loeffelThemenstarter1’417 Beiträge · seit 201315. Jan. 2019 ·
26.12.18 Danco Island Bootstour
Am Nachmittag findet für uns Orca Wale die angekündigte Bootstour statt. Heute bin ich mit der Gruppe unterwegs, für Beate haben wir heute nichts geplant. Zeitgleich sind die Kayakfahrer auf dem Wasser, bunte Farbtupfer in dieser endlos scheinenden eisigen Welt.
Ursprünglich hatte ich auch Interesse an einer solchen Kayaktour, die optional angeboten wurde. Angesichts der dafür aufgerufenen rund 300,- Euro für eine Tour schienen mir aber die normalen Bootstouren für mich vollkommen ausreichend … 😗
Es liegt immer noch eine mystische Stimmung über der Landschaft:
und jede Menge Treibeis in der Bucht:
Eis, Eis und nochmal Eis:
Ein paar Pinguine kreuzen unseren Weg:
Neben den ganzen Brustschwimmern gibt es tatsächlich auch vereinzelte Freistilschwimmer …
Am späten Abend reißt die Wolkendecke auf und es gibt wieder Lichtstimmungen zu bewundern:
Traumhafte Lichtstimmungen konntest du da einfangen, ich bin ganz begeistert ! Das ist schon was ganz Besonderes finde ich, umso mehr bleibt zu hoffen, dass das ewige Eis auch ewig sein möge.
lieben Gruß Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
Hallo Loeffels Ein ganz besonderes Dankeschön von mir an euch für die stimmungsvollen Bilder und das detaillierte Tagebuch eurer Antarktis Expedition. LG
Danke für die wirklichen "Ausnahmebilder". Vor allem die Land (See....Eis.....Wolken) schaftsbilder haben es uns angetan! Es gibt hier doch wieder Farbnuancen die uns aus anderen Klimaregionen nicht bekannt sind.
Ja.....es fehlen uns doch noch ein Paar Regionen in unserer Sammlung.....
Vor allem die durch Lage und Klima gezwungenermassen fehlende Unabhängigkeit einer solchen Reise hat uns bislang davon abgehalten.....es geht nun einfach nicht mit Hilux, Dachzelt und (Robben)Braai! Eure Bilder lösen allerdings den starken Wunsch aus, diese Region doch noch einmal trotz Nachteile in Augenschein zu nehmen.
Wir erfreuen uns weiterhin an Euren wunderschönen Stimmungsbildern! Ulli
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
loeffelThemenstarter1’417 Beiträge · seit 201316. Jan. 2019 ·
@fiedlix, Ja, Elke, die frühmorgendlichen und spätabendlichen Lichtstimmungen waren immer ganz besondere Momente, ich hätte immer ewig da stehen können, um zu staunen, zu geniessen und zu fotografieren. Von Mitreisenden habe ich Bilder gesehen, da frage ich mich: wann haben sie die gemacht und schlafen die eigentlich nie ?
@La Leona: Gerne. Die Aufzeichnungen helfen uns dabei, das ganze für uns zu verarbeiten und zu bewahren. Während der Reise haben wir gar keine Aufzeichnungen gemacht, wir erinnern uns anhand der Fotos und Tagesprogramme.
@busko: Wir sind eigentlich auch lieber auf eigene Faust mit Mietwagen unterwegs. Fremdbestimmte Tagesprogramme kennen wir auch schon von anderen Kreuzfahrten, die wir in der Vergangenheit gemacht haben, als der Rolli neu war und wir uns erst mal damit zurechtfinden mussten. Hier ist das ganze aber doch recht entspannt, und 460 Mitreisende sind eben keine 1500-2500 Mitreisende, was wir auch schon hatten.
@CuF: Friederike, das hier sind die Schwimmwettbewerbe der Iron Penguin auf Danco Island 😄 🤩
loeffelThemenstarter1’417 Beiträge · seit 201316. Jan. 2019 ·
27.12.18 Neko Harbour oder doch was anderes ?
Heute Morgen lockt mich das durch die Jalousie einfallende Licht wieder früh nach draußen: Bereits um 4:34 Uhr entsteht das erste Bild, weitere folgen. Was für ein Farbenspiel zu dieser frühen Stunde:
Um fünf Uhr liege ich wieder im Bett, die nächste Sequenz entsteht um 7 Uhr:
Wir sind unterwegs nach Neko Harbour, einer Anlandestelle wieder etwas weiter südlich unserer gestrigen Anlandestelle. Das besondere: Der geplante Anlandepunkt befindet sich auf dem Festland. Bisher hatten wir immer „nur“ vorgelagerte Inseln als Anlandepunkte.
