viele Grüße von den 2 Nürnbergern 😉 Das war schon ein sehr lustiger Zufall. Und jetzt natürlicher auch umso toller deinen Bericht von der Backwaters Lodge zu lesen. Da kommen gleich wieder wunderschöne Erinnerungen hoch 🥰
Freu mich schon auf deinen weiteren Bericht.
Liebe Grüße Tanja
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200716. Juni 2025 ·
@Sascha: lieben Dank für Deinen Kommentar! 🙂 Dein Lieblingspark in Sri Lanka, der Wilpattu, hat uns wieder nicht enttäuscht, so viel sei verraten. Diesmal waren die Sichtungen jedoch teils recht anders als letztes Mal. Eine Safari bleibt halt immer spannend in der Hinsicht und der Wilpattu hat viel tierische Auswahl zu bieten.
@Yvy: schön, dass Du weiterhin dabei bist. 🙂 Ja, das mit dem Blumensträusschen war wirklich eine nette Geste.
@Tanja: viele Grüße zurück, auch an Deine bessere Hälfte! Toll, dass Du den Bericht gefunden hast und nun auch hier mitliest! 🙂 Und es freut mich natürlich, wenn bei Dir schöne Erinnerungen hochkommen an diese Zeit. So soll das sein und ich hoffe, dass der Rest Eurer Sri-Lanka-Reise Euch auch so gut gefallen hat und ihr viele schöne Erlebnisse hattet. 😘
hab deinen Bericht heute erst entdeckt und bin schnell hinterher gereist! Eine kostenlose Birding Tour lass ich mir natürlich nicht entgehen und der Anfang macht schon Lust auf mehr. Hast du was über die "Schlafzimmer-Schlange" in Erfahrung gebracht?
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200717. Juni 2025 ·
Hi Konni,
erstmal schön, dass Du nun auch dabei bist und Lust auf Birding hast. 🙂 Das freut mich.
Tatsächlich habe ich gar nicht weiter nachgeforscht wegen der "Schlafzimmerschlange". Ich weiß weder, was für eine Art es war, noch ob giftig oder nicht. Allerdings spricht die sehr entspannte Reaktion des jungen Mannes, der sie rausgescheucht hat, eher für harmlos und ungiftig. Wir waren einfach froh, den Bungalow wieder für uns zu haben und haben das Thema gerne verdrängt. 😉
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200718. Juni 2025 ·
19.02.2025 (Ganztagssafari im Wilpattu Park – Teil 1)
Vor freudiger Aufregung auf die Safari konnte ich heute Nacht nur unruhig schlafen und gegen 5 Uhr ist die Nacht auch schon vorbei. So leichtfüßig und schnell bin ich selten aus dem Bett gekommen um diese Zeit. Mit einem großen Korb der Lodge mit Verpflegung für den Tag ausgerüstet, geht es für uns mit dem bestellten Tuk-Tuk zum Südeingang des Wilpattu Parks. Dies ist Neuland für mich, bin ich doch letztes Jahr von der Ostseite her in den Nationalpark eingefahren. Auch das Prozedere ist diesmal ein anderes. Der Tuk-Tuk-Fahrer setzt uns nur ab, dann müssen wir zu Fuß über die Hängebrücke am Fluss. Auf der anderen Seite ist der Eingang zum Park mit dem Kassenhäuschen und Parkplatz. Dort warten sämtliche Fahrer mit den Safari-Fahrzeugen für den Tag auf ihre Gäste. Wir haben tatsächlich ein Fahrzeug mit einem Fahrer und einem weiteren Guide ganz für uns. Puh, was für ein Glück! Denn das war leichtsinnigerweise nicht extra vorab gebucht und ich bin eigentlich nicht kompatibel auf Safari mit Fremden (wenn sie nicht gerade Birder sind 😉 ). Die Zahl der wartenden Autos hält sich hier mit geschätzten 10 -12 erfreulicherweise in Grenzen. So ist man anfangs schön ruhig nur mit vereinzelten anderen Fahrzeugen unterwegs. Dies auch da die Einfahrt - durch die etwas langwierige Zahlung und Registrierung pro Fahrzeug bzw. Fahrer am Kassenhäuschen - nur in Intervallen von ein paar Minuten vor sich geht.
