ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200817. Sept. 2025 ·
Fortsetzung
Manchmal ist der Nebel extrem dicht.
Dann hellt es auf einmal auf
und der Nebel erscheint dann wieder.
Ich geniesse die Stille auf dem Fluss.
Wir passieren verschiedene Dörfer
und begegnen Booten.
Nach 2 1/2 Stunden erreichen wir den ersten Check Point.
Wir dürfen alle aussteigen um die "Busch Toilette" zu besuchen.
Arold klärt die Immigration für alle Passagiere. Unsere Pässe hatten wir dem Thorsten in Ouésso überlassen. Nach 10 Minuten kann es weitergehen. Der Nebel ist endlich verschwunden.
Sehr bald kommt schon der zweite Check Point.
Wir betreten jetzt den Parc National de Nouabale-Ndoki. Er wurde 1993 gegründet.
Der 4200 Km2 grosse Park grenzt im Nordwesten der Republik Kongo an das Dzanga-Sangha Reservat, das zusammen mit dem Lobéké Nationalpark in Kamerun und dem Ndouabale-Ndoki die Weltnaturerbestätte Sangha Trinational bildet.
Da bekommen wir einen Besucherausweis. Wir müssen ihn auf dem Fluss auf uns tragen. Es gibt manchmal Kontrollen.
Beim dritten Checkpoint (der Letzte in der Republik Kongo) legen wir eine längere Pause ein. Die Einwohner empfangen uns ganz herzlich.
Im ganzen Kongo Bassin sieht man häufig Raupen die getrocknet werden. Es ist Teil der Einwohner Nahrung, eine Tradition. Im Kongo leidet ein Drittel der Bevölkerung an Hunger. 4 von 5 Kindern sind unterernährt.
Die Raupen bilden eine sehr reichhaltige Ernährung. Es gibt genügend Proteine darin und viele essentielle Aminosäuren. Ebenso erhalten sie zahlreiche Minerale und Vitamine. Sie sind eine komplette Mahlzeit und sehr geeignet für eine Bevölkerung die sonst praktisch kein Essen hat.
Ich habe schon einmal so eine Raupe probiert. Hat ein süssliches Erdnuss Geschmack. Nicht wirklich mein Ding..... 😣
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200823. Sept. 2025 ·
Fortsetzung
Die Einwohner hier sind wirklich herzig.
Den Kindern kann man nicht wiederstehen.
Während Einige die Busch Toilette besuchen, setze ich mich am Ufer. Ich bin nicht sehr lange allein.
Sie amüsieren sich alle als sie die Bilder auf meinem Handy sehen. Langsam wird es auch Zeit weiter zu fahren. Wir verabschieden uns von den Kindern.
Es gibt noch einen weiteren Check Point, der Letzte. Da bleiben wir alle in den Booten.
Danach passieren wir einige Hippos.
Kurz vor 15 Uhr erblicken wir die Doli Lodge.
Christa, Bettina, Günter, Marc und Arold (Guide) steigen mit mir aus. Die 2 Boote nehmen anschliessend Kurs auf die Sangha Lodge.
Für die Zeit im Dzanga-Sangha Schutzgebiet wird unsere Gruppe geteilt. Die Passagiere der teueren Kabinen später auf der Princesse Ngalessa übernachten in der Sangha Lodge, die Holzklasse (einfachen Kabinen) in der Doli Lodge www.dzanga-sangha.org/visit-dzanga-sangha/doli-lodge/
Die Doli Lodge wurde 1996 eröffnet und 2019 total renoviert. Da unsere Tour nicht ausgebucht ist, sind wir nur 4 Gäste + Marc, der Freund von Nicolas Ducret, und Arold unser Guide. Ist mir Recht. Zur Sangha Lodge wollte ich nicht. Sie ist renovierungsbedürftig und zu weit vom Parkeingang entfernt.
Christa und ich bekommen das Zimmer 1. Die grosszügigen Zimmer besitzen alle 3 Betten. Das Dritte liegt abseits um die Ecke. Da hat Jede seine Privatsphäre.
Enilorac65770 Beiträge · seit 201724. Sept. 2025 ·
Die Fotos von den Kindern gefallen mir besonders gut. Danke!
