Reisebericht Tsaobis, Wüstenquell, Tsondab, Kanaan

146 Antworten · 50,9k Aufrufe · gestartet 04. Nov. 2012 von JUKoehler
Bilder klein
Antworten
1'483 Beiträge · seit 200905. Nov. 2012 · #21
Hallo Jens-Uwe und @ Bele:
Zu den „Quarzen“, wie sie auf Bild 5637 zu sehen sind:
Es handelt sich um einen kleinen Pegmatitgang. Eine Erklärung, zusammengestellt aus verschiedenen Quellen:

Weite Flächen des mittleren Namibias bestehen aus ehemaligen Sedimentgesteinen, die vor rund 500 Mio. Jahren unter hohem Druck und hoher Temperatur verformt wurden und dabei, je nach Ausgangsmaterial, in Quarzite, Schiefer, Gneise und Marmore umkristallisiert wurden. Teilweise kam es zur Schmelze und Bildung granitischer Magmen, welche sich als helle, homogene Granite verfestigten. Besonders grobkörnige Varietäten dieser Granite, die vorzugsweise in Form von Gängen auftreten, werden Pegmatite genannt. Sie sind besonders verbreitet im Gebiet um Karibib und Usakos und wurden zur Gewinnung von Schmucksteinen (Turmaline, Berylle oder Topase), Industriemineralien (Glimmer, Feldspäte) oder Metallen (Lithium, Zinn, Beryllium) abgebaut.
Bei den Einschlüssen in Quarz handelt es sich tatsächlich um Einschlüsse im Querz selbst (Gangquarz oder Christalle).Bei Beles Quelle sieht man z.B. einen Quarzkfristall mit nadelförmigen Einschlüssen aus dem Mineral Rutil (Rutilquarz)

Herzlicher, erwartungsvoller Gruß von Reinhard
Themenstarter415 Beiträge · seit 201005. Nov. 2012 · #22
Ihr kennt das ja alle.
Kaum wird es am Abend dunkel und das Abendbrot ist beendet, beginnt das ligamentum gastropalpebrae zu zotteln…
Sorry, ich bin in Fachlatein verfallen. Also, vor nicht allzu langer Zeit lüfteten Britische Mediziner das Geheimnis der plötzlichen Müdigkeit nach gutem Essen. Sie entdeckten, dass es da ein dünnes, aber gleichwohl straffes Band (lat. ligamentum) gibt, das am Magengrund (lat. gaster) beginnt und am oberen Augenlid (lat. palpebra) endet. Folgt nun der gefüllte Magen der Schwerkraft, setzt sich dieser Impuls durch das gestraffte Ligamentum bis zu den oberen Augenlidern fort und sorgt so für das genannte Phänomen. Das ist die Erklärung dafür, dass wir Reisenden in Namibia alle kurz nach Sonnenuntergang im Zelt verschwinden und früh wach sind.

Wie dem auch sei, ich bin jedenfalls auf meinen Namibiareisen auch ohne Wecker meist deutlich vor Sonnenaufgang ziemlich wach und schleiche dann gerne mit der Kamera bewaffnet um die Felsen. So auch an diesem Morgen und ich erkenne, wo wir eigentlich angekommen sind.
Unsere Campsite „Aussicht“ verdient ihren Namen zu Recht. Das Auge wandert am fernen Horizont von Ost über Nord bis weit nach Südwest - eine flache Grasfläche. Hin und wieder von rötlichen Sandsteinhügeln und Sträuchern unterbrochen. Besonders am südlichen Horizont erhebt sich ein ferner schroffer Gebirgszug. Im Osten hängt eine Wolkenfront, die somit einen klassischen Sonnenaufgang zwischen Gebirgszügen verhindert.

Nam2012_Oktober-5800.jpg


Nam2012_Oktober-5831.jpg


Nam2012_Oktober-5821.jpg


Etwa 50 Meter entfernt finden wir zwei Duschen mit heiß Wasser und WC. Zwischen den Felsen gibt es windgeschütze Plätze. Wir ziehen in die schattige Caverne an unserem Auto (im Bild ganz links).


Nam2012_Oktober-5858.jpg



Biste in der Caverne drin, kannst´e stehen. Willst´e rein, musst´e Dich bücken. Hälst´e Dich nicht an dieses Gesetz, gibt´s horizontale Platzwunden an der Birne… Rums, und mir fällt just in diesem Moment ein, dass "rodrigo" vorgestern auch auf der Campsite „Aussicht“ war und ich gestern bei ihm eine frische Platzwunde an der hohen Stirn erkannte.

Während des Frühstücks sehen wir eine kleine Herde Springböcke an uns vorüberziehen, hören das froschähnliche Quaken der Ludwigstrappe und freuen uns auf die heutige selfdrive-Expedition in den östlichen und südlichen Teil von Wüstenquell.
Schnell ist das Zelt eingeklappt, und schon lassen wir uns langsam durch die Gegend treiben. Wir entdecken die hoch zwischen den Felsen gerade erst errichteten, aber noch nicht vermieteten Bergchalets, die sich an die Felsen schmiegen. Auf deren luftigen Terrasse sitzend wandert unser Auge, einem Adlerblick gleichend weit über das wunderbare Gelände. Im Chalet sehen wir anstatt der hinteren Wand den großen Felsen, an dem das Chalet lehnt – urig! Es erinnert mich an das Eagels Nest von Klein Aus Vista.

