Champagner8'672 Beiträge · seit 201012. Dez. 2016 · #161
Birgit und Werner schrieb: Diese hier hattet ihr als junge Southern White Crown Shrikes identifiziert (Rätselvogel 3)... ...allerdings turnte der Babbler direkt in ihrer Nähe herum, so dass Werner überzeugt war, dies wären auch seine Jungen. Seine Erinnerung sagt auch, dass eine Fütterung stattgefunden hat - aber ein Belegbild davon hat er nicht... Mich ereilt jetzt gerade eine große Verwirrung... 🙄 Der Sasol schreibt zum Southern White Crowned Shrike: "Juv. is paler, with crown mottled brown, smaller dark face patch and yellow bill..." Nee, sorry, dann bleibe ich beim Standpunkt von Werner. 😛
Guten Morgen Birgit,
schnell bevor es unter die Dusche geht: Claudia und ich hatten nicht von jungen Southern White-crowned Skrikes geschrieben - die sehen tatsächlich ein bissle anders aus (mit braun oben usw.... aus Zeitgründen momentan kein Foto....).
Trotzdem: ich bin weiter der Meinung, dass es sich um SWCS's handelt - die sitzen auch gerne so in Grüppchen zusammen (warum die jetzt etwas jämmerlich/hungrig wirken kann ich auch nicht sagen 😕 - ich hab keine Ahnung, wie lange die gefüttert werden.... )
Die kleinen Nacktohrdrosseln sehen übrigens ziemlich ähnlich aus wie die alten, nur farblich nicht ganz so ausgeprägt.
Sollten diese drei da oben also von einer Nacktohrdrossel gefüttert worden sein, dann tippe ich auf Adoption 😎 😄
Ich lasse mich aber gerne belehren - also Matte und Co. bitte an die Front!!
fotomatte2'512 Beiträge · seit 200912. Dez. 2016 · #162
Hallo,
die Rätselvögel sind, wenn man dazu auf den Vogel mit geschlossener Nickhaut schaut, alleine schon am Schnabel als "Shrike"- und damit eindeutig nicht als Babbler- zu identifizieren.
@Birgit: Nimm nochmals deinen Sasol raus, und lies den Passus direkt vor dem Hinweis zu den Jungvögeln. 😉 🙂 Und wenn die drei Shrikes vom Babbler gefüttert wurden, hat der Babbler ein Problem: Schizophrenie. 🤢 Jemand müsste ihm verklickern, daß er kein Kuckuck ist. 😊
Wie du selbst geschrieben hast, war es sehr heiss in Halali. Da ist es durchaus üblich bei Vögels, daß sie im Schatten parken und sich möglichst nicht bewegen. Ausser hecheln vielleicht, siehe Nonnenlerche. Deshalb aber auf "Nicht- flügge Junge" zu tippen, ist sicher nicht richtig. Ich halte die drei für absolut flugtauglich. 😄
Zum Gecko: ist das Bild geblitzt? Mir fällt da nur Turner´s Tubercled Gecko ein. Der ist aber nachtaktiv.
heute ganz auf die Schnelle: ja, ok, wir sind jetzt überzeugt... Ihr habt ja recht... mit den Southern White-crowned Skrikes. 😊
Lustig ist, dass tatsächlich im großen Archiv das Bild davor und das Bild danach den Nacktohrdrossling zeigt. Und ich habe die Szene eh nicht beobachtet, weil ich im Auto ein Nickerchen gehalten habe...
Danke für Eure Mühe! Meine Editierung erfolgt asap 😉 ... (as soon as possible - Managersprech)
Und @Fotomatte: der Gecko ist tatsächlich geblitzt und war nachtaktiv. Danke auch für diese Bestimmung.
Bis bald... (ohne konkrete Festlegung, Bele! 😛 ) Birgit
Ok, Okaukuejo ist ein staatliches NWR-Camp. Da muss man seine Ansprüche nicht ganz so hoch ansetzen. Außerdem hat es - zentral im Etosha gelegen, eine Art "Monopolstellung" und wird von allen Standard-Gruppentouren angefahren. Außerdem sind noch Ferien im gesamten Südafrika und da ist es hier einfach besonders voll.
