TinochikaThemenstarter1’656 Beiträge · seit 201429. März 2021 ·
Übermut
Nach dieser tollen Sichtung fahren wir nach Olifantsbad. Nomen est Omen, hier baden Elefanten.
Es macht einfach nur Spaß diese gutmütigen und mächtigen Tiere zu beobachten. Sie bewegen sich völlig entspannt und man sieht ihr ausgeprägtes Sozialverhalten.
Die Kleinen tollen herum sie sind voller Energie und schrecken auch nicht vor Raufereien zurück.
Sie beschützen ihren Nachwuchs und greifen bei allzu groben Auseinandersetzungen erzieherisch ein.
Angst vor Feinden brauchen sie in der großen Herde am Wasserloch nicht zu haben. Kein Raubtier würde sie hier angreifen. Über Gembsbokvlakte und Nebrowni fahren wir nach Okaukuejo. Wir checken ein und bekommen unsere reservierte Bungalowhälfte in der ersten Reihe. Hier fühlen wir uns wohl. Während wir an der Rezeption warten schaut Ingrid kurz ins Sichtungsbuch. In Homob sind vor zwei Tagen Löwen mit Löwenkindern gesichtet worden. Das wäre ein Traum… Löwen mit Nachwuchs, wie die Kleinen herumtollen und dem König an der Mähne zupfen. Da es gerade mal 16:00 Uhr ist, machen wir uns kurzentschlossen auf den langen Weg dorthin. Im Nachhinein ärgern wir uns etwas über die Entscheidung. Wir fahren über zwei Stunden durch die Gegend und jagen einem Traum nach. Zwei Tage hat der Löwenclan doch nicht auf uns gewartet.
Der Weg zurück ist noch weit und es wird immer später, das Gate schließt um 19:10 Uhr.
Drei Nasshörner verzögern unsere Rückfahrt. Im schönsten Abendlicht müssen wir natürlich einen Fotostop einlegen.
Um 18:30 Uhr sind wir am Wasserloch von Nebrowni. Dort sehen wir noch im schönsten Licht einen Schakal.
Jetzt darf uns nicht viel mehr über den Weg laufen, es sind noch sechs Kilometer bis Okaukuejo. Auf der Weiterfahrt entdecken wir doch noch Löwen im Steppengras.
Ein zotteliger Schakal läuft direkt an ihnen vorbei.
Aber es heißt ja, wenn es am schönsten ist muß man gehen. Die Zeit darauf zu warten, wie sich die Löwen nach dem langen heißen Tag auf den Weg zum Wasserloch machen, bleibt uns nicht. In Okaukuejo gehen wir noch bei Sonnenuntergang zum Wasserloch und beobachten zum zweiten Mal an diesem Tag Nashörner.
Ein langer Tag geht zu Ende. Wir setzten uns noch eine Weile ans Wasserloch und genießen einen „Old Brown Sherry“. Das Leben ist schön !
Liebe Ingrid, lieber Hartwig, ich war kurz davor, eine Vermisstenmeldung abzusetzen! Aber nun: was für ein Glück - es gibt Euch noch und dieser mit tollen Fotos und launigen Anmerkungen gespickter Bericht wird fortgeführt.... Erwartungsvoll grüßt Friederike
TinochikaThemenstarter1’656 Beiträge · seit 201412. Jan. 2022 ·
23.11.2019
Auf der Suche nach unserem Leoparden
Wir wollen heute Morgen so schnell wie möglich nach Aus fahren um den Leoparden zu finden, von dem wir gestern nur das Hinterteil beim Wassertank gesehen haben. Wir hoffen, dass es diesmal klappt und wir nicht weiter puzzeln müssen um endlich auf dieser Reise unseren Leoparden zu entdecken.
Wir fahren Richtung Nebrowni, denn hier liegen meistens die Löwen herum. Heute Morgen ist aber am Wasserloch nichts los und so geht es gleich weiter Richtung Aus. Unterwegs begegnet uns noch ein Weißflügeltrappe,
er hat aber weder Lust einen Helikopter Start hinzulegen noch möchte er uns mit seinem Gegacker erfreuen.
Also nur kurzer Fotostop und weiter gehts.
