Stornobedingungen Pauschalreise

16 Antworten · 855 Aufrufe · gestartet 30. Okt. 2025 von clawi
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Themenstarter406 Beiträge · seit 202130. Okt. 2025 ·
Guten Morgen,

ich würde gerne mal von euren Erfahrungen hören, wie das mit den Stornobedingungen bei euch gewesen ist.

Wir sind dabei das erste Mal eine Reise vom Veranstalter nach Sambia zu buchen, Reisetermin Oktober 2026.
Nun steht in den Stornobedingungen, dass die 20% Anzahlung, die zu leisten sind, auf jeden Fall weg sind:
,Storno bis 121 Tag vor Reisebeginn 20%'.
Und ab 59 Tage vor Reisebeginn sind 95% fällig.
Beides finde ich ziemlich heftig, zumal es tatsächlich noch lange hin ist bis zur Reise. Und bei einer Sambiareise geht es ja auch um einen richtig großen Betrag.

Wie war es bei euch? Ist das übliche Praxis?
Danke für eure Nachrichten!

Claudia
1'002 Beiträge · seit 202330. Okt. 2025 ·
Hallo Claudia,
eine Rückzahlung der Anzahlung würde keinen Sinn ergeben, denn die soll ja das Risiko des Anbieters verhindern, dass die Buchungen blockiert werden und der Anbieter im Fall eines Stornos Umsatzverlust hat. Je näher der Reisezeitraum rückt, desto schwieriger wird es, Kunden zu finden, denn die meisten buchen langfristig.

Ich kann mir vorstellen, dass viele Anbieter so kulant sind und eine Verschiebung des Reisetermins akzeptieren. Dann halt mit Bearbeitungsgebühr und eventuell höheren Preisen, falls die Reisezeit in eine andere Saison fällt.

Wir mussten während Corona stornieren und haben 12 Monate Aufschub erhalten. Bei uns war der Preis dann exakt 12 Monate später relativ gleich.
Wir hatten aber eine namhafte Agentur zur Seite, die womöglich mehr Zugeständnisse bekommt, als andere.

Insofern war es bei uns keine richtige Stornierung, sondern eine Verschiebung. Das Geld hätten wir auch nicht mehr zurück bekommen.

Wenn du Stornokosten vermeiden willst, bliebe wahrscheinlich nur die Option Booking.com.

Liebe Grüße, Silvia
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
602 Beiträge · seit 202230. Okt. 2025 ·
Ich würde da durchaus versuchen zu verhandeln. Wobei Du die Anzahlung vermutlich nicht verhandelt bekommst, Der VA will ja sicher sein, dass die Gäste nicht einfach wild shoppen,lk sondern ernsthaft buchen.
272 Beiträge · seit 201930. Okt. 2025 ·
Hallo Claudia,

du schreibst leider nicht, ob es sich um einen deutschen bzw. in der EU ansässigen Veranstalter handelt oder um einen afrikanischen.

Sollte es sich um einen deutschen Veranstalter handeln, so geht er auf jeden Fall an die Grenzen dessen, was überhaupt zulässig ist. Kundenfreundlich ist das sicherlich nicht. Ob der Veranstalter sonst seriös ist, lässt sich natürlich ohne nähere Kenntnis nicht beurteilen. Wenn das Angebot aber unwiderstehlich ist, dann musst du halt in den sauren Apfel beißen und eine Rücktrittskostenversicherung abschließen und darauf achten, dass der Reisepreis in voller Höhe abgesichert ist.
zuletzt bearbeitet 30. Okt. 2025
155 Beiträge · seit 200730. Okt. 2025 ·
Hallo Claudia,
ich sehe das etwas anders. Nicht der Anbieter will etwas von dir, sondern du willst etwas vom Anbieter. Du kaufst dir das Anrecht auf die Reise nach Sambia in einem Jahr. Dieses Anrecht kannst du dann ausüben und erhältst sicher einen Platz, den dir keiner streitig machen kann oder du lässt es verfallen. Rein theoretisch könntest du dein Anrecht ja auch weiter verkaufen. Findest du keinen Käufer verfällt das Anrecht ebenfalls.
Warum buchst du ein Jahr im Voraus, wenn du nicht sicher bist, das du fahren willst/kannst und dir das erst hinterher (anders) überlegen willst/musst? Warum sollte der Verkäufer(Anbieter) dafür gerade stehen.

Ich handhabe es so. Ich buche fast nie im Voraus, meist nur wenn ich Angst habe, nicht spontan unter zu kommen (z.B. über Ostern etc.). Diese Sicherheit ist mir dann auch etwas wert.

