das alte Problem: Tu so, als ob Du antworten wolltest. Dann siehst Du die letzten Beiträge. Wenn Du auf die dann doch nicht antworten willst, auf abbrechen gehen.
Darf ich fragen, warum Du von den beiden angegebenen Monaten Juli/ August auf ein ganzes Jahr schliesst. Im Juli/ August reisen nach Namibia doch wohl ausschliesslich Familien mit Kindern im schulpflichtigen Alter oder Lehrer. Die meisten anderen Touristen meiden diese beiden Monate und das ist denke ich die Mehrheit. Namibia ist ja wohl nicht das typische Familien-Reiseziel der Deutschen oder hat sich da was verändert, was mir entgangen ist?
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
travelNAMIBIA33,4k Beiträge · seit 200607. Jan. 2016 ·
Moin zusammen,
irgendwie verstehe ich ob der 63 Seiten Thread nicht mehr so ganz worum es eigentlich geht 😉
Fakt ist, egal welche Zahlen man zu Rate zieht, dass die Zahl der Reisenden nach Namibia zunimmt. Ob es sich dabei nun um "echte Touristen", Angolaner die Ärzte aufsuchen oder sonstwen handelt ist ja erstmal zweitrangig (abgesehen davon, dass zweite Gruppe vielleicht keine klassischen touristischen Leistungen nutzt, dafür aber auch durch ihre Abwesenheit in Nationalparks dazu beiträgt, dass weniger menschliche Einflüsse dort zu finden sind und eben - das beweisen die Zahlen auch deutlich - mehr ausgeben als "klassische Touristen"). Fakt ist auch, dass der Umsatz/Einnahmen/BIP-Beitrag deutlich ansteigt, d.h. der "Tourismus" eine immer wichtigere Rolle spielt.
Ein schönes Schlusswort? 😉
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Botswanadreams schrieb:Die meisten anderen Touristen meiden diese beiden Monate und das ist denke ich die Mehrheit.
Das ist vielleicht Dein subjektiver Eindruck. Ich mag Juli und August als Reisemonate für das südliche Afrika auch nicht und war in der Vergangenheit meist zwischen April und Juni da. Laut allen Tourismus-Statistiken sind Juli und August und dann noch mal Oktober aber die Monate, in denen die meisten Touristen aus Europa nach Namibia kommen. Dir ist vielleicht auch schon mal aufgefallen, dass fast alle namibischen Autovermieter als auch viele Unterkünfte (an vorderster Front NWR) im ersten Halbjahr bis Ende Juni günstigere Preise bieten. Das machen sie nicht, weil sie doof oder edle Samariter sind, sondern weil es da gewöhnlich weniger Touristen und somit weniger Nachfrage gibt.
Weil anscheinend einige denken, dass ich mit speziell ausgewählten Zahlen ein negatives Bild zeichnen will, hier noch mal März und Oktober im Vergleich. Auch da gibt es Rückgänge in Namibia - sie fallen allerdings etwas geringer aus als beim Vergleich Juli/August. Während Südafrika beim Juli/August-Vergleich weitgehend stagnierte, zeigt sich da im März und Oktober ein deutliches Wachstum, das Namibia nicht hinbekommt. Beim Blick auf diese Zahlen kommen mir übrigens selbst ein paar Zweifel, ob meine regelmäßig vorgetragene Theorie richtig ist, dass Namibia vor allem an fehlenden Flugverbindungen leidet.
@Piscator: Ein Workaround für den Paginierungsbug ist, Am Ende der Adresse die Zahl beim Parameter start um 1-5 zu erhöhen. Die konkrete Zahl hängt von der zahl der verschluckten Beiträge ab. Aktuell steht da für die letzte Seite ..?start=378. Daraus macht man dann ?start=382 und dann erscheinen die fehlenden Beiträge.
travelNAMIBIA schrieb:irgendwie verstehe ich ob der 63 Seiten Thread nicht mehr so ganz worum es eigentlich geht 😉
Darum ein halbwegs realistisches Bild von der Entwicklung der Tourismusbranche in Namibia zu bekommen. Und seit Jahren bist vor allem Du es, der diesen steinalten Thread regelmäßig wieder hoch holt. Weil dieser auch technisch durch den seit Jahren ungelösten Paginierungs-Bug der Forums-Software völlig kaputt ist, mache doch bei der nächsten positiven Meldung bitte einen neuen Thread auf.
travelNAMIBIA schrieb: und eben - das beweisen die Zahlen auch deutlich - mehr ausgeben als "klassische Touristen").