Aaaaaber: Das der (vorgebuchte) Campingplatz mehr oder weniger eine Baustelle ist, hässlich, ohne jegliches Ambiente, ist schon mal der erste Minuspunkt:
(die benachbarte Baustelle ist auf dem Bild gnädig ausgeblendet)
Wir müssen uns in einen Zeitplan für das Dinner reservieren. Klar, bei der Menge Mensch muss das ja gut organisiert werden... Erstmal freuen wir uns auf die kalte Dusche (Sanitärräume sind halbwegs ok, versprühen aber eine Art DDR-Charme).
Am Himmel zieht ein Gewitter auf...
Wir erscheinen pünktlich zum Dinner, warten zunächst geduldig, bis einer der viel beschäftigten Kellner uns die Tischnummer nennen kann, um dann festzustellen, dass an dem zugewiesenen Tisch die Stühle fehlen. 😐 Die organisieren wir uns dann vom unabgeräumten Nachbartisch. 😗 Ein Kellner für die Getränkebestellung lässt sich nicht blicken. Also zum Buffet... Suppe gibt es, aber keine Suppenteller. 🤨 Ich nehme dann halt eine Kaffeetasse und kann noch mühsam zwei Salatteller organisieren. Werners Fleisch ist eine ungenießbare Schuhsohle. 🤢 Als ich zum Hauptgang schreiten will, muss ich wiederum eine viertel Stunde auf einen flachen Teller warten. 😠 Fleisch ist jetzt inzwischen alle, ich weiche auf irgendetwas Vegetarisches aus. 😣 Nun gut, jetzt haben wir also etwas gegen den Hunger ergattert, ich glaube sogar, dass inzwischen ein Bier eingetroffen ist. 😏
Unsere Laune ist mittlerweile von genervt auf situationskomisch umgeschwenkt 😄 , erst recht als wir beobachten, wie ein vorwitziger Schakal, der durch eines der zahlreichen Löcher im Zaun leicht ein und ausgehen kann, frech auf den (immer noch unabgeräumten) Nachbartisch springt, um sich an den Essensresten zu bedienen. 🤪 Ein Wachmann stößt ein wenig überzeugendes "Ksch, Ksch" aus. Der Schakal lacht wahrscheinlich genauso wie wir... 😛
Der Kollege auf der Baustelle am nächsten Morgen:
Nun, es ist mittlerweile natürlich stockdunkel, der Donner grollt, und wir wollen doch noch unbedingt das berühmte beleuchtete Wasserloch von Okaukuejo genießen. Dort zeigt sich - immerhin - ein ziemlich müder Löwe. Nach 10 Minuten setzt der Regen ein... 😣
Fazit: wir werden sicherlich bei zukünftigen Touren auf einen erneuten Besuch von Okaukuejo verzichten. Südlich des Anderson-Gate gibt es ziemlich viele private Gästefarmen...
Old Women1'543 Beiträge · seit 201318. Dez. 2016 · #166
Hallo Birgit und Werner, du meine Güte, so spät ist es schon. Woran mag das wohl liegen? Habe euren Reisebericht gerade in einem Rutsch durchgelesen, und mir fällt nur ein Wort dazu ein: " wunderbar". Vielen Dank dafür. Herzliche Grüße Beate
Da ich sicher nicht mehr vor Weihnachten dazu kommen werde, einen weiteren Bericht einzustellen, schicken wir euch jetzt einfach unser "Weihnachtsschwein"...