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
wie spannend, ein Reisebericht über den Kongo! Das liest man hier nicht alle Tage. Da steige ich (urlaubsbedingt etwas verspätet) doch auch noch schnell zu. Ich bin schon sehr gespannt, was ihr im Dzanga-Sangha Schutzgebiet zu sehen bekommen habt. Ist das nicht der Park, wo es die bekannte große Lichtung mit den vielen Waldelefanten gibt? Meine ich jedenfalls mal in einer Fernsehreportage gesehen zu haben. Die bisherige Tour klingt schon sehr abenteuerlich und würde mir auch gefallen. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200825. Sept. 2025 ·
@Tina: genau im Dzanga Sangha NP gibt es diese Lichtung mit den vielen Elis. Werde später darüber berichten. Einfach der Hammer! 🙂
Fortsetzung
Hier die nette Terrasse zum ausruhen
mit Blick auf den Fluss.
Nach dem Auspacken begeben wir uns zum Restaurant
und zur der Terrasse.
Da gönnen wir uns ein kühles Bier und treffen Günter, Bettina und Marc. Hier fühlt man sich echt wie Zuhause. Es herrscht so eine tolle Stimmung. Ausser uns gibt es noch 2 spanische Pärchen. Eines kommt gerade von einem Gorilla Tracking zurück. Wie kann das sein? 😁 Thorsten, der Reiseleiter, hatte uns doch informiert es gäbe momentan Keine mehr......... 🙄 Ich merke mir gleich alle Infos über das Tracking. Es soll sehr sportlich zugehen. Wir (Günter und ich) wollen es unbedingt mitmachen. Danach eile ich zur Rezeption um mich darüber zu informieren. Da heisst es es wäre möglich aber momentan nur 2 Personen pro Tag. Preis: 500 USD (Covid Test inkl.). Ich gebe dann die Infos an Günter, Bettina, Christa und Marc weiter. Da es sehr anstrengend wird, entscheidet die Gruppe dass Günter und ich daran teilnehmen werden.
Gegen 19 Uhr gibt es dann das Abendessen. Ein gedeckter Tisch erwartet uns.
Da sprechen wir auch gleich Arold an wegen dem Gorilla Tracking. Arold verspricht uns mit Thorsten darüber zu reden. Christa fügt auch gleich hinzu sie würde morgen Abend auf der Platform bei den Elis übernachten. Die Doli Lodge wird alles für 50 USD organisieren. Arold ist schon über unsere Abenteuerslust überrascht. Solche Turisten laufen ihm nicht jeden Tag über den Weg.... 😛
Das Abendessen besteht aus Avocado Salat, gehackte Bällchen in einer Sauce mit Bananes Plantain und einem Fruchsalat. Miam miam. Arold teilt uns auch das Programm für morgen mit. Punkt um 08.15 fahren wir zu einem Pygmäen Dorf und nehmen an einer Netzjagd teil. Hört sich echt spannend an. Am Nachmittag geht es dann zu den Elis.
Dienstag, den 19. August 2025
Hier noch die Karte zur Orientierung.
Die Doli Lodge liegt neben dem WWF, unweit vom Parkeingang.
Um 07.30 sind wir alle pünktlich beim Frühstück und um 08.15 fahren wir Richtung Bayanga Stadt. Wir passieren sie
und einige Kilometer weiter halten wir in einem kleinen Dorf an. Da leben die Ba'Aka, ein Pygmäen Volk. Sie gehören zu den ältesten nomadischen oder halbnomadischen Völker der Welt. Früher waren sie als Jäger, Fischer und Sammler unterwegs. Sie kennen die Tiere sowie ihre Lebensart. Sie verfügen über ein grosses Wissen der Urwaldpflanzen und können daher Medizin aus vielen Zutaten herstellen.
Im Dorf gibt es eine Menge Kinder. Wir schiessen natürlich Bilder.
Dann zeigen wir sie. Hier die Christa.
Die Jäger (Frauen und Männer) werden dann vom Dorfchef ausgewählt.
12 dürfen uns begleiten aber alle wollen mit uns fahren. Ein Highlight im Dorf so eine Netzjagd. Sie bringt natürlich Geld für Diejen igen die dabei sind. Die Kinder sind immer um uns herum.
Der Dorfchef sorgt dafür das es nicht immer dieselben Jäger sind. Endlich ist es soweit, wir können losfahren!