Nee, darüber diskutieren wir doch gerade. Den "Fakt" der mehr als Touristen ausgebenden Angolaner ziehst Du vermutlich einzig aus der Exit-Umfrage 2012/13. Bevor Du irgendwas daraus als Fakt deklarierst, musst Du erst mal die Ungereimtheiten erklären. Laut dieser Exit-Umfrage 2012/13 des MET sind 11,8% der Angolaner Urlaubstouristen. Laut Arrival-Statistik 2012/13 des MET sind 28,9% der Angolaner Urlaubstouristen. Laut Exit-Umfrage bleiben Angolaner für 5,8 Nächte in Namibia. Laut Arrival-Statistik für 18 Tage. Das sind keine marginalen Abweichungen, sondern an die 200%. Wodurch kannst Du ausschließen, dass es nicht auch 200% Abweichung bei den angeblichen Ausgaben der Angolaner gibt?
Das ist ja eines der Hauptprobleme des Tourismus in Namibia. Wenn man keine detaillierten und belastbaren Daten hat, kann man keine Analyse machen. Wenn man keine Analyse hat, kann man keine Strategie entwerfen. Alles was man dann an Maßnahmen ergreift, ist so "aus dem Bauch heraus". Das muss nicht falsch sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass man das Richtige tut, wäre aber höher, wenn man das faktenbasiert tut.
Warum muss man diese Zettelchen auswerten und kann nicht direkt Daten auswerten, die mutmaßlich ohnehin mit Computern erfasst werden? Dann könnte man jeweils am 1. eines Monats grundlegende Statistiken für den Vormonat bereit stellen und nicht wie heute mit 1,5 Jahren Verspätung einmal im Jahr eine Arrival-Statistik.
Beste Grüße
Guido
Strelitzie2’862 Beiträge · seit 201107. Jan. 2016 ·
"Beim Blick auf diese Zahlen kommen mir übrigens selbst ein paar Zweifel, ob meine regelmäßig vorgetragene Theorie richtig ist, dass Namibia vor allem an fehlenden Flugverbindungen leidet."
Hallo Guido,
Deine Theorie trifft auf meinen Mann und mich nicht zu. 😉 Wenn wir ins südl. Afrika fliegen, dann stets mit Umstieg in JHB- ob wir von dort nun nach CTP, WDH, KMI fliegen, ist völlig egal. Wir gehen aber sehr gern gut essen und als Lodgehopper bevorzugen wir "nette" Unterkünfte. Diese finde ich preislich -im Gegensatz zu SA - aber gewaltig überzogen. SA zieht zwar heftig nach, aber noch stimmen dort Preis-Leistung. Viele Unterkünfte in NAM sind landestypisch, rustikal eingerichtet. Das finde ich auch völlig i.O.- nur muss dann der Preis der Unterkunft auch "rustikal" sein. Und - als nächster "Schwachpunkt" (in unseren Augen) - es sind recht lange Strecken zu bewältigen. Nicht alle Urlauber lieben es, stundenlang auf Pads zu fahren, können es gesundheitlich auch gar nicht. Das Angebot der Unterkünfte ist m.M. eben zu gering in Namibia, es fehlt der Wettbewerb. Und mich stört bei Buchungen, dass ich eben nicht sofort - wie größtenteils in SA - sehe, ob mein Wunschdatum buchbar ist. Man muss Anfragen stellen, die Antworten lassen auf sich warten. Dieses ist meine Meinung - ein Jeder hat eben seine! 😉 Vielleicht möchte ja Namibia auch gar nicht sooo viele Touristen im Land haben.... 😕
Viele Grüße Strelitzie
travelNAMIBIA33,4k Beiträge · seit 200607. Jan. 2016 ·
Hi Guido,
Und seit Jahren bist vor allem Du es, der diesen steinalten Thread regelmäßig wieder hoch holt.
