BikeAfrica7’320 Beiträge · seit 200613. Feb. 2026 ·
Jasminlemr schrieb: Ich lese immer wieder man sollte sich mit Kleidung für einen Zwiebellook eindecken und möglichst neutrale Farben wie beige, braun oder Olive - ist Decathlon dafür eine gute Anlaufstelle oder gibt es hier spezifische Shops die ihr empfehlt?
Ich komme nochmal konkret auf Decathlon zurück. Die haben ganz ordentliche Sachen mit einem akzeptablen Preis-Leistungs-Verhältnis. Für Gelegenheitsnutzer und Autotouristen ist das brauchbar, aber die Sachen sind voluminöser und schwerer als die von speziellen Outdoor-Herstellern oder wichtige Details sind schlechter (z.B. Material bei Zeltgestängen, Nahtkonstruktion mit Kältebrücken bei Schlafsäcken usw.). Für eure Reise reicht das (wie eben auch die Alltagsklamotten oder die von Tchibo, Aldi, Lidl) völlig aus. Für eine anspruchsvollere Tour würde ich aber niemals ein Zelt, Schlafsack oder Isomatte von einer dieser Firmen wählen.
Mich würde mal interessieren, wie ihr die Begegnungen mit den Tieren vor Ort empfunden habt. Ich stelle mir diese Begegnungen unglaublich intensiv vor, zur gleichen Zeit hab ich alleine bei der Vorstellung schon gehörig Respekt und mein Fluchtinstinkt setzt ein.. 😅
Am intensivsten sind natürlich die Begegnungen, die man ohne Auto um sich herum hat. Das erleben allerdings nicht so viele Touristen. Früher bin ich zum Einstieg immer in den Daan Viljoen gefahren und die Wanderwege bis 12 km abgelaufen. Da konnte man vielen Tieren zu Fuß begegnen. Seit Jahren gibt es in der Nähe eine Blechhüttensiedlung und es soll viel gewildert worden sein. Jede Begegnung mit Tieren ist ein Erlebnis, doch aus dem Auto raus ist es natürlich weniger intensiv als bei direktem Kontakt. Meine Reisepartnerin hatte damals gleich am zweiten Tag ihrer ersten Reise außerhalb Europas folgendes schöne Erlebnis.
Dummerweise fragte sie kurz später, ob es dort auch Löwen gäbe und nach meiner Antwort hatte sie 'nen Puls von 200 und hätte auch lieber im Auto gesessen. 😉
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Sanne schrieb:Durch meine Sneaker haben sich in über 20 Jahren noch keine Dornen durchgestochen, durch Flipflops durchaus, war aber auch verschmerzbar.
Das ist mir schon bei der Pipipause direkt neben der Pad passiert 😊 Und es war wirklich sehr schmerzhaft - also sag niemals nie 😁
Ich wollte hier keine Grundsatzdiskussion anschieben. Mir ist nach einem Sonnenstich in ZIM Wandern im Oktober zu heikel, daher reichen uns Flipflops und Sneaker. Und da wir überwiegend in Nationalparks unterwegs sind, deren Campsites nicht eingezäunt sind, sind wir bislang dort auch noch nicht auf die Idee gekommen, durch den Bush zu laufen..
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
BikeAfrica7’320 Beiträge · seit 200613. Feb. 2026 ·
Was das Schuhwerk angeht, muss jeder seinen eigenen Weg finden. Ich selbst bin zuhause auch bei Frost und Schnee in Flipflops unterwegs. Wenn ich da bei Temperaturen von fast 50 Grad 10-12 Stunden auf dem Rad sitze, dann will niemand in der Nähe sein, wenn ich abends die Schuhe ausziehe. Ich übrigens auch nicht. 😉 Ich habe nur selten geschlossene Schuhe getragen und meist nicht einmal dabei. Das mache ich seit 1984 so. Ich schaue lieber, wohin ich auftrete. Gruß Wolfgang
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Hallo zusammen, Ich möchte nicht als die Uncoole dastehen, nur weil ich meine Meinung zu Flipflops in der Nacht nach zahlreichen Aufenthalten mittlerweile geändert habe. Nachts hab ich nur noch meine Wüsten-Boots an, und das seit einer heiklen Begegnung mit einem Skorpion und der Geschichte einer Freundin, bei der die Begegnung mit dem Skorpion in Crocs sehr, sehr dramatisch ablief. Die Boots tun nicht weh, der Skorpion-Stich dagegen sehr, und wer vielleicht noch ein bisschen allergisch reagiert hat tief im Busch weitab jedes Krankenhauses dann Zeit darüber nachzudenken, ob das leichte Schuhwerk am Lagerfeuer das richtige war. Nix für ungut an alle Fomies, die mich jetzt belächeln, aber manche Negativ-Erlebnisse lassen sich ganz einfach vermeiden. Allzeit gute Pad, HeiVi
HeiVi schrieb:Hallo zusammen, Die Boots tun nicht weh, der Skorpion-Stich dagegen sehr, und wer vielleicht noch ein bisschen allergisch reagiert hat tief im Busch weitab jedes Krankenhauses dann Zeit darüber nachzudenken, ob das leichte Schuhwerk am Lagerfeuer das richtige war.