Wir sind direkt froh über unsere Outdoorpullover, denn es ist so früh am Morgen im offenen Safari-Fahrzeug noch empfindlich kühl. Trotz den Pullis frieren wir beiden Frostbeulen im Fahrtwind etwas. Dabei soll es - wie die beiden Vortage - heute noch bis zu 30 Grad warm werden. Es geht anfangs durch offenes Buschland und wir genießen die schönen Safaristimmung am Morgen. Einfach spannend nach einem Jahr wieder auf Safari zu sein!
Fahrer und Guide sind allerdings leider beide nicht sehr mitteilsam. Kurz und knapp wird im Laufe des Tages der Name des Tiers oder Vogels genannt werden, aber wenig Weiteres dazu. Man muss schon konkret nach etwas fragen. Das war allerdings im letzten Jahr bei meinem Fahrer schon das Gleiche. Daher war ich in dieser Hinsicht schon vorgewarnt. Viele junge Guides und Fahrer sind hier vermutlich noch recht neu im Safari-Business und daher noch nicht so geübt im Umgang mit Touristen. Und gerade in dieser wenig massentouristischen Region Sri Lankas liegt es vermutlich dazu an den nicht allzu perfekten Englisch-Kenntnissen. So dass nur das Notwendigste mit den Gästen gesprochen wird. Untereinander unterhalten sich die beiden dagegen die ganze Tour sehr angeregt auf Singhalesisch. 😄 Das ich besonders gerne auch für Vögel stoppe und diese fotografieren möchte, mache ich daher direkt zu Anfang deutlich klar. Ginge ja gar nicht in der Hinsicht etwas zu verpassen. 😎 Sven wünscht sich verständlicherweise lieber Elefant und Raubtier für seine erste Safari. An Vogelbeobachtung ist er inzwischen aber zum Glück auch interessiert und hat ein erstaunlich gutes Auge dafür.
Es sind dann auch Vögel, die wir als erstes ablichten dürfen. Drei frierende Bronzescheitelsmaragdspinte (Asian Green Bee-eater), wärmen sich gegenseitig in der Kühle des Morgens. Die Farbenpracht dieser kleinen Vögel fasziniert mich immer aufs Neue. Eine meine Lieblingssichtungen zu Beginn im Park.
Kurz danach läuft uns ein unscheinbares Vögelchen am Boden über den Weg. Die Jerdonlerche (Jerdon´s Bushlark) ist für mich eine Erstsichtung. Es werden noch erfreulich viele folgen in diesem zweitem Sri Lanka Urlaub.
Interessant sehen diese kunstvoll geflochtenen Nester aus, von denen einige an den Bäumen am Wegesrand hängen. Nur von ihren Bewohnern, den Webervögeln, fehlt derzeit leider jede Spur.
Wir fahren bald in den dichten Wald ein, für den der Wilpattu-Park bekannt ist. Die wenigen morgendlichen Sonnenstrahlen, die durchs Blätterdach dringen, lassen die Atmosphäre fast mystisch wirken.
Nicht nur zu Sven´s Begeisterung ist hier ein erstes kleines Raubtier zu finden. Es müsste eine Indische Graumanguste (oder evtl. doch eine indische Rotmanguste?) sein, die schön brav und fotogen unweit des Autos stehen bleibt. Auf das Foto einer Manguste musste ich letztes Jahr lange warten bei meiner Reise.
Auch mir bereits bekannte Vögel, wie hier der bunte Nationalvogel Sri Lankas, das endemische Ceylonhuhn (Sri Lanka Junglefowl) lassen sich an diesem Morgen im Unterholz gut entdecken.
Und wieder ändert sich die Landschaft, für die ich den Wilpattu Park wirklich liebe. Es geht aus dem Wald hinaus in eine liebliche offene Gras- und Seenlandschaft. Spotted Deer ist hier am frühen Morgen ganz entspannt unterwegs und auch der ein oder andere Pfau.
