Hallo Betti, nochmals vielen Dank für die eindrucksvollen Fotos von Kubu. Schade, dass ihr einen der ältesten Baobabs der Welt nicht mehr erleben durftet. Wir konnten ihn 2015 noch bewundern. Er muss ein paar Jahre danach gestorben sein.
Grüessli von der Gromi
Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA
Reisebericht 2018: NA, BW, NA
Die Bäume im pastelligen Abendlicht, die Felsbrocken, die Weite und das Nichts rundherum - das stelle ich mir auch wunder-, wunderbar vor! Ich kann vollkommen verstehen, warum das so ein Sehnsuchtsziel ist.
Danke für die genialen Bilder und den gut erzählten Bericht!
Oben am Baobab leuchtete gleißendes Licht. .... Erleichtert drehte ich mich um. Und schlief endlich tief und fest ein.
😄 😄 😄 Wie schön, dass ihr es geschafft habt und die erhoffte Mysthik und magischen Momente genießen durftet - ganz tolle Fotos!!! Aber ich hätte sicher den gleichen Respekt vor der Strecke - bräuchte auch einen Shabba 😉 Vielen Dank für´s Berichten, VG aus dem eingeschneiten München, Nette
Hallo Betti, wow - ein toller Reisebericht und super Fotos!! Vielen herzlichen Dank dafür. Auf der weiteren Safari bin ich gerne dabei. Viele Grüße, Sabine
BeatnickThemenstarter1’721 Beiträge · seit 201606. Dez. 2023 ·
Guten Abend ihr Lieben,
Mabe schrieb:Kubu ist schon wahrlich ein magischer Ort!
Oh ja, seufz...!!!
Mabe schrieb:Eure Art, Kubu zu erleben, war jetzt noch eine ganz spezielle Herangehensweise.
Das kann man wohl sagen. 😉
Gromi schrieb:Schade, dass ihr einen der ältesten Baobabs der Welt nicht mehr erleben durftet. Wir konnten ihn 2015 noch bewundern. Er muss ein paar Jahre danach gestorben sein.
Oh ja, wirklich ein toller Baum. Gigantisch!
rik m. schrieb:Ich kann vollkommen verstehen, warum das so ein Sehnsuchtsziel ist. Danke für die genialen Bilder und den gut erzählten Bericht!
Merci, meine Liebe!
speed66 schrieb:Wie schön, dass ihr es geschafft habt und die erhoffte Mysthik und magischen Momente genießen durftet - ganz tolle Fotos!!!
😊 😘
speed66 schrieb:Aber ich hätte sicher den gleichen Respekt vor der Strecke - bräuchte auch einen Shabba
Ich finde immer noch, das war eine sehr gute spontane Eingebung - und sicher auch Glück, dass er dann Zeit hatte und wollte. Aber man findet sicher immer jemanden, vor allem, wenn man das von vornherein so angeht.
Makalani schrieb:wow - ein toller Reisebericht und super Fotos!!
1000 Dank, Sabine! Und schön, dass du mitfährst!
Mal sehen, ob ich das nächste Kapitel noch fertigbringe. Ich versuche es.
BeatnickThemenstarter1’721 Beiträge · seit 201607. Dez. 2023 ·
9. September: Magische Momente auf Kubu Island
Wir hatten den Wecker gestellt, um keinesfalls den Sonnenaufgang zu verpassen, doch das wäre gar nicht nötig gewesen. Noch vor Sechs war ich wieder wach – und fühlte mich trotz der kurzen Nacht richtig gut. Ich sprang aus dem Auto und trat den leider notwendigen Gang zum Plumpsklo an, er ließ sich einfach nicht vermeiden.