Burkhart wandert zu Fuß weiter, ich folge ihm in einem weiten Bogen bis zum „Labyrinth“. Zunächst eine unscheinbare Granitkante, an der ich empor klettere. Nach einigen Minuten auf einem Plateau stehend erkenne ich zahlreiche kleine Furchen, die dann rasch zu immer tieferen Schluchten zusammenlaufen und dann sind da plötzlich diese ulkigen wabenförmigen Auswaschungen. Noch habe ich überhaupt keine Ahnung, was das ist – habe ich so ähnlich allerdings schon auf Island gesehen.

Nam2012_Oktober-4588.jpg

Island 2008 (sorry, hoffe, dass das in einem Nam-Forum ausnahmsweise durch geht)


Völlig fasziniert von diesen Formen gebe ich mich nun dankbar den Mustern hin, sehe Figuren darin und bin froh, sowas Schönes zu erleben. Erst am Abend werde ich erfahren, was das alles ist.

Nam2012_Oktober-5939.jpg


Nam2012_Oktober-5941.jpg


Nach einiger Zeit kommt Burkhart - meist fliegend - auch am Labyrinth an.

Nam2012_Oktober-5901.jpg


Staunend sehen wir in der Nähe eine kleine Oase mit üppigem Grün, vielen laut zwitschernden bunten Vögeln in hohen Bäumen. Hier wird sich wohl eine Quelle verbergen.
Nun fahren wir eine ganze Weile, weil wir den Adlerkopf finden wollen, der die Homepage von Oliver & Verena so prachtvoll in der Abendsonne krönt. Auf dem Wege zotteln zwei Warzenschweinfamilien mit hoch erhobenen Antennen wie ferngesteuert durch das Gras – immer wieder schön anzusehen.

Und dann ist er plötzlich da. Von Ferne eigentlich nur einer der vielen rötlichen Sandsteinerhebungen. Aber ab einem bestimmten Winkel siehst Du unzweifelhaft, dass hier ein mächtiger Adler mit weiten Schwingen gerade abheben will.


Nam2012_Oktober-5971.jpg


Und wieder entdecken wir diese eigenartigen Auswaschungen am Felsen. Erinnerst Du Dich an die Kleckerburgen, die Du als Kind an der See mit dem nassen Sand gemacht hast? Weißt Du noch, wie das abfließende Wasser dann Rinnen in den Sand gespült hat? So ähnlich sieht das hier am Adlerfelsen auch aus.


Fortsetzung kommt gleich (ich bekomme immer nur 9 Fotos in einem Abschnitt hochgeladen)....
Meine letzten Reisen
zuletzt bearbeitet 05. Nov. 2012
Themenstarter415 Beiträge · seit 201005. Nov. 2012 · #23
.... da bin ich wieder:

Wir sind weit im Osten an die Farmgrenze gekommen und folgen der nun ruppiger werdenden Farmpad nach Süden. Das Gelände wird felsiger und die kleinen Canyons tiefer. Ein großer Straushahn begleitet uns eine ganze Weile, ehe er in den angrenzenden Namib-Naukluft Park flüchtet. Auf der Karte von „piscator“ finden wir den Namen einer Erhebung „Honigberg“ – ulkiger Name, warum Honigberg. Am Abend werden wir auch das wissen.
Das Gelände wird immer schroffer und wir verlassen immer wieder das Auto für kleine Wanderungen. Wir stellen schon jetzt fest, dass das Gelände von Wüstenquell deutlich vielfältiger ist, als wir es zunächst eingeschätzt haben und werden diese Feststellung – ebenfalls am Abend – nochmals deutlich aufstocken müssen. Wieder entdecken wir tief grüne Oasen, Quellen und klettern schließlich mit dem Auto im felsigen, nassen Flußbett einige Meter steil aufwärts. Klar macht das Spaß!

Nach gut 5 Stunden kommen wir an das Farmhaus. Oliver will nun mit uns und einigen weiteren Gästen, die am Farmhaus wohnen eine Farmrundfahrt machen.
Leute, das ist wirklich ein „must to do“! Oliver sprüht regelrecht vor Begeisterung als er uns so viel interessantes zu Geologie, Geschichte und Gegenwart über diese vielseitige Farm erzählt.

Ich freue mich, dass die Fahrt nun zunächst in den Süden, dann aber hauptsächlich in den Westen der Farm geht – da waren Burkhart und ich nämlich nicht hingekommen. Und siehe da, alles wird nochmal ganz anders.

Aber zuerst halten wir am „Honigberg“. Tatsache, der hat was mit Honig zu tun. Am Fuße ist eine vielleicht 8-10 Meter große Höhle. Hier gibt es offenbar Klippschliefer aber auch Bienennester. Das ist den früheren Menschen auch nicht entgangen. Sie legten einige Holzstämme in einer Ecke des Felsens an und kletterten an ihnen bis zu den Honigwaben der Bienen. Die heute noch stehenden Stämme sind wohl über 100 Jahre alt – so Oliver.