Fröhliche Weihnachten! 😘 Birgit
P.S.: Huch! Das Schwein ist ja ganz schön riesig geworden hier im Editor... 😄
KarstenB2'396 Beiträge · seit 201123. Dez. 2016 · #169
Hallo Birgit,
"Da ich sicher nicht mehr vor Weihnachten dazu kommen werde, einen weiteren Bericht einzustellen" Das kannst Du doch nicht machen - es ist doch Weihnachten! Und ich habe mir doch ganz doll ein neues Kapitelchen gewünscht! Sooo gemein! Kreisch, heul und fußaufstampf! (Jetzt weiß ich wieder, warum ich mit Weihnachten nichts anfangen kann! 😎 )
LG aus dem regnerischen (dies Jahr ist hier der Wurm drin!) Puerto de la Cruz,
19. Tag: Von Okaikuejo durch den Westteil Etoshas bis nach Oppi-Koppi
Nach einer unruhigen Nacht brechen wir mit einer halben Portion Müsli im Magen auf. Eine lange Strecke durch den Westteil Etoshas liegt vor uns:
Kurz hinter dem Camp gibt im Morgenlicht mal wieder ein entspanntes Nashorn ein Stelldichein zum Fotoshooting:
Das Licht morgens ist nach dem Regen, mit der Sonne im Rücken und den Gewitterwolken vor uns grandios und wir genießen die immer karger werdende Landschaft:
Ein erster Anlaufpunkt ist der sogenannte "Märchenwald (Sproukieswoud)" mit seinen bizarren Alt- und Tothölzern: "Dieser einmalige Wald befindet sich 32km westlich von Okaukuejo und bedeckt ein Areal von etwa 1km². Der Moringabaum kommt nur in Namibia vor, und zwar von der Naukluft im Süden und dem Kaokoveld im Norden. Was diesen Märchenwald einmalg macht, ist, dass die Stämme dieser Bäume hier ausserordentlich knorrig sind. Dies ist auch die einzige stelle, wo Moringabäume in solcher Zahl auf eine Ebene wachsen. Die San beschreiben sie als auf dem Kopf stehende Bäume." (http://www.etosha-namibia.com/etosha_waterholes_sights_d.html)
Allerdings werden wir von unserer Suche nach dem bizarrsten Geisterbaum abgelenkt durch eine super Flughuhn-Fotosession:
Nama-Flughuhn (Namaqua Sandgrouse)
Und außerdem erwischen wir den ersehnten Pygmy-Falken 🤩
Halsband-Zwergfalke (Pygmy Falcon)
...und seinen größeren Bruder:
Steppenfalke (Greater Kestrel)
Kurze Zeit später erlaubt uns eine Pinkelpause die Dokumentation der Siedelweber rund um ihre Nester, die als riesige hängende Heuhaufen die Traglast der Bäume ausloten:
Siedelweber (Sociable Weaver)
Beim Charl-Marais-Damm wollen durstige Gnus und Oryx-Antilopen zur Tränke, wir - auf dem Damm parkend - stören sie wohl leider, sie zögern lange, an uns vorbeizuziehen. Aber der Durst treibt sie dann doch...
Danach kommen wir gut voran, weil einige Wasserlöcher ausgetrocknet sind.
Beim neuen Olifantrus-Campingplatz (etwa 130 km von Okaukuejo) machen wir Mittagspause:
Auf diesem Bild sieht man ein Gerüst, das Teil der etwas makabren Geschichte des Camps ist: hier wurden seinerzeit Elefanten geschlachtet. Wenn ich es richtig verstanden habe, wurden in Etosha seinerzeit besonders die alten Leitkühe geschlachtet, um den Wandertrieb der Herden über die Parkgrenzen hinaus zu unterbinden. Ob das genau hier geschah, kann ich nicht genau sagen. Aber auf uns hat Olifantrus mit seinem doppelstöckigen Beobachtungsturm am Wasserloch einen vielversprechenden Eindruck gemacht, auch wenn jetzt in der Mittagszeit hier nichts los war. Da das Camp sehr neu ist, wirkt alles noch ein wenig steril. Aber das wird schon...
Weiter geht es durch die weite Ebene und wir entscheiden uns für die große Schleife entlang des Dolomite-Camps. Die Landschaft und die Vegetation wird jetzt abwechslungsreicher und zunehmend hügelig.
