hab grad Euren bisherigen RB gelesen und muss schon sagen, dass die Geschichte mit der Verfolgungsjagd eine riesen Story ist. Und ich bewundere Euch - im Sprint diesem Gauner nachzurennen, ein paar Meter aufzuholen und dann leider leider doch keinen Erfolg zu haben, weil das Fluchtauto schon wartet ....
Ihr wißt, es hätte auch viel Schlimmer ausgehen können. Aber ich finde Eure Reaktion bemerkenswert und sehr mutig. Hoffentlich komme ich nicht auch mal in so eine Situation. Ich wüsste nicht, wie meine Reaktion wäre. 🤨
Übrigends finde ich es super, dass Ihr mit den beiden Kid´s nach Namibia gedüst seid. Das ist mehr als beneidenswert, wirklich eine klasse Sache. Wir haben das, als unsere Kinder in diesem Alter waren, leider nicht geschafft. Ihr habt mit Sicherheit ganz ganz tolle Familienerlebnisse gehabt.
Vielen Dank für Euren schönen Bericht, auch wenn der Auftakt nicht so dolle war.
Fleur de Cap1’409 Beiträge · seit 201003. Sept. 2013 ·
Servus,
ich bin noch ganz sprachlos ob der Erlebnisse an Eurem ersten Tag. Ist natürlich super ärgerlich, aber es freut mich, dass Ihr trotzdem noch einen schönen Urlaub hattet und Namibia nicht nachtragend seid! 😊
Wie schon bemerkt wurde: Dein Schreibstil gefällt mir auch und ich freue mich auf die Fortsetzung Eures Urlaubs, die hoffentlich für Euch weniger nervenaufreibend war 🤪
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201204. Sept. 2013 ·
3.Tag: 10. August 2013 : An in die Wildnis Windhoek - Lake Oanob Resort (100km Fahrt) Lake Oanob Resort Campsite C7
Wir frühstücken ausgiebig im Hotel Uhland und checken aus. Heute Vormittag steht der geplante (Lebensmittel) und ungeplante (Kamera, Laptop) Einkauf auf dem Programm. Wir verteilen unsere Wertsachen auf die Body-Belts, verstauen das restliche Gepäck im Aufbewahrungsraum des Hotels und fahren los. Im Auto lassen wollen wir nach dem gestrigen Erlebnis auch im Parkhaus des Einkaufscenters nichts mehr.
Abfahrt zum Einkaufen
Wir erreichen das nicht weit entfernte Wernhil Einkaufszentrum. Paranoid wie wir sind, kontrollieren wir zwei Mal, ob die Zentralverriegelung auch richtig sperrt (obwohl praktisch nichts im Auto ist).
Der Einkauf wird geplant wie ein Navy-Seals-Kommando-Einsatz. Kamera aussuchen, zurücklegen lassen, Notebook aussuchen, zurücklegen lassen, Lebensmittel besorgen, danach am Retourweg Kamera und Notebook mitnehmen. Die Devise lautet: Schnell rein – einkaufen – nicht anquatschen lassen – schnell raus – Abfahrt. Da die Auswahl nicht allzu groß ist, kaufe ich mir eine Sony HX200V mit Tasche und ein Samsung Netbook. Die Kamera hat sogar einen europäischen Stecker, das Notebook einen südafrikanischen; den kann ich aber sicher zuhause austauschen oder mir ein neues Ladegerät besorgen.
Danach zu Pick’n‘Pay für die Lebensmittel-Grundausstattung.
Das Einkaufen mit den Kindern ist sehr anstrengend. Wir sind noch immer nicht 100% fit und fühlen uns im überfüllten Supermarkt nicht wohl. Jeder passt ständig auf den Rücken des anderen auf, obwohl wir natürlich keine Wertsachen in den Taschen haben. Als wir fertig sind, noch schnell beim PEP zwei Decken eingepackt.
Im SWAT-Team-Gänsemarsch zum ATM beim Cymot gegenüber, da wir dort einen Wächter von der anderen Straßenseite erspähen. Geschafft.
Wir fahren zurück ins Hotel, laden die Taschen ein und fahren Richtung Süden. Nachdem der Stadtspaziergang bereits gestern gecancelt wurde, knipsen wir im Vorbeifahren ein paar Fotos von der Christuskirche und dem Reiterdenkmal.
Durch den länger als geplanten Einkauf ist es schon nach mittag, als wir aus der Stadt Richtung Rehoboth zum Lake Oanob Resort fahren.
Die Fahrt verläuft problemlos und wir gewöhnen uns an das Links-Fahren. Nach 90 Minuten erreichen wir das Haupttor und wenig später die Rezeption.
Dort angekommen begrüßen uns viele Papageien im Käfig. Die Kids sind begeistert. An der Rezeption erhalten wir den Schlüssel für die Campsite C7.
Nach kurzer Suche finden wir unseren Stellplatz. Wir entdecken ein kleines Bauwerk mit 2 Räumen, welche sich als Klo und Dusche herausstellen. Daneben steht eine überdachte Küchenzeile mit Stromanschluss und Grillplatz. Zum See hin haben wir eine riesige Terrasse mit Esstisch und toller Aussicht.