Nam2012_Oktober-6046_2012-11-05.jpg


Ganz in der Nähe halten wir und laufen ein paar Meter zu einer hohen Höhle. Hier sehen wir wieder diese ulkigen Waben in den Felsen und erfahren endlich, wie sie zustande kommen.
Pietra tafunata (= durchlöcherter Stein) im Korsischen, Tafoni Erosion in unserer Sprache ist der Name dieser lustigen, zuweilen auch sehr fragilen Strukturen. Letztlich entstehen sie in Sand- oder Granitgestein durch Verwitterungsprozesse, die von innen nach außen heraus ablaufen. „Kernverwitterung“ ist der Fachbegriff, der den Prozess beschreibt. Ja, Reisen bildet und schon geht es weiter. Nach nur wenigen Minuten wieder eine ganz andere Landschaft. Ich bin an eine Alm oder ein flaches Tal am Plose in Südtirol erinnert. Gerade noch ruppig und schroff, nun lieblich und sanft.

Nam2012_Oktober-6059_2012-11-05.jpg


Nam2012_Oktober-6055.jpg




Wieder eine Oase mit Quelle, ein hoher Schilfgürtel drum herum.

Nam2012_Oktober-6080.jpg


Wir halten und klettern ziemlich steil an einem Hang die etwa 80 Meter hoch. Auf dem Kamm umwandern wir dieses Tal und blinzeln in die nun schon tief stehende Sonne. Wieder werde ich an die Alpen erinnert als ich das rote Leuchten der schroffen Bergspitzen um uns herum sehe – ´Alpenglühen´denke ich noch.
Ach, hätte ich hier mehr Zeit, so interessant sind die vielen verschiedenen Mineralien, die wir hier überall und in vielen Farben schillernd sehen. Immer wieder großartige Aussichten, die eigentlich zum Verweilen ermahnen. Doch zügig klettert, rutscht, springt und fällt beinahe unsere kleine Gruppe, oft staunend und in Schweigen vertieft über den zerklüfteten Kamm. Nun noch 100 Meter in einer Rinne nach unten, in ein trockenes Flußbett hinein. Moment einmal, was ist das? Da schlängelt doch etwas durch den Sand?!

Wasser, es fließt leise gurgelnd ein Bächlein in irgendein Tal. Das ist nicht zu fassen. Du stehst in einer der trockensten Wüsten dieser Erde und staunst vor dem Plätschern eines Baches. Hallo! Es ist Trockenzeit, Dürre !
Dieser Bach fließt ganzjährig mit 4.000 Litern je Stunde. Das Wasser schmeckt ein bisschen salzig, kann aber gut getrunken werden – mach ich natürlich auch.

Nam2012_Oktober-6136_2012-11-05.jpg


Nun noch 30 Minuten Bach aufwärts, wir durchdringen einen kleinen üppigen Vegetationsstreifen und sind bald wieder am Ausgangspunkt. Mehrere Zecken meinen auf meiner Hose sitzend, dass sie nun das große Los gezogen haben. ´Nicht mit mir´ denke ich noch und kicke sie in hohem Bogen zurück in ihren Dschungel.

Das Salz im Mund wird nun mit dem fälligen sundowner weggespült – was für ein toller Tag.
Auf dem Heimweg sehen wir frische Leopardenspuren und kurz darauf einen frischen Zebrariss. Schnell bricht die Nacht herein, die Abendkühle findet mich hoch oben auf dem Bock sitzend und streicht über die Haut. Zufrieden sehen wir noch vor dem letzten Licht des Tages die Silhouetten einiger Zebras auf einem nahen Hügel. Und da ist sie wieder – die Zufriedenheit nach einem beglückenden Tag in Afrika.

Rasch finden wir wieder unseren Aussichtsfelsen, werfen die Kocher an, blinzeln wieder ins Firmament und können es einfach nicht lassen, das Fotografieren.

Nam2012_Oktober-6215_2012-11-05-2.jpg

Sieh nur, wie weit sich der Mars seit gestern bewegt hat...

Die letzte Aktion des Tages ist, unseren Plan zu ändern – herrlich, diese Freiheit zu haben. Wir werden vor Sonnenaufgang starten, mit Sonnenaufgang am Bahnhof sein, über die Mondlandschaft und Swakopriver nach Swakopmund rollen um dort ein Teleobjektiv und eine CF-Card im Atlantik zu versenken. Wenn wir das geschafft haben wollen wir am Abend auf Tsondab Valley den Sonnenuntergang sehen. Nicht zu schaffen? Wahnsinn? Wir werden sehen!

Jens-Uwe
Meine letzten Reisen
zuletzt bearbeitet 05. Nov. 2012
Themenstarter415 Beiträge · seit 201005. Nov. 2012 · #24
#Reinhard #Bele, herzlichen Dank für Eure Erklärungen und Hinweise. Ganz früher sagte meine Mutter mal: "Internet mach blöde" Ihr habt bewiesen, dass sie nicht vollumfänglich Recht damit hatte - dieses Forum ist so toll!

