalt sind hier wirklich sehr beeindruckend.

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zuletzt bearbeitet 17. Juli 2013
Themenstarter672 Beiträge · seit 201113. März 2012 ·
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Tag 5 - Fortsetzung der Fortsetzung der Fortsetzung (oder so 😛 )

Das Ende unserer heutigen Reise ist das Serengeti Savannah Camp, welches wir um kurz nach sechs Uhr erreichen – ein temporäres Zeltcamp mit 8 – 12 Zelten. Die Zelte sind sehr geräumig, haben ein großes Bett mit guten Matratzen und im hinteren Bereich eine Campingdusche und ein chemisches Klo.

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Alles sehr hübsch und das Duschen ist ein echtes Highlight, da das Duschwasser hinter dem Zelt auf Wunsch von einem Angestellten erhitzt wird und man so lustige Unterhaltungen mit diesem führen kann/ muss /sollte, während man unter der Dusche steht 😄 .

Neben den Zelten für die Gäste gibt es auch zwei größere Zelte, in denen das Essen serviert wird und einen Lagerfeuerplatz. Alles sehr gepflegt mit unglaublich zuvorkommendem Personal: Wir fühlen uns hier sofort pudelwohl 🙂 und genießen bei einem super leckerem Essen (man muss sich tatsächlich wundern, was der Koch in seiner Buschküche zaubert 🤩 ) und später am Lagerfeuer mit einigen anderen Gästen bei viel Buschromantik die nächtliche Geräuschkulisse. Irgendwann fallen wir dann wie zwei Steine ins Bett.

Der morgige Tag steht ganz dem Ndutu Gebiet zur Verfügung – wir sind gespannt, was er uns bringen wird. 🙂

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LG
Steffi
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zuletzt bearbeitet 17. Juli 2013
1’271 Beiträge · seit 200713. März 2012 ·
Hallo Steffi,

schön, dass Dein Bericht weitergeht. Du bist echt fleißig. Eurer Camp im Ndutu-Gebiet erinnert mich sehr an unser erste Camp, Serengeti Under Canvas. Diese Zelte sind einfach klasse und ich finde es immer erstaunlich, was in der Küche dieser Camps so gezaubert wird.

Ich bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt, was Ihr in Ndutu gesehen habt. Das ist eine Region, die ich im Februar auch gerne noch einmal besuchen möchte.

Schöne Grüße,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
1’271 Beiträge · seit 200713. März 2012 ·
Steffi82 schrieb:...
Tag 5 Fortsetzung der Fortsetzung 😉

Über dieses Exemplar hier freuen sich unsere beiden Guides besonders – und wir versagen total 😐 . Denn obwohl uns mehrfach gesagt wird, dass das ein junger XXX ist, vergessen wir leider, was genau der junge ist 😊 . Insofern präsentiere ich hier heute einen
jungen Irgendwas mit Federn 😛
und hoffe, dass mir vielleicht irgendjemand hier bei der Namensfindung helfen kann (bitte, bitte 🙂 ):

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Hallo Steffi,

ich bin auch nur ein "Anfänger" bei der Vogelbestimmung, aber für mich sieht es nach einem juvenilen Raubadler (Savannenadler) - Tawny Eagle aus.

Aber vielleicht meldet sich noch jemand, der kundiger ist als ich.

LG,

Nicole
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1’271 Beiträge · seit 200713. März 2012 ·
Steffi82 schrieb:
Auch Vögel gibt es hier in rauer Menge: Große, kleine, bunte – überall zwitschert und flattert es. Sogar ein paar Flamingos geben sich die Ehre.

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...
Hallo Steffi,

und dies könnten Fischer's Lovebirds sein, aber ganz sicher bin ich mir da nicht.

Freue mich auf die Fortsetzung.

Schöne Grüße,

Nicole
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5’483 Beiträge · seit 200914. März 2012 ·
Wieder habe ich einen sehr schönen Tag Eurer Reise miterleben dürfen und die Fotos erst - super.

Das Problem Elands vor die Linse zu bekommen kann ich gut nachvollziehen. Ist nicht nur in der Serengeti schwierig. Wir haben auf unserer letzten Reise auch häufiger welche gesehen, konnten aber kein einziges auch nur halbwegs vorzeigbares Foto machen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
557 Beiträge · seit 200914. März 2012 ·
Hallo und guten Tag,

meiner Meinung nach liegt Nicole mit ihrer Vogelbestimmung richtig.

Die Pfirsichköpfchen, Fischer´s Lovebirds, Agapornis fischeri sind in Nordtansania verbreitet. Es gibt eine sehr ähnliche Art, Orangeköpfchen, Agapornis pullaria, die sich durch schwarz an den Flügelunterseiten von der vorgenannten Art unterscheiden.
Bei dem Greifvogel handelt es sich, wie Nicole schon sagte, um einen juvenilen Raubadler, Tawny Eagle, Aquila rapax.