Anfangs sind wir etwas schockiert, da wir Camping auf diese Art auch in Europa noch nie gemacht haben. Auch die Kids fragen uns, ob da noch irgendwo andere Räume sind oder das jetzt wirklich unsere Unterkunft für heute ist. 😄
Das Wetter ist freundlich und guter Dinge spazieren wir zum Restaurant am See. Der Wasserstand des Sees ist sichtlich gut 10 m unter Normalniveau.
Wir bestellen unser erstes Mittagessen gegen 15 Uhr. Einen Finger Food Basket für uns, für Selina eine Pizza und für Leonie Chicken Nuggets mit Pommes. Und prompt haben wir unsere ersten Schwierigkeiten, den Kindern kulinarische Abwechslung schmackhaft zu machen. Die Pizza erinnert nur entfernt an das, was wir unter Pizza verstehen. Eher an Fladenbrot mit einer Dose Gemüse und Sauerrahmsauce drüber. Frustriert nascht Selina bei uns und Leo ein paar Pommes mit und verzichtet auf ihr Essen.
Anschließend meldet Claudia uns für den 4x4 Self-Game-Drive an und wir starten um 16:30 Uhr die kurze Runde. Claudia und die Kinder fürchten sich ein wenig wegen meiner Fahrweise. Ich versichere allen, dass die Auf- und Abfahrten eigentlich Kinderkram für unser Auto sind und der Allradantreib sowas locker schaffen muss. Mit der Zeit haben wir richtig Spaß an der Achterbahnfahrt. Und wir sehen…. NICHTS. Leicht demotiviert erreichen wir nach 45 Minuten eine Ebene, wo sich offensichtlich alle Tiere des Resort zum gemeinsamen Abendessen eingetroffen haben – dutzende Zebras, Springböcke, Elands, Giraffen, Oryx, Blessböcke und Gnus. YES !
DAS ist der Moment, an dem zum ersten Mal echtes Afrika-Feeling einsetzt !
Die Kinder bestaunen nahezu sprachlos die Tiere und wir fotografieren, was die Kameras hergeben. Es dämmert bereits und wir beschließen, zurückzufahren.
Am Stellplatz angekommen, versuchen wir das erste Mal, die Dachzelte aufzustellen. Wir hätten sicher etwas früher zurückkehren sollen, da es inzwischen dunkel ist und es doch etwas Zeit braucht, bis die Zelte fertig sind, vor allem beim ersten Mal.
Wir beschließen „schnell“ Spaghetti zu kochen. Ich hole den Gaskocher heraus und habe noch keine Ahnung, wie lange es dauern kann, einen großen Topf Wasser auf diesem zum Kochen zu bringen. Es dauert eine ganze Weile…...
Endlich kocht das Wasser und die Nudeln sind so weit. In der Zwischenzeit ist es finster und kalt. Wir haben schon mehrere Schichten angezogen und frieren noch immer – vor allem die Kids. Bis die Spaghetti-Sauce warm ist, sind die Nudeln schon wieder kalt. Ob Camping für uns zu dieser Jahreszeit wirklich eine gute Idee war?
Nach dem Essen will ich noch das neu gekaufte Notebook aufsetzen und ordentlich laden. Da ich einen lokalen Stromstecker habe, kann ich ja nicht im Auto, sondern nur an den Steckdosen der Unterkünfte laden. Ich packe alles aus, starte das Notebook..... ABER DER STECKER PASST NICHT IN DIE STECKDOSE!!!! NEIN!
Schon wieder fühle ich mich in Hummeldumm hineinversetzt! Das ist doch dieser komische, klobige, dreipolige Stecker!?! Wieso passt der nicht? Hat mir Vollpfosten der Typ im Geschäft irgendeine asiatische Version an Stecker angedreht? Hat sich jetzt aber wirklich alles gegen mich verschworen? Mir wird klar, dass ich irgendwas basteln werde müssen, sonst war der Notebook-Kauf völlig sinnlos.
Gegen 21 Uhr verkriechen wir uns in die Dachzelte. Leonie mit Claudia, Selina mit mir. Wir sind gespannt, wie die erste Nacht in den Dachzelten verlaufen wird.
chamäleon20112’497 Beiträge · seit 201104. Sept. 2013 ·
Hallo Ihr vier Wiener,
ich fahre auch gerne mit und bin schon gespannt, wie´s weitergeht. Das Erlebnis zu Beginn hast Du wirklich spannend und eindrücklich beschrieben, Eure Parole für den weiteren Urlaub finde ich sehr bewundernswert. Dank der Schilderung können nun wir alle, die das lesen, ein wenig aufmerksamer sein.