#Edith, wegen der Astrobuch-Empfehlung schaue ich mal nach und melde mich dann. Eine einfache Sternkarte (z.B. Hermann-Michael Hahn, Gerhard Weiland. Drehbare Kosmos - Sternkarte für den nördlichen und südlichen Sternhimmel ISBN: 978-3-440-12418-5, kostet ca. 15,- Euro) ist sehr hilfreich, wenn Du Dich orientieren willst. Hast Du ein Smartphone? Dann kann ich Dir auch einige ganz brauchbare Apps empfehlen.
Meine letzten Reisen
zuletzt bearbeitet 05. Nov. 2012
372 Beiträge · seit 200806. Nov. 2012 · #25
Ach Jens, ich wollte ja schon lange ins Bett 😐
Wie Du die Reise beschreibst, fesselt einfach 😘

Grüßle Soni
1'667 Beiträge · seit 201106. Nov. 2012 · #26
Hallo Jens-Uwe,

was für ein schöner Bericht mit tollen Fotos.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung (und bekomme schon wieder Ideen für eine nächste Reise). 😉

Zum Foto hochladen: ich nehme an, es liegt an der Datenmenge pro Hochladen. Bei mir hat es funktioniert, wenn ich auf "ändern " geklickt habe und dann die fehlenden Bilder nochmal eingefügt habe.

Probier das doch gleich aus und schreib schnell weiter 😉

LG

Montano
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
649 Beiträge · seit 200706. Nov. 2012 · #27
Tolle Bilder! Respekt!
652 Beiträge · seit 200706. Nov. 2012 · #28
Hallo Jens-Uwe,
also ich muss ja auch zugeben, seitdem wir deine Berichte lesen, versuchen wir den Urlaub nach dem Mond zu planen. Gelingt nur nicht immer. 2011 sind wir durch viele "Brandgebiete" gefahren - auch September. Deshalb dachte ich schon,dass man das an den deinen Bildern auch sieht, denn unsere Sternenhimmel sahen dadurch nicht so typisch namibisch aus. Und diesmal brannte es ja auch relativ viel.Da habt ihr wahrscheinlich eine brandfreie Ecke erwischt??? Wenn wir im nächsten September 13 in den Caprivi und ins Kaokoveld fahren, werde ich im Vorfeld zum Sternenhimmel noch die ein oder andere Frage haben.An den Vicfällen soll ja Vollmond gefragt sein.Das werden wir mit dem ca. 20. September nicht schaffen. Aber jetzt bin ich erstmal wie viele Andere auf die Fortsetzung deiner Bilder gespannt-mach hinne!!!
Viele Grüße
Annette
3'383 Beiträge · seit 200906. Nov. 2012 · #29
Hallo Jens-Uwe,

auch aus Bayern ein ganz herzliches "Dankeschön" für Deinen herrlichen Reisebericht.

Die Art und Weise, wie Du Eure Reise beschreibst könnte mir vielleicht noch zu einem Bruchteil gelingen. Aber da müßt ich mich schon ganz besonders anstrengen und würde Tage brauchen, bis ich sowas nur halbwegs hinbrächte.

Aber Deine Bilder, da wird der bayern schorsch ganz blaß. Das ist ganz großes Kino!

Vielen Dank dafür.

der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
zuletzt bearbeitet 06. Nov. 2012
1'483 Beiträge · seit 200907. Nov. 2012 · #30
Guten Morgen, Jens-Uwe!
Es freut mich sehr, dass die Farmkarte dir so schön geholfen hat. Ich finde es auch erwähnenswert, dass es ein großer Vertrauensbeweis ist, dass man auf Wüstenquell mit dem eigenen Auto so frei herumfahren kann. Es ist auch ein tolles Erlebnis, wenn man den Sonnenuntergang an einer Stelle mit Köcherbäumen genießen kann. Dann brauche ich gar keinen Wald.
Wir rätselten gestern über dein Tele. Hast du tatsächlich Pech gehabt und es ist dir aus der Hand in den großen Ozean gefallen?

Herzlicher Gruß von Reinhard
4'129 Beiträge · seit 200807. Nov. 2012 · #31
Hallo, Jens-Uwe!

Deine Reisebeschreibung trifft uns so recht ins Mark.
Und deine Beschreibungen des Sternenhimmels machen uns glatt süchtig. Traumhaft.
Es bringt einfach nur Spaß, eure Erlebnisse zu lesen und deine schönen Fotos zu genießen. Und sehr informativ ist es auch noch „so ganz nebenbei“.

LG die lilytrotters

PS:
Und seit wir diesen herrlich blöden Satz gelesen haben (den wir nur zu gut kennen...), ist er bei uns grad wieder täglich in Variationen "auf dem Tisch"... 😄

...Ja, wie hast du das bloß so gut hingekriegt, so wie du aussiehst... 🤩 😄 🤪 🤢
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
2'262 Beiträge · seit 201107. Nov. 2012 · #32
Lieber Jens-Uwe,
ich kann mich nur den Vorschreibern anschließen: Das ist ganz großes Kino was Du da ablieferst.
Dein RB ist so schön und informativ geschrieben, da kann man wirklich noch was lernen, und es macht mich irgendwie andächtig wie du das alles beschreibst.

Deine Fotos sind nach wie vor unglaublich schön, ich war schon immer ein großer Fan davon.

Lieben Dank für die Mühe die Du dir machst, aber man merkt: Du machst es gerne!
Ich freue mich auf die Fortsetzung.

Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
4'129 Beiträge · seit 200807. Nov. 2012 · #33
Genau, Guggu, du hast das richtig Wort benutzt: man wird ganz andächtig bei diesen schönen Beschreibungen des Sternenhimmels!
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
Themenstarter415 Beiträge · seit 201007. Nov. 2012 · #34
Kapitel 4

Heute wird ein Ausnahmetag, mit „vollem Programm“ – ganz und gar nicht meine Art, aber es gibt gute Gründe, die uns antreiben. Wie erkläre ich es nur der Forumsgemeinde ohne zu viel Schelte zu bekommen?

Einerseits möchte ich am Morgen des 14. Oktober mit meinem fest auf Farm Kanaan montierten Teleskop, ganz knapp vor Sonnenaufgang eine extrem schmale Mondsichel neben der strahlenden Venus fotografieren. Dazu müssen wir spätestens morgen, nachmittags auf der knapp 500 Kilometer entfernten Farm sein. Andererseits haben wir gestern Abend, dank eines Tipps unseren Tagesplan um einen Punkt erweitert, was uns zusätzliche 150 Umweg-Kilometer, und einige zusätzliche Stopp´s einbringen wird.

Obwohl ich viel eher die kleinen Etappen mit ausgiebigen Stopps mag, beuge ich mich heute dem bedonnerten Plan. Es kann nur gelingen, wenn wir lange vor Sonnenaufgang starten. [Kopf-Einzieh-Modus ON]

„Auch wenn wir nicht so aussehen“ gelingt uns gut eine Stunde vor Sonnenaufgang ein Ruck-Zuck-Blitzstart. Ohne Kaffe im Bauch, aber GPS-gesteuert tasten wir uns durch die tiefe Dunkelheit bis an die nördliche Farmgrenze von Wüstenquell.
Unser Ziel sind die Ruinen eines alten Bahnhofes – Jakalswater. Wir haben zufällig eine historische handgemalte Karte von ca. 1910 an Bord und können bestenfalls schätzen, wo wir die Ruine finden könnten.

Burkhart ist der Historiker an Bord und interessiert sich u.a. sehr für die ehemalige Staatsbahn und den Abschnitt Swakopmund – Jakalswater – Karibib. Dieser Abschnitt wurde 1902 als 600 mm-Schmalspurbahn in Betrieb genommen. Diese Spurbreite stand zu dieser Zeit als Feldbahnmaterial in Deutschland in ausreichender Menge zur Verfügung und konnte schnell in Namibia verbaut werden. Dieser Ausbau ermöglichte es erstmals, mit dem Eilzug der Otavibahn und einem Schnellzug der Staatsbahn die Strecke zwischen Küste und Hauptstadt (sowie umgekehrt) in einem Tag zurückzulegen.
Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs räumte die deutsche Schutztruppe die Küste, zog sich ins Inland zurück und zerstörte dabei die Otavibahn als auch die Staatsbahntrasse in Richtung Karibib bis Rössing.

Schnell finden wir eine kleine Pad, die uns direkt zur Ruine führt. Wir sind 30 Minuten vor Sonnenaufgang dort und freuen uns auf das erste Sonnenlicht an diesem Ort. Bis dahin klettern wir durch einige Räume und finden einen großen Stapel mit flachen langen Holzkisten. In ihnen lagern einige Hundert, gut 150 cm lange Bohrkerne – sicher eine verlorene Lieferung von 1914, auf die irgendein Institut heute noch sehnsüchtig wartet… Burkhart findet noch einige weitere Kleinigkeiten aus dieser Zeit, worüber er sich besonders freut.

Erst heute entdecke ich eine historische Aufnahme von 1903…

Jakkalswter1903NamibiaNationalArchiv.jpg



… und erahne anhand meiner aktuelle Fotos bei beginnendem Sonnenaufgang die einstige Anlage.

Nam2012_Oktober-6273.jpg


Nam2012_Oktober-6263.jpg

Dies ist das Gebäude vom historischen Foto oben. (Die hinteren beiden Fenster sind die beiden Fenster links von der Tür im historischen Foto)


Kaffee ? Nö, wir wollen noch das frühe Licht in der Mondlandschaft mitbekommen, der Kaffeekessel bleibt somit kalt.
Etwas verdutzt winken uns die Leute von der Terrasse des Farmhauses Wüstenquells zu, als wir an ihnen vorbeifahren. Da die Campsite „Aussicht“ in genau entgegen gesetzter Richtung liegt, dürften sie sich noch eine Weile gewundert haben, wo wir zu dieser Stunde herkommen.

Wir kommen flott voran und erreichen bald ein nahezu vegetationsloses Gebiet, welches ausschließlich von Steinen, bizarren Steinformationen, Staub, Geröll und Sand bedeckt is - die Mondlandschaft.

Nam2012_Oktober-6297.jpg

Küstennebel in der Wüste - östlich von Mondlandschaft

Von einigen Punkten der Pad aus sind weitschweifende Rundblicke möglich.

Nam2012_Oktober-6292.jpg


Nam2012_Oktober-6304.jpg


Nam2012_Oktober-6300.jpg



Wie schade, dass wir hier nicht länger verweilen – wir sind bedonnert "und sehen bestimmt auch so aus!" Das nächste Etappenziel hat aber auch seine Reize – Kaffee, Rührei, Feigenmarmelade und Honig…

Wir erreichen bald Goanikontes, eine satt grüne Oase im Swakop Rivier. Üppige Dattelpalmen, eine kühle, feuchte und würzige Luft ermahnt zum Verweilen und so zögern wir keine Minute mehr – spätes Frühstück…

Nam2012_Oktober-6320.jpg


Nam2012_Oktober-6317.jpg



Hier dösen wir ein Weilchen, sehen uns die ausgestellten alten Gerätschaften und Motoren an und kommen zum Schluss, dass es hier schön ist.

Wir verlassen nun die Pad und fahren die folgenden 20 Kilometer durch das Flußbett des Swakop nach Westen. Anfangs fester Grund, wird die Strecke an einigen Abschnitten sandig, für den Toyota aber überhaupt kein Problem. Wir passieren das verfallene alte Haus der Farm Weitzenberg (irre schöne Lage inmitten hoher Palmen), durchqueren einige größere Pfützen und genießen ansonsten die reizvollen Kontraste der uns säumenden Landschaften. Komisch, ich hatte über diese kurze aber sehr schöne Strecke noch nie gelesen. Ist der geneigte Leser eines Tages in der Nähe – unbedingt fahren!

Nam2012_Oktober-6329.jpg


Wir treffen auf die B2, Gang von H4 auf H2 und wir haben eine Handbreit Asphalt unter´m Gummi. In Swakopmund angekommen wollen wir gleich das Salz des Meeres riechen / schmecken. Der typische Mittagsdunst liegt über der Küstenstadt, wir frösteln und Burkhart ist sofort mit den Füßen im Wasser. Während ich mich für ein Eis am Museum entscheide, watet Burkhart noch bis zur angrenzenden kleinen Mole durch das Wasser.
Hm, Burkhart ist noch nicht hier, ich sehe ihn direkt an der Mole. Immer wieder wird er von jungen Männern angesprochen, die ihm Brillen, Mützen oder Beteiligungen an sehr hoffnungsvollen jungen aufsteigenden Fußballmannschaften verkaufen wollen. Mein Verkäufer will mir klar machen, dass er vom gehobenen Fußballbusiness kommt und beginnt mir ohne Spickzetten einige Namen deutscher Teams aufzuzählen. „ЦСКА Москва, Центральный Спортивный Клуб Армии“ antworte ich mit meinem besten Russisch und zermarter mir mein Hirn nach irgendeinem bekannten russischen Fußballernamen… „Валерий является хорошим тренером“ rede ich bemüht fließend und wollte noch hinzufügen, dass heute schönes Wetter ist, was ja eine Lüge wäre. Da ich aber kaum andere russische Sätze mehr sprechen kann, hätte die Lüge zum Abschrecken herhalten müssen… Doch der Fußballprofi war schon bei einem Nachbarn.

´Eh Burkhart, wo bleibst Du denn? Na, ihm macht das Waten im Benguela-Strom bestimmt großen Spaß´ Ich gehe mal hin. Nix Spaß, weil er vor ein paar Minuten einen Speicherchip in der Brandung verloren hat. Zum Glück war sie in der verschlossenen Schutzhülle – sie muss doch hier irgendwo sein.

Nam2012_Oktober-6359.jpg


Burkhart bückt sich, irgendwas Größeres schlüpft aus seiner Westentasche und er stürzt sich beinahe zeitgleich hinterher. „Oh nein“, es ist eines seiner Objektive gewesen….
Triumphierend, aber doch nicht sehr glücklich schauend hält er das triefende und langsam leer laufende Objektiv vor sich. Es bleibt zu hoffen, dass Nikon bereits bei der Objektiv-Entwicklung derartige Fälle bedacht hat. Was meinst Du, wie das ausgeht? Die Abstimmung ist eröffnet, das Ergebnis wird im nächsten Bericht stehen.

Burkhart verzieht sich geknickt in´s Museum (ich kenne es schon ganz gut) und ich wage mich in dieser Zeit erstmals auf den kleinen Holzmarkt an dem ich bisher immer erfolgreich vorbeikam. Mir gefällt es einfach nicht, immer wieder so aufdringlich umworben zu werden. Andererseits, so eine Holzmaske habe ich schon lange auf meiner Wunschliste.
Gesagt, getan, ich handle ein paar Minuten und bin stolz auf mich, dass ich nun so eine auf alt getrimmte Holzmaske mit Basthaaren im Rucksack habe. Auch wenn ich den Preis um fast 50% runterhandeln konnte, wird er noch gut daran verdient haben. Ein anderer Händler bietet mir eine tatsächlich noch schönere Maske feil. Im Gegenzug biete ich meinerseits einen Tausch mit meiner Maske an; er hat keine Lust mehr…

Nam2012_Oktober-6364.jpg


Mit einem kleinen Spaziergang durch Swakopmund, einem kleinen Einkauf und Volltanken endet unsere Stippvisite. Wir kullern zwischen hellen Dünen und Brandung nach Walvis Bay weiter um dann bald auf der C14 wieder nach Osten einzulenken.

Wir umrunden den Vogelfederberg und stellen uns auf eine Dösestrecke ein. Burkart nickt sofort tief ein, ich stöpsle mir erstmals mein iPhone in die Ohren und höre „Nocturne No. 5 in F sharp major von Chopin“ … schöne Musik, gut fahrbare 150 Kilometerstrecke, leckeres Swakop-Eis und nun wieder dieses blöde Ligamentum (Du weiß schon, das da am oberen Augenlid…)

Ja genau: Henno Martin und Hermann Korn. Das machen wir noch! Meine Gedanken kreisen um eine Reise im Jahr 2010. Damals war ich 2 Tage auf Farm Niedersachsen am Us-Pass gelegen, also ganz in der Nähe. Mit Volker Ahlert habe ich damals eine sehr anstrengende aber sehr spannende „Henno Martin-Fahrt“ gemacht. Durch das Rivier des Nausgomab und über den Baaiweg (die uralte Hauptverbindung vom Hochland zur Küste) sind wir zur gut erhaltenen zweiten Wohnstätte der Geologen Dr. Henno Martin und Dr. Korn gekommen. Dort sah ich ihre Wasserstellen und auch die Bitterwasserquelle, an der sie oft mit Erfolg jagten.

Nam2012_Oktober-0323.jpg

(Foto J-U K. 2010)

Und wie ich so an frühere Reisen denke, stehe ich auch schon am Shelter #1. Ein paar nahe stehende Zebras fühlen sich nicht gestört und beäugen uns. Der Wind hat stark zugenommen, weht aus Süd und ist wieder sehr warm geworden.

Nam2012_Oktober-6398.jpg


Nam2012_Oktober-0194.jpg


Der nächste Zwischenstopp ist direkt am Kuiseb. Hier wandern wir ein paar hundert Meter im Canyon. Vor einigen Jahren fand ich hier ein paar Tümpel mit Karpfen, die die Geologen immer wieder in ihrem Buch „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“ beschrieben haben. Wir finden die Tümpel, sie stinken sehr aber es sind keine Karpfen in ihnen.

Vier Ziele haben wir heute noch vor uns: 1. Tsondab Valley erreichen, 2. Sonnenuntergang auf Tsondab Valley, 3. endlich etwas zu Essen und 4. eine Dusche in den Cavernen von Tsondab Valley mit Blick auf die Milchstraße.

Komm schon, es sind nur noch 100 schöne Kilometer um die Tagesmission zu vollenden.

Nam2012_Oktober-6433.jpg


Nam2012_Oktober-6442.jpg


Endlich erreichen wir unser Tagesziel.

Nam2012_Oktober-6505.jpg


Schon mehrmals war ich bei Kristin und Hans Schreiber auf Tsondab Valley als Gast. Dieser Fleck ist für mich ein ganz besonders schönes Stück Namibia mit hervorragenden Pastellfarben am Morgen und blutroten Stimmungen bei Sonnenuntergang.
Es ist so schön, mit den Gastgebern auf einer Terrasse mit endlosem Weitblick in die afrikanische Savanne zu sitzen und zu plaudern.

Nam2012_Oktober-6459.jpg


Eine gute Weile vor Sonnenuntergang kommen wir an und haben Zeit für einen ersten kurzen Rundgang durch das Kameldorntal. Auch hier saftig-grüne Akazienbäume, die sich in goldgelber Weite von den rasch blutrot werdenden Dünenwellen des Hintergrundes abheben. Weiter hinten die blaue Marmorberge.
Ein großartiges „Jens-kann-die-Seele-baumeln-lassen-Panorama“. Kann er nicht nur, macht er jetzt auch…. [lange Pause]

Zwei Tafel-Lager später bauen wir unser Auto an Campsite #3 auf. Schnell lodert ein Feuer, mein gemischter Gemüsetopf mit dem geliebten VEGGIE-Gewürz und Kartoffeln werden bedrohlich lecker. Dazu die beste Bure-Wurst der Welt vom Grill… Warst Du schon in Namibia? Dann merkst Du jetzt wahrscheinlich in Deinem Mund, was ich meine / Du warst noch nicht in Namibia? Da Du hier liest, wirst Du bestimmt bald dort sein und Du wirst Dich erinnern, was ich gerade meine, Du Glückspilz!

Kommen wir zum Etappenziel 4.

Für mich sind die Duschen am Campground der absolute Hammer. Zwei von einem typischen Donkey versorgte Duschen sind in einer Felskammer so eingearbeitet, dass Du Dein “ 'O Sole Mio“ von Ost über Nord bis fast nach West in das Tal der Wüste trällern kannst. Du bist alleine auf dieser Welt, spülst Dir die Pad von der Haut und alle Saiten in Dir schwingen in völliger Harmonie. Himmel sei Dank, dass ich das erleben kann!

Himmel… na klar, da hab ich auch noch was.
Da ich heute erstmals bei tiefer Nacht mit Kerzenlicht in die Duschgrotte steige, kann ich Euch noch das hier präsentieren. Mein Duschgesang wird vom Heulen der Schakale beantwortet – ich hab da wohl was falsch gemacht – sorry!

Nam2012_Oktober-6496.jpg

In der Dusch-Caverne ... H I M M L I S C H !

Nam2012_Oktober-6484.jpg

Siehst Du links über dem Zentrum der Milchstraße den schönen Bogen? Es ist die südliche Krone.



Der nächste Morgen lockt mich wieder zu einer Fotopirsch durch das Kameldorntal. Träge weichen mir wenige Oryx mit Kalb aus, die Sonne blinzelt über den Horizont und mein Auge freut sich über die irren Farben um mich herum. Es macht sich eine Aufgeregtheit in mir auf, feuert mich an und mündet nur 20 Minuten später ganz beruhigt in tiefer Zufriedenheit. Das Licht wird sehr schnell gleißend hell und die gerade noch präsenten unendlich vielen Fotomotive verweigern sich plötzlich wie welkende Blumen.