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200828. Sept. 2025 ·
Fortsetzung
Auf dem Pick-up herrscht eine tolle "Out Of Africa" Stimmung. Die 12 Jäger hinten singen vor Freude. Auf meinem Schenkel entdecke ich diesen Schmetterling.
Nach 30 Minuten erreichen wir den Start für die Netzjagd. Die Netze werden auf dem Forstweg ausgebreitet.
Mit Zweigen und Gesang werden dann die Geister geehrt um eine erfolgreiche Jagd zu fördern.
Dann folgen wir den Jägern.
Die Frauen spannen die Netze auf langer Front zwischen den Bäumen.
Mit lauten Rufen versuchen die Männer, Wild auf die Netze zuzutreiben. Der erste Versuch bleibt erfolglos. Die Netze werden wieder eingesammelt und ein Stück weiter aufgespannt. Der zweite Versuch wird ein Treffer. Ein kleiner Blau Duiker wurde aufgespürt und hat sich im Netz verfangen.
Das arme Tier bekommt dann mehrere Male mit einem Stock eins auf die Birne bis es sich nicht mehr bewegt. Nicht gerade mein Ding.
Anschliessend folgen wir 2 Jägern. Sie werden uns ein wenig über die Pflanzen im Wald unterrichten. Ein Stück einer Liane liefert Trinkwasser.
Marc ist der nächste der probiert.
Die Rinde verschiedener Bäume werden als Heilmittel genutzt.
Das Potenzmittel interessiert besonders Marc. 😄
Am Schluss zeigt man uns auch wie man mit einigen Aesten und Blättern eine Hütte baut.
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"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200801. Okt. 2025 ·
Fortsetzung
Die Jägerinen konzentrieren sich jetzt auf den Blue Duiker.
Er wird vor die gebastelte Hütte gebracht.
Eine Ba'Aka bietet mir ein Waldhäppchen zum kosten an.
Nicht mein Ding. Ich sende sie zu Marc. Da die Raupe noch ganz munter ist, verzichtet auch Marc auf die Delikatesse! 😛
Jetzt wird der Blue Duiker in Stücke verteilt.
Jedes Mitglied bekommt seinen Anteil.
Anschliessend begeben wir uns alle zu den Fahrzeugen und fahren zum Dorf zurück.
Die Kinder sorgen wieder einmal für meine Aufmerksamkeit.
Die Jägerinen verschwinden in ihre respektiven Hütten und machen sich für das Wassertrommeln (Liquindi) bereit. Wir begeben uns schon einmal zur Wasserstelle.
Sie liegt unweit vom Dorf entfernt.
Liquindi ist eine traditionnelle Musikform der Ba'Aka. Die Weiber nutzen den Fluss als Musikinstrument. Sie schlagen mit den Händen auf die Wasseroberfläche um rhytmische Klänge zu erzeugen.
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"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
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ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200803. Okt. 2025 ·
@Picco: Die Froschschenkel und Schnecken bewegen sich aber nicht mehr wenn ich sie esse! 🤪
Fortsetzung
Inzwischen erfahre ich auch von Arold dass Thorsten mit dem Gorilla Tracking nicht einverstanden ist. Günter und ich sind natürlich wütend. Wir verstehen nicht wieso wir nicht daran teilnehmen dürfen. Günter macht Arold zu verstehen er solle noch einmal bei Thorsten anfragen denn wir verzichten gerne auf das Mangabe Tracking.
Nach dem Trommeltanz steigen wir in den Wagen ein. Ich biete den Driver noch schnell vor dem Bayanga Krankenhaus anzuhalten. Es interessiert mich schon wie es hier mit der Gesundheit ausschaut. Das Krankenhaus ist praktisch leer.
Auf verschiedene Tafeln stehen die Behandlungspreise sowie die der Medikamente.
Für unsere Verhältnisse sind die Preise ganz OK aber für die Einheimische heisst es viel Geld. Die Aerztin führt mich durch die Anlage. Sie erzählt mir sie würde jeden Tag kämpfen um Arznei zu bekommen. In der Krankenhausapotheke bemerkt man es.
Danach fahren wir direkt zum Dzanga Sangha Park
und halten anschliessend bei einer Abzweigung an. Da beginnt ein kleiner Fussweg der uns innerhalb von 30 Minuten zur Dzanga Bai Plattform führt. Es ist schon 13.30 als wir sie erreichen.
Die Aussicht von hier aus ist ein Traum!