HeiVi
Ich halte wenig davon, Risiken kleinzureden, aber manchmal muss man auch mal die Kirche im Dorf lassen. Wenn ich allergisch reagiere, habe ich ja hoffentlich entsprechende Medikamente dabei. Keine Ahnung, wie nah Ihr am Lagerfeuer sitzt, wir sind nah dran und haben die Füße erhöht zum Boden. Deine Gedanken zum leichten Schuhwerk in allen Ehren, aber wie gehst Du denn dann mit Elephanten, Hyänen, Leoparden und ggf. Löwen im Camp um?
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Melanie1982683 Beiträge · seit 202314. Feb. 2026 ·
Wie du siehst, gibt es verschiedenste Meinungen. Jetzt meine 😄 Wir waren bisher mit Sneakern/Trekkingschuhen ganz gut unterwegs. Allerdings habe ich mir auf Ai Aiba auch schon mal einen richtig langen Dorn eingefangen, der sich wunderbar durch die Sohle gebohrt hat. Das war jetzt nicht so der Hit und durchaus kurz schmerzhaft. Ich habe es im nächsten Urlaub trotzdem nicht anders gemacht. Da wir keine richtigen Wanderungen planen, bleiben wir weiterhin bei diesem Schuhwerk. Flip Flops hatten wir bisher nur zum Duschen oder am Pool oder der Campsite tagsüber an, aber wir waren auch immer in der kühleren Jahreszeit, da waren abends feste Schuhe schon angenehmer.
Sanne schrieb:... aber manchmal muss man auch mal die Kirche im Dorf lassen. ...
Soweit ich mich erinnere, kann man die Story, die wirklich nicht unkritisch wahr, sogar in den Reiseberichten nachlesen.
Meines Wissens wurde die Userin, die in der Dunkelheit mit offenem Schuhwerk unterwegs war, von einem Skorpion gestochen und musste noch in der Nacht medizinisch versorgt werden.
LG Logi
BikeAfrica7’320 Beiträge · seit 200614. Feb. 2026 ·
Bei derartigem Respekt oder Angst vor Skorpionen müsste man konsequenterweise aber auch tagsüber ständig hohe Schuhe tragen. Mit den Arten Parabuthus transvaalicus und Parabuthus villosus sind nämlich ausgerechnet zwei der giftigsten Arten auch tagaktiv. Ein Stich dieser Tiere kann lebensbedrohlich sein. Beide Arten übersieht man aber nicht so leicht, da sie mit bis zu 16 bzw. 18 cm Länge zu den größeren Vertretern gehören.
Gruß Wolfgang
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dergnagflow2’566 Beiträge · seit 200715. Feb. 2026 ·
Hi, also ich hab meine Leder Sandalen auch abends an. Und wenn die Sonne weg ist und es ein wenig dunkler wird, wird die UV Lampe ausgepackt und die ersten 10-15 Minuten die Campsite ausgeleuchtet. Da siehst du jeden Skorpion. Kommen die nach 30 Minuten nach Sonnenuntergang ned raus, kann man davon ausgehen, dass es keine an dem Standort gibt. Sieht man einen, werden die Timberlands angezogen. Oder schaue alle fünf Minuten nach ob sich einer nähert. So mach ich das jedenfalls 😉 LG Wolfgang
Ja, ich wusste dass es Diskussionen geben wird. Also, der Vergleich mit Löwe, Hyäne etc hinkt gewaltig. Die laufen mir nachts nicht über die Füße. Der Skorpion sehr wohl. Bei einer normalen Reaktion, die üblicherweise darin besteht, mit dem einen Fuß über den anderen zu wischen, um das, was da kitzelt, abzustreifen, hätte der Skorpion zweifellos zugestochen. Liebe Logi, nein, der Fall war nicht in den Medien, da des nächtens rund 300 km weit von jeglicher Zivilisation entfernt eine medizinische Versorgung gar nicht machbar war. Alles das, was einem als mögliche Erstversorgung einfällt, viel Nächstenliebe und Fürsorge während der ganzen Nacht haben dafür gesorgt, dass die Geschichte gerade nochmal gut ausgegangen ist. Und woher soll jemand wissen, ob er ausgerechnet auf Skorpionstiche empfindlich reagiert oder nicht? Ich wusste bis zu meinem ersten Wespenstich im doch ordentlich fortgeschrittenen Alter auch nicht, dass ich allergisch darauf bin! Mal eben alles mit der UV-Lampe abzuleuchten und sich für den Rest des abends in Sicherheit zu wiegen, gerade dieser Plan hat bei uns nicht funktioniert, der Skorpion hatte dummerweise andere Pläne. Und zum Schluss noch die Geschichte ganz lieber Freundinnen, die am Lagerfeuer sassen. Unter dem Stuhl der einen hatte es sich im Lauf des netten abends unbemerkt eine Puffotter gemütlich gemacht... Also Ihr könnt alle meinen, was Ihr wollt. Ich war über viele Jahre easypeasy mit leichtem Schuhwerk unterwegs und hab alle anderen belächelt. Jetzt ist es halt anders, aus Erfahrungen kann man ja auch mal etwas lernen. Herzliche Grüße, HeiVi
Puffotter unter den Stuhl - 🤩 Aus diesem Grund hab immer was, wo ich die Füße drauflegen kann - zur Not die Kühlbox !
