„Flying Home for Christmas“ * 2 Mal Namibia

20 Antworten · 3'378 Aufrufe · gestartet 27. Juli 2025 von MaHe
Bilder klein
Antworten
Themenstarter544 Beiträge · seit 201427. Juli 2025 · #1
Auch von unseren letzten beiden Touren im November/Dezember 2024 und Januar/Februar 2025 möchte ich einen kleinen Bericht einstellen, weil ein paar Infos zu Campsites, Unterkünften und Strecken sicherlich nicht schaden können. Zumindest mir geht es so, dass ich beim Lesen von Reise- oder Erfahrungsberichten immer ein paar Infos für uns und die kommenden Touren ‚abspeichern‘ kann.

Wie kommt es zu dem Titel, der korrekterweise „Flying Home for Christmas“ * 2 Mal Namibia in kurzer Zeit heißt (passt von der Anzahl der Zeichen bloß nicht in den Titel)?
Namibia als Reiseland hat uns vor über zehn Jahren ‚gepackt‘, für uns stellt sich daher mittlerweile nicht die Frage, OB wir wiederkommen, sondern WANN. Beruflich bedingt komme ich (Henning) nur in den Monaten November bis Februar länger aus Deutschland weg, gleichzeitig ist es immer schwierig, länger als 3,5 Wochen am Stück den Arbeitsplatz zu verlassen … das kennen die meisten Berufstätigen hier sicher. Als wir unsere Urlaubsplanung für die mittlerweile vergangenen Wintermonate in trockene Tücher gepackt haben, ergab es sich aufgrund diverser beruflicher Verpflichtungen, dass wir nach unserem ersten, kürzeren Aufenthalt lediglich gute fünf Wochen in der Heimat waren, bevor es wieder losging. Beim Abschied kam dann irgendwie der Spruch „Ihr fliegt also über Weihnachten nach Hause“ von den Locals … und so war „Flying Home for Christmas“ ab diesem Zeitpunkt unser kleines Wortspiel inklusive Vorfreude auf den nächsten, längeren Aufenthalt.

Wir beginnen also mit einem gut zweiwöchigen Aufenthalt im November/Dezember 2024 in Namibia, bis auf die Pension in Klein Windhoek war nichts vorgebucht, das machen wir dann immer spontan von unterwegs … doch halt, stop: Dieses Mal war die Campsite auf der Gästefarm Ababis zuvor gebucht, da wir beide dort einmal ein Offroad-Fahrtraining machen wollten, welches wir natürlich auch verbindlich gebucht hatten.

Unsere Tour führte uns somit an die folgenden Orte:
2 N Klein Windhoek, Maison Ambre Guesthouse
2 N Guestfarm Ababis, Camping
2 N Swakop, Pension Rapmund
1 N Ugab Rhino Camp, Camping
2 N Madisa Camp, Camping
1 N Galton Gate, Etosha Trading Post, Camping
1N Namutoni, NWR Campsite
1 N Onguma, Tamboti Campsite
2 N Kamrav Guestfarm, Camping
1 N Klein Windhoek, Maison Ambre Guesthouse

20241123_153110.jpg


Flüge
Für uns wiederum mit LH bzw. Discover in der Economy von Hamburg über Frankfurt nach Windhoek. Hinflug und Rückflug beide pünktlich und unauffällig. Abendessen (Chicken) für uns einigermaßen okay, „Frühstücksbox“ eher nicht. Dafür gab es bei beiden Flügen morgens Kaffee, das soll ja auch nicht unbedingt selbstverständlich sein.

20241124_052611.jpg


20241124_053804.jpg


Auf dem Hinflug ließ sich einer unserer Sitze zunächst nicht nach hinten lehnen … sehr nervig. Um drei Uhr bekam ich das ‚mit vollem Körpereinsatz‘ dann doch noch zurecht und zur Landung funktionierte das Hochstellen dann zum Glück auch noch. Auf dem Rückflug rastete meine Lehne dann gar nicht erst richtig ein, was die Stewardess zwar mit Stirnrunzeln quittierte aber vermutlich wegen der ausgebuchten Maschine bekam ich keinen anderen Platz zugewiesen. Auch diesen Defekt konnte ich erstaunlicherweise zur Landung beheben … nächstes Mal bringe ich wohl direkt eine Werkzeugkiste mit und werde dann von den Erfahrungen aus der Sicherheitskontrolle berichten.
Wir saßen dieses Mal im hinteren Bereich der Maschine und waren fast die ersten Fluggäste bei der Immigration. Für uns von Vorteil war, dass in der Maschine keine Einreiseformulare verteilt wurden, sodass wir mit unseren zu Hause ausgefüllten Exemplaren flott durchkamen. Sehr viele Fluggäste begannen das Ausfüllen aber erst an den Schaltern. Für diejenigen, die spät aus dem Flieger kamen, dürfte das eine sehr langwierige Einreiseprozedur gewesen sein.
Auch unser Gepäck kam fix, dieses Mal keine Zollkontrolle (wir hatten anders als sonst aber auch wenig Autoteile bzw. Gadgets dabei…) und in der Ankunftshalle wartete schon unser Freund Bernd, der uns abholte. Letztlich haben wir einen persönlichen Rekord aufgestellt: Von der Flugzeugtür bis zur Schranke des Flughafenparkplatzes haben wir exakt 35 Minuten gebraucht.


Zum Ankommen ging es dann erstmal zu unseren Freunden. Die Zwei sind kürzlich aus Windhoek weggezogen, auf ein kleines Farmgrundstück (‚Plot‘) zwischen Windhoek und dem Flughafen. Nach einem leckeren Frühstück und einem ausgiebigen ‚Schnack‘ ging es für uns Richtung Windhoek, das Auto abholen und im Guesthouse einchecken.
Nachmittags waren wir dann noch kurz vor Ladenschluss (Sonntag!) in der Maerua Mall und beim dortigen Superspar. Mittlerweile traditionell gehen wir am Ankunftstag abends nicht noch essen, sondern besorgen uns beim Einkauf einen kleinen Snack, den wir abends im Guesthouse verspeisen, um dann rechtzeitig ins Bett zu kommen.
Aber unsere neue Awning, die wir bei Offroadcentre gekauft hatten, musste natürlich noch ausprobiert werden.

20241124_180017.jpg


Am nächsten Morgen haben wir uns beim Frühstück prompt mit Beate vom Maison Ambre und anderen Gästen festgequatscht, kamen dann aber noch rechtzeitig los, um alle unsere geplanten Besorgungen zu machen. Abends waren wir mit Freunden im Butcher Block essen (liegt an der Jan Jonker beim ‚The Weinberg‘ von Gondwana). Dort waren wir tatsächlich zum ersten und zum letzten Mal, denn von vier Essen war nur eines okay, da half auch die Entschuldigung der Managerin nicht mehr.
Am nächsten Morgen dann nochmals beim Frühstück verquatscht und so kamen wir etwas später aus Windhoek raus, als wir dachten. Denn … unser Smalltalk beim Frühstück hielt dann doch noch eine Überraschung bereit. Auf meine Frage, ob ich denn wieder eine unserer Aluboxen während der Reise beim Maison Ambre in der Garage deponieren dürfe, weil die Garage nahezu leer und aufgeräumt wäre … druckste Beate etwas herum und sagte uns, dass sie den Betrieb des Guesthouses zum 1. Dezember in andere Hände geben würde. Für uns war das zwar erstmal ein kleiner Schock, weil wir Beate schon etliche Jahre kennen und Veränderungen natürlich immer ‚doof‘ sind … aber an dieser Stelle kann ich es kurz machen: Bei unseren folgenden drei Aufenthalten war alles wie immer, Antonio und seine Frau sind ebenfalls tolle Gastgeber, die den Gästen wie gewohnt mit Rat, Tat und jeder anderen Unterstützung zur Seiten stehen!
Dann ging es aber noch los, Fleisch einkaufen und noch dieses und jenes, dauerten mal wieder länger als gedacht und wir hatten bis Ababis (bei Solitaire) noch durchaus eine Strecke zurückzulegen. So waren wir erst deutlich nach der Mittagszeit bei Connys Cafe, wo wir immer gerne einkehren. Wir ‚lieben‘ es, dort einen Stop zu machen und ja … es hat auch etwas voyeuristische Züge, dass wir uns dort und andernorts gerne mal hinsetzen, um Reisegruppen zu erleben (und uns danach zu freuen, dass wir nur für uns, ungeplant und ungezwungen unterwegs sein dürfen). Leider waren schon zwei Gruppen durch und die Dritte sammelte sich gerade wieder am Bus. Wir aßen noch eine Kleinigkeit und nahmen jeder ein bis zwei Kaffee zu uns.

Weiter ging es zur Gästefarm Ababis, wo für den nächsten Tag das Offroadfahrtraining geplant war. Nachdem uns schon viele davon vorgeschwärmt hatten, wollten wir das auch mal machen. In erster Linie, um die Grenzen unseres Fahrzeugs kennenzulernen, denn speziell bzgl. Schräglagen fehlte mir bisher die Phantasie, was geht … und was nicht. Schließlich sind wir bei vollen Tanks usw. mit knapp 3,5 Tonnen Gesamtgewicht und davon ca. 200 kg Dachlast unterwegs. Wir können es kurz machen: Auch mit reichlich Dachlast ist unsere individuelle Grenze deutlich früher überschritten, als die des Autos. Die Tiefsandstrecke im Flussbett sorgte zuvor für ein Aha-Erlebnis, denn der Land Cruiser ließ sich dort einfach nicht im Sand versenken, wie wir es von den Bildern auch hier aus dem Forum vor Augen hatten. Weder mit Vollbremsungen und darauf folgendem Anfahren ohne Hirn und auch nicht mit sonstigen Manövern wollte der Gute sich so richtig einbuddeln lassen. Eine schöne Erkenntnis und gut zu wissen.