Die natürliche Waldlichtung Dzanga Bai ist ein grandioser Ort für verschiedene Tierarten. Sie bietet Mineralstoffe, Wasser und proteinreiche Vegetation die man hier findet. Kein Wunder dass die Elis sehr weit laufen, um hier zu gelangen. Neben der grössten intakten Populationen von Waldelis kommen auch Bongos, afrikanische Waldbüffel, Waldscheine, Sitatungas sowie Gorillas und Duikers manchmal zur Bai.
Was unterscheidet eigentlich Waldelis mit den afrikanischen Savannenelis? Die afrikanischen Waldelis haben geringere Schulterhöhe, eine flachere Stirn, kleinere und rundlichere Ohren, weniger gebogenen Stosszähne sowie eine glattere Haut.
Wir lassen die Elis nicht aus den Augen und essen zur gleichen Zeit die Sandwiches die für uns in der Doli Lodge zubereitet wurden.
Um an die Mineralien heran zu kommen strengt man sich an!
Irrtum, sprach der Igel und stieg vom Kaktus... Das hier ist kein fünfbeiniger Elefant, nein, das ist das seltene afrikanische Fünfbein! Eine 'Once-in-a-lifetime'-Sichtung, freu Dich! Aber das hab ich schon 2015 in der Mara entdeckt und benammst:
EUEulenspiegel151 Beiträge · seit 201806. Okt. 2025 ·
Hallo Picco, das "Afrikanische Fünfbein" hat ein sehr großes Verbreitungsgebiet. Wir haben es im Januar 2023 im Okovangodelta beobachtet. Gruß Till
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200807. Okt. 2025 ·
Fortsetzung
Es gibt auch einige Mütter mit ihren kleinen.
Gegen 15 Uhr will Arold die Plattform verlassen. Aber da erscheint auf einmal vor uns ein kleines Elefantenbaby. Es beginnt zu planschen.
Da können wir nicht einfach aufbrechen!
Der kleine Kerl scheint Wasser echt zu mögen.
Gegen 15.30 wird es höchste Zeit die Stelle zu verlassen. Wir schiessen unsere letzten Bilder.
Christa ist die Einzige die auf der Plattform bleiben wird. Ich beneide sie schon aber das Gorilla Tracking hat bei mir Vorrang. Bei Ankunft in der Lodge muss ich noch verschiedenes abklären. Inzwischen hat Thorsten auch kapiert dass Günter und ich bereit sind die 500 USD zu bezahlen. Wir haben also die Erlaubnis mitzumachen. Die Doli Lodge hat alles für Christa organisiert. Ein Guide wird auf sie aufpassen! 😛
Damit man sich vorstellen kann, wie es ausschaut, wenn 120 bis 150 Waldelefanten gleichzeitig in der Bai sind noch drei Bilder.
Ab 15:30 hatte ich nun zusammen mit einem Guide und einem Tracker dieses Paradies für mich allein. Es war für mich von Anfang an klar, dass ich auf der Plattform übernachten wollte. Ich hatte es selbst mit unserem Headguide und dem Manager der Doli Lodge organisiert, da ich wusste, dass es möglich ist. Wir hatten eine Isomatte, Essen und Wasser mit. Man hätte auf der Plattform auch ein Zelt aufgebaut, aber das brauchte ich nicht.
16:00 Uhr kam eine Familie Riesenwaldschweine in die Bai. Leider waren sie nur weit entfernt. Sie blieben eine Stunde, dann verschwanden sie wieder im Wald
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"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
Als wir uns Abendessen verzehrten, hoben einige Elis ihre Rüssel hoch. Sie hatten es wohl gerochen.
Es war 17:45 Uhr, als eine erste Gruppe Bongos gegenüber der Plattform aus dem Wald trat. Ich traute meinen Augen kaum, dass dieser Wunsch in Erfüllung ging. Einfach Wahnsinn. Leider hatte uns die Sonne bereits verlassen. Wie an den Tagen zuvor, war sie in einer Dunstschicht am Horizont frühzeitig verschwunden.
Inzwischen war eine zweite Gruppe Bongos auf der rechten Seite der Bai und nun trat eine weitere kleine Herde gegenüber der Plattform aus dem Wald heraus. Insgesamt zählte ich 30 Tiere, die die Nacht im Schutz der offenen Bai verbringen wollten.
