sitaThemenstarter350 Beiträge · seit 200622. Sept. 2011 · #1
Hallo miteinander, nach einer wunderbaren 5 wöchigen Reise leider zurück folgende Frage. In der Mabuasehube Section , Lesholoago Pan ereignete sich Folgendes : Einer unserer 4 -er Gruppe verbrachte die Nacht im Bodenzelt. Wir anderen in Dachzelten. Um Mitternacht wurde unser Camp von einer Gruppe Hyänen aufgesucht, die randalierten und , das ist das Spezielle, die das Bodenzelt attackierten. Dagegen anliefen, unter den Boden sich schoben und so einige Heringe rauszogen und von verschiedenen Seiten ins Zelt bissen durch die Zeltwand. Der Kollege stellte sich absolut ruhig. Wir vermochten "von oben " die Tiere nicht zu verscheuchen. Zum Glück liessen sie nach ca 1,5 Stunden ab und wir konnten den Kollegen ins Dachzelt evakuieren. Die Ranger , denen wir vom Vorfall berichteten, hatten von soetwas noch nichts gehört. Selbstverständlich waren keinerlei "Lockstoffe " wie Essen oder ähnliches im Zelt. Hat jemand von Euch schon von so etwas gehört? Wir werden in Zukunft in solchen Regionen sicher auf Bodenzelt verzichten sita
Erika2'338 Beiträge · seit 200722. Sept. 2011 · #2
Hallo
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich Hyänen verscheuchen lassen, wenn man laut schreiend auf sie zugeht. Im Savuti machte sich mal eine Gruppe über unsere auf dem Boden stehenden Aluminium-Boxen her, als wir bereits im Dachzelt lagen, obwohl nichts Essbares drin war.Wie ein Irrer aus vollem Hals schreiend, johlend und gestikulierend ist mein Mann dann die Leiter runter 😈 und konnte das Gepäck ins Auto laden. Wenn ich daran denke, muss ich heute noch lachen.
Allerdings haben sie ein anderes Mal nachts einen unserer 20-Liter Wasserkanister mit den Zähnen durchlöchert, ohne dass wir es bemerkten. Sind schon extrem freche Viecher. Normalerweise greifen sie aber ein Bodenzelt nicht so ohne weiteres an. Könnte ja sein, dass ausgerechnet darunter ein Knochen lag, oder war es etwa der Käsegeruch von Socken 🤩 ?
darf man Fragen was für ein Zelt das war (Nylon oder so ein stabiles Canvas Iglu Zelt)? Ich denke aber auch, dass unter Eurem Zelt Essensreste von Euren Vorgängern vergraben waren.
LG Botswanadreams
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200822. Sept. 2011 · #4
Wie schrecklich!
Da muss man aber starke Nerven haben um 1 ½ Stnden Hyänen unterm Hintern und am Zelt zerrend, so beherrscht zu ertragen. Wie schafft man das? Das ist eine enorme mentale Leistung! Ein Glück, dass nix Schlimmes passiert ist.
Des Weiteren möchte ich für alle einen Appell starten: Niemals –NIEMALS- Essensreste auf der Campsite vergraben oder dort wegwerfen! Wenn wir mal Essensreste haben, entsorgen wir sie unterwegs, im übersichtlichen Gelände (natürlich so, dass man es nicht sieht, also ggf, eingraben) - da darf dann alles Getier sich dran laben. Man hat dann zwar nicht „seine Küchenarbeit“ an der Campsite abgeschlossen, aber man bringt niemanden in Gefahr. Soviel Umstände sollte man sich schon machen, damit man die Campsite nicht nur oberflächlich sauber hinterlässt!