richtig, mit aktuellen Meldungen zum Thema und den regelmäßigen Hinweis dazu, dass es als Information und nicht Diskussionsgrundlage gedacht war. Aber einer antwortet immer wieder... 😉
Bevor Du irgendwas daraus als Fakt deklarierst, musst Du erst mal die Ungereimtheiten erklären.
nope, bin kein Statistiker und habe keine der Statistiken zu verantworten. Erklären müssen es andere. Aber wenn man natürlich grundsätzlich alle Informationen/Daten aus Namibia pauschal in Frage stellt, alle anderen aber als "richtig" ansieht, dann wird man zwangsläufig nicht der gleichen Meinung sein.
Wodurch kannst Du ausschließen, dass es nicht auch 200% Abweichung bei den angeblichen Ausgaben der Angolaner gibt?
kann ich nicht! Aber selbst wenn, geben sie weiterhin mehr aus als z.B. deutsche Touristen. Und ich erlebe ja jeden Tag wie und welche "Touristen" hier was und wo ausgeben. Klar, eine Stichprobe und keine hoch-wissenschaftliche Erhebung, aber eben eine Grundlage für Tendenzen.
Ich halte mich nun aus der Diskussion raus und werde nur weiterhin "neue Informationen" posten.
Viele Grüße Christian
P.S. Das Exit Survey wurde übriges von international renommierten Tourismus-Beratungsunternehmen durchgeführt und ist sehr angesehen. Es bildet auch die aktuelle, offizielle Grundlage für den Tourismus in Namibia. Ich würde dem also mal viel Glauben schenken.
Nachtrag
Dann könnte man jeweils am 1. eines Monats grundlegende Statistiken für den Vormonat bereit stellen und nicht wie heute mit 1,5 Jahren Verspätung einmal im Jahr eine Arrival-Statistik.
Die Arrival Statistics sind monatsaktuell über die Namibia Airports Company zu beziehen - nur absolute Zahlen, nicht nach Ländern.
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
travelNAMIBIA schrieb:richtig, mit aktuellen Meldungen zum Thema und den regelmäßigen Hinweis dazu, dass es als Information und nicht Diskussionsgrundlage gedacht war. Aber einer antwortet immer wieder... 😉
Entschuldigung. Es war mir nicht bewusst, das ein vor vielen Jahren mal von mir gestarteter Thread heute Dein persönlicher Propagandakanal ist und Diskussionen dazu in diesem Diskussions-Forum zu unterbleiben haben. Werde das zukünftig beachten.
travelNAMIBIA schrieb:nope, bin kein Statistiker und habe keine der Statistiken zu verantworten.
Richtig, aber Du behauptest, dass das Fakten sind. Wenn ein und der selbe Wert in 2 Statistiken der selben Behörde um 200% abweicht, wo ist dann der Fakt?
travelNAMIBIA schrieb:Aber wenn man natürlich grundsätzlich alle Informationen/Daten aus Namibia pauschal in Frage stellt, alle anderen aber als "richtig" ansieht, dann wird man zwangsläufig nicht der gleichen Meinung sein.
Jetzt pauschalisierst Du. Ich stelle nicht grundsätzlich alles aus Namibia in Frage. Habe bislang keinen Grund, an Statistiken zu Inflation, Autoabsatz uvm. zu zweifeln. Die Tourismusstatistiken sind voller Fehler und das habe ich belegt.
travelNAMIBIA schrieb:P.S. Das Exit Survey wurde übriges von international renommierten Tourismus-Beratungsunternehmen durchgeführt und ist sehr angesehen.
Ich weiß. Nur gibt es nicht ein paar Ungenauigkeiten von ein paar Prozent sondern Abweichungen von teilweise 200%. Mindestens eine der Statistiken muss grob fehlerhaft sein. Entweder Exit-Umfrage oder die jährliche Arrival-Statistik. Welche, wissen wir alle nicht. Entsprechend sind die Daten aus beiden mit Vorsicht zu genießen.
Beste Grüße
Guido
travelNAMIBIA33,4k Beiträge · seit 200607. Jan. 2016 ·
Hi Guido,
Entschuldigung. Es war mir nicht bewusst, das ein vor vielen Jahren mal von mir gestarteter Thread heute Dein persönlicher Propagandakanal ist und Diskussionen dazu in diesem Diskussions-Forum zu unterbleiben haben. Werde das zukünftig beachten.
