granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201202. Sept. 2015 · #1
Hallo!
Sonntag abend sind wir mit unseren 2 Mädels (12 und 9) von unserem zweiten Afrikatrip wohlbehalten zurückgekommen. Dieses Mal waren wir 3 Wochen in SA und Botswana unterwegs. Zum Schluss noch zwei Nächte in Dubai als Stopover, auf die ich hier aber nicht näher eingehen werde. Es gibt auch so viel zu berichten... 😉
Ein paar Tage noch Geduld, die Fotos müssen einmal gesichtet werden und die Notizen formuliert werden.
Insgesamt war es ein tolles Abenteuer und trotz der Fahrdistanzen und mehr Zeltnächten entspannter als Namibia vor zwei Jahren.
Ein wenig Geduld noch, hier einmal ein Appetizer von unserer Rhino-Begegnung in Marakele am Schluss der Reise.
Mellie1248 Beiträge · seit 201502. Sept. 2015 · #2
Da wir naechstes Jahr auch mit unseren beiden Kindern in Botswana und SA unterwegs sein werden (unsere sind allerdings noch ein wenig juenger), bin ich auf Eure Erlebnisse als Familie schon mal sehr gespannt 🙂
2006: Botswana und Sued Afrika
2009: Botswana und Sued Afrika
2012: Sued Afrika (KTP)
2014: Marokko
2016 endlich wieder Botswana und Sued Afrika :)
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201204. Sept. 2015 · #3
Hallo!
Während ich noch am Tagebuch arbeite und Fotos sichte, kann ich schon einmal unsere Reiseroute vorstellen.
Hier unsere Übernachtungsstationen im Überblick:
7.8.2015: Gold Reef Theme Park Hotel Johannesburg 8.8.2015: Gold Reef Theme Park Hotel Johannesburg 9.8.2015: Kwa Nokeng Lodge, Martins Drift, River Cottage 10.8.2015: Khama Rhino Rest Camp, Serowe, Dachzelt 11.8.2015: Kubu Island, Dachzelt 12.8.2015: Tiaans Camp, Khumaga, Dachzelt 13.8.2015: Tiaans Camp, Khumaga, Dachzelt 14.8.2015: Discovery B&B, Maun, Family Rondavel 15.8.2015: South Gate Campsite, Moremi 16.8.2015: Xakanaxa Campsite, Moremi 17.8.2015: Xakanaxa Campsite, Moremi 18.8.2015: Khwai Camp Site, Moremi 19.8.2015: Savuti Campsite, Chobe NP 20.8.2015: Ihaha Campsite, Chobe NP 21.8.2015: Chobe River Cottages, Kasane 22.8.2015: Chobe River Cottages, Kasane 23.8.2015: Woodlands Stopover, Francistown 24.8.2015: Bontle Tented Camp, Marakele 25.8.2015: Bontle Tented Camp, Marakele 26.8.2015: Vaalwater, Guest Farm Olievenhoutsrus, Family Cottage 27.8.2015 Übernachtung im Flieger 28.8.2015: Atlantis the Palm Dubai 29.8.2015: Atlantis the Palm Dubai
KAKarinK106 Beiträge · seit 201306. Sept. 2015 · #4
Liebe Peter, schön, dass ihr wieder gut zu Hause angekommen seid! Und schon gleich beim Reisebericht schreiben, unglaublich!
Ich bin schon soo gespannt, wie es bei euch war. Hab oft an euch gedacht. Es hat mich überrascht, dass es für euch diesmal entspannter war als letztes Mal in Namibia. Woran lag das? Dass die Mädchen 2 Jahre älter sind, oder hattet ihr weniger oder kürzere Fahrtage?
Wir hatten heuer öfter nur 1 Nacht statt 2 Nächte auf einer Campsite, die Strecken in Botswana waren anstrengender zu fahren, wir hatten gefühlt dann auch mehr Kilometer zwischen den Campsites. Das war aber das Einzige, das wir das nächste Mal anders machen würden. Es war einfach traumhaft ... Wir sind ja schon seit 4 Wochen wieder hier, doch Peter und ich sind noch immer nicht ganz angekommen. Es fällt mir schwer, mich mit dem Alltag und vor allem der Zivilisation anzufreunden. Am liebsten würden wir gleich wieder los und für längere Zeit dort bleiben.