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
sitaThemenstarter350 Beiträge · seit 200629. Sept. 2011 · #5
Hallo Botswanadreams, das war ein sstabiles Canvas Zelt. Ja und ob da Essensreste von Vorgängern drunter waren...? Es waren auf jeden Fall für uns keine Hinweise. Das Verjagen mit Gebrüll hat nicht geklappt. Wir haben uns allerdings nicht aus dem dachzelt gewagt und von dem angriff auf das zelt haben wir erst danach die Details gehört und gesehn. Wir werden auf jeden Fall auf bodenzelt in solchen Gegenden verzichten. sita
jetzt mal ehrlich... Ihr hattet keine Möglichkeit, Euch in Euer Auto zu setzen, den Motor anzulassen, zum Zelt zu fahren, die Tür vor den Zelteingang zu platzieren und den armen Kerl ins Auto zu holen??????????? Ihr hättet zugeguckt bzw. habt 1,5 Stunden das Schauspiel angeguckt ?????? Für mich unverständlich - tut mir Leid!!!!!!!
Hallo Sita, ich benutze nur Bodenzelt und habe noch nie mehr als ein Kratzen am Zelt erlebt. Hyänen aber auch Schakale versuchen schon mal unter dem Vorbau zu schlüpfen, reagierten aber sofort auf Licht und Lärm. Da ich keine Lebensmittel im Zelt habe, gibt es für die auch keinen Grund sich der Gefahr Mensch unnötig auszusetzen. Meine Schleuder habe ich ein einziges Mal gegen einen sehr aufdringlichen Schakal benutzt, ansonsten hatte ich Probleme nur mit Pavianen. Ich ziehe das Bodenzelt aber auch deshalb dem Dachzelt vor, weil ich jederzeit ins Auto steigen kann und mit dem Auto notfalls auch wegfahren kann. Viele Grüße jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
naja, hyänen sind nicht ohne. auch wir hatten im south gate camp site im moremi dieses jahr schlechte erfahrung sammeln dürfen. trotz des feuers näherte sich eine hyäne an den tisch und lies sich auch nicht durch schreien und klopfen mit einem stock an die alu-leiter des dachzeltes verscheuchen. nachdem sie dann noch versuchte den müllbeutel, den wir recht hoch an einem baum in unmittelbarer nähe zum wagen hingehängt hatten, zu erbeuten, brachen wir das abendessen ab. räumten alles, aber auch alles in den wagen und verzogen uns ins dachzelt. das war um 19.20 uhr ortszeit. am nächsten morgen sprachen wir mit den camp nachbarn und diese bestätigten, dass das biest jede camp site besucht hatte. ein französisches ehepaar, welches auf camp site 9 war, rühmte sich sogar, löwenspuren ums auto festgestellt zu haben. die beiden hatten die knochen ihrer t-bone-steaks einfach nachts offen auf dem tisch liegen lassen. bei solch einem verhalten braucht sich kein mensch zu wundern, wenn sich raubtiere an die zelte trauen und randalieren. wir hatten in all der aufregung vergessen den wasserkanister in den wagen zu stellen. morgens lag der dann ca. 6m von seinem ursprünglichen ort rücklings im sand mit beissspuren am auslauf und am deckel.
wie heißt das immer so schön - Tiere passen sich ihrem Lebensraum an......
außer das Tier Mensch, da soll sich der Lebensraum ans "Tier" anpassen........
Joerg3'175 Beiträge · seit 200630. Sept. 2011 · #10
also ich schlafe seit 20 Jahren auf dem Boden und das in der Regel ohne Zelt, ausser Regenzeit dann Moskitonetz oder Zelt wenn's denn regnet, hatte noch nie ein problem. Allerdings schlaf ich fast immer am Feuer und habe entgegen Werner noch nie eine "Erfahrung" gemacht
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
Nenette1'309 Beiträge · seit 200930. Sept. 2011 · #11
ALM schrieb: die beiden hatten die knochen ihrer t-bone-steaks einfach nachts offen auf dem tisch liegen lassen. bei solch einem verhalten braucht sich kein mensch zu wundern, wenn sich raubtiere an die zelte trauen und randalieren.
Hi,
Vermutlich haben die das in der Aufregung auch einfach nur vergessen! So was soll vorkommen.
Savuti 1988: An diesem Abend gab es Gulasch.So richtig genießen konnte ich das nicht! Aber irgendwie war es trotzdem cool.