Die (für uns zu exklusive) Dolomite-Lodge, mit fantastischem Panoramablick auf die Ebene:
Hier in der Nähe der Dolomite-Lodge treffen wir erstmals auf die Hartmann-Bergzebras, die offensichtlich keine Berührungsängste mit den normalen Steppenzebras haben (tatsächlich sind sie wohl sogar die dominantere Art). Man kann das Bergzebra an seiner breit gestreiften Strumpfhose an den Hinterbeinen und an dem typischen "Adamsapfel" an der Kehle vom Steppenzebra unterscheiden.
Die "normalen" Steppenzebras in unmittelbarer Nähe - zum Vergleich:
Leider nimmt die Bewölkung jetzt zu und es regnet leicht, so dass das grandiose Felspanorama kurz vor dem Galton-Gate nicht im besten Licht erscheint. Aber die Landschaft hier in der Gegen lädt ein für einen zweiten Besuch - abseits der großen Touristenströme (wir haben heute kaum ein anderes Fahrzeug gesehen, zur Südafrika-Hauptsaison!).
Ganz zum Schluss können wir sogar noch einen Blick auf eine Rappenantilope (oder zumindest ihren Hintern) erhaschen! 🤩. Es ist davon auszugehen, dass die Rappenantilopen nun auch in Etosha ausgewildert werden. Oder vielleicht auch aus eine Jagdfarm ausgebüxt? Ich habe beim googeln entdeckt, dass es schon andere Sichtungen in Etosha und in der Nähe des Galton Gates gab: http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=1502042, #6, #10;
Ein letzter Blick zurück auf den Etosha-Nationalpark
Das Galton-Gate:
Nun sind es noch 60 km auf Teerstraße bis nach Kamanjab, wo wir sehr erschöpft um 18:30 Uhr ankommen - im sympathischen Oppi-Koppi-Camp: http://www.oppi-koppi-kamanjab.com/
Ab unter die Dusche!
Aber diese Namibische Felsenagame (Agama planiceps), die am Campground posiert und am Duschhäuschen wie fürs Bestimmungsbuch an der Wand hängt, will auch noch aufgenommen werden...
...und auch unsere 301. Vogelart gemäß Reisezählung (nach heutigem Stand sind es wohl 2-3 Arten weniger, dank eurer Bemühungen 😗 )
Rußnektarvogel (Dusky Sunbird)
Unser Dinner besteht aus einer Selektion von Giraffe, Zebra, Kudu und Oryx und wir schaffen tatsächlich beide unsere reichliche Portion. Was wir nicht mehr schaffen ist, auf die hier regelmäßig am Restaurant eintrudelnden Stachelschweine und die Ginsterkatze zu warten. Unsere Zeit ist schlichtweg für heute um, nachtaktive Genossen hin- oder her!
Seit langem sind wir heute mal ohne Wecker aufgewacht. Die gestrigen knapp 300 km waren eindeutig grenzwertig... Heute können wir es etwas ruhiger angehen lassen. Erstmal gibt es ein gemütliches Frühstück im Restaurant und ein halbwegs ausgiebiges Morgenbirding auf dem schönen Oppi-Koppi-Gelände.
Maskenweber (Southern Masked Weaver) beim Kunstflechten
Mohrenmeise (Southern Black Tit)
Brustbandprinie (Black-Chested Prinia)
Rostsperling (Great Sparrow)
Mehlschwalben (Common House Martin)
Steinschwalbe (Rock Martin) - wieder EDIT 😊, fotomatte hat ganz richtig bemerkt, dass man einen Segler nicht frei sitzend finden würde...
Skink - wenn jemand eine genauere Bestimmung vornehmen kann: bitte gern!
Um 10:00 Uhr brechen wir auf Richtung Palmwag...
