Casimodo schrieb : Auf dem "Purzel Bild" sitzt die Maria schon aufreizend "mopsig" auf der Hollywood Schaukel. Das ist schon fats frech "Mopsig" ist für uns überigens ein Ausdruck für "endlos und unvergleichlich Gemütlich" bevor hier irgendjemand etwas falsches denkt
Hallo an alle die mich erkannt haben 😉 ja ich bin`s und es war wirklich super mopsig 😄 😄
@Bele, als ich die Bilder von den Kubu Lodge reingestellt habe ist es mir kurze Zeit später auch aufgefallen dass es ja eigentlich Dein Reisebericht bzw. Thread ist, aber da war es schon zu spät, auserdem war ich so begeistert und voller wehmütiger Erinnerungen dass es mir einfach so rausgeflutscht ist 😕 Aber Kommentare über Deinen tollen Bericht werde ich bestimmt hin und wieder noch abgeben 😎 Liebe Grüße an Dich und alle anderen Maria
AfricaDirect1’271 Beiträge · seit 200706. Sept. 2012 ·
Hallo Bele,
ich reise auch nach wie vor begeistert mit Euch. Und finde sowohl Deine Bilder als auch Deinen Bericht super!!!!
Und weißt Du was, ich BENEIDE Dich rasend um die schönen Elefantenbilder, wo die Elefanten durch den Fluss schwimmen. 😄 Aber natürlich gönne ich sie Dir auch von ganzem Herzen, besonders da Du ja etwas Elefantenentzug hattest. 😉 Darauf habe ich immer gewartet und es leider nicht gesehen. Und war enttäuscht, denn ich finde es total klasse, dass diese schweren Gesellen durch den Fluss queren.
Freue mich natürlich weiterhin auf Eure Erlebnisse.
ChampagnerThemenstarter8’824 Beiträge · seit 201006. Sept. 2012 ·
Maria 58 schrieb: @Bele, als ich die Bilder von den Kubu Lodge reingestellt habe ist es mir kurze Zeit später auch aufgefallen dass es ja eigentlich Dein Reisebericht bzw. Thread ist, aber da war es schon zu spät, auserdem war ich so begeistert und voller wehmütiger Erinnerungen dass es mir einfach so rausgeflutscht ist 😕
Liebe Grüße an Dich und alle anderen Maria
Maria, das passt schon - ich saß hier gestern abend etwas roséweinseelig und hab mir auf Grund von Carstens Bemerkung von der "Hollywood-Schaukel" dauernd vorgestellt, wie du das Teil wohl zum Schwingen bringst - und hab mir dabei einen abgelacht 😄
Hast du denn mein Beweisfoto gesehen, dass es die Bänke immer noch gibt? Allerdings fürchte ich aber sehr, dass dies nur noch bis nächstes Jahre der Fall sein wird, denn spätestens dann wird Carsten sie - bei dem Versuch zu Schaukeln - schrotten.... 🤩
ChampagnerThemenstarter8’824 Beiträge · seit 201006. Sept. 2012 ·
AfricaDirect schrieb:
Und weißt Du was, ich BENEIDE Dich rasend um die schönen Elefantenbilder, wo die Elefanten durch den Fluss schwimmen. 😄 Darauf habe ich immer gewartet und es leider nicht gesehen. Und war enttäuscht, denn ich finde es total klasse, dass diese schweren Gesellen durch den Fluss queren.
Nicole
Hallo Nicole,
erstmal danke für das Lob. Warst du am Chobe? Und hast das dort nicht gesehen? Ich dachte irgendwie, dass dies fast selbstverständlich ist, nachdem wir morgens und abends dabei zuschauen konnten. Jetzt freue ich mich noch mehr darüber - danke!!!!:)
Es ist übrigens witzig, die Elefanten stehen erst eine Weile am Ufer, man merkt richtig, wie ihnen die Köpfe rauchen bei der Überlegung, ob sich der Aufwand denn lohnt. Dann irgendwann fasst die Leitkuh oder der Chef der Bachelor-Herde den Entschluss "wir schwimmen" und dann gibts kein Halten mehr. Das Ganze geht ziemlich schnell und ob die nun schwimmen oder noch Grund haben kann ich nicht beurteilen - ich denke aber, sie müssen an manchen Stellen wirklich schwimmen, wie man auf manchen Fotos ahnen kann.
Sie können das ja auch gut, der Körper gibt Auftrieb, der Rüssel ist der Schnorchel.
Diese Erklärung geht vorallem an Antje Namibiafieber, die danach gefragt hatte 😉
ChampagnerThemenstarter8’824 Beiträge · seit 201006. Sept. 2012 ·
namibiafieber schrieb:Na, liebe Bele ! Dann darf ich jetzt wohl auch endlich alle meine Elefanten-Bilder zeigen, oder ???
Denn im Vergleich zu Deinen vielen Elis waren unsere Gruppen ja nur kleinst-Grüppchen ! 🙂
Meine liebe Antje, ich hab nun eine Nacht über deinen Post geschlafen und ihn endlich verstanden (Juristen reden manchmal schon ein bisschen komisch daher *duck*) 😄 : Ich bin also schuld daran, dass wir deinen Reisebericht hier immer noch nicht zu lesen bekommen haben 😊 . Du hattest ihn die ganze Zeit natürlich in der Schublade 😗 😗, konntest ihn aber aus Rücksichtnahme auf mich nicht veröffentlichen.... 🤢
So, und jetzt bin ich gespannt auf die nächste Ausrede 🤪 😛 🤪
(Oder auf den Reisebericht 😎 )
😘 😘 Bele
P.S. Die Antwort auf die Schwimmfrage gibts im letzten Post auf Seite 24 hier
ChampagnerThemenstarter8’824 Beiträge · seit 201006. Sept. 2012 ·
21.08.2012 – Chobe Morning Drive
Vorweg sei gesagt: es erwartet euch ein elefantenfreies Kapitel 😉 ! Gestern habe ich euch ja genug gequält – aber das musste einfach sein - es war Teil meiner Therapie! 😄
Heute heißt es zum ersten Mal früh aufstehen auf unserer Reise. Um 5.50 Uhr müssen wir am Meeting Point sein. Als es zum Wecken an unserer Hütte klopft, bin ich schon beim Packen, denn heute reisen wir ja weiter.