Hoffentlich geht´s jetzt so weiter wie ab dem dritten Tag. So viele verschiedene Antilopenarten wie Ihr haben wir in unserem letzten Namibiaurlaub in drei Wochen nicht gesehen. 😁
Bei uns geht´s am 1.Oktober los und vorher sind wir noch in WIEN zu einer Hochzeit. 🤩
Liebe Grüße Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
Schön, dass ihr dann am ersten Tag noch ein Highlight mit den Tieren hattet. Das mit dem Essen kann ich total nachvollziehen, die Kinder sind da meist nicht ganz so probierfreudig. Unsere Jung freuen sich allerdings schon auf viel, viel Fleisch 🙂
Wir fahren nach der Autoübernahme im Oktober direkt nach Lake Oanob. Bin einerseits froh, dass wir gleich aus Windhoek weg kommen, andererseits hoffe ich, dass wir uns nicht zuviel vorgenommen haben mit zwei unausgeschlafenen Jungs noch die Autoübernahme und den Einkauf zu machen. Ich muss mal schauen, ob wir den Einkauf allenfalls auch am 2. Tag in Rehobot machen könnten. Wäre vielleicht etwas stressfreier. Weiss das jemand?
Hi Peter, wir hatten uns ja schon im Vorfeld Eurer Reise zu einigen Themen ausgetauscht. Jetzt bin ich natürlich schon sehr gespannt, was Ihr so alles erlebt habt. Liebe Grüße Philipp
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201204. Sept. 2013 ·
libera schrieb: Ich muss mal schauen, ob wir den Einkauf allenfalls auch am 2. Tag in Rehobot machen könnten. Wäre vielleicht etwas stressfreier. Weiss das jemand? LG libera
Hallo! Wir waren am Sonntag in Rehoboth kurz beim Spar. PEP gibt es auch. Cymot haben wir keinen entdeckt. Wenn man nicht die große Auswahl braucht kann man das schon machen.
Auch wenn es machbar ist, würde ich trotzdem wieder die erste Nacht in Windhoek-City machen. Wenn etwas mit dem Gepäck ist, oder -man unerwartet noch was einkaufen oder organisieren muss oder - ein Problem mit dem Mietwagen, was man nicht gleich bei der Übergabe entdeckt..
Solange man noch in der Stadt ist sicher etwas leichter zu organisieren.
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201206. Sept. 2013 ·
4.Tag: 11. August 2013 : Auf Gravel in die Wüste Lake Oanob Resort - Sesriem (260km Fahrt) Sossus Oasis Campsite
Unsere erste Nacht im Dachzelt ist überstanden. Nicht unbequem, aber zu kühl. Wir haben die weitere Abkühlung während der Nacht unterschätzt. Leonie und Claudia, unsere beiden Frostbeulen, jammern wegen der Kälte, trotz Skiunterwäsche, Jogginganzug, Schlafsackinletts und den Schlafsäcken, die zwar neu aussehen, aber nicht allzu dick sind.
Claudia hat von allem am meisten gefroren, vor allem, weil sie schon eine Erkältung aus Wien mitgebracht hat. Selina hat wieder mal geschlafen wie ein Murmeltier und von der Kälte der Nacht nichts mitbekommen.
Ich stehe als Erster auf, bewundere die aufgehende Sonne und mache die ersten Fotos mit der neuen Kamera.
Die Mädels krabbeln aus den Zelten und wir essen ein paar Toastbrotscheiben mit Nutella und Marmelade. Dazu gibt es Kaffee, Tee und Kakao. Wir packen zusammen und machen uns auf den Weg nach Sesrien. Die Wüste ruft !
Zuvor will ich noch in Rehoboth das Notebook-Stecker-Problem lösen. Ich mache mir keine Hoffnung, heute am Sonntag im kleinen Städtchen einen passenden Adapter zu finden. Gott weiß, was das für ein Stecker aus Hongkong oder sonst wo ist. Irgendeine Werkstatt mit Zangen, Schraubenzieher und Kabelklemmen müsste mir reichen, um den exotische Stecker abzuzwicken und einen echt namibischen Stecker drauf zu fummeln, egal wie.
In Rehoboth entdecke ich nicht gleich eine Werkstadt, aber ein Mini-Geschäft mit dem hoffnungsvollen Schild „China Electronics“. Claudia und die Kinder bleiben als Wächter im von innen versperrten Auto. Als ich aussteige und zum Geschäft stapfe, reden mich ein paar Kids auf der Straße an, ob ich nicht vielleicht einen Dollar übrig habe. Mein sehr genervter und säuerlicher Gesichtsausdruck reicht aus, um das Gespräch zu beenden, bevor es entstehen kann. Wortlos schaue ich Richtung Auto und die Jugendlichen kapieren, dass es klüger ist, jetzt nicht an die Scheiben des Autos zu klopfen, um meine Mädels anzuschnorren.
In dem finsteren Laden begrüßt mich ein mindesten 70 Jahre alter Chinese, dessen Englisch-Wortschatz ganz offensichtlich nach seinem "Hello" auch schon wieder erschöpft ist. Mit dem Stecker in der Hand kann ich verständlich machen, was mein Problem ist. Und siehe da: Er greift unter die Theke, nimmt einen Adapter heraus und murmelt etwas von „Sambia-Plug“. Ich hab also einen sambischen Stecker auf dem Ladegerät des Notebooks! Noch bevor er mir einen Gremlin aus dem Hinterzimmer andrehen kann, bedanke ich mich herzlich, zahle 10 N$ für den Sambia/Namibia-Adapter und kehre euphorisiert zum Auto zurück.