Größere Geschäfte verweigerte mein Körper allerdings in Anbetracht der schauerlichen Örtlichkeit, und ich war nicht undankbar dafür. Waren meine Zeiten als hoffnungsvolle Apnoetaucherin doch lange vorbei. Als Kind hatte ich in der Badewanne fleißig geübt und war in einem Haufen knisternden Badeschaums unermüdlich immer wieder abgetaucht, mein Vater hatte mir sogar eine Stoppuhr geschenkt. Wahrscheinlich konnte ich damals gut eineinhalb Minuten oder länger die Luft anhalten. Mehr als 40 Jahre später bin ich von der Bestform meiner Kindertage aber weit entfernt und so platzten mir fast die Lungen, als ich nach meiner kleinen Stippvisite wieder aus dem Verschlag stolperte, der trotz geöffneter Tür eine äußerst penetrante Note verbreitete.
Zurück am Auto hatte sich auch Shabba aus seiner Bettrolle geschält, nur Thomas schlummerte trotz unserer Betriebsamkeit noch selig. Ich wechselte das T-Shirt, alles andere musste bis zum Nachmittag warten, kurbelte meinen Sitz nach oben und nun regte sich auch etwas widerwillig meine bessere Hälfte. Ungewohnt schnell kam Thomas jedoch auf Betriebstemperatur, denn der Morgen graute und wir wollten bei Sonnenaufgang auf der Pfanne sein.
Wir packten das wenige zusammen, was wir zu verstauen hatten, und verließen unsere Campsite. Shabba hatte die Wahl gehabt, sein eigenes Ding zu machen oder uns bei unserem Ausflug zu begleiten. Er wollte mit, und gemeinsam rollten wir um kurz nach Sechs los.
Wir hatten uns am Vortag einen schönen Platz zwischen den Baobabs für den Tagesanbruch ausgesucht, und unser Timing passte gut. Kaum hatten wir den Wagen abgestellt und waren nach oben zu den Bäumen marschiert, lugte die Sonne über den Horizont.
Es war ein milder, windstiller Morgen, und ich genoss ihn mit jeder Faser.
Wir wanderten zwischen den Baobabs umher, die so urtümlich wirken und fast wie im Märchen.
Dann gingen wir zum Auto zurück, fuhren ein Stück in die andere Richtung, hielten an, kletterten umher und ließen uns einfach treiben. Bei jedem Schritt änderte sich die Perspektive.
Was für eine Kulisse - und unter unseren Füßen knirschte das Salz wie Schnee.
Wir liefen umher, fast eineinhalb Stunden lang, es war einfach zu schön.
Schließlich fuhr ich uns ein ganzes Stück auf die Pfanne hinaus, mitten hinein in die weiße Weite. Wir fühlten uns so klein und gleichzeitig auch groß, vor allem aber großartig.
Ich klaubte die Reste unserer Vorräte zusammen, und Shabba bekam das letzte Knäckebrot, das er so sehr liebte. Wir frühstückten in der Sonne, mitten im Nichts. Mehr ging nicht.
Um halb Zehn brachen wir auf. Nichts konnte den Morgen mehr toppen. Ich übergab Shabba den Schlüssel, der nun wieder übernahm. Langsam rollten wir an Kubu vorbei, ich drehte mich um und blickte strahlend zurück. Es war mir nichts schuldig geblieben.
Shabba steuerte so sicher wie auf dem Hinweg; wenn auch zunächst in die falsche Richtung, weil wir einen Abzweig verpasst hatten. Das Wegenetz kann verwirren. Thomas bemerkte den Fehler schnell dank seines GPS. Und freute sich, dass es seinen Zweck noch erfüllt hatte.
Nach gut dreieinhalb Stunden waren wir zurück auf Asphalt. Und konnten kaum glauben, dass unsere Tour erst einen Tag zuvor hier begonnen hatte. Es schien so lange her zu sein.
An der Tankstelle stieg Shabba aus. Er lobte unseren "strong car", wir seine Umsicht beim Fahren. Er war ein sehr angenehmer Reisegefährte gewesen. Wir hatten nie über Geld gesprochen und wir wussten, er wollte die Gelegenheit nutzen und Kubu Island endlich wieder einmal besuchen. Ursprünglich hatten die Sleepouts von Planet Baobab dort stattfinden sollen, und das hätte ihn wohl regelmäßig dorthin geführt. Doch die Community hatte mit den Campsites ihre eigenen Pläne, und so wurde nichts daraus.