Joerg3'175 Beiträge · seit 200630. Sept. 2011 · #14
Hi Nenette!
Vielen Dank, genau das meinte ich
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
sitaThemenstarter350 Beiträge · seit 200603. Okt. 2011 · #15
Hallo miteinander, ja da gibt es viele verschiedene erfahrungen. Wie geagt sowas hatte ich auf bisher ca 25 Reisen dort nicht erlebt. zu Sambezi : wie geht das : bei aufgebautem Dachzelt mit Leiter eben mal fahren ? Es waren mehrere Hyänen. Und ausserdem war uns die Bedrohung am Zelt nicht klar, erst hinterher. Das mit dem Wegräumen , gründlich ist sicher das Wichtigste. Obwohl wir hatten es gemacht... in Vorfreude auf die nächste Tour sita
das macht man, indem man das Zelt an der Leiter 5 cm anhebt und die untere Hälfte der Leiter rauszieht und diese beiseite legt und mit offenem Zelt die 3 Meter fährt (dabei kann die 2. Person getrost oben im Zelt bleiben) oder es steigen beide aus und ich klappe das Zelt ganz zu (falls Bäume oben im Weg sind) - egal wie das aussieht und fahre dann die paar Meter.......
Gruß
KarstenB2'397 Beiträge · seit 201122. Okt. 2011 · #17
Wir hatten ein ähnliches Erlebnis auf dem South Gate CS Ende Juli 2008: Meine Frau war schon in unserem Zelt (Nylon-Iglu), während ich mir noch einen gemütlichen Absacker am Lagerfeuer genehmigte. Die Ruhe wurde aber von einer vorwitzigen Hyäne gestört, die sich auch durch Rufen und auf sie Zugehen nicht vertreiben ließ. Nach dem Motto "der Klügere..." bin ich dann auch ins Zelt. Plötzlich werde ich wach, weil sich etwas in meinen Arm krallt - meine Frau, die vor Schreck nicht sprechen kann. Ich mache die Taschenlampe an und höre, wie ein größeres Tier vom Zelt wegspringt. Meine Frau erzählt mir dann, dass das Tier sich gegen die Zeltwand gelehnt hätte, am Zelt gezogen und schließlich bei ihren Füßen mit der Schnauze unter das Zelt zu kommen versucht habe. Ich bin dann mit der Taschenlampe aus dem Zelt und sehe besagte Hyäne. In der Nähe des Zeltes lag glücklicherweise eine Eisenstange (von den Bauarbeitern, die gerade die neuen Ablutionblocks bauten), mit der in der einen Hand und der Taschenlampe in der anderen bin ich dann zu den einzigen Nachbarn (Südafrikaner mit einem ähnlichen Zelt). Die erzählten, dass sie das gleiche erlebt hätten. Sie waren schon dabei, ihr Zelt einzupacken und in die Ablutionblocks zu ziehen. Zurück zu meiner Frau und den Beschluss gefasst, den SAs zu folgen. Allerdings war mir die Strecke (ca. 100m) zu weit, um mit Schlafsäcken und Luftmatratze in den Händen der Hyäne zu trotzen. Also Schlafsäcke und Matratzen ins Auto geschmissen und zu den Ablution Blocks gefahren. Im Scheinwerferlicht sehen wir, dass es sich um eine Gruppe von 5 Hyänen handelt. Am nächsten Morgen kommt dann der Ranger zu uns und will mich zur Schnecke machen, weil ich Nachts mit dem Auto gefahren bin. Unsere Rechtfertigung will er erst glauben, als wir ihm die durchgebissene Abspannleine und die angeknabberten Campingstühle (von da an abends immer aufs Auto) zeigen, und auch die SAs die Geschichte bestätigen. Auch er hatte von so etwas noch nie gehört, seine Erklärung: Hyäne unter Drogen. (Sollte wohl ein Witz sein?!) Die Erklärung mit dem vergrabenen Essen greift nicht, denn dann hätte sich unter beiden Zelten Essbares befinden müssen, aber eine andere haben wir auch nicht. Nächstes Jahr wollen wir wieder nach Namibia/Botswana, und jetzt geht bei uns die Diskussion Boden(ich)- gegen Dachzelt(meine Frau). Seit Anfang der 90er bereisen wir östliches und südliches Afrika, und bisher haben wir uns am Boden immer sicher gefühlt. Aber wenn wir uns fürs Bodenzelt entscheiden, wird mein Katapult neben dem Schlafsack liegen. (Übrigens sehr wirkungsvoll bei Pavianen, ich bin ein miserabler Schütze, aber es reichte schon, es hochzuhalten, und die Paviane verzogen sich.)