Anschließend packe ich nochmal - und zwar mich warm ein, denn überall habe ich gelesen, dass es schrecklich kalt auf der Fahrt in den Chobe NP wird.😃 Meine Mitreisenden habe ich entsprechend instruiert – und so sehen wir dann auch recht spaßig aus um 5.50 Uhr - Pascal macht mal wieder den Clown! 🤪
Und das Ganze ohne Frühstück! Hier könnte man vielleicht bei der Lodge etwas nachbessern – zumindest die Gäste explizit darauf hinweisen, dass man auf nüchternen Magen in den Busch geschickt wird. Da ich (entweder aus dem Forum oder von Tripadvisor, kann mich nicht erinnern) aber schon davon wusste, habe ich mir ein Brötchen vom Abendessen aufgehoben und das knabbere ich nun zusammen mit ein paar Schlückchen Wasser während der Fahrt, damit mein Kreislauf in Schwung kommt und es mir nicht schlecht wird - die anderen leeren eine Tüte alte Kekse 🤢 .
Tatsächlich wird es kalt (aber nicht so sehr wie befürchtet), denn die Geschwindigkeit ist natürlich höher als auf den Game Drives. Um 6.25 Uhr erreichen wir den Eingang und dort im Park wird es schnell warm. Unser Wagen ist dieses mal voll, und unser Guide kommt nicht annähernd an die Qualität von Ghaba heran. Im Gegenteil, wir haben ein bisschen den Eindruck, dass sich andere Guides, mit denen man sich unterwegs natürlich wegen Sichtungen austauscht, ein bisschen lustig über ihn machen. Die ganze Fahrt ist auch recht anonym, man kennt sich untereinander nicht und auch unser Guide ist von der schweigsamen Sorte.
Kurz nach dem Sedudu-Gate sind wieder Hyänen am Hyena-Spot, aber wir sehen sie nur aus zweiter Reihe und weit weg. Für den Sonnenaufgang um 6.50 Uhr müssen wir ihn extra bitten anzuhalten
Ein Marabu sitzt ziemlich unentschlossen herum
und dem Graulärmvogel (auch so ein Wortungetüm 😮 ) scheint es auch noch recht kalt zu sein - er hat sich schön aufgeplustert
Wir fahren nach unserem Gefühl recht ziel- und planlos durch den Park – unsere erste aufregende Sichtung ist dann um 7 Uhr ein festgefahrener Touriwagen!
Es sind schon andere Helfer da, unter anderem die Parkverwaltung.
Insgesamt sind viele Fahrzeuge unterwegs und man muss aufpassen, dass man nicht zu viel Staub schluckt. Das geht so 20 Minuten lang.
Unser Guide spricht mit entgegenkommenden Fahrern, so richtig entscheiden kann er sich nicht, er wendet, fährt ein Stück, dreht wieder um und fährt dann weg von der Riverfront.
Um 7.27 h sichten wir im Vorbeifahren Geier – sie sind gerade mit der Morgentoilette beschäftigt und halten nicht richtig still. Sind das nun ein Kap- und ein Weißrückengeier, oder zwei derselben Sorte (welche?) oder was ganz anderes (ich bitte um Hilfe!)? Edit: es sind Weißrückengeier - danke, Cécile 🙂 !
Und nun passiert mal wieder etwas, das diese Game Drives so aufregend macht. Nach anfänglichem Zögern entscheidet sich unser Guide, weiter in die Richtung zu fahren aus der uns gerade andere Autos entgegenkommen.
7.29h: Wer liegt denn da im Gras neben dem Weg?
Ein wunderschöner Löwenpascha! Wow, gestern 5 Löwinnen und nun auch noch ein Löwe – damit ist unser Löwensoll ja schon erfüllt! Nadège hatte nämlich bei der Anreise gesagt, dass sie schon zuuuu gerne Löwen in Afrika sehen wolle. Gestern abend meinte sie dann nach der Löwinnen-Sichtung: „Naja, so einer mit Mähne wäre ja auch noch toll“!
Ein Blick nach rechts zeigt uns – es sind noch mal 2 Löwen hier!:) Wir erkennen ein Weibchen und einen Junglöwen, dem gerade die Mähne anfängt zu wachsen.
Diese beiden entfernen sich gerade vom Chef,
was diesem nicht so recht zu passen scheint.
Er beobachtet die Sache ca. 1 Minute und erhebt sich dann um in Richtung des Junglöwen zu marschieren,
der sich provokativ auf einem kleinen Hügel niedergelassen hat. Ich finde, er hat ein freches Grinsen im Gesicht 😎 Die Löwin liegt außer Sichtweite irgendwo dahinter....