Wir freuen uns schon riesig darauf, ab jetzt in grandiosen Landschaften zu schwelgen. Der erste Teil unserer Reise hat uns nun schon so viele exzellente Tierbeobachtungen beschert, die Marke von 300 Vogelarten ist geknackt - und so können wir uns jetzt gern auf einen anderen Schwerpunkt einlassen. Ab in die Berge! Ab über den Grootberg-Pass!
Auf der C40 kurz hinter Kamanjab...
Berge in Sicht!
"Wollsackverwitterung"
Faszinierende Formationen
Hier bin ich jetzt echt unsicher... Rätselvogel 5 😈 Auflösung: Großer Singhabicht (Pale Chanting Goshhawk) - Jungvogel
Der Grootberg-Pass hat uns schon in der Reisevorbereitung, die wir gern auch mit denn Satellitenaufnahmen von Google Earth vorgenommen haben, total fasziniert...
Eigentlich hatten wir auch die Grootberg-Lodge (www.http://grootberg.com/de/grootberg-overview/) als Unterkunft in Erwägung gezogen, uns aber aus reiseplanerischen Gründen doch für die Palmwag-Lodge entschieden. Auch die etwas vor dem Pass liegende Hoada Campsitehttp://grootberg.com/de/hoada-campsite/ macht einen guten Eindruck...
Die Passhöhe des Grootberg-Passes:
An einem kleinen Stand im knochentrockenen Middle of Nowhere kaufen wir für unsere mineralienbegeisterte Tochter ein paar Steine und einen Becher aus Stachelschweinborsten. Die 5 anwesenden Kinder und ihre Mama bekommen noch einen Lolli als Zugabe.
Nach erledigtem Zeltaufbau genießen wir unser erstes Pool-Bad des bisherigen Urlaubs und nehmen uns ein bisschen Zeit zum Lesen und Faulenzen. Ein Abendspaziergang rund um die Anlage bringt ein paar weitere Vogelarten:
Vor eigenmächtigen Spaziergängen in die einladende Umgebung wird gewarnt 🤨 :
Zum Zeitpunkt unserer Reservierung konnten wir uns nicht für den eigentlich gewünschten "Guided Walk" anmelden, weil es gerade "ein Problem" mit einem Rudel Junglöwen in der Gegend gab. Diese wurden von der AfriCat Foundation (http://www.africat.org/), deren Volunteers auch in Palmwag untergebracht waren, inzwischen erfolgreich vergrämt. Nach unserem Dinner können wir uns ein wenig mit ihnen über ihre Arbeit unterhalten.
Birgit und Werner schrieb: Hier bin ich jetzt echt unsicher... Rätselvogel 5 😈
Fotomatte und Bele sind inzwischen bei einem jungen Singhabicht angekommen. Das war auch unsere Vermutung, aber irgendwie fehlt doch die Bänderung am Rumpf?
Der Altvogel war auch noch ganz in der Nähe... hier kommt er:
Ich werde mich jetzt mit der Bestimmung der Art nicht aus dem Fenster lehnen: ich finde die Singhabichte wirklich sehr schwierig! 😵 EDIT: Wir haben uns jetzt auf einen Großen Singhabicht (Pale Chanting Goshawk) geeinigt 😎
Viele Grüße - und ganz lieben Dank an meine versierten, eifrigen Lektoren - diesmal - wie schon oft - Bele und Fotomatte! Ihr helft mir wirklich sehr! 😘
Und da Fotomatte jetzt in der Gegend ist, mach ich auch schnell weiter... 🙂
Für unseren heutigen ganztägigen Gamedrive durch die weitere Umgebung von Palmwag haben wir wieder das Glück, die einzigen Mitfahrer zu sein. Unser Guide lässt sich freundlich auf unsere Birding-Bedürfnisse ein. Die wilden Pisten, die der Jeep teils im Schritttempo zu meistern hat, hätten wir allein wohl nicht bewältigt.
An der Landschaft können wir uns nicht sattsehen! Und die Tierwelt macht sich besonders gut zwischen den roten Steinen... Aber seht selbst!