20241126_134936.jpg



klein11.JPG


Hauptzweck neben der Sache mit den Schräglagen war, dass wir beide uns in solchem Terrain gut bewegen können. Denn es ist, wie es ist. Ich bin zumeist der Fahrer und es wäre schon gut, wenn ‚der andere Teil unserer Reisegruppe‘ (eine unserer Lieblingsformulierungen auf Reisen) uns aus dem Schlamassel rausbringen kann, in den ich uns evtl. reinmanövriert habe. Passieren kann ja immer was, beide müssen das Auto, auch unter schwierigen Bedingungen, fahren können.
Weil wir dieses Ziel aus unserer Sicht auch mit dem Fahrtraining erreicht haben, gibt es dafür von uns eine uneingeschränkte Empfehlung, wenn man sich nicht nur auf den Standardrouten bewegen will.

Die Campsite der Farm Ababis fiel aus unserer Sicht dann durchaus etwas ab. Grundsätzlich liegt sie schön, ist in Sichtweite zur Farm, sodass man auch zu Fuß mal zum Pool gehen kann. Für unseren Geschmack bieten die Campsites aber zu wenig Schatten, es gibt weder Dächer noch Windschutz und es fehlen sowohl Strom als auch Wasser auf dem Campsites. Im zentralen Ablution Block gibt es natürlich Wasser aber auch hier ist Strom Fehlanzeige. Originell sind die Kerzen und Streichhölzer, die dort bereit liegen und die man dann irgendwie auf den Steinen überm Waschbecken mit Wachs fixiert. Wir haben alternativ eine unserer Lampen zum Aufhängen, die wir mal bei einem deutschen Kaffeeröster erworben haben, benutzt, Stirnlampe hat man beim Camping ja ohnehin für den Weg im Dunklen dabei.

20241126_194145.jpg



In der zweiten Nacht nahm der Wind dann richtig Fahrt auf, sodass wir nachts um 3.00 Uhr lieber die Awning eingeklappt haben, bevor da was kaputt geht. Morgens war an frühstücken nicht zu denken, weil der Wind immer noch heftig blies. Wir haben dann kurzerhand unsere Möbel beim Ablution Block im Windschatten aufgestellt, weil ein ausgiebiges Frühstück mit Kaffee, O-Saft, Rührei usw. für uns auch und gerade beim Campen dazugehört.

20241128_073008.jpg


20241128_073209.jpg
zuletzt bearbeitet 27. Juli 2025
Themenstarter544 Beiträge · seit 201428. Juli 2025 · #2
Weiter ging es nach dem Zusammenpacken Richtung Swakop aber ein kurzer Stopp in Solitaire ist für uns ein Muss … dafür haben wir die Strecke dann nahezu in einem Rutsch durchgezogen, weil das ja auch zeitlich bei der häufig schlechten C 14 nie sicher planbar ist, wie lange man so braucht.

Gerne hätten wir wieder einen Zwischenstopp in Mirabib eingelegt aber wir hatten in Swakop einen Termin, der nicht auf das Wochenende geschoben werden konnte.
Tja, und dann gab es kurz hinterm Kuiseb ein kleines déjà vu. Nachdem wir zwei Jahre zuvor am Kuiseb Pass mit einer geplatzten, ausgelaufenen Starterbatterie unsere Fahrt kurz unterbrechen mussten (Campingequipment raus, Zweitbatterie hinten aus und vorne einbauen, alles wieder rein und weiter geht’s nach Swakop statt nach Mirabib) hatten wir nun ein kurzes Stück weiter Richtung Walvis ein anderes Problem. Nachdem wir Benzingeruch aus der Lüftung wahrgenommen haben, nahm der Motor nicht mehr richtig Gas an und ging dann komplett aus. Wir also links ran im Nirgendwo und Motorhaube mit mulmigem Gefühl aufgemacht. ‚Teile der Reisegruppe‘ suchten mal wieder die wichtigsten Dokumente zusammen und bereiteten sich innerlich auf ein größeres Problem vor. Letztlich war aber nur eine Kraftstoffleitung am Filter abgesprungen und da die nicht per Schlauchschelle fixiert wird, sondern über einen Clip einrastet, gehe ich davon aus, dass sie beim Service vielleicht schon nicht zu 100 % eingerastet wurde. Ist letztlich auch egal, denn passiert ist, trotz auslaufendem Benzin nichts Schlimmes und nach kurzer ‚Reparatur‘ ging es weiter. Die C14 war aber, wie üblich, in einem erbärmlichen Zustand, daher kann ich auch nicht ausschließen, dass sich da wirklich was gelöst hat.

In Swakop angekommen ging es erstmal zu Namib Campers, weil wir da einen Termin ausgemacht hatten, um eine Kleinigkeit am Auto ‚pimpen‘ zu lassen. Wie das Leben so spielt, fanden wir die mit einer Namibia-Karte folierten Tische im Shop ziemlich gut und unser aktueller Tisch war ohnehin immer etwas schwierig zu verstauen. Der folierte Tisch hingegen passte mit einigen Anpassungen ziemlich perfekt in die vorhandene Halterung unterm Roofrack … gekauft! Nun können wir also die Reiseplanung nebenbei beim Essen machen.

20241128_153947.jpg


Am ersten Tag beschränkten wir uns hauptsächlich auf das Maßnehmen und dergleichen, für die Restarbeiten sind wir dann am nächsten Tag nochmals hingefahren und haben uns während der Arbeiten zum Teil die Beine vertreten (und ein bisschen mit angepackt). Die Schritte durch den Shop von Namib Campers sind aber auch sehr gefährlich, weil bei all den schönen Sachen schnell mal Begehrlichkeiten aufkommen. Auch draußen darf man sich nicht runterziehen lassen, denn was die Firma da so auf die Räder stellt, ist schon aller Ehren wert und steht ein paar Stufen über unserem ‚Beast‘. Letztlich ist unser Auto aber sowieso das beste … denn es ist unseres. 😎

20241128_153853.jpg


Übernachtet haben wir, wie immer in Swakop, in der Pension Rapmund, die uns wirklich gut gefällt. Freundliches Personal, schönes Frühstück und die Zimmer und Betten sind natürlich auch gut. Für uns als Camper gibt es ‚Gemeinschaftsküchen‘ mit Kühl- und Eisschrank, sodass wir unsere Vorräte aus dem Fridge während des Aufenthalts dort lagern konnten.
Gegessen haben wir in Swakop jeweils auswärts. Am ersten Abend, wie so oft, im Western Saloon mit abermals sensationellem Filet-Steak und am zweiten Abend sind wir erstmals im Brauhaus gewesen. Das war nach unserem Geschmack auch völlig in Ordnung aber wir mögen es lieber eine Nummer kleiner.

20241129_114154.jpg


Von Swakop aus ging es für uns nach ein paar Einkäufen via Wlotzkasbaken (wir sind von der C34 Wlotzkasbaken Süd runtergefahren, einmal durch den Ort und dann W‘ Nord wieder auf die C34 …) 😉

DSC02826.JPG


DSC02833.JPG


DSC02830.JPG


und Henties Bay (nochmal tanken … die Luftblase in einem der beiden Tanks, die sich erst während der Fahrt ‚zurecht rüttelt‘ ist eine Besonderheit des Doppeltanksystems unseres Autos) in Richtung Ugab Rhino Camp. Unterwegs kamen wir an einem Projekt für grünen Wasserstoff vorbei.

DSC02841.JPG


DSC02842.JPG


Das Rhino Camp finde ich (Henning) total klasse … Teile unserer Reisegruppe aber eher nicht so prickelnd. Nun ja, das Leben ist ein Kompromiss und wir hatten einen richtig netten Abend und haben den Spanier, der per Fahrrad nach Kapstadt unterwegs war, abends noch auf ein Kaltgetränk eingeladen. Respekt vor seiner Leistung, insbesondere weil er, da er irgendwie noch Zeit übrig hatte, aktuell wieder nach Norden fuhr und so konnten wir ihn abends bei Stirnlampenlicht und mit unserem neuen Tisch hervorragend bei der weiteren Tourplanung unterstützen. Das Rhino Camp war gut gebucht, neben dem Spanier auf dem Fahrrad waren noch zwei französische Autos vor Ort sowie eine Motorrad-Gruppe von Hannibal Tours nebst Begleittross.

20241130_135937.jpg


20241130_183942.jpg


20241130_184032.jpg


20241130_184046.jpg


Was es da morgens beim Waschen und Zähneputzen zu lachen gab, wissen wir leider beide nicht mehr 🤨
DSC02853.JPG
zuletzt bearbeitet 28. Juli 2025
23 Beiträge · seit 202530. Juli 2025 · #3
Bin gespannt auf eure weiteren Stationen, besonders Etosha! Wir überlegen nämlich gerade wie es für uns nach Okaukuejo und Halali weiter geht (ob Namutoni oder Onguma Tamboti). Deswegen bin ich auf deinen Bericht zu den beiden Campsites gespannt!

