tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200730. Okt. 2025 ·
03.03.2025 – Nachtsafari mit Saman
Am Nachmittag reisen die beiden netten Berliner ab und bald bezieht ein spanisches junges Paar den Bungalow rechts neben uns. Das Rainforest Nest ist mittlerweile recht beliebt. Viel Leerlauf haben sie bei ihren beiden Zimmern in der Hauptsaison jedenfalls nicht, wie mir Umesha erzählt. Wir freuen uns diesmal sogar drei Nächte gebucht zu haben, was einem genug Zeit gibt, die Schönheit der Umgebung hier am Sinharaja Rainforest in Ruhe erkunden zu können.
Aber auch von unserer Bungalowterrasse aus kann man immer wieder etwas beobachten. Ein putziger, kleiner Rotsteißbülbül (Red-vented Bulbul) landet - wohl bei seinen ersten Flugversuchen - direkt dort und ist gar nicht scheu. Seine Mutter beobachtet das Ganze aufmerksam aus sicherer Entfernung.
Nun möchte ich aber von unserer Nachtsafari am Abend berichten. Das spanische Pärchen kommt ebenfalls mit und so sind wir wieder in bekannter Gruppengröße von 5 Personen unterwegs. Diesmal brauchen wir kein Tuk-Tuk. Sobald es dunkel ist, laufen wir mit Taschenlampen bewaffnet direkt vom Rainforest Nest los in Richtung Regenwald. Diesmal geht es nicht in den Nationalpark selbst, sondern durch das kleine Dorf und in seine hügelige, waldreiche Umgebung.
Natürlich tragen wieder alle Egelsocken und sämtliche Schuhe wurden sicherheitshalber vorher von Saman mit Salz abgerieben. Es hat zwischendurch am Abend immer mal wieder geregnet und die Egel sind besonders zahlreich, wenn der Boden nass ist. Gerade im Dunklen, ist da guter Schutz wichtig. Nur gibt es diesmal ein kleines Sicherheitsrisiko in Form des jungen Spaniers, der dauernd seinen großen Schirm als Wanderstock benutzt und ihn umher schwingt. Saman muss ihn dabei schon bremsen, denn er wirbelt damit die nasse Erde hoch und die landet einmal mitsamt Egel auf dem Arm seiner Freundin. Sie hat es gerade noch rechtzeitig gemerkt und entfernt den Blutsauger schnell. Leider geht er danach die ganze Zeit hinter mir und ich habe irgendwie ein ungutes Gefühl, da der Schirm immer noch ab und zu am Rotieren ist. Etwas nervig. Mal sehen, ob das gut gehen wird… 😵
Erstmal lenkt uns jedoch das absolute Sichtungs-Highlight dieser Nachtsafari ab. Wir sind gerade von der ländlichen Hauptstraße durchs Dorf abgebogen. Hinter ein paar alten Häusern beginnt der Wald und genau da haben sich schon ein paar andere Touristen mit ihrem Guide versammelt. Sie haben eine Eule am Waldrand entdeckt und beleuchten diese. Ach, wie toll! Eulen sind meine absoluten Lieblingsvögel und diese hier ist ein besonders schönes Exemplar mit ihren riesigen Augen. Dazu macht sie keine Anstalten, davon zu fliegen und beobachtet uns geduldig aus nicht allzu weiter Entfernung.
Saman berichtet aufgeregt, dass noch eine Ortsansässige gerufen wurde, die Ornithologin ist. Sie wird gleich da sein. Es handelt sich nämlich um eine äußerst seltene Ceylon Maskeneule (Sri Lanka Bay Owl), die man fast nie zu Gesicht bekommt und die hier in der Gegend bisher kaum je zu sehen war. Alle Guides sind ganz aus dem Häuschen und einer nach dem anderen wird informiert mit seinen Gästen hierher zu kommen. Da ich von den versammelten Touristen und Guides tatsächlich die einzige mit einem größeren Objektiv bin, werde ich etwas nach vorne Richtung Eule gelassen, um sie zu fotografieren. Ich muss Saman und der Ornithologin versprechen das Bild hinterher an sie zu senden. Das erfülle ich selbstverständlich gerne.
Sven und ich genießen die wunderbare Sichtung mit dem Wissen, eine seltene Art gesehen haben zu dürfen, umso mehr. Ich mag mich kaum von der schönen Eule trennen, aber die Nachtsafari hat ja gerade erst begonnen.
Wir ziehen weiter und Saman führt uns – auf zum Teil etwas steiler Strecke - immer weiter hinauf auf die Hügelkette des Regenwaldes. Unterwegs entdeckt er wieder einiges. Insekten, Frösche und Schnecken werden angeleuchtet.
Und vor allem gibt es einige Schlangen im Regenwald zu sehen. Sie hangeln sich oft durch die Bäume. Hier mal ein exemplarisches Bild.
Schon spannend was da so kreucht und fleucht im Regenwald. Auch ein seltsamer Wurm, der ausschaut als hätte er das Vorderteil eines Hammers als Kopf, kriecht uns über den Weg.