Nun kenne ich Löwen bisher nur liegend oder gemütlich vor sich hinschlurfend. Deshalb sind meine Kamera und ich auch nicht darauf gefasst, dass der Cheflöwe plötzlich auf den Hügel zurast und den Jungen verjagt! Man sieht nicht viel mehr als eine Staubwolke mit Löwenhinterteil
Das Ganze ist ruckzug vorbei und der Alte verschwindet....
von den beiden anderen ist schon nichts mehr zu sehen. Huch, das waren gerade mal 4 Minuten, die wir hier verbracht haben – wir wollen gar nicht darüber nachdenken, was gewesen wäre, wenn wir irgendwo auf der Strecke noch einen kurzen Fotostopp eingelegt hätten 😮 . Als wir weiterfahren, kommen uns Fahrzeuge entgegen. Tja, tut uns leid, die Löwen sind weg, Pech gehabt... Wir leisten heimlich Abbitte an unseren Guide – offensichtlich hat er doch alles richtig gemacht!
So, nun haben wir schon 8 Löwen in unserer Sammlung und können uns getrost dem Morgenkaffee widmen.
Dieser findet am (was Tiere betrifft) leergefegten Chobe-Ufer statt – zusammen mit geschätzten 15 anderen Fahrzeugen.....
Egal, wir sind zufrieden, so schöne Löwen – da erträgt man einen solchen Menschen-Auflauf doch locker! Außerdem kommen wir mit einem Pärchen aus der französischsprechenden Schweiz ins Gespräch, die uns vom Sango Safari Camp erzählen, wo sie zuletzt waren und wir heute Mittag hinfliegen werden. Solche Menschenmassen würden wir dort nicht sehen, und überhaupt sei es in einem solchen Camp ganz anders....und es würde uns bestimmt gefallen! Na, das wollen wir mal hoffen!
Wir begeben uns langsam auf den Rückweg, genießen das schöne Morgenlicht
es gibt noch Hippos,
eine Gabelracke
einen Huckepack-Pavian
Impalas
hyperaktive Zebramangusten (die sich nicht so richtig fotografieren lassen wollten)
und etliche Giraffen in schöner Kulisse zu sehen.
Taktisch klug sieht man zu, nicht hinter sondern vor einem anderen Wagen Richtung Ausfahrt zu fahren.
Kurz vor 9 Uhr verlassen wir zufrieden den Chobe NP.
Um halb zehn sitzen wir an dem herrlichen Frühstückstisch der Kubu-Lodge (endlich Frühstück!!) mit Blick auf den Chobe
Wir sind auf der einen Seite traurig, diese hübsche Lodge verlassen zu müssen, aber natürlich auch sehr gespannt auf unser nächstes Ziel und die Reise dorthin, denn nun beginnt der Fly-In-Teil unseres Urlaubs!
TOP: 3 Löwen in Aktion
FLOP: Kein (nicht mal ein kleines) Frühstück vor dem Game Drive
das sind ja mal wieder traumhafte Fotos! Die Lodge gefällt mir auch superklasse, jetzt schwanke ich tatsächlich mit unserer Entscheidung nicht eine paar Tage auf so einer Lodge am Chobe zu verbringen (wir haben uns für ein Hausboot entschieden). War das die Kubu Lodge?
Liebe grüße
Nana (voller freudiger Erwartung auf den nächsten Post)
ChampagnerThemenstarter8’824 Beiträge · seit 201006. Sept. 2012 ·
nana76 schrieb: War das die Kubu Lodge?
Liebe grüße
Nana
Ja, genau, die Kubu Lodge - kann ich guten Gewissens weiterempfehlen. Man muss sich allerdings der Tatsache bewusst sein, dass man nicht in Kasane, sondern in Kazungula wohnt und ca. 25 Minuten bis zum Entrance Gate benötigt. Dafür ist die Lage an diesem Hang über dem Chobe unschlagbar - und das Essen oberlecker 🙂
engelstrompete4’450 Beiträge · seit 200806. Sept. 2012 ·
Hallo Bele, das sind Weißrückengeier. Liebe Grüße Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
engelstrompete4’450 Beiträge · seit 200806. Sept. 2012 ·
Hallo Bele, viele Touris= viele Löwen.😃 🤩 nur wir 2 als Touris in 3 Tage im Chobe KEINE Löwen im Chobe.🤢 🤢 Dein Bericht und die wunderschöne Bilder, vielen dank das Du uns mitnimmst.😘
Freue mich auf Dein weiteren bericht.
Liebe Grüße Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Gerd19425’538 Beiträge · seit 200806. Sept. 2012 ·
Hallo Bele,
schööööööööön. Daaaaanke.
Liebe Grüße Gerd
@Nana: Hausboot nicht streichen. Ich kenne beide Varianten und war jetzt gerade zum dritten Mal auf dem Hausboot. Bei wem bzw. auf welchem Boot seid Ihr?
Wir haben uns für die Pride of Zambezi entschieden. Viele hier im Forum waren auf der Ichobezi, habe ich gelesen. Ich dachte, ich teste mal ein anderes Boot und berichte dann 😉
ChampagnerThemenstarter8’824 Beiträge · seit 201006. Sept. 2012 ·
nana76 schrieb:@Gerd1942
Wir haben uns für die Pride of Zambezi entschieden. Viele hier im Forum waren auf der Ichobezi, habe ich gelesen. Ich dachte, ich teste mal ein anderes Boot und berichte dann 😉
Sorry Bele für abschweifen 😊
Kein Problem - die kleine französische Familie, die wir auf der Fahrt zur Kubu-Lodge kennengelernt und später im Sango Safari Camp wieder getroffen haben, waren zwischendrin auch auf der Pride of Zambezi. Ich habe allerdings nicht explizit mit ihnen gesprochen, wie es war.....