Wir zahlten ihm nun eine Summe, die wir für angemessen hielten und baten ihn um seine ehrliche Meinung. Er war sichtlich einverstanden und freute sich. Wir waren dankbar für diese Win-win-Situation, die wohl für uns alle eine glückliche Fügung gewesen war.
Unsere Wege trennten sich. Shabba fuhr zurück nach Francistown, wir zur Nata Lodge. Weit hatten wir es nicht.
Wir bezogen ein Safarizelt auf einer erhöhten Plattform, das ganz nach unserem Geschmack war, und holten genüsslich all das nach, was wir am Morgen versäumt hatten. Zähneputzen, Klamotten sortieren, duschen, Haare waschen, rasieren. Dann legten wir uns am Pool in den Schatten der hohen Palmen, in denen die Papageien krächzten. Ich war müde und glücklich und schlief immer wieder ein.
Am Abend aßen wir lecker auf der Terrasse, quatschten sehr nett mit anderen Gästen und beobachteten die Buschbabys, die von Baum zu Baum sprangen. An einer Futterstelle kann man sie mit Glück aus der Nähe betrachten, doch wir waren zu k.o., um auszuharren. Wir wollten ins Bett. Ich genoss es, mich lang auszustrecken, kuschelte mich ins Kissen und träumte von Kubu Island.
Wunderschöne Bilder mit netter Erzählung! Ja, wir könnten wohl alle ein Bilderbuch betitelt “Toiletten rund um den Globus” herausgeben. Allerdings würde dann der Stinkfaktor nicht rüberkommen. 😉 Wart ihr schon mal in der Nxai Pan bei den Baines Baobabs? Sehr ähnlich, dort wie Kubu. Lieben Dank und Grüße von Katrin
BeatnickThemenstarter1’721 Beiträge · seit 201607. Dez. 2023 ·
Hallo ihr Lieben,
Makra schrieb:Wunderschöne Fotos - ich bin total begeistert !
Wow, das freut uns! 🤪 Vielen lieben Dank für das schöne Kompliment!
Sadie schrieb:Ja, wir könnten wohl alle ein Bilderbuch betitelt “Toiletten rund um den Globus” herausgeben.
😄 😉
Sadie schrieb:Wart ihr schon mal in der Nxai Pan bei den Baines Baobabs? Sehr ähnlich, dort wie Kubu.
Nein, waren wir nicht, haben uns aber sagen lassen, dass es zwar beides Pfannen / Baobabs sind, aber doch auch große Unterschiede gibt. Wie zum Beispiel die großen Granitfelsen auf Kubu. Ihr kennt ja anscheinend beides, habt ihr das nicht so empfunden? Nxai würde uns so oder so aber sicher auch nochmal reizen!
Champagner8’791 Beiträge · seit 201007. Dez. 2023 ·
Hallo Betti, Thomas und Berti,
ich komme etwas hinterhergehechelt, aber ich habe ja auch keinen Shabba 🤪 !
Wunderschöne Impressionen von Kubu Island und es freut mich riesig für euch, dass das lange und aufwändig geplante Vorhaben nun doch von Erfolg gekrönt wurde 🙂 . Und zwar nicht nur, weil Ihr überhaupt dorthin gekommen seid, sondern weil es keine Menschenansammlungen und sonderbare Aktivitäten vor Ort gab, von denen ich auch schon gehört habe 😣 .
Ich kenne ja nur die Baines Baobabs bei der Kudiakam Pan, aber ich könnte mir vorstellen, dass im Vergleich Kubu Island mit den Felsen noch etwas spannender ist.
Die Stimmung auf der Salzpfanne scheint aber eine ähnlich zu sein hüben wie drüben - zumindest empfinde ich das so aus deinen Zeilen. Es erinnert mich stark an das, was ich auf der Kudiakam Pan gespürt habe. Sooo schön und irgendwie auch unbeschreiblich!
Danke für die vielen tollen Fotos - einfach ein Genuss 🙂 !