Wir möchten natürlich gern Loris sehen. Es gibt sie auch, aber genau wie bei meiner ersten Nachttour bei Dambulla sind sie hoch oben in den Bäumen, sehr flink und scheu. Saman leuchtet mehrmals unterwegs einen Lori an. Es ist schon schwer genug, sie überhaupt zu erkennen. Und nochmal schwieriger ein Foto davon zu machen. Wir verrenken uns erneut wie verrückt die Köpfe beim nach oben schauen. Diese beiden wenig guten Fotos stelle ich zumindest als Beweisbilder für die Existenz von Loris bei unserer Nachttour ein
Immerhin gibt es sie und das mit den Fotos unter erschwerten Bedingungen muss ich dann gelegentlich nochmal üben. 😉
Wir drehen weiter oben angekommen um, da es langsam spät wird und Umesha mit dem Abendessen auf uns wartet. Wir sind schon eine Stunde unterwegs und der Rückweg über Stock und Stein wird auch noch etwas dauern. Auf dem feuchten, unebenen Weg nach unten muss man sich etwas konzentrieren im Dunkeln, dass man nicht ausrutscht. Saman findet unterwegs noch ein paar schlafende, zusammengekuschelte Vögelchen. Es sind Goldbrauenbülbüls (Yellow-browed Bulbul) und wir leuchten sie nur kurz an, damit sie in Ruhe weiterschlafen können.
Eine sehr gelungene Nachtwanderung, wie wir alle finden und eine perfekte Ergänzung zu den Touren bei Tag im Regenwald. Und was mich besonders freut ist, dass Saman begeistert ist von seiner neuen Stirnlampe. 😊So soll das sein.
Mit dem spanischen Paar zusammen essen wir noch das leckere, gesunde Abendessen von Umesha und unterhalten uns etwas, so gut dies möglich ist. Sie sprechen nämlich beide recht wenig Englisch. Saman´s englische Erklärungen zu den Tieren und Vögeln haben sie kaum verstanden. Aber zumindest hat es ihnen auch Spaß gemacht dabei zu sein. Ende gut, alles gut. Nicht ganz heute Abend…Der Schrecken kommt beim Umziehen danach im Bungalow. Sven meint auf einmal, ich soll ganz ruhig bleiben, denn ich hätte einen dicken, zusammengerollten Blutegel oben am Rücken. Igitt! Und schon heftig, dass ich das die ganze Zeit beim Essen nicht gemerkt habe. Jetzt ist eins wichtig: Salz! Saman und Umesha sind zum Glück noch nicht im Bett und können mich damit von meinem Plagegeist erlösen. Sven erzählt, dass der Egel sofort losgelassen hat und abgefallen ist, als er mit Salz bestreut wurde. Naja, einen Quotenblutegel muss ich mir hier wohl immer einfangen. 🤪 Sven und die anderen haben heute Glück gehabt. Mein Verdacht ist, dass mir der Spanier mit dem herumwirbelnden Regenschirm hinter mir den Blutegel verpasst hat. Aber wer weiß das schon genau. Ich werde noch zwei Wochen eine kleine, juckende Beule davon haben. Alles nicht dramatisch.
Morgen vorm Frühstück möchte ich mit Saman eine kleine Birding-Tour im Ort unternehmen. Nach den bisherigen schönen Vogelbegegnungen hier bin ich erst recht auf den Geschmack bekommen. Saman hofft, dass er mir noch ein paar endemische Arten aus Sri Lanka zeigen kann. Das wäre natürlich genial. Aber mal sehen, ob das Wetter in der Frühe mitspielt. Sven gönnt sich dagegen lieber etwas ausschlafen.
Liebe Tina, ich freue mich so sehr über die Fortführung deines Berichts. Wie schön, dass du auch bei deiner zweiten Reise solch wundervolle Erlebnisse und Naturbegegnungen hattest (außer der Blutegel). Meine Vorfreude auf Sri Lanka und vor allem auch auf das Rainforest Nest wird beim Lesen immer größer. Liebe Grüße
Liebe Tina, wie du weißt, sind wir zurück im Lande. Und endlich habe ich die Zeit gefunden, dir durch die letzten Kapitel zu folgen. Und was soll ich sagen? In meinen Augen war eure Reise wieder einmal ein voller Erfolg! So schöne Erlebnisse! 😁 Ich freue mich, dass der Rainforest wieder eine so wunderbare Destination war und es sogar mit deinem Wunschvogel geklappt hat. Mein absoluter Star als Eulenfreund ist aber natürlich die Sri Lanka Bay Owl. 🤩 🤩 Da kann man schon etwas neidisch werden... Herzlich Sascha
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200703. Nov. 2025 ·
@Liebe Hella, herzlichen Dank für Deinen Kommentar und schön, dass Du weiter mit dabei bist. 🙂 Mich freut es besonders, dass ich Deine Vorfreude auf Sri Lanka und das Rainforest Nest damit noch weiter steigern kann. Du wirst sicher auch eine wunderbare Reise mit tollen Naturbegegnungen haben (nur von den Blutegeln bleibst Du hoffentlich - ohne den schirmschwingenden Spanier - verschont. 😎 ). Ich war wirklich traurig nach drei Tagen aus der Region des Sinjahara Rainforest abreisen zu müssen und kann mir sogar ein drittes Mal dort bzw. überhaupt in Sri Lanka vorstellen irgendwann.