Hi, nach meinem Wissen werden die Tiere, die sich zu sehr an die leichte Beute auf den Campsites gewöhnen, von den Rangern irgendwann schlicht erschossen. So geschehen mit Baboons u.a. in 3rd Bridge und Ihaha, mit Hyänen und einem "aus dem Ruder gelaufenen" Elefanten in Savuti. Keine Ahnung, wie oft das vorkommt, aber dass die Tiere z.T. die Scheu vollkommen verlieren, evtl. auch völlig anormal agieren, dürfte wohl einleuchtend sein.
Wir verändern mit unserem massenhaften Auftreten selbstverständlich die Umwelt und letztlich auch das Verhalten. Übliche, und in der großen Mehrzahl aller Fälle auch erfolgreiche Verhaltensweisen und Reaktionen unsererseits sind dann nicht immer zielführend.
Ach ja, die Schleuder, oder das Zeigen derselben, hilft zwar meist gegen Baboons, aber letztlich sch... sie d'rauf (auf das Zelt) 🤩
steinbeisser
sitaThemenstarter350 Beiträge · seit 200623. Okt. 2011 · #19
Hallo Karsten, ich denke Steinbeisser hat Recht. Es bleibt eine Restunsicherheit und man muss sich entscheiden, wie man die Kriterien pro und Contra gewichtet. Für uns ist / war klar : die Vorteile des Dachzeltes überwiegen. Ruhiger Schlaf oder wenn dann mal "Besuch" kommt : entspanntes Beobachten von oben möglich. Wie sieht denn euer urlaub aus, wenn deine Frau nicht schlafen kann im Bodenzelt vor Anspannung? Die Alternative : auf solche Regionen zu verzichten gibt es für uns nicht. Es ist zu schön da draussen sita
KarstenB2'397 Beiträge · seit 201123. Okt. 2011 · #20
Hallo Sita, wir haben ja noch viel Zeit, dass auszudiskutieren - Hester ist da sehr flexibel, was Dachzelte ab- und aufbauen betrifft. Hallo Steinbeisser, Du hast ja so recht, was das Sch... der Paviane angeht. Die nächste Nacht waren wir in 3rd Bridge. Nach dem Essen am Lagerfeuer kommt eine riesige (fast die Größe einer Löwin!) Hyäne vorbei, dreht sich um und kommt auf uns zu. Nach der Erfahrung in South Gate waren wir schnell im Auto. Die Hyäne guckte nur am Feuer, ob nicht vielleicht doch etwas für sie liegen geblieben wäre und zog dann ab. Meine Frau wollte am liebsten im Auto schlafen. Ich konnte sie aber doch überreden. Aber: im Baum über unserem Zelt wollte ein Trupp Paviane schlafen, ein 2. Trupp hatte offenbar die gleiche Idee, und so wurde erst mal die Vorherrschaft über den Schlafplatz ausgekämpft. Paviane können unglaublich laut sein, und die Auseinandersetzung dauerte Stunden! Aber irgendwann sind wir dann doch alle eingeschlafen, bis ... kurz vor Sonnenaufgang ein unaufhörliches Bumm! Platsch! uns weckte. Ich dachte erst, jetzt bombardieren uns die Paviane mit Steinen, aber nein, sie schmissen nicht, sie ... (ohne m!) Seither weiß ich, dass Paviane eine sehr geregelte Verdauung haben, alle gleichzeitig!