Was sind das für wundervolle Aufnahmen dieses magischen Fleckchens Erde 😘 Jedes einzelne Foto bringt die Stimmung toll rüber! Ich freu mich so für Euch 3, dass Ihr diesen Traum verwirklichen konntet! Und Euer Shabba lief Euch genau im richtigen Moment über den Weg ~ so war alles eine glückliche Fügung.
Ich glaube, ich hätte mich auch nicht getraut, den von Dir geschilderten „wilden“ Streckenabschnitt zu fahren…. 😗
Mein 1. Besuch im August bei den Baines Baobabs ließ mich diese Schönheit, die Einsamkeit und die Stille mit Ehrfurcht und Gänsehaut erleben ~ unbeschreiblich! Mir ging es genau so wie Dir, dass ich unbedingt ein Stück alleine sein wollte und das Knirschen der Salzkruste unter den Füßen in dieser riesigen Weite erzeugte richtige Glücksmomente!
Und Kubu Island mit den vielen kleinen Felsen, und so einsam wie Ihr es erlebt habt, scheint auf jeden Fall eine ganze Stufe beeindruckender zu sein…. Seufz ! 😛
Begeisterte und sehnsüchtige Grüße von Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
was für ein Traum - eigentlich fehlen mir die Worte für diese einmaligen Fotos von einer Landschaft wie aus einer anderen Welt. Ach wie gerne würde ich das auch mal sehen, aber wie ich gerade schon bei Bele geschrieben habe, sowas traue ich mir einfach nicht mehr zu. Deshalb ist es umso schöner, dass ich bei euch mitreisen darf. Deine spannenden Erzählungen und Beschreibungen zu den Fotos lese ich immer abends kurz bevor ich ins Bett gehe und schlafe mit diesen tollen Bildern im Kopf ein. Danke dafür!! Ich freue mich auf die nächsten Tage.
also für diesen magischen Ausflug hätte ich mir auch ohne Zögern eine Nacht im Auto um die Ohren geschlagen. 🤩
Die Kombi aus Thomas's Fotos und Betti's Schreibe ist wieder einmal nicht zu toppen. Es kommt mir fast so vor, als sei ich live dabei gewesen.
Ein dickes Dankeschön zwischendurch fürs Teilhaben lassen 😘
Liebe Grüße Kordula 🙂
BeatnickThemenstarter1’721 Beiträge · seit 201609. Dez. 2023 ·
Hallo ihr Lieben,
Champagner schrieb:Wunderschöne Impressionen von Kubu Island und es freut mich riesig für euch, dass das lange und aufwändig geplante Vorhaben nun doch von Erfolg gekrönt wurde . Und zwar nicht nur, weil Ihr überhaupt dorthin gekommen seid, sondern weil es keine Menschenansammlungen und sonderbare Aktivitäten vor Ort gab, von denen ich auch schon gehört habe
Ja, wir hatten auch sehr unterschiedliche Storys gehört. Kubu scheint vor allem ein Abenteuerspielplatz für Südafrikaner zu sein, und ich hatte auch so meine Befürchtungen. Glücklicherweise trat nichts davon ein, das hat uns tatsächlich sehr gefreut - auch wenn es trotzdem schade bleibt, dass dort offenbar ab und zu Halligalli herrscht. 🙁
Champagner schrieb:Ich kenne ja nur die Baines Baobabs bei der Kudiakam Pan, aber ich könnte mir vorstellen, dass im Vergleich Kubu Island mit den Felsen noch etwas spannender ist.
Allein diese ganze versteinerte Vogelka... 😎 Aber mich reizt auf jeden Fall das andere auch nochmal. Überhaupt auch Nxai.
Champagner schrieb:Die Stimmung auf der Salzpfanne scheint aber eine ähnlich zu sein hüben wie drüben - zumindest empfinde ich das so aus deinen Zeilen. Es erinnert mich stark an das, was ich auf der Kudiakam Pan gespürt habe. Sooo schön und irgendwie auch unbeschreiblich!
Absolut!
Champagner schrieb:Danke für die vielen tollen Fotos - einfach ein Genuss!
😘 😘 😘
tigris schrieb:DANKE FÜR DIESE MAGISCHEN MOMENTE
🙂 🙂 🤪 😘 😘 Sowas von gern!!!
tigris schrieb:Ich freu mich so für Euch 3, dass Ihr diesen Traum verwirklichen konntet!