Eigentlich wollten wir bis Ondonga fahren, um von dort möglichst schnell nach Aus zu kommen. Ich passe aber nicht auf und biege eine Abfahrt zu früh nach links ab. Nach ein paar Kilometern bemerke ich meinen Fehler, die Gegend sieht völlig anders aus als einen Tag vorher. Um sicher zu gehen, bleiben wir stehen und sehen uns den Etosha Plan an. Wir sind auf dem Weg nach Gemsbokvlakte.
Wir fahren schließlich einen Umweg von gut 17 Kilometern, was hier ja gleich bedeutet, dass man über eine halbe Stunde Zeitverlust hat. Die Chance auf eine Leopardensichtung sinkt mit aufsteigender Sonne. Als wir schließlich Aus erreichen ist von dem Leoparden weit und breit nichts zu sehen. Nur eine einsame Giraffe stillt ihren Durst.
Im Hintergrund sind die Wassertanks zu sehen, wo wir gestern das Hinterteil vom Leoparden entdeckt hatten. Das war dann wohl nichts mit unserem ersten Morning Game Drive bei Okaukuejo. Etwas enttäuscht fahren wir wieder zurück und treffen dort Frau Weißflügeltrappe beim Morgenspaziergang.
Auch zeigt sich noch ein Weißbürzel-Singhabicht im schönen Morgenlicht.
Wir fahren weiter. In Nebrowni ist das Licht besonders schön und weich. Dort beobachten wir noch eine Weile das Geschehen am Wasserloch.
Ein Springbock fällt dabei besonders auf. Seine Färbung ist wesentlich heller, als die der anderen.
Darüber scheint sich sogar der Schakal,zu wundern.
Rechtzeitig kommen wir wieder in Okaukuejo an und können noch im Restaurant frühstücken.
TinochikaThemenstarter1’656 Beiträge · seit 201414. Jan. 2022 ·
23.11.19
Nach dem Frühstück
Den restlichen Vormittag verbringen wir im Camp. An der Rezeption wird ein Stück Rasen bewässert. Dort sehen wir Schmetterlinge
und eine Akaziendrossel.
Wir haben den Waterhole Bungalow Nr. 1. Dieser hat eine geniale Lage. Wenn wir in Okaukuejo sind versuchen wir immer diesen oder einen in der Nähe zu bekommen. Mittlerweile fühlen wir uns dort wohler, als in einem Premier Waterhole Chalet.
Von den Waterhole Bungalows ist man auch schnell am Wasserloch und man steht in diesen nicht unter ständiger Beobachtung.
Maricoschnäpper
Gelbschnabeltoko
Mahaliweber
Rotbauchwürger
Maskenbülbül
Rotschulter-Glanzstar
Am Wasserloch schauen wir dem Treiben der Tiere zu.
Spitzmaulnashorn
...mit Schwarzkopfreiher
Es ist schon lange her, wo wir uns dort so viel Zeit für das Tagesgeschehen genommen haben.
Gegen 15:00 Uhr hält uns aber nichts mehr.
Wir haben auch nicht mehr ewig Zeit um unseren Leo doch noch zu finden.
Hallo Konni, wir bleiben dran, der nächste Reisebericht vom KTP wartet ja schon auf die Veröffentlichung. Viele Grüße
Liebe Ingrid, lieber Hartwig,
ich bin begeistert, dass Eure unendliche Geschichte mit dem Rollenkoffer nun zügig weitergeht…. Schön, dass Ihr den alten Bericht doch noch fortsetzt! 🤩 Die Story „Lost im Kaokoveld“ wartet ja auch noch in der Schublade auf ein neues Leben, oder? 😈
Ich bleib auf jeden Fall bei Euch dabei 😘
Ganz dolle Grüße aus der Ferne Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
wir bleiben dran, der nächste Reisebericht vom KTP wartet ja schon auf die Veröffentlichung.
Hi Hartwig, ich bleibe auch dran und freu mich schon auf den KTP. Aber vorher genieße ich natürlich noch sehr gerne die tollen Bilder aus meinem Lieblingspark. Das hier ist mein heutiger Favorit
aus der Perspektive erinnert mich der Hornträger irgendwie an ein auftauchendes U-Boot.
