binca751'567 Beiträge · seit 201525. Mai 2018 · #81
Lieber Stefan,
nun muss ich mich hier auch nochmal zu Wort melden...
Deine reduzierten Bilder von den Himbas finde ich meeeeegaschön. So rede ich eigentlich nicht, aber wunderschön trifft es einfach nicht 😉 ... Sie sind schöner! Besonders berührt hat mich dein Bild von der alten Dame mit dem Licht von der Seite... 😁
Und euer Erlebnis mit dem Armreif... Dafür fehlen einem die Worte... Ich denke, dass sie mit ihrem Geschenk letztendlich ausgedrückt hat, was sie sagen wollte... Vielleicht bedarf es da auch nicht mehr Worte.
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201325. Mai 2018 · #82
Piscator, Petra & Laura, Bianca,
vielen Dank für eure Kommentare.
Jaa, die alte Himba-Dame ... ich muß zugeben, ich hatte wirklich zunächst große Hemmungen, sie um Erlaubnis für Fotos zu bitten. Letztendlich sind drei Bilder entstanden, von denen dieses hier das mit Abstand ausdruckstärkste geworden ist. Es entstand schon in ihrer Hütte in die sie mich gebeten hatte. Sie wurde nur durch das durch die Tür fallende Licht beleuchtet. Für mich wohl das ausdrucksstärkste und intensivste Portrait, das ich bis jetzt gemacht habe. Der komplette Enstehungsprozeß von der Aufnahme über die Nachbearbeitung bis zum fertigen BIld ist vor allem geprägt von meinem Respekt vor der alten Dame. Umso mehr freut es mich, dass fertige Bild nun doch einige von euch ganz offenbar berührt. Auch die übrigen Schwarzweißbilder entstanden mit ähnlichem Respekt vor den jeweiligen Damen.
Das Armreif-Geschenk empfinden auch wir als eine riesengroße persönliche Geste, die keiner Worte bedarf. Wir haben eine ganze Weile gebraucht, um richtig zu realisieren, was da gerade passiert ist. Es geschah einfach so unerwartet. Der Reif hat einen Ehrenplatz in unserer Afrika-Vitrine. Zu Beginn konnte sich Beate kaum von dem Armreif trennen. Inzwischen trägt sie ihn nur noch zu besonderen Anlässen.
Insgesamt wirkt der Besuch bei den Himbas bei uns bis heute nach. Das Erlebte war so intensiv, dass wir es bis heute noch nicht endgültig verarbeitet haben.
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201325. Mai 2018 · #83
SA, 28.4.2018: Teil 2: Ein entspannter Nachmittag mit Aussicht
Nach dem Besuch bei den Himbas lassen wir es heute Nachmittag geruhsam angehen. So bleibt Zeit für ausgiebige Gespräche mit Marius. Er unterhält sich gerne mit seinen Gästen über „Gott und die Welt“ (im wahrsten Sinne des Wortes). Er betreibt das Camp und die Dioptas-Mine seit 33 Jahren. Für uns wird deutlich, dass er in dieser langen Zeit, in der er auf seinem Berg sitzt und auf die Welt blickt (seine eigenen Worte 😉 ), so seine ganz eigene Sicht auf den Lauf der Welt entwickelt hat. Dabei ist Marius ein grundsympathischer Mensch, mit dem wir uns wunderbar verstehen.
In den letzten Jahren hat es einige kleinere Veränderungen auf Camp Aussicht gegeben. Es gibt inzwischen WLAN, auch die betonierten Gehwegsplatten hat er nachträglich verbreitert. Dies vor allem, um seinerzeit Lottis Vater, der ebenfalls Rollstuhlfahrer ist, bei Besuchen eine bessere Bewegungsfreiheit im Camp zu ermöglichen. Davon profitieren nun auch wir 😎 .
Während Marius sich später um andere Dinge kümmern muß (z.B. unser Abendessen), hält Beate Siesta und ich darf auf eigene Faust die Dioptas-Mine besichtigen. Die Mine betreibt Marius kaum noch. Es lohnt sich nicht mehr so wirklich, und es harte körperliche Arbeit. Er beschäftigt zwar ein paar Arbeiter, die kann er aber unbeaufsichtigt nicht in die Mine lassen, der Schwund ist einfach zu groß … 😗 Als Schmuckstein ist der intensiv grüne Dioptas nicht geeignet, er ist zu weich. So ist das Mineral eher was für Sammler, und Marius verkauft seine Funde daher vorwiegend an Sammler und als Andenken für seine Gäste. Auch wir kaufen ein Stück 🙂 :
Die grünen Dioptas-Kristalle sind nur wenige mm groß:
Ich darf auch in der Mine und im Abraum nach Dioptasen suchen und auch mitnehmen 🙂 .