Viele Grüße
Sylvie
Themenstarter544 Beiträge · seit 201430. Juli 2025 · #4
Sylvie Namibia Newbie schrieb:Bin gespannt auf eure weiteren Stationen, besonders Etosha! Wir überlegen nämlich gerade wie es für uns nach Okaukuejo und Halali weiter geht (ob Namutoni oder Onguma Tamboti). Deswegen bin ich auf deinen Bericht zu den beiden Campsites gespannt!

Viele Grüße
Sylvie
Hallo Sylvie,

ist nicht unbedingt Bestandteil meines Kurzberichts und deshalb vielleicht ein paar Anmerkungen und subjektive Eindrücke zu den Campsites:

Als Erst- oder Zeittäter würde ich wohl immer IM Park (und damit bei NWR) übernachten, wie Ihr das auch geplant habt. Die beleuchteten Wasserlöcher in Okaukuejo und Halali sind toll und dort ist nachts in der Regel richtig was los. Die Campsites in Okaukuejo und Halali finden wir dagegen mittlerweile grenzwertig, zumindest für den von NWR aufgerufenen Preis. Okaukuejo ist selbst in der Nebensaison, wenn wir reisen, immer sehr voll und rummelig und man steht im Sand ... und falls es mal richtig regnet, je nach Stellplatz auch fix im Wasser.
In Namutoni steht man auf Gras, was wir angenehmer finden und es geht dort gefühlt ruhiger zu, auch wenn die Campsite fully booked ist.
Die Ablution Blocks sind sehr in die Jahre gekommen und wir empfinden es als inakzeptabel, wenn überall zum Wassersparen aufgerufen wird und dann, wie mehrfach gesehen, jede zweite Klospülung Tag und Nacht durchläuft. Wegen der mangelnden Instandhaltung scheinen aber auch bei vielen Touristen sämtliche Hemmungen zu fallen, denn anders ist es nicht zu erklären, wie die sanitären Anlagen hinterlassen werden 🤢 oder das in der Spülküche ein komplettes Waschbecken mit z. B. Zwiebelschalen verstopft wird. 😈
Wir mochten uns das nicht mehr antun und übernachten daher mittlerweile außerhalb des Parks, waren aber auch schon diverse Male im Etosha und legen unseren Schwerpunkt daher eher auf eine schöne Campsite.

Was auf jeden Fall für die Übernachtung im Park spricht, ist die Problematik mit dem Vet-Fence, den Ihr sonst jeden Abend überquert. Daher sind wir z. B. nicht zwei Nächte vor dem Anderson-Gate gewesen. Beim von Lindequist-Gate war unser Kühlschrank ziemlich leer und wir hatten nur noch z. B. zubereitetes Gulasch dabei ... dann ist das natürlich kein Problem.

Dies sind, wie gesagt, unsere subjektiven Eindrücke und Präferenzen, die ich hier einmal eingefügt habe, weil ich im RB nicht so darauf eingegangen wäre.


Eine tolle Reise wünscht
Henning
Themenstarter544 Beiträge · seit 201430. Juli 2025 · #5
Am nächsten Morgen ging es für uns nach Norden aus dem Rhino Camp raus, wir fuhren westlich und nördlich um den Doros Crater herum und schließlich via Goantagab zum Madisa Camp.

20241201_105523.jpg


20241201_133842.jpg


Berichtet haben wir über diese Erfahrungen bereits hier:
https://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/296328-ugab-river-goantagab-flussbett-nach-madisa.html?start=18#699555

Im Goantagab Richtung Osten standen an den verschiedenen Tracks ‚No Entry Schilder' von den Betreibern eine Tented Lodge nah am Goantagab. Ob das dort in der Form zulässig ist, wissen wir nicht genau … da wir nach Madisa wollten, blieb uns keine andere Wahl und wir sind möglichst weit entfernt von der Lodge Richtung Madisa gefahren.
Der Zustand des Goantagabs war, wie im oben verlinkten Thread von Lillytrotter beschrieben. Richtung Osten wurde der Sand gröber und deutlich schwieriger zu fahren. Das war trotz reichlicher Reduzierung des Reifendrucks eine ziemliche Quälerei und Strapaze fürs Auto. Das wir am frühen Nachmittag und bei Temperaturen jenseits der 40 Grad unterwegs waren, machte das Ganze natürlich nicht besser aber letztlich sind wir gut , wenn auch mal wieder mit kochendem Benzin im Tank, in Madisa angekommen.

20241201_133853.jpg


20241201_142443.jpg


Wir bekamen an der Rezeption den Hinweis, dass die Gäste üblicherweise über die Straße kommen und nicht durch das Rivier... Trotz vorhandener Tracks war das demnach doch nicht so üblich.

20241201_181518.jpg



Die Campsites waren okay, vor allem schön schattig aber aus unserer Wahrnehmung auch nicht überragend. Dusche und WC sind auf Decks angelegt, ohne Dach aber mit Schatten durch Bäume.

DSC02872.JPG


DSC02870.JPG


Wir haben uns dort zwei Nächte einquartiert und an dem Standtag einfach mal nichts gemacht (na gut, ein paar Kleinigkeiten am Auto erledigt). Strom ist auf den Campsites vorhanden, allerdings maximal für Licht und z. B. den Kühlschrank im Auto. In der zweiten Nacht blieb aber alles dunkel, da gab es wohl ein technisches Problem. Wir waren übrigens ab dem 1. Dezember dort und just an diesem Tag hatte auch ein neues Management dort begonnen. Es lief aber rund und alle machten einen guten Job.

20241201_195219.jpg


20241202_145511.jpg


Kleiner Nachtrag:
Den Pool- und Barbereich haben wir über Mittag aufgesucht und hatten leichte Schwierigkeiten, uns dort zu 'etablieren', da wir auch an diesem Tag eine Motorradgruppe von Hannibal-Tours getroffen haben. Anders als die überwiegend schweizerische Gruppe am Tag zuvor im Rhino-Camp waren die Engländer, die in Madisa über Mittag einkehrten eher 'verhaltensauffällig'. Zumindest waren die offenbar der Meinung, dass das gesamte Ensemble denen gehört, so war unser Eindruck ... die Bilder sind dann entstanden, als wieder Ruhe eingekehrt ist. 🙂

20241202_145535.jpg


20241202_151614.jpg


20241202_200054.jpg
zuletzt bearbeitet 31. Juli 2025
243 Beiträge · seit 202131. Juli 2025 · #6
Hallo Henning, nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. Toll ist, dass einem dann der Abschied nicht so schwer fällt.
ich lese gerne Deinen Bericht und Euren Namibiakartentisch finde ich total cool !
Liebe Grüße Kirsten
Themenstarter544 Beiträge · seit 201431. Juli 2025 · #7
Da es, wie erwähnt, eine eher kürzere Reise war, haben wir uns entschieden, von Madisa zum Südgate des Etosha zu fahren. Zuletzt waren wir zwei Jahre zuvor im Etosha und waren seinerzeit über den Zustand der Strecken, wie auch der Campsites mal wieder wenig begeistert. Wir wollten also erstmal schauen, wie die Verhältnisse vor Ort waren und sind via Outjo (mit Boxenstop in der Outjo German Bakery) zur Campsite vom Etosha Trading Post gefahren.

20250203_183607.jpg


Für uns ist dies mittlerweile der ‚place to be‘ beim Anderson Gate, weil wir Okaukuejo wirklich rummelig finden. Die Campsites sind super, haben ein Häuschen mit festem Dach und Steinwänden, sodass schlechtes Wetter einem nichts anhaben kann. Strom und Wasser sind sowieso vorhanden. Außerdem ein kleines Wasserloch.

20241203_191657.jpg


iNAM202501_0225.JPG


iNAM202501_0226.JPG


iNAM202501_0227.JPG


Die Campingnacht selbst war extrem grenzwertig, weil bei dem Fahrzeug auf dem Stellplatz nebenan mehrfach der Alarm anging. Eigentlich ein klarer Fall, größeres Insekt im Auto. Leider war der alleinreisende Engländer nicht halb so souverän, wie er sich nachmittags mehrfach präsentiert hatte, als er mit Bierdose in der Hand megacool auf der Campsite rumlief. Er blieb offenbar im Dachzelt liegen, drückte auf die Fernbedienung zum Öffnen des Fahrzeugs und nach ca einer halben Minute kam immer wieder der Quittierton, dass sich das Auto wieder verriegelt hat. Ist halt so, wenn man nach dem Entriegeln keine Tür öffnet. Beim sechsten oder zehnten Mal (ich weiß es nicht mehr) bin ich dann aus dem Dachzelt raus, hab mir Taschenlampe und ein paar Schraubenschlüssel gepackt und bin rüber. Da kam der gute Mann dann auch endlich mal aus dem Dachzelt rausgekrabbelt. Er meinte er könne da nichts für und auch nach meiner Erklärung beharrte er darauf, dass er das Auto entriegelt habe … Tür hätte er natürlich geöffnet (interessant, vom Dachzelt aus…) … und das wäre ein Mietwagen, da sei bestimmt etwas kaputt und er könne da nun gar nichts machen … Werkzeug habe er auch keins. Kein Problem sagte ich zu ihm, aber ich, denn ich klemme jetzt die Batterie ab, weil mich das hier nervt. Er hat zwar rumdiskutiert aber die Haube aufgemacht… danach konnten wir endlich schlafen.