@Lieber Sascha, schön, dass ihr inzwischen gut zurück seid und das Du hier wieder mitliest. Deine begeisterten Kommentare hatte ich schon vermisst! Vielen Dank dafür! 😁 Ja, die Reise nach Sri Lanka war tatsächlich traumhaft und hat uns sichtungstechnisch nicht enttäuscht. Die Sri Lanka Bay Owl war ein unerwartetes Highlight. Toll, dass ich sogar Dich als Eulen-Experten (mit zig Begegnungen dieser schönen Vögel) damit ein klein wenig neidisch machen konnte. 😉 Der Regenwald wäre in der Hinsicht sicherlich auch genau Deins gewesen. Es kommt auch noch ein bisschen was. 😎
Viele liebe Grüße an euch und danke auch an stillen Mitleser und Danke-Button-Drücker! Tina
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200704. Nov. 2025 ·
Liebe Bele, es freut mich, dass Du hier wieder dabei bist und vielen Dank für Dein Fotolob wegen der Sri Lanka Bay Owl. 😘 Ja, die anderen haben sich sehr über die Bilder gefreut. Tatsächlicherweise wurde es mir damit recht einfach gemacht, da sie gut angestrahlt wurde wie ein Fotomodell mit einem größeren Strahler, den jemand extra geholt hatte. Das war dann schon sehr kamerafreundlich. 😄
Liebe Grüße und ab jetzt verfolge ich auch Deinen parallelen Bericht über Sambia. 🙂 Tina
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200706. Nov. 2025 ·
04.03.2025 – Weitere Entdeckungstouren im und um den Regenwald
Während Sven sich noch müde umdreht im Bett, bin ich schon hellwach heute Morgen. Eine Birding-Tour lässt wie eine Safari mein Herz höherschlagen und da macht mir Nachteule das frühe Aufstehen ausnahmsweise gar nichts aus. Kaum das es hell ist, machen Saman und ich uns zu Fuß auf den Weg. Vorbei an wunderbar pink blühenden Seerosen geht es entlang der zumeist noch einsamen Dorfstraßen.
Nur leider ist das Wetter heute etwas ungnädig mit uns. Es ist zwar trocken, aber überhaupt kein Sonnenschein zu sehen und eher diesig und trüb. Nicht die besten Voraussetzungen für schöne Fotos. Gegen den grauen Himmel wirken die wenigen Vögel auf den Stromleitungen, die wir unterwegs bei der Suche sehen, kontrastlos und unscheinbar. Schade! Auch Saman ist etwas enttäuscht, dass er mir kaum etwas zeigen kann. Während ich noch ungeduldig hadere mit dem Wetterschicksal, findet er nach einiger Zeit einen entfernten Schwarm Spitzschwanz-Bronzemännchen (White-rumped Munia) auf einer Grünfläche. Hier als braun-weiße Tupfen an den Halmen zu erkennen.
Sie sind sehr scheu, aber einen kann ich immerhin etwas näher erwischen.
Na, wer sagt es denn. Wir sind zwar schon wieder umgedreht und auf dem Rückweg, aber nun scheint das Eis endlich gebrochen. Und es wird erfreulicherweise sogar wieder etwas heller. Nun scheinen auch die Vögel wach zu werden. Ein Graubrustdrongo lugt uns von der Seite an.
Besonders hübsch präsentiert sich danach dieser Braunliest (White-throated Kingfisher) an der Stange.
Und schließlich gibt es in kurzer Folge noch zwei Erstsichtungen für mich, über die ich mich sehr freue. Erst dieser putzige Bambusschnäpper (Brown-breasted Flycatcher)…
…und quasi als Highlight des Spaziergangs einen nur in Sri Lanka vorkommenden, endemischen Vogel: den Gelbstirn-Bartvogel (Yellow-fronted Barbet). Hier mit einem Zweig im Schnabel.
Am Ende kehren wir doch noch ganz zufrieden mit der restlichen Vogel-Show zurück. Sven ist mittlerweile auch munter geworden und wir frühstücken später ganz in Ruhe zusammen und quatschen etwas mit Umesha. Saman dagegen ist schon wieder unterwegs zu einer Halbtagstour mit dem spanischen Pärchen im Sinharaja Rainforest. Wir kommen nicht nochmals mit, sondern möchten es heute ruhiger angehen lassen und auf eigene Faust die Gegend erkunden.
Für unsere kleine Wanderung haben wir uns die gleiche Strecke ausgesucht, die Saman sonst mit dem Tuk-Tuk zum Parkeingang fährt. Von der Dorfstraße aus sehen wir das Gebäude des Rainforest Nest. Vorne im Reisfeld arbeiten die Verwandten von Umesha, die extra zur Ernte angereist sind.
Und hier die beiden Bungalows mit ihren schönen Terrassen. Der rechte davon ist unserer.