Herzliche Grüße

Eto
Reisebericht: Nördliches Tansania u. Sansibar 2010 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/153776-reisebericht-noerdltansania-usansibar-febr-2010.html
Themenstarter672 Beiträge · seit 201114. März 2012 ·
Hi ihr,

@ nicole & eto: Vielen lieben Dank ihr beiden! 🙂 Jetzt hat mein unbekanntes etwas mit Flügeln endlich einen Namen und wir stehen nicht mehr ganz so doof da, wenn wir gefragt werden, was der Vogel auf dem Bild ist 😉. Danke! Das mit den Pfirsichköpfchen hatte ich mir auch so notiert - scheint als hätten wir uns also wenigstens einen Vogel richtig gemerkt 😄.

@ topobär: Ja, Elands scheinen echt eine Herausforderung zu sein - hätte ich ja nie gedacht. Fotografisch steht ein Eland-Portrait ganz weit oben auf meiner Afrika to-do-list 😄 - mal sehen wie oft wir Urlaub machen müssen, bis wir eines anständig vor die Linse kriegen 🙂. Aber beruhigend zu hören, dass sich Elands nicht nur vor uns verstecken 🙂.

Heute werde ich leider nicht mehr dazukommen allzu viel zu Schreiben. Aber ein bisschen von Tag 6 stelle ich gleich noch ein! Ich möchte nur vorwarnen: Es folgen für die nächsten zwei Tage ziemlich viele Fotos 😗 ...

LG
Steffi
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zuletzt bearbeitet 14. März 2012
Themenstarter672 Beiträge · seit 201114. März 2012 ·
Tag 6 - der Anfang 😉

Um halb sechs ist die Nacht vorbei, wir wollen ja schließlich den Sonnenaufgang in der Serengeti mitnehmen. Nach einer kurzen Katzenwäsche und ein bisschen Übereinandergestolpere im Zelt (für koordinierte Bewegungen ist es dann doch noch zu früh 😉 ), sitzen wir um sechs abfahrtsbereit mit Frühstücks- und Lunchpaketen bewaffnet im Wagen.

Godfrey und Komba sind heute Morgen mal wieder für den Wintereinbruch gerüstet mit Wollmütze und dicker Jacke 😎 – wobei wir zugeben müssen, dass es in der Nacht schon überraschend kühl geworden ist. Was für uns angenehm ist, ist für die beiden Afrikaner frostig kalt und sie verstehen auch gar nicht wieso wir nicht frieren... 😄

Der Pirschtag beginnt mit den Bodyguards des Camps, die uns gestern Abend bereits aufgefallen sind. Ein Dikdik-Pärchen siedelt scheinbar in unmittelbarer Nähe zum Camp und hüpft uns in aller Frühe bereits über den Weg (zuhause habe ich tatsächlich festgestellt, dass ich von den beiden nie kein einziges Foto gemacht habe… 🙁 ).

Langsam wird es heller. Viele Schleierwolken hängen am Himmel und geben ein wunderschönes Farbspiel kurz vor Sonnenaufgang ab.

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Und Gnus und Grantgazellen stellen sich wunderbar dekorativ in diese lila und rosa gefärbte Welt….

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Es ist aber nicht so, als wären schon alle hier wach – Langschläfer gibt es auch in der Serengeti 😄 :

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Dann geht die Sonne auf…

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Wir pirschen in dieser schönen Morgenstimmung ein bisschen durch den Busch und sehen die üblichen Verdächtigen: Gnus (was sonst 😉 ), Zebras, Grant- und Thompsongazellen.
Plötzlich fliegt ein riesiger Schwarm Weißstörche über die Steppe. Was für eine Szene! 🤩 Wir sind baff – die Störche wollen gar nicht mehr aufhören.

Und dann besuchen wir diese nette Truppe hier: Ich darf vorstellen – unser Camplöwenrudel, welches seine „Zelte“ nur etwa einen Kilometer von unserem Camp aufgestellt hat 🙂 . Hier ist man auch schon wach … naja, zumindest ein bisschen… 😉

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Hat irgendjemand mal behauptet Katzen wären reinliche Tiere? 😎 Diese Löwen scheinen im Geiste Elefanten zu sein 😄 und finden Schlammbaden richtig schön (hält scheinbar auch bei Löwen die Fliegen fern 🙂 )

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Mehr von Tag 6 gibt's dann morgen...

LG
Steffi
Reiseberichte: Cats in the Cradle! Kenia 2014 - die Löwensafari (der mit den 31 Löwenbabys) Streets paved with grey Giants! Südafrika 2013/14 (die Weihnachtsreise) 12 Reifen für ein Halleluja - Namibia im August 2013 (die Mehrgenerationenreise) From dawn till dusk - Namibia im Mai 2012 (die Weiberreise) Go visit Tanzania! 2012 (der mit den gaaaanz vielen Gnus) 2 schwerst begeisterte Namibia-Neulinge berichten (der Erstling)
zuletzt bearbeitet 17. Juli 2013
2’780 Beiträge · seit 200715. März 2012 ·
hallo Steffi
erst heute logge ich mich wieder mal im forum ein und sehe deinen Reisebericht, hab gerade die ersten 10 Seiten vertilgt und kann ohne Hemmungen sagen dass die letzte Serie Bilder zu den Schönsten zählt! Gratuliere und ich freu mich schon auf die Fortsetzung!
Gruss Leona