Unser Besuch im Etosha war dann besser als erwartet, es ist also durchaus sinnvoll, die eigenen Erwartungen mal ganz weit unten anzusiedeln… dann klappt das schon und wird schön. Die Strecke von Okaukuejo nach Namutoni war nicht so schlimm, wie zwei Jahre zuvor und wir sind ohne große Schlenker nach Namutoni auf die Campsite gefahren. Von unseren Sichtungen waren wir durchaus angetan und auch die Campsite von Namutoni gefällt uns dort noch am besten, weil man einigermaßen viele Schattenbäume hat und auf Gras und nicht im Staub steht.

DSC02178.JPG


DSC02231.JPG


DSC02255.JPG


DSC02276.JPG


DSC02300.JPG


DSC02334.JPG


DSC02481.JPG


DSC02494.JPG


DSC02504.JPG


DSC02596.JPG


DSC02643.JPG


DSC02663.JPG


DSC02722.JPG

Da haben wir mal besser Platz gemacht...


Dennoch sind wir nach einer Nacht wieder aus dem Park raus, weil wir die Campsites auf Onguma mal ausprobieren wollten (sind aber natürlich am nächsten Tag wieder in den Park gefahren ... die Bilder oberhalb sind also an zwei Tagen entstanden das ist natürlich Quatsch, wir sind am späten vormittag raus aus dem Park, haben eingecheckt und sind nachmittags nochmal rein). Rückfrage am Gate ergab, dass eine der Tamboti Campsites frei sei (da waren durchaus noch ein paar mehr frei). So hatten wir dort für einen minimal höheren Preis, als das, was NWR so aufruft eine schöne, private Campsite mit allem, was man so braucht. Einzig die ‚Vetfence-Problematik‘ besteht dann, weil man kein unverarbeitetes Fleisch aus dem Park ausführen darf. Für uns kein Problem, wir hatten uns Gulasch vorgekocht und im Kühlschrank in einer entsprechenden Dose einvakuumiert dabei. Kurze Frage in die Runde … wer hat sonst noch ein Vakuumiergerät auf Campingtrips dabei? Wie schwören da mittlerweile drauf, weil wir wirklich baff sind, wie lange sich zum Beispiel ein Salatkopf hält, wenn man da immer nur ein paar Blätter für die Sandwiches von abnimmt und den anschließend wieder ‚mit Gefühl‘ einvakuumiert. 😉

DSC02889.JPG


DSC02892.JPG


iNAM202501_0198.JPG


iNAM202501_0199.JPG
zuletzt bearbeitet 03. Aug. 2025
768 Beiträge · seit 201731. Juli 2025 · #8
Hallo MaHe, ich reise gerne mit dir mit. Vielen Dank für den schönen Bericht. Euer Tisch finde ich super! Liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Themenstarter544 Beiträge · seit 201403. Aug. 2025 · #9
Am folgenden Tag sind wir von Onguma aus gar nicht mehr in den Etosha gefahren, sondern via Tsumeb nach Kamrav zu unserer guten Freundin Maryna. Auch der Aufenthalt war wie gewohnt super angenehm. Es gibt für die Camper einen geräumigen Unterstand, Tisch und Stühle sind vorhanden. Wir müssen da also eigentlich unser Auto nicht ausräumen, machen es aber dennoch meistens, weil wir auf Kamrav, vor der letzten Etappe nach Windhoek, schon mal beginnen, unsere Sachen zu sortieren und das Auto aufzuräumen. Die Nachmittage (auf Kamrav gibt es Kaffee und Kuchen auch für die Camper) und Abende mit Maryna waren wieder sehr herzlich. Es ist faszinierend, dass sie von den Geschehnissen auf der Welt gefühlt deutlich mehr mitbekommt, als wir … selbst wenn wir zu Hause sind.

DSC02924.JPG


DSC02926.JPG


Der Abschied von Maryna fiel uns nach zwei Tagen auf Kamrav wieder wahnsinnig schwer, am liebsten wären wir geblieben … wie immer. Die Strecke Kamrav - Windhoek ist für unseren Geschmack eigentlich etwas grenzwertig weit, aber eine Zwischenübernachtung mögen wir da nicht noch einschieben.

20241206_192127.jpg


20241207_193956.jpg


In Windhoek beim Maison Ambre lernten wir dann das erste Mal Antonio, den neuen Betreiber kennen. Antonio und seine Frau betreiben nunmehr das Gästehaus, sind aber ohnehin im Tourismussektor aktiv, vor allem mit einer kleineren Autovermietung, die überwiegend Suzuki Jimnys für Lodgehopper vermietet. Zur Abrundung waren die Zwei schon länger auf der Suche nach einem Gästehaus und wurden dann beim Maison Ambre fündig. Antonio ist super bemüht um seine Gäste, hat das Team von Beate übernommen und ist ein wirklich guter Gastgeber. Einzige Umgewöhnung für uns ist, dass wir nun auf Englisch mit dem Gastgeber sprechen … also kein Problem. Wir trafen dort aber andere Reisende aus dem deutschsprachigen Raum, die kein Wort Englisch konnten und ein Problem damit hatten, keinen deutschsprachigen Gastgeber zu haben. Aber ein paar Brocken Deutsch kann Antonio auch, also alles bestens.

Der Rest war für uns Routine, wie Auto waschen (lassen),

20241209_095116.jpg


ein paar Läden aufsuchen und dergleichen, sowie das Auto schweren Herzens wegbringen und unterzustellen. Mit unserem Transfer klappte alles gut, sodass wir zwar ungern aber doch mit einem Lächeln zum Flughafen fuhren … denn, es war nun einmal ein kurzes „Flying Home for Christmas“. 😊


Die folgenden Wochen verbrachten wir dann mit Arbeit, Familie und Weihnachtsfest inklusive Jahreswechsel aber die T4A Karte war nie weit weg, denn wir mussten ja mal einen groben Plan für den nächsten Aufenthalt machen. 🙂

IMG-20241229-WA0000.jpeg


IMG-20250801-WA0003.jpg
zuletzt bearbeitet 03. Aug. 2025
Themenstarter544 Beiträge · seit 201409. Aug. 2025 · #10
„Flying Home for Christmas“ * 2 Mal Namibia in kurzer Zeit
2. Teil


18. Januar 2025: Wir starten wieder nach Namibia!
Bis auf das Guesthouse und eine Campsite auf Erongo Rocks als zweite Station haben wir nichts vorgebucht, denn wir wollen natürlich erstmal vor Ort schauen, wie sich das Wetter so entwickelt. Die Prognose für den Nordwesten sieht gut aus, sodass wir von Windhoek aus noch zwei Nächte in Etaambura fest machen.

Herausgekommen sind letztlich die folgenden Stationen:
2 N Maison Ambre Guesthouse
2 N Erongo Rocks, Campsite 360
2 N Mowani Campsite
2 N Hoanib, Elephant Song Campsite
1 N Puros Bush Lodge Campsite
2 N Etaambura Cabin
1 N Opuwo Country Lodge Campsite
2 N Kunene, Camp Cornie Campsite
1 N Kamanjab, Oppi Koppie Campsite
1 N Etosha Trading Post Campsite
2 N Onguma Tamboti Campsite
3 N Kamrav Guestfarm Campsite
2 N Maison Ambre Guesthouse

Von unserem Zuhause im Herzen Schleswig-Holsteins geht es per Flughafentransfer nach Hamburg zum Flughafen und dann über Frankfurt nach Windhoek.

iNAM202501_0003.JPG


20250118_201244.jpg


Auch dieses Mal läuft für uns mit Lufthansa und Discover alles ziemlich reibungslos, nur können wir beim online Check-In am Abend zuvor irgendwie Marions Sitzplatz nicht ändern. Da wir auf separaten Tickets reisen (einmal mit, einmal ohne Aufgabegepäck) mag das daran liegen … kann es aber eigentlich nicht. Irgendwie schaffen wir es dann doch noch und können zusammensitzen.
Der Flug startet mit etwas Verspätung, weil die Maschine enteist werden muss. Das hatten wir bisher noch nicht aber das geht ja fix.

20250118.jpg


Durch unsere Sitzplätze in der Mitte der Maschine haben wir natürlich eine eher schlechte Ausgangsposition für die Immigration, sodass wir bei dieser Einreise etwas länger warten müssen. Dass unsere Reisetasche gefühlt als letztes Gepäckstück auf das Band kommt, ist auch nicht so toll … aber immerhin ist sie da. 😉 Im Flughafen wartet schon unsere Freundin Marianne und holt uns ab. Bei ihr gibt es wieder ein leckeres Frühstück und unser Auto können wir direkt dort übernehmen, weil sie es dankenswerterweise für uns in Windhoek bei Offroad-Centre abgeholt hat. Nach einem ausgiebigen Schnack fahren wir ins Maison Ambre Guesthouse, wo eine Angestellte auf uns wartet und uns erzählt, dass sie beim abbiegen in die Irle Street unser Auto schon am Sound erkannt hat. Da lacht das Herz und das Kind in mir freut sich. 😊 Wir packen nur schnell unsere Sachen aus und fahren dann für einen kurzen Einkauf (es ist wieder Sonntag) zur Maerua Mall. Anschließend räumen wir noch das Auto um, weil wir die wertvolleren Sachen beim Unterstellen immer einschließen und gehen dann früh ins Bett.