Peter
ADVENTURE BEFORE DEMENTIA - noch etwas erleben im Leben
1'002 Beiträge · seit 202330. Okt. 2025 ·
Hans-Wolf schrieb:Hallo Claudia,
dann musst du halt in den sauren Apfel beißen und eine Rücktrittskostenversicherung abschließen und darauf achten, dass der Reisepreis in voller Höhe abgesichert ist.
Bedenke bei einer Rücktrittsversicherung bitte, dass du nur eine Kostenerstattung erhältst, wenn du ein Attest hast, dass du nicht reisefähig bist, oder wenn du arbeitslos wirst, oder ein Todesfall eintritt. Reisewarnungen gehören nicht zu den Gründen die geltend gemacht werden können - nur Reiseverbote.
Lies dir die Bedingungen gut durch, bevor du dich auf eine Versicherung verlässt und selbst dann entsteht oft noch ein falscher Eindruck.
Vielleicht wäre es auch hilfreich zu wissen, aus welchem Grund du mit der Anzahlung skeptisch bist? Möchtest du dir Änderungswünsche vorbehalten, oder geht es dir tatsächlich nur um eventuelle Reiseunfähigkeit? Für gesundheitliche Gründe bekommst du vielleicht ein ärztliches Attest. Aber Änderungswünsche sollen eben mit der Anzahlung unterbunden werden.
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7'304 Beiträge · seit 200630. Okt. 2025 ·
Nacho schrieb:
Reisewarnungen gehören nicht zu den Gründen die geltend gemacht werden können - nur Reiseverbote.

Ich kenne es so, dass Reisewarnungen (nicht Sicherheitswarnungen) des Auswärtigen Amtes akzeptiert werden.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'002 Beiträge · seit 202330. Okt. 2025 ·
War das während Corona nur eine Sicherheitswarunung? Ich habe Reisewarnung in Erinnerung. Uns hat die Reiserücktrittsversicherung jedenfalls die Zahlung verweigert. Theoretisch konnte man ja noch reisen, halt mit einer Woche Quarantäne im Urlaubsland und bei der Rückreise ebenfalls. Dass das in der Praxis nicht möglich war, hat keinen interessiert.

Aber vielleicht hast du Recht und ich habe den genauen Wortlaut verfälscht im Erinnerung.

Ich empfehle nur, sich nicht von Versicherungs-Worten blenden zu lassen, die vordergründig das aussagen, was wir gerne glauben möchten.
Mir geht es gar nicht ums Recht haben, sondern darum, zu hinterfragen was man meint versprochen zu bekommen. 🙂

Liebe Grüße
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
7'304 Beiträge · seit 200630. Okt. 2025 ·
Während der Corona-Zeit wurden wir eh an allen Seiten beschissen und belogen. Zu dieser Zeit war sowieso nichts normal.
Und so ist Vieles auch geblieben ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter406 Beiträge · seit 202130. Okt. 2025 ·
Ihr lieben Alle,

danke für eure Antworten! Ich dachte zu Anfang schon, dass hier wohl kaum einer mit einer Reise von einem Veranstalter unterwegs ist 🙂.

Also , es geht nicht darum, dass ich nicht fahren möchte. Aber es geht darum, dass bis Reisebeginn in einem Jahr bei uns nicht mehr ganz so Jungen schon mal was passieren kann. Natürlich haben wir, immer schon, eine Reiserücktrittsversicherung, die sich aber, wie Silvia schon sagte, nicht immer gern an Kosten beteiligt, wenn es zu vermeiden ist. Ich habe da schon einiges gehört (mein Mann ist in der Vers.branche).
Da reicht meistens kein ärztliches Attest, sondern es werden ständige Zusatzpapiere verlangt, oder nach schon vorhandenen Krankheiten geschaut, zumal bei einem hohen Reisepreis wie hier nach Sambia für 2 Personen.
Wir mussten einmal kurzfristig von einer Reise zurücktreten, weil meine Mutter gestorben war. Das war natürlich dann kein Problem.

Ich buche jetzt, weil ich sicher sein will, dass ich für den geringen Zeitraum, der uns zur Verfügung steht, auch die Unterkünfte bekomme, die ich möchte.

Meine Frage war ja, ob die 20% Anzahlung, die man nicht wieder zurück bekommt, ein normaler üblicher Wert sind.
Bei Buchung über die Webseite der Lodge in Sambia kann man bis 91 Tage vorher noch kostenlos stornieren. Da ist schon eine erhebliche Diskrepanz.