Bei Traumwetter entstehen Bilder ohne Ende, diese unglaubliche Eiswelt übt eine magische Faszination auf uns aus:
Es ist nicht kalt, im Gegenteil: Es reicht sogar für ein paar Bilder ohne Jacken, Mützen und Schals:
Dann die Durchsage: Neko Harbour klappt nicht. Wegen Treibeis kann unsere für heute geplante Anlandestelle nicht erreicht werden. Zum ersten Mal muss Plan B angewendet werden. Damit ist der ausgegebene Zeitplan ebenfalls hinfällig. Denn das Ziel von Plan B muss erst angesteuert und dann ausgekundschaftet werden. Kein Problem, denn zu sehen gibt es unterwegs genug, und es wird uns auch nicht langweilig:
Später dann die nächste Durchsage: Auch Plan B klappt nicht. Die Anlandestelle wurde von Pinguinen übernommen, Anlandung unmöglich. Wir sind also heute der antarktischen Natur gnadenlos ausgeliefert 😉 , also geht es weiter mit Plan C. In der Hoffnung, dass dieser durchführbar ist. Aber keine Sorge, das Expeditionsteam hat auch noch D, E, F, … im Gepäck.
Ob Plan C greift, verrate ich im nächsten Kapitel.
Conny + Micha1’055 Beiträge · seit 201616. Jan. 2019 ·
Hallo Beate und Stefan , irgendwie sind meine Dankesbutton immer ganz schnell wieder weg . Anscheinend ist unser Name zu lang und es bedanken sich viele ( das ist nur verständlich ). Danke für diese ganz anders gearteten Fotos in diesem Forum . Bei diesen Impressionen ist ein Landgang doch sicherlich nur noch das I - Tüpfelchen ? Bei unserem derzeitigen Schmuddelwetter sind eure Fotos Balsam für die Seele . Gerne mehr !!!
Liebe Grüße Conny
Namibia zum 1.
Elefantenrunde
Abschied für immer
Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?")
[url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
Ganz lieben Dank für deinen so anderen faszinierenden Bericht mit sooooo tollen eingefangenen Licht- und Farbstimmungen... Unglaublich, was für Farben Eis und Schnee in Kombination mit Licht so zustande bringen kann. Die Antarktis wäre auch noch ein Traum von Matthias. Wobei ich sagen muss, dass mir schon kalt wird, wenn ich deine Bilder nur ansehe... 😄
So, jetzt musst du auch schnell weitermachen, damit wir erfahren, ob ihr noch Plan Q benötigt oder ob Plan C tatsächlich durchführbar ist... Mitten im Zeugnisstress und der Bewertung von Religionsheften tut dein Bericht so richtig gut! 🤩
loeffelThemenstarter1’417 Beiträge · seit 201317. Jan. 2019 ·
@ alle: Jetzt muß ich doch mal ein dicke "DANKE" loswerden dafür, daß ihr alle so zahlreich und interessiert mitlest, obwohl dieser Bericht hier ja so völlig fehl am Platze scheint 🙂 🙂 🙂 .
@ Conny + Micha: Conny, ja, in gewisser Weise hast du recht. Es sind nicht (nur) die Landgänge, die die Highlights dieser Reise bilden. Denn eigentlich ist die Reise in ihrer Gesamtheit etwas ganz Besonderes und Einzigartiges. Bei den Landgängen waren für mich eigentlich immer die Besuche von Pinguinkolonien die Höhepunkte. Ihrem Treiben hätte ich stundenlang zusehen und es fotografieren können. Fast schöner als die Landgänge fand ich eigentlich die Bootstouren so mitten durch die Eisberge ...