Kurz nach Rehoboth beginnt unsere erste lange Gravelfahrt.
Wir fahren brav 80 km/h und den Streetshoogte Pass hinauf (dabei aber nicht 80!). Oben genießen wir die herrliche Aussicht.
In Solitaire halten wir kurz bei Moose McGregor und probieren verschiedene Kuchensorten, die alle lecker schmecken.
Übrigens ist Solitaire meiner Meinung nach inzwischen kein Geheimtipp mehr. Am Parkplatz stehen mindesten 20 Autos, teilweise auch Busse. Der Anbau an die Bäckerei ist voll und Scharen an Touris fotografieren die Autowracks, die Erdhörnchen und die Kakteen. In der Bäckerei wird man abgefertigt wie bei McDonalds.
Wir fahren weiter Richtung Sesriem, wo wir um 15 Uhr eintreffen.
Wir besorgen uns das Permit für den Park für heute und morgen. Obwohl ich explizit danach frage, bekomme ich das Permit nicht für 24 Stunden, sondern nur für den heutigen und den morgigen Tag. Der wenig motivierte Beamte gibt mir zu verstehen, dass 24 Stunden nur für die Campinggäste der NWR-Campsite erhältlich ist.
Wir fahren in den Park zur Elim-Düne, die wir an diesem Nachmittag für eine Stunde ganz für uns alleine haben.
Danach machen wir noch eine kurze Wanderung durch den Sesriem Canyon.
Wieder aus dem Park draußen, bestellen wir für morgen 7 Uhr Früh einen Frühstückskorb in der Sossusvlei Lodge und melden uns auf der Sossus Oasis Campsite an. Auch diese bezeichnet sich als Luxus-Campsite, sieht aber auf den ersten Blick noch karger aus als die Campsite am Lake Oanob. Aber tatsächlich haben wir eine betonierte ebene Fläche, Open-Air Dusche, Klo und Spüle, Warmwasser, eine schöne Feuerstelle, Strom und Lampen. Also Camper-Luxus pur 😉
Mit zitternder Hand greife ich nach dem Notebook und meinem heute morgen erstandenen Sambia/Namibia-Stromadapter. Ich fahre den Laptop hoch und stecke Alles ineinander. ES PASST! Den Freudentränen nahe richte ich Windows ein und will mit dem Reisetagebuch beginnen. Da natürlich kein Office drauf ist, kritzle ich ein paar Notizen in das Windows-Notepad, wobei das Schreiben mit deutscher Spracheinstellung auf einer englischen Tastatur auch nicht frei von Tücken ist und für herrlich komische Wortkreationen sorgt. Aber was soll's, irgendwie funktioniert's. Wer auf Perfektion Wert legt, sollte ohnehin nie Camping Urlaub in Afrika machen. 🙂
Diesmal mache ich rechtzeitig Feuer und wir grillen Fleisch und Würstchen. Alles schmeckt herrlich. Hunger ist eben doch der beste Koch.
Der Aufbau der Dachzelte gelingt deutlich flotter als gestern. Inzwischen hat es geschätzt noch 10 Grad und kühler Wind kommt auf. Wir ziehen alle Schichten an, die wir aufbieten können und sind früher als gestern in den Zelten. Immerhin heißt es morgen früh aufstehen.
oh schon wieder ein spannender Reisebericht - bin dabei . Na das war kein guter Einstieg in Namibia - kann verstehen, man ist dann auf der ganzen Tour verunsichert, wenn man wo parkt. Es begleitet einem immer- aber denke der Urlaub war trotz dieses Vorfalls gelungen . Sonnige Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
ich habe beim lesen mit euch richtig mitfühlen müssen, wie ihr Hypervorsichtig eure Einkäufe getätigt habt. Uns wäre es nach dem Einstand am ersten Tag nicht anders gegangen. Ist schon blöd, wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Wir hatten zur gleichen Zeit Glück gehabt und können in Bezug auf Sicherheit in Namibia nichts zm Glück negatives berichten.
Ich musste richtig schmunzeln, als du von der Nachtkühle geschrieben hast. Uns ging es im Hochland auch so. Morgens waren es fast 3°C (Brrrrr...)
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung eures Berichtes 🙂
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201208. Sept. 2013 ·
5.Tag: 12. August 2013 : Die höchsten Dünen der Welt Sesriem - Solitaire (220km Fahrt) Solitaire Guest Farm, Dachzelt
Die Nacht ist windig und sehr kalt. Gegen 4 Uhr bemerke ich auf der Innenseite des Zeltes die kondensierende Feuchtigkeit. Egal, durchbeißen! Die Mädels haben die Skiunterwäsche und Hauben an.
Aufstehen um 6:15 bei Sonnenaufgang. Früher wollen und können wir eh nicht in den Park hinein. Bei den ersten Sonnenstrahlen lese ich 2 Grad vom Thermometer ab und bemerke die Eisschicht am Auto.
Wir starten den Wagen, drehen die Heizung auf und setzen die halb schlafenden Kinder wie sie sind ins Auto. Bei immerhin schon kuscheligen 3 Grad klappe ich mit klammen Händen die Dachzelte zusammen und erfreue mich am angenehmen Gefühl der Aluleitern auf meiner Haut. Meine Handschuhe sind zwar im Reisegepäck aber natürlich ganz unten in der schon verstauten Tasche und ich hab keine Lust auf Suchen in dieser Kälte. Also Augen zu und durch.
Recht flott haben wir alles zusammen und holen uns den Frühstückskorb in der Sossusvlei Lodge ab. Das Monster an Korb können wir noch irgendwie zwischen die Taschen pressen. Die heißen Kannen mit Kaffee und Wasser kommen zu Claudias Füßen.
Wir fahren in den Park. Während der Fahrt wird es innen (Autoheizung) und aussen (Sonne) Minute um Minute wärmer. Die Kinder ziehen sich am Rücksitz um. Die Morgensonne taucht die Dünen entlang der Straße in ein herrliches Rot.
Wir erreichen den 4x4 Parkplatz.
Mein großer Moment naht. Die halbe Reisevorbereitung drehte sich um die Frage „Mit welchem Auto und wie komme ich auf eigene Faust bis ans Ende des Sossusvlei?“ Jetzt schlägt die Stunde der Wahrheit.
Step 1: Luftablassen Step 2: 4x4L einlegen Step 3: maximal 35 km/h und NIE stehenbleiben
Los geht’s!
Trotz unseres hohen Gewichts spielt sich das Auto beim Durchfahren des Sandes. Obwohl wir fast in der Kolonne fahren, kann ich es vermeiden, unterwegs stehenbleiben zu müssen.
Zwischen dem Dead-Vlei Parkplatz und dem Parkplatz am Ende entdecken wir eine einsame Picknickbank, die wir für unser Wüstenfrühstück nutzen. Herrlich! Kaffee, Tee, Obst- Wurst- und Käseteller, Joghurt, Müsli, Cornflakes. Nicht einmal ansatzweise schaffen wir die mitgegebene Menge. Obwohl viele Autos unterwegs sind, sind wir völlig ungestört und genießen die Ruhe der Wüste bei schon angenehmen Temperaturen.
Wir spazieren eine Runde durch das Sossusvlei. Kurz darauf fahren wir zum Dead Vlei Parkplatz.
Wir wandern zum Dead Vlei und schießen wunderschöne Bilder. Trotz der Kargheit der Landschaft gefällt es auch den Kindern sehr gut. Die Temperatur steigt immer mehr und der Weg zurück im tiefen Sand wird vor allem für Selina schon anstrengend.
Die Rückfahrt im Sand macht sehr viel Spaß.Ich fahre selten weniger als 30 km/h um ja nicht steckenzubleiben. Wahrscheinlich völlig unnötig, aber das Gerumpel und Gehupfe verzückt vor allem die zweite Reihe unseres Autos.
Am Parkplatz werden die Reifen wieder voll aufgepumpt. Geschafft! Die Sonderprüfung im Sossusvlei wurde erfolgreich abgelegt! Der Nissi und ich; eine verschmolzene Einheit im Kampf gegen die Elemente ! Mitleidig und mit mildem Lächeln beobachten wir Scharen an Leuten, die zwar wie wir mit Monster Hiluxen und Nissans am Parkplatz stehenbleiben, sich aber dann dort in die dicht gefüllten Shuttles drängen. Weicheier!
Am Parkausgang genehmigen wir uns ein Eis und ich besorge für morgen ein Permit für den nördlichen Teil des Parks. Ich habe vor, weniger die Hauptrouten Richtung Swakopmund zu nehmen, sondern auch Seitenstraßen und den Welwitscha Drive auf der Fahrt nach Swakop abzufahren. An einer Temperaturanzeige sehen wir 38 Grad im Schatten. 36 Grad Differenz in 5 Stunden ist schon was.
Wir lassen das Auto volltanken und stellen erfreut fest, dass der Wagen für die bisherigen 500km nur 70 Liter Benzin verbraucht hat. Na prima, so durstig ist er ja gar nicht !
Wir fahren los zur Solitaire Guest Farm, unserer heutigen Unterkunft. Nach einer guten Stunde sind wir dort und werden nett empfangen. Die Campsite ist 200m vom Haupthaus entfernt und wir haben ein neues, gemauertes WC und Duschhäuschen, natürlich open air exklusiv für uns.
Ich hab noch gar nicht die Zelte aufgestellt, da haben sich die Kinder schon mit den Hunden angefreundet und jedem einen Namen verpasst. Außerdem entdecken sie Pfaue, Kaninchen, Truthähne und zwei Oryxe im Gehege. Wie wir erfahren, haben sich die zahmen Erdmännchen und der Springbock leider vor kurzem ein neues Zuhause gesucht.
Da wir wieder mit frischen Temperaturen rechnen, verzichten wir auf Selbstversorgung und melden uns für das Abendessen an. Der Speiseraum ist sehr nett eingerichtet. Es gibt Suppen, Salate und Spinattörtchen als Vorspeise und als Hauptspeise Kudu Stroganoff und Oryx-Steaks. Selina bleibt bei den Beilagen, Leonie traut sich sogar den Oryx zu kosten und findet es lecker.
Nach dem Essen gibt es eine kleine Gesangs-Performance der Küchenkräfte. Ganz nett und bemüht, aber für das Supertalent wird es wohl nie reichen 😉
Richtig schmerzhaft wird es erst, als ich eine bekannte Melodie unseres Landsmanns Josef Haydn zu erkennen glaube. Tatsächlich: Die deutsche Bundeshymne mit Klicksprachentext wir in den Raum geschmettert. „FOR OUR GERMAN FRIENDS!“ Großer Applaus und Gelächter der germanischen Reisegruppe nebenan. Fassungslosigkeit und Verwunderung bei unserem Ösi-Tisch und den Franzosen nebenan. Gerade will ich nach der der wörtlichen Übersetzung des Textes fragen, da verabschieden sich die Damen wieder in die Küche. Hätte mich brennend interessiert, was genau inhaltlich zum Besten gegeben wurde 😉
Wir spazieren zum Auto zurück. Heute Abend ist es deutlich milder als gestern und auch kaum Wind. Das Abendprogramm verläuft immer entspannter und wird schön langsam zum Ritual. Jeder weiß inzwischen großteils, was wie wann zu tun ist und auch die Kinder machen immer mehr mit. Wir sind zufrieden mit uns und der Welt und krabbeln die Leitern zu den Zelten hinauf.
Toller RB. Freue mich auf alles was noch kommt. Herzlichen Dank
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201209. Sept. 2013 ·
6.Tag: 13. August 2013 : Fahrt an die Küste Solitaire - Swakopmund (300km Fahrt) Alternative Space B&B
Wir schlafen alle sehr gut und lange. Claudias Verkühlung ist so gut wie abgeklungen. Wir beide sitzen bei fast 10 Grad am Morgen in der Sonne. Die Kinder lassen wir bis 8 ausschlafen. Die anderen Gäste und Reisegruppen sind schon aufgebrochen, als wir frühstücken gehen.
Beim Verstauen der Taschen merke ich, dass das Schloss des Canopys sich nicht mehr versperren lässt. Ich tippe auf ein Sandproblem und versuche es durch Pusten sowie ein paar Tropfen Fahrradöl zu lösen. Aber nichts hilft. Da werden wir wohl in Swakopmund eine Werkstatt aufsuchen müssen. Der Gedanke, die restliche Tour ohne versperrbares Canopy zu absolvieren, wird genauso schnell wieder verworfen, wie er entstanden ist.
Um uns die Zeit auf der langen Fahrt zu vertreiben, hören wir das Hummeldumm-Hörbuch. Auch die Kinder finden es lustig, vor allem, weil sie ja schon einen Bezug zu den genannten Orten haben.
Wir überqueren den Tropic of Capricorn und machen das Pflichtfoto. Obwohl ich den Mädels versuche zu erklären, was das jetzt genau bedeutet, hält sich die Ehrfurcht beim weiblichen Teil unserer Reisegruppe in Grenzen.
Beim Kuiseb Canyon sitzt plötzlich ein Pavian mitten auf der Straße und blockiert den Gegenverkehr. Er will einfach nicht einsehen, warum jetzt ausgerechnet er Platz machen soll. Nach mehreren Minuten lässt er dann doch das andere Auto passieren und auch wir setzen die Fahrt fort.
Ich will die angeblich langweilige Fahrt auf der Hauptroute über den Vogelfederberg vermeiden und die permitpflichtigen Straßen durch den Namib-Naukluft-Park fahren und dann von Osten kommend am Weg nach Swakopmund noch den Weltwitscha Drive abfahren. Wir verpassen allerdings eine Abzweigung nach Norden und bleiben zu lange auf der Durchgangsstraße Richtung Walvis Bay. Umdrehen wollen wir auch nicht mehr, also doch über den Vogelfederberg und über Walvis Bay.
Auf der Fahrt bemerke ich, dass die Tankanzeige rasch nach unten geht. In Sesriem haben wir doch vollgetankt?. Da haben wir 70 Liter nach 500km getankt und jetzt fahren wir 300 km und die Tankuhr geht rapide nach unten !?!?! Wie das?
Ich bin mir sicher, dass wir entweder ein Leck im Tank haben oder die Anzeige defekt ist. Nur gut, dass wir auf der Hauptstraße unterwegs sind und nicht auf eine D-Straße abseits.
Jetzt bloß noch bis Walvis Bay kommen!
20 km vor der Stadt geht die Tankanzeige auf Reserve. Schweißperlen auf der Stirn ! Aber wir schaffen es...
In Walvis Bay tanken wir bei einer Shell-Tankstelle. Bei 80l schnappt der Stutzen ab und der Tankwart fragt, „Double Tank?“. Verwundert bejahe ich und er presst Schluck um Schluck noch weitere 40 l in den Tank. Ich rechne herum und kann mir einfach nicht erklären, wie ich 120l auf 400km hab verfahren können. Vorher 500km fahren und 70l tanken. Leck sehe ich auch keines. Wie kann das sein? Da dämmert es mir: Der Tankwart in Sesriem hat den Zusatztank nicht aufgefüllt! Dafür war er viel zu schnell fertig.
Insgesamt 190l für 900km macht Sinn und zeigt, dass die Freude über den geringen Spritverbraucht verfrüht war. „Voll“ beim Tank ist also auch wie vieles andere als relativ zu betrachten.
Erleichtert fahren wir nach Swakopmund und rufen von unterwegs bei unserem Autovermieter an, um zu fragen, wo wir das Problem mit dem kaputten Schloss in beheben lassen können.
Wir sollen einfach die erste Werkstatt der mitgegebenen Liste nehmen, unser Besuch für morgen wird inzwischen dort angekündigt.
In Swakopmund finden wir rasch unsere Unterkunft für die nächsten drei Nächte, das Alternative Space. Dort werden wir von Sibylle und Frenus herzlich begrüßt. Auch unsere Bekannten aus Wien mit ihren zwei Töchtern, die sich bereits in der vierten Woche ihrer Tour befinden, sind schon eingetroffen. Das riesige Familienzimmer mit der freistehenden Badewanne ist super gemütlich. Das Doppelbett hat sogar eine Heizdecke, für die Kinderbetten sind Wärmeflaschen vorbereitet.
Es ist recht frisch und windig und wir haben keine Lust, zum Essen in die Stadt aufzubrechen. Wir beschließen, im Innenhof ein paar Würstchen zu grillen.
Am Abend spielen die Kinder mit den Nintendos und wir nutzen das Gratis WLAN um ein paar emails und Fotos nach Hause zu schicken.
Nach dem sehr entspannenden Abend kuscheln wir uns in die warmen Decken.
Drei Tage in den Zelten haben schon gereicht, um echte Betten so richtig zu genießen.
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201210. Sept. 2013 ·
7.Tag: 14. August 2013 : Living Desert Tour Swakopmund Alternative Space B&B
Nach einer sehr erhohlsamen und gemütlichen Nacht kommen wir nur schwer aus den kuscheligen Betten. Wir stärken uns am reichlich gedeckten Frühstückstisch.
Überpünktlich werden wir um 8 Uhr von Andrew, einem Fahrer von Tommy Collard’s Living Desert Tour in einem nagelneuen Landrover Discovery abgeholt. Wir sind gespannt, ob die durchwegs positiven Meinungen zu Tommy Tour gerechtfertigt sind.
Vor der Stadteinfahrt treffen wir die anderen beiden Fahrzeuge, Tommys alten Landrover mit 9 Sitzen und noch ein Fahrzeug mit 6 Personen an Bord. Nach der Begrüßung und ein paar einleitenden Worten von Tommy setzen wir uns in Bewegung. Wir vier verbleiben in Andrews Auto, welches im Vergleich zu den anderen Autos fast schon dekadent bequem ist.
Nacheinander entdecken wir den Bau einer Weißspinne, ein Baby- und ein erwachsenes Wüstenchamäleon, eine Namib Sand Snake, einen Wüstengecko, eine Wüsteneidechse und als Highlight am Schluß noch eine Zwergpuffotter (=Sidewinder Snake). Immer mit sehr lustigen zweisprachigen Erklärungen. Zwischendurch immer wieder Achterbahnfahrten über die Dünen. Die Kinder, die zu Beginn noch nicht ganz ausgeschlafen waren, jubeln während der Fahrt.
Die gut vier Stunden vergehen wie im Flug und es kommt keine Sekunde Langeweile auf. Die Tour bestätigt sich als echtes Highlight der Reise und als ein Muss, speziell wenn man mit Kindern erstmals durch das Land fährt.
Gegen 14 Uhr sind wir wieder im Hotel und lassen die Kinder im Hotel ausspannen.
Claudia und ich fahren zur Werkstatt um das Schloss des Canopys zu reparieren. Als wir eintreffen, wird mir verständlich gemacht, dass der Chef gerade nicht da ist und so versuche ich das Problem den Mechanikern zu erklären. Es dauert ein Weilchen. Das Schloss lässt sich schon schließen - „Yes it‘s working, I see“ - aber nicht absperren. Was hab ich von einem Schloss, welches einschnappt und ein Aufspringen verhindert, aber von jedermann zu öffnen ist? Als das Problem nach ein paar Minuten erkannt wird, wird rund um das Heck unseres Autos ein Arbeitskreis gebildet.
Jeweils drei Projektgruppenmitglieder in wechselnder Besetzung sehen sich das Schloss an. Eine halbe Stunde wird probiert, geschraubt, geklopft und gepustet. Schließlich trifft der Chef der Werkstatt ein und plötzlich kommt Bewegung in die Sache. Das Schloss wird als Ganzes abgeschraubt, der äußere Teil sogar abgesägt. Der Chef persönlich fährt weg und besorgt ein baugleiches Schloss in der Stadt.
In der Zwischenzeit drücke ich mein seit der Abfahrt defektes zweites Zeltlicht einem anderen, gerade nicht unter extremen Stress stehenden Kollegen in die Hand, welcher sich der Sache annimmt. Insgesamt verbringen wir 90 min in der Werkstatt. Aber dann fahren wir mit einem funkelnden Schloss und einem zweiten Zeltlicht vom Hof.