Auf der anderen Seite bietet sich dieser idyllische, dörfliche Anblick mit einem freundlich aussehenden Wasserbüffel nebst Reiher-Begleitung in der Mitte.
Die schöne, aber unspektakuläre vormittagliche Wanderung kürze ich nun ab und komme zum eigentlichen Highlight des Tages. Wir treffen gerade erst auf dem Rückweg vom Parkausgang Saman, der mit den beiden Spaniern im Tuk-Tuk unterwegs ist. Er hätte heute den Frogmouth im Park gefunden meint er und würde uns gleich nochmal umsonst mit reinnehmen, damit wir ihn auch sehen können. Ach, wie genial!!! 🤩 Damit hatte ich gar nicht mehr gerechnet und freue mich umso mehr. Nun kommt Sven also auch noch in den Genuss dieses außergewöhnlichen aussehenden Vogels. Saman bringt nur kurz das Pärchen nach Hause, die erledigt von der Wanderung sind und kommt dann schnell zurück. Sein Engagement für seine Gäste kennt einfach keine Grenzen. Wenn man bedenkt, wie lange er heute schon unterwegs ist…Wahnsinn.
Wir laufen gemeinsam etwa eine Viertelstunde durch den Park. Saman grinst dabei schelmisch, hat er uns doch etwas verschwiegen, das wir erst sehen, als wir an der besagten Stelle sind. Der Frogmouth soll dort im Unterholz sitzen. Wie immer muss man ihn sich etwas erarbeiten und wir kämpfen uns kurz durch die dichte Vegetation. Und dann sehen wir es auch: der Frogmouth ist diesmal ein Weibchen und nicht alleine, sondern mit Nachwuchs da!!! Überraschung gelungen. 😁 Wir sind beide total begeistert von dem süßen Kleinen, der sich an seine ziemlich verwuschelt aussehende Mama kuschelt. Ich lasse mal die Bilder sprechen. Der kleine Frogmouth ist dabei teils etwas versteckt durch die Blätter.
Ich könnte hier Wurzeln schlagen, so gerne betrachte ich die Zwei. Leider drängt die Zeit, auch da Umesha schon mit dem Mittagsessen wartet. Wir machen uns also eilig auf den Rückweg. Da sehen wir auf einmal noch einen alten Bekannten im Wald. Das Sri Lanka Riesenhörnchen in den Bäumen! Heute geht es wirklich Schlag auf Schlag.
Saman meint, dass wir diese neuerliche Begegnung auf keinen Fall dem spanischen Pärchen berichten dürfen. Sie haben heute den ganzen Vormittag mit ihm erfolglos das Riesenhörnchen gesucht und nicht gefunden. Nachdem ich ihnen gestern Fotos davon gezeigt hatte, wollten sie es auch unbedingt sehen. Ohje…ich schwöre nichts zu sagen. Soll ja kein Neid aufkommen. 😉
Aber es wird noch unterhaltsamer mit dem Riesenhörnchen. Erst lässt es wenig vornehm etwas beim Laufen ab…
Und dann rennt es über die Äste hinweg geradewegs auf eine kleine Gruppe Hutmakaken zu, die dort im Baum entspannt. Huch, mal sehen was das für eine tierische Begegnung gibt! Umso erstaunter sind wir, über das war wir nun miterleben. Es bleibt alles friedlich und das Riesenhörnchen scheint sich sogar wohlzufühlen bei seinen neuen Freunden. Es macht jedenfalls keine Anstalten weiterziehen zu wollen. Stattdessen legt es sich bequem auf den Ast inmitten der Makaken-Runde. Scheinbar neugierig beäugt man sich gegenseitig. Besonders der junge Hutmakake scheint sich zu fragen, was sich da für ein komischer Kauz zu Ihnen gesellt hat.
Wir sind ganz aus dem Häuschen bei diesem putzigen Anblick. An der doch recht ungewöhnlichen Szene würden wir liebend gerne noch länger verweilen. Doch Saman drängt verständlicherweise wieder zur Eile. Er war schon stundenlang im Park unterwegs und diese Extra-Runde sollte eigentlich nur dem Frogmouth samt Nachwuchs gelten. Schweren Herzens verlassen wir den Sinharaja Forest. Dieses Mal hat er ein wahres Feuerwerk an Neusichtungen und Außergewöhnlichem geboten. Mehr als ich jemals vorher erwartet hätte. Doch so viel anderes blieb sicherlich trotzdem noch im Verborgenen. Zum Beispiel die seltenen weißen Affen, die es hier auch noch geben soll lt. Saman. Ich bin mir jetzt schon sicher, dass ich hier nicht das letzte Mal im Leben gewesen bin...