@bianca75: Hallo Bianca, schön, dass du auch dazugestoßen bist. Was die Kälte angeht, so habe ich den Eindruck, dass dies im allgemeinen überschätzt wird. Um die 0°C ist ja nun nicht soo kalt, und man ist normalerweise auch nicht soo lange draussen, meist maximal 2 Stunden inklusive Bootsfahrt(en). Und sobald man sich bewegt, fängt man an zu schwitzen. Meistens ist eher der Wind ein Thema, aber das müsstest du doch sicher von Zuhause kennen 😉 . Das Innere des Schiffes inklusive der eigenen Kabine ist kuschelig warm. Und mit der für den nächsten Namibiaurlaub angeschafften Thermounterwäsche hast du eine solide Grundlage auch für die Antarktis 😄 . Edit: Keine Sorge, Plan Q wurde nie gebraucht ...
loeffelThemenstarter1’417 Beiträge · seit 201317. Jan. 2019 ·
27.12.18 Neues Ziel: Gonzales Videla
Endlich die erlösende Durchsage: Plan C klappt. Wir sind herzlich eingeladen, die chilenische Militärbasis Gonzales Videla zu besuchen. Es handelt sich um eine im Sommer besetzte Militärbasis, wobei aber keinerlei militärische Aktivitäten stattfinden, es geht um reine Präsenz. Zudem ist die Station heute eine „inaktive“ Forschungsstation, die Vorräte und Notfallausrüstung bereithält. Die Station liegt am Waterboat Point der Antarktischen Halbinsel auf rund 64° 50' Süd, 62° 51' West. Wir werden also tatsächlich das antarktische Festland betreten, denn es herrscht Ebbe. Bei Flut wird die schmale Landzunge überspült und das Gelände der Station wird dann zu einer Insel 🤪 . Uns erwarten 15 Militärangehörige der chilenischen Marine und eine Kolonie aus 3000 Eselspinguinen. Der Witz dabei: Zum Zeitpunkt der Errichtung der Station gab es hier gar keine Pinguinkolonie. Die haben dann das von Schnee und Eis befreite Stationsgelände für sich entdeckt und kurzerhand zu einer Brutkolonie umfunktioniert 😎 .
Eine weitere erfreuliche Nachricht für uns: Es wird für Beate und mich heute Nachmittag eine weitere Bootstour geben. Wenn wir wollen. Welche Frage, natürlich wollen wir. OK, da dies sich aber mit dem geplanten Stationsbesuch unserer Orca Wale-Gruppe überschneiden wird, soll ich mich einfach einer früheren Gruppe anschließen. Gesagt, getan. Als einziger Orca unter lauter amerikanischen Seals betrete ich das antarktische Festland und habe damit jetzt auf alle Kontinente dieser Erde einmal meinen Fuß gesetzt 😎 🤩 .
Zum Südpol sind es von hier aus immer noch 2900 km 😮 :
Auf eine Innenbesichtigung der Gebäude verzichte ich. Überall bilden die Seals lange Schlangen an den Eingängen, und für Schlangestehen ist mir die recht knapp bemessene Besuchszeit zu schade. So entstehen ein paar Bilder der Außenanlagen, und die Pinguine sind sowieso viel interessanter:
Waterboat Point ist eine Historic Site, es gibt eine Gedenktafel. Die Pinguine haben aber auch diese historische Gedenkstätte völlig respekt- und gnadenlos für sich vereinnahmt:
Bei den Pinguinen hier in der Militärbasis herrscht auch militärisches Gehabe 🤩 :
Stillgestanden!
Jawoll!
Später gibt es dann noch die exklusive Bootstour für uns. Auch dafür brauche ich ein neues Kapitel.
loeffelThemenstarter1’417 Beiträge · seit 201317. Jan. 2019 ·
27.12.18 Ein Gamedrive zu Wasser
Wieder auf der Midnatsol angekommen, lohnt sich für mich das Umziehen nicht. Im Schweiße meines Angesichts „verpacke“ ich mein Loeffelinchen in den übergroßen Overall, und dann geht’s auch schon zum Tenderpit auf Deck 3.
Heute sind wieder zwei Familienmitglieder des Bootsführers mit dabei, und wir sind die einzigen in der Bucht. Alle anderen machen ja die Anlandungen bei den Chilenen.
