

?


Langsam nähern wir uns der Hügelkette, auf der sich Camp Dolomite befindet und wir können bei genauem Hinsehen auch schon die rietgedeckten Hütten erkennen, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen. 🙂
Kurz vor der Hügelkette zweigt ein Weg links ab, der direkt in Richtung der Lodge führt. Zumindest wenn man dem Wegweiser Glauben schenkt. 😐
In der Annahme, so das Camp zu erreichen biegen wir ab. Zu Füßen des Hügels sehen wir eine Gruppe Elefanten an einem Wasserloch stehen, das direkt am Weg liegt.

In sicherem Abstand postieren wir uns, um die Tiere nicht zu verärgern. Noch steckt uns das Erlebnis von vorhin in den Knochen. 🙄
Nach einigen Minuten machen sich die Elefanten davon und wir fahren langsam auf die Wasserstelle zu. Als wir uns annähern, müssen wir leider feststellen, daß der Weg lediglich bis zum Wasserloch führt. Wir stutzen, kehren dann um. An der Abzweigung angekommen, inspizieren wir nochmals den weißen Betonblock mit den Wegweisern. Der Pfeil zum Wasserloch ist einfach mit 'Dolomite' beschriftet, der Pfeil geradeaus mit 'Dolomite-Camp'. Da die Aufschrift ziemlich verwittert ist, haben wir das wohl falsch abgelesen. 😐
Gut, dann geradeaus. Wir sind die ersten Meter gefahren, da tritt in etwa 100 Metern Entfernung eine wohlbekannte, graue und nicht eben kleine Silhouette auf die Straße, bleibt stehen und blickt prompt in unsere Richtung. Nicht schon wieder! 😵
Offensichtlich ein Leittier, denn kurz nachdem sich der stattliche Elefant am Straßenrand postiert hat, treten weitere Tiere ins Blickfeld und überqueren in aller Gemütsruhe die Fahrbahn. Der Bulle bleibt stehen, und spielt den Schülerlotsen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit hat die Herde, die einige sehr kleine Kälber dabei hat, endlich die Straße überquert und wir fahren vorsichtig weiter. Wir können die Tiere ein ganzes Stück abseits der Straße sehen und diese kümmern sich ihrerseits nicht mehr um uns.
Nach einer langgezogenen Linkskurve kommt dann auch die Einfahrt zum Camp in Sicht.
Wir parken das Fahrzeug unter der Remise und steigen aus. An den Pfosten der Überdachung hängen laminierte Zettel mit einem Hinweis, der besagt, man wisse über die Ankunft der Gäste Bescheid und man solle die Hupe betätigen, dann würde jemand kommen. 😁
Da sich nach dem dritten Mal Hupen und einer geraumen Wartezeit immer noch niemand blicken lässt, beschließen wir, zu Fuß zu gehen. 🤨
An der Rezeption stehen zwei junge Damen, die sich angeregt unterhalten. Wir erklären kurz unsere Situation und die Dame hinter der Theke meint, sie hätten keine Hupe gehört. 🙄 Mein Blick fällt auf die Kopfhörer, die zu ihrem Smartphone führen und ich denke mir mit hochgezogenen Augenbrauen meinen Teil, sage jedoch nichts...
Nachdem die Formalitäten geklärt sind, fährt uns jemand mit einem Buggy zum Parkplatz um das Gepäck zu holen und dann zurück nach oben, direkt zu unserer Hütte.
Hier gefällt es uns ausgesprochen gut. 😎
Allerdings ist es im Inneren sehr heiß und stickig, also beschließen wir nach kurzem und erfolglosen Lüften einen Spaziergang zu unternehmen. Dieser endet am Pool.
Es gefällt uns hier und die Aussicht auf ein erfrischendes Bad hebt deutlich unsere Laune. 😎
Das Wasser im Pool erweist sich als ausgesprochen kalt, so daß wir es nicht wirklich lange darin aushalten. Wir verbringen noch eine Weile auf den Liegen am Beckenrand und gehen dann aufs Zimmer um uns langsam für das Abendessen fertig zu machen. Vom Balkon aus genießen wir noch die herrliche Abendstimmung und die Aussicht auf die weite Ebene des Parks unter uns.
Vor dem Abendessen machen wir einen Abstecher in die Bar und gönnen uns noch einen Gin-Tonic, der so langsam aber sicher zu unserem Lieblings Getränk avanciert. 😁
In dem kleinen aber gemütliche Raum herrscht eine vertraute Stimmung und es finden angeregte Gespräche statt. Wir fühlen uns auf Anhieb wohl.
Das Abendessen findet in zwei separaten, nach außen hin offenen und geschmackvoll eingerichteten Räumen statt, in denen jeweils nicht mehr als 12 bis 15 Personen Platz finden. Um dennoch alle Gäste zu verköstigen, gibt es einen Plan wer, wann und wo zum Essen Platz nehmen darf. Auf Grund des so organisierten Ablaufs findet das Abendessen in einem angenehm familiären und sehr unaufdringlichen Rahmen statt. Das Essen wird persönlich serviert und schmeckt wirklich ausgezeichnet. 😁
So Endet dann langsam aber sicher unser letzter Abend im Etosha Nationalpark.
Hier im Dolomite Camp hätten wir gerne noch eine Nacht länger gehabt!
































