Ja, das wäre schön. Danke 😉
Richtig, aber Du behauptest, dass das Fakten sind. Wenn ein und der selbe Wert in 2 Statistiken der selben Behörde um 200% abweicht, wo ist dann der Fakt?
Das MET ist Mitfinanzierer (über den MCA) des Exit Survey - mehr nicht. Dieses wurde, wie gesagt, von einem unabhängigen Beratungsunternehmen durchgeführt, dass nichts mit den Statistiken des MET am Hut hat. Zudem weiß keiner welche 50.000 Zettel das MET zählt - mal nur welchen von den Flughäfen, mal nur welche von den Grenzen im Norden.... deshalb spreche ich über den Trend, nicht über absolute Zahlen. Ob nun 1,1 oder 1,2 Mio "Touristen" ist egal - es sind mehr als die 800.000 vor x Jahren. Und diese "mehr" geben auch noch mehr Geld aus. Mir wäre es persönlich am liebsten, wenn es weniger Touristen sind, die mehr Geld ausgeben 🙂
Jetzt pauschalisierst Du. Ich stelle nicht grundsätzlich alles aus Namibia in Frage. Habe bislang keinen Grund, an Statistiken zu Inflation, Autoabsatz uvm. zu zweifeln. Die Tourismusstatistiken sind voller Fehler und das habe ich belegt.
und aus welchem Grund dann die des Tourismus? Weil die Zahlen von Angolanern nicht stimmen? Weil eine deutsche Flughafenstatistik einen negativen Trend für Reisende nach Namibia (wohl zumeist Deutsche) angibt, der Tourismus aber insgesamt am wachsen ist? Keiner hat behauptet, dass die Zahl der deutschen Reisenden nach Namibia am wachsen ist (ist er sogar seit 2007 kaum) Du erweckst bei mir den Eindruck, als sei es Dein Ziel mit allem Nachdruck aufzuzeigen, dass Namibia keinen Ahnung vom Tourismus hat, die im Tourismus involvierten nicht zählen können etc. Und das ist schlichtweg nicht der Fall. Du stellst doch auch vehement seit Jahren die Statistiken von HAN, Airports Company, NSA in Frage. Warum denn?
Wir sind uns doch absolut darüber einig, dass vieles im argen liegt im namibischen Tourismus (wenn man das so pauschalisiert sagen kann) - vor allem auch auf staatlicher Ebene (MET, NTB, NWR etc). Dennoch ist der Trend, bei den privaten Unterkünften, Vermietern, Tour Operator sehr positiv (u.a. auch am IJG Business Climate Monitor zu sehen).
Viele Grüße Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Reinhard1951723 Beiträge · seit 201107. Jan. 2016 ·
travelNAMIBIA schrieb: ....
Mir wäre es persönlich am liebsten, wenn es weniger Touristen sind, die mehr Geld ausgeben 🙂 ..
Bezogen auf das Thema und die dazu geführte Diskussion kann man's schöner nicht sagen. Danke Christian!
Gruß
Reinhard
Carsten Möhle1’290 Beiträge · seit 200607. Jan. 2016 ·
Hier nur eine paar Beobachtungen zum Tourismusjahr 2015: Wir decken einen guten Teil des deutschprachigen organisierten Tourismus nach Namibia/Botswana ab. Ganz repräsentativ sind wir dafür nicht, da wir kaum Werbung machen ( müssen) und vor allem Individualreisende unterstützen.
Verlierer waren wieder einmal die Busrundreisen und die dazugehörigen Unterkünfte. Einbrüche bis zu 40%. Unglaublich viele Geführte Reisen wurden abgesagt, weil die Mindestteilnehmerzahen nicht erreicht wurden. Man erklärt sich das zumeist duch Ebola Angst. Oftmals eine beliebte Ausrede für schlechtes Marketing und zu hohe Preise. Beispiel: DIe Gondwana Busrundreise - Unterkünfe hatten ihre Preise um 30% für 2015 erhöht. In den dazugehörigen Katalogpreisen wurde der anhaltend gute Wechselkurs für Euro/US$ - Besitzer nicht reflektiert und konnte zumeist nicht nachgesteuert werden.