Ich hatte meine dünne Matte ausgerollt, lauschte den Geräuschen der Nacht und irgendwann war ich eingeschlafen. Natürlich war es nicht bequem, man wachte auf, musste sich anders positionieren, doch die Geräuschkulisse der Nacht war einmalig. Ich konnte Laute der Elis wahrnehmen, die ich nie zuvor in Afrika gehört hatte. Das zirpen von Grillen, das Quaken von Fröschen wiegten mich erneut in den Schlaf. Als die Dämmerung am Morgen herein brach, war ich voller Spannung und konnte es kaum erwarten, zu sehen, wer alles in der Bai war - ein Traum war in Erfüllung gegangen.
Ein neuer Morgen erwachte
Die meisten Bongos hatten bereits in der Dunkelheit die Bai verlassen, doch acht waren am Morgen noch da.
50 Elis konnte ich ebenfalls zählen.
07:30 Uhr packten wir unsere Sachen zusammen und machten uns auf den Rückweg zum Waldparkplatz.
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"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
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fahrinurlaub392 Beiträge · seit 200808. Okt. 2025 ·
Danke, Annick und Christa für den Reisebericht. Da bin ich gerne dabei und sehr gespannt auf weitere Berichte. Das Kongo Becken würde mich auch sehr interessieren. Allerdings reisen wir hauptsächlich im Winter und dann ist dort Regenzeit und die Flussfahrt wird deshalb gar nicht angeboten. Aber vielleicht klappts mal im September. Annick, in drei Wochen geht’s nach Nord Madagaskar und wir machen eine ähnliche Tour wie du vor drei Jahren. Wir sind gespannt, da die Sicherheitslage sich wegen landesweiten Demonstrationen verschärft hat und das Auswärtige Amt von Reisen abrät. Aber Ethiopian fliegt noch nach Nosy und dort scheint es noch ruhig zu sein. Mal sehen
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200809. Okt. 2025 ·
@fahrinurlaub: Schön das du auch dabei bist! Was Madagaskar anbelangt, schreibe ich dir eine PM. Freunde von mir sind gerade von der Insel zurückgekommen.
Fortsetzung
Wir verabschieden uns alle von Christa und marschieren zum Waldparkplatz zurück wo unser Wagen auf uns wartet.
Gegen 16.30 erreichen wir wieder die Doli Lodge.
Ich gehe schon einmal duschen.
Später eile ich zur Rezeption um die Gorilla Tracking Infos zu bekommen. Da erfahre ich auch das ich die 500 USD nicht per Kreditkarte bezhalen kann. Ich bekomme aber eine Bankverbindung wo ich den Betrag für WWF Central Africa überweisen kann. Genial das Konto befindet sich in Zürich. Der Manager erklärt mir auch dass wir morgen zuerst in das Office vom WWF gehen müssen. Da wird ein Covid Test gemacht. Ist in den 500 USD inbegriffen. Nach dem positiven Covidtest werden wir anschliessend zum Gorilla Visitor Centre fahren. Da müssen wir warten bis die Trackers die Gorillas lokalisiert haben.
Anschliessend begebe ich mich zur Restaurantterrasse und erkläre Günter was uns morgen erwartet. Auf dem Fluss ist immer etwas los.
Um 19 Uhr kommt auch Arold und gibt das Briefing für Diejenigen die nicht an das Gorilla tracking teilnehmen (Bettina und Marc). Zum Abendessen gibt es Hähnchen Curry. Schmeckt sehr gut. Wir plaudern noch ein wenig und um 21.00 eilen wir alle in die Heia.
Mittwoch, den 20. August 2025
Um 07.15 gibt es Frühstück. Arold verschwindet dann mit Bettina und Marc Richtung Park um an das Mangabe Tracking teilzunehmen. Günter und ich fahren zuerst zum WWF für den Covid Test. Wie es ausgeführt wird, kann er nur positif werden..... 😄
Anschliessend fahren wir auch Richtung Dzanga Sangha Park. Nach dem Gate sind es 32 Kilometer bis zum Gorilla Visitor Centre.
Da treffen wir auch um 10.30 Bettina, Marc und Christa. Sie warten hier bis die Tracker die Mangabe Affen gefunden haben. Ich hätte also auch auf der Plattform schlafen können.....Christa erzählt von der aufregende Nacht. Wir hören alle zu. Da erfahren wir auch dass die Gorillas noch nicht gesichtet wurden.
