hey Jens-Uwe, nun habe ich deinen Bericht am Stück gelesen.. und schreibe etwas gaaaanz seltenes:
OHNE WORTE !!!
(noch :o) )
auch wenn ich so viele der beschriebenen Orte kenne, jetzt sinds sie aktuell wieder da, hier. und ich stelle mich in der Reihe hinter dir da an wo die Überbewertung von Schlaf ausgegeben wird, bis bald, hier oder in richtig,
weiter so!
lG, Paula
Freiheit ist ein Luxus den sich nicht jeder leisten kann.
Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen wird am Ende beides verlieren.
JUKoehlerThemenstarter415 Beiträge · seit 201020. Nov. 2012 ·
#Steffi, schön, dass ich gute Erinnerungen bei Euch wecken konnte. An den Panoramen arbeite ich noch ein wenig, werden aber in Kürze im Netz stehen. Das Größte besteht aus 64 Einzefotos, da schnauft mein sonst krätfiger PC schon ganz mächtig - und ich erstmal... Schon jetzt viel Spaß nächstes Jahr um Lüderitz herum!
#Tanja, ja, ich schrieb ja eingangs, dass ich dem Leser / der Leserin etwas von den Qualen eines Reiseberichtes zurückgeben will, die ich selber beim Lesen Eurer tollen Berichte regelmäßig ertragen muss.... Haste nun davon 😉
#Paula, ich sag dann mal auch NIX. 😗 Am Stammtisch 15.12. vielleich das eine oder andere Wort....
#Soni, ich versuche mir den bestimmt urigen Sound auf dieser Bahn vorzustellen..
jetzt möchte ich mich endlich auch einmal als "jens-Uwe-resiebericht-Fan" outen! Dein Bericht ist in einem für mich sehr ansprechenden Stil ab vom Mainstream geschrieben. Und Deine Bilder sind sowieso "outstanding" 😎
JUKoehlerThemenstarter415 Beiträge · seit 201020. Nov. 2012 ·
#Casimodo, ich danke Dir für Deinen netten Kommentar und freue mich, dass es Dir gefällt. Ich hoffe, morgen meinen Abgesang hochladen zu können - so schnell ist die Zeit schon wieder um....
ich bin neidisch und sprachlos, Deine Bilder rauben mir den Atem. Was muss ich tun, damit ich mir eines Deiner Bilder ins Büro hängen kann? Damit gewinnst Du jeden Fotowettbewerb! Oder Bücherwettbewerb... Das Dich noch keiner entdeckt hat...??
ich muss wirklich sagen, dass Deine Bilder echt der Hammer sind, vor allem Deine Nachtbilder und Deine Panoramas. Echt Wahnsinn und künstlerisch wertvoll.
Ich war auch gerade erst (den ganzen September lang) zum allerersten Mal in Namibia und Namibia macht es einem wirklich leicht, tolle Motive zu finden. Aber Du hast es echt geschafft, die tollste Motive zu finden 🙂 !
JUKoehlerThemenstarter415 Beiträge · seit 201021. Nov. 2012 ·
#Mojo, och nö, bitte keinen Neid! Ich behaupte, dass jeder diese Bilder machen kann, gebe aber zu, dass ich das Spiel mit dem Licht für mich entdeckt habe und mich intesiv mit den Grundlagen beschäftigt habe.
Ist das Dein Ernst mit dem Foto im Büro? Na, denn sende mir Deinen Wunsch als PN, ich schicke Dir eine große Datei zum Ausdruck.
JUKoehlerThemenstarter415 Beiträge · seit 201021. Nov. 2012 ·
#Helge, Dank auch Dir! Es macht mir wirklich Spaß zu erkennen, dass Euch mein Beitrag gefällt. He, he, Dein Avatar... sieh an, da haben sich unsere Wege schon 2 x gekreuzt!