Halten und sogar etwas zulegen konnten Busrundreiseveranstalter im Segment bis 14 Reiseteilnehmer, ( z.B. Chamäleon Reisen Berlin ) die versuchen, individuellere Unterkünfe einzubauen.
Air Namibia war einer der großen Verlierer und Verlierermacher in der Hauptreisesaison. Praktisch jeder unserer Reisenden kam im Oktober via proppevollen Condor Maschinen oder via Johannesburg, während die Air Namibia fast zu jedem Flugtag ziemlich leer war. Die Hauptsaisonpreise von fast immer zwischen 1.350 und 1.450 Euro waren nicht vermittelbar und zahlreiche Anfragende haben bei diesen Preisen abgewunken und sich andere Zielgebiete ausgesucht. ( Ich bin da mit Guide einer Analysemeinung, dass eine eigene Fluglinie für Namibias Tourismus schädlicher ist, als eine Open Sky Politik ) Ob durch Stornierung von Gruppenbuchungen ( wofür Air Namibia nichts kann ) oder normales jähes Entsetzen, dass die Hauptsaison nicht gebucht wurde, hat man dann ab Juli 2015 die Oktoberflüge für zumeist 700 Euro verschleudert. Man hat dadurch ein paar Last Minute Buchungen bekommen, aber die langfristigen Planer waren dann schon woanders. Das Haltbarkeitsdatum für Namibia war da schon abgelaufen.
Mit sonnigen Grüßen aus Hohenlockstedt Carsten Möhle
Carsten Möhle1’290 Beiträge · seit 200608. Jan. 2016 ·
Beobachtungen zum Tourismusjahr 2015 Fortsetzung
Gewinner waren die kleineren Agenturen, Einbuchungsagenturen und Individualreise - Veranstalter mit eigenen Programmen. Es hat eine Verschiebung / Diversifikation stattgefunden. Es kommen innerhalb eines Jahres z.B. doppelt so viele Franzosen und in der Nebensaison auch eine Anzahl echter Chinesischer Touristen. Zahlungskräftige Medizintouristen aus Angola. Der Konferenztourismus boomt.
Wir hatten eine Anfragesteigerung von 14 % und eine Umsatzsteigerung von 18 %, wechselkursbereinigt eine Umsatzsteigerung von 35 %. Erfreulich war bei vielen Anfragen die lange Vorlaufzeit bei Anfragen. Wir hatten Mitte März 2015 bereits 500 Anfragen für 2016 vorliegen. Der Trend zur Selbstfahrerrundreise ist ungebrochen. Siehe auch das neue GEO Saison Heft Januar 2016 und in Kürze das MERIAN Sonderheft Safari.
Leider bemerken wir, dass die Qualität der Anfragen in 2015 rasant abgenommen hat. Wir haben zum ersten Mal eine nennenswerte Anzahl an Ettikettenschwindlern, die Touren von anderen Veranstaltern abschreiben und bei uns als eigene ausgearbeitete Touren ausgeben, um sie gegenrechnen zu lassen. Empörend viele Anfragende haben noch nie einen Reiseführer in der Hand gehabt und irgendwo diffus gehört Namibia und Botswana sind toll. Die Anzahl der nur mit Allrad - Leihferraris durchzuführenden Anfragen ist explodiert und es taucht eine uns bisher völlig unbekannte Größenordnung der Beratungsresistenz oder Ignoranz bei den Reiseanfragenden auf. Wir haben gehofft, dass diese Anfragenden bei anderen Agenturen und Veranstaltern auch mit Ihren Vorstellungen abblitzen, damit die Unfalltotenzahlen nicht unnötigerweise steigen.
Gefühlsmäßig gab es in Gesprächen mit den Autoverleihern deutlich mehr Unfälle als 2014, aber anscheinend viel weniger mit tödlichem Ausgang. Ich vermute, dass es daran liegt, dass mehr Allradfahrzeuge gemietet wurden, in denen man bei Unfällen bessere Chancen hat. ( und als running Gag: durch den vermehrten Einsatz von Navis waren weniger Frauen am ersten Tag am Steuer und dadurch in Unfälle verwickelt ) Ich habe zur Zeit noch keine echten Statistiken für 2015 vorliegen, das sind Bauchbeobachtungen.