TinochikaThemenstarter1’656 Beiträge · seit 201415. Jan. 2022 ·
Casimodo schrieb:
Noch niemals hat uns hier jemand so lange warten lassen wie Ihr Umso nötiger ist ein dickes Dankeschön
Hallo Carsten,
Du hast recht. Wir fühlen uns schuldig und werden jetzt ganz schnell weitermachen.
tigris schrieb:
Die Story „Lost im Kaokoveld“ wartet ja auch noch in der Schublade auf ein neues Leben, oder?
Hallo Simone,
auf jeden Fall, aber erst einmal wird der Rollenkoffer noch ein wenig gerollt und nach dem KTP geht es wieder zurück ins Kaokaveld.
Daxiang schrieb:
Aber vorher genieße ich natürlich noch sehr gerne die tollen Bilder aus meinem Lieblingspark
Hallo Konni,
wir sind auch immer wieder gerne im Etosha. Nur bei diesem Aufenthalt war es schon extrem trocken und für uns war es manchmal schwer die Tiere bei ihrer Futtersuche zu beobachten. Viele waren schon sehr abgemagert.
Mit Erleichterung haben wir ja in Eurem Bericht gesehen, dass es geregnet hat und es den Tieren wieder besser geht.
Es ist kaum zu glauben, dass es schon über zwei Jahre her ist, dass wir zum letzten Mal im Etosha waren. Jetzt beim weiterschreiben kommt es uns so vor als wären wir gerade zurück aus dem Park.
TinochikaThemenstarter1’656 Beiträge · seit 201415. Jan. 2022 ·
Über Nebrowni, Gemsbokvlakte und Olifantsbad machen wir uns auf die Suche.
In Gemsbokvlakte angekommen sehen wir am Wasserloch ein Nashorn mit gestutzten Hörnern. Seit auch hier im Etosha die Wilderer unterwegs sind, greift man zu dieser Maßnahme um die Tiere zu schützen.
Ein Gaukler
und Helmperlhühner leisten Gesellschaft.
Kurz vor Aus können wir unser Glück nicht fassen. Der Leo liegt nur ein paar Meter von der Straße entfernt im Gebüsch.
Da noch kein weiteres Auto zu sehen ist können wir uns besonders gut positionieren. Niemand versperrt uns die Sicht auf die schöne Katze.
Nach gefühlt hunderten von Fotos kommen noch weitere Fahrzeuge an. Wir haben ihre Aufmerksamkeit geweckt und zeigen auf den Leo. So ist auch deren Tag gerettet. Da es dem Leo langsam zu bunt wird, steht er auf,
läuft zwischen den Autos über die Straße und verschwindet im Busch.
Er hat jetzt nach einem so langem Shooting sicher Durst. Wir beschließen zur Aus Wasserstelle zu fahren um dort auf ihn zu warten.
Wir warten insgesamt eine Stunde. Nichts tut sich am Wasserloch. Neben unserem Auto ist eine Sabotalerche auf Nahrungssuche.
Wir werden das Gefühl nicht los, dass sie sich durch uns belästigt fühlt.
Eine Sunde ist schon eine lange Zeit, wir bezweifeln mittlerweile, dass der Leo noch erscheint. Er ist ja nur ca. 500 m entfernt vom Aus Wasserloch verschwunden. Wahrscheinlich hat er sich nur ein ruhigeres Fleckchen ausgesucht und döst nach Katzenart im Gebüsch. Jetzt kommt noch ein Tour-Guide von einem Safariveranstalter aus Swakopmund mit zwei Touristinnen vorbei. Sie beobachten auch das Wasserloch, vielleicht hat Ihnen ja jemand was geflüstert, dass hier in der Nähe ein Leo ist.
Wir möchten jetzt doch langsam los fahren, halten aber noch kurz bei ihm an und erzählen von unserem Sichtungsglück. Es kommt nur ein müdes Lächeln von ihm zurück.
Im Rückspiegel sehen wir jedoch, dass er uns folgt. Etwa einen halben Kilometer Richtung Olifantsbad sehen wir unseren Leo wieder. Was für ein Glück !!! Er läuft gemütlich am rechten Straßenrand in Richtung Aus.