1000 Dank!!! Das ist sehr lieb von dir! Wir freuen uns auch (immer noch).
tigris schrieb:Mir ging es genau so wie Dir, dass ich unbedingt ein Stück alleine sein wollte und das Knirschen der Salzkruste unter den Füßen in dieser riesigen Weite erzeugte richtige Glücksmomente!
🙂
tigris schrieb:Begeisterte und sehnsüchtige Grüße
Du hast Sehnsucht nach mir?!? (kleiner Scherz 😎 )
Silvy schrieb:Ach wie gerne würde ich das auch mal sehen, aber wie ich gerade schon bei Bele geschrieben habe, sowas traue ich mir einfach nicht mehr zu.
🙁
Silvy schrieb:Deshalb ist es umso schöner, dass ich bei euch mitreisen darf. Deine spannenden Erzählungen und Beschreibungen zu den Fotos lese ich immer abends kurz bevor ich ins Bett gehe und schlafe mit diesen tollen Bildern im Kopf ein. Danke dafür!!
Ach Silvy, das ist aber schön und hat uns beide sehr gerührt! Vielen Dank für die tollen Komplimente und wir freuen uns so sehr, dass es dir gefällt und den Schlaf versüßt. Ganz nebenbei ist es auch eine ungeheure Motivation. Also nochmal: Danke!
Dandelion schrieb:also für diesen magischen Ausflug hätte ich mir auch ohne Zögern eine Nacht im Auto um die Ohren geschlagen.
😄
Dandelion schrieb:Die Kombi aus Thomas's Fotos und Betti's Schreibe ist wieder einmal nicht zu toppen. Es kommt mir fast so vor, als sei ich live dabei gewesen.
😊 Wow. Thank you dear!
Ich mach mich dann mal ans nächste Kapitel, ich wünsch euch ein schönes zweites Adventswochenende!
BeatnickThemenstarter1’721 Beiträge · seit 201610. Dez. 2023 ·
10. September: Wiedersehen mit dem Chobe
Am Morgen ließen wird es langsam angehen, trödelten aber auch nicht, denn am Nachmittag hatten wir eine Verabredung am Chobe. Wir packten unsere Sachen ins Auto, fuhren nach vorn auf den Parkplatz und frühstückten ausgiebig und gut unter den Bäumen. Dann verließen wir die Nata Lodge, die wir vielleicht nicht zum letzten Mal gesehen haben: Für einen Besuch des Nata Bird Sanctuary war es die falsche Jahreszeit, darum hatten wir diesmal darauf verzichtet und nur eine Nacht als Zwischenstopp nach Kubu eingeplant.
Bisher war für uns auf dieser Reise alles Neuland gewesen. Die nächsten Stationen waren Wiederholungen - wie auch Kasane und der Chobe Nationalpark.
Wir fuhren auf die A 33, die geradewegs nach Norden führt, und kamen auf dem perfekten Asphalt zügig voran. Aber weil in Botswana die Wildnis eigentlich immer irgendwie präsent ist, gab es mehrfach gute Gründe zu stoppen - oder auch gestoppt zu werden.
Eine der wohl spektakulärsten Sichtungen dieser Reise ist fotografisch leider nicht dokumentiert. Ich fuhr ungefähr die erlaubten 120 km/h, als ich etwas Katzenartiges über die Straßen huschen sah. Was war das? Für einen Leopard zu klein, aber auch kein Gepard oder Karakal - ich schaute angestrengt, war dann aber abgelenkt, denn ein uns entgegenkommender Wagen musste dem Tier ausweichen und kam mir kurzfristig auf unserer Spur entgegen.
Das war alles nicht wirklich gefährlich, ging aber rasend schnell, und so musste ich die Situation erst lösen und konnte nicht einfach spontan anhalten. Ich düste an der Zibetkatze vorbei, von der ich instinktiv wusste, dass es eine war, die mich erschrocken anglotzte und an den Straßenrand gesetzt hatte. Als ich schließlich gebremst und zurückgesetzt hatte, sahen wir sie noch davonlaufen, ein schönes Tier und eine vollkommen unerwartete (Erst-)-Sichtung.