Der erste Bewohner der Bucht ist mindestens so neugierig wie wir:
Und ansonsten: Wale! Wale, Wale und noch mehr Wale! Wir sind umgeben von Buckelwalen, kaum erscheint einer auf der einen Seite des Bootes, schnaubt es auf der anderen, oder hinten, oder vorne, wir wissen gar nicht wo wir zuerst hinsehen sollen:
Dabei kommen sie uns so nah, dass einer sogar beinahe das Boot berührt:
Dabei haben wir fast kein Auge mehr für die bizarren Eisberge, die es hier ebenfalls gibt:
Es herrscht eine große Euphorie auf unserem Boot, denn wir erleben ganz exklusiv diese Wale, und selbst der Bootsführer hat so etwas noch nicht erlebt. Eigentlich sollen wir langsam zur Midnatsol zurückkehren, aber der Bootsführer schindet von der Brücke noch einmal 20 Minuten heraus.
Aber irgendwann müssen wir doch zurück, sind mehr als glücklich. Unsere Mitreisenden begrüßen uns, hatten das Spektakel aus der Ferne vom Schiff aus beobachtet.
Für den Abend hat der Kapitän noch etwas besonderes vor. Die Midnatsol ist auf Erkundungsfahrt zum Lemaire-Kanal, eine der spektakulärsten Schiffspassagen in dieser Region. Wenn die Eisbedingungen es zulassen, möchte er mit uns durch diese Meerenge fahren. Schon beim Anblick der Einfahrt im spätabendlichen Licht stockt uns der Atem: Was für ein atemberaubender Anblick, unwirklich, mystisch, geheimnisvoll. Sind wir noch auf der Erde ? Oder ist das doch eher Mittelerde oder ganz etwas anderes ?
Leider ist die Passage doch zu vereist, so dass die geplante Durchfahrt durch den Kanal nicht stattfinden kann. Aber immerhin: Wir haben mit über 65° Süd den südlichsten Punkt unserer Reise erreicht, als das Eis uns zur Umkehr zwingt.
Und weil die Durchfahrt nicht möglich ist, gibt es für morgen wieder einen Plan B.
Lieber Stefan, wunder... wunderschön! Was für Erlebnisse, wovon Ihr sicherlich noch lange zehren werdet. Wir waren gestern auf der CMT und ich habe jede Menge Kataloge über Antarktis-Reisen gesammelt 😄 Ganz liebe Grüße und ich freue mich auf die Fortsetzung.
Eigentlich wollte ich mich mit "Dankedrücken" begnügen, weil die vielen Antworten dich nur davon abhalten, schnell weiter zu berichten, anstatt selbst Antworten zu produzieren. Aber jetzt kann ich auf meinem Stuhl nicht mehr still sitzen bleiben. Dieses Blau von fast Weiß bis fast Schwarz - Blau ist meine Lieblingsfarbe! Wowowowau! Wahrscheinlich werde ich diese Landschaft niemals selbst erleben, aber deine sagenhaften Fotos sind mehr als ein Trostpreis! Und dann auch noch Wale fast zum Anfassen, ihr Glückspilze. Sogar die Eisgebilde zeigen ihnen mit eigenen Skulpturen ihren Respekt*):
Best Regards
Adolf
Conservation is our passion!
Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'!
Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
Traumhaft! Was für ein unglaublich schöner Bericht - sehr berührend. Herzlichen Dank dass wir daran teilhaben dürfen.
Berg-Eule2’060 Beiträge · seit 201317. Jan. 2019 ·
Meine Vorschreiber haben mir schon die Worte aus dem Mund/aus der Feder genommen: Grandios, Wahnsinn, traumhaft - man verstummt vor dieser Kulisse.
Ich freue mich sehr für euch, dass ihr diese tolle Reise machen konntet und dass die Crew für Beate diese Extra-Bootstouren organisiert hat - davon könnt ihr ein Leben lang träumen.
Selbst war ich noch nicht in solchen Gegenden, aber zu Weihnachten hat uns unsere jüngere Tochter einen Geschmack der Eislandschaft gezaubert - auch wenn es ein geografisches Paradoxon ist mit Pinguinen und Eskimos! 😉
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)