Liebe Grüße an deine 3 Mädls und wir freuen uns auf ein Treffen! Karin
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201207. Sept. 2015 · #5
Hallo,
Wir empfanden einiges tatsächlich angenehmer als in Namibia. Zum einen hatten wir ja mehr Zeit als in Namibia und in Johannesburg, bei Tiaan, Xakanaka, Kasane und Marakele jeweils 2 Übernachtungen. Das hatten wir beim ersten Mal nicht.
Auch das Einkaufen empfanden wir als weniger stressig als in Namibia. Sicher, die Mädels waren 2 Jahre älter und wir mussten nicht ständig auf sie aufpassen, aber z.B. auch in den Städten die Supermarktparkplätze, die ATMs, bei den Tankstellen, spürbar weniger Betteln und entspannteres Flair...
z.B. Hab ich einmal die GoPro dummerweise außen am Auto laufen gelassen, wie ich 30 min zum Spar in Maun hineingegangen bin. War nachher noch drauf. Am Film sieht man sogar, dass eigentlich niemand sich dafür auch nur interessiert.....
Was das Fahren betrifft, fand ich es angenehm entweder 120km/h auf der Teerstraße oder richtig Offroad durch die Parks, dann halt langsam. Beides empfand ich angenehmer als stundenlanges Schotterstrassenfahren mit 80 km/h. Auch das Navi, was wir in NAM nicht hatten, hat positiv beigetragen.
Treffen machen wir auf jeden Fall dann im Herbst, wenn wir ein bisserl was sortiert haben, ok?
ich freu mich schon auf eure Reise. Es hört sich nach einem gelungenen und entspannten Urlaub an. Und vielleicht ist die Tour ja auch was für uns. 🙂 Ich hatte unseren Jungs (12 und 14 Jahre alt) gerade erklärt, dass Botswana mir ein Spur zu abenteuerlich ist, aber wenn du jetzt schreibst, dass es entspannter war als Namibia..... Wir sind zwar gerade erst heimgekommen von Namibia, aber man kann ja nicht früh genug mit den Planungen beginnen 😉 .
Dann bin ich mal gespannt auf die Fortsetzung
Viele Grüße
JuRo
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201221. Sept. 2015 · #7
Donnerstag 06.08.2015:
Heute geht es also los. Seit fast zwei Jahren freuen wir uns alle auf diesen Tag. Es geht wieder nach Afrika. Nach 2 ½ Wochen Namibia im Sommer 2013 sind wir diesmal sogar für insgesamt 3 Wochen in Südafrika und Botswana unterwegs. Claudia und ich sind heute noch im Büro, da unser Emirate-Flug erst spätabends geht. Am Nachmittag sind die Mädels noch beim Friseur. Gegen 17 Uhr sind alle zuhause und es wird Abend gegessen. Das Flughafentaxi holt uns um 20 Uhr ab. Schon 20 Minuten später sind wir am Flughafen Schwechat, somit haben wir noch mehr als zwei Stunden bis zum Abflug. Obwohl wir uns schon online eingecheckt haben, brauchen wir doch eine halbe Stunde am Schalter für die Gepäckabgabe. Gemütlich schlendern wir durch die Gänge und begeben uns zum Gate. Der Flieger startet pünktlich im 22:40. Die Kinder sind vom Entertainment System der Emirates mit tausenden von On Demand Filmen, Serien und Musik begeistert. Das vorbestellte Kinderessen sind Nudeln mit Tomatensauce. Für uns Erwachsene gibt es klassisch Hühnchen oder Lamm. De 5 ½ Stunden Flug vergehen mit Essen und Filmschauen recht schnell, viel geschlafen wird allerdings nicht.
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201221. Sept. 2015 · #8
Freitag, 7.8.2015
Um 20 Minuten nach 6 Ortszeit Dubai (gefühlt wegen der Zeitverschiebung 20 nach 4) landen wir in Dubai. Es gilt 4 Stunden Transferzeit totzuschlagen. Es gibt Croissants und Cappuccino zum Frühstück, wir schicken SMS nach Hause, dass bislang alles passt und die Mädels gehen in den Kinderbereich zum Nintendo-Spielen, da ansonsten alle Bänke gut gefüllt sind. Der Duty Free Bereich ist riesig aber für uns uninteressant. Sicher auch bedingt durch den schwachen EURO ist alles extrem teuer, auch „Leistbares“ wie Kameras und Elektronik-Zeugs. Aber große Shopping-Enthusiasten sind wir allesamt ohnehin nicht. Gottseidank. Um 10.15 Ortszeit, wieder pünktlich, starten wir von Dubai nach Johannesburg. Im Gegensatz zum Flug aus Wien ist der Flieger nur zur Hälfte gefüllt. Bis wir es checken, dass wir uns ja breitmachen können, sind schon alle der umliegenden Sitze und Bänke belegt. Zum Teil liegen einzelne Personen über vier Sitze im Mittelblock der 777. Auch wenn wir wie gebucht auf unseren Sitzen zusammenbleiben, ist es aber auch für uns angenehm, wenn der Flieger nicht so gesteckt voll ist. Diesmal gibt es für uns Hühnchen oder Beef, für die Mädels Bolognese Nudeln. Da es ja diesmal ein Tagesflug ist, schauen alle zwei Filme und spielen verschiedene Games am Entertainment-System. So vergehen auch diese 8 Stunden und wir landen pünktlich. Es gibt kaum Wartezeit bei der Immigration, auch das Vorweisen der internationalen Geburtsurkunden stellt uns vor keine Probleme. Das Gepäck ist auch bald da und wir treffen unseren Fahrer, der uns von der ersten Unterkunft, dem Gold Reef Theme Park Hotel, vermittelt wurde. Ich hole noch einen 50R Voucher für die geborgte MTN-SIM Karte und wir sind auch schon unterwegs. Kaum eine Stunde nach der Landung sind wir schon auf dem Highway Richtung Westen. Wir plaudern mit dem Fahrer ein wenig während der Fahrt. Er beruhigt uns, dass die Sicherheitslage in JHB in den letzten Jahren deutlich besser geworden ist, und wir uns keine Sorgen machen brauchen. Zumindest nicht in den Gegenden, wo wir uns aufhalten werden. Gegen 18:30 treffen wir beim Gold Reef Theme Park ein. Wir fahren zum hoteleigenen Parkplatz und gehen von dort ein paar Schritte in den Park. Das Gepäck wir uns nachgeführt. Wir checken ein. Das Zimmer ist nett und geräumig. Es ist nur eiskalt. Die Klimaanlage sollte eigentlich kühlen UND heizen können, aber wir haben Zweifel, dass die Wärmefunktion funktioniert. Wir stellen jedenfalls die Temperatur auf 30 Grad ein und warten ab, was passiert. Die Sleeper Couch erscheint uns ein wenig zu schmal für die beiden Mädels. Wir entscheiden, dass Selina die Nacht zwischen uns verbringt. Im Dunkeln spazieren wir bei recht angenehmer Temperatur durch den Vergnügungspark. Die Westen und eine dünne Jacke reichen. Nach ein paar Umwegen erreichen wir die Brücke über die Straße und somit das Gold Reef Casino, wo wir Abend essen wollen. Wir entscheiden uns für das Ocean Basket Restaurant in der Annahme, dass wir die nächsten Wochen nicht wahnsinnig viel Fisch zu uns nehmen werden. Wir bestellen Kinderteller mit Fish Nuggets und Calamari und für uns eine Fischplatte für 2 mit Calamari, Nuggets und gegrilltem Fisch. Dazu Pommes und Knoblauchbrot. Und endlich wieder die heiß ersehnten Schweppes Lemonades für die Kinder und Savannahs für uns! Wir sind im 7ten Himmel. Kein Vergleich zum ersten Abend in Windhoek vor zwei Jahren. Nach dem Essen geht es noch in die Spielhölle, wo wir ein paar Hundert Rand an den Automaten verzocken. Bei unserer Rückkunft ins Zimmer ist es leider kaum wärmer geworden. Wir drehen die Pseudoheizung (=Klima) ab und gehen mit Joggern ins Bett.
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201222. Sept. 2015 · #10
Samstag 08.08.2015:
Ich stehe gegen 7 Uhr auf und erkunde die Umgebung des Hotels mit dem Fotoapparat. Die Mädels schlafen sich nach dem langen Tag gestern noch ein wenig aus.
Obwohl wir das Auto erst ab morgen benötigen und bezahlt haben, erwarten wir die Zustellung des Landcruisers schon heute, da Jacques von der Autovermietung heute ohnehin einige Zustellungen in Johannesburg hat und dann alle seine Fahrer gemeinsam wieder zurückfahren können.
Es ist vereinbart, dass wir uns zusammentelefonieren, sobald die Fahrer bei Hotel eintreffen. Während wir also auf den Wagen warten gehen wir zum Frühstücken zu Barney’s, einem Cafe gleich neben dem Theme Park Hotel. Es gibt ein umfangreiches Buffet mit englischem Touch. Hashbrowns, Würstchen, Eier, Speck, Baked Beans usw. Die Bahnen im Park sperren um 9:30 auf. Da wir uns beim Aufstehen und Frühstücken Zeit lassen, können wir den Vorteil im Park zu schlafen nicht wirklich nutzen.
Es gibt zwar ab dem späteren Vormittag bei einigen Bahnen Wartezeiten, aber kein Vergleich zu Wartezeiten in europäischen Themenpark in Ferienzeiten. Auch ein netter Streichelzoo ist Teil des Parks. Speziell die Bahnen „Anaconda“ und „Tower of Terror“ sehen spektakulär, die nehmen wir uns für morgen zeitig in der Früh vor, da wir ja noch 1x im Park schlafen werden. Den Tag über findet in unserem Teil Hotels ein Schönheitswettbewerb für Kinder statt. Teilweise ganz nett, aber auch befremdlich, wenn kleine Kids aufgedonnert und voll geschminkt am Laufsteg vorgeführt werden. Nur im Vorbeigehen widmen wir uns dem seltsamen Treiben, als wir uns zwischendurch etwas aus dem Zimmer holen.
Gegen 11:30 bekommen wir die SMS, dass der Fahrer mit unserem Auto eingetroffen ist. Ich gehe vor, die Mädels kommen kurz darauf nach. Am Parkplatz erblicken wir unseren Landcruiser….
Kaum ein Thema hat mich in der Planung des Urlaubs so lange beschäftigt wie die Wahl des Vermieters und des Wagens. Landrover, Hilux oder Landcruiser Viele, viele Angebote und emails führen zur Entscheidung einen Landcruiser von Berg 4x4 in Kapstadt zu mieten. Dieser ist zwar schon Baujahr 2009, kostet aber nicht mehr als ein neuerer Hilux. Auch für die Zustellung und Rückführung nach und von Johannesburg muss ich keinen Aufpreis bezahlen. Einen Aufpreis von 100R pro Tag gibt es nur für das Satellitentelefon und den Highlift-Jack. Der Tagespreis beträgt für dieses 4x4 Monster mit enorm viel Platz somit genau 1200R. Alle Fragen und Wünsche im Vorfeld wurden von Jacques rasch und professionell beantwortet und erfüllt. Somit fiel die Wahl auf Berg 4x4.
Hier ein paar Fotos:
Ich nehme es vorweg. Das war eine sehr gute Entscheidung.
Kein Luxusauto, wenige Elektronik aber 100% zuverlässig trotz 170 tkm bei der Übernahme.
Wir hatten die ganze Reise über keinen Reifenschaden, und bis auf eine defekte Fensterkurbel, dessen Reparatur 3 EUR gekostet hat, auch kein anderes technisches Problem. Das wir uns neue Spannleintücher für die Dachzelte kaufen mussten, weil die beigelegten zu klein waren, ist für mich eine kaum erwähnenswerte Kleinigkeit. Das Küchenzubehör war zwar etwas knapp bemessen, dafür ist die Küchenlösung mit einer richtigen Kochplatte seitlich am Auto montiert aber genial und erlaubt viel mehr kulinarische Abwechslung als wir es von Namibia gewohnt waren....
Auch die Kaution wurde 2 Wochen nach Rückgabe wieder ordnungsgemäß zurücküberwiesen.
Meine Bedenken, ob es vernünftig ist, das Auto von Kapstadt nach JHB bringen zu lassen und was ich tue, wenn es nicht pünktlich auftaucht waren unbegründet.
Ich kann den Vermieter nur empfehlen, speziell wenn man nicht utopische Summen für einen Landcruiser zahlen will wie bei anderen Vermietern...
ROrolfhorst538 Beiträge · seit 201222. Sept. 2015 · #12
Hallo Peter, auf diesen RB freue ich mich wirklich sehr. Wir haben uns im kommenden Jahr was ähnliches vorgenommen, da kommt ein lebendiger RB gerade recht.
Also super, ich freu' mich. LG. Rolf
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201222. Sept. 2015 · #13
Fortsetzung Samstag 08.08.2015
Hier steht er nun. Er sieht noch besser und größer aus, als erhofft. Die Übergabe funktioniert relativ rasch. Die wichtigsten Teile der Ausrüstung, wie Sat-Phone und Luftpumpe werden von uns kontrolliert und getestet. Die Reifen sehen in Ordnung aus. Auch der Motor macht optisch einen guten Eindruck. Beim Kleinzubehör verzichten wir auf eine genauere Kontrolle. Die Unterlagen inklusive Border Letters und Vertrag sehen auch komplett aus. Die Dachzelte benötigen keine längere Erklärung, der Aufbau funktioniert wie beim Nissan in Namibia vor zwei Jahren.
Erleichtert, dass auch das gut geklappt hat, verabschieden wir uns vom Berg Mitarbeiter und gehen zurück in den Park wo wir den restlichen Nachmittag verbringen.
Downtown Johannesburg vom Riesenrad aus:
Der Tower of Terror:
Noch vor dem Abendessen fange ich mit Claudia an, den Wagen zu beladen. Die Kinder spielen inzwischen am Zimmer. Somit stellt es sich als Glücksfall heraus, dass wir den Wagen früher bekommen haben. In aller Ruhe räumen wir am bewachten Hotelparkplatz das mitgelieferte Equipment um und unsere Sachen zum Teil schon ein. Da es schön langsam dämmert, bleiben unsere Umräumaktionen nicht unbemerkt. Wir werden vom Security-Mann angesprochen, was wir da eigentlich Verdächtiges treiben. Im Gegensatz zu Namibia und Windhoek sind Campingfahrzeuge mit Dachzelt in und um Johannesburg herum kein alltäglicher Anblick. Als wir erklären, was wir da genau tun und die Versicherung, dass wir Hotelgäste sind und morgen aufbrechen werden klärt sich die Verwirrung auf und wir dürfen weitermachen. Offensichtlich war beim Security Mann kurz die Befürchtung da, dass wir am Parkplatz campieren wollen….. Wir verstauen unsere Schlafsäcke schon in den Dachzelten um Platz im Canopy zu schaffen. Die orginal verpackten Spannleintücher sind leider um einiges zu klein. Wir registrieren, dass wir wohl zwei größere besorgen müssen. Auch das eine oder andere Küchenzubehör wie Nudelsieb, einen zusätzlichen Kochtopf und ein Plastiktischtuch wollen wir noch ergänzen. Bald darauf lassen wir es aber gut sein und kehren zum Zimmer zurück. Immerhin haben wir schon drei unserer Campingtaschen geleert und das Equipment in den Zelten und Ammo-Boxes untergebracht.
Wir spazieren wieder zum Casino und gehen zu Vigour&Verve, einem netten Italiener im Casino Komplex. Wir essen Burger, Pizza und Clubsandwich. Noch ein paar Games in der Spielhölle und die Tickets werden eingetauscht. Am Zimmer packen wir noch die Koffer für die nächsten 5 Tage um bevor wir ziemlich erledigt zu Bett gehen Wieder schläft Selina bei uns, die Klimaanlage haben wir ganz abgeschalten, somit ist es nicht mehr ganz so kalt im Zimmer.
Reisemaus1'003 Beiträge · seit 200823. Sept. 2015 · #14
Hallo Peter,
Der Wagen sieht wirklich gut aus. Guter Tipp! ich möchte auch noch mitreisen, Die Anreise von Johannesburg interessiert mich und wie es Euch im Chobe und Moremi erging. Viele Grüße von Doro
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201224. Sept. 2015 · #15
Sonntag 09.08.2015:
Heute sind wir ein wenig früher auf den Beinen. Wir wollen gleich nach dem Frühstück zu den spektakulären Bahnen los, um möglichst keine Wartezeiten zu haben. Leo stellt sich mit mir kurz vor 9:30 bei der Anaconda an. Keine 10 Minuten später sind wir dran.Eine supercoole Fahrt mit mehreren Loopings und Schrauben, und das ganze beinfrei ! Danach gebe ich mir noch den Tower of Terror, Leo kneift. Dann lassen wir es gut sein. Heute ist Sonntag und die Tagesbesucher strömen schön langsam in den Park. Wir checken aus und fahren gegen 11 Uhr los. Das Navi tut sich ein wenig mit der Autobahnauffahrt schwer, erst beim zweiten Versuch schaffen wir es auf die M1 Richtung Pretoria und Norden.
Während der Fahrt:
5 Stunden Fahrt, 2 Pinkelpausen und 470km später erreichen wir um 17 Uhr die Grenze bei Martins Drift. Von unterwegs aus rufen wir bei der Kwa Nokeng Lodge an und reservieren ein River Cottage. Bei der Ausreise müssen wir uns 15 Minuten anstellen und wieder die Geburtsurkunde vorweisen. Auch die Einreise nach Botswana ein paar Hundert Meter weiter dauert nicht lange.
An der Grenze:
Lediglich das Bezahlen der Straßenbenützungsgebühr am Cashier-Schalter zieht sich unnötig lange, da jeder der LKW-Fahrer vor uns in der Schlange ewig braucht. Alleine hier brauchen wir 30 Minuten. Schließlich ist aber auch die letzte Station geschafft und wir fahren müde und hungrig den letzten Kilometer schon im Dunkeln zur Kwa Nokeng Lodge. Wir checken in das Cottage ein. Alles sieht recht nett aus, obwohl wir im Dunkeln nicht mehr viel erkennen können. Das Haus ist sehr geräumig und voll für die Selbstverpflegung ausgestattet. Erstmals bemerken wir wieder den schönen Sternenhimmel. Während die Mädels unter die Dusche geschickt werden, fahre ich kurz zurück zur Tankstelle um beim Barcellos Grillhähnchen zum Mitnehmen zu organisieren. Diese sind auch ganz lecker und werden restlos verputzt. Erstmals sichere ich alle Fotos und Videos von allen Kameras mit meinem neu erworbenen Media Share auf den beiden portablen Festplatten. Auch die ersten Notizen für das Tagebuch werden am Tablet festgehalten. Gegen 22 Uhr sind alle im Bett.
Wir freuen uns alle auf den morgigen Tag. Da geht es dann so richtig mit Camping und Tieren los....
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201229. Sept. 2015 · #18
Montag 10.08.2015:
Fahrtstrecke: Martins Drift – Khama Rhino Serowe Tageskilometer: 180 km
Ich stehe als erster auf und dusche erst mal gemütlich. Ich mache ein paar Fotos von der Unterkunft und Umgebung. Wir frühstücken auf der Aussichtsterrasse der Kwa Nokeng Lodge. Das Frühstück ist wieder typisch britisch, also schön fettig und nährstoffreich. 😉
Unser River Cottage:
Beim Frühstück:
Hmmm, das schmeckt: 😉
Die Kids bleiben beim Toast. Jede Menge Meerkatzen und eine Katze versuchen uns etwas vom Frühstück abzuluchsen. Wir können aber erfolgreich unser Essen verteidigen.
Nach dem Frühstück spazieren wir zu einer Plattform am Fluss, wo uns eine nette südafrikanische Dame ein Krokodil in einiger Entfernung zeigt.
Am Rückweg zum Cottage sieht Leo als einzige eine Antilope. Wir leider nicht, aufgrund der Beschreibung dürfte es sich um eine Schirrantilope gehandelt haben. Wir packen unsere sieben Sachen zusammen tanken bei der Tankstelle zum ersten Mal. Der Diesel ist mit knapp über 8 Pula relativ günstig, auf jeden Fall billiger als in Südafrika.
Es geht los:
Bislang haben wir mit unserem Landcruiser auf der Autobahn ca. 17 Liter auf 100 km verbraucht. Zwar viel, aber wir sind natürlich auch mit 4 Personen, Campingausrüstung und Gepäck alles andere als ein Leichtgewicht. Größtenteils bin ich auch 120km/h auf der Autobahn gefahren, was sicher den Benzinverbrauch auch weiter nach oben getrieben hat.
Bald erreichen wir Serowe, wo wir Pulas besorgen, einen Aufladebon für die botswanische SIM und unseren ersten Großeinkauf erledigen wollen. Das Geldziehen klappt auf Anhieb und auch beim Spar sind wir relativ flott. Nebenan bei Spar Tops noch ein wenig Alkohol besorgt und schon können wir das Auto beladen. Die Auswahl bei Spar ist ok aber sicher geringer als wir es von Namibia gewohnt waren. Leider müssen wir feststellen, dass es auch grilltechnisch lediglich Rindfleisch und Hühnchen gibt. Was wir jetzt noch nicht wissen, aber sich bald zeigen wird: Auf Game Meat, wie wir es in Namibia genossen haben, werden wir hier unseren gesamten Urlaub verzichten müssen…..
Uns fällt auf, dass das Einkaufen und Beladen des Autos hier wesentlich entspannter funktioniert als in Namibia. Wir werden weder am ATM noch beim Auto angequatscht und fühlen uns total sicher und werden, obwohl nicht wenig los ist, im Großen und Ganzen ignoriert. Wir besorgen bei PEP noch 2 große Leintücher für die Dachzelte und ein paar Küchenutensilien. Wir essen noch eine Kleinigkeit beim Hungry Lion, wo wir gleich einmal ein Einkaufssackerl vom PEP liegen lassen Zum Glück nichts Wertvolles…..
Wir fahren 20 Minuten bis zum Gate des Khama Rhino Sanctuary, wo wir uns registrieren und eine Campsite zugewiesen bekommen. Wir finden diese auch rasch und befinden sie für in Ordnung. Ohne viel Abzuladen starten wir gegen 15 Uhr unseren ersten Game Drive. Wir sehen Kudus, Impalas, Zebras, Kuhantilopen, Steinböckchen, Oryx, Springböcke und einen sehr schönen Wasserbock. Sehr nett ist der auf der Karte eingezeichnete Bird Hide, wo wir eine Zeit lang verweilen. Am Wasserloch entdecken wir auch unsere ersten Rhinos.
Unser erster Game Drive:
Gegen 17 Uhr sind wir wieder am Platz wo wir uns einrichten und das Abendessen, Spaghetti Bolognese, vorbereiten.
Da unser Wagen im Gegensatz zur Namibia Reise mit einer richtigen regelbaren Kochplatte ausgestattet ist und wir neben einem ordentlichen Kochtopf auch einen gusseisernen Topf für die Sauce haben, gelingen die Spaghetti genauso gut wie zuhause. Satt und zufrieden verkrümeln wir uns gegen 20:30in die Dachzelte. Selina mit mir, Leonie wieder mit Claudia, genauso wir in Namibia…. Wir merken gleich den zusätzlichen Platz, den die 1,40m breiten Dachzelte im Vergleich zu 1,2m in Namibia bieten. Alles sehr geräumig und bequem….
KAKarinK106 Beiträge · seit 201329. Sept. 2015 · #19
Hallo Peter, schön, dass es jetzt richtig los geht! Bin schon soo gespannt ...
Meine Sehnsucht wird dadurch aber sicher nicht geringer. 🙁
liebe grüße, karin
granato75Themenstarter248 Beiträge · seit 201201. Okt. 2015 · #20
Dienstag, 11.08.2015
Fahrtstrecke: Khama Rhino – Kubu Island
Die erste Nacht in den Zelten haben wir sehr gut überstanden. Die Tiefsttemperatur in der Nacht war ca. 8 Grad. Aber in unseren eigenen neuen Schlafsäcken war das überhaupt kein Problem. Die Mädels hatten lediglich die lange Schiunterwäsche und ich nur eine kurze Hose mit Leibchen an.
Nach dem Frühstück machen wir noch eine Runde im Park. Wir sehen noch einmal Antilopen und Nashörner.
Gegen 11 Uhr verlassen wir den Park und fahren Richtung Letlhakane. Am Weg entdecken wir einen Schwarm Geier, die sich gerade über einen Rinderkadaver her machen.
In Letlhakane tanken wir sicherheitshalber noch einmal und kaufen ein paar Kleinigkeiten ein. Wenig später verlassen wir die Teerstraße und fahren Richtung Kubu Island. Zunächst noch Schotterstraße, wird die Straße immer schlechter und die Bodenwellen lassen sich teilweise nur in Schrittgeschwindigkeit durchfahren. Auch Tiefsandpassagen müssen wir überstehen. Zum ersten Mal lernen wir die Offroadeigenschaften und besonders die hohe Bodenfreiheite des Landcruisers zu schätzen.
Gegen 16 Uhr treffen wir bei Kubu Island ein. Ein unwirklicher Steinhaufen im Nichts.
Von bereits anwesenden Campern wird uns erklärt, dass wir uns einfach auf eine freie Campsite stellen sollen, es kommt dann später jemand, der kassiert…. Da es keinen natürlichen Schatten gibt und wir diesmal auch ein freistehendes Sonnendach bei der Ausrüstung dabei haben, beschließen wir, dieses heute aufzubauen. Das gestaltet sich allerdings als recht mühsam. Im Boden lassen sich weder die Beine noch die Spannseile verankern. So dauert es eine gute halbe Stunde, bis das Sonnendach halbwegs stabil steht. Inzwischen steht die Sonne allerdings schon so tief, dass der Nutzen des Daches kaum vorhanden ist Ziemlich unnütze Aktion somit, aber wir haben es hinbekommen.
Bald darauf bekommen wir Besuch von einem Platz Mitarbeiter, der die Gebühren kassiert und nett ein paar Minuten mit uns plaudert. Somit müssen wir uns ein wenig bei den restlichen Tätigkeiten wie Zeltaufstellen, Feuermachen und Kochen beeilen. Heute soll unserer diesjährige Grillpremiere stattfinden. Ich probiere zum ersten Mal mit dem Self Raising Flour und dem Potje Buschbrot zu backen. Abwechselnd gebe ich immer mehr Mehl und Wasser dazu, bis es die gewünschte Konsistenz hat. Leider vergesse ich auf das Salz im Teig. Das Brot ist somit essbar, schmeckt aber leider fad. Beim nächsten Mal wird’s sicher besser…. Uns bleiben aber gegrillte Kartoffeln als Beilage. Leider sind die Rindersteaks aus Serowe zäh wie Schuhsohlen. Wir hätten wohl schon Mariniertes kaufen sollen. Immerhin schmecken den Kindern ihre Würstchen. Der Sonnenuntergang ist nicht so schön wie erhofft, da sich doch einige Wölkchen vor die Sonne schieben. Ich lese den Kindern am Lagerfeuer noch ein wenig über die Salzpfannen und Kubu Island vor bevor wir uns in die Zelte zurückziehen.
Da das Plumsklo bei den Mädels den Abend hindurch bei den Mädels keine hohe Akzeptanz genießt, werden alle drei mitten in der Nacht von dringenden Bedürfnissen geweckt. Eine nach der anderen tapst die Leiter im Finstern hinunter und verschwindet hinter dem Busch. Ich halte vom Dachzelt aus die Taschenlampe und Ausschau nach bedrohlichen Tieren
Der Rest der wieder sehr milden Nacht verläuft ruhig und friedlich.