Liebe Tina, ach: Der Frogmouth! Für mich tatsächlich eine echte Motivation nochmal dorthin zu reisen. Ich kannte die Bilder ja bereits, aber das Duo überzeugt auch bei der zweiten Sichtung auf ganzer Linie! Lieber Gruß Sascha
Hallo Tina,was ist Dir für ein tolles Foto mit dem Hutmakakken und dem Riesenhörnchen gelungen. Sinharaja war einfach toll, noch etwas ab von den Tourismusströmen und viel Natur. Mich haben dort besonders auch die Flora beeindruckt. Baumwolle, die auf Bäumen wächst und die vielen Gewürzpflanzen, die wild wachsen. Vielen Dank fürs Berichten Kirsten
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200709. Nov. 2025 ·
@Lieber Sascha, ja, der Frogmouth ist wirklich ein faszinierender Vogel. 🙂 Deine Motivation deswegen vielleicht nochmal nach Sri Lanka und in den Regenwald zu reisen, kann ich gut nachvollziehen. Wir konnten unser Glück kaum fassen, diesmal auch noch die Miniaturausgabe sehen zu können. Liebe Grüße quasi aus Sri Lanka in den Krüger Park, wo ich ebenfalls mitreise. 😉
@Liebe Kirsten, herzlichen Dank für Dein Fotolob. 🙂 Interessant fand ich nebenher auch, dass man auf dem gemeinsamen Foto von Hutmakkaken und Riesenhörnchen einmal gesehen hat, dass sie ähnliche Größenverhältnisse haben. Die Lage abseits der großen Touristenströme hat mich ansonsten wie Dich begeistert. Und jetzt wo Du es schreibst, ist mir aufgefallen, dass ich viel zu wenig Bilder von der Natur und den beeindruckenden Pflanzen dort gemacht habe. Da lag mein Fokus wohl zu sehr auf Birding und Tieren. 😗
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200714. Nov. 2025 ·
04.03.2025 – Letzte Spaziergänge rund ums Rainforest Nest
Kurz nach der Extra- Runde in den Sinharaja Rainforest zeigt uns Saman quasi im Vorbeigehen einen anderen endemischen Vogel. Den Orangeschnabel-Drosselhäherling (Orange-billed Babbler) gibt es nur hier im südlichen Regenwaldteil Sri Lankas. Ich hätte ihn mit glatt mit dem Gelbschnabel-Drosselhäherling (Yellow-Billed Babbler) verwechselt, der überall im Lande vorkommt. Aber richtig. Dieser hier hat einen orangefarbenen Schnabel und Beine, wenn man genauer hinschaut. Das Bild ist zwar nicht das Allerbeste, aber als neuer Lifer, muss er einfach in den Bericht. 😉
Nach dem, wie immer köstlichen Mittagessen von Umesha drehen wir am späten Nachmittag noch eine Abschiedsrunde zu Fuß. Wir haben uns fast etwas verliebt in dieses idyllische und friedliche Örtchen am Regenwald fernab des Massentourismus.
Aus größerer Entfernung erblicken wir dabei noch eine Neusichtung. Ein Pflaumenkopfsittich (Plum-Headed Parakeet) sitzt dekorativ hoch oben auf einer Pflanze.
Wir schlendern zum Fluss und finden dort noch den einen oder anderen der üblichen Verdächtigen. Als da wären ein Bindenwaran, eine Sägerückenagame und eine Weißbrustkielralle (White-breasted Waterhen).
Nicht spektakuläres. Aber wir sind schon so gesättigt und zufrieden mit den bisherigen Eindrücken und Begegnungen, dass es darauf auch gar nicht mehr ankommt. Ich freue mich dazu sehr, dass Sven die schöne Abendstimmung und überhaupt diese Sri Lanka-Reise ebenso genießen kann, wie ich.
Etwas wehmütig werden wir beim letzten Abendessen. Wir hätten es auch gut noch länger hier im Rainforest Nest bei Saman und Umesha aushalten können. Nun wird uns ab morgen der Trubel an der Küste wiederhaben. Die Zeit in einer einsamen, ländlichen Region wie dieser mit vielen Tierbeobachtungsmöglichkeiten ist damit erstmal Geschichte. Aber wir werden wiederkommen eines Tages. So viel ist sicher.
Im Dunkeln kommt Saman zurück mit dem spanischen Paar. Sie wollten unbedingt noch eine kleine Nachttour im Dorf machen. Und dank dieses Umstandes gibt auch für uns noch eine letzte Überraschung. Saman hat einen besonderen Vogel keine 5 Minuten entfernt vom Rainforest Nest gesehen und will ihn uns zeigen. Das lassen wir uns selbstverständlich nicht zweimal sagen. Wir schnappen uns die Taschenlampen und es geht los. Das Objekt der Begierde sitzt schläfrig auf einem Ast über dem Weg und wendet uns das rötliche, kurze Hinterteil zu. Es ist ein Bengalenpitta (Indian Pitta), den ich schon immer einmal sehen wollte und fälschlich gar nicht nach Sri Lanka verortet hatte.
Aber bitte auch nochmal kurz von vorne und nicht ganz so müde, wenn´ s geht...Na bitte, wer sagt es denn. 😉 Schon erfüllt er uns diesen letzten Wunsch.
Dann lassen wir den kleinen Piepmatz weiterschlafen. Ich bin im Birder-Himmel und Saman einfach nur dankbar für sein unfassbares Engagement für seine Gäste. Ein dicker Frosch (von vielen hier) wird noch angeleuchtet und schafft es aufs Foto, bevor auch dieser schöne Abend dem Ende zugeht.
Morgen geht es für uns weiter Richtung Hikkaduwa an der Westküste. An den Ort, wo meine erste Reise im letzten Jahr ihren Anfang nahm. Der Kreis schließt sich so langsam.
Schön, dass es weiter geht. 😎 Bin gespannt auf die Eindrücke. Euer Ende wird der Anfang unserer Reise sein- wir reisen in umgekehrter Richtung.
LG Heidi
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200720. Nov. 2025 ·
Liebe Heidi,
vielen Dank für Deinen Kommentar. 🙂 Schön, dass es für Euch bald losgeht und ihr Hikkaduwa als erste Station gewählt habt. So habe ich es im letzten Jahr ja ebenfalls gemacht und fand das perfekt zum ersten Akklimatisieren nach dem Flug und die südliche Westküste bietet auch einiges Schönes. Nun geht es hier auch gleich weiter mit einem neuen Tag...
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200720. Nov. 2025 ·
05.03.2025 – Immer westwärts bis zum kleinen Paradies „33 Lake Terrace“
Nach drei Tagen im Rainforest Nest sind wir um unvergessliche Regenwalderlebnisse, viele neue Sichtungen und einen Blutegelbiss als Souvenir reicher. Nur allzu ungern packen wir heute unsere Koffer und verlassen diesen traumhaften Ort. Dazu kommt das Wissen, dass es diesmal ein Abschied für längere Zeit ist und nicht nur - wie in 2024 - für ein Jahr. Wir versprechen Saman und Umesha eines Tages wieder zu kommen und ich hoffe dabei selbst sehr, dass dies kein leeres Versprechen bleibt. Und dass diese ländliche Gegend ihren ursprünglichen Zauber behält und der Massentourismus - wie bisher - einen großen Bogen darum macht. Die vielen Blutegel sind vielleicht gar nicht so schlecht dafür. 😉
Unser von der nächsten Unterkunft organisierter junger Fahrer ist zum Glück das Gegenteil von Brian. Also sehr offen und gesprächig und lenkt mich damit vom Abschiedsschmerz recht gut ab. Bis zum 33 Lake Terrace ganz am Rande von Hikkaduwa sind es ca. 3 Stunden Autofahrt. Nach 6 Nächten in schönen, aber rustikalen Homestays möchten wir uns am Ende der Reise noch ein klein wenig Luxus gönnen. Und die Bilder im Internet haben nicht zu viel versprochen. Die kleine Hotelanlage liegt wunderbar im Grünen und der Garten grenzt direkt an den Zufluss der Hikkaduwa Lagune. Hier ist der Trubel des Ortes und des Strandes gefühlt sehr weit weg. Genau wie wir es mögen. Wir genießen die herrliche Aussicht von der Terrasse und können uns gar nicht satt sehen.
Der sehr sympathische Manager, Mr. Panduka, nimmt uns direkt mit auf die Dachterrasse, von wo aus man einen guten Überblick über das viele Grün hat. Er ist ein begnadeter Erzähler, der selbst früher als Reiseleiter Sri Lanka kreuz und quer bereist hat und viel Interessantes zu berichten hat.
Die natürliche Umgebung fühlt sich vertraut an nach den Tagen im Regenwald. Eine Unterkunft mitten in Hikkaduwa hätte uns vermutlich heute etwas überfordert. Erfreut erfahren wir zudem, dass wir momentan die einzigen Gäste sind. Erst morgen sind wir nicht mehr alleine. Das schreit doch geradezu danach heute den ganzen Tag hier zu bleiben und einfach nur zu entspannen und die vielen Eindrücke der Rundreise zu verarbeiten. Und so machen wir es auch. Erstmal beziehen wir aber noch unser Zimmer, das sich ebenfalls sehen lassen kann. Auch das Bad mit Dusche und Badewanne im Erdgeschoss kommt uns riesig vor. Vor allem im Vergleich zu dem kleinen Bungalow der letzten Tage.
Auch kulinarisch kommen wir nicht zu kurz. Es gibt zur Abwechslung zu den typisch sri-lankischen und meist sehr leckeren Curries mit Reis heute für uns westliche Speisen. Wir wählen zum Mittagessen aus der Karte einen vegetarischen Burger, der uns auch sehr gut schmeckt.
Danach haben wir die nötige Schwere uns an den Pool zu legen und natürlich auch ab und an zu Schwimmen. Wäre auch schade wenn nicht, bei dieser Aussicht vom Beckenrand. Die schwülwarmen Temperaturen hier an der Küste tun ihr Übriges, dass man gar nicht mehr aus dem Wasser möchte.
Und wer sagt es denn, sogar von der Liege am Pool kann man neue Vogelarten entdecken!😊 Kleine wuselige, grüne Vögel huschen rechts neben mir auf den Zweigen entlang. Ich hole schnell die Kamera aus dem Zimmer. Ausdauer ist nun gefragt, bis ich es schaffe, sie abzulichten. Erst das Weibchen und schließlich das deutlich farbigere Männchen.