Gegen 11.15 verlassen uns Bettina, Christa und Marc. Die Mangabe wurden gefunden. Günter und ich finden das Warten schon unerträglich. Der eine Guide meint für heute wird es schwierig werden die Gorillas noch zu sichten. Um 12.30 ist es endlich soweit. Hurra! Wir folgen den 2 Guides in den Wald. So schnell bin ich echt noch nie auf einem Tracking gelaufen. Der Wald ist dicht und voller Wurzeln. Man muss aufpassen dass man nicht auf die Schnauze fällt. Nach einer Stunde Hetzerei treffen wir 2 andere Rangers. Sie zeigen uns den Weg zu den Gorillas.
Ich habe schon an mehrere Gorilla Trackings in Uganda und Ruanda teilgenommen. Da waren die Rangers mit Machette unterwegs um den Weg frei zu machen. Hier nichts! Auf einmal stand er vor mir. Vor lauter Aufregung lasse ich meine kleine Lumix Kamera auf den Boden fallen. Es ist der Silberback!
Mir ist schon kommisch. Die Guides hatten mir vorher die ganze Geschichte über die tragische Schliessung (Mai 2024) der Gorilla Trackings erzählt. 2022 sind innerhalb von 3 Wochen beide Silverbacks, Mata und Mayele, der 2 habituirten Gruppen im Bai-Hakou Gebiet ums Leben gekommen. Mata wurde am 31. August 2022 mit Brüchen an Hals und Gliedmassen ohne Anzeichen von Kampf und Wilderei tot aufgefunden. Es wird vermutet dass er von einem Baum gefallen ist. Mayale wurde am 20. September 2022 schwer verletzt gefunden. Er hatte in der Nacht zuvor mit einem anderen Männchen gekämpft und erlag seinen Veletzungen. Am 15. Mai 2024 verlor auch Makumba, der Silverback der dritten habituirten Gruppe im Alter von 45 Jahren sein Leben. Er hatte auch mit einem Genossen gekämpft. Eine Katastrophe für den Dzanga Sangha Park. Die Gorilla Trackings mussten alle eingestellt werden.
Wieso?
Silberrücken sind das Bindeglied dass die Gorillagruppen zusammenhält. Ihren Tod führt praktisch immer zum Zerfall der Gruppen. Unsere Gruppe, die Limo, ist seit 3 Jahren erst habituirt. Die Guides erklären uns, es braucht gute 7 Jahren bis eine Gruppe total habituirt ist. Die Gruppe besteht aus dem Silverback
6 Weibchen, 4 Kleine und einem Subadult.
Das Tracking habe ich mir ganz anders vorgestellt. Die Berggorillas in Uganda und Ruanda kümmern sich kaum um die Turisten. Sie setzen sich auf einmal hin und man hat Zeit sie zu fotografieren. Hier ein Horror. Der Silverback ist noch sehr scheu und rennt praktisch die ganze Zeit. Wir hinterher...... 😗 Wir kommen schön ans Schwitzen!
Die zwei grosse Unterschiede zwischen Flachlandgorillas und Berggorillas? Die Flachlandgorillas sind insgesamt etwas kleiner und zierlicher gebaut. Ihr Fell ist graubraun und weist eine charakterische braune Kappe auf dem Kopf auf, im Gegensatz zum schwarzen Fell der Berggorillas.
Flachlandgorillas bewohnen Tieflandregenwälder und Sumpfgebiete währen Berggorillas in Höhenlagen zwischen 2200 und 4000 Metern leben.
Leider ist meine Kamera für solch ein Tracking nicht geeignet. Sieht man bei meinen Bildern..... 😣 Wir laufen und laufen, zum Glück bleibt der Silberrücken einen Augenblick ruhig stehen.
Er setzt sich sogar hin.
Günter ist total aus dem Häuschen. Für ihn das erste Gorilla Tracking. Mit seiner profi Kameraausrüstung kann ich leider nicht mithalten. Seine Objektive sehen aus wie Bazookas. Ich bewundere ihn dass er alles so mitschleppt. Als Sportfotograf ist er auch noch sehr flink. Hier einige Bilder von Günter Uschold. Er hat mir die Erlaubniss gegeben sie hier zu veröffentlichen.