Am nächsten Morgen frühstücken wir ausgiebig und unterhalten uns noch eine ganze Weile mit Antonio und anderen Gästen. Danach geht es aber los, denn der heutige Tag hatte vorher schon den Arbeitstitel ‚busy day in Windhoek‘ verpasst bekommen.
Unsere Stationen waren im Einzelnen:

Offroad-Centre: Unser Auto hatte zuvor kurzfristig neue Federn an der Hinterachse mit passender Traglast bekommen, da musste noch die Rechnung bezahlt werden

20250120_104134.jpg


Supertyres: Wegen der neuen Federn sollte die Spur eingestellt werden

20250120_092621.jpg


20250120_093742.jpg


Klein Windhoek Schlachterei: Fleisch für den morgigen Tag vorbestellen

20250120_101210.jpg


Bushwhackers: Da finden wir immer was

Auto Etzold: Kleinigkeit wegen der Kraftstoffversorgung klären

Cymot Grove Mall: Zweiten Stretcher und noch was anderes kaufen

20250120_120323.jpg


Grove Mall: Teile des Einkaufs

20250120_120338.jpg


Pupkewitz Megabuild: Ein paar Aluprofile, Schrauben usw.

20250120_121315.jpg


Maerua Super Spar: weiter einkaufen und insbesondere in den Bottle Store

20250120_145055.jpg



Zusätzlich dann noch tanken und so Kleinigkeiten aber wir haben zwischendurch in unserer ‚Lieblingspizzeria‘ in der Grove Mall gegessen, sodass wir abends dann irgendwann platt ins Bett gefallen sind und nicht noch essen gehen ‚mussten‘.

Morgen geht es dann auf Pad in den Erongo.
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2025
Themenstarter544 Beiträge · seit 201412. Aug. 2025 · #11
Am nächsten Morgen waren wir ‚nur noch‘ ein paar Frischwaren wie Salat und dergleichen kaufen und das Fleisch abholen. Dann ging es wie geplant via Omaruru zur Erongo Rocks Farm. Obwohl dies unsere elfte Namibiareise war, waren wir tatsächlich noch nie in Omaruru und auch nicht im ‚nördlichen Teil‘ des Erongos. Also eine Premiere und aus unserer Sicht verdienen sowohl die Landschaft als auch Erongo Rocks selbst die Note eins mit Sternchen. Da waren wir definitiv nicht zum letzten Mal!

iNAM202501_0005.JPG


iNAM202501_0008.JPG



Die Begrüßung durch Terry war sehr herzlich. Terry führt zusammen mit ihrem Mann Didi (Diethelm) Rust dessen Farm gemeinsam. Weil das im Erongo mit traditionellem Rinderfarming nicht so einfach ist, setzen die beiden seit einigen Jahren auf Tourismus … und mitten in die Erweiterung und Ausbau der Campsites kam Covid. Während dieser nicht so einfachen Zeit haben die Zwei sämtliche Häuser der Farm für Self-Catering Gäste vermietet und sind selbst auf eine der Campsites gezogen. Um nicht direkt unter den Gästen zu wohnen, haben sie sich nach einiger Zeit zur Selbstnutzung das heutige „Camp 360“ errichtet und dort 18 (?) Monate gelebt. Das ist die Geschichte hinter Camp 360, die uns Terry erzählt hat. Auf meine Frage, warum diese Campsite frei war, während die anderen Campsites (Dik-Dik wird auch hier im Forum immer als Favorit genannt) häufiger gebucht werden, meinte Terry, dass viele Gäste wohl, wenn sie im Erongo sind „in den Steinen campen wollen“. Klingt zwar nachvollziehbar aber für uns ist Camp 360 dennoch der Favorit, auch weil es mit wirklich viel Liebe eingerichtet ist.

20250121_164317.jpg


20250121_164345.jpg


Nach kurzem anschauen stand unser Entschluss fest: Wir übernachten das erste Mal auf unseren Stretchern und hatten zwei tolle Nächte … fast unter freiem Himmel. Das ist wirklich ein sehr schöner Ort und war wie gemacht, für den Geburtstag, den ‚Teile unserer Reisegruppe‘ dort begangen haben.

20250121_184616.jpg


20250121_205708.jpg


iNAM202501_0013.JPG


iNAM202501_0016.JPG

Dieses Bild ist der Beweis, dass wir nicht viel Mühe damit haben, eine Campsite mal ganz schnell zuzumüllen... 😉



Am zweiten Tag haben wir das Farmgelände und die freien Campsites mal in Augenschein genommen und waren wirklich begeistert, super schön dort.

iNAM202501_0031.JPG


iNAM202501_0039.JPG


iNAM202501_0049.JPG


iNAM202501_0052.JPG


Wir hätten da durchaus noch eine Nacht dranhängen mögen aber zumindest unsere Planung war, dass wir im Verlauf dieses Urlaubs noch hoch bis an den Kunene wollten, wie drei Jahre zuvor durch das Marienflusstal zum Camp Syncro. Wie das mit Plänen und Realität dann so ausgeht … dazu dann später mehr. Denn als nächsten Stopp hatten wir uns auf dem Weg Richtung Palmwag die Mowani Campsite in der Nähe von Twyfelfontein ausgeguckt. Unterwegs sind wir in Uis mittlerweile schon traditionell im Cactus & Coffee Teagarden in Uis eingekehrt.

20250123_121920.jpg


20250123_122115.jpg
zuletzt bearbeitet 12. Aug. 2025
Themenstarter544 Beiträge · seit 201414. Aug. 2025 · #12
Anders als noch vor ein paar Jahren hat die Mowani Campsite einen eigenen Bereich mit Rezeption und Pool, ein paar Dinge und Getränke kann man dort auch kaufen. Hintergrund dürfte klar sein … Trennung der Campinggäste von den Lodgegästen. 😉

iNAM202501_0069.JPG


IMG-20250124-WA0007.jpg


20250123_171043.jpg


iNAM202501_0068.JPG


iNAM202501_0080.JPG


Wir haben dort für zwei Nächte eine Campsite gebucht und sind an dem freien Tag nach einem ausgiebigen, leckeren Frühstück (mit diversen Gästen) auf eigene Faust in den Aba-Huab gefahren.

20250124_082113.jpg


20250124_084922.jpg


Wüstenelefanten haben wir dort zwar keine gefunden aber das war ein wirklich toller Tag in einer wunderschönen Gegend, kleine Lunchpause mitten im Flussbett inklusive.

iNAM202501_0082.JPG


iNAM202501_0084.JPG


iNAM202501_0086.JPG


Da wir durchaus schon wieder tanken konnten, sind wir nach dem Ausstieg aus dem Aba-Huab zur Tankstelle der Twyfelfontein Country Lodge. Echt ein herrliches Bild, weil da eine Zapfsäule mit Dach ‚mitten in der Wüste‘ steht. Das beste war freilich, dass Petrol überhaupt kein Problem war, sodass die Tanks wieder full-full waren.

iNAM202501_0090.JPG


20250124_124842.jpg


20250124_202022.jpg



Eigentlich wollten wir von Mowani aus durch die Palmwag Concession in den Hoanib aber irgendwie waren wir in Summe spät dran, nicht nur am heutigen Tag, sondern insgesamt.
Wir hatten die Buchung für Etaambura um eine Nacht vorziehen müssen, weil das Camp ausgerechnet an unserem Wunschdatum ‚fully booked‘ war. In Palmwag wurden nochmals alle Tanks inklusive Jerrycan vollgemacht, in der Palmwag-Lodge noch das Permit für die Concession geholt und ein Brot gekauft. Wir merkten dann aber, dass das Ganze zeitlich irgendwie nicht aufgeht und wir dann doch lieber zwei Nächte in der Elephant Song Campsite im Hoanib verbringen wollten. Schweren Herzens fuhren wir via Sesfontein (da wollten wir nochmals tanken, gab aber kein Petrol) in den Hoanib. Die Fahrt durch den Hoanib im Sandsturm war durchaus ‚spannend‘ aber wir sind letztlich weder vom Weg abgekommen noch im Bulldust stecken geblieben.

Screenshot2025-08-14185533.png


An dem ‚speziellen Gate‘ kurz vor der Elephant Song Campsite wollte der Aufpasser eine Gebühr für die Palmwag Concession abgreifen, obwohl wir ja das Permit bereits bei der Lodge geholt hatten. Nach kurzer aber deutlicher Diskussion durften wir auch reinfahren. Der Aufenthalt in Elephant Song war sehr schön, auch wenn uns wirklich alles eingestaubt ist, wegen des Sturms, der den Sand ordentlich aufgewirbelt hat. Zum Abend hin, flaute der Wind soweit ab, dass wir zumindest ohne größere Bedenken das Dachzelt aufklappen konnten … nahm in der Nacht aber wieder an Fahrt auf.

iNAM202501_0334.JPG


20250125_190413.jpg


Am Folgetag haben wir eine gemütliche Pirschfahrt durch den Hoanib gemacht und sind ein klein wenig angefasst und bewegt auf alten Spuren unterwegs gewesen. Im Januar 2022 sind wir den Crowthers Trail gefahren und zwischen dem Hoanib Valley Camp und De Port kam uns der Hoanib entgegen. Wir haben seinerzeit zusammen mit einem Namibier und dessen Sohn unter einem Baum nahe des HVC übernachtet und hatten einen der schönsten Campingabende unserer Namibia-Reisen.

20250126_134747.jpg


iNAM202501_0344.JPG


iNAM202501_0411.JPG


Heute können wir die Familie mit Recht als gute Freunde bezeichnen und waren mit denen ein Jahr zuvor auch gemeinsam im Khaudom unterwegs. Wir haben daher bei unserer Lunchpause wirklich in Erinnerungen geschwelgt und waren nach einem ausgiebigen Gamedrive am späten Nachmittag zurück im Elephant Song Camp. Unsere Sichtungen waren nicht so überragend, wie manchmal aus der Gegend berichtet wird aber an solchen Orten können wir uns schon über einzelne Tiere freuen, weil es für uns einfach etwas anderes als in Nationalparks ist.

iNAM202501_0339.JPG


iNAM202501_0343.JPG


iNAM202501_0347.JPG


iNAM202501_0349.JPG


iNAM202501_0374.JPG


iNAM202501_0394.JPG


iNAM202501_0396.JPG


iNAM202501_0408.JPG


iNAM202501_0419.JPG


iNAM202501_0421.JPG
zuletzt bearbeitet 14. Aug. 2025
Themenstarter544 Beiträge · seit 201420. Aug. 2025 · #13
Nach der zweiten Nacht in Elephant Song wollten wir, sofern es in Sesfontein mittlerweile Petrol gegeben hätte, via Sesfontein nach Puros fahren. Magnus vom Elephant Song Camp war so nett, in Sesfontein nachzufragen, mit dem Ergebnis, dass es immer noch kein Petrol gäbe. Einerseits konnten wir somit durch den Hoanib und hoch durch die Giribes Plains nach Puros fahren, der Ausflug an den Kunene war damit aber quasi unmöglich, weil das kraftstoffmäßig möglicherweise recht knapp geworden wäre. So risikofreudig sind wir dann doch nicht, dass wir uns auf Kanister-Tankstellen oder den letzten Tropfen im Tank verlassen möchten.

20250127_113304.jpg


20250127_124934.jpg


iNAM202501_0106.JPG

Am Reserverad hängt der Müllbeutel, da man beim Elephant Song Camp gebeten wird, den Müll mitzunehmen

iNAM202501_0111.JPG


iNAM202501_0116.JPG



In Puros selbst hatten fast alle Shops geschlossen, auch der berühmte Man U Shop. Der Betreiber sei nach Sesfontein gefahren, sagte man uns. Im einzig geöffneten Shop mit einer extrem unmotivierten Bedienung konnte ich dann gerade mal eine Flasche Cola kaufen … Wasser wäre uns lieber gewesen aber so knapp waren unsere Vorräte zum Glück auch nicht. Nervig waren die zwei angetrunkenen, jungen Männer vor dem Shop, die wohl amerikanische Rapper als Vorbilder für sich entdeckt hatten. Sie waren aber auch cool mit dicken Ketten und Sonnenbrillen … und bedrängten und bequatschten uns. Was sie wollten, haben wir aber nicht ansatzweise verstanden und ich werde spätestens dann genervt, wenn jemand nach dem Einsteigen noch seine Nase an die Autoscheibe presst. Auch aufgrund dieser Begegnung war die Suche nach einer Campsite für uns dann durchaus nicht so einfach. Anders als viele hier im Forum fühlen wir uns in Puros bzw. nahe bei diesem Ort ziemlich gestresst, insbesondere wenn wir in der Off-Season die einzigen Gäste auf einer Campsite sind. Unsere Wahl fiel letztlich auf die Campsite der Puros Bush Lodge, weil die doch ein paar Kilometer nördlich liegt. Der Hoarusib ließ sich gut queren, auch wenn er stellenweise noch etwas feucht war.

iNAM202501_0118.JPG


20250127_163756.jpg


iNAM202501_0121.JPG



Auf der Campsite gab es keinen Elefanten- oder Löwenbesuch, was völlig in Ordnung war. Dies war ein reiner Übernachtungsstopp, weil wir am nächsten Tag ja weiter nach Etaambura wollten.

20250128_084853.jpg



Das haben wir am nächsten Morgen dann auch auf relativ direktem Weg getan, die Gegend ist ein Traum und zumindest dem einen oder anderen Loneman sind wir begegnet.

iNAM202501_0123.JPG

Den armen Kerl mussten wir von einigem Zierrat befreien

20250128_102026.jpg


iNAM202501_0135.JPG


iNAM202501_0143.JPG


Unser nächster Versuch, Wasser nachzukaufen, war im Orupembe Shop No 1 ebenfalls nicht erfolgreich, wir bekamen später eine 2-Liter Flasche in einem Shop unterhalb des Etaambura Camps.
Die Anfahrt nach Etaambura ist spektakulär, die Sicht von oben in die Umgebung auch.

Etaambura-Anfahrt.jpg


iNAM202501_0166.JPG


iNAM202501_0171.JPG


20250128_195531.jpg


iNAM202501_0428.JPG



Wir waren laut Buch seit sechs Wochen erst die dritten Gäste aber wie es der Zufall wollte, war das Camp an unserem Abreisetag aufgrund einer größeren Gruppe ausgebucht. Wir finden den Platz traumhaft, müssen aber für uns feststellen, dass für uns das Preis-Leistungs-Verhältnis dort langsam nicht mehr passt. Instandhaltung wurde hektisch nach unserer Ankunft betrieben auch in unserer Cabin, weil ja die große Gruppe kommen sollte. Man fragt sich aber schon, was die vier Leute vom Staff denn die Wochen davor gemacht haben, weil die kaum zu bewegenden Schiebetüren und dergleichen ja nicht über Nacht plötzlich schwergängig geworden sind.

iNAM202501_0174.JPG


20250129_145357.jpg


iNAM202501_0161.JPG


iNAM202501_0155.JPG



Am Folgetag haben wir einen kleinen Ausflug zur Marble Mine gemacht und uns mal wieder die zahlreichen, nie abtransportierten Marmorblöcke angesehen … faszinierend!

iNAM202501_0431.JPG


iNAM202501_0438.JPG


20250129_110736.jpg


Nachmittags haben wir die ‚Kitchen-Aid‘ rausgeholt und uns ein Brot gebacken … noch warm und mit etwas Honig drauf zum Kaffee absolut lecker!

20250129_143535.jpg


20250129_144332.jpg


20250129_150530.jpg


20250129_153448.jpg
zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2025
1'523 Beiträge · seit 201121. Aug. 2025 · #14
Guten Abend Henning........

.....Teile unserer Reisegruppe...... Ha---Ha---Ha

sehr informativer RB..........viel Infos und persönliche Eindrücke.......

der Nachtfalter , der im geschlossenen Nachbarauto Alarmterror auslöst .......jep, schon einige Male durchlebt, hab
mich bis dato nicht getraut, dessen Batterie abzuklemmen, hab aber ein Kleidungsstück auf die rot blinkende Lampe gedrückt......
geht auch...... 😄 😄 😄 😄

köstlich.......LG ................BMW
Themenstarter544 Beiträge · seit 201422. Aug. 2025 · #15
Hallo BMW,

und Dankeschön für Deinen Kommentar. 🙂

Wo bei dem Fahrzeug (weiß nicht mehr, ob es Toyota, Nissan oder Ford war) der Innenraumsensor sitzt, hätte ich nicht gewusst und auch keine Lust gehabt, im Halbschlaf danach zu suchen.

Lage der Batterie war für mich einfacher und interessanterweise hat der 'Kollege', der angeblich keine Ahnung und kein Werkzeug zum abklemmen hatte, die am nächsten Morgen selbst angeschlossen und ist davon gebraust, bevor ich ihm Hilfe anbieten konnte. 😗


Gruß
Henning
Themenstarter544 Beiträge · seit 201424. Aug. 2025 · #16
Der Abschied von Etaambura fiel uns nach zwei Nächten schwer, weil es ein wirklich schöner Platz ist, an dem man auch mal die Seele baumeln lassen kann. Andererseits darf man, wie zuvor geschildert, das Preis-Leistungs-Verhältnis durchaus in Frage stellen, denn gegenüber unserem Aufenthalt drei Jahre zuvor hatten die Preise auch kräftig angezogen … und das bei dem nicht überragenden Zustand in Bezug auf die Instandhaltung.

Der ursprüngliche Plan war, über den Rooidrum-Pass und das Marienflusstal zum Camp Syncro zu fahren, aufgrund der fehlenden Nachtank-Möglichkeit in Sesfontein hatten wir das aber im Grunde schon verworfen. In Otmenje, unterhalb des Etaambura Camps standen im Shop zwar auch diverse Fässer rum aber letztlich hatten wir nun im Kopf umgeplant und verschieben den Trip zum Camp Syncro auf einen anderen Urlaub. Im Nachhinein ist das eine Art ‚Fügung‘ gewesen, denn die ein paar Tage später folgenden technischen Probleme sowie ein Wetterumschwung hätten uns ansonsten womöglich oben am Kunene ereilt und damit an einem der ungünstigsten Orte, wo einem sowas passieren kann.

Wir fuhren also via Orupembe, D3707 (Hoarusib-Riverbed-Trail) durch sehr abwechslungsreiche und faszinierende Landschaften zur C 43 und weiter nach Opuwo.

20250130_103026.jpg


Dieser arme Kerl sah leider schon etwas mitgenommen aus.


iNAM202501_0180.JPG


20250130_115725.jpg


iNAM202501_0187.JPG


20250130_121739.jpg


iNAM202501_0188.JPG


20250130_161344.jpg


Hier war erstmal tanken und Einkaufen angesagt, in einem Ort, den wir nicht wirklich mögen, weil man doch arg bedrängt und angebettelt wird. Selbst jeder Tankwart versuchte uns noch eine Tour zum Himba-Dorf aufzuschwatzen. Aufgrund der mittlerweile weit fortgeschrittenen Zeit fuhren wir zur Opuwo-Country Lodge und haben uns für eine Nacht eine Campsite genommen. So ‚edel‘ die Lodge und das Restaurant daherkommen (wir waren dort abends zum Essen), so lieblos kommt die Campsite daher.

20250130_191310.jpg


20250130_194653.jpg


iNAM202501_0190.JPG


iNAM202501_0194.JPG


Der Zustand unseres Ablution Blocks war okay, mehr aber auch nicht. Auf der Nachbarcampsite waren Arbeiter einquartiert, die scheinbar in Opuwo einen Auftrag hatten und uns im Grunde die gesamte Zeit regungslos angestarrt haben, was wir etwas nervig fanden.
Am nächsten Morgen war reger Betrieb auf der Campsite, Angestellte der Lodge sowie die Arbeiter kletterten einfach durch den Zaun. Erst da haben wir gemerkt, dass der Elektrozaun nicht unter Strom stand. Für mich zum Glück, denn ich hätte sonst in der Nacht vermutlich kein Auge zugetan!

iNAM202501_0200.JPG


Da wir abends essen waren, hatten wir morgens keine Lust Tisch und Stühle aufzubauen, da ging ausnahmsweise mal das schnelle Frühstück im stehen. Von uns persönlich bekommt die Campsite der OCL eine glatte 4- und ist für uns maximal für eine Nacht auf der Durchreise akzeptabel.

Von Opuwo fuhren wir Richtung Epupa Falls und haben uns nach 2017 zum zweiten Mal die Fälle angesehen.

20250131_125806.jpg


iNAM202501_0204.JPG


iNAM202501_0207.JPG


War es 2017 kurz vor Weihnachten und man hatte den Kunene an den Ruacana-Fällen derart aufgestaut, dass der Fluss nur noch ein Rinnsal war, sahen wir dieses Mal bereits bei der Anfahrt eine kleine Gischtwolke. Wir haben bei der Community-Campsite unser Auto sicher geparkt und das Angebot einer (nicht ganz günstigen) Führung angenommen. Ein sehr großer Mehrwert der Führung war im Nachhinein, dass wir mit unserer Führerin die Fälle ganz in Ruhe anschauen konnten, weil sie den Verkäuferinnen und „sweets“ rufenden Jugendlichen Grenzen aufgezeigt hat. Das wir zum Schluss an den Ständen noch was gekauft haben, war dafür unsere Gegenleistung.

iNAM202501_0460.JPG


Wir wurden an die besten Punkte geführt, bekamen auch Hinweise, wo es rutschig ist und viele Informationen mehr.

iNAM202501_0465.JPG


iNAM202501_0467.JPG


iNAM202501_0472.JPG


iNAM202501_0477.JPG


Am bewegendsten war für mich die Erklärung zu dem Baum an den Fällen, in den die Einheimischen die Namen der Personen ritzen, die an den Fällen zu Tode kommen (bei Interesse ins Bild reinzoomen).

iNAM202501_0469.JPG


Alles in allem für uns eine wirklich interessante und bewegende Führung, die wir nur empfehlen können.

Als Übernachtungsplatz hatten wir uns Camp Cornie, östlich von Epupa am Kunene ausgeguckt. Das Camp ist in den letzten Jahren von einem jungen Paar (Namen habe ich leider vergessen) übernommen worden und wirklich schön aufgebaut worden. Es gibt eine Lapa mit Bar und Pool davor, diverse Unterkünfte von Camping bis Luxury Tents, echt schön! Jeder Stellplatz hat Strom und Wasser und zumindest an unserem Stellplatz war ein Zelt mit Dusche und Waschbecken und an der Rückseite das ganze nochmals open-air.

20250131_155054.jpg


iNAM202501_0493.JPG


iNAM202501_0494.JPG


iNAM202501_0497.JPG


Wir waren dort gleich für zwei Nächte und in der ersten Nacht die einzigen Gäste. Wir haben an unserem Standtag mal komplett die Seele baumeln lassen (na gut, mal wieder ein paar Kleinigkeiten am Auto gemacht) und dann eines unserer ‚to-do-Projekte‘ in Angriff genommen: Pizza aus dem Potje! Für den Teig kam natürlich wieder unsere Reise-KitchenAid zum Zuge und wir können sagen, dass die selbst gemachten Pizzen aus dem Potje super lecker waren. Das haben wir im Verlauf der weiteren Reise gleich nochmal wiederholt und werden das auch in den nächsten Urlauben machen, wenn Zeit dafür da ist.

20250201_170217.jpg


20250201_170728.jpg


20250201_171302.jpg


20250201_173012.jpg
zuletzt bearbeitet 24. Aug. 2025
Themenstarter544 Beiträge · seit 201401. Sept. 2025 · #17
Am Abreisemorgen bekamen wir von den Betreibern vom Camp Cornie noch die Info, dass es ein guter Tag für die Weiterfahrt sei, da ergiebiger Regen vorausgesagt wurde, die diversen River-Crossings dann unmöglich wären und wir am Kunene festsitzen würden. Vor der Abfahrt kam dann leider das nächste déja-vue … der Land Cruiser sprang nicht an. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mir dabei noch weiter nichts gedacht, denn wir standen ja auch zwei Tage und beim ständigen Tür auf und Tür zu gehen ja jedes Mal die Innenbeleuchtung und auch noch weitere elektrische Verbraucher an. Da uns das nicht zum ersten Mal passiert ist, ist ein kleiner Starthilfebooster ohnehin dabei und schon blubberte der V8 gemütlich vor sich hin.

20250203_094009.jpg



Der Plan für heute wurde leicht geändert, wir hatten ohnehin vor, durch das Ovamboland Richtung King-Nehale –Gate des Etosha NP zu fahren. Unterwegs wollten wir nun in Outapi die Batterie checken lassen, sofern wir am Sonntag eine Werkstatt finden würden und dann weiter Richtung Ondangwa und dort übernachten.
Zunächst ging es aber die wunderschöne Strecke am Kunene entlang Richtung Osten.

iNAM202501_0213.JPG


iNAM202501_0217.JPG


iNAM202501_0221.JPG


Auch dieser Plan bedurfte ‚leichter Überarbeitung‘, denn als wir beim Kraftwerk in Ruacana auf den verwaisten Parkplatz fuhren, um für die folgende Teerstraße den Luftdruck zu erhöhen, kam es anders. Den Kompressor habe ich, wie üblich, bei laufendem Motor an die Batterie angeschlossen aber nach ein paar Sekunden verlor er spürbar an Drehzahl. Okay, die Batterie war also wirklich nicht mehr gut. Um die nicht völlig zu schrotten, fiel das Luftpumpen somit zunächst aus. Weiter ging es ein Dorf weiter nach Oshifo. Nach einem kurzen Einkauf bei Shoprite war wieder der Starthilfebooster im Einsatz und wir fuhren direkt zur Shell-Tankstelle, den Motor ließen wir nun lieber laufen. Dort gab es leider keine Batterien zu kaufen und der Kompressor versagte auch den Dienst, Luftpumpen fiel also weiterhin aus. Nun war guter Rat teuer und da wir uns in solchen Situationen lieber in bekannten Gefilden aufhalten, ging es nun nicht durchs Ovamboland, sondern nach Süden nach Kamanjab … next Stop Falkenberg Garage (bzw. zuvor für die Nacht Oppi-Koppie-Restcamp)!

20250202_184054.jpg


20250202_184151.jpg



In Kamanjab im Oppi-Koppi-Restcamp kamen wir dann abends gegen 18.00 Uhr nach einem echt langen Fahrtag an. Eine Campsite war für uns frei und uns war nicht mehr nach Selbstversorgung, sodass wir direkt ins Restaurant zum Essen gegangen sind. Nach dem anstrengenden Tag sorgte die niederländische Busreisegruppe sehr gemischten Alters bei uns für nette Unterhaltung. Ebenso später das südafrikanische Paar auf der Campsite, mit denen wir uns noch sehr nett unterhalten haben … dann aber müde ins Dachzelt geklettert sind.
Von der ganzen Aktion gibt es leider kaum Bilder, weil wir in solchen Situationen irgendwie keinen Kopf dafür haben unser ‚Elend‘ dann auch noch bildlich festzuhalten. Andererseits muss ich für mich feststellen, dass solche Pannen für mich zum Namibia-Urlaub dazugehören und ein klein wenig Nervenkitzel und Lösung des Schlamassels durch z. B. Improvisationstalent im Nachgang sehr ‚schöne‘ Urlaubserlebnisse sind… Teile der Reisegruppe sehen dies aber völlig gegensätzlich („Kann nicht einmal im Urlaub alles nach Plan laufen!!!???“)

Nach unserem obligatorischen Frühstück ging es (nach Starthilfe) zur Falkenberg Garage. Mister Falkenberg und sein Angestellter haben Batterie und Lichtmaschine gecheckt, nebenbei noch eine leichte Undichtigkeit am Verteilergetriebe gefunden und festgestellt, dass die Lichtmaschine und Regler in Ordnung sind, die Batterie aber ziemlich hinüber.