Völliges Kopfschütteln hatte bei mir der DER Tour Katalog 2015 verursacht. Ein Drittel der Selbstfahrersafaris wird schon am Ankunfttag 250-300km weitergescheucht. Ein herrlicher Plan für ein Disaster. Ich finde das sogar kriminell wieder besseren Wissens.
Die üblichen Anfragefehler waren 2015 wieder verstärkt: Falsches Fahrzeug für die geplante Strecke, besonders bei Bushcamperanfragen, am Ankunftag schon mehr als 100 km fahren, Unterkünfte mit mehr als 60 Zimmern für Individualreisede wie z.B. Anib Lodge oder Chobe River Lodge, völlige Überforderung im Bereich Botswana. Mordsmollys, die 5 km zum Sossusvlei gefahren sind und sich schon für Off Road Experten halten, Experten bereits nach einer Namibia-Reise.
Eine inflationäre Anfrage nach Bushcampern, die dann aber doch nicht gebucht werden, weil in der Regel viel teurer als Standard Dachzelte. Es ist schön zu sehen, dass sich die ältere Generation mit solchen Fahrzeuge naturnah durch das südliche Afrika bewegt. Wir haben die nächsten 15 Jahre noch eine Generation reicher Rentner, für die das südliche Afrika eine hervorragende Reisedestination ist.
Air Namibia hat am 14. September ihre Preispolitik umgestellt. Von der Tendenz her werden Frühbucher-und zahler belohnt, Spätbucher bekommen dann nur schlechtere Preise. Ansonsten sind die Algorithmen undurchschaubar wie bei fast allen Fluglinien.
Die Qualität der Anfragen seit November ist erfreulicherweise wieder deutlich gestiegen. Erfreulich auch die vielen Wiederholer, die den guten Wechselkurs jetzt ausnützen und einen Namibiaurlaub zu einem Drittel günstiger buchen, als noch vor 2 Jahren. Die Buchungslage ist zur Zeit normal.
Mit sonnigen Grüßen aus Hohenlockstedt Carsten Möhle
Elchontherun1’252 Beiträge · seit 200908. Jan. 2016 ·
Guten Morgen zusammen,
gestern Abend hat Carsten Möhle hier zweimal gepostet (22.04 Uhr und 23.07 Uhr) - und das ist leider nicht sichtbar; warum nicht?
Mache ich was falsch oder was ist da los??
Grüße vom Elch
P.S. Nach dem Absenden meines Posts waren die beiden von Carsten plötzlich sichtbar. Ich hatte es vorher mit "Antworten" und "Abbrechen" versucht, das war nicht möglich.
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200808. Jan. 2016 ·
Carsten Möhle schrieb:
"...Empörend viele Anfragende haben noch nie einen Reiseführer in der Hand gehabt und irgendwo diffus gehört Namibia und Botswana sind toll. Die Anzahl der nur mit Allrad - Leihferraris durchzuführenden Anfragen ist explodiert und es taucht eine uns bisher völlig unbekannte Größenordnung der Beratungsresistenz oder Ignoranz bei den Reiseanfragenden auf. Wir haben gehofft, dass diese Anfragenden bei anderen Agenturen und Veranstaltern auch mit Ihren Vorstellungen abblitzen, damit die Unfalltotenzahlen nicht unnötigerweise steigen. ...völlige Überforderung im Bereich Botswana. Mordsmollys, die 5 km zum Sossusvlei gefahren sind und sich schon für Off Road Experten halten, Experten bereits nach einer Namibia-Reise."