Morgenstimmung
Auf der C43 ein Stück nach Norden in Richtung Kaokoveld
Und dann auf schmalen Pfaden in die rote Pampa
Weiß diese Giraffe, wie einmalig sie in dieser Kulisse wirkt?
Etwas für die Botaniker:
Bottle Tree (Pachypodium lealii) - danke, @Champagner
Shepherd's tree (Boscia albitrunca) - danke, @Lillitrotter
Langschnabellerche (Long Billed Lark) Vom Verbreitungsgebiet her müsste es die "Benguela Long-billed Lark" sein, die die Karoo LBL im Norden ersetzt, aber ich lese "Identification criteria require clarification". Was sagt der LBJs dazu, Bele?
Nilgänse (Egyptian Goose)
Was die Nilgänse hier machen? Tja: es gibt ein Schlucht hier, mit einem kleinen Tümpel... da können die Nilgänse natürlich nicht fehlen 😄
Zurück zu den Säugetieren:
Bergzebras
Kudus
...und ihre sterblichen Überreste
Springböcke in der Mittagshitze
Zeit fürs Lunch:
Noch'n Oryx
...und ein paar Porträts:
Diese Himba-Girls verdienen sich unsere letzten Geldreserven...
Nach 8 Stunden Rock'n Roll: Feierabend!
Den Restnachmittag verbringen wir "chillend", morgen steht eine lange Etappe bis nach Uis an...
Champagner8'672 Beiträge · seit 201030. Dez. 2016 · #175
Birgit und Werner schrieb: Etwas für die Botaniker:
Wie viele Zufälle gibt es heute eigentlich noch? Vor ein paar Stunden hab ich eine Whatsapp-Nachricht von meiner Rennade aus der Wilhelma bekommen - ein Foto mit der Frage: "Was ist das? Da steht Namibia dran, also musst du das wissen 😛 " Also fing ich an zu recherchieren und bin auch über eure Pflanze da oben gestolpert - das müsste eine Pachypodium lealii sein.
Die von Rennade gezeigte Pflanze war aber eine andere - sie sah ein bisschen aus wie die beiden strabeligen Dinger drei Fotos weiter unten - aber es fehlten die dünnen Ästchen, sonst würde sie Cyphostemma juttae heißen 😁 . Vielleicht fühlt sich ja jetzt jemand herausgefordert, die richtige Bezeichnung zu finden oder noch besser: zu wissen und zu posten.....
Champagner8'672 Beiträge · seit 201030. Dez. 2016 · #176
Und nochmal zu eurem Habicht - er lässt mir keine Ruhe 😊 ! An alle Profis: was würde eigentlich gegen einen Rufous juvenilen Ovambo-Sparrow-Hawk sprechen???
LG Bele
Edit: Hmmm, die Augen stimmen nicht wirklich - und die Ständer sind auch viel kürzer, richtig? Ich geh jetzt ins Bett - das stresst mich 🤪
Daxiang5'049 Beiträge · seit 201431. Dez. 2016 · #177
@ Bele
Und nochmal zu eurem Habicht - er lässt mir keine Ruhe 😊 ! An alle Profis: was würde eigentlich gegen einen Rufous juvenilen Ovambo-Sparrow-Hawk sprechen??? Hmmm, die Augen stimmen nicht wirklich - und die Ständer sind auch viel kürzer, richtig?
Auch wenn ich kein Profi bin, würde ich zu deiner ersten Wahl, dem juvenilen Singhabicht tendieren. Ich habe Silke das Bild gezeigt und die hat auch spontan junger Singhabicht gesagt.
Tinochika1'651 Beiträge · seit 201431. Dez. 2016 · #178
Hallo Birgit und Werner,
ich bin jetzt auch dazu gekommen Euren Reisebericht einmal richtig zu lesen. Eure Fotos sind wunderschön und es macht Spaß Eurer Reise zu folgen. Auf der Kalizo Lodge waren wir auch. Schade, aber wir hatten keine Zeit mehr eine Bootsfahrt zu unternehmen und wenn ich Eure Fotos darüber sehe, bedaure ich es umso mehr.