Nam2012_Oktober-6511.jpg


Nam2012_Oktober-6526.jpg


Nam2012_Oktober-6451.jpg


Nam2012_Oktober-6533.jpg


Nam2012_Oktober-6550.jpg



Höchste Zeit zum Aufbruch, da wir am Nachmittag auf Kanaan sein wollen.

Im nächsten Kapitel erzähle ich Euch, warum der Apfelkuchen eines Elches nach wie vor lecker ist, aber seinen besonderen Charme verloren hat.
Ich werte die Umfrage aus, was wohl aus Burkharts Objektiv wird, das eine unerlaubte Beziehung zum Benguela-Strom hatte und ich berichte von einer kleinen Katastrophe, die uns aber später ein bewegendes Erlebnis einbrachte.


Jens-Uwe
Meine letzten Reisen
zuletzt bearbeitet 08. Nov. 2012
2'262 Beiträge · seit 201107. Nov. 2012 · #35
Lieber Jens-Uwe,
soll ich jetzt mein Foto unter die Schrottpresse legen? 🙁 🤩
Neid, Neid, Hammer und DANKE
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
Themenstarter415 Beiträge · seit 201007. Nov. 2012 · #36
#Soni, Du hast ja nur noch 32 Tage im Ticker – Du Seelige ! Hab gerade Deine Steinpilzravioli gesehen… hmm
#Montano, danke für Deinen Tipp. Ja, das war´s und ich kann jetzt immer ein Kapitel „am Stück“ uploaden.
#giraffenmog, was für ein Hammer Gefährt auf deinem Avatar - mein Traum !
#Annette, wir haben die Qualmwolken an den ersten und von der Etango-Ranch auch am letzten Tag im Norden gesehen. Weiter im Süden war alles klar.
#bayern schorsch, Du wirst blaß? Nicht Dein Ernst… ich werde rot!
#Reinhard, Du hast Recht. Es ist wirklich großartig, dass wir auf dem Farmgelände frei fahren dürfen. Du kennst es aber: man wird dabei andächtiger, ehrfürchtiger, respektvoller bei so viel Vertrauen. Und genau das macht uns dann auch behutsamer, verantwortungsvoller. Möge es bitte immer so bleiben! Das mit dem Tele kennst Du ja jetzt, aber wie wird es ausgehen???
#Lilytrotters, herzliche Grüße an Euch. Wie schön, dass Ihr merkt, was ich bei den Reisen empfinde. Zu Silvester bin ich in Eurer Ecke, vielleicht können wir dann mal etwas schwatzen…
#Guggu, Danke! Du hast mir ein Lächeln entlockt! Freut mich einfach sehr und darum ist es keine so große Mühe. Bitte mache mit Deinen Bilder nichts unüberlegtes! Ich werde dann keine Bilder mehr hochladen!
Meine letzten Reisen
1'483 Beiträge · seit 200907. Nov. 2012 · #37
Hallo Jens-Uwe,
ich wage mal eine Vermutung: Nikon stellt, glaube ich mich zu erinnern, seit über 10 Jahren keine Wssserdichten Objektive mehr her. Da das Teil voll untergetaucht war, kann man es leerlaufen lassen und anschließend die Salzflecken auf bewundern. Die Elektronik könnte gekapselt sein, wahrscheinlich aber nicht der Zoommotor. Als technischer Laie grüßt

Reinhard

p.s. Du musst noch einmal nach Wüstenquell zurück, um die Felszeichnungen und die Lebenden Steine" zu fotgrafieren!
4'129 Beiträge · seit 200807. Nov. 2012 · #39
Ha,
also wir denken, - da das Bürschchen ja technisch nicht ganz unbegabt ist (...auch wenn er wohl nicht so aussieht... 🤪 ): Er hat das Objektiv schnellstens in Süßwasser abgespült, um es vom Salz zu befreien, dann trocknen lassen (vielleicht vorne auf dem Amaturenbrett in der Sonne) – und dann ging es wieder...


Aber wenn er jetzt mit dem Teil im Frost fotografiert, wird es wahrscheinlich so sein, dass sich zwischen den Linsen noch Eiskristalle bilden... – aber Hauptsache, das Salz ist raus.

LG lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 07. Nov. 2012
730 Beiträge · seit 200608. Nov. 2012 · #40
Hallo Jens-Uwe,

ja Tsondab Valley ist schon eine wunderschöne Ecke. Uns hat es dort auch sehr gefallen. Grandiose Natur.

Ich drücke die Daumen, dass Burkhart Glück hatte (aber viel Hoffnung habe ich nicht). Auf Nikon scheinen wohl stärkere Erdanziehungskräfte zu wirken. Bei mir hat mal ein Nikon-Fernglas in Norwegen 🙂 Bekanntschaft mit einem Felsen gemacht, was ihm gar nicht gut tat.

Du solltest Dir auch noch ein neues Standbein als Reiseberichtschreiber schaffen, denn Dein Schreibstil ist einfach klasse. Naja und über die Bilder brauch ich wohl nicht mehr viel zu sagen. Traumhaft.

Liebe Grüße
Ina
Unsere Website - Reisen ins südliche Afrika: www.inado.de => SCHWERPUNKT KGALAGADI