20250203_092017.jpg


20250203_092134.jpg



Also rein mit einer neuen Batterie … aber die hatte die Falkenberg Garage nicht im Angebot und auch sonst niemand in Kamanjab. Also sind wir auf den Rat von Falkenberg die gut 150 km zu Multiplex nach Outjo gefahren.

20250203_101303.jpg


20250203_115421.jpg



Wir haben dort nach langem Suchen zwar eine Batterie bekommen aber leider nicht so super passend, weil die Anordnung der Pole ein Problem war.

20250203_114735.jpg



Nach dem Batterietausch gab es noch Lunch in der Outjo Bakery und wir sind Richtung Anderson Gate zur Campsite vom Etosha Trading Post gefahren. Dort sind wir zum wiederholten Mal eingekehrt und konnten uns abends im einsetzenden Gewitter und Regen über das feste Dach und die Wände freuen. Nachts regnete es munter weiter aber unser Dachzelt blieb zum Glück von innen trocken.

iNAM202501_0229.JPG


iNAM202501_0499.JPG


iNAM202501_0500.JPG


20250203_200403.jpg


20250203_200646.jpg



Kurze Rückblende, weil ich im Kapitel zuvor etwas über ‚Fügung‘ geschrieben habe:
Wir nehmen solche Situationen, wo wir einen Plan ändern müssen, mittlerweile einigermaßen gelassen hin, denn wenn wir uns das nochmal in Erinnerung rufen. Mit vollem Benzintank ab Sesfontein wären wir durch das Marienflusstal zum Camp Syncro gefahren und dort wäre der Batterieschaden eindeutig ‚unpassender‘ gewesen, ebenso die Regenfront, die am Kunene entlang zog … also war im Endeffekt doch alles gut so. 😊
zuletzt bearbeitet 01. Sept. 2025
Themenstarter544 Beiträge · seit 201410. Sept. 2025 · #18
Am nächsten Morgen tröpfelte es noch ein wenig vom Himmel aber der Regen war weiter- gezogen.

Für heute war unser Plan, via Anderson-Gate und Okaukuejo gemütlich einmal zum von Lindequist Gate zur Onguma Tamboti Campsite zu fahren.
Das haben wir dann auch so umgesetzt und waren bei unserem siebten oder achten Etosha-Besuch wirklich schwer begeistert! Nicht wegen der Tiersichtungen, die spärlich ausfielen, sondern wegen des Wassers im Etosha.

Doch von vorn:
Nachdem wir durch das Anderson Gate in den Park gefahren sind, haben wir auf dem Weg Richtung Okaukuejo ein paar Wasserlöcher abgeklappert und hatten keine nennenswerten Sichtungen. Nach Zahlung der Parkgebühr sind wir zur Campsite in Okuakuejo gefahren.

Wenn wir außerhalb des Parks übernachten, stellen wir uns dort nach dem ersten Gamedrive meist ‚Picknick-Spot-mäßig‘ auf und frühstücken in Ruhe, holen also Tisch und Stühle raus und das volle Programm. Als wir dort ankamen, waren die meisten Gäste bereits abgereist, einige räumten aber noch zusammen … und das sah zum Teil echt nicht gut aus. Zelte wurden aus dem Wasser geholt und abgebaut, Sachen hingen zum Trocknen, einige, etwas tiefer gelegene Campsites standen komplett unter Wasser!

iNAM202501_0233.JPG


iNAM202501_0234.JPG


iNAM202501_0235.JPG


iNAM202501_0237.JPG



In diesem Moment waren wir nochmals froh, dass wir trotz der ohne Zweifel gegebenen Vorteile (schnell im Park, nachts das Wasserloch) mittlerweile außerhalb übernachten, weil dort die Gegebenheiten für uns besser passen.

Trotz, aufgrund der Witterung, sehr spärlicher Sichtungen bei unserer Durchquerung des Etosha-Nationalparks, haben wir uns vor Begeisterung kaum wieder einbekommen!

iNAM202501_0512.JPG


iNAM202501_0244.JPG



Das ganze Wasser und insbesondere der Look-Out (den wir sonst eher langweilig fanden), an dem wir alleine mit unserem Auto von Wasser umgeben standen … einfach MAGISCH!!! Ich bekomme heute beim Schreiben dieser Zeilen noch eine Gänsehaut (und zwar die ‚gute‘ … kleiner Insider 😉 ), weil das für uns so unerwartet kam.

iNAM202501_0517.JPG


iNAM202501_0519.JPG


iNAM202501_0521.JPG


iNAM202501_0246.JPG


iNAM202501_0260.JPG


iNAM202501_0268.JPG


iNAM202501_0275.JPG


Screenshot2025-09-10204215.jpg



Der Empfang auf der Onguma Tamboti Campsite war wirklich herzlich. Der gute Mann an der Rezeption hat uns, nachdem wir ca. zwei Monate zuvor auch dort waren, glatt wiedererkannt und gefragt, ob wir wieder ‚unsere‘ Campsite Nr. 12 haben möchten. Aufmerksames aber dabei nicht zu aufdringliches Personal finden wir einfach klasse! Auch diese Campsite haben wir bereits in dem entsprechenden Kapitel unseres November-Dezember-Aufenthalts beschrieben. Aufgrund diverser Regenschauer während unseres zweitägigen Aufenthalts war das Häuschen mit dem großzügigen Dach abermals für uns Gold wert.

IMG-20250204-WA0013.jpg


IMG-20250204-WA0015.jpg


IMG-20250206-WA0002.jpg


Screenshot2025-09-10203945.jpg


Bei der Abfahrt von Onguma in den Etosha lagen dann kurz vor der Ausfahrt noch zwei Nashörner im Busch … einfach so und ganz ohne Tracking und Guide. 😊

iNAM202501_0529.JPG


Am zweiten Tag im Park kamen wir bei dem großen Loop rund um die Fisher’s Pan mal wieder in eine Situation, wo wir vor und hinter uns auf der Straße Elefanten hatten. Seit wir im Khaudum mal nicht so gute Erfahrungen gemacht haben, sind wir dann eher angespannt. Andererseits sind die Elefanten im Etosha deutlich stärker an Touristen gewöhnt … also war im Endeffekt alles easy.

iNAM202501_0627.JPG


iNAM202501_0634.JPG


iNAM202501_0666.JPG


iNAM202501_0667.JPG


iNAM202501_0680.JPG


iNAM202501_0550.JPG


iNAM202501_0567.JPG


iNAM202501_0601.JPG


iNAM202501_0621.JPG


iNAM202501_0687.JPG


iNAM202501_0692.JPG


iNAM202501_0278.JPG



Bis Windhoek hatten wir nun noch drei Nächte übrig und waren unschlüssig, ob wir vor Kamrav noch woanders eine Zwischenübernachtung einplanen sollten. Letztlich ging die Buchung einer Campsite auf der Farm Dornhügel komplett schief. Vor Ort wusste keiner was von einer Buchung und es stellte sich heraus, dass man uns auf einer völlig anderen Gästefarm erwartete. Das kommt dabei raus, wenn die Betreiber im Urlaub sind, an jemand anderen verweisen und man demjenigen nicht klar kommuniziert, dass man nach Dornhügel möchte. 😉

Ich schrieb zuvor schon was über ‚Fügung‘, also haben wir das für uns angenommen und es gab drei Nächte auf Kamrav … und das war wirklich gut so!
zuletzt bearbeitet 10. Sept. 2025
4'382 Beiträge · seit 201511. Sept. 2025 · #19
Zur guten Nacht noch ein herzliches Dankeschön für diese Beschreibung Eurer Reise - und die Entführung an wohlbekannte Orte, die mir ein heftiges „Achwerdadochnochmalhinreisenkönnte“ bescheren! Umso schöner, das jetzt ganz unabenteuerlich mitmachen zu können. Eure entspannte Art, mit Problemen und Planänderungen umzugehen, gefällt mir ganz besonders!
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter544 Beiträge · seit 201411. Sept. 2025 · #20
Moin Friederike,

vielen Dank für Deinen Kommentar und sei gerne weiter mit dabei (wobei es nun auch schon wieder gen Windhoek geht).

Eine gewisse Entspanntheit mussten wir uns in der Tat über die Jahre erarbeiten ... normalerweise sind wir getakteter. Letztlich brauchte es eine Reise in Corona Zeiten (Anfang 2022), für die wir, wegen der ganzen Unwägbarkeiten, außer Auto und erster Nacht nichts vorgebucht hatten. Da hat es irgendwie 'klick' gemacht und wir haben eine für uns entspannterere Art des Reisens in Namibia entdeckt, wobei uns natürlich entgegen kommt, dass wir nicht in der Hauptsaison unterwegs sind.

Was den Umgang mit Problemen angeht... nun ja, wie bereits irgendwo geschrieben, finden das Teile unserer Reisegruppe meistens eher mäßig toll, wenn ein Problem auftaucht. Sofern das einfach zu lösen ist, ist danach aber alles wieder gut. 🙂

Viele Grüße
Henning