franzicke2’085 Beiträge · seit 201206. Sept. 2012 ·
Hi Bele, war für heute nicht ein eher langweiliger, einschläfernder Bericht angekündigt ... - kommt da noch was 🤪
Im Ernst: super schöne Bilder, super schöner Bericht ... bei mir werden sooo schöne Erinnerungen an die Kubu-Lodge und an Ghaba wach - wir hatten ja dreimal das Vergnügen mit ihm (2x zu zweit, 1x zu viert) und beim morning-drive hatte er sich ganzganz fest einen Leoparden für uns aufs Programm gesetzt. Das hat leider nicht geklappt und wir hatten fast den Eindruck, dass seine Enttäuschung größer war als unsere ... Auch wenn euer morning-guide nicht mehr ganz so engagiert war - eure Löwen haben da mit Sicherheit einen guten Ausgleich geschaffen. Und jetzt geht's schon bald zum Sango-Camp. Ich bin dabei!!! Grüße Franzicke
ChampagnerThemenstarter8’824 Beiträge · seit 201007. Sept. 2012 ·
21.08.2012 – Flug zum Sango Safari Camp (Khwai River)
Bevor wir endgültig abreisen, nutzen wir schnell noch Handy und Internet, um dem einen Sohn zum Geburtstag zu gratulieren und vom anderen zu hören, dass zuhause alles im grünen Bereich ist. Okay, jetzt will ich ein paar Tage nichts mehr wissen – im Okavango Delta werden wir weder Handyempfang noch Internet haben.
Im Geiste lasse ich noch einmal die Tage hier Revue passieren und bin immer noch überwältigt von der Fülle an Tieren, die wir gesehen haben. Und das Ganze ohne uns richtig auf die Suche gemacht zu haben. Es fehlt daher zwar ein wenig der Abenteuer-Faktor – auf der anderen Seite können wir uns jetzt aber ganz relaxed zurücklehnen, und alles was eventuell noch kommen mag als Zugabe genießen. Ich, die ja ursprünglich die Idee zu dieser Reise hatte und für die Planung zuständig war, bin natürlich auch beruhigt – jeder von uns Vieren ist von dem bisher Erlebten mehr als begeistert und ich bekomme viel Lob für meine Mühe zu hören – auch wenn es sicherlich nicht ich war, die die ganzen Elefanten ans Chobeufer transportiert hat 😎 !
Ehrlich gesagt hatte ich ja schon gehofft, hier garantiert Elefanten zu sehen – aber dieses Szenario hatte ich mir dann doch nicht erträumt! Also großes Aufatmen – alles gut, nein mehr als perfekt gelaufen bis hierhin 🙂 !
Wir sind also bester Dinge und freuen uns einfach auf die weitere Reise – ohne jegliche Erwartungshaltung. Im Gegenteil – wir sind der Meinung, dass wir jetzt eigentlich ein bisschen Ruhe benötigen, um das Erlebte zu verdauen (schließlich jagt seit den Vic Falls ein Highlight das andere). Wie gut, dass wir jetzt in ein Camp fliegen, das etwas einfacher sein soll, weniger Rummel bietet und sicher auch nicht mit so aufregenden Erlebnissen aufwarten kann.
Tja, wie man sich doch täuschen kann.......😃 ...... aber dazu später mehr!
Wir werden von einer Mitarbeiterin der Lodge zum Flughafen gefahren. Ein Blick zurück - zum letzten Mal schließen sich die Kubu-Tore hinter uns.
Kasane Airport versprüht einen herben Charme – diese Wandinstallation muss man intensiv betrachten, um sie eventuell zu verstehen – ich nenne sie „Tradition und Technik im Transit“. 😄
Ansonsten funktioniert hier aber alles sehr entspannt und unkonventionell, man übergibt einem Mitarbeiter des Flughafens irgendwo mitten in der Halle sein Gepäck in der Hoffnung, es irgendwann wieder zu sehen, unsere Begleitung von der Kubu-Lodge prüft noch mal, ob alles seine Richtigkeit hat, erklärt uns, dass wir mit einer 10-Sitzer-Maschine fliegen werden, wo wir warten sollen und verabschiedet sich dann. Das war wieder ein sehr guter Service!
Ein Paar, das sich offensichtlich nicht wirklich auf die Reise vorbereitet hat, muss seine sperrigen Monsterreisetaschen in kleinere, die ihnen ausgehändigt werden, umpacken – sie wirken leicht angefressen – aber selber schuld, würd ich mal sagen. Nadège und ich schauen genüsslich zu, wie sie sich durch ihre Klamotten wühlen - die beiden haben uns schon von Anfang an nicht gefallen....:P Und schließlich haben wir uns ja brav und erfolgreich schon wochenlang vor Abflug die Köpfe über die Größe unserer Taschen zerbrochen 🤨 .
Ein rudimentärer Flugplan für unsere nächsten Strecken wird uns in die Hand gedrückt (ich habe bis heute nicht verstanden, wofür dieser gut war – wir haben ihn nie benötigt) und dann müssen wir nach einem Alibi-Sicherheitscheck in dem Abflugbereich warten....
Auf dem Rollfeld steht eine große Maschine von Air Botswana – aha, jetzt wissen wir auch, warum manche Passagiere mit großen Koffern durchgelassen wurden.
Wir hatten uns schon gewundert und überlegt, ob das hier nicht nach Zentimetern, sondern nach Sympathie gemessen wird....
Wir werden nun von einem Mitarbeiter ins Freie gebeten
unser Gepäck ist wohl schon unterwegs zum Flugzeug – zumindest ist vor kurzem jemand damit verschwunden, das haben wir gesehen. Wir sollen mal in diese Richtung marschieren, einfach diesem Herrn hinterher.
Hmm, das stimmt dann doch nicht, wie uns ein anderer Flughafenangestellter mit gelber Warnweste mitteilt.