Zudem gibt es im größten Stollen Fledermäuse, Fotomotive zum Experimentieren in der Dunkelheit:
Zurück im Camp, gibt es großes Krakeele und Trara rund um die Terrasse: Eine Gruppe Rotschnabeltokos Monteiro´s Hornbills (danke Matthias - fotomatte) meldet lautstark seine Ansprüche auf die tägliche Ration Polenta an. Lotti hatte seinerzeit die Vögel mit Polenta gelockt, und jetzt wandert jeden Tag eine gehörige Portion Polenta durch die Mägen der Vögel. Interessanterweise sind es nur diese Rotschnabeltokos Monteiro´s Hornbills, die sich hier auf die Polenta stürzen, die anderen hier vorkommenden Tokoarten verschmähen das Angebot. Heute kommen nur fünf Tokos, manchmal sind es bis zu zwanzig. Dann muß das Geschrei ohrenbetäubend sein 😮 .
Dafür kommen auch Rosenköpfchen und Maskenbülbüls und holen sich ihren Anteil.
Die Eimerdusche ist heute ein großer Spaß auch für mein Loeffelinchen. Mithilfe eines Plastikstuhls von der Terrasse funktioniert das ganze wunderbar. Fotos davon gibt es keine, im Gegenteil, ich ziehe jetzt einfach den Duschvorhang zu …
Nach einem wunderbaren afrikanischen Sonnenuntergang …
... finden wir uns zum Abendessen ein, im Prinzip eine Wiederholung des gestrigen Abends in kleinerem Rahmen, nur mit Marius und uns (und natürlich den Stachelschweinen).
Essen: Spaghetti Bolognese (Rindfleisch), Karottensalat Dazu heute nochmal Appletizer
Fortuna77839 Beiträge · seit 201425. Mai 2018 · #84
loeffel schrieb:Insgesamt wirkt der Besuch bei den Himbas bei uns bis heute nach. Das Erlebte war so intensiv, dass wir es bis heute noch nicht endgültig verarbeitet haben.
Hallo Stefan,
das kann ich mir gut vorstellen... Bei Deiner Schilderung eures Besuches war ich ganz ergriffen - und bin fast ein wenig erleichtert, dass es auch anderen hier so geht... 😊
Die Bilder, vor allem die s/w Fotos der Himbas, sind super klasse!!! Und die tolle Sichtung der (Schlamm-) Wüstenelefanten... 😘 Das tröstet über einiges hinweg, aber der Trubel in der Lodge dort wäre mir wohl auch zuviel, da liest sich euer Abendessen im kleinen Kreis doch ganz anders... 🙂
Ich bin gespannt, wie es bei euch weiterging und hoffe ebenfalls, dass die Agentur sich endlich mal geregt hat. 🤨
freshy3'883 Beiträge · seit 201126. Mai 2018 · #85
Guten Abend Stefan und Beate, es freut mich sehr, dass der Besuch auf Camp Aussicht und die Tour zu den Himbas euch beeindruckt haben. Wir haben den Aufenthalt dort ähnlich empfunden. Marius hat mit Sicherheit Recht, dass die Kultur dieses Volkes über kurz oder lang "verwässert" wird. Ich meine das nicht nur im übertragenen Sinn.
Lotti ist also nicht mehr vor Ort, was mich nicht wundert. Trotzdem finde ich es schade und frage mich, wie lange Marius es allein schafft.
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201326. Mai 2018 · #86
@ Nadja: Hallo, schön, daß du auch dabei bist und vielen Dank fürs Bilderlob. Ich muß gestehen, als wir bei den Himbas waren, haben wir das gar nicht so empfunden. Wahrscheinlich waren wir von den vielen Eindrücken dort so sehr gefordert, daß wir erst im Nachhinein erkannt haben, was für intensive und einmalige Begegnungen wir mit den Himbas hatten.
@ freshy: Ja, Camp Aussicht und die Himbas waren eine einmalige Erfahrung und wir sind so froh, daß wir dieses Abenteuer trotz Rolli gewagt haben. Die "Verwässerung" der Himbakultur ist wohl schon in vollem Gange, so unser Eindruck. Marius hat auch erzählt, daß viele der Männer aus dem Dorf nicht etwa beim Viehhüten sind, sondern in Opuwo herumlungern, ohne Job, ohne Perspektive ... zurück ins Dorf wollen sie aber auch nicht mehr ... 🙁 Das wiederholt sich wie bei Urbevölkerungen in vielen anderen Teilen der Welt ... Indianer, Aborigines ... die Liste ist lang ...
Daß Lotti nicht mehr da ist, haben wir schon beim Treffen in Büsnau letzten Herbst erfahren. Marius hat von sich aus nur wenig davon erzählt (wir haben natürlich auch nicht gefragt, es ist ja hauptsächlich privat). Wir hatten aber den Eindruck, daß es ihn schon sehr getroffen hat. Momentan hat Marius zeitweise Unterstützung von der Frau eines seiner Angestellten. Morgens haben wir sie öfter gesehen und sie hilft wohl beim Frühstück und beim "Zimmerservice".
schöne Bilder habt Ihr mitgebracht, ganz großes Kino, und ich hab´s bestimmt schon mal gesagt oder geschrieben: Ihr seid ein KLASSE TEAM. Einmalig ist das und es ist schön für uns, Euch auf dieser Tour begleiten zu dürfen.
Der Armreif ist bestimmt eines der schönsten und wertvollsten Geschenke, die Ihr jemals bekommen habt. Das freut mich sehr für Euch und so ein Geschenk ist mit Geld nicht aufzuwiegen.
Wenn heute noch ein kleines Kapitelchen kommt, hätten wir nichts dagegen.
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201326. Mai 2018 · #88
Hallo Claus, vielen Dank fürs Bilderlob. Ja, wir sind schon ein gut eingespieltes Team. Anders wäre die Tour für uns wahrscheinlich nicht durchführbar. So aber wissen wir recht genau, was wir gemeinsam auf die Reihe kriegen und was nicht 😎 .
Der Armreif ist ein einmaliges, unbezahlbares Geschenk und mit Sicherheit das wertvollste Mitbringsel unserer bisherigen vier Namibia-Reisen. Er hat einen Ehrenplatz in unserer Afrika-Vitrine.
Das nächste Kapitelchen ist fast fertig und geht in Kürze online 😉 .
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201326. Mai 2018 · #89
SO, 29.4.2018: Aufbruch ins Unbekannte
Heute morgen überrascht uns Marius mit einem Frühstück „mit Aussicht“ 😁 . Er hat für uns auf der Terrasse gedeckt, und wir genießen zu zweit ein letztes Mal die entspannte Atmosphäre mit Blick auf die Berge. Ein "Daumen hoch" für Marius 🙂
Danach packen wir unseren Kram, unterhalten uns noch ein Weilchen mit Marius und einem österreichischen Camperpaar, das gestern Abend noch spontan angekommen ist. Dann schlägt die Stunde des Abschieds, der ist sehr herzlich mit den besten Wünschen auf beiden Seiten 🙂 .
Anschließend schlängeln wir uns wieder die Zufahrt hinunter zur C43, durchqueren ein letztes Mal das Trockenflußbett und biegen dann ab Richtung Opuwo.
Immer wieder gibt es unterwegs noch Auswirkungen des Regens auf die C43 ...
… aber entlang der Straße ist es wunderbar grün,
blühende Landschaften auf dem Weg nach Opuwo:
Opuwo selbst lassen wir aus, wir müssen nicht tanken oder einkaufen, sondern biegen direkt ab nach Osten auf die C41.
Eigentlich wären wir ja jetzt gerne auf dem Weg zur Kunene River Lodge. Aber da diese ja wegen Hochwasser geschlossen ist, mussten wir zu Beginn der Reise umbuchen. Jetzt fragt ihr euch sicherlich: Wohin um alles in der Welt hat es die Loeffels denn nun hin verschlagen ? Die Antwort: Auf die Uukwaluudhi Safari Lodge. Sagt euch nichts ? Uns ehrlich gesagt bis vor kurzem auch nicht. Die Lodge wurde von unserer Reiseagentur schon kurz vor Reiseantritt als „Plan B“ ins Spiel gebracht, ich hatte alternativ noch die Ruacana Eha Lodge angesprochen, aber die war zum fraglichen Zeitpunkt ausgebucht. OK, dann also Uukwaluudhi, auf meine Anfrage bezüglich Barrierefreiheit gibt es laut Aussage der Agentur „ein paar Stufen und ein paar Steine“. Das klingt machbar, wir stimmen zu. Für große Recherche ist sowieso keine Zeit mehr und im Netz über die Lodge auf die Schnelle nicht viel zu finden. Später erfahren wir, daß die Lodge erst 2014 eröffnet wurde, zwischenzeitlich schon wieder geschlossen war und erst vor kurzem wiedereröffnet wurde. Der Name Uukwaluudhi kommt übrigens von einem der Clans/Stämme der Owambo, der hier in der Region ansässig ist. Der König hat seinen Sitz in Tsandi.
Die Lodge liegt an der C41, 16km östlich der Kreuzung C35/C41, ist gut ausgeschildert ...
... und liegt inmitten eines 6000ha großen privaten Wildreservats und hat nur 8 Einheiten. Von der C41 führt eine etwa 10km lange Sandpiste zur Lodge. In der Regenzeit ist sie nur mit 4x4 erreichbar, und auch jetzt ist noch sehr deutlich erkennbar, warum 😮 .
Vom imposanten Haupttor …
… aus führt noch eine etwa 2km lange Piste zum Parkplatz vor dem Hauptgebäude.
Dort trifft uns erst mal der Schlag 😮 😮 :
Diese Treppe ist mit Rolli unüberwindbar, eine alternative Rampe gibt es nicht. Ich melde uns erst mal an, und zwei Mitarbeiter der Lodge helfen uns, mein Loeffelinchen mitsamt Rolli nach unten ins Hauptgebäude zu schaffen. Was für eine Aktion, wir sind alle schweißgebadet. Wer nun glaubt das schlimmste sei überstanden, weit gefehlt.
Das hier ist der Weg zwischen Hauptgebäude und unserem Häuschen, rund 200 Meter gilt es über dieses Terrain zu bewältigen 😮 😮 😮 :
Auch das ist mit Rolli nicht zu schaffen, und wieder brauchen wir Unterstützung von ein bis zwei Lodgeangestellten. Die fünf Stufen in unser Häuschen sind dagegen schon fast Peanuts.
Na das kann ja heiter werden 😠 😠 😠 . Mein Loeffelinchen ist in diesen ersten Momenten mehr als geschockt 🙁 .
Ich unterhalte mich mit dem Manager. Pieter ist ein echt netter Typ, sehr sympathisch. Er ist untröstlich über unsere Situation. Er kommt sich vor wie ein Idiot, dass wir mit Rollstuhl kommen wusste er nicht. Ich beruhige ihn, er kann ja nichts dafür, wir kämpfen ja schon die ganze bisherige Reise über immer wieder mit dem gleichen Problem 😠 . Er verspricht uns, dass er und seine Angestellten alles in ihrer Macht stehende tun werden, um unseren Aufenthalt trotz der widrigen Umstände so angenehm wie möglich zu machen, und das ist dann auch wirklich so 🙂 . Alle sind rührend bemüht, es ist immer mindestens ein Angestellter da, der uns auf den Wegen zwischen unserem Häuschen, Hauptgebäude und Auto behilflich ist. Wir dürfen auch unser Auto in die Nähe unseres Häuschens umparken, damit wird der Weg zum Auto wesentlich kürzer und auch die Monstertreppe entfällt 🙂 .
Abgesehen von diesen ganzen Wegen und Treppen haben wir in der Lodge keine weiteren Probleme, wir kommen sowohl in unserem Häuschen als auch im Hauptgebäude wunderbar zurecht, keinerlei Barrieren für den Rollstuhl. Auch die Lodge selbst gefällt uns sehr gut, Top gepflegt, großzügig, großer Abstand zu den Nachbarhäusern und zum Hauptgebäude (deshalb auch die 200m Weg), eine tolle Terrasse mit einem phantastischen Blick in die Weite. Vor allem Terrasse und Aussicht erinnern uns ein wenig an die Frans Indongo Lodge. Wenn nur die „paar Steine und Treppen“ nicht wären, dann wäre es wirklich eine tolle Unterkunft für uns gewesen, in der man wunderbar „abhängen“ und entspannen kann.
Später kommt Pieter noch mal auf uns zu. Er möchte wissen, wann wir morgen abreisen, wegen der Frühstücksplanung. Wir reisen gar nicht ab, denn wir sind für zwei Nächte hier gebucht, das steht ja auch auf dem Voucher drauf. Pieter ist baff, er hat die Info, dass wir nur eine Nacht bleiben, und einen Voucher hat er auch nicht. Oh Mann, kriegt denn die Agentur in Namibia gar nichts auf die Reihe 😠 😠 😠 ? Zum Glück habe ich ja nach dreimaligem Nachhaken eine Kopie des Vouchers auf meinem Smartphone, und zum Glück ist die Lodge morgen nicht ausgebucht …
Zum Sundowner finden wir uns (mit Unterstützung) auf der Terrasse des Haupthauses ein. Dort unterhalten wir uns mit zwei anderen Gästen. Es sind Deutsche, die zur Zeit in Outapi an einem Abwasserprojekt arbeiten und hier auf der Lodge ihr Wochenende verbringen. Der ältere arbeitet für ein großes deutsches Spezialunternehmen für Abwassertechnik. Der jüngere ist Student aus Darmstadt (der Tonfall kam mir doch gleich vertraut vor 😉 ), und fertigt hier seine Masterarbeit an. Wir verbringen den ganzen Abend bei lebhafter Unterhaltung. Wir erzählen von unserer Tour, die beiden von ihren Erlebnissen in Outapi und mit den Owambos. Das ist für uns besonders interessant, da unsere weitere Tour ja ins Owamboland führt 🙂 . Der jüngere lernt auch ein wenig Oshiwambo und ist total begeistert, dass wir das Kauderwelsch-Buch Oshiwambo dabei haben. Er wusste gar nicht, dass es sowas gibt. Wir leihen es ihm gerne aus, damit er sich einige Sachen abfotografieren kann. Morgen früh bekommen wir es wieder. Das Buch ist übrigens ein Tipp von Bianca 😘 :
Die beiden schwärmen in den höchsten Tönen von Pieters Kochkünsten. In der Tat ist das Abendessen wirklich sehr lecker, wenn es für uns auch nicht ganz die hohen Erwartungen erfüllt, die die beiden in uns geweckt haben. Vermutlich sind ihre Geschmacksnerven vom langen Aufenthalt bei den Owambos und der traditionellen Küche etwas „verpapt“ 😉 .
So verbringen wir einen sehr netten entspannten Abend in angenehmer Gesellschaft, der rasend schnell vergeht, uns mit vielen neuen Informationen für die nächsten Tage versorgt. Für afrikanische Verhältnisse sehr spät kehren wir mit Unterstützung der beiden im Schein unserer Stirnlampen in unser Häuschen zurück.
Essen: Fischsuppe Rind, Huhn, Paprikagemüse, alles vom Holzkohlegrill Kartoffeln, Soße, Creme Fraiche, Raspelkäse Apfelkuchen, Sahne
Moin, nochmals "ein toller Bericht". So etwas bekomme ich leider nicht zusammengeschrieben. Im November werde ich dann auch die Himbas besuchen, wenn alles so klappt, wie geplant. Ich habe jetzt schon einen tollen Einblick bekommen, und freue mich um so mehr darauf. Gruß Hartmut
binca751'567 Beiträge · seit 201526. Mai 2018 · #91
Lieber Stefan,
unglaublich, was ihr da gemeinsam gemeistert habt! 😮
Jetzt finde ich schon Erwähnung in deinem Reisebericht... Das ehrt mich sehr... Nein wirklich, ich freue mich, dass meine "planlos eingestreuten Hinweise" den "Namibia-Profis" von Nutzen sein können. 😘 Das Oshiwambo-Kauderwelsch ist aber wirklich spannend und nett zu lesen, finde ich. Nur wird es uns in diesem Jahr wohl nichts nützen, da wir zu weit im Süden unterwegs sind.
Ich bin gespannt, wie`s bei euch weitergeht (und was ihr mit eurer Reiseagentur gemacht habt... 😉 )…
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201327. Mai 2018 · #92
@ Hartmut: Moin zurück 😉 Danke fürs Lob. Die Vorfreude auf die Himbas ist berechtigt und der Besuch wird sicher ein Höhepunkt deiner Reise werden.
@Bianca:
binca75 schrieb: Jetzt finde ich schon Erwähnung in deinem Reisebericht... Das ehrt mich sehr... :
Ehre wem Ehre gebührt 😘 Zugegeben, wirklich viel zum Lesen in dem Buch bin ich nicht gekommen, und noch weniger ist hängengeblieben. Aber die Umschlagseiten mit ein paar wichtigen Wörtern und Redewendungen sind sehr hilfreich. Und meist reicht ein "Guten Morgen" oder "Danke" in Oshiwambo schon, und das Eis ist gebrochen.
binca75 schrieb: ... den "Namibia-Profis" ...
🤩 🤩 🤩 Der war gut 🤩 🤩 🤩
binca75 schrieb: (und was ihr mit eurer Reiseagentur gemacht habt... 😉 )…
Dazu werde ich am Ende des Berichts noch was schreiben 🙂 .
binca75 schrieb: (und was ihr mit eurer Reiseagentur gemacht habt... 😉 )…
Dazu werde ich am Ende des Berichts noch was schreiben 🙂 .
Also, darauf bin ich auch gespannt. 😮 🙄
Lieber Stefan, mir fehlen die Worte und ich ziehe sämtliche Hüte, dass ihr euch davon die Stimmung nicht habt verderben lassen. Obwohl ihr sicherlich manchmal eine dicke Faust in der Tasche hattet, oder?
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201327. Mai 2018 · #94
Netti59 schrieb: Also, darauf bin ich auch gespannt. 😮 🙄
Lieber Stefan, mir fehlen die Worte und ich ziehe sämtliche Hüte, dass ihr euch davon die Stimmung nicht habt verderben lassen. Obwohl ihr sicherlich manchmal eine dicke Faust in der Tasche hattet, oder?
Schönen Sonntag und liebe Grüße von der Netti
Sagen wir mal so: Die Flüche und Verwünschungen in Richtung derer, die das verbockt haben, sind nicht forentauglich ... 🤪 😗 😉
Klar hat uns das schon zeitweise die Laune verdorben, als wir bei jeder zweiten Unterkunft immer wieder vor den gleichen Problemen standen. Aber die Hilfsbereitschaft der Leute vor Ort war schon immer sehr groß (Ausnahme: Twyfelfontein), und für die ist da ja auch total doof, wenn wir mit Rolli aufschlagen und sie wissen nichts davon oder die Lodge ist darauf gar nicht ausgelegt ... 😮 Für länger anhaltende miese Stimmung war die Reise aber insgesamt viel zu toll 😁 😁 😁 .
jetzt habe ich deinen Bericht auf einen Rutsch durchgelesen (was musst Du auch anfangen wenn ich unterwegs bin 😗 ) und ich kann nur sagen. TAB. Das einzig schlimme ist, es ist überall so. Man sagt was, und es wird was anderes gemacht. Aber wie ich sehe, seit ihr zwei Unverwüstlich und das ist das Schöne daran. Deine Fotos sind mal wieder spitze. Freu mich auf mehr. LG Andreas
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201327. Mai 2018 · #96
Hallo Andreas,
willkommen zurück, schön, daß du auch mit dabei bist und vielen Dank fürs Bilderlob. Aber das hier:
AndreasG2523 schrieb: ... was musst Du auch anfangen wenn ich unterwegs bin 😗 ...
müsste wohl eher heißen: Was musst du auch unterwegs sein, wenn ich einen RB schreibe 😛 😉 😗
Ja, du hast recht, thiiis is Africaaa! habe wir auch öfter gedacht. Aber letztendlich hat ja, auch dank der Unterstützung der Lodges, letztendlich alles geklappt. Und wie heißt es so schön: Was uns nicht umbringt, macht uns härter ... 😉
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201327. Mai 2018 · #97
MO, 30.4.2018: Ein Tagesausflug
Nach einem leckeren Frühstück in Gesellschaft der beiden Deutschen von gestern Abend nun die Frage: Was machen wir heute ?
Die Möglichkeiten der Lodge sind eher bescheiden. Auf geführte Gamedrives des Game Reserves haben wir ehrlich gesagt keine Lust. Aber nach Ruacana sind es nur rund 130km beste Asphaltstraße. Das wäre doch DIE Gelegenheit, mal einen Blick auf die Ruacana Falls zu werfen, wenn wir schon nicht am Fluß wohnen können … 😎 Also ist klar: Wir machen heute einen Tagesausflug zu den Ruacana Falls und kommen damit doch noch bis zum Kunene 😁 .
An der Kreuzung C41/C35 ist eine Polizeikontrolle. Drivers licence please. Also nationalen und internationalen Führerschein rausgefummelt, vorgezeigt, wieder weggefummelt 🤪 . Dummerweise ist die Einmündung der C41 in Richtung Opuwo so etwa 500 Meter versetzt, und genau da ist gleich nochmal eine Kontrolle. Once again ? Yes, drivers licence please. Also nochmal nationalen und internationalen Führerschein rausgefummelt, vorgezeigt, wieder weggefummelt 🤪 . Yaaaa, thiiis is Africaaa! 🤪 🤪
Ansonsten gibt es über die Fahrt nicht viel zu erzählen. Es ist alles asphaltiert, die Landschaft ist flach und eintönig. Verhältnismäßig wenig Vieh und Leute unterwegs, wir kommen gut voran. Auch die D3700 ist zwischen Ruacana und dem Kraftwerk noch asphaltiert, schlängelt sich aber schon in die Berge, ein wunderbar grünes Panorama. Um zum Viewpoint zu gelangen, passiert man die namibische Seite der Ruacana Border Control. Einfach kurz halten und sagen, man möchte zu den Fällen, dann wird man einfach durchgewunken. Aber blos nicht Richtung Angola abbiegen ... 😉
Die Fälle selbst sind immer noch beeindruckend:
Man kann direkt am Grenzzaun zu Angola entlanglaufen:
Und auch noch einen Grenzstein bewundern:
Wenn ich früher gewußt hätte, wie leicht der Wasserstand des Kunene zu kontrollieren ist 😄 😗 :
Die Picknickplätze sind aber ausnahmslos wenig einladend:
Später fahren wir noch ein Stück die D3700 entlang Richtung Epupa, drehen aber schon nach wenigen km wieder um.
Anschließend tanken wir noch in Ruacana und fahren dann wieder zur Lodge zurück, verlümmeln den Rest des Tages, genießen heute als einzige Gäste unseren Sundowner auf der schönen Terrasse der Lodge und lassen den Abend gemütlich ausklingen.
Essen: Salatteller Paniertes Schnitzel, Blumenkohl, Knoblauchsoße, Kürbispaste Schokocrepes, Sahne
Strelitzie2'845 Beiträge · seit 201127. Mai 2018 · #98
Hallo Beate und Stefan,
jetzt sitze ich zwar noch virtuell in Camp Aussicht, wohin ich Euch in einem Rutsch nachgereist bin. Aber ich muss Euch meine Bewunderung ausdrücken – was für eine Energie, die ihr ausstrahlt! Bei den Unterkünften, bzw. der Schlampigkeit der Agentur, die rolligerechten Unterkünfte nicht anzufordern, wäre ich wohl zum HB–Frauchen geworden.... 😈 Ich freue mich jedenfalls auf die Weiterfahrt und weitere so tolle Fotos.
Jetzt muss ich als zu spät dazugekommener aber doch noch zwei Fragen loswerden. Abu Huab ist ein Trockenfluß? - Hmm, warum habe ich dann in den Fluten dieses Baches ein Nummernschild verloren? Und wo in Sesfountain ist den diese moderne Tankstelle? Doch nicht etwa auf der Zufahrt zum Fort? Die alte hat mir besser gefallen 😣 LG Andreas
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201327. Mai 2018 · #100
@ Christina schön, daß du auch dabei bist. Wir schauen immer, daß wir das Maximum aus unseren Möglichkeiten herausholen 🙂 . Zuegegeben, manchmal ist das schon anstrengend und kostet viel Kraft, aber unsere Erlebnisse entschädigen uns dafür. Zudem wissen wir auch nicht, wie lange wir noch in dieser Form unterwegs sein können ...
Tja, tatsächlich waren wir ein paar Mal kurz vorm Platzen, konnten uns aber noch rechtzeitig bremsen. Es hätte nämlich immer den/die falsche getroffen, die ja auch nichts dafür kann und genau wie wir schauen muß, wie man aus der Situation jetzt das beste macht ...
@ Andreas: Der Aba Huab ist tatsächlich ein Trockenfluß, wo bist du denn da herumgefahren 😉 🤪 ? Und die Tankstelle ist tatsächlich die an der Zufahrt vom Fort, war nigelnagelneu, roch fast noch nach frischer Farbe ... Mal schauen, wann auch die alte Tanke bei Twyfelfontein dran glauben muß ...