Der Tour-Guide hält sich hinter uns auf. Da die Straße hier breit genug ist und locker zwei Autos nebeneinander rückwärts fahren können, lege ich den Rückwärtsgang ein und fahre parallel zu dem Leoparden Richtung Wasserloch. Der Tour Guide fährt ebenfalls rückwärts. Nach etwa 100-200 Metern wundere ich mich, dass der Mann aus Swakopmund langsamer wird und so weit in der Mitte fährt, dass ich näher an den Straßenrand ausweichen muss um nicht gegen ihn zu fahren. Die Lösung warum er dies gemacht hat, kommt schnell mit einem lauten Schlag. Er hat mich ganz bewußt in ein Warzenschweinloch am Straßenrand geleitet welches ich im Rückspiegel nicht sehen konnte. Zum Glück habe ich mir nur den hinteren Schmutzfänger abgerissen. Wir wissen nicht, was manche Menschen zu solch einem Verhalten antreibt. War es der Neid, dass wir die bessere Sicht hatten, oder bereitete es ihm einfach nur Vergnügen anderen Schaden zuzufügen. Wir werden es nie verstehen. Danach habe ich gewendet und wir sind noch einmal zum Wasserloch zurück gefahren. Hier konnten wir beobachten, wie der Leo ans Wasser gelaufen ist.
Auf der Rückfahrt kurz vor Gemsbokvlakte sind wir noch an einem Ranger Auto vorbeigefahrenen Wir sehen dort erneut das Nashorn.
Anscheinend sind die Ranger hier um die Tiere zu bewachen. Beide hatten Ferngläser und beobachteten das Nashorn. Pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir wieder in Okaukuejo.
Heute wollen wir uns seit langem wieder einmal an Nachtaufnahmen versuchen. Meist sind wir zu faul dazu. Der ganze Aufbau mit Stativ und allem drum herum schreckt uns immer ein wenig ab. Es kostet schon Überwindung nach einem langen Fototag sich noch einmal aufzuraffen. Trotz allem wir versuchen es heute.
Bei den Aufnahmen gibt es aber noch viel Luft nach oben 🙂
Guten Abend Tinochika, ich habe heute Abend euren Reisebericht in einem Rutsch gelesen und vieles dabei gelernt, was man nicht oder was man wie, wo machen soll und kann. Ich habe eure Fotos bewundert und genossen. Wir werden in ca 10 Wochen zu unserer allerersten Safaritour aufbrechen und ich hoffe ein klein wenig von eurem Sichtungsglück zu haben. Voller Spannung spiele ich Mäuschen in Eurem Wagen und warte auf die Weiterfahrt.
So guck ich auch immer, wenn mir jemand auf die Nerven geht 😉 😉 😉 Tolle Fotos, vor allem die vom Leoparden, obwohl ich nicht sooo der Katzenfan bin. Etwas neidische Grüße Friederike
Hallo, vielen Dank für‘s Weiterschreiben und die schönen Fotos! Der Sternenhimmel ist wunderschön! Liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana
TinochikaThemenstarter1’656 Beiträge · seit 201416. Jan. 2022 ·
rik m. schrieb:
Dort oben sind aber soooo viel Sterne, viel Luft findest Du da nicht.
Hallo rik m.
ich hätte aber sehr schlecht schreiben können, dass man bei den Aufnahmen eine Schnappatmung bekommt. So gut sind sie wirklich nicht. 🙂
Cara Engel schrieb:
Wir werden in ca 10 Wochen zu unserer allerersten Safaritour aufbrechen und ich hoffe ein klein wenig von eurem Sichtungsglück zu haben.
Hallo Cara,
April ist ein toller Reisemonat. Die Regenzeit ist zu Ende und das Licht wird wieder besser zum fotografieren. Einfach immer früh am Morgen bei Parköffnung zum Game Drive los fahren und das Frühstück auf später verschieben. Dann klappt’s bestimmt und ihr habt auch tolle Sichtungen.
Wenn Du dennoch unsicher bist, kontaktiere Daxiang und bestelle einen Willi. Das hilft garantiert. 🙂
casimodo schrieb:
Danke fürs Weiterschreiben und die wahnsinnig toll festgehaltenen Momente des Glücks !
Hallo Carsten,
das motiviert, wir bleiben dran. Heute geht’s weiter.