Allrad-Leihferraris und Mordsmollys... 🤪 😄 Ich schmeiß mich wech! 😄
You made my day! 🤩
der beschriebene Trend lässt sich sogar hier im Namibia-Forum deutlich erkennen. 🤪
Vergnügte Grüße lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Ach, Du trottende Lily, Du hast ja so recht. Manchmal möchte man Dich ja mit Deiner spitzen Zunge durchbohren, aber hier trifft dieselbe ins Schwarze. Man möchte es allen Anfragenden ins Stammbuch schreiben: Kauft zuerst eine Straßenkarte und einen ordentlichen Reiseführer, lest und brütet - und dann fragt! Mein Paradebeispiel ist immer eine Anfrage vor Jahren: Wie weit ist es denn von WDH nach Keetmanshoop? Ich hatte damals geschrieben: Kauf Dir eine Karte und sieh nach! Und was passiert? Lauter Frauen bemühen sich, dem armen Kerl zu helfen! Muttertriebe? (Ich habe übrigens damals Netz-Hiebe dafür bekommen ...). Aber nun ist der Thread, wie ich finde, endgültig ins Komödiantische abgedriftet. Man sollte ihn schließen. Guat's Nächtle! Rodrigo
der beschriebene Trend lässt sich nicht nur sogar hier im Namibia-Forum deutlich erkennen, sondern er wird von vielen Fomies schon fast fahrlässig unterstützt! 🙂
Leider bemerken wir, dass die Qualität der Anfragen in 2015 rasant abgenommen hat.
Nunja, ich kann aus mehreren amüsanten Erfahrung aber auch gleiches von der anbietenden Seite der Afrika-Spezialisten bestätigen. Anfrage 30 Tage Basic Camping - Offerte Standardtour 21 Tage. Ich konnte mir dann nicht verkneifen zu fragen, ob sie nicht lesen können, denn wenn man 30 Tage anfragt meint man diese ja wohl auch. Ich rede hier nicht über Carsten und Namibia.
Wir haben zum ersten Mal eine nennenswerte Anzahl an Ettikettenschwindlern, die Touren von anderen Veranstaltern abschreiben und bei uns als eigene ausgearbeitete Touren ausgeben, um sie gegenrechnen zu lassen.
Auch hier sehe ich nichts verwerfliches und ich würde mich von keinem Anbieter als Ettikettenschwindler titulieren lassen. Der würde von mir keinen Euro bekommen, denn es geht ihm sicher schon zu gut. Ich kaufe doch nicht die Katze im Sack - friss oder stirb. Auch ich lasse mir von mindestens drei Veranstaltern einen ersten Tour-Vorschlag unterbreiten. Den Besten versuche ich mit diesem Veranstalter nach meinen Wünschen bis ins letzte Detail zu optimieren. Steht das Ganze, dann frage ich zum Preisvergleich auch bei anderen Veranstaltern genau diese Tour an. Dann kann der andere ein Angebot unterbreiten oder er lässt es sein. Es gibt genug Interessenten auf dem Markt. Ich habe schon 35% Preisunterschied erlebt für genau die selbe Tour. Ich denke da ist ein Vergleich sehr legitim. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Ich versuche die Kosten selbst fair hoch zu rechnen, damit ich über die Preisgestaltung am Ende auch noch fair verhandeln kann. Bitte nicht falsch verstehen - das geschieht bei mir nach dem Motto Leben und Leben lassen.
Lieber Carsten, solche Aussagen schrecken mich als potentiellen Kunden ab. Doch keine Angst, Namibia und Botswana stehen bei mir im Moment gar nicht im Fokus.
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
travelNAMIBIA33,4k Beiträge · seit 200621. Jan. 2016 ·
Moin zusammen,
aktuell zum Thema.
Viele Grüße aus dem "Land unter" -Windhoek Christian
Namibias Tourismus schwächelt. Wie aus dem aktuellen „FNB-FENATA Tourism Index“ hervorgeht, sank die Bettenauslastung im dritten Quartal 2015 um 10,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dieser Trend sei jedoch, vor allem aufgrund des schwachen Namibia Dollars, im vierten Quartal nicht zu beobachten gewesen. Der „Tourism Sentiment Index“, der die Zukunftserwartungen der Tourismusunternehmen in Namibia berücksichtigt, stieg hingegen deutlich an. Dieser steht nun bei 1,85, gegenüber 0,68 vor einem Jahr. 47 Prozent der Tourismusunternehmen sehen eine deutlich steigende Nachfrage. - Indessen hat auch die Tourismusindustrie in Südafrika mit einem Rückgang der Touristen um acht Prozent zu kämpfen. (Quelle. Hitradio Namibia
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!