Dazu eine den Vogelliebhaber begeisternde entsprechende Vielfalt zu dieser Jahreszeit. Man merkt auch, dass jetzt im Februar einige Zugvögel im Lande sind und Sri Lanka als ihr Winterquartier auserkoren haben. Die folgenden vier Vogelarten sind dazu noch alle Erstsichtungen für mich und dementsprechend steigt die ohnehin schon gute Laune weiter. So kann es gerne weitergehen. 😊 Zu sehen sind ein Flussregenpfeifer (Little Ringed Plover)
Ein Seeregenpfeifer (Kentish Plover)
Sowie Javapfeifgänse (Lesser Whistling Duck)
Und Nummer vier der Neusichtungen am See ist mein bisheriger Lieblingsvogel im Park. Diese wunderschöne Spießbekassine (Pin-tailed Snipe).
Dazu noch ein Stelzenläufer (Black Winged Stilt), den ich schon öfter sehen durfte.
Wir biegen nun ab zu einer Strecke am See, die mir bekannt vorkommt. Von hier ist der einzige Rastplatz in der Mitte des Parks nicht mehr weit entfernt.
So langsam knurrt uns auch der Magen und wir sind froh, uns auf dem Areal etwas die Beine vertreten zu können. Noch sind nicht viele andere Autos da. Und so können wir in Ruhe im geschlossenen Essensraum Platz finden und – ohne Störung der frechen Hutmakaken draußen – unsere Frühstückssandwiches sowie das leckere Obst einnehmen. Wir laufen danach noch auf den Steg am See und machen dort ein paar Bilder...
…als nach uns gerufen wird. Wir sollen schnell einpacken und einsteigen. Hektik bricht auf dem eben noch ruhigen Rastplatz aus. Ein Leopard wurde nicht weit von hier gesehen! Na wenn das so ist, da beeilen wie uns natürlich gerne. Fast filmreif mit quietschenden Reifen fahren die Autos in kleiner Kolonne vom Rastplatz ab. Hoffentlich lohnt sich der ganze Auftrieb auch, denke ich noch. Wir fahren einen See an, an dessen Ufer sich mindestens 20 Fahrzeuge oder sogar mehr versammelt haben. Ach Du Schreck, das kann ja heiter werden. Solche Massenansammlungen liebe ich ja gar nicht auf Safari. 😵 Auch Sven ist wenig begeistert davon, dass wir uns nun in eine lange Schlange stellen müssen, um ganz langsam an einer Stelle im Busch vorbeizufahren, wo ein Leo versteckt im Unterholz liegen soll. Als wir endlich an der Reihe sind, sehe ich exakt gar nichts. Sven meint einen winziges Stück Fleckenmuster, wie von einer Leopardendecke gesehen zu haben. Was für eine Enttäuschung. Der Leopard hatte darauf sicherlich keine Lust und hat sich verständlicherweise noch besser versteckt inzwischen. Unser Fahrer setzt schon dazu an, sich wie die anderen Autos wieder ganz hinten anzustellen für eine zweite Runde. Ich bitte ihn stattdessen, bloß schnell wegzufahren von hier. Sven und ich sind uns einig, auf diesen Spuk haben wir keine Lust mehr. Dann lieber andere Tiere, aber ohne die Massen erleben, die es inzwischen hier gibt. So geht viel zu viel kostbare Safari-Zeit verloren. Der Fahrer kann das nicht so recht verstehen, aber sehr nachdrücklich wiederhole ich nun, dass ich hier bitte einfach WEGMÖCHTE. OK, nun haben sie es auch verstanden. 😉
Das diese Entscheidung goldrichtig war, zeigt sich schon kurz danach. Wir biegen wieder in den dichten Wald ein und sind dort ganz alleine auf weiter Flur.
Und da sehen wir etwas recht Merkwürdiges mitten auf dem Weg. Was bewegt sich denn da so seltsam? Erst von Näherem erkennen wir zwei eng verschlungene Warane. Es sieht wie ein Kampf aus.
Doch weit gefehlt, es handelt sich hierbei vielmehr um eine Paarung, wie uns der Guide verrät. So etwas habe ich noch nie gesehen. Fasziniert beobachten wir minutenlang die beiden Warane, die sich von uns überhaupt nicht stören lassen. Ich lasse mal die Bilder sprechen. Manches erinnert an eine Waran-Tanzstunde.😉
Was für ein Erlebnis! Dafür lasse ich doch gern ein winzig kleines, kaum erkennbares Leo-Fleckenmuster im tiefen Busch sausen.