Die Merlin-App verrät mir, dass es sich um einen Jerdonblattvogel (Jerdon´s Leafbird) handelt. Wie viele verschiedene Vogelarten es hier gibt, finde ich einfach nur spannend. Da kommt richtig Sammelfieber hoch.
Der schöne Entspannungstag vergeht viel zu schnell mit schwimmen, Bilder sortieren und die Reise Revue passieren lassen. Für heute Abend haben wir uns noch etwas Besonderes ausgesucht. Es gibt Candle-Light-Dinner Nummer zwei des Urlaubs. Nur, dass wir es diesmal leider selbst zahlen müssen. 😉 Wir sitzen direkt am Flussufer mit Kerzen rumdum und als Hintergrundmusik spielt ein altmodischer Plattenspieler chillige Musik. Dazu gönnen wir uns das erste Glas Weißwein seit Tagen und schlemmen ein leckeres Menü. Ein fast schon kitschig perfekter Abschluss des Tages.
Morgen soll es jedoch vorbei mit dem Faulenzen sein. Wir möchten natürlich auch noch ein bisschen was sehen von der Westküste. Es wird an den Strand nach Hikkaduwa gehen und in die Stadt Galle. Dabei werden wir auch Tiere sehen, die wir überhaupt noch nie zu Gesicht bekommen haben. Mehr dazu im nächsten Kapitel… 😎
Zwischendurch mal ein herzliches Dankeschön für deinen tollen Sri Lanka Bericht! Wunderschöne Fotos, vor allem die Vogelbilder liebe ich! Lieber Gruss und schönes WE. Sue
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200724. Nov. 2025 ·
Liebe Sue,
vielen Dank für das Lob zum Bericht und zu den Bildern! Das freue ich mich natürlich sehr drüber. 🙂 Insbesondere die Natur und die Vogelwelt Sri Lankas haben mich wirklich begeistert und es gab Motive satt. Für Vogelliebhaber (die ihr scheinbar auch seid, wenn ich mir deinen aktuellen Bericht anschaue) nur zu empfehlen...
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200701. Dez. 2025 ·
06.03.2025 – Teil 1 mit Hikkaduwa
Der vorletzte Tag in Sri Lanka bricht an und was könnte es dafür Schöneres geben als ein Frühstück mit dieser Aussicht bei traumhaftem Wetter.
Vor allem gibt es das erste Mal überhaupt in Sri Lanka für mich einen köstlichen Latte Macciato. Was für ein Trinkgenuss nach drei Wochen Kaffee-Abstinenz! Da kann der übliche schwarze Tee, den man sonst immer angeboten bekommt, für meinen Geschmack dann doch nicht mithalten…Guter Kaffee ist in Sri Lanka zugegebenermaßen eher Mangelware.
Auch der Rest vom Frühstück in mehreren Gängen und mit vielen frischen Früchten, Porridge, Eierspeisen sowie frischgepressten Saft kann sich sehen lassen. Wir schlemmen nach Herzenslust und sind einfach nur glücklich und zufrieden, dass wir bisher so eine schöne Reise erleben durften. Nach drei Wochen voller Genuss und neuer Eindrücke fühlt man sich wirklich tiefenentspannt.
Passend zum vorletzten Reisetag kann ich heute Morgen auch die vorletzte Vogel-Neusichtung verbuchen. Es gelingt mir zwar nicht das farbenprächtige Männchen des Lotennektarvogels (Loten´s Sunbird) abzulichten, aber das Weibchen ist deutlich kooperativer.
So schnell, wie sie angeschwirrt sind, sind sie auch wieder verschwunden. Eine Sägerückenagame mit rotem Kopf sonnt sich derweil dekorativ auf einer weißen Steinfigur im Garten.
Und über dem Fluss sind ab und zu große Flughunde in der Luft unterwegs. Die Tiervielfalt hier in Sri Lanka werde ich definitiv vermissen.
Nach dem Frühstück wartet schon das für uns bestellte Tuk-Tuk. Ich bin schon sehr gespannt auf etwas, das ich im letzten Urlaub in Hikkaduwa verpasst hatte. Einfach weil ich mich in der damaligen kurzen Vorlaufzeit nicht wirklich erkundigt hatte, was es hier noch zu sehen. Es soll zum „Turtle Beach“ am nördlichen Ende des Strandes gehen. Der Name ist Programm. Hierhin sollen so gut wie jeden Tag zu bestimmten Zeiten Schildkröten ins flache Wasser bis fast an den Strand kommen. Gegen 10 Uhr am Morgen soll eine gute Zeit dafür sein. Ich hatte von begeisterten Kommentaren bis zu Bedenken über Tierquälerei und Touristen, die sich gegenüber den Schildkröten unmöglich benehmen, alles Mögliche dazu gelesen. Wir möchten uns nun ein eigenes Bild davon machen.
Nach kurzer Fahrt erreichen wir den schon recht gut besuchten, schönen Strand. Eine Traube von Menschen steht im flachen Wasser, denn einige Schildkröten sind tatsächlich da. Zum Glück sind es nicht ganz so viele Touristen, wie wir befürchtet hatten.