Wir brauchten keine drei Stunden für die 312 Kilometer und waren schon gegen Eins in Kasane, wo wir ein Drei-Nächte-Paket inklusive Gamedrives und Bootsfahrten gebucht hatten. Im Vergleich zu anderen Unterkünften war es für uns das attraktivste Angebot gewesen.
Wir waren mal wieder zu früh dran und konnten noch nicht direkt einchecken. Wir ließen das Gepäck an der Rezeption, setzten uns auf die Terrasse mit Blick über den Fluss und genossen die schönen Ausblicke, die wir schon von 2014 kannten. Es hatte sich nichts verändert.
Ich blickte eher zufällig in den Baum über uns und beobachtete, wie uns etwas intensiv beobachtete. Dann gingen wir noch einmal zur Rezeption und bekamen nun tatsächlich etwas vorzeitig den Schlüssel.
Neun Jahre zuvor hatten wir die Chobe Safari Lodge gebucht, sollten aber in der benachbarten Bush Lodge einquartiert werden. Beides gehört zusammen, liegt auf demselben Gelände und macht auch preislich keinen Unterschied. Wir hatten damals darauf bestanden, in der Safari Lodge zu wohnen, nun stellten wir fest, dass das ein Fehler gewesen war.
Restaurant, Pool, vor allem aber das Zimmer gefielen uns bei der Bush Lodge sehr viel besser. Alles neuer, gepflegter und mit Style, wir fühlten und sofort wohl in dem riesigen Zimmer mit Blick in den Garten, wo sich Warzenschweine, Mangusten und Vögel tummelten. Die schicke und luxuriöse Ausstattung brauchte ich nicht zwingend, wehrte mich aber auch nicht dagegen, sondern genoss den Komfort in den nächsten drei Tagen. Wir hatten uns bewusst dazu entschlossen, etwas länger am Chobe zu bleiben und einfach auch mal Ferien zu machen.
Wir packten aus und ich wusch ein paar Sachen durch, die wir zum Trocknen auf den Balkon hängten. Dann schlenderten wir hinüber zum "Activity Center" der Safari Lodge, wo wir unsere Gutscheine für die nächsten Tage in Buchungen umwandeln konnten.
Es stehen unterschiedliche Angebote zur Wahl, Gamedrives am Morgen und am Abend, Bootsfahrten mit großen und kleineren Booten oder auch ein Tagesausflug zu den Vic Falls, die wir aber schon einmal besucht hatten. Die Sunset-Bootstour mit dem großen, etwas sperrigen Boot hatte uns 2014 nicht besonders gefallen, zu viel Rummel an Bord und auch auf dem Fluss.
Wir entschieden uns für vier Gamesdrives sowie eine private Tour im kleinen Boot am letzten Morgen, damit waren unsere fünf inkludierten Aktivitäten auf die Tage verteilt. Für diesen ersten Nachmittag hatten wir schon länger andere Pläne, wir waren Beles Empfehlung gefolgt und hatten eine private Boatcruise bei Kempho gebucht.
Um 15 Uhr trafen wir sie wie verabredet an der Rezeption der Chobe Safari Lodge, sie begrüßte uns mit einem strahlenden Lächeln und war uns mit ihrer offenen, lebhaften Art auf Anhieb sympathisch. Leider fiel Mujo, der eigentlich unser Bootsführer hatte sein sollen, wegen einer Erkältung aus. Er wurde von Gunnar vertreten, mit dem wir nach einem kurzen Autotransfer in ein kleines, flaches Boot stiegen. Später würden wir Mujo noch unverhofft kennenlernen, aber das wussten wir da noch nicht.
Gunnar schlug zunächst nicht die Richtung zum Nationalpark ein, sondern davon weg. Das hatten wir nicht erwartet, doch wir ließen uns überraschen. Unterwegs gab es viele Vögel zu sehen, und wir genossen es, auf dem Chobe unterwegs zu sein, den Wind in den Haaren und die Sonne im Gesicht.