Wir sollen mal lieber mit ihm mitkommen – wie nett, hier reißen sich die Leute ja beinahe um uns.
Am Flugzeug angelangt bittet er uns, sicherheitshalber doch lieber selber noch mal im „Frachtraum“ nachzusehen, ob unsere Taschen auch tatsächlich da sind. Ach ja, und übrigens sei er unser Pilot – hi folks 😄 ! Nadège raunt mir zu: Siehst du diesen Flaum, den er auf der Oberlippe hat? Und am Kinn sind ein paar Pickel...!😃 Ich muss an Sanne und auch an Sasowewi aus dem Forum denken – da gab es ja schon diverse Diskussionen über Alter und Fähigkeiten der Piloten hier und gerade noch kann ich mir ein Kichern verkneifen...😜
Wir werden nun darüber informiert, dass es eine Zwischenlandung am Savute Airstrip geben wird, um einige Passagiere abzuladen. Okay, ein Start und eine Landung hin oder her – das macht uns auch nichts mehr aus.
Der junge Mann fliegt uns sicher und ohne Gewackel zu unserem ersten Ziel – und da gibt es viel Gelächter!
Die haben hier ja echt Humor!
Auch das Flughafengebäude sorgt für Erheiterung
ebenso die Tatsache, dass momentan offensichtlich alle Finger belegt sind und daher eine Treppe zum Aussteigen benötigt wird....
Wir entledigen uns schnell der vier Touristen und weiter geht’s ! Unterwegs sehen wir..... Elefanten!
Und ein bisschen Landschaft!
Und schon sind wir da - am Khwai Airstrip!
Fünf Passagiere werden hier ausstiegen – wir vier und ein alleinreisender Mann in unserem Alter („meine Frau macht solche Abenteuerurlaube nicht mit...“).
Der letzte Passagier, ein botswanischer Geschäftsmann, fliegt weiter nach Maun, er plaudert nett mit uns, war schon mal in Deutschland und drückt uns beim Aussteigen seine Visitenkarte in die Hand.
Der Strohwitwer hat nicht Sango gebucht, sondern ein anderes Camp – aber es steht nur ein Fahrzeug zum Abholen bereit. Ansonsten ist hier schon etwas mehr Betrieb als am Savute Airport, eine Maschine ist gerade fertig zum Abflug und braust kurz darauf über unserer Köpfe hinweg
eine andere wird noch erwartet. Wir werden von Joel in Empfang genommen – und solch fröhliche und herzliche Gesichter wie dieses werden uns die nächsten Tage begleiten.
Tja, was machen wir nun mit dem Strohwitwer ohne Taxi? Sowohl er als auch wir können uns gut vorstellen, ihn zu adoptieren, er ist sympathisch – und er spricht französisch – 100 Punkte! Nur Joel hat damit ein Problem – sein Camp ist ausgebucht.... und außerdem kann das gar nicht sein, dass er nicht abgeholt wird.
Der Pilot macht sich auch Sorgen, er will sich ja später nicht vorwerfen lassen, jemanden hilflos im Busch ausgesetzt zu haben... Damit niemand verdurstet, werden Wasserflaschen verteilt, der letzte Passagier im Flugzeug wird um Geduld gebeten, bis der Fall geklärt ist – was er mit einem Lachen quittiert. Ich überlege kurz, was in Deutschland in einem solchen Fall los wäre – und genieße diese gelöste Stimmung um so mehr! Ehrlich gesagt fände ich es schon fast unheimlich, wenn alles immer wie am Schnürchen klappen würde.
Schließlich kann Joel, der auch seinen Funk bemüht hat, den Piloten davon überzeugen, dass er die Verantwortung für den heimatlosen Touristen übernimmt, denn wir müssen ja sowieso noch auf den nächsten Flieger warten, der noch zwei Sango-Gäste an Bord hat...bis dahin wird sich schon alles klären. Okay, der Pilot macht die Maschine startklar
er und der Botswaner Geschäftsmann winken uns noch einmal fröhlich zu und machen sich dann im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Staub!
Und da kommen schon die Beiden, mit denen wir die nächsten Tage verbringen werden.
Dennis and Sarah aus England, nice to meet you, sie sind very very british und drei von uns grinsen sich heimlich eins 😗 ! Wir kennen Pascals Problem mit den Leuten von der Insel nur zu gut. Seitdem sie vor einigen Jahren den Champagner, den er extra im Flugzeug für eine Hochzeitsfeier eines englischen Kollegen nach London transportiert hatte, mit Orangensaft verdünnten 🤩 , hat er Schwierigkeiten, den Engländern unvoreingenommen zu begegnen.....😈
So, los geht’s und schon hält Joel wieder an, um uns eine lustige Baboon-Gruppe mit einem winzigen Baby zu zeigen.
Danach beschert er uns die erste Wasserdurchfahrt der Reise
So, Khwai Village – here we are – alle aussteigen, meint Joel ! Netter Versuch 🙂 😉 !
Kurz darauf sind wir tatsächlich da
und werden fröhlich empfangen.
Ich bin ja nun kein großer Fan von solchen Zeremonien, aber wir werden lernen, dass die Sango People tatsächlich gerne singen und eigentlich immer gut drauf sind.
Nun tritt Face auf den Plan!
Übrigens habe ich sein Okay für dieses Foto – er betrachtet es als Kompliment, in meinem Bericht verewigt zu werden!