Es ist ein deutsches Reisebüro mit guter Beratung, die ansonsten auch preislich okay sind.
Klar, ich könnte jetzt direkt über die Lodge buchen, finde das aber auch nicht so okay.
Einen deutscher Ansprechpartner, der sich auch schon Arbeit mit mir gemacht hat, würde ich lieber unterstützen. Es fühlt sich nur relativ viel an, falls etwas dazwischen kommen sollte...

Schönen Abend euch allen!
Claudia
897 Beiträge · seit 201730. Okt. 2025 ·
Hallo Claudia,
habe ich das jetzt richtig verstanden, die 20% Anzahlung möchte das Reisebüro ? Könnte das die Provision sein für die ganze Arbeit, die sie hatten und die sie natürlich auch im Falle einer Stornierung vergütet haben möchten ?
Liebe Grüße Makra
925 Beiträge · seit 201631. Okt. 2025 ·
Ich halte solche Bedingungen auf Grundlage meiner (auch beruflichen) Erfahrungen für vollkommen normal. Es brauchen ja beide Seiten eine gewisse Sicherheit. So gestaffelt ist mE durchaus auch fair. Klar geht auch großzügiger - aber dann mus man halt entweder verhandeln oder woanders buchen.

Ich verstehe auch dass es mit Vorerkrankungen und Rücktrittsversicherungen immer schwierig und Streitgeneigt ist. Aber andere Möglichkeiten hat man halt nicht. Auch Versicherungen müssen ihr Risiko steuern, sonst wären sie nicht bezahlbar.
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter406 Beiträge · seit 202131. Okt. 2025 ·
Liebe Makra,
danke für deinen Hinweis, den ich bei einer Reisesumme von sagen wir mal 1000-2000€ durchaus richtig finde, aber nicht beiden Summen, über die es bei uns geht. Das hielte ich dann für völlig überzogen.
Ja, das Reisebüro hier in D möchte das.

Lieber fidel,
es wundert mich bei der ganzen Sache nur, dass die Lodges, um die es geht, bei Direktbuchung eine ganz andere und deutlich günstigere Cancellation Policy haben.

Aber wir schauen mal, denken noch mal nach.
Lieber Gruß
Claudia
602 Beiträge · seit 202231. Okt. 2025 ·
Ich arbeite ja in der Hotellerie, habe aber auch viele Jahre in einem Reisebüro Incentives und Eventmanagement geleitet.
Natürlich haben Hotels generell bei Direktbuchungen bessere Konditionen. Die können auch last minute noch Zimmer verkaufen. Eine Pauschalreise in ein exotisches Land bucht niemand last minute. Das Reisebüro möchte sich aber absichern, und übrigens auch für seine Arbeit bezahlt werden. Wir haben immer mit rund 20% für uns kalkuliert.

Also insgesamt schockiert mich das nicht wirklich. Aber genau aus diesem Grund buche ich meine Reisen selbst, da die Bedingungen besser sind.

Viele Grüße Uta
Themenstarter406 Beiträge · seit 202131. Okt. 2025 ·
Danke Uta, dann ist es wohl so.

Und ja, wir haben bisher immer alles selbst gebucht und hatten dieses Thema nicht.
Nur für Sambia jetzt hatte ich mal bei einem Veranstalter gefragt, was es so an Reisen gibt und ja, dann wurde es bei ihm schnell konkret mit einem Reisevorschlag, da habe ich noch gar nicht an irgendwelche Stornobedingungen gedacht und schwups... Nun ist sein Preis zum Internetpreis der Lodge auch sehr okay, und ich würde gerne weiterhin bei ihm bleiben.
Möglicherweise spreche ich das Thema nochmal an, ob es zumindest im Fall des Falles die Möglichkeit der Verschiebung gäbe.
Übrigens habe ich heute schon mal den Hinflug nach Lusaka gebucht. Es ist also schon so, dass wir fliegen wollen 😕 .

Lieben Gruß
Claudia
897 Beiträge · seit 201731. Okt. 2025 ·
Hallo Claudia,

dann würde ich das durchaus thematisieren. Vielleicht könnt ihr euch irgendwo in der Mitte treffen. Denn wenn du nicht buchst, geht das Reisebüro letztlich leer aus.

Die haben ganz sicher ihre Erfahrungen mit Kunden gemacht, die sich ausführlich beratenlassen und danach billiger selbst buchen.....
Liebe Grüße Makra