Schließlich endete der erste Teil unserer Tour an einem Ort, der uns den Atem verschlug. Nicht nur, weil es penetrant nach Guano roch, sondern weil der Anblick so außergewöhnlich und kaum zu fassen war. Auf den Steinen und in den üppigen Bäumen eines riesigen und von Felsen durchsetzten natürlichen Beckens hockten überall Vögel und schnatterten wild durcheinander.
In den Rapids (Stromschnellen) direkt bei Kasane verbirgt sich eine der schönsten Kinderstuben, die ich mir vorstellen kann. Ein ebenso spektakuläres wie friedliches Idyll, das außerhalb des Nationalparks nicht explizit unter Schutz steht, aber für die Vogelwelt von großer Bedeutung ist. Hier ziehen Störche, Pelikane und Co. ihre Brut auf, und das in großer Zahl.
Wir schauten uns das Spektakel eine Weile an, fuhren aber nicht tiefer in das Gebiet hinein. Dass das überhaupt möglich ist, wussten wir noch nicht, würden es aber einen Tag später aus nächster Nähe erleben.
Schließlich fuhren wir zügig zurück und in den Nationalpark hinein, am Eingang legte Gunnar an und erledigte die Formalitäten. Das dauerte nicht lang und langweilig wurde uns ohnehin nicht, denn um uns herum gab es genug zu sehen, ohne dass wir uns überhaupt vom Fleck bewegten.
Der Park ist sehr tierreich und der reinste Garten Eden, vor allem aber für seine großen Elefantenherden bekannt. Als einige Tiere ans Wasser kamen, blieben wir eine Weile bei ihnen stehen. Wir mochten die Perspektive aus dem kleinen Boot.
Nach und nach wurde das Licht immer besser und wir profitierten von der Windstille. Dass der Chobe glatt wie ein Dorfteich dalag, erleichterte das Fotografieren zumindest für mich ungemein. Ich habe nicht gerade die ruhigste Hand, ein ewiges Ärgernis nicht nur auf Reisen.
Einer der Höhepunkte war "Skimmer-Island", der Brutplatz der Scherenschnäbel, den wir umrundeten.
Dann cruisten wir gemütlich auf der anderen Seite der Schwemmebenen zurück.
Gunnar steuerte das Boot geschickt und wir genossen den entspannten Trip in vollen Zügen. Nur die vielen großen Boote, die sich zuweilen rücksichtslos um die Tiere scharten, störten mich auch diesmal wieder.
Wir hielten uns fern davon und freuten uns über all die schönen kleinen Dinge, die der Chobe fast schon im Übermaß zu bieten hat.
Zurück am Ufer wurden wir schon vom Kempho erwartet, die uns den kurzen Weg zur Lodge zurückbrachte. Abends gingen wir in der Safari Lodge essen, wir hatten bei unserer Ankunft einen Tisch reserviert. Wir hätten auch in der Bush Lodge essen können, aber das wollten wir am nächsten Abend ausprobieren.
Es war voll und laut und am Buffet die reinste Schlacht. Das Essen war o.k., die Auswahl riesig. Aber es war nicht unser Ding nach den bisher eher stillen Tagen auf dieser Reise.
Wir flohen in unser Zimmer, das wir wirklich toll fanden, und noch während Thomas Fotos sicherte und dann unter die Dusche stieg, fielen mir die Augen zu.
Liebe BettiBerti, der Bootscruise am Chobe war ein schöner Einstieg in den 2.Adventsonntag, dabei kriegt man doch erst am 24.12. was geschenkt! Dankeschön! Viele Grüße Friederike
mit etwas Corona vernebeltem Kopf habe ich den wieder einmal einzigartig phantastischen Bericht an einem Stück und Wort für Wort über den Nachmittag verteilt durchgelesen. Vorher hatte ich zwischendurch schon immer mal herein gelunst, wollte das aber ganz in Ruhe noch einmal genießen!
Einfach nur vielen Dank, ich liebe es Eure Berichte zu lesen und auch zu sehen 😘 😘 😘