JUKoehlerThemenstarter415 Beiträge · seit 201021. Nov. 2012 ·
Kapitel 08 und Schluss
Wir erwachen am Morgen und freuen uns, dass es wärmer wird. Unser Thermometer zeigt immerhin eine Vier ohne negatives Vorzeichen an. Wir sind in Helmeringhausen auf 1400 Metern über NN und so machen wir eben mal die Höhe dafür verantwortlich. Von unserem Frühstück ganz sitt und satt ( tä tää… ich persönlich habe gerade zum ersten Mal dieses neue Dudenwort sitt benutzt – mir gefällt es und es schreibt sich ganz einfach )
Vor der Weiterfahrt besuchen wir das direkt neben dem Hotel eingerichtete Freilichtmuseum mit allerlei Geräten der letzten 120 Jahre. Ein 110 Jahre alter Ochsenkarren, mit dem das Baumaterial für Schloss Duwisib transportiert wurde, ist für mich neben vielen anderen Kleingeräten der Siedler das highlight. Den Schlüssel für das Museumsgelände kannst Du bei Björn an der Hotelrezeption bekommen.
Der folgende Reiseabschnitt ist für mich bereits von Abschied geprägt. In 2 Tagen sitze ich wieder im Flugzeug, das mich in das alltägliche Jetzt zurückbringen wird. Wenn Du aber jetzt Wehmut bei mir erwartest, wirst Du nicht fündig sein. Wir haben in einem relativ hohen Tempo so viele wundervolle Momente erlebt, dass sich eher eine angenehme Erschöpfung und ganz viel Dankbarkeit in mir ausbreiten. Ich freue mich bereits auf die letzten Namibia-Stunden bei Carmen und Robert Grellmann – die Betreiber der Etango Ranch.
Und so genieße ich die an uns vorbeiziehende flache und zuweilen buschreiche Landschaft. Maltahöhe ist auf einem lang gezogenen, leicht ansteigenden Asphaltband passiert. Dieses Mal biege ich nicht auf schöne C21 ein, die mich im Mai 2012 an den mäßig Wasser führenden Fishriver brachte. Ich erinnere mich, damals auf der weißen Brücke stehend, an den herrlichen Kontrast, der sich zur umliegenden staubigen Landschaft zeigte. Allerlei Wasservögel tummelten sich an diesem Ort und luden zu einer Rast ein.
Recht unspektakulär passieren wir Mariental, ziehen noch etwas Geld am Automaten und tauchen in die Kalahari ein. Wieder ändert sich die Farbe des Sandes und ich denke daran, wie viele verschiedene Sandarten und -farben wir auf unserer kurzen Reise gesehen haben. Burkhart dokumentiert das ziemlich genau und hat inzwischen sehr viele Proben mit GPS-Daten markiert eingesammelt. Selbst der mysteriöse Sand aus Feenkreisen ist in seiner inzwischen beeindruckend großen Sammlung enthalten. Bin schon gespannt, wie er das mit den Gewichtsanforderungen an das Reisegepäck des Rückfluges vereinbaren will.
Wenige Minuten später verlassen wir die C20 und biegen in die D1268 ein. Ohne einen Plan wollen wir bald einen Ort für die nächste Nacht finden. „Bagatelle Kalahari Game“ lese ich da an dem großen Eingangsportal. „Ich habe darüber im Namibia-Forum gelesen“, mein Beifahrer möchte noch etwas weiter kommen und so fahren wir weiter. Das Garmin-Gerät schlägt in der „Secretaris pan“ die Intu Afrika Lodge vor, die 20 Kilometer weiter nördlich eingezeichnet ist. Immer wieder können wir von der Pad aus auf die westlich gelegene Pfanne sehen und erkennen viele größere Tiere. Das sieht sehr interessant aus – wir wundern uns nur, dass wir schon längste an der eingezeichneten Lodge vorbei sind. Hier gibt es keine Einfahrt. "Eh Garmin, was soll das?"
Wir könnten über Uhlenhorst und Rheinpfalz nach Tivoli fahren, aber Reinhard – der Farmer von Tivoli - macht gerade mit der Familie in Swakopmund Urlaub, wie er mir vor ein paar Tagen mailte - schade. Eine weitere Camp-Möglichkeit fällt mir an der Strecke nicht mehr ein, also 25 Kilometer zurück – wir versuchen die Bagatelle Kalahari Game Ranche.
Bei der Ankunft werden wir mit einem Drink sehr herzlich vom Personal empfangen und bekommen die Campsite #3. Bevor wir losfahren, schaue ich mich noch ein bisschen in den Räumen neben der Rezeption um und erahne schnell, dass ich mich hier bei einem späteren Aufenthalt sehr wohl fühlen werde.
Nach einem letzten Braai schleiche ich noch bis zum Sonnenuntergang zwischen den, in dieser Region zumeist von Nordwest nach Südost parallel verlaufenden flachen und mit niedrigem Gebüsch bewachsenen Dünen herum. Es herrscht ein sanftes Licht, das die Landschaft in Pastell- und Ockertöne taucht. Ein vorher unscheinbarer trockener Baum wird durch einen späten, schräg einfallenden Lichtstrahl zum Leben erweckt und erregt meine ganze Aufmerksamkeit. Im Sand neben ihm lasse ich mich nieder und warte auf den besonderen Moment. Bis dahin erfreue ich mich an der ungewohnten Klarheit dieser Luft, die die Konturen und Strukturen meiner Umgebung scharf hervortreten lässt.
Die Eindrücke dieses letzten Momentes sind es, die ich nun zum Abschied mit nach Hause nehmen will.
Am nächsten Tag statten wir Tivoli noch einen kurzen Besuch ab, der sich auf ein Spähen über das verschlossene Gate und das Schreiben eines kleinen Briefes an Reinhard reduziert. Auf der benachbarten Farm Heimat übernimmt Burkhart das Auto lieber Freunde von mir, die bis zum Mai 2012 auf der große Farm "Rust mijn Ziel" bei Gobabis sehr erfolgreich gefarmt haben. Auf der Farm Heimat erfahren wir, dass die Regierung für weiße Farmer eine Grundsteuererhöhung je nach Wirtschaftlichkeit der Farm beschlossen hat. In dieser fruchtbaren Region steigt diese Gebühr um 680 % (das ist kein Schreibfehler). Es ist für mich unvorstellbar, wie die Farmer das hier stemmen sollen und ich erkenne, dass das nicht ohne bestimmte Absichten passiert. Ich bin beeindruckt vom Optimismus dieser Menschen und wünsche ihnen so sehr, dass es ihnen gelingen möge.
Marianne Seifart lädt uns zum Mittag ein und ich treffe einen alten Bekannten, deni vor 6 Monaten im Flugzeug von Windhoek nach Berlin traf. Er stellt auf Heimat seinen tollen Unimog unter und erfahre, dass wir hier in Brandenburg beinahe Nachbarn sind und kaum 20 km voneinander wohnen. Unglaublich!
Rainer Seifart gewährt mir einen Einblick in eine Art Schatzkammer in der ein älteres aber ungenutztes großes Teleskop. Der informierte Leser wird jetzt erahnen, dass sich daraus eine neue Geschichte für den Jens-Uwe entwickeln könnte – schlaues Kerlchen! Ja, daraus wird eine neue Geschichte, nächstes Jahr.
Epilog
Nach völlig unkomplizierter Rückgabe des tollen Autos fährt mich der Vermieter auf die Etango Ranch, kaum 5 Kilometer neben dem Flugplatz. Schon all die Jahre verbringe ich hier wie einige andere Reisende, meine letzte Nacht. Es macht großen Spaß, gemeinsam mit den Menschen und sehr netten Gastgebern den Tag und die Reise bei einem sehr lekkeren Abendbrot und anschließendem Lagerfeuer ausklingen zu lassen.
Namibia – auf Widersehen!
Nun ist es Zeit, Dir zu danken, dass Du mein Tagebuch gelesen hast. Ich danke auch Dir für Deine netten Kommentare, die ich gerne las. Es ist schön, Euch in diesem Forum zu wissen, weil uns eine interessante Gemeinsamkeit eint.
Tschüß, bis zu einem nächsten Mal. Jens-Uwe
An dieser Stelle verweise ich noch auf den Reisebericht meines Schwagers Burkhart mit vielen weiteren Fotos. LINK Burkhart
Nun noch die angekündigten Links zu einigen Panoramen. Bedenkt, dass in den Panoramen bis zu 64 Einzelfotos stecken. Die Dateien können bis zu 30.000 x 1.500 Pixel groß sein und damit ist die Ladezeit schon etwas länger. Gerade die großen Dateien habe ich natürlich erheblich komprimiert, was dann aber auch etwas Qualitätsabstrich bedeutet.