Über ihn hatte ich ja schon so einiges im Forum und auch bei Tripadvisor gelesen. Er soll ein hervorragender Guide sein – und er ist Teil der Sango Family, die dieses Camp betreiben. Er erklärt uns die wichtigsten Verhaltensregeln im Camp – keiner zieht bei Dunkelheit alleine los, wer beim Abendessen aufs Klo muss, geht in das Klohäuschen neben dem Hauptzelt, niemand geht zum Wasser runter, Hippo- und Crocgefahr! Und – ganz wichtig - er teilt uns mit, dass er unser Guide während unseres Aufenthaltes hier sein wird!! Na, das klingt ja schon mal gut!
Dann zeigt er uns unsere Zelte. Ach Mensch, ist das alles nett hier!
Unsere kleine Veranda
das große gemütlich Bett
das Badezimmer, das in Echt wesentlich größer ist
die Dusche befindet sich im Freien, umgeben von Zeltplane – man betritt sie durch eine Tür im Badezimmer.
Warmes Wasser gibt es keines (zu unserer Zeit – inzwischen hat sich das geändert, später mehr dazu!). Wer warm duschen möchte, kann aber jederzeit einen Eimer Wasser bekommen. Und hier muss ich schon mal meine Vorstellung von der ganzen Sache korrigieren: unter Bucket Shower hatte ich mir einen Eimer vorgestellt, unter dem ich stehe und aus dem via Loch das Wasser auf mich regnet. Die Wirklichkeit sieht anders aus – das kochendheiße Eimerwasser fließt durch eine Leitung in die „Duschkabine“ und dort kann man ganz normal das kalte und das warme Wasser zum Duschen mischen (der Eimer reicht locker für zwei Personen). Hier eines der liebenswerten Details im Sango Safari Camp - Kalt- und Warmwasser 😉 .
Dann gibt es natürlich noch Peacefull Sleep (wie in der Kubu Lodge übrigens auch) und zusätzlich eine Luftdruckhupe für den Gefahrenfall.😃 Face bittet uns aber vor Gebrauch unser Hirn einzuschalten 😗 : Hippos, die friedlich am Zelt vorbeiziehen, gehören hier zum Leben dazu und sind ungefährlich, solange man sich ihnen nicht in den Weg stellt. Moskitos, die sich ins Zelt verirren, sind auch kein Grund für Alarm (das muss ich Peter vielleicht noch einmal erklären, wenn wir alleine sind.....B) )! Alles klar – wir haben kapiert! Strom gibt es nur bis ca. 22 Uhr abends, gespeist von der hauseigenen Photovoltaikanlage. Jedes Zelt hat aber eine sehr starke Taschenlampe (na ja, in eine Tasche passt die sicher nicht), mit der man sich immer behelfen kann.
Als Face mal Luft holt bei seinen Erklärungen richte ich ihm Grüße von Frau Miebach aus. Er schaut mich völlig verblüfft an – woher ich „Christina“ kenne? Ich erkläre ihm kurz den Zusammenhang – sie hat uns ja die Reise im Herbst 2011 zusammengestellt und war ein paar Wochen vor unserem Abflug selber im Sango Camp gewesen. Davon hatte sie mir per Mail begeistert berichtet und mich gebeten, den Brüdern Judge und Face Grüße auszurichten (Judge hat allerdings gerade frei). Gesagt – getan – und die Freude von Face ist riesig! 🙂 😊 🤪
Nun haben wir eine halbe Stunde Zeit, bevor der Kaffee und anschließend ein Game Drive auf uns wartet. Wir setzen uns auf die Veranda
winken zu unseren Franzosen im Nachbarzelt
und genießen die Aussicht auf den Khwai River.
Okay, ich gebe zu, wenn mir jemand diese Fotos zeigen würde, würde ich eventuell auch denken: na ja, ein bisschen dürrer Busch, ein bisschen Wasser – schön und gut, aber das kann ich zuhause so oder ähnlich auch haben.
Ja ja, aber wo sind die Geräusche? Hier prusten, brüllen und schmatzen ständig Hippos, African Fish Eagle lassen ihre markanten Schreie hören, Grillen zirpen, Frösche quaken. Ansonsten – herrliche Ruhe! Kein Generator, keine Autos, keine Motorboote – nur zur Mittagszeit hört man mal die Flugzeuge. Es ist friedlich und durch die fremdartigen Geräusche aufregend zugleich. Hier fühle ich mich von der ersten Minute an wohl!
Wir beobachten die Hippos, die überall zu finden sind, mal hier, mal da, man versteht nicht so richtig, wie viele es sind und wie sie hin und her wandern.
In der Ferne landen Fish Eagle in den Bäumen und direkt vor unserer Nase turnt ein Magpie Shrike (Elsterwürger) im Gegenlicht herum.
So vergeht die Zeit im Nu und schon sitzen wir am Kaffeetisch, die ersten Gespräche mit den anderen Gästen werden geführt. Hier gibt es 6 Zelte, also maximal 12 Erwachsene und eventuell noch Kinder, die hier erlaubt sind. Alle machen einen netten, normalen Eindruck, übrigens auch unsere Briten!
Und dann geht es schon los – sämtliche Gäste werden auf drei Fahrzeuge verteilt
Wir vier sind alleine mit Face, was für ein Glück schon wieder, und der Wagen von Joel hat das selbe Ziel wie wir:
Hallo Bele, Mensch, wie doooof 😕 ! Ich sehe deine Bilder der Löwen und denke mir: die kenn ich doch! Ich schau auf meine Bilder vom 21.8.2012 um 9h05: genau die selben! Da sind wir ja wirklich aneinander vorbei gefahren. Wie schade! Bei uns lagen die Löwen ohne sich zu rühren hinter dem Busch.
Wir haben vor euch in Serondella angehalten, weil wir ja von der anderen Seite kamen. Dann müssen wir uns das nächste Mal doch in Kronau treffen. Viele Grüße, Nenette
ChampagnerThemenstarter8’824 Beiträge · seit 201007. Sept. 2012 ·
Nenette schrieb:Hallo Bele, Mensch, wie doooof 😕 ! Ich sehe deine Bilder der Löwen und denke mir: die kenn ich doch! Ich schau auf meine Bilder vom 21.8.2012 um 9h05: genau die selben! Da sind wir ja wirklich aneinander vorbei gefahren. Wie schade! Bei uns lagen die Löwen ohne sich zu rühren hinter dem Busch.
Wir haben vor euch in Serondella angehalten, weil wir ja von der anderen Seite kamen. Dann müssen wir uns das nächste Mal doch in Kronau treffen. Viele Grüße, Nenette
Echt jetzt? Das ist ja ein Ding! Und Botswana ist ein Dorf 🤪 Um 9 Uhr waren wir allerdings schon fast wieder aus dem Park draußen.... Immerhin waren die Löwen noch da - ich dachte, die wären irgendwo im Busch verschwunden.....
In Kronau haben wir uns glaub schon kurz getroffen - aber bei den vielen Leuten dort........😐
ChampagnerThemenstarter8’824 Beiträge · seit 201008. Sept. 2012 ·
21.08.2012 – Sango/Moremi: Magic Moments 1
Dieser Game Drive ist so unglaublich, dass ich ihn in zwei Teil splitten muss...
Um 15.30 Uhr brechen wir also zu unserer Fahrt in das Moremi Game Reserve auf. In 15 Minuten ist man bereits an der Brücke. Man kann noch deutlich die Reste der alten Brücke daneben erkennen.
Währende Face zahlt betrachten wir die Karte.
Nachher werden wir feststellen, dass wir nur ein klitzekleines Stück dieses riesigen Wildreservates gesehen haben – rechts außen ist das North Gate, durch das wir einfahren und wir halten uns in dem Bereich auch den ganzen Nachmittag auf.
Face fragt uns gleich zu Anfang, wo wir die Tage zuvor waren und grinst uns dann an: Chobe, aha, ja ja, da werdet Ihr euch umstellen müssen 😉 – hier werden euch die Tiere nicht auf dem Präsentierteller serviert – jeder muss mithelfen, damit wir überhaupt etwas entdecken!
Zuerst ist das ja mehr als einfach: ein Elefantenbulle steht direkt am Weg, wir fotografieren ihn von hinten
von der Seite
von vorne!
Er macht kleine Drohgebärden und beobachtet uns die ganze Zeit über. Demonstrativ pinkelt er dann quasi neben unseren Wagen 🤨 .
Die Gruppe von Joel ist hinter uns und bleibt dort noch eine Weile stehen. Im Weiterfahren schauen wir noch mal zurück und sehen, wie der Elefant nur Zentimeter an deren Fahrzeug vorbei den Weg überquert. Huuuh, das muss ein tolles Erlebnis sein! Aber wir konnten ja nicht warten, wir mussten weiter – Face hat nämlich eine Mission!! Und wir sind mit von der Partie– ob wir wollen oder nicht!😕
Worum es sich handelt erklärt er uns erst später. Zuerst dürfen wir Zebras
und Red-Lechwe-Antilopen im Nachmittagslicht bewundern.
Es ist wirklich schön hier - allein schon die Farben sind es wert, hier zu sein - und wir sind gerade ganz alleine unterwegs – Face gibt uns genug Zeit zum Fotografieren und richtet sich immer nach unseren Wünschen. Nebenher öffnet er immer mal wieder die Türe und prüft aufmerksam die Spuren im Sand und hat auch immer Funkkontakt zu Joel....
Dann ist aber erst mal Schluss mit lustig – wir sind hier ja nicht im Urlaub! Um 16.05 Uhr fährt Face mit uns in dieses Riedgrasfeld ein.
Dort rumpeln wir dann im Schritttempo im Kreis herum, man muss aufpassen, dass man nicht aus dem Wagen gekippt wird. Kurze Zeit später trifft auch die Gruppe von Joel (mit den zwei Briten und zwei Deutschen, die wir nur kurz beim Kaffee kennen gelernt haben) ein. Er hat offensichtlich denselben Auftrag.
Die Guides unterhalten sich über Funk auf Setswana – das Ergebnis unsere Herumkurverei scheint aber unbefriedigend zu sein. Naja, wir können auch nicht wirklich erkennen, was das soll – aber Face ist der Chef, wir haben schon nach kurzer Zeit seine Autorität erkannt und akzeptiert!
Nun trennen sich die Wege der beiden Guides wieder – wir fahren in Richtung Wasser.
Endlich klärt Face uns auf: in dieser Gegend hier muss es einen Leoparden geben. Vermutlich hat er einen Kill und hat diesen hier im Riedgras versteckt. So stellt sich ihm die Sachlage anhand der Beobachtungen der letzten Tage und der Spurenlage dar.
Hmmm, schleppen Leoparden ihre Kills nicht in die Bäume? Wir wundern uns ein bisschen – aber wie gesagt: Face ist der Chef, er wird schon einen Grund für die Riedgrasrumpelei gehabt haben. Jetzt weist er uns an, nach dem Leoparden in den umliegenden Bäumen zu suchen. Aha, also doch – im Baum! Ja, hier hätte ein Kollege ihn vor ein oder zwei Tagen gesehen!
Wir suchen und suchen und finden immerhin diese Elefantengruppe - zwar nicht im, aber immerhin unterm Baum 😎 !
10 Minuten später meint Face, dass er maximal noch durch dieses Wasser und bis um diese Kurve herum fahren wird
denn weiter weg kann der Leopard nicht sein!