Ich bitte ihn stattdessen, bloß schnell wegzufahren von hier. Sven und ich sind uns einig, auf diesen Spuk haben wir keine Lust mehr. Dann lieber andere Tiere, aber ohne die Massen erleben, die es inzwischen hier gibt.
Hi Tina, das kann ich sehr gut nachvollziehen- das hätten wir genauso gemacht! Alles andere wäre auch verschenkte Zeit gewesen und ihr hättet wohl das Waran-Tänzchen verpasst! Bin schon ganz gespannt was euch an diesem Tag noch so vor die Linse gekommen ist - der Anfang war jedenfalls schon toll.
Tolle Fotos von der Tanzstunde! Der arme Spießvogel, der Schnabel ist ja wirklich unverhältnismäßig lang. Spezialisiert sein ist bestimmt nicht immer leicht.
Liebe Tina, das ist doch ein schöner Safari-Auftakt! Wer braucht schon Leoparden, wenn er tanzende Warane haben kann? 🙂 Und die Vogelausbeute lässt sich doch auch sehen! Aber dass im Wilpattu jetzt 20+ Fahrzeuge an einer Sichtung stehen, hat mich jetzt schon überrascht/geschockt. Ich hatte meine Leoparden und den Lippenbären 2018 quasi allein für mich. Das sind ja Yala-Verhältnisse!
Wie schön, ein neuer Reisebericht von dir! Nach 5 Wochen Camperurlaub in Nordnorwegen habe ich nun wieder Zeit, einiges im Forum nachzulesen. Das ist ja wirklich eine wunderschöne Reise, von der du uns berichtest! Die Fotos sind super schön und ich liebe deinen Schreibstyl! Ich freue mich auf die Fortsetzung!
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200718. Juni 2025 ·
Hallo zusammen,
ich freue mich gerade über die vielen Kommentare und natürlich, dass ihr weiterhin dabei seid. 😊 Das motiviert doch sehr zu schreiben.
@Konni: lieben Dank wegen dem Bericht.😊Und schön, dass Du mich da verstehen kannst und es genauso gemacht hättest. So einen Massenauflauf in der Natur erzeugt bei mir auch immer einen akuten Fluchtreflex. Und hier hat sich der nun wirklich noch gelohnt, da es um die nächste Ecke Spannenderes gab. Aber auch der Rest des Tages hatte noch einiges zu bieten, wenn auch kein Waran-Tänzchen mehr.😉
@Yvy: danke für das Foto-Lob! 😊Ich habe bei den Waranen wild drauflos fotografiert, da das alles so skurril aussah. Ja, die Spießbekassine sieht schon auch sehr eigen aus. Aber gerade das gefällt mir. Spezialisiert zu sein - mit besonders langem Schnabel - hat bestimmt auch viele Vorteile, wenn es ums Picken im hohen Gras geht.
@Picco: dann hoffe ich mal, Du meinst nicht die ersten beiden eher kampfartigen Bilder, die Dich an die Tanzstunden mit Sabine erinnern. 😄 😉 Eine weitere wochenlange Urlaubspause gibt es erstmal nicht, aber ein klitzekleines langes Wochenende, wo ich ab morgen mit einer Freundin verreist bin, muss ich doch noch beichten. 😗 Nächste Woche wird’s daher erst weiter gehen.
@Sascha: lieben Dank! 😊 Mit den tanzenden Waranen waren wir auch sehr zufrieden. Das ist das Schöne, dass einen die Natur immer wieder überraschen kann. Ich kann Dich ansonsten beruhigen. Der große Jeep-Auflauf bei dem Leoparden im Wilpattu war zum Glück eher eine absolute Ausnahme. Da hatten sich wohl alle, die vom Osteingang und Südeingang kamen zur Frühstückspause gesammelt, als zufällig in der Nähe des Rastplatzes der Leo gesichtet wurde. Im letzten Jahr durfte ich ja auch einen ganz alleine erleben und den Rest des Tages haben wir nicht mehr viele Autos auf einmal gesehen und hatten die meisten Sichtungen nur für uns. Yala-Verhältnisse stelle ich mir noch ganz anders vor.