Man findet sogar immer einen Spot, wo man mit den wirklich riesig wirkenden Schildkröten fast alleine ist und sie in Ruhe beobachten kann. Sie schwimmen einen manchmal fast an und man muss schon etwas zurückweichen dann, um den direkten Kontakt zu vermeiden.
Wir sind begeistert über die Nahsichtung dieser faszinierenden Tiere. Für uns beide das erste Mal, dass wir sie im Meer erleben dürfen.
Auch wenn es natürlich ein recht touristisches Erlebnis ist und die Schildkröten angefüttert wurden. Sie könnten jederzeit nach Lust und Laune einfach wieder im tieferen Wasser verschwinden, wenn es ihnen zu viel wird. Ein einheimischer Händler kommt derweil vorbei und schafft es Seegras an unvernünftige Touristen zu verkaufen. Dies obwohl auf diversen Schildern am Strand steht, dass man die Schildkröten nicht füttern und nicht berühren soll. Immerhin versucht - während wir dort sind - niemand auf den Schildkröten zu „reiten“. Das soll doch tatsächlich vorkommen (!) Der Dummheit sind offensichtlich keine Grenzen gesetzt...So etwas müssen wir jedoch erfreulicherweise nicht miterleben. Es läuft halbwegs gesittet ab an diesem Morgen.
Wir schwimmen auch noch etwas im Strandabschnitt rechts daneben, wo es keine Schildkröten gibt. Hier ist das Wasser etwas tiefer, sehr klar und wunderbar warm. Ein Badevergnügen, wenn auch einer immer von uns immer auf die Taschen am Strand aufpasst und wir sicherheitshalber nur einzeln schwimmen gehen.
Nach diesem eindrücklichen Erlebnis beschließen wir mit dem Tuk-Tuk weiter in Richtung Hikkaduwa Süd zu fahren. Es ist so heiß geworden zur Mittagszeit, dass wir uns keine Viertelstunde laufen mehr antun möchten in der sengenden Sonne. Bei den geringen Preisen für ein Tuk-Tuk kein Problem. Sie sind dazu auch einfach überall an der Straße verfügbar. Wir möchten nun etwas relaxen im Schatten. Und was wäre dazu geeigneter als der Amaroo Beach Club. Hier hatte ich schon bei meinem ersten Urlaub ein paar entspannte Stunden verbracht. Wir haben Glück und es sind dort noch zwei Liegen im vollständigen Schatten frei. Ganz wichtig. Mit der Haut sind wir beide sehr empfindlich. Für eine bestimmte Summe Mindestverzehr pro Person, darf man die Liegen kostenfrei nutzen. Und dabei diese schöne Aussicht aufs Meer genießen.
Es gibt im Amaroo eine große Auswahl köstlicher, erfrischender Smoothies. Wir testen uns etwas durch. Der Mindestverzehr muss schließlich aufgebraucht werden. 😎
Später gönnen wir uns zum Mittag eine Falafelplatte mit Reis und Salaten sowie einen Rote-Beete-Burger. Die Auswahl an vegetarischen Gerichten ist hier groß und ausgesprochen lecker.
Nach der Zeit im Amaroo schlendern wir über den Strand zurück zum nördlichen Bereich von Hikkaduwa.
Der Ort ist voller Touristen und lebhaft laut. Überall Bars, Restaurants und Hotels am Strand. Für einen Tag ganz interessant, aber wir mögen es beide lieber ruhig und sind froh über die abgelegene Lage unserer Unterkunft. Von einem erhöhten Steinweg am nördlicheren Strand sichten wir noch eine Muräne, die im seichten Wasser entlangschlängelt. Auch eine Neusichtung für mich. Aber leider gelingt mit dem Handy kein vernünftiges Bild. Die Kamera habe ich heute sicherheitshalber im Hotel gelassen.
Nach dem Duschen machen wir uns bereit für den nächsten Ausflug: Galle am späten Nachmittag / Abend heißt das Programm. Ein klein wenig Abwechslung zu meiner ersten Reise muss schließlich sein.😉
Da habt ihr ja ein wunderbares Programm und ein tolles Hotel für eure letzte Etappe ausgesucht.
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200702. Dez. 2025 ·
Danke liebe Hella! Vor allem die Stadt Galle, der nächste Programmpunkt, sollte nicht fehlen, wenn man in der Region ist. Und das Hotel war wirklich ein Glücksgriff mit der traumhaften und trotzdem ruhigen Lage am Wasser. Bald geht es für euch ja auch schon los! Die Vorfreude steigt sicher schon. 🙂
Mit dem Bericht geht es am Wochenende weiter. Ich möchte ja noch dieses Jahr fertig werden. 😉
Die Vorfreude wird gerade etwas getrübt. Die Menschen in Sri Lanka tun mir sehr leid. Das Unwetter und der Zyklon haben viel Unheil gebracht. Jetzt schaue ich mal, wie sich alles entwickelt und plane gegebenfalls noch mal etwas um (ohne Hochland). Die Zugstrecke von Ella nach Kandy wird im Januar wahrscheinlich noch nicht wieder in Betrieb sein. Hast du etwas von deinen Gastgebern gehört? Geht es allen gut?