LG Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG
Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
fotomatte2'512 Beiträge · seit 200931. Dez. 2016 · #179
@ Bele: Alleine die Anwesenheit des Altvogels in unmittelbarer Nähe spricht gegen eine andere Art, die Accipiter- artigen sind nicht gerade freundlich untereinander 😠
wir verfolgen euren Reisebericht mit großem Interesse. Für "Erstreisende" habt ihr enorm viel von Namibia „in euch aufgenommen": Richtig schön euch zu folgen.
zu den Pflanzen, ein Versuch (hab miene Bestimmungsbücher leider nicht hier): a. der busch (das Bild vor den Hartebeasts) – ist mögl. ein Sesamothamnus guerichii b. gelbe Blüten, mögl. Stort-thorn pomegranate (Rhigozum brevispinosum) c. weiße Blüte (war es eine Trompete?) - sieht mit den weiß behaarten Bättern aus, wie ein Trumpet-thorn (Catophractes alexandri) d. Dickfuß, mit den kleinen Blättchen – mögl. Rock Corkwood, Commiphora saxicola e. Strauch mit kleinen Früchten – mögl. Boscia albitrunca (evtl. foetida, - man sieht den Stamm nicht...) f. Sukkulente – Kandelaber-Euphorbie (Euphorbia virosa)
Ein frohes neues Jahr Gruß Lilytrotter
und noch etwas Info zu den Himbagirlies (- nicht dass du es als persönliche Kritik empfindest! Du kannst es als Neuling nicht wissen): Die sind der Fake schlechthin. - Es sind halt Mädchen mit den „Perücken“ von verheirateten Frauen. Sie sitzen sogar schief... 😣
...So sahen wir es zuerst. Nach erneuter genauerer Betrachtung, erscheint uns nur die „Kürzere“ der Fake und sich einer „Perücke“ zu bedienen. Die Größere scheint tatsächlich „eigene“ traditionelle Haartracht zu tragen. Beide haben sehr wenig Kosmetik, die mit der schiefen Perücke hat keinerlei Kosmetik im Gesicht, was eigentlich bei jungen Frauen, die traditionell Zöpfe tragen, nicht vorkommt. Das rechte Mädchen trägt ein extrem ungepflegtes „Haarteil“ (z.T. kaputt, ganze „Zöpfe“ fehlen, die Quasten sind extrem verfilzt (allerdings sind bei der größeren die Quasten auch ungewöhnlich ungepflegt) Die Leder-„Krönchen“ tragen ausschließlich verheiratete Frauen.
Ein sehr beeindruckendes Dokument des Niedergangs des alten Tradition (wobei ich betonen möchte, dass ich es nicht unverständlich finde, dass diese Tradition nicht mehr von jedem Himba als Alltag gelebt werden will und ich gut verstehen kann, wenn sich die Mädels mit ihrer Verkleidung schlichtweg Geld verdienen. Aber sie könnten sich schon ein bisschen weniger schlampig darstellen, als mit so einem verfilzten Mop der Großmutter auf dem Kopf... 😊
Nachtrag: Also, wir haben uns die Himbabilder noch mal genau angesehen und ich hab den obigen Text noch mal verbessert, - so ganz konnte man das „erstgeschriebene“ nämlich nicht stehen lassen.
Das "Modell-stehen" der Himba ist ein Geben und Nehmen, ein Geschäft. Und wenn beide Seiten was davon haben und sie sich damit Geld verdienen, ist es nicht die schlechteste Situation, denn es ist eine klare Sache: Ich Foto, du Geld.
Zu den Namen der Pflanzen: Habe nochmal nachgebessert, da die Autokorrektur eigenmächtig die interessantesten Veränderungen produziert hatte. Ich hoffe es ist jetzt "sauber" - heißt aber noch immer nicht, dass die Bestimmungen alle richtig sind.
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt