Tausche 50 Oryx gegen...

67 Antworten · 31,8k Aufrufe · gestartet 09. Mai 2011 von TanjaH
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Themenstarter956 Beiträge · seit 200909. Mai 2011 · #1
Soooooo viele Reiseberichte und sooooo viele Leute waren im KTP. Na dann will ich doch auch mal 🙂 Wir waren zweieinhalb Wochen im März unterwegs. Ich werde mich beim Bericht eher kurz fassen, bin nicht so der Tagebuch-Typ. Vielleicht macht euch der Bericht (und die Fotos) ja trotzdem Spaß.

Als kleine Info vorweg: Wir wollten eigentlich im Oktober 2010 fahren, hatten alles gebucht und mussten aus beruflichen Gründen kurzfristig alles umwerfen und in den März 2011 verlegen. Statt staubtrockenem Land wie geplant erlebten wir so ein grünes Namibia und eine noch grünere Kalahari. Das hat sehr gemischte Gefühle nach sich gezogen - von Begeisterung über das Wasser im Sossusvlei bis hin zu Verzweiflung ob des hohen Grases im KTP.

Sodala, und jetzt geht's los:

Wir - das ist mein Freund Kris 34 und ich, Tanja, 29 - sind mit dem Auto aus dem Süden Österreichs nach München gedüst und von dort mit der Airberlin-Maschine nach Windhoek geflogen. Der Flug war nicht gerade angenehm. Kris, der Zwei-Meter-Mann hatte ernsthafte Probleme eine halbwegs angenehme Position zu finden und ich konnte, im Gegensatz zu sonst, trotz des Nachtfluges nicht schlafen. Tolle Voraussetzungen für den ersten Tag, an dem wir noch einige Kilometer von uns hatten. Trotzdem überkam mich nach dem ganzen Stress und Frust mit der Umbucherei ein unglaubliches Glücksgefühl, als das Flugzeug endlich in Windhoek aufsetzte. Namibia begrüßte uns mit Sonnenstrahlen und Regentröpfchen - symptomatisch für die kommenden Tage und Wochen.

Die Immogration dauerte eeeewig - warum auch immer. Nun gut, ich weiß warum 🙂 Die Beamten arbeiteten in einem Affen-Tempo. Tja, that's Africa. Also nicht ungeduldig werden, bei der Immigration nett lächéln, ran ans Gepäck und auf die Suche nach dem Vertreter von Kalahari Car Hire. Der stand dann aber eh gleich vor dem Ausgang, zwei andere Paare warteten auch. Noch schnell Geld gezogen, Gepäck verstaut und hopp in den Minibus.

Auf der Straße Richtung Windhoek dann alles grün in grün und langsam auch mehr und mehr Sonne. Im Minibus quatscht mich dann auch gleich mein Sitzbar auf das Namibia-Forum an - Es ist Bloke! Wir quatschen die ganze Fahrt über, stellen fest, dass wir alle in den KTP wollen, allerdings nicht zur gleichen Zeit.

Bei Kalahari Car Hire geht alles ganz flott, problemlos und pragmatisch. Ich wusste ja aus dem Forum, dass Hubert Hester nicht so der ganz typische Autoverleiher ist 😉 und war mit seiner lockeren Art ganz happy. Wir bekamen schnell noch das Dachzelt abmontiert und dann ging die Reise im Hilux Double Cab los. Erster Gedanke von außen: Na, der schaut ja ganz hübsch und fit aus. Erster Gedanken von innen, vor allem nach Start: Hui, das klappert aber, gehört das? Spätestens im KTP wurde uns klar: JA, das gehört so 🙂 Wer weiß, wo dieses Auto schon überall war 😉

Aus dem Plan in Windhoek einzukaufen wurde nichts, da wir gleich mal am Abzweig zur Merua Mall vorbeigefahren sind. Also raus aus der Stadt und ab auf der B1 Richtung Norden, begleitet von Wolken und Sonnenstrahlen, mit Mann am Steuer. Ziemlich bald überkamen uns Hunger und Müdigkeit, also stoppten wir in Okahandja, was sich als ziemlich gute Idee herausstellte. Wir "frühstückten" in Rhinos Restaurant - T-Bone und Burger, kauften in der danebenliegenden Fleischerei Steaks und Boerewors und im nicht weit davon entfernten Spar alles weitere notwendige ein. Wer also schnell aus der Stadt raus will und nicht für einen Riesen-Camping-Urlaub einkaufen will, ist dort gut bedient.

B1 nach Norden

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Rhinos Restaurant unsere "coole Kiste" -> das wurde schnell der offzielle Spitzname unseres Autos

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Das erste "Frühstück", um elf Uhr vormittags:

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....und so schnell schreibt man doch so viel 😉
zuletzt bearbeitet 29. Sept. 2011
Gast09. Mai 2011 · #2
....und so schnell schreibt man doch so viel

ist doch gut so
Themenstarter956 Beiträge · seit 200909. Mai 2011 · #3
🤪 Jaja, so schnell geht das 🙄

Aber man will ja auch alle Infos und Tipps weitergeben 😉 Deshab auch gleich nochmal unsere Tour mit Datum und Unterkünften, bevor der Bericht vom ersten Tag weitergeht:

8.3. Abflug München
9.3. Ankunft Windhoek, Weiterfahrt nach Aloe Grove, nähe Waterberg
10.3. Aloe Grove
11.3. Auf nach Swakopmund, mit Stopp auf der Ameib Ranch, Hotel Rapmund
12.3. Swakopmund, Wüstentour mit Tommy, Nachmittags Besichtigung Hafen von Walvis Bay, Fischfabrik und Lagune von Walvis Bay, Hotel Rapmund
13.3. Fahrt nach Sesriem, Sossusvlei Desert Camp
14.3. Sesriem, Sossusvlei Desert Camp
15.3. Sesriem bis zum Red Dune Camp
16.3. KTP Nossob
17.3. KTP Gharagab
18.3. KTP Gharagab
19.3. KTP Kalahari Tent Camp
20.3. KTP Kalahari Tent Camp
21.3. Kalahari Anib Lodge
22.3. Windhoek, Hotel Uhland
23.3. Rückflug und Ankunft in München


...und weiter geht's:

Der Weg auf der B1 nach Norden zog sich doch etwas. Alle grün in Grün und unendlich lange Viehzäune. Kombiniert mit der Müdigkeit von der unfreiwillig durchwachten Nacht nicht unbedingt angenehm. Mann gab dann auch bald das Steuer an Frau ab. Ich war sowas von skeptisch! Linksverkehr kannte ich ja aus Südafrika, aber so eine großes Auto, noch dazu mit Gangschaltung, *brrr*. Bis ich mich dann aber auf das Auto eingestellt hatte, dauerte es keine fünf Minuten, nach zehn Minuten hatte ich sogar Richtung Spaß 🙂 Da wir aber ohnehin erschöpft waren, hielten wir trotzdem noch zwei Mal an, machten Pause für Fotos und um uns die Beine zu vertreten. Vor allem die Warzenschwein-Warnschilder hatten es uns angetan, wir sind beide echte Fans der Pumbas!


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Boxenstopp 🙂

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18 Kilometer nach Otjiwarongo ging es dann auf die rote Pad Richtung Aloe Grove. Wir passierten diverse Farmzufahrten und unsere ersten -teils schlammigen - Wasserlöcher, da es immer wieder heftig geregnet hatte. Anfangs waren wir noch skeptisch und ängstlich, aber bald brauste ich mutig durch. Eine perfekte Übung für 4WD-Anfönger und ein tolles Training für die kommenden Tage. Am Tour zum Aloe Grove Gelände ließ ich dann wieder Mann ran. Die Strecke zur Lodge entpuppte sich bereits als echter game Drive, bald bekam ich die ersten Oryx vor die Linse. Juhu! Die standen ganz oben auf meiner Liste. Noch.... Außerdem sahen wir Springböcke und Gnus samt Nachwuchs. Keine schlechte Ausbeute für den ersten Tag 🙂


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Der Empfang auf Aloe Grove war sehr herzlich und wir waren von unserem Steinhäuschen total begeistert. Jetzt wissen wir, warum Cecile (Engelstrompete) immer so schwärmt. Obwohl wir noch am ersten Tag an Aktivitäten teilnehmen hätten können, lehnten wir dankend ab. Einfach nur duschen, hinlegen und die Aussicht genießen - dmit war der restliche Nachmittag verplant. Allerdings nahmen wir noch schnell ein erstes Windhoek Lager an der Bar und meldeten uns für das Abendessen an, mit dem wir sehr zufrieden waren. Hier ein paar Impressionen von der Lodge, die auf einer Bergkuppe tront, mit Aussicht auf den Waterberg:


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Themenstarter956 Beiträge · seit 200909. Mai 2011 · #4
Nachdem wir am Vorabend noch vor 21 Uhr pappsatt und todmüde in den Schlaf gesunken sind, brauchten wir am zweiten - und damit ersten richtigen - Urlaubstag keinen Wecker und wachten gegen acht auf. Wir ließen uns Zeit mit dem Aufstehen, frühstückten gemütlich und machten uns fertig. Um halb zehn starteten wir alleine zu einem sehr erfolgreichen Gamedrive, wo wir Wasserböcke, Oryx, Springböcke, Gnus, Impalas, Dik-Diks, Kuhantilopen, das Haus- und Hof-Pferd sowie Giraffen, Warzenschweine und Zebras erspähen konnten. Auch der Gepard, der in einem Gehege nahe der Lodge wohnt, ließ sich blicken. Außerdem gab es wunderschöne Vögel und einen riesigen Geier zu sehen. Zudem viiiiiieeeele Schmetterlinge und riesige Käfer. Nach drei Stunden sind wir glücklich zurückgekehrt, es war neben den Tiersichtungen auch eine tolle Gelegenheit, das Auto noch besser kennenzulernen.

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Am Nachmittag machten wir uns auf zur Katzenfütterung - wir waren die einzigen Gäste, also ging alles sehr stressfrei, entspannt und spaßig ab. Als erstes besuchten wir die Leoparden, der angenehm scheu ist. Also nahmen wir Platz in einem Hide und unser Guide versuchte, die Fleischstücke so in das Gehege zu werfen, dass wir den Leo gut sehen konnten. Haha, guter Plan im meterhohen Gras 😉 Trotzdem konnten wir den Leoparden gut beobachten und waren schwer beeindrcukt, obwohl wir es nicht so mit gefangenen Tieren haben. Aber das Gehege ist sehr groß und abseits der Fütterung, bekommt man den Leoparden nur sehr schwer zu Gesicht:

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Nach dem Leoparden ging es weiter zu den zwei Löwinnen der Lodge, Mutter unter, Elsa und Kiara 🙂


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So beeindruckend die Löwinnen auch waren, der scheue Leopard hatte es mir doch etwas mehr angetan, weil sein Verhalten doch sehr natürlich war. Außerdem ging ich davon aus, dass wir noch genügend Löwen im KTP sehen würden.

Zuletzt stand der Besuch bei Leah an. Die Gepardin wurde mit nur wenigen Monaten von einem Farmer abgegeben, der sich nicht um sie kümmerte. Auf Aloe Grove fand sie ein neues Zuhause, lebte erst mit der Familie und mittlerweile in einem großen Gehege. Die Katze sucht den Kontakt zu Menschen sehr stark, kommt an den Zaun, wenn sie ein Auto hört und freut sich über Besuch und Beschäftigung. Wir konnten zu ihr ins Gehege, wo sie uns laut schnurrend begrüßte und Streicheleinheiten forderte - vor allem von Kris, dem sie in Folge sogar einen Brocken Fleisch auf den Fuss legte. Wenn das keine Sympathie-Bekundung war! 😉


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Abends warfen wir dann den Grill an und genossen saftige T-Bone-Steaks aus der Fleischerei in Okahandja. Natürlich erst, nachdem ich ein Vollbad in der schönen Wanne mit herrlichem Ausblick genossen hatte. Ein perfekter Abschluss für unsere Zeit in Aloe Grove. Diese Lodge ist super, um sich zu akklimatisieren und den Stress abfallen zu lassen. Auch für das Ende einer Reise ist Aloe Grove zu empfehlen. Die Häuschen waren entzückend und die Möglichkeit, sich selbst zu versorgen fanden wir sehr angenehm. Auch, dass wir den Game Drive selbst machen konnten, war toll. Der Start in den Urlaub war absolut gelungen.


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zuletzt bearbeitet 10. Mai 2011
1'159 Beiträge · seit 200710. Mai 2011 · #5
Danke für den schönen Bericht!

Haben die Steaks geschmeckt? Normalerweise werden sie ja auf der Glut gebraait 😉

Sonnige Grüße!
Oshivambo Enda nawa Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
Themenstarter956 Beiträge · seit 200910. Mai 2011 · #6
Danke für das Lob, ist mein erster Bericht dieser Art. Als Journalist muss ich mich sonst immer kurz fassen...

Kein Sorge, die Steaks waren vorzüglich - Mann war einfach schon zu gierig darauf und ist von zu Hause Holzkohle gewöhnt 😗 Überhaupt haben wir Fleisch- und Fisch-Fans das Essen in Nambia sehr genossen. Übrigens ist Mann gelernter Koch, was natürlcih überaus praktisch ist - sich aber auch gut auf den Hüften niederschlägt 😉

Ich werde versuchen, heute Abend schon die Fortsetzung anzugehen - ich glaube, da kommen noch ein paar Essens-Fotos auf euch zu 😎

LG aus Österreich,

Tanja
zuletzt bearbeitet 10. Mai 2011
83 Beiträge · seit 201010. Mai 2011 · #7
Hallo Tanja,

schöner Anfang Deines Reiseberichtes und tolle Bilder, so viele Tiere für den Anfang...

Ich muß mich auch langsam an meine Fortsetzung machen...

Gruß Mario
Das Leben ist zu kurz um in Öl zu malen
Themenstarter956 Beiträge · seit 200910. Mai 2011 · #8
Sodala, hier die Fortsetzung:

Ich habe noch am Abend die Sachen gepackt und wir nehmen gleich zu Sonnenaufgang Abschied von Aloe Grove. Hier hätten wir es auch länger ausgehalten. Weniger wegen der Aktivitääten, eher, weil es ein toller Platz zum Runterkommen und Stress-Abschütteln ist.

Wir sind von den T-Bones vom Vorabend noch voll und düsen mit leerem Magen los in Richtung Erongo. Unser Tagesziel ist Swakopmund, aber wir wollen auf dem Weg dorthin die Ameib Ranch besuchen. In Omaruru halten wir und genießen im Sand Dragon ein Frühstück. Der Garten ist wunderschön, es gibt einen Craft Shop, wo erste Souvenirs gesichtet werden können und jedermann spricht deutsch. So viel, dass Mann irgendwann fragt: "Sind wir noch in Afrika?" 😉

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Danach geht es weiter Richtung Ameib:

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Stolz fotografieren wir uns, als wir die großen und fast ganz trockenen Reviere auf dem Weg zur Ameib queren. Wie die Voll-Touris, aber hey, uns hat ja niemand gesehen 😉

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Wir genießen das tolle Wetter und die grandiose Landschaft, zahlen die Eintrittsgebühr und machen uns auf den Weg nach Bull's Party. Unterwegs sehen Kudus, die aber rasch ins Gebüsch flüchten. Irgendwie hab ich mit denen fototechnisch nie Glück. Aber egal, der unwegsame durch das Gelände macht uns viel Spaß, immer wieder müssen wir große Pfützen durchqueren. In der Mittagszeit sind wir an unserem Ziel angelangt und erkunden die Gegend. Hier ein paar Impressionen, ich kann mich kaum entscheiden, welche mir die liebsten sind...

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Nach gut zwei Stunden nehmen wir Abschied, die Hitze der Mittagszeit macht und zu schaffen und wir müssen ja noch nach Swakopmund. Ameib hat uns extrem gut gefallen, wir würden einen Besuch dort jedem empfehlen. Bei Usakos genießen wir im "Namib Wüste Farmstall" ein tolles Essen für wenig Geld und treffen prompt zwei Österreicher, die in ihrem eigenen Landy gerade auf mehrmonatigem Afrika-Trip sind. Dann geht es weiter Richtung Swakop. Die Landschaft wird karger und wir sehen vor uns immer genau, in welchen Streifen es regnet. Auch wir landen zwischendurch im Platzregen und die enorme Regenmenge vermiest uns die Aussicht auf die Spitzkoppe.


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WBald sind wir in Swakop und beziehen unser Zimmer mit Meerblick im Hotel Rapmund. Wir sind zufrieden. Groß genug, sauber und der der Balkon mit Blick auf Palmen und Meer. Wir machen uns frisch, gehen ein wenig am Strand und auf der Jetty spazieren. Ich hatte bereits von Österreich aus einen Tisch im Tug reserviert. Aus einem tollen Sonnenuntergangs-Anblick wurde allerdings nichts - Regen. Na egal, dafür haben wir beim Essen zugeschlagen und eine Flasche Wein geleert. Wieder fallen wir erschöpft und zufrieden ins Bett, auch diesmal wieder recht früh. Der nächste Tag sollte schließlich ein straffes Programm bringen.

Ausblick vom Zimmer am ersten Abend:

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Unser erster Spaziergang:

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Und zum Abschluss noch ein paar Bilder aus dem Tug. Bitte protestiert, wenn ich zu viele Fotos reinstelle, ich kann mich nur so schwer entscheiden...

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Das Tug fanden wir übrigens ganz ok, aber nicht umwerfend. Die Aussicht ist natürlich genial - wenn man rechtzeitig bestellt und einen Tisch am Fenster bekommt - und das Service ist sehr gut. Das Essen war aber eher Durchschnitt. Am zweiten Abend in Swakop sollten wir dagegen sehr positiv überrascht werden...
zuletzt bearbeitet 10. Mai 2011
690 Beiträge · seit 200911. Mai 2011 · #9
Hallo Tanja, sehr schöner Bericht. Danke dafür und ich warte auf die Fortsetzung. Mein Bericht über Botswana im Dezember ist immer noch nicht fertig! Die Zeit hat uns Europäer immer schnell eingeholt.
LG Edith
1'247 Beiträge · seit 200911. Mai 2011 · #10
Hallo Tanja

macht Spass; ich hab's gleich abonniert. Und Aloe Grove hat meine Frau gleich in die Planung für Oktober aufgenommen 😄

Wegen der Fotos würde ich mir mal keine Gedanken machen: Der Admin meldet sich schon, wenn's ihm zuviel wird 🙂

Sonnige Grüsse
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
Themenstarter956 Beiträge · seit 200911. Mai 2011 · #11
Hallo zusammen!

Vielen Dank für das Lob, das motiviert zum Weitermachen. Schön, dass ihr mich auf meiner Reise nochmal begleitet!

Unser einziger ganzer Tag in Swakopmund ist voll verplant: Frühstück, Wüstentour mit Tommy, Mittagessen Besichtigung einer Fischfabrik und des Hafens von Walvis Bay und wieder zurück. Das Frühstück im Hotel Rapmund ist voll ok, es gibt genug Auswahl und wir werden satt. Im Frühstücksraum wird unter den einzelnen Bewohner schon heftig über die geplanten Ausflüge des Tages diskutiert. Vorfreude macht sich breit 🙂 Wir warten im schönen kleinen Garten des Hotel, dass wir zur Wüstentour abgeholt werden. Ich wollte die unbedingt machen, da ich Reptilien und die Wüste sehr mag. Außerdem wird Mann sehr leicht seekrank und will die Robbentour - zumindest in diesem Urlaub - nicht riskieren.

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Die Abholung zur einzigen Gruppenaktivität unserer Reise klappt reibungslos und schnell geht es mit zwei Fahrzeugen in die Wüste. Die meisten euch können die Wüstentour ja bzw. haben schon viel davon gehört, deshalb will ich nicht lang darüber sprechen, sondern lieber noch ein paar Fotos herzeigen 😉


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Unendlich begeistert war ich - wie erwartet von den Chamäleons, die Tommy gefunden hat. Da wurde ich selbst wieder zum Kind und drängelte mich vor, um das Tierchen auch mal halten zu dürfen:

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Damit hatte ich schon mal mein Highlight 🙂 Die Wüste hatte aber natürlich noch viel mehr zu bieten, also gleich noch ein paar Bilder:


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Unser Resümee: Die Wüstentour ist ihr Geld auf jeden Fall wert!
zuletzt bearbeitet 11. Mai 2011
487 Beiträge · seit 201111. Mai 2011 · #12
Hallo Tanja,

toller Reisebericht und sehr schöne Bilder! Da ich ja auch gerade an meinem ersten Reisbericht schreibe, weiß ich es noch viel mehr zu schätzen, weil jede Menge Arbeit dahinter steckt. So freue ich mich immer, dann abends ganz entspannt deinen schönen Bericht zu lesen und die Bilder zu schauen. Übringens: "Tausche 50 Oryx gegen..." finde ich eine wirklich gelungene Überschrift 🙂 So viele Oryx-Antilopen wie dieses Jahr habe ich noch nie gesehen.

Liebe Grüße Kathy
Reiseberichte: Südafrika/Namibia 2011: Das Glück ist mit den Dummen KwaZulu-Natal 2011: Dem Rhino ganz nah Südafrika-Der Norden 2012: Löwen haben auch mal frei!!! Botswana/Caprivi 2012: Mit dem "Feuerroten Spielmobil" durch Bots/Caprivi Südafrika 2013: Endlich Regen über der Kalahari Botswana/Kavango 2013: Ganz relaxt durch Afrika Meine Flugstatistik
Themenstarter956 Beiträge · seit 200912. Mai 2011 · #13
Hallo Kathy!

Jaaaa, ich verfolge deinen Bericht auch gespannt. Ihr seid ja mit der Anib Lodge und dem KTP gestartet, wir haben dort aufgehört 🙂 Die Überschrift wird im Laufe des Berichtes noch geklärt, ich hätte nie gedacht, wie ausführlich das Ganze wird 😗 Und ja, es waren wirklich eine Menge Oryx unterwegs...

LG aus Österreich,

Tanja
Themenstarter956 Beiträge · seit 200912. Mai 2011 · #14
Nach der Wüstentour haben nur wenig Zeit vor unserem nächsten "Termin". Also schnell ein bisserl durch Swakop spaziert, bei Spur ein kleines Mittagessen reingezogen, ein anderes T-Shirt übergezogen und schon stand der Geschäftspartner von Mann, Pierre, vor dem Hotel. Er ist ein echter Sunnyboy und holt uns in seinem genialen Landy samt Schnorchel ab. Wir drei haben sofort einen Draht zueinander. Pierre ist weißer Namibier, lebt in Swakop und ist Geschäftsführer einer Fischfirma in Walvis Bay. Er erzählt uns viel über Namibia, den Fischfang, die Wirtschaftslage, die Entwicklungen der vergangenen Jahre und und und. Man merkt, dass er sein Land liebt. In Walvis Bay angelangt zeigt er uns erst den Hafen und dann geht's auf das Sea-Work-Gelände. Wir sehen die firmeneigenen Fischkutter und besichtigen anschließend die Fabrik. Es ist unglaublich - Die Maschinen, die es gibt, sind alle supermodern. Trotzdem wird fast alles per Handarbeit gemacht. Bei uns undenkbar. Hier ein paar Impressionen unseres Besuches:


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Pierre hätte mit der Führung eigentlich seine Pflicht erfüllt und hätte uns einfach wieder zurückfahren können. Weil wir uns aber so gut verstehen, will er uns noch mehr zeigen - sofern wir wollen und Zeit haben. Naja, hallo, klar haben wir Zeit und noch mehr wollen wir!! Pierre zeigt uns die hübschesten Häuser von Walvis Bay und fährt mit uns raus in die Lagune. Er will uns Flamingos zeigen, aber irgendwie will das nicht so hinhauen. Er meinte, dass die Vögel aufgrund des vielen Regens in der Etosha wäre. Aber er gibt nicht auf und wir sehen Flamingos und Pelikane, allerdings nur ín der Ferne. Uns gefällst, Pierre will mehr 🙂 Wir fahren vorbei an den gro0en Salzwerken und genießen die Landschaft. "Habt ihr wirklich Zeit, wollt ihr noch mehr sehen?" Na klar wollen wir!!! Also biegt Pierre vom Weg ab und fährt mitten in die riesige Sandfläche. Hier gibt es keine Wege, nur ein paar andere Fahrspuren. Wir fahren lange durch den Sand, genießen den genialen Trip und landen schließlich am Meer. Pierre hat uns zu den großen Robbenkolonien geführt, wir sind hellauf begeistert. Außer einer Familie in der Nähe ist kein Mensch in Sciht. Nur Sand, ein Leuchtturm, unzählige Robben und riesige Frachtschiffe draußen auf dem Meer, uch hier wieder ein paar Bilder:

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Zurück in Swakopmund machten wir uns auf, ein restaurant für den Abend zu finden. Mann entdeckt den Western Saloon und ich bin total skeptisch. Ich bin am Meer, ich will Fisch. Ok, auf der Tafel draußen steht, dass es eine Fischplatte gibt, aber es ist ein Western Saloon. Egal, wir haben Hunger, wir gehen rein. und erleben eine geniale Überraschung. Das Essen ist ausgzeichnet und ein Besuch in diesem Restaurant echt jedem zu empfehlen!!

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Wir können die Platte nicht leer essen und spazieren satt und zufrieden zurück ins Rapmund. Noch ein kühles Windhoek Lager auf dem Balkon, ein wenig dem Meeresrauschen lauschen und schon fallen wir ins Bett. Was für ein anstregender, erlebnisreicher und genialer Tag!
zuletzt bearbeitet 12. Mai 2011
Themenstarter956 Beiträge · seit 200912. Mai 2011 · #15
Diesen Tag gehen wir gelassen an. Wir packen unseren Kram zusammen, gehen frühstücken, spazieren ein wenig durch Swakpmund und schlagen bei den Souvenir-Ständen so richtig zu. Mitbringsel für uns und die Daheimgebliebenen und das in rauhen Mengen. Unter anderem drei weit über armlange Holzgiraffen, ein schönes Holwarzenschwein (das heimische braucht e doch Gesellschaft) und Makalani-Nüsse. Und eben noch jede Menge anderes Zeug. Wir sind happy 🙂

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Danach packen wir unseren Kram ins Auto, stocken im Supermarkt noch schnell unsere Vorräte auf und sind noch vor elf "on the road". Unser Tagesziel ist das Sossusvlei Desert Camp. Pierre hatte uns am Vortag noch gesagt, dass uns bewusst sein muss, dass praktisch jeder Grashalm, den wir sehen würden, etwas besonderes sei. Er fand es super, dass wir sein Land so grün erleben würden. Wir freuten uns schon auf die Fahrt, für die wir uns den ganzen restlichen Tag Zeit nehmen wollten. Also zuerst auf nach Walvis Bay und dann ins Landesinnere.

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Dann geht es über den Kuiseb-Pass, wo wir natürlich einen Foto-Stopp einlegen (wie so oft an diesem Tag).

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Nach der Passüberquerung sieht die Landschaft einfach nur super aus und wir queren den Wendekreis. Die Bilder sprechen für sich 🙂

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Den ganzen Tag über werden wir von Wolken begleitet - mal mehr, mal weniger. Hie und das hat es auch getröfpelt, aber alles halb so wild. In Solitaire landen wir aber mitten in einem heftigen Platzregen. Wir tanken und wollen uns einen Apfelkuchen gönnen. Aber alles steht unter Waser, ins Restaurant regnet es rein, das wollen wir uns nicht antun. Also hole ich zwei Stück Apfelkuchen und wir düsen weiter. Aus dem Auto fotografiere ich noch ein paar der Autowracks - man, die hätten echt gute Motive abgegeben...

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Wir fahren kurz nach Solitaire links ran und verspeisen den Apfelkuchen - fast schon romantisch. Dann geht es weiter und nach ein paar Kilometern dann der Schock! Die Straße wird von einem laufenden Revier überspült! Zum Glück stehen auf der gegenüberliegenden Seite zwei südafrikanische Geländewagen und wir können beobachten, wie die Fahrer das Revier queren. Obwohl wir ein gutes Vorbild hatten, will ich trotzdem durchlaufen. Erstens gehört sich das ja und zweitens wollte ich Bilder machen. Also Hose hochgekrempelt, Kamera gepackt und ab ins Wasser. Natürlich hätte es mich ob der Strömung beinahe gleich von den Beinen geholt - ich komm mir vor wie ein Voll-Touri... Ich muss das wohl ernster angehen und kämpfe mich weiter durch das Revier. In der Mitte stelle ich fest, dass mir das Wasser bis zur Mitte der Oberschenkel reicht - nur gut, dass ich meine Jeans bis zu den Knien aufgekrempelt hatte 😗. Irgendwann hab ich es dann aber doch geschafft und fotografiere Mann bei der höchst professionellen Flussdurchquerung. Wir finden unsere Kiste immer cooler 😉

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Mann ist superstolz nach der geglückten Flussquerung und wir setzen unsere Fahrt in Richtung Sossusvlei Desert Camp fort. Dort angelangt bin ich vom ersten Moment an die Landschaft und in die Unterkunft verliebt! Die Häuschen treffen meinen Nerv auf unglaubliche Weise und der Blick von unserer kleinen Terrasse verzaubert mich.

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Wir besorgen uns die Permits für den nächsten Tag, melden uns zum Abendessen in Lodge an und ruhen uns in unserem genialen Häuschen aus. Auf dem Weg zum Abendessen fängt es zu regnen an und plötzlich erleben wir mitten in der Namib den nächsten Platzregen. In der Sossusvlei Lodge ist man sowas offensichtlich nicht gewohnt. Das Wasser steht knöcheltief, wir krampeln die Hosen hoch und laufen barfuß umher. Mit wir sind die Gäste und die Kellner gemeint 😉 Gegessen muss leider drinnen werden, aber um an das Buffett zu gelangen, muss man trotzdem durch den Regen. Wir nehmen die Situation mit Humor, irgendwie ist das alles auch saukomisch. Soviel zum Thema Wüste. Das Buffet ist genial, wir freuen uns, dass soviel Wild zur Auswahl steht. Die meisten Sorten kennen wir schon aus Südafrika, aber Gnu und Impala (*dreifachschmatz*) sind neu 🙂 Wir beschießen, am nächsten Tag wieder in der Lodge zu speisen - ich will unbedingt im Garten sitzen! :-D Schließlich rumpeln wir zurück und verziehen uns ins Bett - Ins Sossusvlei muss man schließlich ganz früh! In der Heimat hatte ich mir noch Sorgen gemacht, dass das Wasser im Sossusvkli mittlerweile versickert sein könnte. Nach dem vielen Regen des Tages sah ich unserem Trip ins Vlei aber sehr gelassen entgegen 😉
zuletzt bearbeitet 12. Mai 2011
Themenstarter956 Beiträge · seit 200913. Mai 2011 · #16
Wir sind früh auf und genießen die Dämmerung auf der Terrasse. Pünktlich zu Sonnenaufgang stehen wir am Tor. Dann beginnt der "Run" ins Sossusvlei. Wir machen nur wenige und ganz kurze Fotostopps - Wir wollen ins Vlei, für alles andere wollen wir uns am Nachmittag Zeit nehmen.

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Am 2x4 Parkplatz aktivieren wir den Allrad-Antrieb und werden von einem jungen Pärchen angesprochen. Er Südafrikaner, sie Amerikanerin. Sie düsen mit wenig Budget in einem uralten Golf durch das Land und fragen uns, ob wir sie mit zum Sossusvlei nehmen können. Aber klar doch! Wir verstehen uns bestens, die kurze Fahrt macht Spaß. Und dann sehen wir es. Das Sossusvlei, gut gefüllt mit Wasser - Yeah! Es ist atemberaubend schön hier. Wir wandern rund ums Vlei und verabschieden uns wieder von dem Pärchen. Sie wollen eine Düne erklimmen, wir lieber das Vlei selbst genauer erkunden. Ich mache Fotos ohne Ende und die Freude über das viele Wasser ist riesig.

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Wir sammeln noch ein paar Kameldornschoten. Anschließend machen wir uns auf in Deadvlei. Obwohl wir recht früh gestartet sind, wird der Marsch über die Dünen ob der Hitze anstrengend. Wir sind froh, als wir endlich die Bäume erspähen 🙂

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Zurück beim Auto machten wir uns auf den Weg aus dem Park. Die Dünen sind im grellen Sonnenlicht nicht mehr so schön, aber wir nahmen uns Zeit die vielen Oryx, Straße und Springböcke zu beobachten.

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Beim Camp angekommen grillen wir Game-Filets, drinken ein kühles Windhoek Lager und halten anschließend Siesta. Am späten Nachmittag geht es wieder in den Park, das Licht ändert sich fast minütlich, die Farben sind einfach umwerfend. Außerdem sehen wir wieder sehr viele Tiere.

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Auch an diesem Abend genießen wir das geniale Essen in der Sossusvlei Lodge. Wir haben Glück, diesmal trübt kein Wölkchen den Nachthimmel und wir können auf der Terrasse sitzen. Wir sind einfach nur happy, das wir diese schöne Landschaft, die vielen Tiere und die tolle Atmonsphäre erleben dürfen...

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zuletzt bearbeitet 13. Mai 2011
8'054 Beiträge · seit 200814. Mai 2011 · #17
Hallo Tanja,

Endlich komme ich auch dazu deinen Reisebericht zu lesen!B)

Echt tolle Bilder die Einem Lust geben von hier abzuhauen...:)

Ich freue mich auf die Fortsetzung.😜

Schönes Wochenende
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
Themenstarter956 Beiträge · seit 200915. Mai 2011 · #18
Hallo Annick!

Danke für das Lob - und weiter geht's:

Dieser Tag wird der gefährlichste und anstregendste unserer Reise. Geplant ist ein langer Fahrtag, vom Desert Camp in der Namib bis zum Red Dunes Camp in der Kalahari. Der einige fix eingeplante Stopp ist der zum Einkaufen in Mariental. Wir frühstücken noch im Desert Camp und ich nehme nur sehr ungern Abschied von der fantastischen Landschaft. Diesmal will ich den Großteil der Strecke übernehmen. Wir fahren los Richtung Tsarisberge, das Wetter ist gut, die Straßenverhältnisse aber bescheiden. Immer wieder gibt es stark ausgespülte Streckenabschnitte und große - teils mit Wasser gefüllte - Löcher in der Pad. Abschalten während der Fahrt ist nicht, ich muss mich gut auf die Straße konzentrieren. Mann ist nicht so der Fotograf und wir wollen Kilometer machen, als gibt es kaum Bilder.

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Wir fahren unzählige Kilometer, ohne dass uns ein Auto entgegenkommt. Bis Maltahöhe sollten wir gerade mal sieben Fahrzeugen begegnen - ich mag die Nebensaison.

In den Tsarisbergen wir es fahrerisch richtig anspruchsvoll. Immer wieder gibt es große Wasserlöcher auf der Pad. Dann der Schock! Zwischen zwei Kurven muss ich auf die Bremse steigen. Wasser läuft in Strömen von links den Hang hinunter, gut kniehoch über die Straße und einen recht steilen Abhang hinab. Da soll ich durchfahren? Angst! Egal, wir sind in Afrika und was ich an Afrika so schätze ist, dass man sich voll im hier und jetzt befindet. Also Allrad rein und durch. Die Strömung ist ziemlich stark, aber wir kommen gut durch. Adrenalin pur für uns Bürostuhlakkrobaten.

Als wir die Berge hinter uns gelassen haben, gibt es noch mehr große und mit Wasser gefüllte Löcher auf der Straße. Die Landschaft ist ziemlich öde und begeistert uns nicht gerade. Schließlich erreichen wir das kleine Nest Maltahöhe. Es ist dermaßen unspektakulär, dass wir nicht halten wollten. Nun sind wir wieder auf Asphalt und haben damit das Gröbste hinter uns - denken wir. Nur wenige Kilometer hinter Maltahöhe macht der Wagen ein komisches Geräusch und schlingert etwas. Ich denke noch "hey, was ist denn dass für ein Geräusch" und lenke den Wagen eigentlich ganz locker an den Straßenrand. Alles ganz unspektakulär.

Soweit zumindest meine Empfindung, die ich mich voll auf die Straße konzentriert hatte. Kris neben mir ist dagegen ganz schön bleich um die Nase und meinte, den Wagen hätte es schon ganz schön geschleudert und dass die Situation schon ziemlich gefährlich war. Wir tippen unisono auf einen Reifenschaden. Als wir aussteigen und ich den linken Hinterreifen sehe, werde ich bleich, der Schock kommt halt oft erst dann, wenn das Adrenalin nachlässt. Es hat den Reifen total zerfetzt!

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Also machen wir uns ans Reifenwechseln, wo wir von einem sehr netten Namibier, der uns Hilfe angeboten hatte, aufgeklärt werden, warum man bei einem solchen Geländewagen zwei Wagenheber mithat 😉 Wir hatten nämlich vorhin schon ziemlich geflucht, weil wir das Rad nicht vom Boden wegbekommen hatten. Dass man den zweiten Heber bei der Radaufhängung (oder wie das Teil heißt) ansetzen muss, um den Reifen hochzubekommen, wussten wir nicht...

Die weitere Fahrt nach Mariental verläuft wieder unspektakulär. Bei der großen Tankstelle an der B1 treffen wir das Südafrikanisch-Amerikanische Paar wieder. Dann machen wir uns auf zum großen Supermarkt in Mariental. Dutzende Menschen lungern vor dem Spar im Schatten herum. Wir beschließen, dass Mann beim Auto bleibt, während ich die gesamten Vorräte für den Kgalagadi organisiere. Der Einkauswagen geht praktisch über, aber der Einkauf verläuft problemlos. Wir bekommen alles, was wir brauchen - Fleisch, Nudeln, Supper, Kartoffeln, Obst, Frühstücksutensilien, Wasser usw. Während Mann die Einkäufe verstaut, besorge ich im Bottle Shop noch Bier und Savanna 🙂

Schließlich machen wir uns auf in Richtung Auob-Tal und fotografieren auf dem Weg zum Camp Schlachtendenkmäler. Obwohl wir schon einige gesehen haben, sind wir von den immer größer werdenden Webervögelnestern total beeindruckt.

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Schließlich erreichen wir das Red Dune Camp und werden freudig von Menschen und Hunden begrüßt. Wir dürfen unsere Vorräte im Farmstall verstauen und bekommen eine Beschreibung für den Weg zu unserem Übernachtungsplatz. Wir haben ein feststehendes Zelt auf der Düne gebucht und sind schon sehr gespannt. Uns kommt es vor, als wäre die Landschaft hier noch grüner als bisher. Von wegen rote Kalahari-Dünen! Es ist alles stark bewachsen und unzählige große Insekten sind zu sehen.

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Das Zelt ist sehr genial, wir haben unsere Ruhe und können unseren ersten Abend in der Kalahari am offenen Feuer genießen. Wir sehen immer wieder, dass es in der Ferne regnet und verziehen uns gleich nach der gegrillten Boersewors in unser Zelt. Keine Minute zu früh, wie sich herausstellt. Ein heftiges Gewitter samt Sturm zieht auf. Es dauert fast die ganze Nacht und wir sind fasziniert, dass unser Zelt allem standhält. Ein gelungener Start in der Kalahari, nur das viele hohe Gras und das viele Wasser machen ins Anbetracht der Game Drives im KTP Sorgen...

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zuletzt bearbeitet 15. Mai 2011
8'672 Beiträge · seit 201015. Mai 2011 · #19
Tanja, beim Lesen deines tollen Berichtes und beim Anschauen der schönen Fotos hab ich echte déjà-vu-Gefühle 😁

Die Straßenverhältnisse, die Fotos vom Kuiseb-Canyon, Sossusvlei usw..... kommen mir irgendwie bekannt vor! (Eigentlich müsste ich an diesen Stellen gar keine Fotos in meinen Bericht mehr einfügen, sondern nur einen Link zu deinem setzen 😉 )

Und auch der Titel - ich musste herzhaft lachen! Bei uns ging abends, wenn wir getrennt in zwei Jeeps unterwegs gewesen waren, das Handeln los: können wir eventuell 80 Springböcke mit 1 Giraffe verrechnen??

Freu mich auf die Fortsetzung - auch oder gerade weil jetzt für mich unbekanntes Terrain kommt!

Liebe Grüße nach Österreich - ich hab dort ein paar mal in den Semesterferien gearbeitet - vor gefühlten 100 Jahren 😄 !

Schampus
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
105 Beiträge · seit 200915. Mai 2011 · #20
toller Bericht, und vieles erkennen wir aus August 2009 wieder, aber wir haben es nicht so grün erlebt.

Und vor uns liegen (leider) noch 8 Wochen bis zu unserem Abflug von Frankfurt. Dann sind wir endlich wieder da. Dieser bericht steigert nochmals die Vorfreude.
danke
Walter