Liebe Grüße
Makra
Bonebreaker240 Beiträge · seit 201916. Feb. 2026 ·
Vorweg: Jeder mag bitte die Schuhe anziehen, die er aufgrund seiner Erfahrung und Vorlieben für richtig hält. Da möchte ich mich gar nicht einmischen. Ich muss bei dem Thema aber immer an den folgenden Reisebericht denken und bin mal so frech und verlinke ihn. Es geht mir gar nicht um die Schuhwahl, sondern einfach wie schnell das Leben dich vom Stein holen kann 😉 Es geht um den Abschnitt ab dem Foto mit der Affenbrotbaumfrucht.
JAJasminlemrThemenstarter6 Beiträge · seit 202617. Feb. 2026 ·
Hallo zusammen,
Vielen Dank für den regen Austausch! Hat mir sehr viel gegeben. Ich hab noch halbhohe Trekkingschuhe, ich denke die werden es. Wie schon beschrieben mit Vor-und Umsicht bin ich mir sicher dass wir dort gut über die Runden kommen 🙂
Auch bezüglich der Kleidung möchte ich mich bei euch bedanken, ich denke ich werde mir noch 1_2 funktionshosen zulegen, die besitze ich bisher noch nicht und sonst normale Kleidung mitnehmen, ich muss ja nicht direkt als First time Touri auffallen 😉
Weiter Tipps nehme ich aber immer gerne entgegen!!!
Du hast leider noch nichts dazu gesagt, wann Du in NAM unterwegs sein willst, dann könntest Du Rückschlüsse auf die Temperaturen ziehen, die Dich erwarten.
Beige oder zumindest hellere Kleidung hat - neben der Unempfindlichkeit bei Staub und dem Fakt, dass die Sonnenwärme von dunklen Farben ungleich stärker aufgenommen wird - auch damit zu tun, dass Moskitos von dunklen Farben angezogen werden, je nachdem in welcher Gegend Du unterwegs sein wirst, ist es dann ratsam, auf schwarze Shirts oder Hosen zu verzichten. Und eine luftige Baumwollbluse hat in NAM mehr "Funktion" als Kunstfaser...
Trekkingschuhe - wiederum kommt es darauf an, zu welcher Jahreszeit. Mein Mann hat in des Dünen des Sossusvlei seine Trekkingschuhe im Dezember geschrottet, weil die Sohlen die Hitze des Sandes nicht ausgehalten haben.
Viel Spass bei Deinen Vorbereitungen! Grüße, HeiVi
solitaire1’964 Beiträge · seit 201118. Feb. 2026 ·
Hallo Jasmin, bin grade "reingestolpert" und weiß nicht, ob dieser Hinweis schon gegeben wurde. Bei Schuhen achte ich immer darauf, dass sie über den Knöchel reichen, da sie dann wirklich guten Halt bieten. Kommt natürlich darauf an, wozu du sie brauchst. Ich wandere sehr viel, auf Sand- und gravel- Trails, da ist guter Halt für mich wichtig. Vor allem werde ich nach 3 oder 4 Stunden dann doch schon müde und stolpere leicht. Höhere Schuhe stützen dann den Knöchel.
Liebe Grüße Solitaire
www.margit-noehrer.com
FB und Insta: reisende.autorin
Buch: Der glühende Atem der Wüste
Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
Ungarnfreund74 Beiträge · seit 201922. Feb. 2026 ·
Hi,
Safari-Klamoten tragen Touristen die denken "das die da noch im Busch leben".
Ich war schon mehrfach in Namibia (aber nicht Safari) da ich mit einer Namibianerin verheiratet bin.
Ich habe immer normale Klamotten getragen, Waschmaschinen gibt es ja da auch, auch im Township.
Meine Frau legt immer Wert darauf das ich wenn wir uns nicht in der stadt bewegen etwas höhere Schuhe trage. Das Argument sind Schlangen und Skorpione. Wir aus Europa haben da kein Blick für diese Tiere denn wir sind es nicht gewöhnt. So ist ihr Argument und ich denke da wird sie Recht haben.
Gruß
Michael
solitaire1’964 Beiträge · seit 201123. Feb. 2026 ·
Hi Jasmin, zum Thema Kleidung noch eine eigene Erfahrung: Auch wenn es total "uncool" ist, trage ich bei den Autofahrten und wenn ich mich nur im Camp bewege ein lockeres, leichtes Kleid. Auch, wenn ich feste Schuhe trage. Ich bin immer im namibischen Hochsommer unterwegs, da ist ein Kleid, bei dem nichts einengt und kein fester Hosenbund zwickt, für mich optimal. Und es ist superschnell durchgewaschen und gleich wieder trocken.
Liebe Grüße Solitaire
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