Island liegt noch vor mir, daher bleibt es wohl zunächst bei einmal 🙂 !
Ich hatte mir für den Namibia-Trip die Panasonic DMC-FZ150 gekauft, meine erste etwas teurere Kamera. Die kann aber leider nicht so lange Belichtungszeiten wie die Deine, sodass ich leider keine ganz tollen Bilder von diesem wunderschönen Sternenhimmel machen konnte.
Haengematte361 Beiträge · seit 201121. Nov. 2012 ·
Vielen lieben Dank für diesen kurzweiligen schönen Reisebericht mit vielen wunderbaren Fotos. Vor allem war der Reiseabschluss sehr sehr schön. Beim nächstenmal werde ich versuchen es auch so zu erleben und nicht voller Trauer 😕
Vielleicht kannst Du mir per PN mal schicken, was man für eine Ausrüstung für die Sternbilder benötigt. Wenn Du mal einen Workshop veranstalten würdest, würde ich auch nach Berlin kommen 🙂 Ich habe zwar Ahnung von Fotographie, aber nicht dieser speziellen faszinierenden Art.
Chapeau Jens-Uwe, ich danke Dir für den Lesegenuss, all die wunderbaren Fotos und dass Du uns an Deinem Wissen teilhaben lässt. Ich hoffe, wir hören immer wieder von Dir! Gruß von Edith
SASASOWEWI3’080 Beiträge · seit 200922. Nov. 2012 ·
Tja, was soll man nun schreiben, ich bin wirklich beeindruckt von deinen Bildern, ich würde ja fast sagen du hast deinen Beruf verfehlt. Wenn du Interesse hast deine Bilder mal öffentlich zu zeigen lass uns mal Kontakt aufnehmen, ich hätte da ein paar Ideen zu dem Thema.
ich freu mich auf den Stammtisch in Berlin un hoffe sehr, dass Du uns dann noch weitere Bilder präsentierst. Ich werde versuchen, Dich für einen Bildervortrag in Kronau zu gewinnen 😉 Deine Bilder sind wunderbar, aber erst mit dem Text, der so herrlich zeigt, wie gefesselt Du von Deiner Umgebung bist, wird es ein wirkliches Erlebnis - danke, dass Du uns dabei sein lässt...
Viele Grüße Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Champagner8’801 Beiträge · seit 201022. Nov. 2012 ·
Was für ein guter Start in den Tag: eine Tasse Kaffee und dazu den Bericht von Jens-Uwe (auch wenn es das letzte Kapitel ist - aber was lernen wir aus seinen Zeilen? Denke positiv!).
Danke auch nochmal am Ende für den Lesegenuss inklusive unglaublicher Fotos - und gelernt hab ich auch noch etwas: sitt war mir bisher noch kein Begriff (hab's jetzt aber nachgelesen)...mal schaun, was das Kollegium heute dazu meint...
franzicke2’085 Beiträge · seit 201222. Nov. 2012 ·
... einfach wunderbar! Es war ein ganz besonderer Genuss mit dir zu reisen, Jens-Uwe. Du hast so dermaßen die Lust und die Neugier geweckt, einige neue Ziele anzusteuern und auch einige nochmals zu besuchen. Das liegt selbstverständlich an den großartigen Bildern, an dem besonderen Schreibstil und ganz sicher auch an dem Respekt und deiner persönlichen Haltung gegenüber der Natur und den Menschen. Das berührt. Danke dafür, Franzicke
JUKoehlerThemenstarter415 Beiträge · seit 201022. Nov. 2012 ·
#Edith, Besten Dank. Deine Kommentare sind mir auch ein Genuß gewesen und ich drohe es hiermit an: Ich lasse bei Gelegenheit wieder von mir hören! Spätestens mit meinem Bericht über das Reinigen historischer astronomischer Instrumente in Namibia...