CuF schrieb:
So guck ich auch immer, wenn mir jemand auf die Nerven geht
Hallo Friederike,
das ist bestimmt erst das erste Fotoshooting von Sabota gewesen. Beim zweiten Mal geht dann alles besser und macht ihr auch Spaß.
Enilorac65 schrieb:
Hallo, vielen Dank für‘s Weiterschreiben und die schönen Fotos!
Hallo Caroline,
danke für das Kompliment. Schön dass Du noch dabei bist.
TinochikaThemenstarter1’656 Beiträge · seit 201416. Jan. 2022 ·
24.11.19
Nebrowni und seine Löwen
Es gibt zwei Optionen für unseren letzten Game Drive bei Okaukuejo. Entweder nach Okondeka oder wie immer nach Nebrowni. Da hier im Forum immer wieder von vielen berichtet wird, dass in Okondeka Löwen in den frühen Morgenstunden zu finden sind haben wir uns dorthin aufgemacht. Diese Strecke hätten wir uns auch sparen können. Außer aufgewirbeltem Staub von unserem Auto sehen wir nichts. Selbst andere Autos begegnen uns nicht. Die Landschaft ist trostlos. Dieses Jahr ist Etosha leider total ausgetrocknet. Man kann schon von einer Dürre sprechen. Das sieht man den Pflanzenfresern auch an. Bei den Springböcken, Kudus, Giraffen und Co sieht man wie sich die Knochen unter den mageren Köpern abzeichnen. Hoffentlich kommt bald der Regen. Wir fahren zurück. Kurz hinter Okaukuejo sehen wir einen Bus und zwei Autos am Straßenrand stehen. Wir müssen uns hinten anstellen und warten bis wir an der Reihe sind, eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Als wir dann soweit vorfahren können um einen guten Blick zu erhaschen sind die schönsten Szenen schon vorbei. Dieses Mal hatten andere mehr Sichtungsglück. Wir sehen noch die Schakalmutter mit ihren Kids.
Kurz danach verschwinden sie in ihrem Bau und es bleibt nur noch der Staub im Gegenlicht
. In Nebrowni angekommen haben wir überhaupt keine Chance eine einigermaßen gute Position am Wasserloch zu bekommen. Es sind gefühlt alle Selbstfahrer und Nichtselbstfahrer am Wasserloch. Natürlich sind die Löwen auch hier. Gerade noch hadern wir mit unserem Schicksal und schon wendet sich das Blatt. Eine Löwin aus der Gruppe geht Richtung der Röhren unter der Straße.
Wir drehen schnell und fahren als erste dorthin. Sie kommt direkt auf uns zu und verschwindet unter der Straße.
Was uns hier auffällt ist, dass viele Autospuren von der Straße ins Gras führen. Warum gibt es immer wieder Autofahrer, die nur aus Sensationsgier die Straße verlassen um einen Blick in die Röhren zu werfen.
Wenn wir jetzt so darüber nachdenken kommt uns die Redewendung: „In die Röhre gucken“ in den Sinn. Sie stammt wahrscheinlich noch aus der Anfängen des 20. Jahrhunderts als die deutschen Südwestler Etosha eroberten und ganz schön aus der Röhre geguckt haben müssen, als sie die ersten Löwen dort drinnen gesehen haben. Aus diesem Grund fahren halt immer noch manche Deutsche von der Straße herunter um in die Röhre zu gucken. Ist halt alte „Südwestler“ Tradition.
Nur die Löwin ist bisher unter der Brücke verschwunden. Die anderen vom Rudel blockieren weiter das Wasserloch.
Wir fahren wieder zurück zu dem „Rudel“ auf vier Rädern und ergattern jetzt auch eine Stelle mit guter Sicht. Eine Gruppe Springböcke wagt sich immer näher.
Die Löwen beobachten das Geschehen gelassen.
Zum Jagen sind sie um diese Tageszeit viel zu faul.
Nach und nach verziehen sich nun auch die anderen in die Röhren.
Wir können auch davon noch einige schöne Fotos machen.
Nach diesem Erlebnis nehmen wir Abschied von Nebrownis Löwen und fahren zum Frühstück nach Okaukuejo zurück. Ein Gelbschnabeltoko leistet uns kurz Gesellschaft.