Wir entdecken dabei einen Waran
und diese wunderschöne Gabelracke, die uns den Gefallen tut, lange Zeit ganz ruhig auf ihrem Ast zu sitzen.
Noch nie konnte ich diesen farbenfrohen Vogel so lange in Ruhe betrachten und fotografieren. Der Nachmittag hat sich für mich schon gelohnt!
Face ist da aber ganz anderer Meinung – er beschließt umzudrehen und noch mal in das Grasgebiet einzufahren. Achnöööö..... Doch doch, und wir sollen bitte mithelfen – gesucht wird nämlich der Kill!! Okay, jetzt, wo wir wissen, um was es geht, schauen wir genauer hin – und schlussendlich bin ich es, die zuerst diese angefressene Red-Lechwe-Antilope entdeckt!!
Wow, ein großes Tier – und das ist auch laut Face der eine Grund, warum der Leopard sie nicht in einen Baum geschleppt hat: sie ist sehr groß und schwer. Und zudem hat der Leopard den Platz vermutlich als sicher genug für seine Beute empfunden.
So, es ist jetzt 16.55 Uhr und wir sind schon ein gutes Stück weiter mit unserer Suche – der Leopard muss nach Aussage von Face in der Nähe sein. Wir Vier sind schon von dem Fund der toten Antilope völlig überwältigt – aber Face hat natürlich mehr im Sinn! Er schaut und denkt, fährt dann langsam aber unbeirrt in eine Richtung los und bittet uns wieder, die Bäume in der Umgebung genau zu beobachten. Offensichtlich hat er den richtigen Riecher, denn zeitgleich fällt uns allen eine kleine Bewegung in diesem Baum auf.
Ehrlich gesagt: ich weiß nicht, ob wir etwas bemerkt hätten, wenn dort ein Tier ruhig gelegen hätte.... Könnt ihr etwas erkennen?
Wir fahren näher heran und da ist er: „unser“ Leopard!
Adrenalin pur! Er ist gerade dabei, sich eine gemütliche Liegeposition zu suchen, und beobachtet uns dann mindestens so genau wie wir ihn!
Nachher können wir anhand der Fotodaten feststellen, dass wir dieses wunderschöne Tier eine halbe Stunde lang in aller Ruhe beobachtet und fotografiert haben und auch einige Detailaufnahmen machen konnten.
Nebenher erklärt uns Face flüsternd viel Interessantes. Es handelt sich bei dem Tier um einen von zwei Brüdern, die Face und die anderen Guides von Sango schon lange beobachten und die von Joel auch Namen bekommen haben: Face und Judge 🙂 . Face kann uns aber nicht sagen, welcher von beiden es ist. Dazu benötigt er eine Detailaufnahme der Schnurrhaare, um sie mit den Fotos in seiner Datenbank vergleichen zu können.
Dazu leiht er sich meine Kamera aus – und hat an ihr genau so viel Freude wie ich!
Nebenher hören wir ein Hippo ganz in der Nähe prusten, schnauben und plätschern (später fahren wir daran vorbei).
Wir lachen erst noch leise und bedauernd das Hippo, denn trotz seiner intensiven Bemühungen gilt unsere ganze Konzentration und Bewunderung nur dem Leoparden. Das Scherzen vergeht uns dann aber schnell, denn Face vermutet einen traurigen Hintergrund: für ihn klingt das so, als ob das Tier sehr krank ist und über kurz oder lang sterben wird. 🙁
Bei dem Leoparden scheint es auf den Fotos ja manchmal so als ob er uns anknurrt oder faucht.
Das täuscht aber!! So unspektakulär das ist – er hechelt nur – und das mehr oder weniger die ganze Zeit über. Wir sind erstaunt, denn erstens ist es nicht heiß, sondern nur angenehm warm und zweitens bewegt er sich ja schon lange nicht mehr. Face klärt uns auch hier auf: er hat so viel gefressen, dass der Mageninhalt auf die Lunge drückt und ihm wenig Platz zum Atmen lässt.....
Was uns an diesem Nachmittag ganz besonders auffällt und unsere Herzen berührt: aus den umfangreichen, intensiven, begeisterten und trotzdem leise vorgebrachten Erklärungen von Face können wir heraushören, über welch immenses Wissen er verfügt, wie viel Bewunderung und auch Respekt er den Tieren hier entgegen bringt, wie er in der Natur, die ihn umgibt, aufgeht - und wie sehr er seine Arbeit liebt!
Nach dieser für uns wunderschönen halben Stunde wird es dem Leoparden aber zu dumm, denn inzwischen ist natürlich auch Joel mit seiner Truppe auf Grund der Funkinformation seines Kollegen hier eingetroffen. "Zu viele glotzende und klickende Touristen", denkt er wohl - und so steht er auf und beginnt den Abstieg von seinem Baum.
Dabei bietet er uns wieder tolle Motive!
Endlich sehen wir ihn in seiner vollen Größe und Schönheit!
Nach einigem Zögern
beschließt er, direkt zwischen unseren beiden Fahrzeugen hindurch, in denen wir wie versteinert sitzen, das Weite zu suchen.
Puhhhh, ich glaube, wir atmen das erstemal seit einer halben Stunde wieder richtig durch!!
Unser Leopard verschwindet zwischen hohem Gras....
im Gegenlicht.....
Unbeschreiblich schön, oder?
Es ist inzwischen 17.30 Uhr und Face fährt mit uns langsam in Richtung Ausgang – wir vermuten, dass er einen schönen Platz für den Sundowner nach diesem denkwürdigen Erlebnis sucht. Wahrscheinlich hat er das auch tatsächlich im Sinn – aber da kommt ihm – und somit auch uns - wieder etwas Interessantes dazwischen.....