@JP K: Auch Dir lieben Dank wegen der Fotos. 😊Sri Lanka lohnt sich wirklich sehr. Ich hoffe dass ich Dich im weiteren Verlauf noch weiter überzeugen kann, es damit bald einmal zu versuchen.
@Sue: vielen Dank für das tolle Kompliment zu meinem Bericht. Das freut mich riesig! 😊 Und natürlich auch, dass Du jetzt mitliest. Es war aber auch wirklich eine Traumreise für uns und da kommt noch einiges. 5 Wochen Norwegen klingt ebenfalls toll. Schön, so viel Zeit zu haben. Das hört sich sehr entschleunigend an und ich hoffe, es hat Euch gefallen. Mein Kollege ist da auch Fan und campt gerade in Nordnorwegen. Aber auch hier im Forum wird über Norwegen ja inzwischen auch ab und zu geschrieben.
Liebe Grüße an alle und noch eine schöne, sonnige Woche – mit Feiertag wie in einigen Teilen Deutschlands – oder ohne! Tina
Liebe Tina, ich habe bisher nur im Stillen mitgelesen, aber das ist ja eigentlich doof! Von daher: vielen Dank für den tollen Bericht! Ich bin gleich doppelt gespannt, da wir ggf. nächstes Jahr auch nach Sri Lanka wollen und in Teilen eine ähnliche Route vorbereitet haben (Wilpattu, Dambulla, Gal Oya)! Insb. auf deine Erfahrungen in Gal Oya freue ich mich, da ein Spezialreiseanbieter uns eher davon abraten wollte; es liegt für uns aber günstig und sieht zumindest auf den Bildern sehr schön aus 🙂
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200723. Juni 2025 ·
@Dennis: sehr gerne und vielen Dank wegen dem Bericht. 😊 Über Kommentare freue ich mich immer. Mit Wilpattu, Dambulla und Gal Oya macht ihr ganz sicher nichts falsch. Jede Region hat auf ihre Weise Interessantes zu bieten und ich finde es immer schön, ganz verschiedene Eindrücke vom Land zu bekommen. Wir hatten im Gal Oya NP leider nur etwas Pech damit, dass der Wasserstand - wegen den für die Trockenzeit ungewöhnlichen Regenfällen im Januar – so hoch war. Da hatten sich die Tiere in den Busch zurückgezogen und wir haben auch keine schwimmenden Elefanten gesehen. Sonst soll man die aber sehr regelmäßig sehen und das muss fantastisch sein. Bei der Bootsfahrt konnte man trotzdem ein paar Tiere und vor allem Vögel sehen. Falls Ihr da im nächsten Jahr hinfahrt, drücke ich die Daumen für schöne Sichtungen. Viel Spaß noch beim Planen!
@Picco: OK, schon vergessen, Herr Tanzlehrer. 😄 😉 Weiter geht es am Mittwoch mit einem neuen Kapitel aus dem Wilpattu Park.
@Annick: Lieben Dank. Schön, dass Dir die Bilder gefallen. 🙂 Ja, das war wirklich Glück, das uns die Warane den Gefallen getan haben, sich so herzlich wenig um uns zu kümmern und sich ausgiebig ablichten zu lassen.
Allen einen schönen Tag und einen guten Start in die Woche Liebe Grüße Tina
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200726. Juni 2025 ·
19.02.2025 (Safari im Wilpattu Park - Teil 2)
Nach dem unerwarteten Waran-Intermezzo im tiefen Wald erreichen wir eine größere Lichtung. Unser Fahrer meint den Alarm-Call eines Axishirsches wahrgenommen zu haben. Und nun hören wir es auch. Einen Leoparden ohne großen Massenauflauf zu sichten, wäre natürlich schon genial. Das Adrenalin steigt. Und während wir uns noch suchend beim Tuckern am Waldrand entlang die Hälse verdrehen, stoppt er auf einmal abrupt und wendet hastig. Aufgeregt teilt er uns mit, dass er im Rückspiegel in einiger Entfernung einen Leoparden die Straße hätte kreuzen sehen. Das gibt es doch gar nicht. So knapp vorbei und wir haben nichts bemerkt. 😣 Wir suchen noch eine ganze Weile den Waldrand ab und bleiben an besagter Stelle einige Zeit stehen, doch der Leo ist und bleibt zu unserem größten Bedauern verschwunden. Chance verpasst. Leider nicht zu ändern.
Und es gibt noch ein ganz anderes Problem. Unser Fahrer hat sich bei den diversen Wendemanövern auf Raubtiersuche im nassen Schlamm des Weges festgefahren und steckt fest. Na sowas. Es dauert fast eine Viertelstunde, bis er den Wagen wieder herausbugsiert hat. Schon etwas merkwürdig, dass das robuste Safarifahrzeug dies so schlecht schafft. Aber noch denken wir uns nicht viel dabei...Der Park ist aufgrund der heftigen, vergangenen Regenfälle im Wald und an schattigen Stellen generell noch sehr matschig. Ein großer Unterschied zum letzten Jahr, wo der Boden jahreszeitgemäß für Februar staubtrocken war.
Nach so viel Aufregung für nichts sind wir nun froh, wieder andere Tiere zu sehen. Eine Gruppe Spotted Deer ist am Waldrand unterwegs. Und mittendrin, als gehörte er dazu, ein Pfau, der gerade ein schönes Rad schlägt.
Damit verdeckt er fast etwas unverschämt den stattlichen Axishirsch hinter ihm, den ich auch gern abgelichtet hätte.
Doch in diese friedliche Idylle kommt plötzlich Unruhe hinein. Ein Weibchen der Gruppe hat wohl etwas Bedrohliches im Wald gewittert oder gesehen und die ganze Gruppe stellt sich in Habachtstellung hinter ihr auf.
Interessant zu sehen, wie das vordere Tier nahezu provozierend immer wieder mit einem Vorderhuf aufstampft in Richtung der Gefahr im Walde. Das geht einige Zeit so. Es scheint jedoch ein Fehlalarm gewesen zu sein. Alles beruhigt sich wieder und es wird friedlich weiter gegrast.
Und auch der Pfau ist - mit nunmehr eingeklappten Rad - ganz in der Nähe geblieben.
Auch wir ziehen weiter in Richtung eines Sees. Natürlich gibt es dort wieder einige Wasservögel zu entdecken. Neben den bereits im Park entdeckten Arten, sehe ich hier zum ersten Mal einen Bruchwasserläufer (Wood Sandpiper).
Auch ein Wasserbüffel hat es sich mitten in seinem Element gemütlich gemacht.
Durchs hohe Gras in Seenähe kriechen mehrere Warane. Diesmal allerdings keine paarungswilligen, sondern alles Einzelgänger.
Und auch ein Rotschenkel (Common Redshank) stakst durchs satte Grün.
Wir verlassen die Gegend um den See und ich freue mich für Sven, dass er kurz darauf erstmalig Wasserbüffel auch an Land sehen kann.
Auf einen ist gerade ein Reiher gehopst, was sich der Büffel gerne gefallen lässt. So ein persönlicher Insektenwegknabberer ist doch immer praktisch. Win-Win-Situation unter Tieren.
Im Wald dann die nächste Sichtung, die Sven auf seiner Seite entdeckt. Ein Haubenadler (Changeable Hawk-Eagle) keine fünf Meter entfernt von unserem Auto. Und das Beste ist, dass der Raubvogel keine Anstalten macht, wegzufliegen. Im Gegenteil wendet er sich uns sogar interessiert zu. Was für ein schöner, stattlicher Vogel und was für ein Glück für uns!
Es geht nun Richtung Rastplatz für das Mittagessen. Es ist übrigens immer der Gleiche und auch einzige im Wilpattu Park, den daher alle Fahrzeuge ansteuern. Kurz vorher begegnen wir noch einer Rotte Wildschweine und freuen uns über den nächsten Haken auf unserer imaginären Säugetier-Sichtungsliste.
Die Schweinchen sorgen für einen kurze Wegblockade, als sie hübsch eins nach dem anderen die Straße überqueren. Bei der Hitze nur keine Eile scheint ihr Motto.
Dann dürfen wir endlich pausieren, uns über die Pakete fürs Mittagessen hermachen und etwas im Schatten verschnaufen. Wir sind jetzt genau hier, etwa in der Mitte des Parks....
...umgeben von spielenden Hutmakaken und solchen, die alles, was am Boden liegt, ganz genau inspizieren.
Niedlich sind die kleinsten Äffchen, die auch schon eifrig ihre Umgebung erkunden.
Bisher sind wir recht zufrieden mit den unterschiedlichen Sichtungen. Aber natürlich fehlt mir immer noch eins: der heiß ersehnte Lippenbär! Ohne den fahre ich heute nicht zurück. 😈 😉 Und Sven hätte gern einen Leo. Mal sehen, was der Rest des Nachmittags auf Safari für uns bereithält und ob diese anspruchsvollen Wünsche erfüllt werden können…
Weiter geht es hier voraussichtlich ab morgen Abend (bzw. vermutlich Nacht 😎 ).
Champagner8’796 Beiträge · seit 201026. Juni 2025 ·
Guten Morgen von der Lerche an die Eule 😄 !
Endlich habe ich mich hier wieder aufs Laufende bringen können und bin schwer begeistert von deinen tollen Fotos und ingesamt von dem schönen Bericht - es macht sehr viel Spaß, dabei zu sein!
Für das nächste Kapitel drücke ich quasi rückwirkend die Daumen 😎 und bin gespannt darauf.
Liebe Tina, es macht Spaß, mit euch durch den Wilpattu NP zu düsen! Der Park ist einfach schön und eure Sichtungen klasse. Natürlich halte ich die Daumen für den Lippenbären... 😉 Weil mich als Echsenhalter aus Jugendtagen das scheinbare Paarungsverhalten der Warane verwundert hat, habe ich hier nochmal nachgelesen und glaube, dass ihr eher ein Konfliktverhalten - genauer die Clinch-Phase - beobachten konntet. Wikipedia schreibt dazu: "Diese Konflikte werden üblicherweise mit einem Kommentkampf gelöst. Solche Kämpfe können in allen Geschlechterkonstellationen auftreten und der Ablauf ist von Art zu Art verschieden. Anfänglich werden meist Drohgebärden ausgetauscht: Die Warane beginnen intensiv zu züngeln, nicken mit dem Kopf und blähen mithilfe des Zungenbeinapparats ihre Kehle auf. Die Rivalen beginnen laut zu hissen (zischen, fauchen) und richten sich teilweise auch leicht auf die Hinterbeine auf. Lässt sich keiner der Rivalen einschüchtern, so beginnt die clinch-Phase, die von wenigen Sekunden bis zu einer Stunde dauern kann. Beide Kontrahenten richten sich auf ihren Hinterbeinen auf, legen ihre Vorderbeine um den Schulterbereich des Rivalen und versuchen, sich gegenseitig niederzuringen. Schließlich wird ein Waran niedergerungen und der Sieger besteigt das unterlegene Exemplar (Pseudokopulation)."
Ich bin gespannt auf die Weiterfahrt! Herzlich Sascha
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200727. Juni 2025 ·
@Liebe Bele: schön, dass Du wieder dabei bist. Und natürlich besten Dank wegen dem Bericht. Das freut mich wirklich sehr zu lesen. 🙂 😘 Gleich versuche ich noch ein Kapitelchen einzustellen. Die Eule, die leider immer noch wach ist, wünscht Dir gleich einen guten Morgen. 😄 😉
@Lieber Sascha: das Kompliment kann ich zurückgeben. Vielen Dank! Und witzig, dass wir nun gerade wirklich parallel von unseren Safaris berichten. 🙂 Das mit den Waranen ist ja interessant. Super, danke für Aufklärung! Genauso wie beschrieben bei Wikipedia war es. Ich als Nicht-Echsenhalterin war da völlig unbedarft und habe natürlich alles geglaubt, was der Guide so erzählt hat. Aber vielleicht war auch die Sprachbarriere Schuld und wir haben ihn falsch verstanden dabei.
Liebe Grüße, auch an allen stillen Mitleser und Danke-Drücker an dieser Stelle einmal. Ich freue mich sehr, wenn der Bericht gelesen wird. 🙂