Die Lady von der Werkstatt notiert sich das Kennzeichen und den Kilometerstand des Fahrzeugs. Die weitere Abwicklung erfolgt direkt mit Camping Car Hire. Sehr bequem und professionell. Wir verteilen Trinkgeld und verabschieden uns.
Am Abend gehen wir auf Empfehlung von Sibylle mit der zweiten Wiener Familie in eine Pizzeria (Secret Garden) in der Stadt. Alles schmeckt sehr gut und auch Selina vergisst ihr Pizza-Fiasko vom Lake Oanob.
Im Hotel werden die Kinder etwas früher in die Falle geschickt, damit ihnen morgen das Aufstehen leichter als heute fällt. Auch morgen werden wir wieder um 8 Uhr abgeholt, diesmal für die Delfintour.
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201211. Sept. 2013 ·
8.Tag: 15. August 2013 : Ocean Adventures Swakopmund Alternative Space B&B
Der Morgen verläuft wie gestern. Wieder werden wir um 8 Uhr abgeholt, dieses Mal von Ocean Adventures für die Robben- und Delfin-Tour in Walvis Bay. Treffpunkt mit den anderen Teilnehmern und Bezahlung ist wie schon gestern bei der Stadteinfahrt.Danach geht’s im Kleinbus nach Walvis Bay.
Die einzelnen Gruppen besteigen nacheinander im Akkord die Boote. Kleinere und auch sehr Große. Wir fahren gegen 9 Uhr mit einem mittelgroßen Katamaran und circa 30 Personen an Bord los. Das Boot von Ocean Adventures ist groß genug, dass sich die Leute verteilen können und nicht auf die Zehen steigen, aber noch immer übersichtlich. Ich finde für uns genau optimal. Wir fahren Richtung Pelican Point und bald kommt schon die erste Robbe an Bord. Immer an unsere Seite sind natürlich viele Möwen, aber auch Pelikane und Kormorane.
Beim Pelican Point angekommen sehen wir Unmengen an Robben, die uns mit ihrem Geschrei an Schafe erinnern. Auch eine Gruppe von Flamingos sehen wir etwas weiter entfernt am Strand.
Bald darauf sehen wir endlich Delfine. Zunächst scharz-weiße Heaviside-Delfine, danach auch große Tümmler.
Auf der Rückfahrt werden Austern und kleine Häppchen mit Sekt serviert. In weiser Voraussicht haben wir für die Kinder beim Frühstück leere Brötchen mitgenommen, die sie jetzt hungrig verputzen.
Schließlich kommt noch eine Pelikan-Dame zu Besuch und auch eine jungen Robbe, die sich bereitwillig mit den Kindern fotografieren lässt.
Gegen 14 Uhr sind wir wieder im Hotel in Swakopmund. In einem großen Plastiksack bekommen wir unsere gestern abgegebene Wäsche retour. 60N$ für einen großen Sack gewaschener und frisch gebügelter Wäsche sind ein echtes Schnäppchen und lassen die Augen von Claudia leuchten.
Claudia genießt ein Bad in der schönen freistehenden Badewanne unseres Zimmers. Auch die Kids werden in die Badewanne verfrachtet, bevor wir ab morgen wieder geringere hygienische Ansprüche stellen.
Danach lassen wir die Kinder in Ruhe, wir wollen inzwischen einen Spaziergang am Strand und durch die Stadt machen. Wir stellen unser Auto beim Museum ab und fotografieren die Flamingos bei der Mündung des Swakop-Flusses.
Wir gehen durch die Stadt zurück zum Auto und besuchen den Holzschnitzer-Markt. Dabei machen wir den Fehler, stehen zu bleiben und Interesse zu bekunden. Schon werden wir von den Verkäufern bestürmt und jeder preist seine Waren als die Schönsten und Besten an. Ich kann das echt nicht leiden, da man eigentlich nicht wirklich in Ruhe schauen und überlegen kann. Um überhaupt weiterzukommen, kaufen wir total überteuerte Nüsse mit unseren gravierten Namen und kehren zum Auto zurück.
Wir füllen beim Spar unsere Essensvorräte für die nächsten Tage auf und heben auch gleich Geld beim ATM ab. Für das Fleisch suchen wir eine einheimische Fleischerei auf, wo wir frische Oryx-Steaks besorgen.
Heute Abend haben wir keinen großen Hunger, somit gibt es nur paar Frankfurter zum Abendessen.
Wir packen die Taschen für morgen und bezahlen. Danach plaudern wir noch mit Sibylle am gemütlichen Kamin.
Morgen geht es wieder auf Pad. Sonst gewöhnen wir noch zu sehr an die Bequemlichkeiten einer festen Unterkunft 😉
Hihi, 60N$ sind wirklich ein Schnäppchen! In Walfishbai in der Oysterbox haben die uns für nen Sack Wäsche 870N$ abgeknöpft :-/ Da hätten wir die Wäsche fast neu kaufen können.